Danke für die Komplimente
Neue Bilder habe ich leider keine. Aber ich dachte ich berichte mal wieder etwas von uns:
Ich mache ja momentan ein Praktikum, und wenn es morgens früh los geht oder abends sehr spät wird, fahre ich nicht nach Hause, sondern übernachte vor Ort. Arkos hat damit wohl deutlich zu kämpfen, wie mein Mann berichtet. Er ist wohl sehr, sehr aufmerksam, wenn er Geräusche um's Haus rum hört und vor allem, wenn die Haustür aufgeht (das hört man in unserer Wohnung) und durchstreift immer mal die Wohnung, wohl auf der Suche, ob ich nicht vielleicht doch irgendwo zu finden bin. Hach, das macht mich echt traurig, aber es hilft ja nichts, er muss es halt lernen *sfz*. Als ich gestern nach Hause kam, war Arkos so außer sich vor Freude (ich war drei Tage und zwei Nächte nicht zu Hause gewesen), dass ich minutenlang nur ein braunes Wollknäuel wahrnehmen konnte, das mir immer mal wieder eine Zunge oder auch ausversehen eine Tatze ins Gesicht gesteckt hat und ein recht großes Freudenpipi auf den Boden machte. Ich war also hauptsächlich damit beschäftigt Arkos zu beruhigen. Momentan pennt er ganz friedlich.
Sein Gehorsam draußen ist momentan so lala. Wir haben das Gefühl, dass das "neue" Wetter (also kein Schnee mehr, alles getaut) ihm so viele neue Sinneseindrücke bietet, dass er dauernd damit beschäftigt ist, alles zu verarbeiten. Oder er sprintet wie ein Bekloppter aus purer Lebenslust und Freude in weiten Kreisen um uns über die Wiese, so dass er mit Gedanken, sonstwo, aber nicht bei einem ist. Hörzeichen klappen da eher schlecht als recht.

Wenn man sich allerdings versteckt, taucht er sofort neben einem auf. Wir werden wohl die nächste Zeit ihm einfach die Zeit draußen geben, die er braucht und weiter an Impulskontrolle arbeiten. Ich denke, das wird zielführend sein. Ich habe halt das Gefühl, dass es einfach sozusagen "zuviel" ist, manchmal hört er nämlich auch super. Heute morgen hat er sich zum Beispiel aus dem Laufen abgesetzt. Das selbe fällt uns in der HuSchu auf, er lässt sich dort von allem und jedem ablenken.
Ich mein Frühphasen der Pubertät können das ja eigentlich noch nicht sein, oder? Vor allem denke ich, es passt nicht. In der Pubertät testet Hundi doch seine Grenzen und wie gesagt, wir haben beide nicht das Gefühl, dass er nicht will, sondern dass ihn seine Umwelt zu stark einnimmt und ablenkt.
Die Bindung zu uns dürfte aber stimmen. Wir haben heute so einen Test gemacht, von dem ich in der aktuellen "Der Hund" gelesen hatte. Da geht es darum, immer 30 Sekunden mit dem Hund zu spielen oder ihn zu streicheln und ihn dann für 60 Minuten auf unterschiedliche Art zu ignorieren. Die Videoaufnahmen, die wir uns zusammen davon angesehen haben, haben uns gefallen: Wenn ich einfach da stand und ihn nicht ankuckte, setzte er sich vor mich und blickte mich unverwandt an, bzw. begann irgendwann zu fiepsen. Als ich im Kreis lief ohne ihn zu beachten, wich er mir nicht von der Seite und sprang seitlich ein bisschen an mir hoch. Als ich ihn immer zurückschob, wenn er zu mir kam, hat er irgendwann aufgegeben, und hat mich wiederum unverwandt angeblickt. Als ich Leiche auf dem Fußboden spielte, leckte er mich überall ab (in (!) Ohren und Nase, ich musste echt an mich halten nicht zu lachen) und schubste mit seinem ganzen Körper gegen mich. Er hat zur keiner Zeit Desinteresse an mir gezeigt oder war durch das plötzliche ignorieren stark verunsichert. Ein, zwei Übersprungshandlungen waren aber natürlich zu sehen. Interessant war auch, dass er sich in den Phasen der Zuwendung immer sehr schnell vor mir auf den Rücken gedreht hat.
Ansonsten macht uns der kleine Racker nach wie vor sehr viel Freude und er ist immernoch ein kleines Kuschelbärchen.
So, wenn ihr meinen kleinen Roman gelesen habt, freu ich mich und falls euch der ein oder andere Kommentar dazu einfällt, freu ich mich noch mehr.
