Leider kann man das am besten Live sehen, weil die Videos oft mit Musik hinterlegt sind oder auf so große Distanz gefilmt, das man nicht hören kann, wie die Handler ihre Hunde jeweils arbeiten. Und körpersprachliche Signale spielen in der Koppelgebrauchshüterei keine (bzw. sollten) Rolle spielen, während i.d. Wanderschäferei die Richtungskommandos u.a. optisch an den Hund mit der Schippe gegeben werden.
Problem ist auch, das die offiziellen Trailaufgaben nur bedingt vergleichbar sind, so gibt es nur einen ASCA Trail m. Outrun u. der wird noch dazu seltenst ausgeschrieben.
Grundsätzlich ist das "Ausbildungskala" des Koppelgebrauchshundes für alle Rassen das gleiche, mit evtl. einigen Anpassungen an rassespezifischen Eigenheiten, weil auch das Ausbildungsziel ja das gleiche ist. Es gibt halt unterschiedliche Möglichkeiten, ans Ziel zu kommen u. hier hat Anne Krüger halt ihre spezifische, für mein empfinden, sehr einrahmende Methode.
Alles in allem geht es halt nicht um einen Unterschied in den Ausbildungsmethoden, sondern Unterschiede in der rassespezifischen Art, wie der Hund arbeitet/gearbeitet wird. Aufgrund des gleichen Zieles, gibt es sehr viele Parallelen, aber auch einige Unterschiede.
Ich versuche es jetzt mal lapidar auszudrücken: Für mich wird der BC eher sehr präzise auf den Punkt gearbeitet, während der Aussie zwar auch genau, aber "freier" arbeitet. Wobei alle auch eigenständig Arbeiten und die Schafe lesen (können) müssen.
Hoffentlich wird jetzt richtig verstanden, wie ich es meine... Vielleicht kann es jemand besser formulieren???
Allgemein möchste ich hinzufügen, das ich ein großer Fan von BC, Kelpie & Co. bin. Der Aussie ist meine Leidenschaft, aber fazinierend finde ich sie alle!