Barf Plan mit Kohlenhydraten für meinen Mini Junghund

Dabei
8 Mai 2016
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#1
Hallo,

wie viel müsste ich denn einem jungen Mini Aussie (8 Monate) von ca. 16 kg am Tag geben?

3-4%? Wie viel Fleisch / Beilage? 70/30? Wie viel Kohlenhydrate, also Kartoffel, Getreide o.Ä, wie viel Obst / Gemüse?
Zudem möchte / muss ich vorerst nur Muskelfleisch geben da er immer noch sehr weichen Stuhl hat und ich evtl. eine
Ausschlussdiät machen muss. Wenn ich also Innereien und RFK weglasse am Anfang bzw durch Nahrungsergänzung
ersetze, wie viel Fleisch bekommt er dann und wie viel ersetze ich später durch Innereien? RFK lasse ich evtl ganz weg da er schlingt
und schon ein paar Mal seine Kauknochen im rachen hängen hatte :(

Danke für eure Hilfe!
 
Dabei
15 Mai 2014
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#2
Hm, ich selber barfe ohne Getreide, mit wenig Kohlenhydraten (mal eine Kartoffel, Süßkartoffel, ein paar Möhren,..). Deshalb kenne ich mich da nur mäßig aus.
Wenn man umstellt gibt man in der Regel am Anfang sowieso Muskelfleisch, dem man immer mehr Fett zusetzt bis man da auf 15-25% gekommen ist. Dazu gibt es ein Knochenmehl oder Algenkalk, Eierschale.
Hier steht eine Umstellungsempfehlung:
http://mashanga-burhani.blogspot.de/2013/04/wie-stellt-man-einen-hund-auf-barf-um.html
In dem Blog findest du auch Daten zur Fütterung mit Kohlenhydraten.
Warum willst du auf Dauer keine Knochen geben? Die Stuhlkonsistenz gleicht sich dadurch wieder aus und es gibt in fast allen Shops gewolfte Knochen. Innereien sind die Vitaminlieferanten für den Hund. Die würde ich nicht ersetzen. Das Problem ist auch, wenn du dir ein Kombipräparat anschaffst wird es wieder schwer mit einer Ausschlussdiät, da dort sehr viele Komponenten enthalten sind (meist auch Vitamine in künstlicher Form). Dann weißt du wieder nicht was er abkann und was nicht.
 
Dabei
2 Nov 2015
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#3
Uiui, viel viele Fragen, ich probiere mal zu beantworten :)

Also wieviele % ist so schwer zu sagen, das musst du am Anfang, wenn du noch nicht gebarft hast bisher, rausfinden. Sprich du fängst z.B. bei 3% an und wenn er abnimmt, dann rechnest du nochmal neu mit gesteigerter %-Zahl.

Bei 3% wären das 480g am Tag (4% 640g, finde ich fast bisschen viel für 8 Monate)
Wieviel Fleisch/Beilage du fütterst, ist auch dir überlassen bzw. solltest du dich für ein "Modell" enscheiden. Ich glaube wenn man Kohlenhydrate füttern will, dann hält man sich an die 70/30 regel und nur mit O/G an 80/20 Aufteilung.

Es wären dann von den 480g 80% Fleisch und 20% Kohlenhydrate und O/G. (70% Fleisch und 30% Kohlenhydrate und O/G)
Also 384g Fleisch, 96g Kohlenhydrate/O/G
Die weitere Aufteilung ist wie folgt:
384g Fleisch: 192g MF(50%), 77g Pansen(20%), 58g Innerein (15%) und 58g RFK (15%)
96g O/G: 72g Gemüse (75%),24g Obst (25%)

mit Kohlenhydrate weicht die Aufteilung dann etwas ab.

Sehr weicher Stuhl, kann aber auch ein Zeichen für fehlende/zuwenig RFK sein. Meiner hat bei reinem Muskelfleisch auch mal weichen Stuhl.
Ich bin kein Fan davon nur MF zu füttern, da der Hund aus den Innerein die meisten Vitamine zieht und gerade bei einer Ausschlussdiät, wenn die Nahrungszufuhr eh schon so einseitig wird, fände ich das nicht so gut. Zudem könnte dein Hund auch auf die Ergänzungsmittelchen reagieren.
Wie wäre es denn mit gewolften RFK, bevor du sie mit Pülverchen ersetzt? Da kann er sich ja nicht darn verschlucken. Das wäre sowieso besser, wenn er die Rohfütterung noch nicht gewohnt ist, da sich seine Magensäure erst darauf einstellen muss uns ganze Knochen wohl eh nicht so toll verdauen würde.


Barfst du denn schon bisher? Ansonsten würde ich dir zum einlesen die Broschüre von Swanie Simon nahe legen. Die kostet nur 5 Euro und da bekommt man wirklich gut die Grundlagen erklärt :)
 
Dabei
31 Okt 2012
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#4
Ich würde Dir raten zuerst zu entscheiden ob Du eine Ausschlussdiät machst, das ist nochmal ein ganz anderes Thema. Jetzt klingt das ein bißchen halb so / halb so.

Bei einer Ausschlussdiät haben weder Getreide noch div. Zusatzpülverchen (Bierhefe ist zB etwas wo viele darauf reagieren) etwas zu suchen. Eine Ausschlussdiät ist eine ganz, ganz strenge Diät - welche man insbesondere bei einem Junghund nur in Zusammenarbeit / und unter Kontrolle einer Ernährungsberaterin / TA etc. machen sollte. Mit einer langfristig ausgewogenen Ernährung für einen Junghund hat das wenig zu tun.

Und zu generell Barf: wie schon Aki meint, bitte lese Dich ein. Deine Fragen sind absolute Basics (kein Vorwurf, jeder fängt mal an :) ) doch es ist wichtig sich bei BARF wirklich zu informieren. Wenn Du dazu keine Lust hast, dann lass Dir einen BARF Plan von jemand Professionellen erstellen. Das kostet - aber es kostet mehr wenn Dein Junghund in der Wachstumsphase zuwenig Nährstoffe bekommt. BARF ist kein Hexenwerk, doch man sollte bei einer reinen BARF Fütterung auch nicht unterschätzen wieviel an Informationen man sich erstmal anlesen sollte.
Natürlich kann es jeder halten wie er/sie es möchte! Doch ich wäre damals froh gewesen wenn mir jemand gesagt hätte dass ich mich erstmal ordentlich informieren sollte :) Allerdings gab es vor gut 4 Jahren auch noch nicht soviele Informationen ;)

http://www.aussie.de/forum/t/13053-barf-plan-f%FCr-welpe-erstellen-lassen-wo-kosten
 
Dabei
14 Nov 2014
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#5
Ich kann dir auch nur raten, dich vorher gut einzulesen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Bücher. Die schon angesprochen Broschüre von Swani Simon ist für den Einstig wirklich gut. Auch Das Barf Buch von Nadine Wolf ist schön und verständlich geschrieben.
Dann könntest du noch bei Alinchen (hier aus dem Forum) auf den Block schauen. Sie hat ihre ersten Schritte mit dem Thema Barf auch sehr sehr schön aufgeschrieben.

Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema und schaue trotzdem noch hin und wieder in meine Bücher um etwas nachzuschlagen.
 
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Dabei
8 Mai 2016
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#6
Danke erstmal an alle :)

Ich habe einen Barf Plan von einer Bekannten mit einem Hund gleichen Alter und Gewichts als Beispiel vorliegen. Allerdings ist der ganz ohne Kohlenhydrate und mich hätte interessiert inwiefern sich es ändert wenn ich Kohlenhydrate zufüttere, als Kartoffel, Süßkartoffel o.Ä.

Zum Thema Knochen: an gewolfte Knochen habe ich jetzt gar nicht mehr gedacht, das wäre eine Option! Mit Knochen am Stück bin ich vorsichtig da er dazu neigt das komplette Ende (was auch mal sehr groß ausfallen kann!) so zu Schlucken...

Zum Thema Innereien: da wollte ich VORERST verzichten da er momentan sehr weichen Stuhl / immer mal Durchfall hat, kann aber auch vom Antibiotika kommen welches er nehmen musste. Da rohe Innereien aber weichen Stuhl verursachen können wollte ich vorerst verzichten. Oder kann ich die dann anfangs einfach kochen damit er keinen Durchfall bekommt?

@Aki:
vielen Dank für die detaillierte Auflistung!! Das hilft schonmal sehr um eine ungefähre Vorstellung zu bekommen.

Ich barfe noch nicht da wir noch mit weichem Stuhl kämpfen, also erstmal noch Schonkost.
 
Dabei
8 Mai 2016
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#7
Die Broschüre von Swani Simon werde ich mir auch holen. Zumal mich z.B. interessiert wie ich es mache wenn ich Pansen nur 1-2x die Woche gebe statt täglich.
Muskelfleisch erhöhen und dafür am Pansentag entsprechend reduzieren?
 
Dabei
15 Mai 2014
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#8
Im Prinzip kann man sich die Ration berechnen, die man in einer Woche geben möchte und sie dann irgendwie verteilen. Wobei es Sinn macht, gerade bei jungen Hunden, die Knochen möglichst täglich zu geben. Das verhindert Knochenkot und der Hund bekommt die wichtigen Vitamine der Innereien möglichst häufig. Ich gebe Knochen immer zusammen mit den Innereien damit der Stuhl OK ist. Ich gebe Pansen auch nicht jeden Tag.
Schau mal in den von mir oben geposteten Blog. Der ist von Nadine Wolf, die auch das Barf-Buch geschrieben hat. Dort findest du viele Anregungen.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#9
Hallo, wenn du die fein gewollten Knochen zusammen mit den Innereien fütterst dann gibt es meist weder zu weichen Kot durch die Innereien noch zu festen durch die Knochen.

Warum möchtest du Kohlehydrate füttern?
 
Dabei
2 Nov 2015
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#10
@ 123Dusty: Öhm, ja wobei ich grad sehe ich bin da bei meiner Aufstellung wohl etwas durcheinander gekommen :(
Diese detailierte Aufstellung oben mit 80/20 ist natürlich ohne Kohlenhydrate sondern nur mit Obst und Gemüse.
Die Aufteilung mit Kohlenhydrate wäre dann 70/30.
Von den 30% wären dann 40% Gemüse, 20% Obst und 40% Kohlenhydrate.
Die 70% Fleisch hätte die gleich Verteilung auf MF, RFK etc. wie bei 80/20 die ich oben schon geschrieben hat.
Ohje, ich hoffe das versteht man und verwirrt nicht noch mehr:confused:

Zum Thema weichen Stuhl. KAnn natürlich vom Antibiotika kommen. Generell KÖNNTE die Umstellung auf Barf aber auch vorteilhaft sein. Meiner hatte sehr lange auch weichen Stuhl, ich bin fast verrückt geworden, letzlich lag es an seinem Trofu und mit der Umstellung auf Barf wurde es schlagartig besser. Aber du solltest dir darüber klar sein, dass es je nach Futterzusammenstellung beim Barf auch mal weicheren und mal festeren Stuhl gibt.

Ich habe es anfangs so gemacht, die Ration für eine Woche zusammengeworfen und sehr gut durchgemixt und dann in Tagesportionen gepackt und eingefroren. So hatte mein Hund als er jünger war, jeden Tag alles und über die Woche verteilt wars ausgeglichen. Ich fand das am Anfang sehr angenehm so. Oder wir Zaraila schreibt, einfach verteilen wir man will.

Mich würde auch interessieren, warum du Kolhenhydrate füttern möchtest? Gibts es einen Grund dafür?:)

Lese dich auf jeden Fall ein. Es ist kein Hexenwerk, aber man sollte sich schon ein gewisses Grundwissen aneingen bevor man anfängt.:)
 
Dabei
26 Mai 2015
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#11
Ich mache es übrigens wie Aki am Anfang auch. Ich stelle für die Woche zusammen und portioniere für den Tag, sie bekommt also täglich von allem etwas. Mache ich aber nur wegen der Ausschlußdiät so.

In der Broschüre von Swanie Simon ist genau aufgelistet wieviel % von was.
Von der gesamt Menge 80% tierisches, davon 15% RFK, 20% Pansen, 15% Innereien usw.

Ich füttere jetzt auch 80/20. Anfänglich mit Kohlehydraten weil meine einfach zu dünn war. Das waren dann aber mehr als 20%. Nach der Ernährungstante und TA war das Verhältnis da 1/3 Fleisch und 2/3 Kohlehydrate. Allerdings nicht sofort, die Menge der Kohlehydrate sollte langsam gesteigert werden. Aber bei uns lag auch eine Erkrankung zu Grunde.
 
Dabei
8 Mai 2016
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#12
Danke für die Infos :)

Nein, einen richtigen Grund im Sinne von Zunehmen o.Ä. gibt es nicht. Nur möchte ich auch nicht plötzlich Kohlenhydrate weglassen und dann so viel Eiweiß auf einmal geben da ich das Gefühl habe es steigt ihm zu Kopfe ;) Und ein wenig Respekt vor der Nierenschädigung durch zu hohe Eiweißgabe habe ich auch. Daher hätte ich gerne ein wenig Kohlenhydrate mit in der Nahrung. Ich werde auch für eine Woche vorportionieren sonst kommt mein Mann ja gar nicht klar wenn er mal füttern muss...
 
Dabei
26 Mai 2015
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#13
In unserem Trockenfutter war je nach Sorte 21%-27% Protein. Jetzt beim barfen komme ich gerade mal auf 17%. Mann täuscht sich da schnell. Aber in der Browchüre sind auch Beispielpläne und Mengenangaben in Prozent für die Fütterung mit Kohlehydraten
 
Dabei
8 Mai 2016
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#14
oh, dann muss ich mir die jetzt doch mal bestellen :) Ich habe mal kurzfristig auf ein TroFu mit 35 (!) Prozent umgeschwenkt weil meins leer und das anderen von der Zusammensetzung ok war, ist dem Herren gut zu Kopf gestiegen ;)
 
Dabei
26 Mai 2015
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#16
Hallo ich habe letztens irgendwas anderes gesucht und bin auf eine Seite gestoßen, ein Blog glaube ich, wo barg no go's behandelt werden.

So wurde dort die zufütterung von Öl äußerst kritisch besprochen.
Bisher ging ich davon aus dass Öl nötig sei wegen der Fettsäuren, die im Fleisch nicht mehr enthalten sind wegen Massenproduktion usw. Lachsöl ganz klar weil kein Fisch im Napf landet (also vorerst).

In dem Artikel wurde das sehr kritisch bis unnötig gesehen.

Ich war zu Anfang bei einer Ernöhrungstante für Hunde, di meinte für Paula bräuchte ich 4-5EL pro Tag. Das erschien mir dann doch etwas viel und ich las an verschiedenen Stellen und richtete mich dann nach den Herstellerangaben. So bekommt sie 2TL täglich.

Laut Artikel wird ohne Sinn und Verstand Öl in den Napf gekippt und schon der tägliche TL sei nicht unbedingt nötig, Zuviel des guten sogar.

Wie handhabt ihr das? Ich füttere zum Fleisch immer noch Fett pur zu so dass wir auf einen Fettgehalt von durchschnittlich 20% kommen (Pferd und Huhn sind halt eher fettarm). Ich würde das auch bei jeder anderen Fleischquellw so handhaben, also immer mit Fett pur ergänzen (Menge angepasst an den Fettgehalt).

Reicht ein TL Öl? Wenn es Wild oder Lachs gäbe Öl weglassen weil das ja noch "natürliches" Fleisch wäre? Oder nach gut dünken, mal ja mal nein?
 
Dabei
15 Mai 2014
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#17
Ich füttere auch immer Fett dazu und komme dann ebenfalls etwa auf 20%. Ich gebe meistens 1-2 TL Öl pro Hund und Tag, eigentlich immer wenn es Gemüse gibt. Im Wechsel Hanföl, Weizenkeimöl, Krillöl (Naila verträgt kein Lachsöl), mal Walnussöl, Kürbiskernöl oder Nachtkerzenöl. Alle Öle bis auf das Fischöl verwende ich auch bei uns in der Küche so dass sie rel. schnell verbraucht werden. Manchmal füttere ich an einem Tag nur Pansen, dann gibt es kein Öl und kein Gemüse.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#18
Danke für die Antwort. Sorry ich bin im falschen Thread gelandet.
 

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