Zweithund in der Wohnung

Dabei
23 Aug 2016
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#1
Hallo, Wir haben einen 1,5 Jahre alten aussie. Er spielt und tobt draußen so gern mit anderen Hunden herum, das wir uns überlegen, uns einen zweiten Aussie für unseren Rüden anzuschaffen. Er ist sehr gut verträglich mit anderen Hunden.
Das Problem ist nur, daß wir nur eine 3 Zimmer Wohnung (mit 2 Etagen, wie ein Haus, nur ohne Grundstück) haben und 5 Minuten von der Wohnung entfernt einen Garten. Unser Rüde ist bis wir von der Arbeit kommen allein in der Wohnung, was auch super klappt. Und das wären sie dann zu zweit. Vor der Arbeit und direkt danach wird natürlich eine Runde gegangen und nach der Arbeit beschäftigt, trainiert und gespielt.
Was meint ihr zu der Idee mit dem zweiten Hund in der Wohnung? Natürlich ist die Wohnung dann nur Ruheort und draußen wird getobt, die Regel wird dann natürlich vermehrt geübt. So wäre unser süßer nicht mehr allein und es wäre immer ein Spielkamerad da. Was meint ihr?

LG :)
 
Dabei
31 Jan 2015
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#2
Hallo und willkommen im Forum Nadine.

Ich weiß nicht, ob das unbedingt DER Grund sein sollte, sich einen Zweithund anzuschaffen? :rolleyes:

Meiner Meinung nach, ist es relativ egal, in was für einer Wohnung man wohnt. Natürlich ist es in einem Haus mit Garten einfacher, aber solang sich noch alle bewegen können und sich auch mal aus dem Weg gehen können, sehe ich da keinerlei Gründe gegen mehrere Hunde in einer Wohnung.

Ist halt nur die Frage, ob ihr auch genug Zeit habt, dem Hund das Alleine Bleiben beizubringen, wenn ihr vormittags immer arbeiten seid. Das können sie ja nicht sofort. Und wenn der Zweithund ein Welpe sein soll, muss man sich natürlich auch da entsprechend Gedanken machen vorher. ;)
Aber darum geht es in dem Beitrag ja nicht..

lG Alina
 
Dabei
23 Aug 2016
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#3
Da ich noch in der Ausbildung bin, habe ich ja noch Ferien. Wir würden ihn definitiv erst holen, wenn einer von uns beiden für ein paar Wochen Zuhause ist.
An Platz mangelt es in der Wohnung nicht.

Wie ist dein erster Satz gemeint?
 
Dabei
31 Jan 2015
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#4
Na ja, du schreibst so, als würdet ihr euch den Hund nur holen wollen, damit der erste nicht so alleine ist.
Ich finde, es gibt sehr viele Gründe für einen Zweithund. Und - sind wa mal ehrlich - durchaus auch eher egoistische Gründe. Aber wenn man da anfängt, dann ist rein theoretisch die komplette Tierhaltung egoistisch.. Aber das ist auch wieder ein anderes Thema ;)
 
Dabei
23 Aug 2016
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#5
Wir wünschen uns natürlich auch so einen Zweithund. Unserer kommt auch gut allein klar. Nur wenn wir nicht Trainieren, sondern nur normal spazieren gehen, ist er schon mehr ausgelastet wenn er sich mit anderen Hunden beschäftigt. Wir können ja nicht so mit ihm rumtoben, wie andere Hunde. Er interessiert sich leider nur nicht für Frisbee oder anderes Spielzeug. Mit dem anderen Hund würden wir natürlich genauso trainieren wie mit ihm.
Ich finde das eig. Garnicht egoistisch.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#6
Sorry,falls es härter klingt als beabsichtigt : aber ein Zweiten um den Ersthund auszulasten? Oh je...ich befürchte fast,dass ihr etwas naiv an das Thema heran geht. Der Zweithund wird erst mal eure Nerven gehörig auslasten ;)
Mal im Ernst: einen Hund kann man auch geistig auslasten. Ich bin gerade hochschwanger, da ist auch nicht mehr viel mit riesigen Gassirunden usw. Und trotzdem ist mein Hund relaxed und zufrieden. Dafür brauch ich jetzt auch keinen Zweiten :)
 
Dabei
23 Aug 2016
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#7
Natürlich Lasten wir ihn auch geistig aus, mit suchspielen, Tricks, dog damlncing usw. Trotzdem wünschen wir uns, von uns aus, unabhängig vom gegenseitigen auslasten einen Zweithund. Das andere ist nur ein begünstigender Nebeneffekt.
Wir wissen auch das welpen nerven kosten, ist bei unserem ja auch noch nicht so lange her.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#8
Ein paar Gedanken zu Zweithund generell (ich habe selbst zwei Hunde)...
Ihr müsst Euch im klaren sein, das es durchaus sein kann das sich die Hunde gut verstehen, aber genauso gut kann es sein das sie Nichts mit sich anfangen können bis hin dass sie sich nicht so wirklich gut verstehen. Und nur weil Dein Hund woanders oder auch mal Besuchshunde gerne mag, muss das noch lange nicht heißen dass er sich darüber freut das ein zweiter Hund dauerhaft einzieht.

Ich möchte niemand etwas ausreden, das sind einfach nur Dinge die ihr bedenken solltet. Ich kenne soooooviele Hunde die nebeneinanderherleben und keinerlei Interesse aneinander haben oder wo man in Nachhinein festgestellt hat dass der erste Hund wohl besser Einzelhund geblieben wäre (obwohl er draussen fast durchdreht vor Freude wenn er andere Hunde sieht) oder sogar wo sich die Hunde so lala bis gar nicht verstehen. Und selbst wenn es die große Liebe ist - wo viel Nähe, da kracht es auch mitunter auch mal...

Meine zwei verstehen sich sehr gut und ja, ich seh schon Vorteile bei zwei Hunden. ABER auch bei uns musste ich anfangs ein Auge drauf haben, damit es jetzt so gut läuft. Wir haben hier kaum Sozialkontakte mit anderen Hunden (was bei meiner ersten Hündin eher ein Vorteil ist als Nachteil) und mein persönliches Ziel war das sich die Hunde vertragen - PUNKT! Das sie sich so gut verstehen (und damit wirklich ein Mehrwert ist) ist ein großes Glück, aber wirklich nichts auf was man sich verlassen sollte.

Wenn ein Hund draussen genügend hündische Sozialkontakte hat, drinnen super alleine bleiben kann, man genügend Zeit hat dem Hund ausreichend Beschäftigung und Sozialkontakte zu geben - dann ist doch eh alles ausreichend vorhanden. (wenn nicht, sollte ein zweiter Hund auch nicht die Lösung sein...)
Einen Hund für einen Hund anzuschaffen ist wirklich etwas das man sich genau überlegen und hinterfragen sollte. Was ist wenn sich die Hunde nicht verstehen, was ist wenn sie sich grad so tolerieren, wie geht man mit Spannungen um (die ja in jeder normalen Beziehung auftreten), hat man sich mit Themen wie Rudeldynamik auseinandergesetzt oder wenn der Rüde plötzlich anfängt den kleinen Hund gegen alle zu verteidigen und nicht mehr mit anderen Hunden spielt, sondern nur mehr am aufpassen ist. Usw. usw.
Im Idealfall ist es eine Bereicherung für den Hund, doch selbst da sollte man sich überlegen ob man auch mit all den Schattenseiten zurechtkommt, ob man auch selber einen zweiten Hunde möchte... Im blöden Fall finden sich die Hunde so naja bis doof...

Und prinzipell ist die Grösse der Wohnung egal - solange sich die Hunde auch mal aus dem Weg gehen können :)

Gibt ein gutes Buch dazu:
https://www.amazon.de/dp/B00FZ1KL08/ref=dp-kindle-redirect?_encoding=UTF8&btkr=1

Da wird ganz ehrlich über die Thematik geschrieben. Über Spannungen zwischen den Hunden, natürlich über die Berreicherung, über Rudeldynamik etc. Ich glaub in dem Buch steht auch, das ein Grund KEIN Grund sein sollte: das der andere Hund jemand zum Spielen hat, den das scheitere allzuoft.
 
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Dabei
10 Mrz 2014
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#9
Hallo, ich habe zwar überhaupt keine Erfahrung mit einem Zweithund, aber Erfahrung mit der Entwicklung einer Aussie Hündin in den letzten 3 Jahren. Lassie wird demnächst 3 Jahre, bis sie ungefähr 2, 2 1/2 Jahre war waren alle Hunde potentielle Spielgefährten und sie unterordnete sich. Seit einem halben Jahr wird sie erwachsener und ist mittlerweile auch der Meinung das sie sich nicht alles mehr gefallen lässt. Außerdem entwickeln sich Vorlieben, mit wem sie gerne spielt, wen sie links liegen lässt.... .
Ich will dir damit sagen das nicht nur die Körperliche, sondern auch die Soziale, Psychische Entwicklung deines Hundes noch lange nicht abgeschlossen ist.

Bin mir nicht sicher ob das ein Plus oder Minus für einen Zweithund ist, aber man sollte es einfach nicht vergessen.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#10
Was ist wenn sich die Hunde nicht verstehen, was ist wenn sie sich grad so tolerieren, wie geht man mit Spannungen um (die ja in jeder normalen Beziehung auftreten), hat man sich mit Themen wie Rudeldynamik auseinandergesetzt oder wenn der Rüde plötzlich anfängt den kleinen Hund gegen alle zu verteidigen und nicht mehr mit anderen Hunden spielt, sondern nur mehr am aufpassen ist. Usw. usw.
Im Idealfall ist es eine Bereicherung für den Hund, doch selbst da sollte man sich überlegen ob man auch mit all den Schattenseiten zurechtkommt, ob man auch selber einen zweiten Hunde möchte... Im blöden Fall finden sich die Hunde so naja bis doof...

Und prinzipell ist die Grösse der Wohnung egal - solange sich die Hunde auch mal aus dem Weg gehen können :)
Die Größe der Wohnung finde ich auch nicht wichtig.

Ich habe auch zwei Hunde und ich bin ganz klar der Meinung dass man sich einen zweiten Hund nicht aus dem Grund anschaffen sollte weil man einen Spielkameraden für den ersten möchte. Der erste braucht genau so viel Aufmerksamkeit nur für sich wie der erste.
Meine beiden finden sich OK und spielen auch mal. Echte Konflikte untereinander habe ich noch nie gehabt.
Allerdings erlaubt Zaro es nicht, wenn wir spazieren gehen, dass Naila mit irgendeinem anderen Hund spielt. Dann wird sie angebellt, körperlich weggedrängt. Ich muss, wenn wir fremde Hunde treffen, immer einen von beiden rausnehmen. Und der ist dann nicht so begeistert davon.
Wenn einer meiner Hunde einen anderen Hund blöde findet macht der andere sofort mit und hilft seinem Rudelmitglied. Auch da muss man aufpassen.
Ich bin sehr oft mit beiden Hunden einzeln spazieren gegangen bis wir zu zweit die Leinenführigkeit drauf hatten. Und auch, damit Naila auch mal mit Hunden spielen kann.

Hallo, ich habe zwar überhaupt keine Erfahrung mit einem Zweithund, aber Erfahrung mit der Entwicklung einer Aussie Hündin in den letzten 3 Jahren. Lassie wird demnächst 3 Jahre, bis sie ungefähr 2, 2 1/2 Jahre war waren alle Hunde potentielle Spielgefährten und sie unterordnete sich. Seit einem halben Jahr wird sie erwachsener und ist mittlerweile auch der Meinung das sie sich nicht alles mehr gefallen lässt. Außerdem entwickeln sich Vorlieben, mit wem sie gerne spielt, wen sie links liegen lässt.... .
Ich will dir damit sagen das nicht nur die Körperliche, sondern auch die Soziale, Psychische Entwicklung deines Hundes noch lange nicht abgeschlossen ist.

Bin mir nicht sicher ob das ein Plus oder Minus für einen Zweithund ist, aber man sollte es einfach nicht vergessen.
So ähnlich war es bei Zaro auch. Zaro fand, bis er etwa 2 Jahre alt war, absolut jeden anderen Hund klasse und wollte immer spielen. Wenn uns ein Hund angegiftet hat war er die Ruhe selber und kam nie auf die Idee mitzumachen. Meistens legte er nur die Ohren an. Jetzt ist er 4 Jahre alt und das hat sich durchaus geändert. Er mag zwar noch immer alle freundlichen Hunde lässt sich aber sehr ungerne angiften oder auch nur anstarren. Auch spielt er nicht mehr mit jedem.
 

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