Alltag mit Zuchtrüde anders...???

Dabei
8 Mai 2016
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#1
Hallo Liebe Ausie-Freunde, meine Frage erscheint vermutlich etwas naiv aber ich bin grade total verunsichert... Wir haben ein Aussie-Mädchen (2 Jahre alt und kastriert) und wurden von einer Freundin gebeten für eine Weile einen ihrer Deckrüden aufzunehmen den sie Krankheitsbedingt untergebracht und gut versorgt wissen will. Unserer ersten Intension folgend sagten wir spontan zu. Jetzt wurden wir schon mehrfach angesprochen ob wir uns das auch gut überlegt hätten da der Alltag mit Deckrüden doch recht schwierig sei. Man dürfe den Rüden nie ableinen weil er alles besteigen würde und nicht abrufbar wäre, er würde sofort jede läufige Hündin riechen und durch gehen und er würde sofort und immer wieder versuchen unsere Hündin zu begatten das sie kastriert sei würde ihn nicht hindern. Ja- und so ging das immer weiter mit den Behauptungen. Hat einer von euch eine Ahnung oder noch besser das Wissen um solche Dinge? Vielen Dank für eure Antworten und eure Hilfe ☺
 
Dabei
10 Dez 2015
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#2
Hallo und herzlich willkommen!

also ich kann jetzt nur aus meiner persönlichen Erfahrung sprechen. Ich kenne 3 Deckrüden und keiner von ihnen ist ein "hormongesteuertes Etwas". Alle Rüden hören super und laufen natürlich auch frei. Sie sind auch Hündinnen gegenüber nicht so aufdringlich. Der eine Deckrüde ist sogar richtig zurückhaltend muss ich sagen. Selbst wenn eine Hündin in beginnerstadion läufig ist, riecht er zwar und zeigt Interesse, jedoch im Gegensatz zu "unerfahrenen" Rüden deutlich mehr gentleman like. Ich denke das liegt hauptsächlich an der Erziehung. Und wenn du ganz unsicher bist, sprich doch deine Freundin mal auf die Gerüchte an...
 
Dabei
3 Jan 2013
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#3
Hallo,

sorry, musste etwas schmunzeln bei Deinen tollen "Ratschlägen und Weisheiten" die Du bekommen hast.

In der Regel ist genau das Gegenteil der Fall :) Ein erfahrener Deckrüde regt sich nur auf, wenn es sich wirklich lohnt, heißt wenn eine Hündin in den Stehtagen vor ihm steht.

Ansonsten spielt beim Zusammenleben natürlich die Hauptrolle, wie gut der Rüde erzogen ist u.s.w...... das musst Du einfach ausprobieren ob Du mit ihm klar kommst.
 
Dabei
29 Dez 2012
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#4
Ich würde auch einfach deine Freundin fragen, was du beachten musst.

Ich hab schon ein paar Zuchtrüden kennen gelernt, und einen großen Unterschied gemerkt.
Hast du Rüden, die nur ein paar Hündinnen gedeckt haben, sind die in der Regel nicht viel anders als andere Rüden auch.
Ich hab aber auch zwei Rüden gesehen, die ziemlich Gaga waren. Einmal ein labbirüde, wo Herrchen dann noch geprahlt hat "jaaa, der hatte letzte Woche 8 decksprünge, der weiß wie das geht. "...
Und einen ziemlich bekannten roten Deckrüden im ASCA. Der ist mir im Umfeld der 4 shows auf denen ich bisher war jedesmal negativ aufgefallen, wenn Hündinnen in seinem direkten Umfeld waren.
 
Dabei
15 Jun 2008
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#5
sorry, musste etwas schmunzeln bei Deinen tollen "Ratschlägen und Weisheiten" die Du bekommen hast.

In der Regel ist genau das Gegenteil der Fall :) Ein erfahrener Deckrüde regt sich nur auf, wenn es sich wirklich lohnt, heißt wenn eine Hündin in den Stehtagen vor ihm steht.

Ansonsten spielt beim Zusammenleben natürlich die Hauptrolle, wie gut der Rüde erzogen ist u.s.w...... das musst Du einfach ausprobieren ob Du mit ihm klar kommst.

Ich musste auch schmunzeln. .... und übermorgen hol ich der Königin ihr Kind ... :)

Leider denken das wirklich viele Leute. Entweder, weil sie es - wie so viele Stories über Hunde allgemein und Aussies speziell - irgendwo nur aufgeschnappt haben und nachplappern, oder weil sie tatsächlich negative Beispiele kennen gelernt haben. Diese basieren aber zu 99% auf mangelnde Erziehung bzw. schlechtes Haltungsmanagement.

Ich habe hier ein gemischtgeschlechtliches Rudel von derzeit 3 intakten Rüden, ein Jungrüde (4 Monate), sowie 3 intakte Hündinnen, eine kastrierte Hündin und eine Junghündin (4 Monate). Bis zum Frühjahr waren es noch 4 intakte Hündinnen und 4 intakte Rüden. Drei Rüden mit Deckerfahrung, einer ohne. Alle leben im Rudel zusammen. Übertags meist draußen mit per Hundeklappe zugänglichem Hunderaum, großem Hof und Hauswiese. Zwei der Rüden gehören einem Freund und sind nur bei uns in der "HuTa" - somit abends/wochenends nicht da. Sonst sind alle abends/nachts mit im Haus, Bett/Couch ... :)

Wenn eine der Hündinnen läufig wird, was oftmals auch gleich mit zwei Hündinnen passiert, dann passiert die ersten 8 Tage nichts, außer dass die Jungs morgens nach dem Schlafen mal "ein Näschen" nehmen und unter Gezeter der Dame auch gleich die Segel wieder streichen. Bis dahin kann ich sie problemlos auch unbeaufsichtigt zusammen laufen lassen. Wann die eigentlichen Stehtage kommen, ist ja individuell von Hündin zu Hündin unterschiedlich; meine stehen meist ab dem 13. Tag ungefähr +/-. So ein, zwei Tage vorher fangen die Jungs schon an Avancen zu machen, die die Damen aber immer noch schnell im Keim ersticken. Das ist auch für die Jungs noch kein Ernst, sondern eher ein Spiel - sie regen sich dabei weder auf, noch werden sie zu aufdringlich, oder verlieren ihren Gehorsam. Aber das ist für mich schon ein Zeitraum, in dem sie nur noch unter Aufsicht zusammen laufen - dann kommen Jungs und Mädels in Wechselschicht rein oder raus. Wenn dann auch die Hündin bereit ist und die Jungs nicht zur Bereitschaft, sondern auch "Reife" anzeigen, dann "schleuse" ich Jungs und Mädels rein/raus, um einfach Tumult zu vermeiden - wie gesagt, habe ich derzeit noch drei intakte Rüden, die dann alle scharf auf's Mädel wären. :) Das dauert ungefähr zwei bis vier Tage an. Dann teste ich langsam wieder, ob noch Gefahr besteht unter Aufsicht. Erst wenn Rüden und Hündinnen wieder völlig normal miteinander sind, laufen sie wieder im Rudel auch ohne Aufsicht. Wir reden von einem Zeitraum von ungefähr 16 - 18 Tagen insgesamt; in Ausnahmefällen schon mal bis 20 Tagen (bei meinen Hündinnen). Echte "Gefahr" besteht an 2-4 Tagen. In dieser sehr kurzen Phase werden die Jungs auch mal was wuschig - fressen vielleicht etwas schlechter und nehmen mal ein Pfund ab, junksen beim "Umtrieb" und lecken natürlich jede Ecke des Grundstücks ab, wo die Mädels gewesen sind. Meine Mädels sind relaxt und nicht drauf aus, irgendwie zum Rüden zu kommen, auch wenn sie ihn akzeptieren würden. Auch die Jungs untereinander kriegen sich nicht in die Haare, sondern schnüffeln friedfertig Nase an Nase an den Mädelshinterlassenschaften. Vielleicht erzählen sie sich Rüdenwitze - ich weiß es nicht ... :)

Fazit: es ist mit einer guten Erziehung und dem entsprechenden Management vor Ort möglich, intakte Rüden/Hündinnen zusammen zu halten. Während Läufigkeiten mit etwas Aufwand und großer Sorgfalt sicher, aber grds. ohne Probleme. In 16 Jahren Haltung gemischt geschlechtlicher Aussies, ist mir noch kein Oops-Wurf passiert, meine Hunde reißen nicht das Haus ab und meine Jungs vergewaltigen auch keine Hündinnen. Im Gegenteil - ich hatte schon einige Male Hündinnen zum Decken da, die viel zu früh waren, aber schon standen. Die Jungs habennach dem Antesten teilweise eine Woche nichts gemacht, trotz schon fast verzweifelter Hündinnen - und es passte doch. Ihre Instinkte sind meist besser, als unsere Messmethoden.

Dennoch müssen auch instinktsichere Rüden erst mal prüfen, wie weit die Dame überhaupt ist. Das gehört mit dazu - schnüffeln, antesten, Rüffel abholen oder eben ablehnen. Das ist ganz natürliches Rüdenverhalten, was man nicht verurteilen, sondern eher begrüßen sollte. Die treffen sich nicht und führen eine kurze Unterhaltung: "Na Puppe - was sagt dein Ovulationstest heute?" - "Jo passt, komm ran!" Sondern sie müssen das erfahren - riechen, schmecken, spüren. Das ist kein Fehlverhalten oder schlecht, sondern reine Kommunikation.

Dennoch gibt es sicher das - aus meiner Erfahrung Aussies betreffend heraus - eine Prozent Rüden, das nicht "normal" tickt. Das auf alles und jedes springt, nicht zu bändigen ist. Schlechte Instinkte hat und ganz vermutlich auch gesundheitliche Probleme, wie zB teils starke Prostatavergrößerungen, langanhaltende Appetitlosigkeit, teilweise auch Hautprobleme ua Stress bedingte Krankheitsbilder entwickelt. Da stellt sich natürlich die Frage - gehört ein solch instinktarmer Hund in die Zucht. Ich aus meiner Sicht würde einen solchen Hund kastrieren. Eine der wenigen guten Gründe für eine Kastration zum Wohle des Hundes selbst.

Also - nur Mut und keine Angst vor dem "Deck"rüden! :)
 
Dabei
24 Jan 2008
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#8
Bei mir ist es auch so wie bei Elke , wobei ich ja nur 1 intakten Rüden zu momentan 4 intakten Mädels hab . Meine Weibsen sind untereinander ja alle verwandt , außer kleinen Reibereien gabs nur Anfang des Jahres zwischen den 2 alten Mädels etwas Zoff , lag aber an verschiedenen Umständen . Seit unser Chase gedeckt hat ist er bei den Läufigkeiten der Mädels viel entspannter und kann auch bei Fremdhündinnen oder bei der Arbeit viel besser damit umgehen .
 
Dabei
23 Okt 2016
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#9
Huhu,
Wollte auch mal meinen Standpunkt dazu äußern
Ich habe einen Deckrüden der mit zwei intakten Weibern zusammenlebt ,bitte lass dich nicht verunsichern von solchen , die über jemanden 3ten gehört haben,das dessen Freunde gehört haben das ein Deckrüde ein Hyperaktives Sexmonster sei der keine Erziehung mehr abrufen kann.
Purer Blödsinn ;)
Und so dem, dass ein Deckrüde sogar kastrierte Hündinnen besteigen will weil er so außer Kontrolle ist ist ebenfalls schlichtweg falsch- wenn ein intakter Rüde oder sogar ein Deckrüde eine kastrierte Hündin besteigen will ,will er hierbei eine Rangordnung herstellen-er ist dann Respektlos aber keinesfalls ein Liebestoller Romeo

Sag mal Bescheid wie es mit deiner Hündin und dem Deckrüden läuft
 

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