Anzeige:

Eingreifen bei Rauferei?

Dabei
12 Apr 2012
Beiträge
1.057
Alter
36
#1
Hallo ihr Lieben!
Ich hatte gestern ein bisschen unschönes Erlebnis! Wir waren mit Madoc unterwegs und trafen dabei eine ältere Dame mit einer großen älteren Hündin. Beide Hunde waren ohne Leine und die Hündin marschierte auch gleich auf Madoc zu also hab ich ihn auch mal schnuppern lassen. Die Dame plapperte dann schon "keine Sorge, er kriegt schon kein Leckerlie von mir! Sei brav!" vor sich hin und ich dachte mir, dass es wohl besser wäre einach weiterzugehen. Auf einmal, so schnell konnt ich garnicht schauen, packt die Hündin Madoc und sie fangen an zu raufen. Ich habe ganz kurz gewartet um zu sehen ob es vielleicht nur Machtgehabe ist aber auch nachdem sich Madoc auf den Boden geworfen hat (eigentlich sofort) hat sie trotzdem nicht aufgehört auf ihn ein zu beißen und da hört der Spaß für mich auf, denn die meinte es wirklich ernst! Nachdem die Besitzerin seelenruhig dagestanden ist als ob nichts wäre musste ich eben eingreifen. Aus reinem Reflex habe ich die Hündin am Kragen gepackt und habe versucht sie irgendwie von meinem Hund runterzukriegen.
Irgendwie habe ich es geschafft die zwei auseinander zu kriegen und mir Madoc zu schnappen da kommt mir die Frau ernsthaft mit "Das ist aber sehr mutig von Ihnen einem fremden Hund so anzupacken. Die hätten das schon alleine geklärt, sie müssen mehr Vetrauen in ihren Hund haben!" GRRRR na da gings los! Ich habe ihr dann nur hingeworfen, dass mein Hund sowas nicht alleine klären muss und soll, denn ich habe die Verantwortung für ihn genauso wie sie für ihren Köter!
Sie erwiderte darauf nur "Na wenn Sie meinen!". Ich hätte ihr am Liebsten den Kopf abgerissen!! Ich habe mich dann aber umgedreht und bin weitergegangen aber noch am Abend habe ich mich darüber aufgeregt!
Ich mein in dem Augenblick wo ich sie gepackt habe dachte ich mir schon was ich da eigentlich mache. Ich hatte ziemlich schiss, dass sie sich umdreht und auf mich losgeht aber irgendwie musste ich sie doch von Madoc wegkriegen wenn er keine Chance gegen sie hat!
Wie hättet ihr in so einer Situation reagiert?
 

Anzeige:
Dabei
4 Mrz 2012
Beiträge
536
#2
Ganz ehrlich? Ich hätte die andere Hündin einmal kräftig runtergetreten und mich dann selbst vor/über meinen Hund gestellt. Glaube ich... in solchen Situationen reagiert man ja doch immer eher "instinktiv" als nach irgendwelchen "Ich hab das so in einem Buch gelesen". Ich hätte mich glaube ich nicht getraut, die Hündin anzufassen, sondern hätte halt wie gesagt versucht, sie mit irgendwas anderem von meinem Hund runterzuholen. Und vor allem hätte ich mir von der Frau ihre Adresse geben lassen, falls mit meinem Hund was ist, damit sie auch mal kapiert, was "Verantwortung" bedeutet! Gott, schrecklich, echt :( Hoffentlich geht's deinem Bub gut!

Edit: Achso, als Disclaimer, mir ist schon klar, dass das ziemlich... beschissenes Verhalten ist und der Hund nicht wirklich was dafür kann, wenn seine Besitzerin ihn trotz seines offensichtlich gestörten Sozialverhaltens zu jedem Hund hinlässt. Aber im Zweifelsfall entscheide ich mich für das Wohlergehen meines Hundes, und da greife ich dann auch zu gewaltsamen Mitteln, wenn es sein muss :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
27 Jul 2012
Beiträge
2.368
Alter
32
#3
Ich hätte genau so reagiert. In so Situation wäre ich bestimmt auch "blind".
Ich habe auch einfach mal nem Ridgebackrüden ins hab gefasst weil der auf der Straße hin und her lief, im Nachhinein dachte ich echt das hätte auch schief gehen können...
Als Diaz so 3-4 Monate war ist er auch mal von zwei Hunden abgefallen wurden, ein großer und ein Jack Russel, dieser war an der Leine schon total aggressiv am Kleffen aber nein die Frau machte ihn trotzdem los! Beide Hunde rannten auf Diaz zu, er schon auf dem Rücken und auf ihn drauf. Da hab ich aber auch nicht lange gefackelt und Diaz auf den Arm genommen, der Jacky sprang noch an mir hoch und bekam dann mal nen leichten "Tritt" von mir. Die Frauen standen nur da und amüsierten sich....
 
Dabei
31 Okt 2012
Beiträge
2.198
#4
Genauso! Bzw. ich hab schon mal genauso reagiert, ich hab auch gesagt:"Hören Sie mal, ICH bestimme wer, was mit MEINEN Hund klärt, nicht SIE und schon gar nicht IHR Hund."

Ich hab ja nix gegen Zurechtweisung, doch heutzutage haben manche Hunde schon so einen Knall. *boah* da könnte ich mich schon wieder so aufregen, das ist sooooo typisch heutzutage. Klar, ist nicht unbedingt clever da reinzugehen, doch wenn man aus einem Impuls raus handelt ist es nun mal so. Allerdings wenn der Hund zB einen Beutetrieb hat, dann klären die auch nix mehr, sondern dan ist der eigene Hund ein Kanickel.
Trotzdem heißt es ja immer man solle sich besser raushalten, den es ist besser man kann nachher den Hund im ernstfall zum Tierarzt bringen und muss nicht zuerst selbst zum Arzt. Da ist schon was dran...

Doch naja, bei mir ist der Impuls auch so.
 
Dabei
20 Sep 2011
Beiträge
73
#5
Leider passiert so etwas ja immer wieder, dass Besitzer sich aus der Verantwortung ziehen. Erst mal hätte ich versucht sie zu erschrecken (ich habe immer Wurfkette oder Wasserflasche dabei), dann hätte ich genau das Gleiche versucht wie du und je nach Größe und Statur des anderen Hundes oder wenn das nicht klappt hätte ich Veras Variante ausprobiert. Es ist ziemlich gefährlich und vielleicht auch leichtsinnig völlig fremde Hunde von dem Eigenen zu trennen. Eigentlich müsste man diese Menschen dem Ordnungsamt melden. Die Frau wusste ja anscheinend vorher, dass ihr Hund so reagieren könnte. Jetzt reg ich mich auch auf!
 
Dabei
12 Apr 2012
Beiträge
1.057
Alter
36
#6
Ich habe ehrlich gesagt auch zuerst an Treten gedacht. Das war aber so ein Gewusel dass ich Angst hatte dabei auch Madoc zu erwischen und was hätte mein Hund dann bitte von mir gedacht? Er wird angefallen, kann sich nicht befreien und dann macht Frauchen auch noch mit!
Da sind auch ganz schön die Haarbüschel geflogen und es waren keine schwarzen (die Hündin war auch noch schwarz...Klischee olè) sondern Madocs weiße Unterwolle. Gottseidank hat er so dickes Fell sonst würde er jetzt anders ausschauen! Im Nachinein denke ich es war falsch aber ich wüsste echt nicht was ich sonst hätte tun können. Zuschauen wie mein Hund im Erstfall vielleicht sogar totgebissen wird, das könnte ich nicht!!
Am meisten ärgert mich dabei einfach die Haltung von dieser dummen Pute! Sie kennt ihren Hund und hat anscheinend schon gewusst dass sie sehr zum Verteidigen neigt hat aber nichts dagegen unternommen! Und auch danach so uneinsichtig zu sein und sich nichtmal dafür zu entschuldigen?! Gehts noch? Super ist auch noch, dass das ab nächster Woche (nach dem Umzug) unsere tägliche Spaziergehroute sein wird. Der werden wir dann wahrscheinlich noch öfter begegnen -.-

Edit: ich bin wirklich nicht pingelig wenn es ums reine Zurechtweisen geht! Madoc ist da eh ziemlich unterwürfig und zieht schnell den Schwanz ein! Wenn jemand eben gerade nichts mit ihm zu tun haben will ist es für mich auch ok wenn er das zum Ausdruck bringt. Aber auf ihn einzubeißen auch wenn er sich schon längst unterworfen hat, da seh ich rot! Und das nicht nur bei fremden Hunden auch Madoc würde dafür von mir ne ordentliche Abreibung kriegen!
 
Zuletzt bearbeitet:

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
Beiträge
5.314
#8
Aleks, ein Hund der meinen Hund so angeht ... ich würde auch versuchen ihn zu packen und notfalls auch treten. Ich meine, ich als Frau muss schon sehr kräftig sein, einen großen Hund, der sich gegen meine Intension bewegt, ordentlich von meinem eigenen Hund zu entfernen. Und Tritte wirken leider auch viel besser ... :(
Ich hätte mich auch furchtbar darüber aufgeregt und kann verstehen, dass es dich lange beschäftigt. Ist bei uns auch immer so!!!!
 
Dabei
13 Feb 2013
Beiträge
437
#9
es gibt sooo viele gestörte hundebesitzer ;( und genau die mit ihren schlecht sozialisierten und unerzogenen hunden sind schuld, dass alles hundefeindlicher wird... weil sowas kann niemand gebrauchen. und wenn sie dann noch nicht mal einsehen, dass was falsch läuft könnt ich mich so aufregen...
 
Dabei
12 Apr 2012
Beiträge
1.057
Alter
36
#10
Linda ich muss sagen ich war selber erstaunt, dass ich sie von Madoc runtergekriegt hab! War doch ein ordentlicher Kraftbolzen! :)
Ich hoffe einfach dass ich dieser Person nicht mehr begegne, bzw werde ich einen riesen Bogen um sie machen! Gottseidank konnte ich dort zumindest auch sehr viele nette Leute mit gut erzogenen und sozialisierten Hunden kennen lernen!
 
Dabei
19 Aug 2011
Beiträge
1.261
#11
Puh, ich finde es, ohne es gesehen zu haben schwer, ob man nun eingreifen soll oder nicht :/
Ein Kommentkampf kann auch mal sehr böse aussehen, erst gestern hatte Biko einen Kommentkampf mit einem jüngeren Rüden gehabt, ich ließ ihn auch erst machen, da sich der Rüde auch gleich unterwarf schaute ich was Biko weiter macht und er stand nach wie vor über den Rüden in einer Position die mir nicht gefiehl, denn Biko ist (leider) ein sehr selbstbewusster Rüde und er weiß auch sich durch zusetzten, da brauch er nicht einen anderen Hund noch mehr unter zu buttern, da bin ich dann aber auch dazwischen gegangen, bzw ich konnte Biko leicht mit der Stimme aus der Situation holen.
Aber so wirklich war die Situation zwischen den beiden nicht geklärt gewesen und dadurch gab es dann immer wieder raufereien, hätte ich die Situation gelassen, wäre der ganze Tag für sich geklärt gewesen, das weiß man aber erst im Nachhinein, wenn man nun kein Mensch ist, der das super genau beurteilen kann (und dazu bin ich noch zu unerfahren).

Ob es nun in deiner Situation das richtige war, kann und will ich nicht beurteilen, da ich erstens nicht dabei war, zweitens nicht genug erfahrung damit habe.
Aber was sehr oft hilft ist einfach laut und streng den Hund anschreien, ggf dabei auf dem Boden aufstampfen und auf den/die Hunde ein, zwei Schritte zu gehen.
Aktives einmischen kann sehr schnell nach hinten gehen, denn es ist eine Angelegenheit zwischen den Hunden, mischt sich nun noch wer drittes ein (also jetzt im Sinne von treten oder ein anderer Hund), wissen die Hunde nicht mehr wer nun wen "angreift" und beißen im schlimmsten Fall um sich und da ist es ihnen egal, ob es nun ein Familienangehöriger ist oder eben der "Feind".
Daher lieber sehr laut werden und kräftig auf den Boden stampfen, das beeindruckt in der Regel die meisten Hunde :)
 
Dabei
24 Sep 2012
Beiträge
2.244
Alter
34
#12
Uns ist auch mal passiert das ich mit Chanti an der Leine und Freund unterwegs war und es kam uns ein recht aggressiver Jagdhund entgegen- Herrchen 100m weit weg. Der wollte auf Chanti los, Freund ist dazwischen gegangen und ich hab ihn angeschrien und aufgestampft. Wenn mein Freund nicht gewesen wäre, wüsst ich nicht wie das ausgegangen wäre.
Dann war nochmal so ne Situation aber genau von der anderen Sicht aus. Ich war mit ner Bekannten mit ihrem Labbi und Chanti auf der Hundewiese. Chanti und Labbi ohne Leine neben uns gelegen. Kommt ein Mann mit einem belgischen Schäferhundmix an der Leine und spricht mit uns. Da geht der Labbi voll auf den Mix los. Labbibesitzerin (blind) ist nicht mal aufgestanden, hat nur nach ihrem Labbi gerufen. Ich bin sofort aufgestanden (Chanti ist neben mir geblieben!) konnte aber auch nichts machen. Das war total schrecklich. Der Mann ist dann auf den Labbi draufgesprungen! Zum Glück, der Labbi war so schockiert das er es gelassen hat und belämmert zur Besitzerin hin ist. Der Mix-Besitzer war natürlich fuchsteufel-wild und hat uns beschimpft und hat dann sogar behauptet das Chanti mitgemacht hat. Ja natürlich, Chanti war die ganze Zeit neben mir. Sie ist zwar eine, die immer gucken will wenn mal Hunde was auszumachen haben, aber als sie Anstalten gemah hat loszurennen (sie wär nur hingerannt, mehr hät sie nicht gemacht) hat sie einen Anschiss bekommen uns ist dann halt neben mir gesessen. Die Labbi-Besitzerin hat dann gefragt ob es dem Mix gut ginge, aber entschuldigt hat sie sich nicht.
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
Beiträge
699
Alter
38
#13
Ich denke auch, dass man auf jeden Fall immer damit rechnen muss, dass man von dem fremden Hund oder auch dem eigenen die Hände und Arme getackert kriegt, wenn man sich einmischt. Es gibt aber auch Hunde, die bei einer körperlichen Einmischung sich erst festbeißen, während sie vorher mehr oder weniger nur "gelocht" haben. Ich habe auch schon gesehen, wie Hunde dann richtig stur festgehalten haben und die Besitzer ihnen die Kiefer aufzwingen mussten (Yorkshire Terrier...). Man muss unbedingt damit rechnen, dass man bei Einmischung selbst was abkriegt, das ganze noch mehr hochpusht oder den anderen Hund damit in die Ecke drängt und dann wirds echt irrational.

Ich weiß aus Erfahrung von meinem Hund, dass er nicht nachbeißt. Ich kenn nun Madoc nicht, dass musst du selbst einschätzen können. Aber ich kenne genauso gut Hunde, die sich sofort auf den fremden Hund stürzen würden, wenn Herrchen/Frauchen ihn schonmal festhalten. Und wenn in diesem Fall beide ohne Leine waren, bist du auf einmal daran schuld, wenn der andere Hund Wunden davon trägt. Wenn sich zwei unangeleinte Hunde prügeln, ist es nicht sicher, ob irgendeine Versicherung dafür aufkommt.

Wenn Ivo von einem unangeleinten Hund angegriffen wird, habe ich entweder die Zeit, noch dazwischen zu treten, ob ich gucke, dass ich den anderen Hund erschrecke. Die meisten Hunde haben doch noch eine Hemmung auf Menschen zu gehen, wenn sie von diesen nicht angegriffen werden. Ich habe auch schon andere Hunde festgehalten, aber wie gesagt, Ivo schnappt dann nicht nach den Hunden.
Ich würde auch erstmal bezweifeln, dass die Hündin Madoc totgebissen hätte, solche Beißvorfälle gehen eigentlich nicht glimpflich aus, sondern es gibt mindestens Fleischwunden. Wenn ein Hund mit Tötungsabsicht losgeht, dann sitzt der erste Biss schon richtig. Deshalb ist es wohl das wichtigste, bei sowas absolut ruhig zu bleiben und die Hunde auf keinen Fall durch Hektik oder Panik aufzustacheln. Wir hatten im Training gerade einen Beißvorfall mit ein paar blutigen Kratzern und beide Hundehalter haben sich sehr ruhig und gemessenen Schrittes auf ihre Köter zu bewegt. Es hilft niemandem, wenn der Hund denkt, sein Besitzer hat die Situation nicht im Griff. Das machts eher noch schlimmer.
 
Dabei
12 Apr 2012
Beiträge
1.057
Alter
36
#14
Ich kenne diese "Machtgehabe-Kämpfe" zwischen Rüden ziemlich gut! Madoc und einer seiner Brüder machen das leider fast jedes Mal wenn sie sich treffen -.-
Dabei sind sie aber viel lauter und sie beißen nur in die Luft wenn man es genau beobachtet. Da greif ich auch nicht ein, denn DAS können sie sich untereinander ausmachen!
Aber wie gesagt, die Hündin hat ihm büschelweise Unterwolle rausgerissen während Madoc nur unter ihr gequietscht hat!
Und ich habe vorher geschrien, und wie ich geschrien habe (manchmal wundere ich mich selber über meine Stimme!) und habe auch versucht sie körperlich so zu bedrängen dass sie aufhört aber ich habe diese Imposanz anscheinend einfach nicht!
 
Dabei
12 Apr 2012
Beiträge
1.057
Alter
36
#15
Ich würde auch erstmal bezweifeln, dass die Hündin Madoc totgebissen hätte, solche Beißvorfälle gehen eigentlich nicht glimpflich aus, sondern es gibt mindestens Fleischwunden. Wenn ein Hund mit Tötungsabsicht losgeht, dann sitzt der erste Biss schon richtig. Deshalb ist es wohl das wichtigste, bei sowas absolut ruhig zu bleiben und die Hunde auf keinen Fall durch Hektik oder Panik aufzustacheln. Wir hatten im Training gerade einen Beißvorfall mit ein paar blutigen Kratzern und beide Hundehalter haben sich sehr ruhig und gemessenen Schrittes auf ihre Köter zu bewegt. Es hilft niemandem, wenn der Hund denkt, sein Besitzer hat die Situation nicht im Griff. Das machts eher noch schlimmer.
Nein ich denke auch nicht, dass sie ihn totgebissen hätte!! Der Satz war von mir nur allgemein dahergesagt und nicht auf genau diese Situation bezogen!
Aber du hast Recht, in der Ruhe liegt die Kraft. Aber das muss man mal schaffen in so einer Situation. Da beneide ich jeden der das kann!!
 
Dabei
9 Aug 2012
Beiträge
431
#16
Also ich hätte auch wie du reagiert Alex.
Was genau der andere Hund vorhat weiss man nicht und wenn Madoc sich ergeben hat und vor Angst oder Schmerz quietscht dann hat der andere Hund aufzuhören! wenn er das nicht tut und selbst die Besitzer nix tun, würd ich auch eingreifen. Aber wohl auch erstmal mit anbrüllen/erschrecken, Leine werfen, aufstampfen, aber ich glaub wenn das alles nix gebracht hätte auch so wie du. wenn auch mit ungutem Gefühl

Dieses ganze "das machen die unter sich aus" kann ich echt nicht leiden. Vieles lass ich Luke auch mit anderen ausmachen ( Luke schmeisst sich sofort auf den Rücken ) aber wenn ein Hund dann nicht aufhört, finde ich, müssen die Besitzer eingreifen.
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
Beiträge
699
Alter
38
#17
Ivo wird von einer bestimmten Hündin auch immer geharkt und er hat auch durchaus mal Kratzer, aber trotzdem hätte ich da nie die Sorgen, dass sie ihn ernsthaft verletzt. Abgesehen davon, arbeitet er immer ganz hart daran, dass sie ihm eine reinhaut, aber Ivo ist wohl auch ein anderer Charakter als Madoc -___-"

Ich wollte nur unterstreichen, dass ein Hund mit Beuteverhalten und Tötungsabsicht den ersten Biss schon ganz anders setzt. Dass sich die Hündin unter aller Kanone verhalten hat und die Besitzerin erst recht, ist gar nicht zu bestreiten. Aber es gibt einfach Hunde, die grundsätzlich alle anderen Hunde "bekämpfen", was auch kein untypisches Hundeverhalten ist. Rudelfremde werden verjagt. Aber da ist der Besitzer gefragt, solche Hunde müssen ausreichend gesichert sein und werden nicht ansatzlos zu fremden Hunden hingelassen. Diese Hunde sind auch nicht unbedingt "schlecht sozialisiert", sie sind halt einfach nicht verträglich und dementsprechend muss man dann schauen, dass sie nicht die Chance kriegen, erstmal alles in ihrer Reichweite in den Boden zu stampfen.

Aber ich hoffe mal, dass Madoc gut aus der Nummer rausgekommen ist und jetzt nicht völlig unentspannt auf fremde Hunde reagiert. Gleiches kann ich auch nur dir empfehlen, dein Hund merkt ja, wenn du angespannt bist.
 
Dabei
12 Apr 2012
Beiträge
1.057
Alter
36
#18
Ich muss sagen der Gedanke, dass Madoc dann vielleicht nachbeißt wäre mit garnicht gekommen. Das hätte durchaus passieren können immerhin hätte er sich dann stärker fühlen können weil ich die Hündin ja halte!
Dadurch, dass ich sie aber dann gleich weggestoßen habe und mir ihn geschnappt habe ist das gottseidank nicht passiert!
Mir ist das auch selber schon passiert, dass Madoc auf einen anderen Hund losgegangen ist weil er meinte gerade etwas verteidigen zu müssen oder sich in eine Rauferei einmischen zu müssen. Mir ist natürlich klar, dass nicht alle Hunde sich super gut verstehen aber ich stehe dann nicht seelenruhig auf der Seite und lasse ihn mal machen! Ich stampfe hin und hol ihn mir weil das für mich einfach ein No-Go ist!

Aber gut, ist ja gottseidank alles gut gegangen! Und Madocs Freude an anderen Hunden hat es auch nicht getrübt :)
 
Dabei
27 Jun 2012
Beiträge
2.750
#19
also ich finde es auch schwer zu entscheiden, ob man bei sowas eingreifen soll oder nicht. Einfach nur, weil viele ernsthafte Bissverletzungen dadurch entstehen, das man den beißenden Hund von dem anderen wegreisst. Da reisst man wirklich die Haut (des eigenen Hundes) mit ab.
Vorallem wenn der beißende Hund ein Bullenbeißer ist (Boxer z.b.). Der kann in solch einem Moment das Maul nicht mehr aufmachen, weil seine Kiefermuskulatur sich verspannt und es etwas dauert bis sie sich wieder entspannt und der Hund das Maul wieder öffnen kann.
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
Beiträge
699
Alter
38
#20
Ja, je nach Hunderasse sollte man auch unterschiedlich reagieren. Bei normaler Schnauze, wie zum Beispiel beim Aussie ist es hilfreich, wenn man den Hund am Halsband nach oben zieht. Erstmal nimmt man ihm den Stand und damit auch die Kraft und andererseits können sie wohl die Hals- und Kiefermuskulatur nicht mehr so anspannen.
Bei Pitbulls nutzt man manchmal deren brustgelagerte Haltung und zieht die Hinterbeine hoch, damit das Gleichgewicht gestört wird und den Hunden die Kraft genommen wird, aber da bin ich mir nicht sicher, wie man das am besten macht.

Auf gar keinen Fall sollte man nach hinten wegziehen, weil das für den gebissenen Hund unglaublich schmerzhaft sein kann. Besser ist es, den Hund zu sichern und erstmal nur zu halten. Die meisten halten nicht ordentlich fest und sobald sie den Biss locker lassen, kann man sie dann wegreißen. Aber da sollten eigentlich beide Hunde gesichert werden, damit man schnell genug reagieren kann. Ist schon scheiße, wenn der eigene Hund gebissen wird und man selbst am besten beide Hunde unter Kontrolle kriegen soll >.>
 
Dabei
12 Apr 2012
Beiträge
1.057
Alter
36
#21
Du bist ja ne richtige Spezialistin auf dem Gebiet! :)
Habe viel dazugelernt und ich denke da hätte noch einiges schief gehen können woran ich garnicht gedacht hätte!
Fürs nächste Mal weiß ich es auch wenn ich natürlich hoffe, dass es kein nächstes Mal geben wird!
Ich muss ehrlich sagen ich hoffe inständig, dass ich niemals einen Pitbull oder ähnliches von Madoc runterholen muss! Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Rasse im Allgemeinen, ich kenne da ein paar wirklich nette Vertreter! Aber schon allein bei der Körpermasse hätte ich wahrscheinlich arge Probleme!
Ich weiß nicht ob ich das mit dem eingerasteten Kiefer so glauben soll. Dafür kenne ich mich mit diesen Rassen viel zu wenig aus aber ich glaube dennoch, dass das auch so ein Kampfhund-Mythos sein könnte. Ich hoffe ich werde nie eines besseren belehrt!
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
Beiträge
699
Alter
38
#22
@Aleks: Ein Mythos ist es wohl nicht, aber bei einem gut sozialisierten Pitbull muss einiges passieren, dass die nicht mehr loslassen. Das beim Training war mit einem Pitbull, der auch noch angeleint in der Ablage war und den anderen Hund zweimal weggebissen hat. Der ist aber noch ein drittes Mal wieder auf den Pitbull los und da hat er den erstmal "behalten". Hat auch kurz gedauert, bis der Pit den anderen wieder losgelassen hat und es wurde auch überlegt, ob man ihm den Stand wegzieht. Aber wenn man da von außen die Situation noch auflädt, kann es halt sein, dass der Pitbull gar nicht mehr reagiert und sozusagen "einfriert". Dann hätte die Besitzerin zu ihrem Pitbull noch einen schnöseligen Labrador dazubekommen xD
 
Dabei
19 Aug 2011
Beiträge
1.261
#23
Also sollte sich mal ein Hund in Biko so verbeißen oder Biko sich in einen (man muss ja beide Seiten sehen, vorallem dann, wenn der eigene Hund schon ein oder mehr mals das Opfer war), so sehr verbeißt, dass er nicht mehr los lässt, drehe ich dem jeweiligen hund mit Hilfe des HBs die Luft ab, es mag sich nun krass anhören, aber das wäre vermutlich meine erste Reaktion den einen Hund vom anderen los zu bekommen.
Und ja, da hilft mein Tipp mit schreien und stampfen auch nicht mehr, wenn sich Hund verbeißt, dann verbeißt er sich auch.
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
Beiträge
5.314
#24
Also wie du das mit nem Halsband ohne Leine schaffen willst, ohne dich dem Hals des Hundes bis auf wenige Millimeter zu nähern, musst du mir jetzt aber auch mal erklären ... ;)
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
Beiträge
699
Alter
38
#25
Also wenn einer der Hunde "aufgegeben hat" und sich versucht zu unterwerfen, hat man als Halter durchaus die Möglichkeit an die beiden ranzukommen. Hab ich auch schon geschafft, aber da muss man sich dann echt rantrauen und zupacken. Kann gut nach hinten losgehen, aber gut, das weiß man. Und wenn man erstmal in der Pattsituation ist, dass man beide Hunde gesichert hat, die aber trotzdem nicht voneinander ablassen, dann ist es durchaus eine Möglichkeit, beide zu trennen, indem man sie in die Halsbänder hängt...
 
Dabei
19 Aug 2011
Beiträge
1.261
#26
Und wenn man erstmal in der Pattsituation ist, dass man beide Hunde gesichert hat, die aber trotzdem nicht voneinander ablassen, dann ist es durchaus eine Möglichkeit, beide zu trennen, indem man sie in die Halsbänder hängt...
Genau bei der Situation meine ich das ;)
Und ja, ich leobe mir in den Momenten auch das Kettenhalsband, durch die Glieder kann man die sehr eng eindrehen, da ist es auf jedenfall einfacher einem Hund die Luft mit abzudrehen.
Aber ich verstehe auch deine Bedenken Linda :)
Aber in einen "tosenden" Kampf würde ich so sicher nicht eingreifen, das gestehe ich ein, aber wenn es ums reine verbeißen geht und man möchte beide Hunde trennen, ist das sicher eine sehr allgemeine Lösung, wenn man nicht unbedingt die Ahnung von den verschiedenen Gebissen hat :)
Das wollte ich eigentlich sagen, ich neige leider sehr dazu alles sehr oberflächlich darzustellen und zu meinem "unglück" kann ich mich meist nicht mal richtig ausdrücken *schäm*
 
Dabei
16 Mrz 2010
Beiträge
793
#27
Ehrlich gesagt, würde ich nicht körperlich bei sowas eingreifen. Für den Ernstfall würde ich z. B. meinem Schlüsselbund auf den attackierenden Hund werfen, ihn laut anschreien oder mit der Wasserflasche besprühen. Trillerpfeife ist auch eine Möglichkeit.

Warum? Weil mein Exfreund in genau so einer Situation vom eigenen Hund ins Knie gebissen worden ist und zwar richtig heftig...ich kann gut verstehen, dass man seinem Hund natürlich helfen möchte aber es ist eben sehr gefährlich.
 
Dabei
19 Aug 2011
Beiträge
1.261
#28
Ehrlich gesagt, würde ich nicht körperlich bei sowas eingreifen. Für den Ernstfall würde ich z. B. meinem Schlüsselbund auf den attackierenden Hund werfen, ihn laut anschreien oder mit der Wasserflasche besprühen. Trillerpfeife ist auch eine Möglichkeit.

Warum? Weil mein Exfreund in genau so einer Situation vom eigenen Hund ins Knie gebissen worden ist und zwar richtig heftig...ich kann gut verstehen, dass man seinem Hund natürlich helfen möchte aber es ist eben sehr gefährlich.
Vielleicht hört es sich bei mir verwirrend an, aber in einen Aktiven Kampf würde ich auch nur mit Stampfen und laut werden eingreifen, nur, wenn sich einer der Hunde schon in den anderen Verbissen hat, halten beide in der Regel still und da würde ich dann eingreifen und den festbegissenen Hund versuchen zu lösen, eben mit luft abdrehen, aber man muss sich einfach immer bewusst sein, dann auch verletzt zu werden, wenn man sich dessen nicht bewusst ist oder davor angst hat, sollte man eh nie den Hunden zu nahe treten und hoffen, das einer der anderen Personen die dabei sind, helfen kann.

Aber ich verstehe auch jeden, der Angst und/oder Respekt hat, in solchen Situationen einzugreifen und es dann nicht macht, es ist wirklich eine Situation, wo man als Mensch anders handeln muss, als es die meisten Menschen machen würden jund vorallem einen klaren Kopf bewahren, aber ja, auch da kann noch vieles schief gehen und dem sollte man sich definitiv bewusst sein oder sich eben aus der Situation raus halten, so schwer dies dann auch sein mag, aber einen hysterisch werdenden HH kann der Hund in solchen Situationen nicht gebrauchen :)
 
Dabei
22 Mrz 2013
Beiträge
508
#29
Ui, das ist ein heikles Thema!
Ich würde immer ohne Wenn und Aber meine Hunde verteidigen, koste es was wolle. ich habe einmal miterleben müssen wie einer meiner Hunde von einem Collie angegangen wurde. Mein Hund lag schon unten und der hackte immer noch nach. Da wurde ich aber fuchsteufelswild!
Ein anderes mal kam ein Goldie um die Ecke und ohne Vorwarnung auf meinem Hund drauf und im Nacken gepackt und wollte ihn schütteln, ich konnte noch im rechten Moment eingreifen.
Und jetzt letzten Monat ein Mopsmix hatte sich mit meinem Idefix in die Haare bekommen ( der Grund waren Hasenködel :rolleyes:). Ich konnte meinen eigenen Hund schnell am Geschirr packen und auf die Schulter nehmen.
Ich bin eher eine zarte Person, aber unter solchen Umständen, klappt es ohne Probleme einen 15kg Hund zu schultern. ;)
Bei kurzschnauzigen Hunden wie Bulldoggen sieht es natürlich anders aus, die können sich wirklich verbeißen und in einer sogenannten Beißstarre verfallen, das ist kein Mythos. Die kann man nur noch mit einen Beißstick der seitlich ins Maul geführt wird trennen. Aber daran möchte ich gar nicht denken.
Generell bin ich immer vorsichtig mit fremden Hunden, aber leider leider kann man nicht gut genug aufpassen. Leider hinterlassen solche Vorfälle auch immer Spuren im Verhalten des eigenen Hundes, die man später lange wieder gerade bügeln muss.
 
Dabei
19 Aug 2011
Beiträge
1.261
#30
Das falscheste was man machen kann, ist den hund auf den arm zunehmen, so sehr man damit seinen hund auch verteidigen möchte, aber der andere hund der deinen hund erwischen möchte, packt auch nach ihm, wenn du ihn auf den arm nimmst und dann ist die Gefahr, dass du verletzt wirst, noch viel größer.Ich schreibe mal die halterin von Akira an, vielleicht mag sie sich diesbezüglich hier auch mal melden.Aber da ist es "sicherer" sich zwischen die Hunde zu stellen, als seinen eigenen auf den arm zu nehmen.Ich habe es einmal erlebt gehabt, da kam ein fremder labbi auf uns zu (ist dem Herrchen in einem park entlaufen), biko habe ich ins platz abgelegt und bin auf den hund zu gelaufen, biko hat verstanden, dass ich die Situation Regel und er hat nicht eingegriffen, ich weiß nicht, ob die beiden sich in die wolle gehabt hätten, aber das werde ich nach wie vor weiterhin so hand haben und (vom gewicht mal abgesehen) nie meinen hund auf den arm nehmen.
 

Anzeige:
Empfehlungen:

Ähnliche Themen


Oben