Du bist, was du isst

Dabei
21 Feb 2011
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#91
Noch was zum Trend viel Fleisch und wenig bis gar keine Kohlehydrate: beim Menschen wissen wir, dass übermäßiger Genuss von sog rotem Fleisch, also Rind, Schwein usw, gewisse Krebsarten fördert.
Ist beim Hund wohl nicht anders. Auch hier gilt: zuviel rotes Fleisch ist ungesund.

Leider ist rohes Fleisch sehr häufig voller Keime, welche wieder Krankheiten begünstigen. So haben nicht wenige gebarfte Hunde eine Magen-Darm-Entzündung.
Salmonellen sind auch ein Thema. Der Hund erkrankt selten daran, aber er hat sie in sich und scheidet sie aus. So eng, wie wir mit unseren Hunden zusammenleben, kann er sie leicht an den Menschen weitergeben.
Man hat Fertigbarf-Menues untersucht - 80% davon waren mit Salmonellen verseucht.
Multiresistente Keime finden sich vor allem in Geflügelfleisch.
Da nützt auch die beste Hygiene in der Küche nichts, wenn sich die Keime schon in Massen im Fleisch tummeln.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#93
Liebe Gundi, bitte pass mit der Veröffentlichung von Buchcovern auf. Ohne erwerb der entsprechenden Nutzungsrechte, kann es zu einer saftigen Klage mit beträchtlichen Geldbeträgen kommen. Am besten vorher beim Verlag/Bildurheber um Erlaubnis bitten. Ansonsten schnell löschen. :)
Grafiker, Fotografen und anderen Bildurhebern stehen für die Nutzung ihrer Grafiken/Bilder im Internet entsprechende Vergütungen und Tantieme zu.
Lebenswichtige Einnahmen für uns Kreative. :)

Ich finde Gundis Beiträge auch immer interessant, aber ehrlich gestanden, erinnert mich der Letzte an die typischen Passagen von Barfkritikern, die man in der Barfszene kennt. Es ist schon sehr kontra Fleisch bzw. Barf und etwas kurzsichtig gedacht, vor allem mit den Keimen und Magen-Darm-Entzündungen. Alle Ernährungsarten bergen Risiken. In allen können Viren, Bakterien, Salmonellen auftreten. Barfen ist in der Hinsicht nicht gefährlicher oder schlechter als Kochen, oder Trockenfutter. Die Menschen / die Industrie machen es falsch und nicht das Barfen, oder das Trockenfutter an sich. Es ist ja auch immer die Frage ob die Leute, die Barfen, auch wirklich richtig Barfen oder einfach nur billig Fleisch in den Napf hauen, ohne Fett, ohne Kohlenhydrate, ohne Innereien, ohne Obst, ohne Gemüse, etc.

Fertigbarf ist für mich, wie der Fertigsalat in Plastikbechern aus dem Kühlfach. Bakterienschleudern.
Besorgt man sich hochwertige Produkte von wirklich guten Quellen, achtet man auf eine ordnungsgemäße Aufbewahrung und Verarbeitung
des Fleisches ist es wirklich gering an den oben genannten Dingen zu erkranken. Vieles wird auch abgetötet, wenn Fleisch bei -17° C eingefroren wird, wenn das Fleisch überhaupt belastet war. Barft man richtig und umsichtig, ist vieles hinfällig was immer gerne aufgeführt wird.
Bei meinen Jungs wurden noch nie Salmonellen festgestellt in der Kotuntersuchung.

Ich glaube die größte Infektionsgefahr an Bakterien, Viren und vielen anderen Krankheitserregern zu erkranken, lauert für Hunde mittlerweile nicht im Futter sondern auf den täglichen Spaziergängen. Die Umwelt ist mittlerweile so zu gekackt mit Hundekot, da brauchen die Hunde nur kurz zu schnüffeln und zack sind Würmer, Kokzidien, Magen-Darm-Infekte da. Da sollten sich alle Hundebesitzer mal an die eigene Nase packen und endlich anfangen die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner wegzuräumen. Wirklich wegräumen und nicht einfach ins Gebüsch schubsen, am Wald-/Feldrand, oder im Unterholz liegen lassen. Das ist wirklich ein Thema wo ich viele Hundehalter in der Pflicht sehe und ich verstehe diese Eigenart auch nicht. Den Kot einzusammeln ist doch nicht schwer und ist mit die wirkungsvollste präventiv Maßnahme gegen Würmer und Co. !

Und seit Corona sch***en die Menschen auch vermehrt in die Natur. Überall sehe ich die kotverschmierten Berge an Taschentüchern.
Viele Menschen sind widerlich!!!!

Aber nun zurück zur Ernährung ;)
 
Dabei
21 Feb 2011
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#94
Da meine Hunde selbst rohes Fleisch bekommen, bin ich sicher kein Kritiker dieser Fütterungsart.

Auch im Buch werden Vor- und Nachteile aufgezählt.

Fakt ist aber leider, dass gerade abgepacktes Fleisch (übrigens auch das für den menschl. Verzehr), Keime enthält, die da nicht reingehören. Ich finde schon, dass man darauf aufmerksam machen sollte, denn unser "Umgang" mit Fleisch muss sich ändern.

Die Fleischquelle ist dabei sehr wichtg, da hast du vollkommen Recht. Ich freue mich für jeden, der einen vertrauenswürdigen Händler hat.
Trotzdem wird viel Fleisch aus dem Internet bestellt, oft ist das auch sehr günstig. Da weiß niemand, woher es kommt usw.

Weit weg gehen müssen wir nicht, um Ekliges zu finden. Ich denke da gerade an diesen Wursthersteller in Hessen, den man vor einigen Monaten dicht gemacht hat. Der hatte das Wort Hygiene nicht in seinem Wortschatz......und ich befürchte, das ist nur die Spitze des Eisbergs.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#95
Ich barfe ja auch und bin dementsprechend auch in einer Barfgruppe, was man da so ließt ist oft Haarströubend. Richtig Gegenwind gibts wenn man mal „die verhassten“ Kohlehydrate empfiehlt. Au Backe :)

ich hatte allerdings auch eine Rationsüberprüfung durch Futtermedicus und Beratung durch Strodtbeck und Ganßoser als die das noch zusammen gemacht haben. War damals auf Anraten unserer Trainerin und extrem hilfreich. Seitdem landen wesentlich mehr Kohlehydrate im Napf als es bei jeder Art von Barfberatung so empfohlen wird. Wir fahren gut damit
 
Dabei
21 Feb 2011
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#97
Hihi, der Rückert gefällt mir sehr. Der trifft es immer auf den Punkt.

Ein Futter kann nur so gut sein, wie seine Rohstoffe.

Multiresistente und andere Keime im Fleisch sind ja nichts neues. Sind die im Fleisch, sind sie automatisch auch im Futter.
Wenn so viel Fertigbarf verseucht ist, frage ich mich, wie wird mit diesen Rohstoffen umgegangen, bevor sie in den Laden kommen?
Im Grunde kommt doch fast alles Fleisch aus Großschlachtereien, egal, ob ich es im Discounter oder beim Metzger kaufe, wenn der nicht mehr selbst schlachtet. Und wie es da zu geht, können wir seit Tö...es und W..ke nur erahnen.
Natürlich kann sich ein Hund überall irgendwelche Infekte einfangen, nur macht relativieren das andere Problem nicht kleiner ;)
 
Dabei
8 Jul 2017
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#98
Liebe Gundi, da fällt mir eine alte Bekannte ein , die da sagt " wer Tiere nicht schlachten kann, hat es nicht verdient Tiere aufzuessen". Wie oftmals, es gibt Leute die das Drecksgeschäft machen müssen, zahlen will keiner. Nur beim Schimpfen und Jammern sind alle da, regeln solls auch wieder Jemand anders. Regeln die es nicht, schimpfen auch wieder welche :))

Ich seh es schon so wie du auch. Mitschuldig sind wir alle an dem "Dreck" im Futter / Essen. Solange Fleisch als Grundnahrungsmittel gesehen wird, auf das jeder in Hülle und Fülle ein recht drauf hat ... Nur wer will daran was ändern? Keiner wird sich das antun. Solange es Massentierhaltung gibt wird sich nix ändern...
 
Dabei
21 Feb 2011
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#99
Ja, das mit dem ändern wird echt schwer.

Zum Teil hat es der Verbraucher in der Hand...lieber etwas weniger, dafür gute Qualität und Fleisch von glücklichen Tieren. Kostet halt mehr und das muss man sich wieder leisten können.

Als ich noch in der Nähe von Stuttgart gewohnt habe, bin ich regelmäßig in die Stadt gefahren, wenn Markt war. Dort stand nämlich der regionale Pferdemetzger mit seinem Wagen. Bei ihm habe ich mein Fleisch für die Hunde gekauft.
Wieviel genau es kostete, weiß ich nicht mehr. War aber teurer als z. B. bei den einschlägigen Internethändlern.
 
Dabei
21 Feb 2011
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Das liebe Fertigfutter....uff.

Vieles, was im Buch steht, ist hier schon geschrieben.
Empfohlen wird Alleinfuttermittel, weil das, laut Gesetz, alles enthalten MUSS, was der Hund benötigt. Alle Nährstoffe usw müssen den Bedarf des Hundes decken.
Man sollte auf eine sog. offene Deklaration achten.
Da steht dann nicht, wie bei der geschlossenen Deklaration, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, sondern eben genau was für Fleisch und Nebenerzeugnisse. Z. B. Muskelfleisch, Kopffleisch, Leber, Pansen, Lunge usw.

Bis vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich noch geglaubt, dass ein sog. Alleinfuttermittel den Hund eher überversorgt. Leider liegen hier zwischen gesetzl. Vorgabe und der Realität wirklich Welten. Viele dieser Futter dürften sich nicht Alleinfutter nennen, da sie ganz und gar nicht bedarfsdeckend sind.

Wenn man wirklich wissen will, was in dem Futter enthalten ist, welches man füttert, kommt man nicht drumherum, sich da zu informieren.
Was steht in der Deklaration, was bedeutet das? Welche Menge von welchem Nährstoff benötigt mein Hund?
Passende Antworten, zumindest Durchschnittswerte, spuckt einem Google schon aus. Dann kann man, anhand der Deklaration, grob überschlagen, ob es passt.
Ich finde, je mehr Angaben zu Vitaminen, Spurenelementen und Co auf der Packung stehen, desto besser.
Man kann auch bei Herstellern anfragen. Manche sind wirklich offen und geben alle Infos. Andere reden sich irgendwie raus, mit sowas wie: das unterliegt natürlichen Schwankungen. Von diesen Herstellern würde ich jetzt nichts kaufen.

Futter, das nicht als Alleinfuttermittel deklariert ist, kann, muss aber nicht, bedarfsdeckend sein.
So schöne Ausdrücke wie Premiumfutter sind einfach Marketing und sagen nichts über das Futter aus. Das kann super Futter sein oder auch Müll. Allein auf so einen Begriff sollte man sich nicht verlassen.

Wem das zuviel ist, der kann sich auch beim Fertigfutter beraten lassen. Da würde ich mir einen unabhängingen Berater suchen und keinen, der entweder ein Fertigfutter vertritt oder eben auf BARF spezialisiert ist.
 
Dabei
21 Feb 2011
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Ok, bin nun in der Gruppe und auch gleich wieder raus. So viel geballte " Intelligenz und Wissenschaft" halte ich nicht lange aus.
Alter Verwalter......
 
Dabei
7 Sep 2012
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Noch was zum Trend viel Fleisch und wenig bis gar keine Kohlehydrate: beim Menschen wissen wir, dass übermäßiger Genuss von sog rotem Fleisch, also Rind, Schwein usw, gewisse Krebsarten fördert.
Ist beim Hund wohl nicht anders. Auch hier gilt: zuviel rotes Fleisch ist ungesund.
Wobei ich mir schon die Frage stelle, ob das wirklich auch für Hunde gilt. Denn sämtliche natürlichen Beutetiere des Wolfes haben rotes Fleisch, von der Maus bis zum Bison. Einzig Wildgeflügel hat weißes Fleisch. Hinzu kommt, das das Fleisch bei gerissenen Tieren wohl auch noch randvoll mit Stresshormonen sein dürfte.
 
Dabei
21 Feb 2011
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Im Buch wird das etwas anders erklärt.
Das hat weniger mit der Farbe zu tun....also Fisch und Geflügel z. B. im Gegensatz zu Rind.
Um Buch steht dazu, dass die Farbe durch Myoglobine kommt. Eine erhöhte Konzentration davon findet man im Muskelfleisch von Tieren, die körperlich gößere Anstrengungen bewältigen müssen, wie eben Rinder, Pferde, Schafe usw.
Tiere, die ihre Muskeln weniger beanspruchen, zählt man zu weißem Fleisch. Geflügel natürlich, aber auch Hasen, Lämmer von Schaf und Ziege, Kalb.

Der Vergleich mit dem Wolf passt einfach nicht mehr, finde ich. Kann mich natürlich irren.
1) wie hoch ist denn die Lebenserwartung eines wild (nicht im Gehege) lebenden Wolfes?
Ich glaube, so ca 6 Jahre (Verkehrsunfälle mit Wölfen aussen vor gelassen. Da verringert sich die Lebenserwartung nochmal um die Hälfte). Wollen wir das für unsere Hunde?
2) braucht der Wolf eine gewisse Aggression, um "da draußen" zu überleben, sich durchzusetzen und fortzupflanzen. Wollen wir das für unseren Hund?
Wobei es keinen Beweis dafür gibt, dass rotes Fleisch aggressiver macht, als weißes.
3) und daran wäre ich jetzt auch wirklich interessiert: wurden tote Wölfe (auch hier wieder nicht aus einem Gehege) auf ihre Todesurache untersucht bzw. welche Krankheiten sie hatten? Weiß man, wieviele an Krebs gestorben sind, wieviele Probleme mit z. B. der Schilddrüse hatten?
Wenn da jmd Infos hat.....immer her damit.
 
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Dabei
7 Sep 2012
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3) und daran wäre ich jetzt auch wirklich interessiert: wurden tote Wölfe (auch hier wieder nicht aus einem Gehege) auf ihre Todesurache untersucht bzw. welche Krankheiten sie hatten? Weiß man, wieviele an Krebs gestorben sind, wieviele Probleme mit z. B. der Schilddrüse hatten?
Wenn da jmd Infos hat.....immer her damit.
Ok, die Ursachen für rotes Fleisch sind mir bekannt. Von Natur aus gibt es für den Wolf aber gar keine andere Beute (außer rotfleischige) da draußen, von der ausreichend satt würde, erst recht nicht ein Rudel.
Todesursachen in D. werden genau untersucht. Du zahlst übrigens auch dafür. Die werden für sehr viel Steuergelder jedes Mal genaustens Untersucht und auch durchweg z.B. durchs CT geschoben. Also von Krebs ist da eher nichts bekannt. Allerdings werden die Ergebnisse ja (Senkenberg sei dank) nicht veröffentlicht, es sei denn, es findet sich mal wieder eine Ladung Schrot im Körper.
Eine der weit verbreitesten Krankheiten an denen Wölfe in D. sterben ist die Räude. Übrigens ein Marker von Überpopulation.
Ich denke zudem, das Du das Alter von Wölfen nur bedingt vergleichen kannst. Gehegewölfe werden ungefähr so alt wie unsere Hunde. In freier Wildbahn erreichen sie das Alter selten. Die Ursachen sind viefältig, liegen aber häufig an ihren Lebensumständen. Jagd ist gefährlich, andere Wölfe gehören ebenfalls zu den häufigsten Todesursachen (Revierkämpfe). Wenn man Videos von freilebenden Wölfen in D. und auch auf in Tier Dokus sieht, fällt auf, das fast immer irgendwo lahmende Tiere dabei sind. Nicht unterschätzen sollte man auch den Druck von Parasiten und Umweltgifte.
Wobei die ja in Tschernobyl wunderbar gedeihen...
Ich denke der Wolf braucht nicht noch mehr Aggression als er schon hat. Allein der Hunger dürfte da Antrieb genug sein.
 
Dabei
21 Feb 2011
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Vergleichen wollte ich das Alter eher nicht.
Ich will aber auch Hund und Wolf nicht unbedingt miteinander vergleichen.
Der Wolf hat ein ganz anderes Leben als unsere Hunde. Ein Leben, dass wir für unsere Hunde gar nicht wollen und das unsere Hunde schon lang nicht mehr haben.
Die Nahrung des Wolfes (sofern er Beute macht) gibt ihm das, was er für sein (Über)Leben da draussen braucht.
Jagd ist anstrengend und stressig, genau wie dafür zu sorgen, dass man immer genug Nachkommen hat.
Wir wollen weder Hunde, die täglich Stunden in der Pampa verschwinden und jagen, noch dürfen sich die wenigsten unserer Hunde so vermehren, also in unserer Gesellschaft, wie sie Lust haben.
Auch wollen wir keine Territorialaggression, andere Hunde, auch der Erzfeind, sollen bitte ignoriert werden. Sich mit dem zu prügeln....um Himmels Willen.....das geht ja ganz und gar nicht.
Niemand von uns möchte das so haben.
Da wird nicht mit dem Wolf verglichen.....aber die Ernährung, die soll doch bitte so identisch wie möglich sein. Das passt doch nicht zusammen.

Ne, mehr Aggression braucht der Wolf ganz sicher nicht. Bin gespannt, wann der Schuss nach hinten los geht und auch der Letzte merkt, dass Wölfe ernstzunehmende Raubtiere sind und eben keine Kuscheltiere.
 
Dabei
7 Sep 2012
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Da wird nicht mit dem Wolf verglichen.....aber die Ernährung, die soll doch bitte so identisch wie möglich sein. Das passt doch nicht zusammen.
Nein, das habe ich auch nicht gefordert oder gemeint. Ich habe nur darauf hingewiesen, das die natürliche Beute des Hundevorfahrens Wolf zu einem überwiegenden Teil aus mit Stresshormonen geladedem roten Fleisch besteht und ob daher der Bezug auf Krebs wirklich bewiesen ist bzw. es handfeste wissenschaftliche Belege dafür gibt. Ich meine klar, unser "Zuchtfleisch" unterscheidet sich sicherlich noch in anderen Kriterien.
 
Dabei
21 Feb 2011
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Warum Schonkost bei Durchfall und was dann eigentlich füttern?

Der Hund verdaut anders als wir Menschen. Bei uns gibt es eine Vorverdauung im Magen, die der Hund nicht hat. Bei ihm geht alles über den Dünndarm.
Ist die Schleimhaut im Dünndarm "krank" bekommt der Hund Durchfall.
Wichtig finde ich, den Hund erstmal 24 Stunden fasten zu lassen. Weiter zu füttern, kann u. U. zu einer Allergie führen. Über den Dünndarm gehen die Nährstoffe direkt in den Körper. Auch die Proteine. Funktioniert die Schleimhaut nicht richtig, können zu große Proteinmoleküle in den Körper gelangen, die dieser nicht als Eiweiß, sondern als "Fremdkörper" erkennt. Der Grundstein für eine Allergie ist gelegt.
Früher nahm man immer Huhn mit Reis, und das hatte einen guten Grund.
Huhn und Reis bekamen die Hunde so gut wie nie. Meist gab es Rind.
Das Huhn war ein sog. "Opferprotein". Sollte es nach dem Fastentag mit der Schonkost doch wieder Durchfall geben, könnte so eine Allergie gegen Huhn entstehen, aber eben nicht gegen das Futter, welches der Hund sonst bekam.

Heute macht man es vlt. anders, z. B. mit Morosuppe.
Wobei es bei uns immer noch Huhn, Reis und Hüttenkäse als Schonkost gibt.

Man sollte es mit der Abwechslung im Napf nicht übertreiben, so dass man sowohl ein Opferprotein als auch andere, dem Hund bisher nicht gefütterte, Proteinquellen hat, sollte er eine Allergie bekommen.
 
Dabei
8 Jul 2017
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Interessant auch für Nichtbarfer...

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0043-101858.pdf

Entnommen aus oben verlinkter Seite....

Hilft das BARF-Profil im Blut bei Nährstoffimbalancen? Zahlreiche Labore bieten ein sog. „BARFProfil“ an, wobei im Blut in der Regel das kleine Blutbild, Albumin, Kalzium, anorganisches Phosphat, Kupfer, Zink, Jod, Vitamin A und Vitamin D überprüft werden. Für die meisten der genannten Parameter besteht kein Zusammenhang zur aktuellen Fütterungspraxis, sodass man eine optimale Nährstoffversorgung nur sehr unzureichend anhand der genannten Blutparameter aufzeigen kann. Kalzium wird im Blut sehr eng homöostatisch reguliert, z.B. Kalzium-Freisetzung aus dem Knochen, sodass selbst bei einer dauerhaft marginalen Unterversorgung keine Veränderungen im Blut zu beobachten sind. Kupfer, Vitamin A und Vitamin D werden durch die Reserven in der Leber ebenfalls über einen langen Zeitraum im Blut unauffällig bleiben. Es gibt keinen Zusammenhang zur Zinkund Jodversorgung und den korrespondierenden Gehalten im Blut. Mit gewissen Einschränkungen
 
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Dabei
8 Jul 2017
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Für einen eigenen Thread ist das Thema nicht umfangreich genug. Deshalb die Frage hier…

Achtet ihr auf die Haltbarkeit eurer Öle fürs Hundefutter? also nicht generell auf die MHK sondern , dass man es nach 6 Wochen Öffnungszeit nicht mehr benützen soll, generell nicht nur das Fischöl. Stimmt das so oder habe ich das falsch im Kopf?
Noch eine Frage, die Tage behauptet eine Gassibekanntschaft, Sonnenblumenöl macht Tumore bei Hunden. Irgendwie gruselt mir jetzt bei unsern Sonnenblumenkernchen . Ebenso habe ich das auch bei Schwarzkümmelöl gelesen…
 
Dabei
21 Feb 2011
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Vom Sonnenblumenöl hab ich das mit dem Krebs auch schon gehört. Wobei es eher an der Herstellung des Öls liegen soll.
Sonnenblumenöl ist sehr unausgewogen mit den Omegasäuren. Es enthält sehr viel Omega 6, aber nur ganz wenig Omega 3. Für den Hund sollten diese Säuren aber im richtigen Verhältnis zueinander stehen.
Deshalb ist Sonnenblumenöl, dauerhaft gegeben, eher ungeeignet.
Vom Schwarzkümmelöl kenn ich die Aussage über Krebs jetzt nicht. Da ging mal durchs Netz, es soll giftig sein für Hunde.
In den arabischen Ländern, wie z. B. Ägypten, wird es eingesetzt wie Medizin, auch bei Tieren.

Solang ein Öl nicht ranzig geworden ist, wieso sollte man es nicht länger als 6 Wochen füttern?
Ich selbst kaufe immer kleine Flaschen, weil Trampas nur 1 g pro Tag bekommt. Im Grunde bräuchte er es gar nicht, da sein Futter alles hat, was er braucht. Aber so ein paar Tröpfen Öl schaden nie.
 
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21 Feb 2011
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Stimmt, kaltgepresste Öle verderben schneller.
Wenn sie ranzig sind, müssen sie weg.
Aber warum man die Öle nur 6 Wochen nutzen soll, steht da auch nicht. Gibt für mich keinen Grund. Wenn man die richtig lagert, halten sie länger.

Man kann sie haltbarer machen, hier besonders Fischöl, wenn man sie mit einem Öl, das viel Vitamin E enthält, mischt. Z. B. Rapsöl oder Weizenkeimöl.
 

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