Anzeige:

Unberechenbar / Sicherung knallt durch

Dabei
15 Sep 2013
Beiträge
308
#1
Also irgendwie is bei dem Hund echt der Wurm drin.
Obwohl im Moment alles gut läuft, ich Remo ja mittlerweile gut kenne und weiß was man wie mit ihm machen kann und was nicht, wir auch so im Alltag keine Baustellen mehr haben, überrascht er mich in letzter Zeit doch wieder. Und das leider zum negativen.

Manchmal brennt ihm einfach die Sicherung durch und das immer vollkommen aus dem Nichts.

Beispiel:
Meine Vespa steht den ganzen Tag im Hof. Is eigentlich nichts neues für alle Beteiligten. Dann sind wir draußen, alles is gut. Remo legt sich hin und döst ein wenig. Auf einmal springt er wie von der Tarantel gestochen und attackiert bellend und knurrend meine Vespa.

Sowas zeigt er immer mal wieder, aber ich kann kein Muster erkennen. Eigentlich is er ja so ein lieber und mittlerweile auch entspannter Kerl. Doch manchmal passiert das dann bei Mülltonnen, manchmal sind es Bäume, manchmal ist es einfach auch nur die Luft.
Erst is alles easy und dann machts Klack und er flippt aus.

Meine Trainerin hat ihn noch nie so zu sehen bekommen, weil es eben so willkürlich passiert.
Sie denkt aber dass es was medizinisches ist, ihr ist sowas auch noch nie über den Weg gelaufen. Außerdem kennt sie uns ja schon ne weile und denkt nicht, dass es am Training liegt.
Meine Tierärztin kann sich sowas nicht erklären und rät mir einfach weiter mit dem Training am Ball zu bleiben. Ja Halleluja -.-

Seine Schilddrüsen Werte waren nicht in Ordnung, ich bin grad auf der Suche nach nem TA der uns da bei der Einstellung hilft. Meine kennt sich da nicht aus und hat uns weiter verwiesen.
Kann das von der beginnenden SDU kommen?
Finds im Moment echt mal wieder zum ko*zen, denn egal wie viel Arbeit und Zeit ich in diesen Hund investiere, es wird immer nochmal einer drauf gesetzt.
Es ist ja mittlerweile ok für mich, dass er absolut ungeeignet ist für alles was ich mal so ursprünglich geplant hatte. Wir leben glücklich zusammen und haben eben auf andere Weise ne tolle Zeit , weil ich ja weiß wie er ist und dass man gewisse Dinge nicht erzwingen kann.
Aber das jetzt haut einen echt wieder im ...
 

Anzeige:
Dabei
15 Mai 2014
Beiträge
1.001
#2
Wie alt ist er denn?
Zaro fing, als er gerade 2 Jahre alt war, auf einmal an, panische Angst vor Mülltonnen zu haben. Auf einem Parkplatz im Wald habe ich mal 15 Minuten damit verbracht mich immer weiter an dieses gefährliche Teil anzunähern. Eine Bekannte tätschelte die Mülltonne und irgendwann hatten wir ihn dann soweit, dass er sich auch mal traute daran zu schnuppern. Die Phase war aber nach ein paar Monaten wieder komplett verschwunden.
http://www.natuerlichmithund.com/deutsch/tipps-für-hundehalter/fremdelphase-spooky-periods/
 
Dabei
15 Sep 2013
Beiträge
308
#3
Er ist jetzt 2 Jahre und 3 Monate alt. An sowas hatte ich auch schon gedacht aber er praktiziert das in einer Heftigkeit die mir bisher unbekannt ist. Und er hat ja schon einiges in die Richtung gezeigt ^^
Ich kanns einfach nicht einschätzen. Er meint dann echt es herrscht Lebensgefahr und er muss sich mit allen Mitteln behaupten.

Und wenn er 5 mal an der Mülltonne vorbei geht und beim 6. Mal dann durch knallt, versteh ich halt nicht warum.
Er macht das ja auch manchmal bei Menschen. Auch wenn er sie kennt und sie den ganzen Tag da sind. Manchmal machts halt klick und er spinnt los :/


Gesendet von meinem E5823 mit Tapatalk
 
Dabei
15 Mai 2014
Beiträge
1.001
#4
Zaro hatte es glücklicherweise nicht mit "nach vorne gehen" sondern mit Ohren anlegen, Füße in den Boden stämmen und sich nicht weiterzubewegen. Er hat zwar gebellt (bei Mülltonnen) aber er war dann nicht dazu zu bewegen, in die Richtung zu gehen. Auch vor manchen Menschen oder besser Erscheinungsformen hatte er in der Zeit Angst. Ich erinnere mich an einen Mann, der eine Leiter auf der Schulter trug. Da ging es ganz schnell ab in die andere Richtung (immerhin ohne Bellen).
Ich weiß natürlich nicht, ob es bei euch auch nur eine Spooky-Phase ist. Bei uns dauerte es glücklicherweise nicht lange an.
 
Dabei
22 Sep 2014
Beiträge
546
#5
Das tut mir echt leid, dass es wieder so einen Rückschlag gibt.
Für mich klingt es auch nach etwas Medizinischem: dieses plötzliche unberechenbare "Durchknallen" klingt zumindest nicht normal. Ich will jetzt keinen Teufel an die Wand malen: aber vor etlichen Jahren hatten unsere Nachbarn einen Labbi,der so (wenn ich das Alter richtig in Erinnerung habe) mit 2/3 Jahren plötzlich unberechenbar wurde. Das ging so weit,dass er -ohne jegliche Anzeichen- in einen vorbeikommenden Kinderwagen springen wollte. Zum Glück ist nix passiert. Ich weiß noch, dass damals u.a. ein Hirnscan gemacht wurde. Das ist jetzt so viele Jahre her und die Leute wohnen hier nicht mehr. Ich meine aber, dass es in Richtung Tumor ging,der auf eine Stelle im Hirn drückte.

Ich möchte dir keine Angst machen, würde aber vielleicht mal beim Tierarzt ansprechen, ob man einen Scan durchführen kann?

Fühl dich gedrückt!
 
Dabei
8 Okt 2012
Beiträge
429
#6
Um mal den Horror eines Hirntumors zu nehmen: Wenn der Hund eh schon auffällige Schilddrüsen-Werte hat, stellt ihn ein.
Das klingt so nach einem ganz typischen Schildi, eventuell gepaart mit einer blöden Phase.
Die Einstellung kann einige Wochen dauern, in der Zeit fährt man dann auch oft noch mal Achterbahn, aber dann sollte es besser werden. Bevor das nicht angegangen ist, ist es auch schwierig, da weiter rumzuprobieren. Google auch ruhig mal "Subklinische Schilddrüsenunterfunktion". :)
 
Dabei
22 Sep 2014
Beiträge
546
#7
Franzi : er hatte doch den Hormonchip drinnen, jetzt nicht mehr. Wurde er in der Zeit kastriert? Mein Tierarzt sagte damals (vor der Setzung des Chips und als er ausgelaufen ist, dass sich bei manchen Hunden die Schilddrüsenwerte negativ verändern.
Und hattet ihr ihn nicht schon.mal getestet? Oder verwechsel ich es gerade mit Dana?
 
Dabei
7 Okt 2014
Beiträge
2.097
#8
Ich kann zum Thema Schilddrüse nur insofern etwas dazu beitragen, dass ich durchaus auch an Finns Schreckhaftigkeit gemerkt habe, dass bei ihm etwas nicht okay ist.
Seit er Medikamente bekommt (und er ist noch lange nicht richtig eingestellt!) hat sich das gebessert.
Wenn sein Pegel wieder stark sinkt, wird er auch wieder ängstlicher.
Nun ist Finn einer, der grundsätzlich den Rückzug antritt.
Wenn ich mir vorstelle, er ginge dabei nach vorn, würde es auf mich wohl auch nach Durchknallen aussehen.

Falls Remo vor Kurzem einen Chip bekommen hat oder bisher einen hatte, der nun nachlässt, könnte es bestimmt zum Teil darauf zu führen sein, dass die Hormone verrückt spielen.
 
Dabei
10 Dez 2015
Beiträge
397
#9
Genau das selbe Verhalten was du beschreibst, zeigt er Labbi unserer Nachbarin auch! Der ist auch grad 3 geworden meine ich... Der geht von einem Moment auf den anderen lauthals bellend nach vorn und "verbellt" richtig zB "das Böse Gebüsch" oder "die Böse Luft"... Da ist für uns nichts greifbares, was Sinn macht... Aber er stellt sich da hin und macht einen auf dicken Macker... Richtig schlimm! Ich dachte immer, der spinnt halt n bisschen (Spuky-Phase) oder riecht irgendwas komisches... An eine ernsthafte Erkrankung hätte ich gar nicht gedacht... Muss ich ihr demnächst mal sagen...
 
Dabei
15 Sep 2013
Beiträge
308
#10
Ich bin ja schon lange am Thema subklinische SDU dran. Mittlerweile sind Antikörper vorhanden und die Werte allgemein schlechter. Nur hält meine TÄ das ganze für nicht existent und reagiert erst, wenn aus der subklinischen eine klinische SDU wird. Die Suche nach einem TA der sich uns annimmt läuft. Über die SDU Experten Hotline hab ich die Diagnose subklinische SDU aufgrund seiner Werte und seinem Verhalten schon bekommen
...

Remos Chip ist im Februar ausgelaufen und er wurde dann kastriert. Die aktuellen Werte hab ich erst vor ein paar Wochen machen lassen.
Sein willkürliches und auch aggressives Verhalten sind halt einfach ne Belastung die immer stärker wird



Gesendet von meinem E5823 mit Tapatalk
 
Dabei
8 Okt 2012
Beiträge
429
#11
Bei Fr. Dr. Wergowski?
Kann sie dir einen Bericht schicken oder so? Dann könntest du dir mit dem bei einem Tierarzt einfach das Medikament holen.
 
Dabei
7 Okt 2014
Beiträge
2.097
#12
So langsam habe ich die Nase gestrichen voll von Tierärzten, die die subklinische SDU für einen Mythos halten! :mad:
(Sorry, da überkommt mich echt die Wut.
Die Behandlung ist im Grunde so simpel und kann so viel zum Positiven verändern...)
 
Dabei
26 Mrz 2014
Beiträge
628
#13
Hm, wie reagierst du, wenn er so durchknallt?
Gerade wenn er das auch bei Leuten macht, ist's ja echt teils sogar gefährlich, oder? Sicherst du ihn dann mit einem Maulkorb o.ä?
Ach man, doof dass ihr immer wieder solche Rückschläge habt..
 
Dabei
15 Sep 2013
Beiträge
308
#14
Für mich sind es nicht mal Rückschläge. Es hat ja nichts mit meiner Führung zu tun. Es ist einfach nur hart, wenn man so viel arbeitet und eigentlich endlich alles super klappt und dann der Hund solche Aussetzer hat.

Natürlich is das gefährlich und Remo wird im Freilauf immer angeleint sobald ich jemanden entdecke. Bin halt immer 110% präsent und scanne die Gegend.
Das eine mal wo das bei einem Mann passiert ist, konnte ich nicht viel machen außer hingehen, Remo anleinen und mich entschuldigen. Denn wie gesagt er ist nicht ansprechbar in solchen Momenten.
Wenn ich ihn da raushole, leg ich ihn ins Platz oder schau mir das Horror Objekt eben in Ruhe mit ihm an.

Er ist ja nicht generell böse. Gestern waren wir auf einem Fest und Remo fand es soooooo klasse dass ihn alle streicheln wollten und hat sich richtig an die Leute rangeschmissen^^

Mich nerven die Tierärzte einfach. Man wird immer für blöd hingestellt obwohl sie ja keine Ahnung haben. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiß -.-

@akani ich hab mit Frau Dr. Voigt telefoniert, welche sich aber mit Frau Dr. Wergowski abgesprochen hatte. Sie steht mir auch telefonisch natürlich weiter beiseite aber gute Idee mit dem Bericht ich frag sie mal. Ich brauch halt auch hier vor Ort jemanden der sich wenigstens en bisschen auskennt
 
Dabei
11 Mrz 2013
Beiträge
226
#15
Frau Wergowski hat Luke auch eingestellt und ich kann nur sagen - zum Glück! Luke hatte so ähnlich Probleme wie Rumo, er ist bei jeder Kleinigkeit total ausgerastet. Und dieses Problem haben wir auch nicht mit Forthyron in den Griff bekommen. Erst Frau Wergowski brachte uns darauf auf T3 zu testen. Und nach einer längeren Einstellphase habe ich jetzt so einen lieben und braven Hund ☺ mein Tierarzt kannte das Medikament Thybon nicht mal, aber er vertraut uns da zum Glück.
 
Dabei
15 Sep 2013
Beiträge
308
#16
Sein T3 ist auch schon unter der Referenz. Ich werde Frau Dr. Wergowski auf jeden Fall nochmal anrufen danke für die Info mit dem T3 und ähnlichem Verhalten

Gesendet von meinem E5823 mit Tapatalk
 
Dabei
11 Mrz 2013
Beiträge
226
#17
Oh je, na dann auf jeden Fall! Lukes T3 war nur im unteren Bereich der Referenz und er hat sich wirklich total verändert. Sagen sogar Freunde und Familie. Bleib unbedingt dran, es lohnt sich!
 
Dabei
23 Dez 2007
Beiträge
342
#18
Ich würde ihn auf jeden Fall einstellen lassen bei auffälligen SD-Werten, zumal Forthyron auch recht wenige Nebenwirkungen hat. Es schadet also nicht, es auszuprobieren. Meine Yuma hatte auch eine subklinische SDU und ähnliche "Halluzinationen", also diffuse und nicht greifbare Ängste. Bei ihr wurde es unter Forthyron deutlich besser (im Endeffekt ist es komplett verschwunden), allerdings habe ich es eine Weile später, nachdem sie kastriert war wieder ausgeschlichen und sie lebt gut ohne Medikation mit stabilen Werten.
 

Anzeige:
Empfehlungen:

Ähnliche Themen


Oben