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Die Angst vor der "mega" Ausdauer vers. "genug" Auslastung

Dabei
26 Mai 2015
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#61
Hallo Finnieh Pooh, so ganz ähnliche Gedanken habe ich auch schon. Ich habe auch einfach die Schnautze voll von diesem ganzen: "... Für deinen Hund ist dies und das nicht geeignet, weil ..." Auch wenn es sich anders ließt machen wir dauernd Spaziergänge wo ich keine Kommandos gebe. Wo sie machen kann was sie will (außer jagen und Hunde fangen :) ) und ich fahre ziemlich oft "woanders" hin, ich denke ich habe so für den alltäglichen Gebrauch 8 verschiedene Gebiete wo ich entweder hinlaufen kann oder in 5 Minuten hingefahren bin. Sie muss auch keinen bestimmten Radius einhalten, solange ich sie sehen kann und sie auf mich achtet (was sie tut) kann sie rennen soviel sie will.

Heute haben wir die Mittagspause überzogen und waren 1,5 Stunden mit der Border Crew unterwegs und gleich geht's noch mit Freundin Polly ne Runde in die Felder.

Ich habe mich erstmal gegen diese ganze Fragebogen Auswertung entschieden, ich werde unserer Trainerin meine Gedanken mitteilen. Nächste Woche wird unser Leben eh total auf den Kopf gestellt, wir bekommen für eine ganze Woche Hundebesuch und ich hüte Tagsüber das 16 Wochen alte Hundekind. Bin gespannt wie Paula das aufnimmt.
 

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Dabei
15 Mai 2012
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#62
Hallo Kerstin :)

Ich habe immer wieder einmal mitgelesen und in vielen Momenten denk ich mir "mei die arme". Und zwar DU arme, dass du dich so fertig machst! Ich kenne deinen Hund und dich nicht, aber anscheinend wollt ihr beide mehr machen, seid beide frustriert und du hast viiiiiel im Kopf was zwar nicht falsch ist, aber vielleicht auch nicht so richtig für euch zwei :)
Auch wenn ich mit Rumo andere Baustellen hatte, so kann ich nur sagen, dass irgendwie alles leichter und besser wurde, also ich eeeendlich mal locker gelassen habe! Vor dem Zeitpunkt hatte ich immer nur im Kopf " aber das muss so sein!" und auch dieses ständige Überlegen "was wäre jetzt richtig?" hat mich total blockiert. Mittlerweile kann ich mir nur noch ans Hirn langen und mir tun im Nachhinein viele Dinge leid, weil ich für ihn bestimmt ein echt nerviges Frauli war :D Was jetzt nicht heißen soll, dass du ein nerviges Frauli bist :D. Dieses Freimachen von Erziehungstipps und Meinungen, mal NICHT zu recherchieren, das ist ja auch nicht einfach und dauert bestimmt seine Zeit. Wie gesagt, wir hatten andere Themen, aber kaum hab ich mit dem Blödsinn aufgehört, schon wurde es nach und nach besser.
Ich will dich aber auch dazu ermutigen einfach mal sämtliche Meinungen der Trainer beiseite zu schieben und einfach auch mal auszuprobieren. Wenn es sich im Nachhinein als falsch rausstellt, ja mei, dann ist es halt so und dann wird wieder anders weitergearbeitet, aber zumindest hast du es dann versucht!
 
Dabei
14 Feb 2008
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#63
Kerstin, vergiss mal den ganzen Hundeschulkram und die ganzen Bücher. Höre auf Deinen Bauch und mach!
Meinung hier und Meinung da, angebliche Alleswisser, unterschiedliche Konzepte ... Man kann sich nur das herauspicken, was einem wichtig erscheint und hilft.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#64
Danke auch Rumo und Georg, ich hab mir ja schon die Tage gedacht: was wenn ich Paula garnicht kennen würde? Ich wüsste nichts über sie und sie wäre neu zu mir gekommen. Was würde ich dann machen? Das was ich mir so erträumt habe, würd ich machen und garkeinen SchnickSchnack. Wozu auch? Luna damals war auch Verhaltenskreativ aber ich wär im Traum nicht darauf gekommen, das zu tun was ich jetzt alles getan habe. Ich hab einfach gemacht und es hat bestens funktioniert.

Ich lass jetzt alles mal sein, nur zu dem Seminar da fahre ich hin, weil ich ja das spannend finde, aber vorallem weil es weit weit weg ist und 4 Tage richtigen Urlaub bedeutet.

Ob ihr's glaubt oder nicht, ich fühle mich befreit und innerlich ruhiger. Zweimal sein uns jetzt Feindhunde begegnet und ich habe Paula einfach angemotzt nach dem Motto: den Scheiß kannste dir gleich aus dem Kopf schlagen. Es hat gewirkt. Ich bilde mir natürlich keine Wunder ein, das Verhalten ist längst Ritualisiert. Aber ... ach wir werden sehen :)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#65
Mann kann halt auch etwas kaputt analysieren bzw. vor lauter Analysen völlig vom Weg abkommen... und weil es Lebewesen sind, muss man manche Verhaltensweisen auch einfach mal akzeptieren wie sie sind. Jeder hat seine Macken...

Habe ich bei meiner großen Hündin auch und wir haben gelernt damit zu leben und ihre Grenzen zu akzeptieren. Sie ist trotzdem ein wunderbarer Hund, den nicht anders haben wollte! Und schlussendlich, sind mitunter vermeintliche "Nachteile" in manchen Situationen auch wieder Vorteile.
Und eines habe ich in Umgang mit Tieren auch gelernt: Hör auf Dein Bauchgefühl... egal was andere sagen!
Niemand kennt dein Tier besser als du! Und dennoch sei (angemessener) Kritik gegenüber offen.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#66
Ich finde mich in Rumos Beitrag zu 100% wieder und schließe mich da voll und ganz an. Oft merkt man selbst gar nicht, oder erst sehr spät wie man in diesen Teufelskreis schlittert. Rückblickend entwickelte sich aus meiner guten Absicht einen wohlerzogen Aussie zu formen, eine Leidenschaft die sich wie eine Besessenheit anfühlte. Auch ich kann mich heute an dieser Stelle nur an den Kopf fassen.

Versuch dem Gedankentier ins Gesicht zu lachen, damit die Leichtigkeit wieder einkehren kann. Ich weiß, das Loslassen ist leichter gesagt als getan. Dazu gehört Mut und Kraft. Aber ich bin mir sicher, bei dem was ich schon alles über euch im Forum lesen durfte, dass ihr das schafft! Ihr werdet euren Weg finden. Der vielleicht ganz anders sein kann und ist, wie Trainer und Trainingsmethoden dir glauben machen möchten...

Hört sich jetzt vielleicht kitschig an, aber oft stimmen die Sätze: Hör auf dein Herz, hör auf dein Bauchgefühl. :)
Und hör auf Paula :D Sie wird dir mit Sicherheit schnell Feedback geben ;)
 
Dabei
26 Mai 2015
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#67
:) da habt ihr recht, Bauchgefühl ist gut und darauf höre ich jetzt auch und werde mich nicht wieder belatschern lassen. Wenn erforderlich kann man ja auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmal in ein Training einsteigen, ich habe aber so eine Ahnung dass das nicht passieren wird :)

Ich habe heute einen Hund hier liegen der einfach schläft, seit Stunden schon. Zwischendrin hat der Staatsfeind Nr. 1 draußen sein allabendliches Spektakel aufgeführt. Sie hat zwar kurz hoch geguckt (also Paula), aber ich habe öhöh gesagt und gut war. Affentanz wird hier einfach nicht mehr toleriert. Fertig

Ich weis noch bei Luna damals, Herrchen hatte sich ein zweites Sofa gekauft, damit er auch eines hat, denn bei dem ersten Sofa war Luna der Meinung es gehöre ihr. Das hat sie mit den Zähnen verteidigt. Ich hab ihn angeguckt und ihn gefragt ob er noch alle Latten am Zaun hat. Das Sofa gehört nicht dem Hund und fertig. Ich habe nicht drüber nachgedacht und weis auch nicht was ich gemacht habe, ich würde eigentlich sagen, ich habe nichts gemacht. Ich habe nur nicht akzeptiert was Luna da veranstaltete und damit war der Drops gelutscht. Oder ein anderes Mal kam Herrchen nach Hause und ich lag mit dem Hund auf dem Boden und habe den nassen Hund gebürstet. Er meinte nur: hast du die etwa gebadet? Wie hast du die in die Wanne gekriegt? 9 Jahre lang hat er es nicht geschafft den Hund zu baden, die hat ein Mörser Theater gemacht. Ich hab ihr einfach gesagt sie soll in die Wanne hüpfen. Sie wog 36 kg hochheben könnte ich die nicht. Sie stank, sie brauchte ein Bad. Fertig. Ich habe mir keine Gedanken gemacht wie ich jetzt in kleinschrittigen Trainingsprozeßen unsere Beziehung so verbessere dass ich aufs Sofa darf, oder dem armen gestressten Hund beibringe dass Baden nicht schlimm ist. Ich hab's einfach gemacht. Die Hundetrainerin hat mich mal gefragt wie ich das denn bei Luna gemacht habe. Ich habe darauf keine Antwort, weil ich es nicht weiß, weil ich nicht drüber nachgedacht habe.

Ich werde bei Paula jetzt auch einfach machen ohne mir bis ins kleinste Mögliche Folgen auszumalen. Herrchen wollte damals Luna nicht erlauben im Bett zu liegen, weil er Angst hatte dass sie dann irgendwann auch das Bett verteidigt. Aber ich wollte (und habe) es ihr Sonntags zum kuscheln erlaubt, weil ich es liebe. Der Hund hat es auch geliebt und hatte plötzlich eine größere Freiheit. Heute würde ich wohl sowas denken wie: sie hat mir vertraut und wusste schon dass ich die richtigen Sachen bestimme. Damals war es eben einfach ein Gefühl. Kann ich nicht erklären muss ich auch nicht.

Wie Rumo schon sagt, ich könnte mir so an den Kopf fassen :)
 
Dabei
6 Jul 2017
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#68
Ich finde mich auch in einigen von euren Beiträgen wieder :rolleyes:

Als meine Miniaussie-Hündin eingezogen ist, habe ich vieles versucht so umzusetzen, wie der Trainer sich das vorgestellt hat. Ich habe an mir und an uns gearbeitet aber wir sind irgendwann an einen Punkt gekommen, an dem die Entwicklung nicht weiterging. Mein Bauchgefühl wurde übertönt vom Kopfmensch, der mir sagte "aber wenn du daran nicht arbeitest/wenn sie das nicht jetzt lernt, dann... " und von den Vorstellungen, die andere Leute davon hatten, wie ich mit meinem Hund umgehen soll und was er können müsste. Das Ergebnis war bei uns das umgekehrte, wie bei Euch: Tiana wurde noch ruhiger, als sie ohnehin schon war, hat sich immer mehr zurückgezogen und je mehr ich versucht habe, sie zu motivieren, desto weniger wollte sie. Wir waren schlussendlich beide sehr gefrustet und die kleine wahrscheinlich auch genervt von mir, weil das doofe Frauchen ihre Signale einfach nicht verstanden hat. Irgendwann als ich wieder mal so darüber nachgedacht habe, wie unglücklich ich eigentlich mit der Situation bin, ist mir klar geworden, dass auch mein Hund unglücklich damit sein muss. Ich habe auch angefangen zu versuchen, den Kopf mehr abzuschalten und auf das Gefühl zu hören. Heute habe ich wieder einen lebenslustigen und vor allem glücklichen Hund mit seinen Ecken und Kanten.

Bei Nanouk habe ich mir geschworen, gleich von Anfang an mehr auf den Bauch zu hören aber ich merke auch immer wieder, wie schwer das sein kann. Je mehr ich nachlese und denke, desto mehr bin ich verunsichert, ob alles so läuft wie es sollte und ob die Entwicklung in die richtige Richtung geht,... Wenn ich aber mein Bauchgefühl befrage, so habe ich eigentlich das Gefühl, dass alles gut ist, wie es ist. Ich habe gelernt aus dem System der Trainer auch mal auszubrechen und zu sagen "das mache ich nicht". Z.B. als wir in der Welpenstunde mit 12 Wochen das Fuß-laufen üben sollten :confused:.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr mit "Kopf ausschalten und fühlen" langfristig viel Spaß zusammen habt und ihr euch dabei beide wohlfühlt :D
 
Dabei
26 Mai 2015
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#69
Tag 2 von "ich pfeif jetzt einfach drauf" ich fühl mich mega entspannt, als wäre eine Last von mir gefallen und das Hündchen liegt auch heute friedlich tief schlafend da :)

Hab der Hundetrainerin heute mitgeteilt dass ich garnichts mehr machen werde und sie hält es für ne gute Idee dass ich mir einfach Qualitytime mit dem Hund schaffe
 
Dabei
12 Jul 2012
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#70
das freut mich zu hören kerstin!

ich mach auch nicht alles was die trainer sagen, und vorallem bringe ich es meinem hundi auch nicht mehr unbedingt so bei wie es alle anderen machen/sollen. ich sehe ja was bei meinem geht und was nicht. bestes beispiel: wir wollten die wippe im agi im abgang schneller und sicherer machen, also sollte unten eine schüssel stehen mit einem lecker drin. hab gesagt das wird nix bei smiley..die ist so futtergeil die wird abspringen, so schnell seid ihr (trainer nicht). doch doch, da war man sich einig, das wäre die beste methode. ich mit einem grinsen eingewilligt es zu versuchen. siehe da, beim ersten mal steht sie super in der zone, beim zweiten mal springt sie hinten ab und beim dritten mal sogar noch vor dem kipppunkt und ist so schnell beim lecker das sie sich für das verhalten noch schön selbst belohnt. typisches beispiel für: ich weiß was geht und was nicht geht und sage da auch gern mal ein klares NEIn, das mache ich nicht/anders
 

Nine

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Dabei
18 Sep 2012
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#71
Tag 2 von "ich pfeif jetzt einfach drauf" ich fühl mich mega entspannt, als wäre eine Last von mir gefallen und das Hündchen liegt auch heute friedlich tief schlafend da :)

Hab der Hundetrainerin heute mitgeteilt dass ich garnichts mehr machen werde und sie hält es für ne gute Idee dass ich mir einfach Qualitytime mit dem Hund schaffe
Genau DAS habe ich auch vor einem Jahr gemacht. (4-6x die Woche mehrere Stunden am Stück am HuPla, entweder selbst mit den Hunden gearbeitet oder ehrenamtlich ausgeholfen, natürlich waren die Hunde dort auch dabei) Mir und den Hunden konnte nichts besseres passieren. Wir hatten irgendwie alle eine Art Burnout. In die Hunde ging nichts mehr rein. Ich konnt nichts mehr aufnehmen. Es hat nichts mehr Spaß gemacht. Irgenwie nur noch Stress und...... Zwang?! Seitdem wir nur so daher leben... und nur noch das machen, was uns spaß macht (Kann durchaus auch ab und zu 30x schnödes Ball oder Frisbee werfen sein - oh weh, oh weh ;)) und vor allem wann und wie wir wollen, gehts uns allen viel besser. Mittlerweile gehe ich auch wieder 1x!!! in der Woche 1!! Stunde wieder ins Training...Aber nur WENN ich lust habe :)
Kann eigentlich echt froh sein, dass ich damals eine mittelschwere Knieverletzung hatte und deshalb 4 Wochen außer Gefecht gesetzt war. Sonst hätte ich es wahrscheinlich gar nicht gemerkt, wie "schlecht" es uns eigentlich ging.
 
Dabei
25 Sep 2016
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#72
Jepp, ging mir ebenfalls so. An dem Tag, an dem ich auf mein Herz und meinen Bauch gehört habe und nicht mehr auf das, was andere meinten, dass es gut für mich und unseren Hund wäre, seitdem klappt alles super.
Und @FrauRossi ein Anschiss, wenn Du denkst, dass er angebracht ist, kommt bei einem Aussie in dem Moment dann auch richtig an. Dieses Puderzuckerindenhinterngeblase - eine Ansage und der Hund läuft in der Spur. Hört sich streng an, ist es aber nicht. Denn das ist aus meiner Sicht auch eine gewisse Form der Erziehung. Wenn ich etwas absolut nicht möchte, dann sage ich das meinem Hund auch an.
Das passt doch, freut mich, dass Du jetzt entspannter bist.
 
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26 Mai 2015
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#74
Danke Gundi für deine Mühe, hab drauf geklickt und dann wieder weggeklickt :) ich habe mir Lese- und Informier-Stopp verordnet :)

Auch heute liefen diverse Situationen besser ab. Natürlich ist kein Wunder geschehen und Paula hat auch heute kurz gezeigt dass sie immer noch Murmeln im Kopf hat. Aber die können da auch bleiben, nur übertreiben soll sie es nicht :)
 
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22 Sep 2015
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#75
Ich habe das alles hier jetzt mal mehr oder minder gelesen, echt Hut ab vor deiner Leistung ! Was machst du jetzt anders wenn ich fragen darf (sorry wenn du es geschrieben hast und ich habe es überlesen).

Suri ist ja nur ein bisschen jünger als Paula bei ihr merke ich auch, dass vieles was sie mal müde gemacht hat sie schon längst nicht mehr müde macht. Große Runden mit viel toben (sie gehört zu den Hunden die am liebsten noch mit (fast) jedem Hund spielen wollen (zu aufgedrehte Hunde oder Rüden die nur das eine im Sinn haben meidet sie) oder viel Radfahren/schwimmen machen sie noch wirklich mal für ein paar Stunden müde aber so normale Spaziergänge von auch gerne 2h da döst sie zwar rum aber wirklich müde ist sie davon nicht ...
 
Dabei
26 Mai 2015
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#76
Hallo Josephinchen, mir ging's ja primär um Verhaltensauffälligkeiten. Da diese sich bei Überforderung und Unterforderung ähneln können, dachte ich dass wir schlicht nicht genug machen, weil wir das Programm damals so stark runtergefahren haben.

Und da sitzt bei mir glaube ich der Hauptknackpunkt: Programm! Ich hab nur noch dieses oder jenes gemacht damit der Hund .... Oder dieses und jenes nicht gemacht damit der Hund.... Kurz gesagt ich habe mich an tausend Trainertipps gehalten und alles geriet neben einem sehr stressigen Fulltimejob zur Pflicht. Der Spaß blieb auf der Strecke.

Was ich jetzt anders mache ist dass ich mich davon befreit habe (wie das weis ich nicht genau, es ist einfach passiert weil es mir gereicht hat).

Konkret achte ich nicht mehr penibel auf Aktion und Ruhe und dass sich das bloß abwechselt. Wenn Frauchen von Paula's Freundin an drei aufeinander folgenden Tagen fragt ob wir zusammen gehen können, dann mache ich das jetzt. Wenn ich in der Mittagspause Bock habe Frisbee zu spielen mache ich das halt. Und ich denke nicht mehr: "oh oh wir waren gestern mit Polly, heute auch, morgen ist BH Training, Frisbee geht jetzt nicht weil dann könnte ja irgendwas dabei herauskommen bla bla.

Anders ist im groben nur meine innere Haltung und ich mache mit dem Hund halt Sachen auf die ich Bock habe und das auch soviel wie ich Bock habe. Ich denke der Hund merkt einfach dass bei mir der Krampf vorbei ist. Ich wiege jetzt halt einfach nicht mehr ab ob irgendwas zu viel oder zu wenig war. Der Hund dankt es mir mit weniger Rumgespacke.

Mir ging's nicht primär darum "den Hund müde zu machen" sondern es so zu machen dass sie zufrieden und damit entspannter ist, damit sie nicht andere Hunde töten möchte. Natürlich will sie das immer noch und das wird wohl auch so bleiben, aber weniger genervt kann sie glassenener (und ich auch) in diese Situationen gehen. Bellen, motzen, Knurren ist für mich völlig ok, ich kann schkießlich auch nicht jeden leiden. Nur diese Komplettausraster die werden jetzt einfach nicht mehr akzeptiert, was mit weniger Stress eben auch leichter geht.

Paula bleibt natürlich weiter ein Hund der etwas spezieller ist, aber letztlich bin ich das auch. Mit ein wenig Akzeptanz dessen wird's einfach leichter.

Ich hoffe fe ich konnte deine Frage zufriedenstellend beantworten :) ist wie immer recht schwierig zu erklären, weil es sich ni auf sowas einfach zu sagendes wie "ich fahr jetzt immer Fahrrad" (was ich nicht tue) runterbrechen lässt :)
 
Dabei
22 Sep 2015
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Ahhhh ich verstehe was du meinst :) Ich habe Anfangs auch Penibel auf Ruhe und Action und so geachtet und mir wann auch gedacht ne mir egal und dann einfach gemacht wo nach mir war :)

Freut mich, dass das für euch jetzt so gut ist !
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#78
Kerstin ich lese ja (bis auf die letzten 3 Wochen) gerne bei dir mit, und möchte dir gratulieren zum "neuem Leben". Ich war gute 3 Wochen auf Reha und die Kinder haben sich gut um Lassie gekümmert, aber soviel Programm wie sie gerne gehabt hätte hatte sie nicht. Als ich heimkam war sie vollkommen von der Rolle. Nach der Begrüßung, bin ich mit ihr raus gegangen, und sie sollte Fuß gehen, aber das ging einfach nicht. Der Hund war gespannt wie ein Flitzebogen. Ich habe dann einfach bestimmt eine viertel Stunde nur Ball geworfen, ohne warten, Kommandos nur toben. Ihr waren sämtliche Katzen egal, es war nur wichtig das ich ganz schnell den Ball warf oder sie tratzde. Danach konnte sie richtig gut Fuß zurück laufen, wir sind immer schon, wenn Lassie sehr wenig Auslastung hatte einfach mal die normale Spazierrunde geradelt freilaufend oder ziehend. Danach waren weder die Katzen noch Menschen die am Grundstück vorbeilaufen interessant. Nach 3 Tagen Sofa liegen, ohne viel spazieren gehen, wußte ich sehr genau welche Katze vorbei geht, oder ob grad Spaziergänger sich erlauben auf der Straße zu gehen.
Ich liebe aber diese Murmeln die Lassie im Kopf haben. Ich erfreue mich an ihrer Lebensfreude wenn wir spazieren gehen und sie die Hänge rauf und runter rennt nur um das rennen willen (und das ich sie abrufe und belohne). Ich lache mich kaputt wenn sie in den Wald rennt, so das ich sie sehe, ich aber nicht reagiere , Lassie stehen bleibt, ihren Kopf schief hält "nachdenkt" und dann empört bellt, ganz nach dem Motto "Frauchen ich bin im Wald ruf mich". Und ich fühle wie stolz ich auf sie bin, wenn sie sich verzweifelt bemüht bei Fuß zu gehen obwohl sie es einfach echt ätzend findet, aber sie will gefallen. Und alles andere liebe ich auch.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann beginnst du jetzt, Spaß zu haben, nicht mehr Angst es wird zu viel, sondern wenn es zu viel wird dann murmelt es halt wieder ein paar Tage und dann beruhigt sich das schon wieder.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, das ihr eine wunderschöne Zeit habt und glücklich seit. Das du deine Träume leben kannst. Das ist etwas sehr kostbares und du solltestes geniesen.
 

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