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Ende im Hundekopf? Jagdtrieb

Dabei
21 Feb 2011
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#31
Ach guck, das war in den Videos nicht dabei :)

Ich danke Euch auf jeden Fall alle für Eure Gedanken, ich werde sie am Freitag mit zum Training nehmen und mal schauen was die Trainerin sagt.
Das Longieren ist auch nicht einzeln. JAD-Dog geht im Kreis rum und der ist vom Longieren.
 

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Dabei
9 Nov 2012
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#32
Hey,

1. Longieren lieben wir auch, es bestärkt einfach auch total den Kontakt zwischen dir und deinem Hund auf Distanz. Mir machts richtig Spaß und die Möglichkeiten sind endlos.

2. Ich hab die anderen Antworten nur überflogen, aber ich meine, dass hat noch keiner geschrieben:

Evtl. liegt es auch an der Freigabe an sich, dass sie dann jagen geht, bzw. den Kontakt zu dir verliert.
Meine Dame hier tut es gar nicht gut Dinge freizugeben ( z.B. vom Kissen, vor dem Essen, beim Gassi,...) weil sich so bei ihr eine Erwartungshaltung aufbaut, die zu einem quengeligen und angespannten Hund führt, bis die Freigabe kommt. Anschließend wird die ganze Energie freigesetzt und der Hund ist auf Level 10.
Erwartungshaltungen aufzubauen versuche ich im Alltag komplett zu vermeiden, und mein Hund ist viel entspannter.

Vielleicht hat sich bei Euch durch euer bisheriges Training schon viel positiv verändert, aber die Freigabe ist so eine Art alte Konditionierung ( "ich darf jetzt los, machen was ich will und muss erst mal nicht nach Frauchen gucken") sein, die dann wieder durchschlägt. Meine Dame würde ganz sicher auch heute noch losspurten, wenn ich ihr plötzlich beim Gassi unser früheres Auflösekommando geben würde.

3. Ich würde mir nicht allzu viel Stress mit einem Alternativ-Auslastungs-Programm machen. Wenn dir was einfällt was dir selber Spaß macht, machs, ansonsten würd ich es lassen. Ich steh auf deine Trainerin :). Meiner Meinung nach braucht ein Hund kein kopfloses ("freies") Rumrennen als Ausgleich. Das ist nur wieder Zeit, in der sie Spaß ohne (mentalen) Kontakt zu dir hat (ich will damit nicht sagen, dass die Vorschläge der anderen das implizieren!!).

lg, und weiter viel Erfolg!!
 

FrauRossi

Moderator
Dabei
26 Mai 2015
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#33
Ha! Verdammt guter Gedanke! Könnte tatsächlich sein. Ich werde das Freigabe Kommando einfach weglassen und nur durch das Wort "Ende" signalisieren dass wir jetzt nicht mehr üben. Das Wort funktioniert bei allen anderen Situationen auch so, dass Paula dann einfach mit was auch immer aufhört und gemächlich neben mir hertrottet. Es mag vielleicht nicht die gesamte Erklärung sein aber bestimmt trägt es einen Teil bei. Danke für die Idee :)

P.S. wir treffen auf unserer nachmittäglichen Löserunden fast täglich einen Jäger mit Viszla Rüden, die beiden lieben sich total und tollen immer wie bekloppt zusammen rum, schnüffeln zusammen usw. also Frust und Energie kann sie in der Stunde bestimmt auch los werden :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
7 Sep 2012
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#34
Ha! Verdammt guter Gedanke! Könnte tatsächlich sein. Ich werde das Freigabe Kommando einfach weglassen und nur durch das Wort "Ende" signalisieren dass wir jetzt nicht mehr üben. Das Wort funktioniert bei allen anderen Situationen auch so, dass Paula dann einfach mit was auch immer aufhört und gemächlich neben mir hertrottet. Es mag vielleicht nicht die gesamte Erklärung sein aber bestimmt trägt es einen Teil bei. Danke für die Idee :)

P.S. wir treffen auf unserer nachmittäglichen Löserunden fast täglich einen Jäger mit Viszla Rüden, die beiden lieben sich total und tollen immer wie bekloppt zusammen rum, schnüffeln zusammen usw. also Frust und Energie kann sie in der Stunde bestimmt auch los werden :)
Guter Gedanken. Letztlich könnte sie das Kommando sogar für das Kommando FÜR das Jagen verknüpft haben.
 
Dabei
26 Jan 2012
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#36
Kann es sein, dass du euch beide sehr unter Druck setzt, weil du gerne alles perfekt hättest?

Wenn ich hier so lese, dann könnte das meine Geschichte mit Milo sein :p Es kommt mir nämlich einiges sehr bekannt vor.

Ich glaube ich würde mir einfach mal ne Auszeit nehmen, den Hund an die Schleppleine packen und mich erstmal son bisschen von allem zurückziehen. Wo sie vorher anscheinend freie Bahn hatte (Pöbeln, Jagen) muss sie sich jetzt selbst sehr zurücknehmen. Sie muss sich, so wie es sich anhört, permanent konzentrieren und zurücknehmen. Da ist es doch nicht verwunderlich, dass es dann mal aus ihr herausplatzt. Möglicherweise ist sie auch vom ganzen Training (das hört sich alles sehr viel an, finde ich) gestresst und lässt dann alles raus.

Ich bin irgendwann auch nur noch angespannt durch die Gegend gelaufen. Dann habe ich angefangen sehr vieles bei Milo zu kontrollieren - das war auch nötig, anstrengend und stressig, hat ihn aber irgendwann runtergefahren und das Jagen wurde um einiges besser. Ich habe mich aber auch entspannt. Milo wird nie vernünftig an der Leine gehen können. Er wird nie entspannt an fremden Hunden vorbeigehen (sein Problem ist kein Pöbeln, sondern dass er rumfiept und hin will).
Aber ich habe mich da mittlerweile mit abgefunden. Dann ist er eben kein Vorzeigehund.
Ich habe halt dafür zu sorgen, dass er niemanden nervt, nirgendwo hinrennt und nicht jagen geht.

Das heißt: ich rufe ihn sehr, sehr früh ran; ich leine ihn in unbekannten Gebieten an und er wir laufen hier halt am Wasser, wo kein Wild ist. Wir gehen da wo nicht viele Leute sind und nicht zu den Zeiten, wo alle unterwegs sind. Ich habe für mich beschlossen, dass wir uns den Stress nicht antun müssen. Wir haben uns nur aneinander hochgeschaukelt. Milo hat halt einfach keine guten Nerven. Er ist sehr schnell gestresst und überfordert und je mehr ich das alles trainiert habe, umso gestresster wurde er und alles wurde schlimmer.

Natürlich kann ich jetzt hier durchs Forum und durchs Lesen nicht sagen, ob das genau so auf euch zutrifft, aber vielleicht ist das ja trotzdem ein Denkanstoß für dich. Vielleicht ist auch alles gar nicht so dramatisch, wie es dir vorkommt? Aktuell scheinen viele Alltagssituationen sehr stressbehaftet zu sein - für euch beide. Ich würde jetzt darum nicht noch was neues anfangen, wo ihr beide lernen müsst. Wenn sie Rally O entspannt mitmacht, oder gerne trickst - dann nutzt das doch als Ausgleich. Einfach mal weg von den ganzen Trainingssituationen und Stress. Irgendwas wo ihr beide euch sicher bei seid, was ihr beide könnt und wo ihr den Kopf frei bekommt.

Bei Milo war der Weg zum Erfolg ganz klar die Stresslinderung. Sobald er gestresst ist (was recht schnell passiert) kann er einfach nicht mehr mitdenken. Dann fängt er an viel zu rennen, zu jagen, zu anderen Hunden hin zu rennen. Und ich musste akzeptieren, dass Milo nicht der perfekte Vorzeigehund sein wird, von dem alle begeistert sind.
 

FrauRossi

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26 Mai 2015
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#37
Hallo Banane,

eher im Gegenteil, das Training gibt Paula Sicherheit, die Sicherheit die sie von mir benötigt damit sie nicht glaubt sie müsse unser Viertel kontrollieren. Das nimmt ihr eine Menge Stress weil diese (selbst gewählte) Aufgabe ein paar Nummern zu groß war.

Und keine Sorge der Hund wird weder permanent trainiert noch muss sie sich dauernd zurück nehmen. Natürlich ließt sich das schnell so, weil ich immer versuche viele Informationen in einen Beitrag zu packen, damit man sich ein ungefähres Bild machen kann.
 

FrauRossi

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26 Mai 2015
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#38
Hallo an alle,

wir hatten heute wieder eine Trainingsstunde. Gleichzeitig war auch "Abschlußprüfung" zum Thema Leinenagression, die haben wir bestanden.

Ich habe alle Fragen hier aus dem Thread gestellt, ich schreib einfach mal.

- Wir bleiben dran beim Antijagdtraining und es wird tatsächlich eine Hasenzugmaschiene zum Einsatz kommen, wie das dann genau abläuft weiß ich noch nicht, besprechen wir beim nächsten mal.

- Die Trainerin denkt auch dass Mantrailing etwas für Paula sein kann. Etwas wo sie in einem kontrollierten Rahmen ihren Trieb ausleben kann.

- Rally O und oder andere Beschäftigung kann ich ruhig wieder einbauen, soll es aber ritualisieren. Heißt der Hund bekommt immer ein bestimmtes Halsband oä, damit sie weiß es geht jetzt zum Rally O und nicht mehr bei jedem Spaziergang in Erwartungshaltung kommt, weil sie nicht weiß ob etwas kommt oder nicht. Daher gab es das Verbot, etwas zu machen. Da ich keinen Verein oä habe wo wir das üben können habe ich wann immer ich Bock hatte unterwegs Rally O Elemente eingebaut. Das hat aber dazu geführt dass Paula dauernd auf Sendung war, daher die "Beschäftigungspause" damit der Hund davon erstmal wieder runter kommt. Die Trainerin hatte es mir zu Anfang schon erklärt, aber ich hatte es in der Zwischenzeit vergessen.

- das Problem mit dem Bulldoggenrudel wird wohl bestehen bleiben, auch wenn sich alles noch weiter verbessern wird, je länger Paula und ich zusammen arbeiten und auch die erste Läufigkeit wird nochmal eine Veränderung bringen (wobei man noch nicht weiß in welche Richtung :)

So ich glaube das war's. Ach so, die Löffelchentheorie greift wohl bei Paula in dem Fall "jagen" nicht. Die Trainerin meint es sei kein Ventil, sondern eher der Adrenalinkick dem Paula hinterher hechtet (und ein paar änderen körpereigene Drogen).
Nun gut ich lasse mich überraschen wohin uns das Antijagdtraining führt. Wird schon werden auch "richtige" Jagdhunde können schließlich so erzogen werden dass sie nicht unkontrolliert jagen gehen, warum sollte das bei Pipilotta nicht gelingen.
 

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