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Mein Hund wird ständig attackiert....

Dabei
28 Okt 2011
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#1
Hallo liebe Foris :) Da wir schon lange nicht mehr zu Besuch im Forum waren möchte ich uns kurz noch mal vorstelle, bevor ich unser Thema beginne. :) Ich heiße Katrin, bin 25 Jahre alt und lebe mit meinem Aussie Fernando im schönem Ruhrtal in Nrw. Fernando, oder auch liebevoll Knödel genannt, ist ein vierjähriger Black Tri Rüde und nicht Kastriert. Wir haben Welpen-/Junghundkurse und die Begleithundeausbildung gemacht (ohne Prüfung), zudem machten wir Agility und Dummytraining. Fernando ist ein sehr höfflicher und sehr gut sozialisierter Rüde, sodass er jeglichem Stress mit Hunden aus dem Weg geht. Er zeigt bei dominanten Hunden deutliches Meideverhalten, egal bei welchem Alter oder Geschlecht. Er macht große Bögen und wendet dabei sogar Blick und Kopf weg, macht Sicherheitsliegen usw. Nur leider und ich weiß nicht warum, stürzen sich Rüden sofort und umgehend auf Fernando drauf, packen Ihn sofort in den Nacken und drehen ihn um!! Fernando schreit (wehrt sich nicht, versucht wieder auf seine Pfoten zukommen) Schon im Welpen-/Junghundalter passierten uns immer mal wieder solche Situationen. Zum Beispiel kommen Rüden extra zurück gerannt um Fernando unterzubuttern oder verfolgen ihn sogar bis sie ihn haben! Und Fernando ist trotz der ganzen Attacken noch immer ein höfflicher Hund und geht dominanten Hunden weiterhin aus dem Weg. Wir hatten vorhin wieder so eine Situation. Ein Rüde kommt bellend und hoch erregt um eine Kurve auf uns zugestürmt. Fernando lässt sich sofort zurück fallen und bleibt schließlich stehen. Ohren gehen zurück, er wendet Blick und Kopf ab. Der Rüde packt sofort zu!!! Wie kann ich ihm helfen?? Vor allem wenn er durch sein Meideverhalten nicht mehr in meiner Reichweite ist (zum Beispiel steht er dann mitten auf einem frisch gepflügtem Feld) Ich würde mich sehr über Tipps und Erfahrungen freuen, da ich ratlos bin und ich keine Lust mehr habe, dass er ständig attackiert wird. Ich bin ein sehr ruhiger Mensch, aber mittlerweile platz mir die Wutschnur!! Ich habe das Gefühl, dass immer mehr Leute meinen Ihre Hunde nicht mehr sozialisieren zu müssen. Fernando hat vier dicke Hundekumpels alles nicht kastrierte Rüden und auch die werden ständig attackiert.... . Freue mich über Eure Antworten! Mit freundlichem Gruß und noch einen schönen Abend :) Katrin & Knödel
 

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Dabei
12 Jul 2012
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#2
dein armer kerl tut mir leid. ich glaub ich würd mich dazwischen werfen wenn es streckenmäßig machbar ist und dem anderen hund mal deutlich die meinung "sagen". ich glaub manche hunde sind einfach solche "opfer", keine ahnung woran das liegt. ich hab hier auch einen rüden liegen, mittlerweile ist er allerdings angeleint nicht mehr so nett - den vielen tollen hundebegegnungen sei dank *ironieaus*. ich gehe dazwischen, versuche meinen hund hinter mir zu halten wenn ich sehe das da wieder einer stunk machen will. oft reicht lautes anschreien in richtung des anderen hundes damit der weg bleibt - kommt er doch gibts ärger mit mir. sobald ich einen hund sehe den ich nicht gut kenne nehme ich ihn an die leine - so kann ich ihn beschützen. hoffe du findest einen weg.
 
Dabei
20 Feb 2011
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#3
Oweia, ich persönlich! würde meinen Hund zu mir rufen, und versuchen den Angreifer abzuwehren. Man kann eine Leine werfen, Schlüssel etc. und ihn bedrohen. Mir wäre es zu riskant, denn irgendwann ist auch ein geduldiger Hund am Ende und greift an, und dann hat man den Salat. Wird er oft so angegriffen?
 
Dabei
9 Jun 2012
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#4
Leider kann ich dir nicht helfen - keinen Rat geben.
... vor 15 Jahren hatte ich nen MixRüden - son kleiner wuscheliger "Boomer" -
der war auch immer (!) Opfer - was ich damals alles von ihm runtergezupft habe...
Hunde jeder Größe und jeden Geschlechts - kastriert oder nicht - und er hat
auch immer nur dagestanden und sich nicht gewehrt...
 
Dabei
13 Feb 2013
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#5
ich würde auch deinen hund unterstützten und sich vor ihn stellen. wir hatten bei unserer alten hündin auch manchmal das problem. wenn eine ansage an den anderen hund nicht hilft, dann nimm doch einfach einen schlüssel oder dem karabiner deiner leine und salz es in seine richtung. das hat bei uns immer geholfen... leider kann mich sich heutzutage oft nur selbst helfen, da die hundebesitzer es nicht für nötig halten :( ich hatte sogar einmal den fall, dass nichts geholfen hat. da musste ich dem anderen hund wirklich mit der leine eine drüber geben. aber mein hund geht definitiv vor und wenn der andere halter nicht einschreitet, dann muss es damit leben, dass ich seinen hund vertreibe. egal wie... so schlimm das auch klingen mag.
 
Dabei
28 Okt 2011
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#6
Vielen Dank für Eure schnellen Antworten! Die extremen Vorfälle häufen sich in den letzten Wochen wieder. Bedrängt, angeknurrt, usw. kommt leider fast täglich vor. Womit Fernando sehr souverän umgeht...noch. Und da liegen meine größten Sorgen (neben der Verletzungsgefahr) und dann, wie Peach schön geschrieben hat, habe ich den Salat:( Ich habe eine Zeit lang auch mit anleinen, Rappeldose, Wasserspritze und schützen gearbeitet, wir kamen dann auch gut an diesen Hunden vorbei. Nur dann gab es zwei Erlebnisse die, diese Methode wieder hinfällig machten, vor allem das Schützen. Ich hatte zwei Mal Besitzer samt angeleintem Hund plötzlich von hinten im Kreuz hängen. Ich wurde umgerissen und die Hunde waren auf Fernando drauf. Da war es für mich unmöglich ihn zu schützen. Seid dem dreht sich Fernando immer um wenn wir Hunde passieren...könnte ja sein das von hinten einer zurück kommt. Und er bestimmt jetzt lieber selbst wie schnell und wie weit er sich einem Hund nähert. Ist es dann nicht eher Stress für Ihn wenn ich ihn anleine und ihn zwinge bei mir zu bleiben:confused: Fernando reagiert jetzt auch immer sehr unterschiedlich im Meideverhalten. Es gibt auch Situationen da läuft er vor, bleibt stehen und wartet bis ich mit ihm auf einer Höhe bin. Dann fädelt er sich auf meine linke Seite ein. Ich gehe dann auch links, damit ich als Schutz dazwischen stehen und gebe unser Situationssignal für "Weiter". Fernando läuft dann an Hunden vorbei ohne zu kontakten und dann funktioniert auch das Schützen wieder... aber bleibt er sofort zurück und macht riesen Bögen um die Hunde funktioniert das natürlich nicht. Wenn er jedoch das Verhalten mit den großen Bögen zeigt weiß ich sofort, es kommt wieder ein "extrem Hund". Was ich nicht erkennen könnte wenn er angeleint wäre. Nur was mache ich dann, weil zu 100% sind diese Hunde nicht angeleint und von ihren Besitzern nicht abrufbar, stürmen direkt drauf und ich bin zu weit weg :( Soll ich mich vielleicht mit ihm zurückfallen lassen, vielleicht macht er dann ja keine großen Bögen mehr... och mensch, diese Situationen sind so doof...
 
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19 Jun 2013
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#7
ich wuerde ihn einfach sofort zu mir rufen, wenn ich einen anderen Hund sehe. Dann kannst du immernoch mit den Besitzern klaeren, ob ihr Hund vertraeglich ist und bist notfalls direkt dabei, wenn was passiert. Da unser Caillou durch Angst sehr aggressiv an der Leine auf andere Hunde reagiert habe, haben wir jetzt immer eine Wasserflasche dabei, um das zu unterbinden. Manchmal gibt es aber Leute, die ihre Hunde nicht anleinen, selbst wenn Caillou angeleint ist! Da Caillou aber Angst kriegt, wenn der Hund zu nah ist, setze ich die Wasserflasche eben auch gern mal gegen andere Hunde ein :rolleyes: Klappt echt gut. Das waere zumindest eine harmlose Variante, wenn Hunde auf euch zu rennen. Im Fressnapf gibt es Tierpfefferspray. Das wollte ich mir jetzt fuer den Winter, wenn es immer so schnell dunkel ist und fuer die Waldspaziergaenge holen. Ist auch gegen Hunde einsetzbar. Und es passiert eben immer wieder, dass fahrlaessige HH ihre Hunde einfach laufen lassen, selbst wenn die unvertraeglich sind. Waere das eine Loesung? Waere auf jeden Fall humaner als nach dem anderen Hund treten oder aehnliches zu muessen und verletzt keinen. Korrigiert mich bitte, falls das ein ganz doofer Vorschlag war :D
 
Dabei
31 Okt 2012
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#8
Huhu Katrin, hast Dir schon mal überlegt einen guten Trainer zu suchen, der Dir noch besser zeigt wie man mit solchen Situationen umgeht? Ich könnte mir vorstellen dass Du an den ein oder anderen Punkt noch etwas dazu lernen könntest - gerade körpersprachlich können einem Trainer einiges beibringen und somit wirkt man in Situationen dann schon generell sicherer.
Bei Dir lest sich das ziemlich hilflos teilweise und insofern wäre es gut wenn auch Du Dich da weiterbildest und mit mehr Selbstbewusstsein und Know-how in solche Situationen gehen kannst. Und dazulernen kann man ja immer, schade ja nix.

Ich versteh natürlich Deinen Frust, Wut... In meiner Gegend werden Hunde auch ziel- und planlos aufeinander losgelassen - mich hat noch nie wer gefragt ob er seinen Hund zu mir lassen darf. Selbst ein Hund an der Leine wird zu 90% ignoriert - bzw. der Hund folgt sowieso nicht. Darüberhinaus war es umso schwiergier Emma beizubringen dass sie nicht zu jeden Hund nicht hinlaufen darf, wenn die ganzen Hunde aber sofort zu ihr laufen.
Doch der Punkt ist, man kann es nicht ändern. Also muss man irgendwie schauen, wie man die Situation verbessert.

Zum Pfefferspray: Also manchmal hab ich schon den Eindruck wir befinden uns im Krieg ... Ich hab mir zwar auch mal einen Pfefferspray zugelegt, als in meiner Gegend Leuten Welpen und Junghunde entrissen wurden. Allerdings muss man dazu sagen der Einsatz gegen Menschen ist verboten. Ich hab mich bei einem Freund genau aufklären lassen, was ich beachten muss, wie ich das Ding einsetzen, welche Gefahren bestehen usw. Auch welches Teil für meine Zwecke geeigent ist, wie ich es genau handhabe um keinen unnötigen Schaden anzurichten.
Es ist eine Waffe und dementsprechend achtsam sollte man solchen Sachen auch umgehen.

Einsatz gegen Hunde würde nur was bringen wenn man schnell genug das Ding zieht wenn ein Hund schon offensichtlich zähnefletschend aus weiter Entfernung auf einem zuläuft. Und das ist nicht so wahrscheinlich. Wenn jeden Hund per se, der aus dem Dunklen auf uns zuläuft, eine Ladung verpassen würde - dann hätte ich hier wahrscheinlich jeden Tag 20 Klagen am Hals. :D Klar, ist das keine Art! Doch gleich Pfefferspray?

Und vor allem wann soll man den zücken und sprayen? Wenn der Hund auf einem zugelaufen kommt im Dunklen, kann man ja noch nicht abschätzen ob der Hund "unverträglich" ist bzw. bezweifle ich das man so schnell ist, dass man sofort den Spray gezückt hält. Dazu müssten man schon mit dem Ding im Anschlag rumlaufen.

Wenn der fremde Hund schon auf meinen drauf ist, dann erwischt man seinen eigenen Hund mit (und für Hunde ist das echt kein Spass) und die Hunde werden unter umständen noch agressiver und verbeissen sich aus Angst dann wirklich.
Darüber hinaus sollte man sich bewusst sein, dass Menschen mit Allergien da mit einem Asthmaanfall bzw. allergischen Schock reagieren kann. Da es ja zumeist ein Sprühneben entsteht, erwischt man unter Umstände auch sämtliche unbeteiligte Personen im Umkreis. Also man sollte da schon sehr überlegt und vorsichtig damit umgehen!!! Man weiß das mehr Personen durch Waffengebrauch verletzt werden, wo es nicht Teil einer Notwehr ist. Bzw. weiß man, dass die wenigsten Menschen in solchen Situationen angemessen reagieren. Das ist auch schwer!

Ich finds generell gut man macht einen Selbstverteidungkurs - am besten gegen Mensch und Hund ;) Da lernst man schon mal ein gewisses Auftreten und so bleibt der Pfefferspray das was es sein sollte - ein absolute Notlösung. Weil wenn Dein erster Gedanke bei Gefahr (die Du ja auch erwartest, sonst würdest keienn Pfefferspray mitnehmen) ist, dass Du das Ding zückst - dann kann das im wahrsten Sinn des Wortes nur ins Auge gehen. Angst und eine sofort drauffolgende Reaktion sind keine gute Idee bei Waffengebrauch!
 

*Loki*

Lokimotive
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16 Mai 2011
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#9
Loki war als Junghund auch immer so, mittlerweile ist er erwachsen und wehrt sich auch mal bzw. geht nicht jedem Streit per se aus dem Weg. Das macht es für mich mittlerweile EINFACHER statt schwieriger, weil er einfach selbstbewusster auftritt und somit andere Hunde eher ausgebremst werden statt aufgestachelt.
Ich bin auch Jemand, der die anderen Hund vertreiben würde - musste ich bisher zum Glück nie, sondern meist war mein Freund bei solchen Begegnungen mit Loki unterwegs.
Wenn ich fremde Hunde sehe, rufe ich Loki auch IMMER zu mir und er darf nicht weg von mir - ja, da zwinge ich ihn auch zu, wenn die anderen Hund kläffen, etc. Ich weiß ihn da lieber bei mir, weil er soll nicht selbst entscheiden, zu welchem Hund er geht und zu welchem nicht.
 
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19 Jun 2013
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#10
das Pfefferspray wollte ich mir eig fuer den Fall holen, dass wir mal auf Wildschweine treffen. Haben in der Naehe immer mal welche und sogar der Jaeger hat gemeint, dass das nicht gut ausgehen wuerde, wenn die sich oder ihre Jungen in Gefahr sehen (bin da aber auch sehr aengstlich bei Wildschweinen :D ). Bei Hunden benutze ich das Wasser. Das mache ich aber bei jedem der frei auf uns zu laeuft. Egal welche Absichten er hat, aber auch nur, weil Caillou Angst hat und ich nicht will, dass er dadurch wieder aggressiv wird. Aber das ist echt super zu Verteidigung und verletzt auch niemanden. Ich wurde da auch noch nie doof von der Seite angemacht. Haelt vll auch einen aggressiven Hund fern, wenn er noch nicht zugebissen hat und dann nicht sooo hochgefahren ist. Aber um deinen Hund zu schuetzen, muss er einfach bei dir sein und nicht 20m vor oder hinter dir.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#11
ich würde ihn einfach an die leine nehmen. dies sollte den "normal reagierenden" hundehalter signalisieren dass kein kontakt erwünscht ist. binde eine gelbe schleife dran - hast du schon mal was vom "gelben hund" gehört? ich hoffe dies zieht bald weite kreise - finde die aktion super! dann hast du ihn unter kontrolle und kannst ihn schützen bzw den anderen vertreiben. falls doch ein hund angestürmt kommt und pöbelt würde ich mal ein ernstes wort mit dem besitzer reden. zumindest die einsichtigen werden beim nächsten treffen auf ihren hund achten.
 
Dabei
28 Okt 2011
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#12
Guten Abend:) vorweg, Fernando hat die Attacke seelisch und psychisch gut verarbeitet. Er zeigt weiterhin keine negativen Verhaltensweisen bei Provokateuren oder sehr dominanten Hunden.
Mit dem persönlichem Auftreten, da ist was dran. Ein Seminar „wie schütze ich meinen Hund“ wäre wirklich super. Ich finde das Schützen, welches in Welpen und Junghundegruppen gelehrt wird zwar nützlich, aber bei erwachsenen Hunden mit einer niedrigen Hemmschwelle nicht sehr hilfreich. Diese Hunde lassen sich von nichts beeindrucken. Weder durch Wasser, noch treten, oder das Knie helfen. Ich habe das Gefühl, dass es sie noch mehr anstachelt, wenn Besitzer so agieren. Wie greife ich einen fremden Hund richtig, wenn er auf meinem drauf ist? Ich gebe Dir Recht Yukiko, zurzeit hänge ich sehr in der Schwebe wie ich mich bei unsozialem Verhalten von anderen Hunden verhalten soll. Weil ich persönlich auch schon schlechte und sehr unterschiedliche Erfahrung beim schützen gemacht habe und mich deswegen eher wieder zurück halte. Und zwar passierte mir in diesem Frühjahr, dass ich durchs Schützen fast selbst zum Opfer wurde. Plötzlich knurrt der fremde Rüde, fletschte die Zähne und ging auf mich los! Die Besitzer waren schon weit weg. Da vergaß Fernando seine liebe Seite und stürzte sich sofort auf den Rüden, drehte ihn um und stand Zähnefletschend über ihm... . Nun befürchte ich, durch die Rolle des Beschützers eine Keilerei noch mehr zu provozieren. Vor allem wenn ich schon im Vorfeld mich emotional einmische, bevor die Hunde die Möglichkeit hatten sich normal zu Kontakten- wie es bei gut sozialisierten Tieren der Fall wäre. Nicht jeder Hund der ohne Leine läuft hat ja eine schlechte Sozialkompetenz und wenn ich frei laufende Hunde verallgemeinern würde, würde ich viel angespannter und mit mehr Adrenalin auf Spaziergänge gehen. Und für Fernando eine unsichere Führung geben und nur wegen meinen Befürchtungen „dass es passieren könnte“ möchte ich Ihn nicht anleinen und ihn somit verunsichern und bestrafen.
Wenn ich fremde Hunde sehe, rufe ich Loki auch IMMER zu mir und er darf nicht weg von mir - ja, da zwinge ich ihn auch zu, wenn die anderen Hund kläffen, etc. Ich weiß ihn da lieber bei mir, weil er soll nicht selbst entscheiden, zu welchem Hund er geht und zu welchem nicht.

Fernando endscheidet nicht selber hinzugehen. Er hält einen bestimmten Kreis und hält dauernd Rücksprache mit mir, kommt regelmäßigen zurück usw. Er würde nie Hunde belästigen, wie gesagt er ist ein sehr höfflicher und sicherer Hund im sozialen Umgang. Ist halt nur das Problem mit diesen Vertretern, die ohne zögern einfach durchrennen und auf ihm drauf sind! Geht Fernando von sich aus zu fremden Hunden, sind diese auch mit ihm auf einer Wellenlänge. Und bei den Hundeführern handelt es sich dann auch um kompetente Personen. Ich vertraue ihm da zu 100 % und möchte unser gegenseitiges Vertrauen durch plötzliches anleinen und vorweg handeln nicht zerstören! Mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf... aber ich glaube der Kommentar ist lang genug *räusper* ;)
@ AnnaAussie: Von der Gelben Schleife habe ich noch nichts gehört?
 
Dabei
19 Jun 2013
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#14
ich finde das ja echt traurig, dass du in diese Situatuion gebracht wirst und dir jetzt einen Kopf machen musst, wie du Hunde fernhalten kannst. Scheinbar ist den Leuten in deiner Umgebung voellig egal was ihre Hunde machen? Was machen die Besitzer eigentlich, wenn ihre Hunde auf deinen stuerzen? Hast du sie mal gebeten ihre Hunde anzuleinen?

Dass sich die Aggressionen auch gegen dich richtigen, ist noch viel schlimmer. Wenn das immer wieder die gleichen Hunde sind, wuerde ich es dem Ordnungsamt melden, waere immerhin ein Anfang.
Ich habe mal was gelesen, dass man den Hund (in deinem Fall dann den Angreifer) an den Hinterbeinen packen und wegziehen soll. Er kann ja dann nicht weglaufen und sich auch nicht schnell umdrehen und zubeissen. Ist aber auch alles nicht so sicher fuer dich :(.

Was mir spontan noch einfallen wuerde, waere eine Trillerpfeife? Vll ist das in dem Momemt so unangenehm, dass der Hund aufhoert zu beissen? Oder vll sogar stoppt, bevor er bei deinem ist.

Mehr Ideen habe ich leider auch nicht.

Ich hoffe fuer euch wirklich, dass ihr etwas findet, das hilft. Es kann ja wirklich mal boese ausgehen.
 
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19 Jun 2013
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#15
oh doch ich habe noch eine Idee! Das hatte der Ruetter mal bei seinem Comedy Programm gesagt :D

Das einfachste und wirkungsvollste um einen Hund ohne Gewalt zu vertreiben, waeren die aufspringenden Regenschrime. Wuerde super funktionieren. Habe damit aber keine Erfahrungen.

Eventuell noch gut riechendes Leckerchen wie Fleischwurst hinwerfen,vll lenkt das den Angreifer ab.
 
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Dabei
27 Jun 2012
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#16
ich würde KEINE Leckerchen schmeißen, wenn ein fremder Hund vor mir steht und mein Hund in der Nähe ist.
Da kann es leicht zur Ressourcenverteidigung kommen und dann hängen die Hunde erst recht aneinander.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#17
Huhu :)

Puuhh, das ist natürlich schon echt eine schwierige Situation für dich und Fernando!
Ich hab leider auch keinen wirklichen Tipp für dich, ich persönlich gehe immer dazwischen wenn mein Hund gefährdert wird, allerdings wehrt er sich auch ab einer bestimmten Grenze.
An deiner Stelle würde ich mich auch nach Seminaren und guten Trainern umsehen die dir dabei helfen können.
Ich wünsch dir auf alle Fälle ganz viel Glück, mit Sicherheit bekommst du da noch den richtigen Dreh bei solchen Situationen raus :)
 
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7 Sep 2012
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#18
Leider kenne ich sowas hier aus einem städtischen Naherholungsgebiet. Hinfahren, Hunde raus u. wenn die Leute Glück haben, ist der Wauwi auch zufällig wieder am Auto, wenn man den Spaziergang beendet hat. Grundsätzlich laufen alle Hunde frei herum, angeleint wird nichts, egal ob man selber gerade m. seinen Hunden im Unterholz verschwindet, um der ungewollten Begegnung zu entgehen oder ob man drauf hinweist, das man keinen Kontakt wünscht. Auch auf das Wild wird keine Rücksicht genommen, die Hunde wuseln frei durchs Unterholz. Sehr beliebt ist es auch in größeren Gruppen m. einem Rudel zu gehen, man trifft sich regelmäßig an bestimmten Orten u. konzentriert sich anschließend auf das Geplapper, die Hunde haben sich ja untereinander. Toll ist, wenn diese Gruppen dann noch auf andere Personen treffen oder sich auf einer Wegkreuzung zum gemeinsamen Palaver feststellen. Die Hunde wuseln u. springen herum oder, weils langweilig ist, durchsuchen das Unterholz u. man selber kommt um die Ecke u. sieht sich einer geballten Ladung von 8 Hunden u. mehr gegenüber, die kontrolliert auf einen zugerannt kommen, weil die Hunde ja 10x eher bemerken, wenn da jemand kommt. Bis dann ENDLICH mal reagiert wird, ist es a) eh´viel zu spät u. b) hören 99% der Hunde zudem nicht. Großartig,wenn man dann hier vorbeigehen MUSS, falls man sein Auto wieder erreichen will.

Einzige Konsequenz meinerseits: ich gehe dort nicht mehr spazieren u. fahre lieber einige Minuten weiter, an Orte, wo ich meine Ruhe habe.
 
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*Loki*

Lokimotive
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16 Mai 2011
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#19
Das einfachste und wirkungsvollste um einen Hund ohne Gewalt zu vertreiben, waeren die aufspringenden Regenschrime. Wuerde super funktionieren. Habe damit aber keine Erfahrungen.
Ich kann dir sagen, was da mit Loki passiert: Er rennt in panischer Angst weg - hoffentlich ZU MIR!
Loki hat RIESIGE Angst vor Regenschirmen und wenn Jemand JEMALS auf die Idee kommt, mit sowas meinen Hund vertreiben zu wollen (der wohl nie vertrieben werden muss, aber trotzdem!), dann kann er sich was anhören! :D
 
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19 Jun 2013
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#20
also bei Caillou koennte ich es auch nicht, aber vll hat Fernando kein Problem damit. Muesste man allerdings vorher probieren.
Linda, du hast ja keinen aggressiven Hund, der sich auf andere Hunde stuerzt. Einen friedlichen Hund, der normal angelaufen kommt (ohne Knurren),sollte man so natuerlich auf keinen Fall vertreiben. Katrin braucht ja etwas um ihren Hund zu schuetzen. Ich war zum Glueck noch nie in der Situation, dass sich ein Hund beissend auf meinen gestuerzt hat, aber ich wuesste, dass ich alles versuchen wuerde, um meinen zu schuetzen. Wenn die Hundehalter ihre unberechenbaren Hunde frei laufen lassen und diese andere Hunde attackieren, dann koennen die Hundehalter ja noch froh sein, dass man nicht mit haerteren Mitteln arbeitet. Gewalt gegen Hunde finde ich schlimmer, als diese zu erschrecken.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#21
Ich kann dir sagen, was da mit Loki passiert: Er rennt in panischer Angst weg - hoffentlich ZU MIR!
Loki hat RIESIGE Angst vor Regenschirmen und wenn Jemand JEMALS auf die Idee kommt, mit sowas meinen Hund vertreiben zu wollen (der wohl nie vertrieben werden muss, aber trotzdem!), dann kann er sich was anhören! :D
Ganz ehrlich, das wär mir in so einem Fall wie von Fernando ehrlich gesagt egal, ob der andere Hund Angst vor Regenschirmen hat.
Bevor der meinen Hund attackiert, mach ich dem Angst, Punkt.

Das schöne an der Sache ist, man könnte das zu Hause mit dem eigenen Hund üben, so dass der sich vor dem Schirm eben nicht fürchtet.
 
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19 Jun 2013
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#22
und den anderen Vorteil, den ich daran sehe: der fremde Hund attackiert in dem Fall dann vll ehr den "boesen" Schirm(wenn er nicht ehr heulend wegrennt) und ist damit beschaeftigt und nicht mit Fernando
 

Skjona

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30 Jul 2012
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#23
Ohje der Arme :(

Also was der andere Hund bzw. Hundehalter in so einer Situation von meiner Handlung halten würde, wäre mir auch sowas von egal. Das wichtigste ist, dass du für dich und Fernando richtig handelst und das heißt in erster Linie, dass du ihm Schutz bietest :) Egal ob mit Regenschirm, Wasserflasche, etc. - Hauptsache du wehrst den anderen Hund ab. Auch wenn Fernando momentan noch jedem Problem aus dem Weg geht und Meideverhalten zeigt, KANN es z.b. auch irgendwann soweit sein, dass Fernando sein Vertrauen verliert weil er weiß, dass du solche Situationen nicht regeln und ihn somit nicht beschützen kannst und er daher doch irgendwann selbst handelt und nach vorne geht... Kann gut ausgehen - muss aber nicht :( Ich würde ihn daher auch nur noch dort freilaufen lassen, wo du weiten Überblick über Wiesen/Feldstraßen/etc. hast und dir relativ sicher sein kannst, dass nicht plötzlich ein anderer Hund vor euch steht.

Leider leider wird es solche (ich möcht schon fast sagen: hirnlosen) Hundehalter immer geben. Bei uns laufen solche auch zu genüge rum aber ich habe mir mittlerweile ein dickes Fell zugelegt und kann andere Hund relativ leicht abwehren. Aber es ist schon sehr traurig, dass man in solchen Situationen überhaupt selbst eingreifen muss und vom anderen Hundehalter meist nur wenig Verständnis bekommt :(
 
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28 Okt 2011
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#24
Hallo alle zusammen

Kurz zu Vicky211wegen der Angst vor Wildschweinen…
Deine Angst vor Wildschweinen kann ich verstehen, bei unsgibt es auch viele Wildschweine.
Es gibt einen einfachen Trick um sich vor Wildschweinen zuschützen. Lass unterwegs den Karabiner der Hundeleine öfters klicken. DieSchweine verbinden dieses spezielle Geräusch mit dem Laden des Jagdgewehrs. Und sollten sich trotzdem mal Eure Wege kreuzen, bleib niemals stehen! Am besten viele Hacken schlagen und um Bäumerennen. Wildschweine sehen nicht sehr gut und rennen einfach geradeaus.

Bis jetzt hatte Fernando noch keine schlechten Erlebnissemit Regenschirmen und auf Personen mit Regenschirmen reagiert er auch nicht. Esist auf jeden Fall einen Versuch wert. Da ich eh immer mit einem kleinen Rucksack unterwegs bin, könnte ich leicht einen kleinen Schirm verstauen. Super, das probieren wir aus. Vielen vielen Dank! Da fällt mirgerade ein, wir könnten den Regenschirm als Trick verknüpfen. So zusagen ein „Sicherheitstrick“.

Als wir gestern unterwegs waren sind wir vielen Hunden begegnet und diesmal habe ichmich bewusst mit zurückfallen lassen, als Fernando bei einem Hund Meideverhaltenzeigte. Ich merkte deutlich Fernandos Erleichterung. Und ich denke wenn in Zukunft noch der kleine Regenschirm dabei ist, wird esnoch besser.

Ich meide auch schon Truppenübungsplätze, Runden, so wieStrecken wo fast nur Problemhunde ihren Auslauf bekommen und wir gehemittlerweile zu Uhrzeiten wo ich weiß,dass bestimmte Hundeführer schon durchwaren, oder erst später kommen. Vor zweiJahren habe ich eine wunderschöne und fast einsame Runde entdeckt. Leider hat sich auch dieseStrecke bei Besitzern mit Problemhunden rumgesprochen.

Das Ruhrtal hat sich auch in den letzten Jahren zu einem beliebtenErholungsgebiet entwickelt und so trifft man hier immer die unterschiedlichstenHunde, besonders im Sommer wenn es lange hell bleibt. Im Winter und beischmuddel Wetter bleiben die Hundeführer, die sonst eine längere Anreise zumSpazierengehen haben, aus. Eigentlich mag ich diese Vielfallt, vor allem dieGespräche mit den Hundeführern und wenn die Wellenlänge stimmt gehen wir auch meistensein Stück mit. Aber leider häufen sich einfach diese extremen Hundehalter. Die weder von Ihrem Hund noch vonFernando die Körpersprache richtig lesen können. Dann heißt es immer: Oh Ihrerist aber schüchtern! Der spielt aber nicht gerne, ne! Oder wenn die Rüden dann auf Fernando hängen wirdgewitzelt: Lass das arme Weibchen doch in Ruhe. Und wenn ich sage ne meiner istein Rüde verfallen die Leute in Panik und schreien rum. Die beste Ausrede kam von einem Mann der zweiRüden hatte und die ohne zu Zögern Fernando packten und umdrehten: Die sind geradein der Pubertät!!

Die ganze Ironie an der Sache ist, man lebt in demGlauben wenn man seinen eigenen Vierbeiner gut erzieht und sozialisiert hat manweniger Probleme mit Artgenossen und kann beruhigt durchs Leben stiefeln…
 
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19 Jun 2013
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#25
Das mit dem zickzack Laufen habe ich auch schon mal gehoert. Das mit dem Karabiner ist echt super, vorallem abends, wenn man sie dann nicht gleich sieht und nicht so schnell zick zack im Dunkeln rennen kann :D. Dankeschoen!

Ich finde das so traurig und falsch, dass Hundehalter mit gut erzogenen und braven Hunden Plaetze meiden muessen, nur weil manche Hundehalter so ignorant sind und ihre Hunde nicht erziehen wollen und diese absolut nicht unter Kontrolle haben und dann vorallem frei laufen lassen! Ich wuerde auch niemals auf die Idee kommen meinen Hund (Angst vor anderen Hunden und beisst, wenn Hunde direkt an ihn gehen) frei laufen zu lassen, wenn andere Hunde in der Naehe sind.

Aber gut, dass du trotzdem noch ein paar Ecken hast, die nicht so ueberlaufen sind mit solchen Hundehaltern und deren Hunden.
 
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12 Nov 2013
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#26
Das kenn ich auch von meinem Hund... Ich glaub, du kannst deinen Hund nur beschützen, indem du ihn an die Leine nimmst und versuchst deinen Hund aus der "Gefahrenzone" zu ziehen, bevor es dazu kommt.
Aber vielleicht wird es ja auch besser, je älter dein Hund wird und er sich wehren kann.

Kopf hoch!
 

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