Aussie als schutzhund ???

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4 Okt 2013
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Gefährlicher finde ich die die ANgearbeitet wurde; aber es noch nicht richtig sitzt; die Besitzer aber mit dem Schutz aufhören
 
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11 Nov 2012
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Hunde die im ipo schon ausgebildet sind, sind als diensthunde oft nicht zu gebrauchen. Die Ausbildung im ipo unterscheidet sich in einigen Punkten von der eines diensthundes. Und die Polizei und das Militär nimmt nur Hunde die unter zwei Jahren alt sind. Bis ein Hund die bh laufen und somit im ipo geführt werden kann, muss der Hund bereits 15 Monate alt sein, da ist das Zeitfenster dann knapp. Und auch die ipo Ausbildung dauert seine Zeit.

Bei schlecht gearbeiteten hunden, Hunden die in privathand civilscharf gemacht wurden (verbotenerweise) befürworte ich die einschläferung. Ist humaner als diese Hunde ihr Leben lang einzusperren.

lg
 
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11 Nov 2012
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Darum sage ich ja, bitte zeige mir einer eine Statistik nach der Hunde die ordentlich im ipo geführt werden, mehr beissunfälle zu verzeichnen haben, als ottonormalhunde.

ich habe mich meine ganze Kindheit zwischen damals noch vpg, schH und heute ipo Hunden bewegt und gebissen worden bin ich von "normalen" untrainierten Haus und Hofhunden.

Lg
 
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21 Feb 2011
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Diesen einen Beitrag noch und dann bin ich raus aus diesem Thema.

Die Argumente pro SchH überzeugen mich nicht, genau diese Argumente findet man zu Hauf im Internet.
Das tollste, was ich da gelesen habe: nur ein Mensch mit ausgeb. SchH ist in der Lage, seinen Hund in jeder Trieblage zu kontrollieren. Sprich, der ganz normale Hundehalter ist nicht in der Lage, seinen Hund vom aufgesprungenen Karnickel wegzurufen oder ihn daran zu hindern, einem Jogger oder Radfahrer hinterherzurennen. Jo, alles klar.

Dieser "Sport" (nur auf den SchH - Teil bezogen) wird niemals meins.
Fangen wir mit der Def. für das Wort Schutzhund an: das bedeutet für mich, ein Hund, der beschützt. Bestes Beispiel sind hier wohl Herdenschutzhunde, die ihre Herde bewachen und gegen alles beschützen, was diese Herde bedroht.
Nehme ich diese Definition also wörtlich: warum muss ich als ganz normaler Mensch, in einer Stadtwohnung oder im kleinen Haus mit Garten wohnend, einen Hund zum Schutzhund ausbilden? Fast jede Rasse passt auf Haus, Heim, Garten usw irgendwie auf.
Wenn man dem Internet glauben darf, fing es aber genau so an: irgendjemand hat angefangen, seine Hunde zu seinem priv. Schutz auszubilden.

Wann immer ich diese Videos sehe, und dabei ist es egal, ob der Hund gut ausgebildet ist oder nicht, bin ich eher fassungslos. Diese Videos zeigen alle einen simulierten Angriff auf einen Menschen (ja, ich weiß, der will nur mit dem Ärmel spielen). Die Hunde springen aus vollem Tempo einen Menschen an und dieser simuliert Schläge mit einem Stock. Fragt man warum, kommen immer die gleichen Antworten: man will die Belastbarkeit testen.
Wieso überhaupt der Stock, wo kommt das her? Wie kam der ursprünglich zum Einsatz? Wurde der Hund vlt sogar tatsächlich damit geschlagen?
Auf mich wirkt das so, dass Hund lernen soll, bloß nicht los zu lassen, egal was der angegriffene Mensch macht, egal, wie der sich wehrt.
Sollten meine Vermutungen stimmen........genau so werden auch Kampfhunde "ausgebildet"......beißen und festhalten, egal was kommt.

Wie gesagt, das ist einfach meine Meinung, sind nur meine Gedanken.....die natürlich nicht korrekt sein müssen.
Nur, mit euren Argumenten bekommt ihr das nicht aus meinem Kopf.
 
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11 Nov 2012
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Dann musst du bitte auch die Definition Hütehund genauso auslegen. Demzufolge gehört ein Hütehund nur ans Vieh. Nicht in eine Wohnung zum ein bisschen stangerlhüpfen, oder um irgendwelche Tricks zu machen.

Zudem fast man diese rassen nicht unter schutzhunde zusammen, sondern unter gebrauchshunde. Schutzhunde (SchH) heißt das ganze auch nicht mehr, sondern schutzdienst. (Sd) und sd ist eine teilprüfung von ipo. Dazu gehört noch Fährte und uo. (Früher vpg)

herdenschutzhunde sind etwas komplett anderes und diensthunde ja auch.

Ich will dich nicht überzeugen, mit einem aussie würde ich wohl auch kein ipo machen, aber ich denke Toleranz, Auseinandersetzung, Open minded bleiben und sein, schützt vor Vorurteilen, Halbwissen und halbwahrheiten. Man muss nicht alles gut finden, oder selber ausüben wollen oder können um zu akzeptieren, dass es mit Regeln und Auflagen, andere Menschen für sich und ihre Hunde als den passenden Sport ausgesucht haben und mit Begeisterung ausüben.

Lg
 
Dabei
10 Mrz 2014
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Könnte mir bitte jemand der sich näher auskennt die Frage beantworten ob die SH Hunde bei Bewegungslosigkeit des Helfers auslassen können müssen sollen oder weiter beißen ? Danke im Voraus für eine Qualifizierte aussage.
 

KON

Berliner Schnauze
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22 Mrz 2011
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@Radelschnauzerl: Es gibt im Prüfungsablauf immer wieder die Sequenz, dass der Helfer mit dem Hund am Arm eine Belastung durchführt und dann stehen bleibt, den Arm vor den Körper nimmt und den Hund nicht ansieht. In diesem Moment muss das "Aus" kommen und man hat genau 3 Versuche oder die Prüfung wird abgebrochen. Wird schon beim ersten Versuch eher widerwillig losgelassen, gibt es Punktabzüge.
Im Training wird mit dem Aus öfter länger gewartet, damit der Hund lernt, dieses augenscheinliche "Aufgeben" des Helfers nicht mit extra-viel Power quittiert und nun versucht den Helfer wegzuziehen. Da wird dann einfach solange gewartet, bis der Hund den Ärmel ruhig hält und dann gibt es erst das Kommando. So wird diese Sequenz auch trainiert, so dass der Hund nur auf Aktion reagiert und nicht versucht, sein eigenes Ding durchzusetzen.

@Gundi: Ich finds schade, dass deine Argumente immer wieder an Punkten ansetzen, die mit dem Sport nichts zu tun haben. Auch wenn man das ganze noch Schutzhund nennt, oder eben Schutzdienst, hat das nichts mehr mit einer Ausbildung zum schützenden Hund zu tun. Natürlich kommt das aus der Armeearbeit und von der Arbeit mit zivilscharfen Hunden. Aber in der Sportart wird in den letzten Jahr sehr stark dafür gearbeitet, dass man Sport und Dienst ganz klar und scharf trennen kann. Wehrtriebige Hunde, die früher durchaus die Prüfungen machen konnten, haben jetzt so gut wie keine Chance mehr oder müssen gleichzeitig ein extrem hohes Gehorsamspotential haben, um in diesem Sport weiterzukommen. Ich habe selbst vermehrt von Hundehalter erzählt bekommen, dass sie immer wieder Hunde hatten, die den Schutzdienst als Sport überhaupt nicht kapiert haben, deshalb gar nicht erst darin ausgebildet wurden - aber es auch oft diese Hunde waren, die ihren Besitzer unter allen Bedingungen beschützt hätten. Und zwar ohne dafür ausgebildet worden zu sein.

Der Sport kann übrigens auch nichts dafür, dass du darin nur den Angriff auf den Menschen siehst. Ich sehe in den meisten Videos eine ganz klare Beutefixierung und habe auch schon Hunde gesehen, die lieber erst versuchen den Helfer umzuhauen, um sich dann den Ärmel zu schnappen. Solange man das aber unterbindet und der Hund mit dieser Strategie nicht weiterkommt, wird er es auch nicht nochmal versuchen.
 

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Berliner Schnauze
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22 Mrz 2011
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Auch auf die Gefahr hin, dass das ganze hier wieder angeheizt wird oder die Videos nicht nachvollziehbar erscheinen, hier mal die Zuchtzulassung für Schäferhunde. Wenn ich das richtig weiß, wird für die Körung diese Prüfung eingesetzt. Es soll überprüft werden, ob der Hund wesensstark/scheu ist, beutesicher/auf den Mann ist, und noch ein paar andere Sachen. Ich persönliche sehe da einerseits sehr wesensfeste Hunde, die auch im Alltag dann selbstsicher durchs Leben gehen und einige Hunde, wo mir die Rasse gründlich verdorben wird und ich nicht verstehe, wie man solche Hunde überhaupt vorstellen kann. Die Mängel dürften doch offensichtlich sein...

Diese Hunde sind durchgefallen:
[video=youtube;xj3mD87vTD8]https://www.youtube.com/watch?v=xj3mD87vTD8&sns=em[/video]
 

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Berliner Schnauze
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22 Mrz 2011
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Diese Hunde haben bestanden:
[video=youtube;QLzbYCE5LdM]https://www.youtube.com/watch?v=QLzbYCE5LdM[/video]
 
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30 Jul 2013
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Also ich bin ja echt kein Experte, aber die Mängel im ersten Video sind ja sogar für mich überdeutlich. Wie man so überhaupt mit dem Hund antreten kann, versteh ich auch nicht.
Die Hunde sind aber fast alle aus der Hochzucht (in beiden Videos)oder täuscht das?
 
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19 Aug 2011
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Lightning, dort in den Videos sieht man ausschließlich nur hochzucht hunde, da es sich um die bundessiegerzuchtschau (bszs) handelt, dort wird kein Halter eines lz auflaufen.
Die lz werden bei den bundessigerprüfungen geführt und dort sieht der sd noch mal deutlich anders aus als bei der bszs.
Wenn ich beides vergleiche kommen mir bei den bszs die Tränen :(
Dort sehe ich so gut wie kein sd, der mir gefällt :(
Das bei der bszs überhaupt noch hunde durchfallen und die Show nicht bestehen ist mehr als traurig und zeigt, wo die dsh Hz mittlerweile gelandet sind.
 

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Berliner Schnauze
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Der einzige, der für mich hier heraussticht ist der Pacco vom Langenhungert(4. oder 5. Hund). Der Unterschied zu den vorherigen Hunden ist bei ihm, dass er beim Überfall sofort und mit viel Druck reagiert. Beim Verbellen dem Helfer direkt in die Augen sieht, d.h. er nimmt den Konflikt mit dem Helfer an und sieht sich als ebenbürtiger Gegner und bei Abwehrverhalten wird er über die lange Distanz nicht langsamer. Man muss mal schauen, wie sehr viele Hunde vor dem Helfer langsamer werden und das, obwohl der Helfer hier noch seitlich rausläuft und nicht wie bei der IPO-Prüfung frontal zum Hund stehen bleibt. Soll heißen dem Hund wird hier der Ärmel vergleichsweise leicht angeboten und der Hund muss sich nicht frontal mit dem Helfer auseinandersetzen, der in der Prüfung an diesem Punkt auch eine drohende Haltung einnimmt. Ich würde auch sagen, dass die meisten Hunde, die hier gezeigt werden, nicht das Selbstvertrauen hätten, ungebremst in den Ärmel zu gehen.
 
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24 Sep 2012
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Das ist sogar meinem Freund aufgefallen wie schlecht die Hunde im ersten Video waren- dass die Leute sich überhaupt trauen da anzutreten??
 

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Berliner Schnauze
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Tja, ich hab da auch gedacht, dass ich mit meinem vorsichtigen Aussie da auch nicht so wirklich aufgefallen wäre. Mit ein bisschen Übung mit fremden Helfern und Gewöhnung an die Stadionsituation wäre Ivo da nur aufgrund seiner Farbe aufgefallen. Ansonsten müsste er das eigentlich auch schaffen. Abgesehen mal davon, dass er gerade diesen total seltsamen Konflikt mit dem Stock hat.
 
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29 Okt 2014
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bei mir werfen solche Videos aber auch immer die Frage auf "Muss ich sowas mit so einem Hund trainieren oder laufe ich gefahr mir etwas ranzuzüchten was ich nicht will".
Das ist natürlich bei allen diesen Sportarten so ... und wenn ich in der Ausbildung sehe, dass ein Hund nicht geeignet ist, wäre es da nicht sicherer aufzuhören und was anderes zu suchen?

Nicht, dass jetzt jemand denkt, ich hätte was gegen die Schutzhundausbildung. Ich hab was dagegen, wenn das in falschen Händen ist.
 

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Berliner Schnauze
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@badmouse: Ich hab da auch einen Schäferhund gesehen, der erst nicht Aus gemacht hat und dann vor seinem Halter abgehauen ist. Da ist mir persönlich schlecht geworden, weil es für mich klar ist, dass der Hund für sowas auch schon mal Lack gekriegt hat. Ich denke auch, dass es sehr wohl DSH gibt, die überhaupt nicht geeignet sind für diesen Sport und da müssen dann die Vereine regulieren und einfach die Ausbildung im SD ablehnen. Wer das Beutespiel nicht verstanden hat oder ständig zeigt, dass ihm dabei unwohl ist, der hat da nichts zu suchen.

Hier sind aber die Züchteregos im Spiel. Da gehts ja um eine Zuchtzulassung und die scheuen Hunde bestehen diese Zulassung mit gutem Grund nicht. Sowas will man aus der Rasse rausselektieren und ehrlich gesagt bin ich froh um solche Arbeitsprüfungen. Eigentlich machen Arbeitsprüfungen bei allen Gebrauchshunderassen (auch der Aussie ist ein Gebrauchshund, wenn auch kein Schutzhund) Sinn, weil für mich da das Wesen vielmehr im Vordergrund steht und die Psychohunde aussortiert werden. Ich weiß gar nicht, was der Aussie für die Körung alles zeigen muss, aber bei den Mittel- und Zwergschnauzern wird vermehrt auf Umweltsicherheit und Führigkeit geachtet. Sowas finde ich wichtig.
 
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29 Okt 2014
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Ich finde es auch gut, dass man einen Standard behalten will. Ganz klar.
Und ich glaube ich hatte nicht gecheckt, dass das hier um die Zuchtzulassung geht. Ich bin aus Österreich und habe keine Ahnung wie das hier abläuft mit Zuchtzulassungen.

Aber ansonsten stimme ich dir zu, dass die Vereine sehr gut schauen sollten, was sie da "ausbilden" ... Ich hab leider gottes schon oft erlebt, dass umso "böser" umso besser und umso mehr haben sie sich drum gerissen. "Böse" natürlich absichtlich unter Anführungszeichen, für mich gibts kein bösen Hunde und keine bösen Rassen, nur böse Menschen die das falsche draus machen.
 
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7 Sep 2012
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Tja, ich hab da auch gedacht, dass ich mit meinem vorsichtigen Aussie da auch nicht so wirklich aufgefallen wäre. Mit ein bisschen Übung mit fremden Helfern und Gewöhnung an die Stadionsituation wäre Ivo da nur aufgrund seiner Farbe aufgefallen. Ansonsten müsste er das eigentlich auch schaffen. Abgesehen mal davon, dass er gerade diesen total seltsamen Konflikt mit dem Stock hat.
Oder vielleicht zeigt das auch die Klugheit der Hunde, die einen Konflikt eher aus dem Weg gehen würden, anstatt körperlich auszutragen, weswegen sie eine ganze Bandbreite an Signalen entwickelt haben, um diese körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Wie auch von mehreren Canidenforschern u.a. Günther Bloch wissenschaftlich dokumentiert wurde.
Ich sehe hier einen Hund freudig arbeiten, sondern eher gezwungen das zu tun, was sie nicht tun wollen.
 
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24 Sep 2012
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Oder vielleicht zeigt das auch die Klugheit der Hunde, die einen Konflikt eher aus dem Weg gehen würden, anstatt körperlich auszutragen, weswegen sie eine ganze Bandbreite an Signalen entwickelt haben, um diese körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Das klingt interessant.=)
Ich hatte ja früher was gegen Schutzhundesport bis es mir richtig erklärt wurde.
IPO ist nur mit Ärmel und Mondioring Ganzkörper, gel? Ist bei euch das Mondioring verboten? Ich denke bei Mondioring kann der Hund leichter etwas falscher erlernen. Ich war auf der Weltmeisterschaft von Mondioring und war sehr enttäuscht. Beißen konnten die alle, aber die Unterordnung war schrecklich. Da war auch ne Aufgabe wegen Futterverweigerung und die Hunde haben sich zu Tode beschwichtigt, vom Fuß-Laufen fangen wir erst gar nicht an oder von der Distanzkontrolle- da gibt es absolut keine Genauigkeit... Wenn ich bedenke wie schnell einem beim Obedience Punkte abgezogen werden wenn Hund n paar Zentimeter falsch sitzt.
 
Dabei
7 Sep 2012
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Der einzige, der für mich hier heraussticht ist der Pacco vom Langenhungert(4. oder 5. Hund). Der Unterschied zu den vorherigen Hunden ist bei ihm, dass er beim Überfall sofort und mit viel Druck reagiert. Beim Verbellen dem Helfer direkt in die Augen sieht, d.h. er nimmt den Konflikt mit dem Helfer an und sieht sich als ebenbürtiger Gegner und bei Abwehrverhalten wird er über die lange Distanz nicht langsamer. Man muss mal schauen, wie sehr viele Hunde vor dem Helfer langsamer werden und das, obwohl der Helfer hier noch seitlich rausläuft und nicht wie bei der IPO-Prüfung frontal zum Hund stehen bleibt. Soll heißen dem Hund wird hier der Ärmel vergleichsweise leicht angeboten und der Hund muss sich nicht frontal mit dem Helfer auseinandersetzen, der in der Prüfung an diesem Punkt auch eine drohende Haltung einnimmt. Ich würde auch sagen, dass die meisten Hunde, die hier gezeigt werden, nicht das Selbstvertrauen hätten, ungebremst in den Ärmel zu gehen.
So, war das falsche Zitat, daher noch mal das ganze:
Oder vielleicht zeigt das auch die Klugheit der Hunde, die einen Konflikt eher aus dem Weg gehen würden, anstatt körperlich auszutragen, weswegen sie eine ganze Bandbreite an Signalen entwickelt haben, um diese körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Wie auch von mehreren Canidenforschern u.a. Günther Bloch wissenschaftlich dokumentiert wurde.
Ich sehe hier einen Hund freudig arbeiten, sondern eher gezwungen das zu tun, was sie nicht tun wollen.
 

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Berliner Schnauze
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So, war das falsche Zitat, daher noch mal das ganze:
Oder vielleicht zeigt das auch die Klugheit der Hunde, die einen Konflikt eher aus dem Weg gehen würden, anstatt körperlich auszutragen, weswegen sie eine ganze Bandbreite an Signalen entwickelt haben, um diese körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Wie auch von mehreren Canidenforschern u.a. Günther Bloch wissenschaftlich dokumentiert wurde.
Ich sehe hier einen Hund freudig arbeiten, sondern eher gezwungen das zu tun, was sie nicht tun wollen.
Ich sehe da auch Hunde, die den Konflikt als negativ aufgeladen empfinden und dementsprechend auch die Zuchtzulassung nicht kriegen, weil sie eben aus dem Meideverhalten heraus beißen. Wie schon gesagt, der Hund, der dann noch vor seinem Hundeführer wegläuft, spricht eine sehr klare Sprache.

Ich finde aber nicht, dass da sämtliche Hunde aus Zwang heraus arbeiten, vllt ist es einfacher, wenn du einen speziellen Hund nennst, damit ich das nachvollziehen kann? Weil gerade der Pacco vom Langenhungert ist für mich ein Hund der körpersprachlich sagt "Helfer, ich hab dich im Blick und du haust nicht mit meiner Beute ab". Der nimmt den Konflikt "Helfer gibt Beute nicht raus" an und bleibt dabei klar und zielgerichtet in seiner Arbeit.

Der DSH ist einfach mal Hund, bei dem im Rassestandard drin steht, dass er diese Art von Verhalten mitbringen soll. Er ist ein klassischer Gebrauchshund aus der Schutzhundearbeit. Wenn er den Konflikt mit dem Helfer scheut und am besten noch versucht den Ärmel von hinten zu fassen, fehlt ihm einfach die charakterliche Voraussetzung um in die Zucht zu kommen.
 
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Akuma

Ich finde Schutzhundesport gehört in die richtigen Hände.
Was ich nicht verstehe bei den Videos, warum die Hunde ständig in den Arm beißen obwohl sie aufhören sollten.
Gehört das so, oder hören diese Hunde nicht richtig aufs aus?
Ich denke bei so einem Sport sollte der Hund zu 100% auf die Befehle vom Halter hören.
Sonst ist es eine Gefahr für die Menschheit und so einem Schutzdiensthund möchte ich ehrlich gesagt nicht begegnen der nicht richtig auf seinen Halter hört...
 

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Berliner Schnauze
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Die Hunde sollen sehr wohl hören, nur sind das hier noch keine voll ausgebildeten Hunde, sondern Hunde, die angekört werden. In einer Prüfung würde es dafür massiv Abzüge geben, aber ich habe ja schon beschrieben, dass hier der Aufbau leichter ist als bei einer IPO-Prüfung. Das ist deshalb so, damit auch Hunde, die noch nicht voll ausgebildet sind, schon ihre Zuchtzulassung bekommen können. Es wird also vermehrt auf Wesen geachtet und die perfekte Unterordnung steht etwas hinten an. Trotzdem brauchen diese Hunde auch die IPO-1 noch zur Zulassung, aber eben nicht zur Körung.
Außerdem handelt es sich hier eben um die Hochzuchtlinien, das ist vom Bild was völlig anderes als die Leistungszucht. Das ist in etwa, wie wenn man schauen würde, wie gut die Showaussies am Vieh arbeiten und daneben dann einen AL-Hund stellen. Da sieht man auch große Unterschiede.
 
A

Akuma

Ich habe keine Ahnung von dem Sport, mir ist es nur aufgefallen :)
Wie lange machst du diese Sportart schon mit Ivo?
Hat er sich seit dem irgendwie vom Charakter her verändert?
 

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Berliner Schnauze
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Ivo macht sein über einem Jahr SD und er hat sich dadurch nicht verändert, warum sollte er auch. Schutzhunde werden immernoch nicht durch den Sport gefährlicher und natürlich hat man hier wie auch sonst ab und an das Problem, dass der Hund ein Kommando nicht 100% umsetzt. Ist doch auch völlig normal. Der Hund soll einerseits sicher und mit Trieb seine Beute greifen und dann auf Distanz (teilweise auch große Distanz) dann auf seinen Halter hören. Natürlich haben manche Hunde da erstmal keinen Bock drauf, weil das Spiel mit dem Helfer schon bestätigend ist. Das ist ja auch die Crux bei diesem Sport - hoch im Trieb und fest in der Unterordnung. Mir fällt auch erstmal kein Sport ein, der so fest mit Unterordnung und Beuteverhalten arbeitet - deshalb empfinde ich einen gut ausgebildeten Schutzhund eigentlich als sicherer, als einen hochtriebigen Beutejunkie, der nicht gleichzeitig in der UO gearbeitet wird. Und gerade bei DSH hab ich schon einige Exemplare erlebt, die permanent beim Spaziergang zum Beutehetzen aufgefordert haben. Gibt übrigens bei den anderen Hütehundrassen ähnliche Freaks, die andauernd nach dem Bällchen fordern und dabei auch stark ressourcenverteidigendes Verhalten zeigen.

Übrigens: Schutzhund ist ein Sporthund, Diensthund ist ein Arbeitshund. Ivo ist ein Sporthund und würde niemals eine Diensthundeausbildung im Bereich Schutzdienst machen können. Dafür fehlen ihm die Anlagen. Aber die sportlichen Prüfungen kann er durchaus schaffen und wir trainieren konsequent daraufhin.
 

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