unser Aussie hat nur einen Hoden

Dabei
20 Sep 2016
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#1
Der Hoden liegt im Bauchraum und muss raus operiert werden. Wer hat da schon Erfahrungen? Und sollten wir ihn dann auch gleich kastrieren lassen? Freue mich über Mitteilungen. Liebe Grüße, Barbara
 
Dabei
26 Mai 2015
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#2
Er hat nur einen Hoden und der liegt im Bauchraum?
Oder aber hat er durchaus 2 Hoden, jedoch nur einer ist abgestiegen und der andere liegt im Bauchraum?

Wie alt ist der Hund?

Der Tierarzt geht also davon aus dass der Hoden nicht mehr absteigen wird? Er rät deswegen zu einer OP?

Ich gehe davon aus dass dein Hund noch jung ist, daher würde ich ihn nicht kastrieren lassen. Warum willst du ihn überhaupt kastrieren lassen?
 
Dabei
20 Sep 2016
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#3
Wow, danke für die schnelle Reaktion! Sammy ist jetzt knapp 7 Monate. Wir haben auch schon eine Hormontherapie mit 4 Sitzungen gemacht und es hat sich nichts geändert. Der Hoden ist ca. 2 cm groß (Ultraschall) und liegt glücklicherweise recht günstig - im Bauchraum. Wir hatten immer Rüden, die wir kastriert hatten, weil wir in einem kleinen Dorf wohnen und nicht möchten, dass er alle Hündinnen in der Umgebung beglückt, falls er doch mal ausreisst ;-) (auch wenn unser Garten überall eingezäunt ist). Aber wir sind gar nicht mehr so sicher, ob wir das bei ihm auch wollen. Allerdings wurde uns auch gesagt, dass das mit dem Hoden meistens weiter vererbt wird und das wollen wir anderen ja nicht auch antun. Was spricht für und was gegen das Kastrieren?
 
Dabei
7 Sep 2012
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#4
Das steht ausser frage: Kastrieren ist in diesem Fall ein MUSS, nicht nur weil sich so etwas vererbt, sondern schlicht und einfach weil Hoden in der (für sie viel zu warmen Bauchhöhle) früher oder später entarten. Ich würde die Pubertät abwarten, damit er sich entsprechend entwickeln und reifen kann und danach kastrieren.
 
Dabei
8 Mai 2016
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#5
stimme Aussiwolf da zu. Wenn der Hoden im Bauchraum liegt muss er raus, sonst kann das zu einem Tumor werden.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#8
Das kann ich der Fragestellung nicht so richtig entnehmen. Da sie aber schreibt dass der Hoden aus dem Bauchraum operiert werden muss und gleichzeitig danach fragt ob sie dann zeitgleich kastrieren lassen soll, vermute ich dass ein Hoden normal abgestiegen ist, sonst ergibt die Frage ja keinen Sinn.
 
Dabei
20 Sep 2016
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#9
Er hat einen Hoden, der sich außerhalb ganz normal entwickelt hat, der 2. ist in der Bauchhöhle geblieben. Also muss der raus UND Sammy muss kastriert werden, richtig?
 
Dabei
20 Sep 2016
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#10
Nur 1 Hoden, Frage zum Züchter

Er hat einen Hoden, der sich außerhalb ganz normal entwickelt hat, der 2. ist in der Bauchhöhle geblieben. Also muss der raus UND Sammy muss kastriert werden, richtig?
Dazu hab ich gleich noch eine Frage: kann man die Züchterin wohl dazu bewegen, sich an den Kosten der OP zu beteiligen? Unser TA meinte, der TA hätte fühlen können/müssen, dass der 2. Hoden nicht da ist. Wir haben ja Papiere und alles. Was meint ihr?
 
Dabei
12 Jul 2012
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#11
zum ersten: man kann auch nur den hoden aus der bauchhöhle entfernen und den anderen belassen. dann verhält er sich wie ein intakter rüde. wenn ihr euch nicht sicher seid ob er nicht vielleicht doch kastriert werden soll würde ich eher warten bis er etwas älter ist. sprich ausgewachsen. wäre ja blöd wenn er deshalb 2x in narkose gelegt werden müsste. und es ist jetzt nicht so das der hoden sofort raus muß. nur eewig würde ich damit nicht warten.

kulante züchter beteiligen sich an der OP, kenne ich zumindest so. ist halt die frage ob es irgendwo vermerkt wurde ob beide hoden bei der impfung beim welpen da waren...
 
Dabei
31 Jan 2015
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#13
Bitte bitte gib deinem Rüden erst noch etwas Zeit, bevor du ihn kastrieren lässt!

Wir hatten das bei Yari auch, dass seine Hoden sich nicht senken wollten. Meine Züchterin meinte, dass wir erstmal warten sollten, bis er ein Jahr alt ist.
Sie senkten sich dann zwar doch noch relativ schnell ab (mit 4-5 Monaten oder so, weiß nicht mehr genau), aber wir hätten auf jeden Fall auch noch gewartet.

Falls er dann noch immer nicht da sein sollte, muss er aber auf jeden Fall entfernt werden. Und der zweite kann theoretisch dran bleiben.

Wieso sollte euer Hund denn ausbüxen können? Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht so ganz als Rechtfertigung zum Kastrieren. Ist er denn unbeaufsichtigt? :confused:

Und ob sich dein Züchter dran beteiligt, liegt wohl am Züchter. Das macht mit Sicherheit nicht jeder. Da solltest du lieber ihn selber fragen. :)
 
Dabei
24 Jan 2008
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#14
Klar muß der Hoden in der Bauchhöhle raus , aber er entartet nicht , wenn man noch 1 Jahr wartet . Es hats schon gegeben das auch später noch Hoden abgestiegen sind , ist aber äußerst selten . Ich hatte einmal den Fall in meiner Zucht , das ein Hoden bei der Wurfabnahme nicht abgestiegen war , es wurde in allen Unterlagen einschließlich Kaufvertrag vermerkt und ich habe diesen Hund 300€ billiger verkauft , was ja auf jedenfall etwaige OP Kosten abdeckt . Glücklicherweise war der dann doch noch mit 5 Monaten da wo er hingehört und lustigerweise wollte die Käuferin mir damals sogar die 300€ zurückgeben . Hab ihr aber gesagt das ich mich freue das der Hund keine OP braucht und sie das Geld ruhig behalten kann .:D
 
Dabei
20 Sep 2016
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#15
Ich konnte ja bisher nur dem vertrauen, was unser TA sagte und der meinte, da tut sich nun nichts mehr :-(.
@ausbüxen: Wenn z.B. eine läufige Hündin vorbei kommt. Wir hatten schon 2mal Rüden (Berner Sennenhund und Labradormischling) und die haben immer einen Weg gefunden, in diesem Fall "durchzubrennen" ;-). Und wenn sie den Zaun untergraben haben oder der Berner hat ihn mit seinem Gewicht einfach niedergemacht.
So wie ich die Züchterin einschätze, zahlt sie nichts. Ich dachte nur, vielleicht gibt es irgendeine rechtliche Grundlage. Denn wir haben ihn ja auch unter der Vorgabe gekauft, dass wir ggf. mit ihm mal auch züchten könnten/dürfen und das ist ja jetzt definitiv nicht der Fall. Allerdings ist sie in einem amerikanischen Züchterverband und wir haben - nach einem halben Jahr! - noch nicht mal alle Papiere, also speziell die zur Zuchtfreigabes :-(. Und wir haben wirklich viel für den Hund gezahlt (darf man hier die Preise schreiben?)
 
Dabei
19 Jan 2017
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#16
Der Hoden sollte, wenn er nach einer gewissen Zeit nicht abgestiegen ist aus der Bauchhöhle entfernt werden. Da er knapp 7 Monate alt ist, würde ich auch noch warten. Und wenn es irgendwann so weit sein sollte und kein Hodenabstieg stattfindet würde ich persönlich nur den Hoden in der Bauchhöhle entfernen lassen.

Vielleicht ist es auch wichtig aufzuklären, dass die Hormone die in den Hoden und im Gehirn entwickelt werden nicht nur der Fortpflanzung dienen. Sie tragen einen ganz wichtigen Teil dazu bei, dass Rüden beim Heranwachsen, vor allem in der Pubertät sich körperlich und geistig entwickeln können. Unterbricht man in diesen Entwicklungsschritten die Bildung und Zufuhr dieser Wachstumshormone, durch eine zu frühe Kastration kann das körperliche und geistige Wachstum nicht vollständig abgeschlossen werden. Knochen, Muskeln, Sehnen und die Gelenke werden nicht ausreichend stabilisiert und gefestigt. Zudem können Herzschwächen und Kreislaufprobleme aufkommen. Das Gehirn entwickelt sich in diesem Alter ebenso. In der Pubertät bemerken wir bei Rüden diesen Prozess durch die Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit. Fehlen diese Hormonschwankungen, hat das Gehirn es ganz schwer für den späteren Alltag einen ausgeglichenen Wert zu finden. Sodass Rüden in der Zukunft sehr stressanfällig, sensibel oder explosiv sind. Meistens bleiben sie geistig auch für immer ein Junghund, da der Umbau im Gehirn nicht stattfinden konnte. Bei erwachsenen Rüden sind diese Hormone, für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Organismus lebensnotwendig.

Bitte überstürze nichts! Für viele Tierärzte sind Kastrationen reine Geldmacherei.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#17
Ich habe noch was vergessen.:)
In einem anderem Thema schrieb ich von einer Massage. Hört sich vielleicht erst komisch an, aber uns hat es damals tatsächlich geholfen.
Bei meinen Rüden dauerte es auch länger. Der Hoden pendelte immer zwischen Bauchhöhle und Leiste. Mit der Massage wanderte er schließlich in den Hodensack.

Damals gab mir meine Tierärztin den Tipp mit einer Massage den Abstieg zu unterstützen. Dabei streichst Du unter leichtem Druck mit zwei Fingern über die Bauchdecke, links und rechts neben des Schafts bis zum Hodensack. Das kann man sehr gut während des Kuschelns machen. Bei uns hat es gut funktioniert,
vielleicht hilft es Euch auch. :)
 
Dabei
20 Sep 2016
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#18
Wow, Katrin, vielen Dank! Das ist ein wirklich ausführliche interessante Ausführung, die mir überhaupt nicht bewusst war. Ganz ganz lieben Dank dafür:) Das mit der Massage werden wir auf jeden Fall auch mal ausprobieren.
Danke auch an alle anderen Antworten, die sehr hilfreich waren:eek:. Das ist ein tolles Forum!
 

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