Brauche Hilfe, denn mein Welpe ist teilweise sehr ängstlich

Dabei
15 Okt 2012
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#1
Hallo und schon mal jetzt vielen Dank,
bei mir im Kopf sind sehr viele Fragezeichen :confused::confused::confused: obwohl ich mich echt ins Thema eingelesen habe.

Mein 16 Wochen alter Welpe (Sam) hat beim Gassi gehen totalle Angst. Fahrende Autos oder Begegnungen mit anderen Hunden lösen diese aus. Ich habe das Gefühl, dass er immer schnell zurück will, wenn er sein Geschäft gemacht hat, denn dann zieht er so doll an der Leine Richtung zu Hause, dass ich heute oder morgen ein Geschirr holen werde weil ich sonst das Gefühl habe er erwürgt sich. Zu Hause ist er der absolute Chiller, befolgt seine Befehle im Training und macht keinen /wenig Ärger.

-ist Stubenrein
-hat keine Angst vorm Saubsauger oder anderen Geräuschen
-belllt nicht wenns klingelt
-geht auf Menschen und Kinder zu ist einfach ein Goldstück.

Selbst Autofahren ist kein Problem und er genießt es auch, wenn wir einfach nur in die Natur fahren und hat dort jede menge Spaß. Bus fahren ist auch kein Problem, selbst im Restourant legt er sich einfach ab.

Aber wie gesagt, wenn wir direckt raus gehen ist dort eine Straße, wo schon ganz gut betrieb ist. Er winselt und zieht den Schwanz ein, ist überfordert und zeigt Angst. Ich rede nicht auf ihn ein lobe und streichel ihn nicht, versuche ihn und mich einfach durch diese Situation zu bringen. Falls wir anderen Hunden begegnen zeigt er wiederum Angst versteckt sich hinter mir und winselt. Dieses Phänomen konnte ich auch in der Welpenstunde beobachten. Wo er einfach bei mir bleiben wollte auch ohne Leine.

Beim Züchter allerdings lebte er im Haus, zusammen mit seinen Geschwistern (7) zwei Hündinen + einem Rudel Spitze (Welpen) die seine Frau gezüchtet hat. Alles in allem hatten wir keine bedenken. Sam war sehr aufgeschlossen.

Wer weiß Rat???
Wie gewöhne ich ihm diese Angst beim Spazieren gehen ab???


Schon mal jetzt vielen Dank und liebe Grüße an alle die antworten
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#2
Hat er denn mal schlechte Erfahrungen gemacht? hatte er das bei euch von Anfang an? und wie reagierst du dann?
 
Dabei
19 Okt 2012
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#3
Hallo, das ist natürlich nicht schön.
Hast du eine Möglichkeit mit deinem Sam in einer ruhigeren Gegend spazieren zu gehen, oder muss es unbedingt die stark befahrene Strasse sein?
 
Dabei
6 Nov 2012
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#4
wenn er an der leine reißt aus angst und tänzelt dann panisch hin und her ,bleibst du dann stehen ? oder was machst du normalerweise ?

lg melli
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#5
Hallo, das ist natürlich nicht schön.
Hast du eine Möglichkeit mit deinem Sam in einer ruhigeren Gegend spazieren zu gehen, oder muss es unbedingt die stark befahrene Strasse sein?
Ganz ehrlich, bei so nem jungen Hund würde ich dem Problem nicht direkt ausweichen, sondern erstmal versuchen, dran zu arbeiten,, man kann später, wenn nichts was bringt, immer noch über sowas nachdenken
 
Dabei
6 Nov 2012
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#6
eben. einfach ohne emotionen weitergehen und dem hund zeigen dass es kein grund gibt angst zu haben. meine isie ist jetzt 14 wo alt und hatte vor allem angst. trecker, busse , autos einfach alles. ich bin einfach weiter und nach ner woche war das kein thema mehr! aber dafür kommen dann neue sachen, gelle:)
 
Dabei
15 Mai 2012
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#7
Ich finde auch dass man da mit einem so jungen hund wirklich dran arbeiten sollte!
bei uns gabs nicht sooo viele sachen vor denen rumo wirklich angst hat/hatte... Aber wenn dann doch, bleib ich stehen, lass rumo schauen (das ist bei ihm wenn dann sas größte problem, dass er nicht geügend nachschauen kann) und bin ganz ruhiger stimmung. Was bei meinem auch hilft ist, wenn ich die dinge vor denen er angst hat, lobe... Klingt bescheuert, hilft aber :) oder summe ein liedchen vor dich hin, hauptsache hund merkt, das gehört so :)
einmal hatte rumo fürchterliche angst vor einem mähdrescher, der auf einem feld stand (gut, der stand da nur:)) und ich bin zu dem ding hin und hab es gelobt:)
jedenfalls würde ich es auch so an einer straße versuchen. Gar nicht weit gehen mit dem hund, sondern wirklich nur hinstellen,die autos beobachten und loben (ja die autos) und den hund dabei aber nicht beachten!
 
Dabei
12 Jun 2011
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#8
denke auch das sich das legt mit der Zeit, ich würd ihn immer mal ablenken und paar Leckerlies auf den Boden werfen oder "Schau" beibringen, je eher um so besser

bei "Schau" schaut dich der Hund an und es kommt ein Leckerlie geflogen, so ist er auf dich konzentriert und die Geräuche sind nicht mehr im Vordergrund

mußte immer an 2 bellenden Schäferhunden vorbei, war krass, Wallace hing nur in der Leine, je schwerer er wurde war das echt ein Problem. Hab so vieles ausprobiert und mit SCHAU bin ich weiter gekommen, er war schon älter, so hat es natürlich gedauert, jahre hab ich zugebracht, darum denk ich dass es im Welpenalter genial wäre, wenn er es beherrscht
 
Dabei
31 Okt 2012
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#9
@Rumo: Oh, das gut zu hören dass ich nicht die einzige bin die ihren Hund was vorsummt :) Außerdem mach ich dann manchmal einen Schmäh über das Angstobjekt, das hilft auch (also schon klar, dass sie nicht den Witz versteht, sondern einfach die Entspannung spürt.)

Also es ist wirklich dass wichtig dass man da dranbleibt, Emmy hat auch mal so eine Phase. Manchmal verstehe ich es auch, wenn zB irgendwelche Leute neben mir rumschreiben oder ein LKW vorbeibrettert. Also was ich gemerkt habe ist halt schon dass man es aber nicht übertreiben soll, weil sonst wird das irgendwann nur mehr stressig. Ich versuche auch jetzt noch zu dosieren wo ich sie mit heftigen Reizen konfrontiere und wir machen gute Fortschritte.
"Schau" funktioniert bei mir auch gut - allerdings nur wenn ich danach noch etwas zu ihr sage. Hab aber schon öfters gehört dass es bei manchen die Lösung ist.
Achso und natürlich soweit wie möglich sich zwischen das Angstobjekt stellen. Das funktioniert bei mir mit den vielen, vielen leinenhängenden Kläffer die wir treffen - wenn ich dazwischen bin dann rennnt Emmy inzwischen schon relativ gelassen nebenher.

Also am Besten in vielen kleinen Schritten üben, üben, üben... Und auch mal in aller Ruhe wohin setzten und Hund gucken/hören lassen. Laufen UND Reize ist oft zuviel für so einen Hund. Bei uns springen immer so Laubläser überall hinter den Busch vor (Ehrlich, ein Blatt auf den Boden und *BÖÖÖÖÖÖHHHHHHH* das Blatt wird weggepustet). Da hab ich mal Emmy eine Stunde neben mir auf die Bank gepackt und Sie schauen lassen. Irgendwann hat sie sich an das Geräusch gewohnt und die Nähe zu mir hat ihr geholfen dass entspannt zu sehen dass die Dinger nix tun.
 
Dabei
12 Jun 2011
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#10
stimmt, einfach so tun als ob alles normal ist und zwischen den Angstherd stellen, sehr gut, kann ich nur bestätigen
 
Dabei
2 Mrz 2012
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#11
Hallo, hatte auch so einen kleine Schisser:rolleyes:. Habe Ihn in dieser Situation (großes Pferd, lauter Traktor und so manches Andere),sich setzen lassen und Ihm das mit Leckerlie schmackhaft gemacht. Viel Zeit nehmen in diesen Situationen. Er ist noch so jung,das wird alles mit der Zeit gelingen!!! LG :)
 
Dabei
14 Feb 2008
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#12
Was erwartest Du von einem 16 Wochen alten Baby? Stell Dir vor, Du hast noch nie in Deinem Leben eine Straße mit viel Verkehr und Getöse erlebt. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn man Dich in diese Situation zwingt?
Führe ihn langsam in solche Situationen hinein und wenn es ihm zu stressig wird dann brich es ab. Schritt für Schritt und nicht zu viel auf einmal. Passen die anderen Hunde in der Welpenstunde alters- und größenmäßig zu ihm?
 
Dabei
15 Okt 2012
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#13
Hallo,
Danke für die vielen Antworten und Tipps. Für uns ist es erstmal gut zu hören, dass es anscheind ein lösbares Problem ist,
welches man mit Geduld und Zeit in den Griff bekommt. Die Leckerchenmethode finde ich ist ein guter Vorschlag,
so habe ich ihm auch den Staubsauger etc. schmakhaft gemacht. Aber auch das "Schau" finde ich gut, vielleicht wechsel ich,
hab es vorher mit Fingerschnipsen und stehnbleiben versucht. Zwischen den Angstherd stell ich mich auch schließlich soll er sich ja auch verstecken dürfen. Ausprobieren werd ich auch mal den Vorschlag mit der Bank und dem einfach zuschauen lassen. Mal sehen was hilft. Geduld ist vorhanden ;-) Auf jeden Fall erstmal ein dickes DANKE an euch alle.
Ich werd erzälen was geholfen hat ;-)

PS:
...von der Welpenstunde war ich entäuscht, weil es mehr eine Verkaufsstunde für Decken, Leinen, Spielzeug und Fütter war.Außerdem waren es 13 Hunde und ich habe gelesen das es zwischen 6 und 8 sein sollen. Eine Mischung aus Spiel, Ruhe, Spiel, Ruhe, etc.
Und weil das nicht so war suche ich gerade nach einer neuen Hundschule /Welpengruppe.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#14
Genau, mit Geduld lässt sich so ziemlich alles lösen :)
Was wir am Anfang auch noch gemacht haben wenn wir in die Stadt gingen, da gab es einfach soooo viel zum anschauen und dran gewöhnen, dass wir rumo gleich im Arm hatten. Somit konnte er in Ruhe gucken und war aber geschützt bei uns. Sind dann für ein paar minuten durch die Fußgängerzone (wenn wenig los war, also eher am Vormittag und dann langsam gesteigert) und dann wieder nach Hause und schön gespielt :)
Das kann ich auch noch empfehlen :)
 
Dabei
12 Jun 2011
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#15
Hatte auch 3 HuSchulen, ist halt so manchmal, wenn man nicht zufrieden ist. Die 1., da waren auch Welpen zu Hauf, dass gefiel mir gar nicht. Die 2. zur Junghundgruppe war wieder zu drillig. In der 1. Stunde haben wir eine BH gelaufen bekommen von des Trainers Hund und nach 4 Doppelstunden sollten die Junghunde das können:eek:. Zwar waren wir nur 4 aber für mich war das jenseits von gut und böse. Hab geübt und mitgemacht und wußte das ich nie eine BH laufen werde.
Nach den 4 h Tschüß und nun suchte ich was wo wir Spaß haben.

Zum Glück wohne ich in einer gr. Stadt, wo es HuSchulen an Maß gibt. Ich fand eine wo wir uns wohlfühlten und dort waren wir nochmal 8 Monate. Dort haben wir gespielt, Spaßagi gelernt, Fresbee, Fahrradfahren, Leinenführigkeit, Dummy und Wallace ist super sozialisiert wurden. Die Trainerin hatte 5 Hunde, ich mußte dann abbrechen, weil Wallace dann besser auf sie hörte als auf mich, denn er fühlte sich in ihrem Rudel pudelwohl. Bei Ausflügen war er nur bei ihr und ich konnte rufen...ich würde heut noch rufen...

Nach einiger Zeit Abstinenz ging es besser, wir treffen uns heut noch von Zeit zu Zeit und Wallace weiß nun wo er hingehört.:eek:

Durch die 3 Hundeschulen haben wir natürlich auch 3 verschiedene Philosophien gelernt. Schon sehr verwirrend, aber man probiert und findet für sich dann die passende. Mit Büchern ist es ebenfalls so. Was wir alles probiert haben.
Also nicht verzweifeln, irgendetwas fruchtet dann und dann ist alles gut.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#16
@WASA: Du hast einfach ein sehr cleveren Hund. Ich habe mir das letztens in der Hundeschule gedacht - 5 Menschen samt Hunde und ALLE machen dass was die Trainerin sagt. Für Hunde muss dass ja die überdrübersuper Rüdelführerin sein, wenn die beobachten wie Ihre Leute da parieren :D Kein Wunder dass sich Deiner da "einschleimt" :D Der hat einfacht gut beobachtet.
 
Dabei
12 Jun 2011
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#17
Yukiko: lach, so hab ich das noch gar nicht gesehen, war nur wütend, hab mich zum Affen gemacht und Hundi hat mal von der Ferne geschaut und sich gleich wieder auf die Supertrainerin konzentriert.
Gut das man mal den Sichtwinkel gedreht bekommt - Danke - so kann ich ja stolz sein auf Wallace - ach toller Hund!
 
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15 Okt 2012
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#18
Hallo,
leider gibt es hier nicht so viele Hundeschulen. Das merkwürdige ist auch, aber dass könnte auch an der Jahreszeit liegen, dass es keine Welpengruppen gibt bzw. alle Einzelunterricht anbieten. Na ja, wir werden sehen und das passende finden. Deine Anekdote mit der Hundetrainerin finde ich gut. Aus Zufall habe ich heute auch jemanden beim spazieren gehen getroffen der mir ein paar Tipps geben konnte in Sachen Hundeschule und Verein. Morgen mal ransetzen und telefonieren. Dir nochmal Danke fürs gut zusprechen hatte Heute auch teilweise einen Teilerfolg was Leinenführigkeit betrifft. Geduld ist glaub ich alles. Wie gesagt Danke :)
 

shelly

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Dabei
17 Jul 2012
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#19
huhu
unsere Trainerin hat ca 2 wochen im Jahr zu das is vom 20.12 bis kurz nach neujahr und das finde ich super weil es ja auch immer Welpen gibt :)
Zu deinem Wuffi, ich hab es oft früher gemerkt das wenn ich unsicher wurde das das direkt beim hundi gelandet is und sie total panisch wurde.
ich lebe sehr weit weg von der stadt hier gibts nur felder weit und breit was zwar schön ist aber auch nit üblich ist. Wenn wir dann mal in die Stadt fahren
ist Chilli sehr aufgeregt und untersucht alles die Welpenschule hat sie sicher im umgang mit anderen hunden gemacht und wir trainieren oft und gern das
bummeln am WE in anderen Stätten. So lernte sie bereits aufzüge, tiefgarage, fielmann und andere nette Läden kennen. In diesen situationen nimmt mein Mann Chilli
da er ihr mehr ruhe und halt geben kann, das macht sich auch immer mehr bezahlt. Also stell dich dem Gang ein geschirr ist eh nicht schlecht finde ich..
Atme 3 x tief ein und aus und bewahre wirklich ruhe und denk nicht daran was er beim letzten gang gemacht hat. Wenn du es schafft dich und die situation so zu meistern das es für dich normal wird wird sicher auch der kleene da immer weniger angst haben... du kannst ihn auch ganz einfach wenns nicht gerade eine schnellstraße ist oder so mit einem kleinen spielzeug ablengen und ein bisschen zerren mit ihm halte es hoch das er bisel tenzeln muss lobe ihn mit leckerchen und ahlte durch schau wie du vielleicht geübte komandos in ein spiel einbinden kannst ...

P.S ich finde die Welpenstunde mehr als wichtig ... wir sind mit chilli in einem Erziehungskurs wo einiges schon auch für den hundefühererschein geübt wird, dort sind wir 5 hunde 2 waren nicht in einer Welpengruppe und sind um es vorsichtig zu sagen eine zumutung für die 3 anderen. einer hat wenigstens etwas erziehung erhalten der andere ein schäferhund mix bellt beißt zieht und nimmt auch viel zeit in anspruch nur weil die rangortnung nach 2 jahren umdrehen nicht von jetzt auf gleich klappt. Das sind kleine schritte die man aber in einer guten hundeschule mit bekommt ... bei uns wurde immer gefragt ob es probleme gibt und naja sie wurden direkt behoben neben toben stand da eben auch leinen führigkeit auf dem zettel sitz platz und das warten auf das OK komando wenn vor einem essen auch ab und zu unbeobachtet steht es so lange nur anzu sehen bis man rann darf all das klappt super
ich hoffe daher für dich das du es schaffst eine hundeschule zu finden

LG Shelly
 
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15 Okt 2012
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#20
Hallo...
nach den ganzen Tipps und ein wenig Zeit wollte ich Euch einfach mal mitteilen, dass Eure Tipps allesamt was wert waren. Mitlerweile läuft der kleine (6Monate) entspannt an der Leine (meistens). Fuß gehen klappt auch schon und gefiept wird nur noch selten. Hab sogar eher das Gefühl er kommt so langsam in die Junghund - Rüpelphase. Das er aber vorher Angst hatte bzw. unsicher war hat auch seine Vorteile, denn er läuft nicht auf andere zu und ist ruhiger Zeitgenosse. Aber wie gesagt ändern kann es sich immer noch.

Einen Hundeverein haben wir auch gefunden in Betziesdorf bei Marburg. Bin sehr zufrieden gewesen mit der Welpengruppe. Jetzt gehn wir in die Junghundgruppe.
In diesem Sinne auf bald... und Geduld, Geduld, Geduld... das ist genau dass, was wann braucht ;-)))
 

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