Welpe dreht völlig durch (absolut über dem Limit!!)

Dabei
5 Jul 2018
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#1
Hallo ihr Lieben,

Nach meiner kurzen Vorstellung gleich mal ein Hilferuf.

Jimmy (12 Wochen) ist jetzt seit einer Woche bei mir. Es läuft soweit ganz gut mit ihm, er ist ja noch ein Baby und so wirklich viel Laufen muss da noch nichts.

Wir haben schon eine Hundetrainerin gefunden, bei der unser Bauchgefühl total anschlägt. Sie ist super! Gestern war sie das erste Mal da, meinte an ihm gefiele ihr sehr gut, dass er viel nachdenkt, bevor er etwas tut und dass ich mir das unbedingt nutzen sollte. Auch meinte sie, dass ich eine ruhige Ausstrahlung habe, was man an ihm merken würde. Er ist super schnell, was das Begreifen angeht.

Ein paar Problemlösungen gab es schon. Z.B. wenn er Zeug findet und fressen will, nicht schimpfen (weil die Kleinen das ja nicht kapieren), sondern eher freudig: "Hey was hast denn du da??" Und wenn er loslässt, das Gefundene mit Leckerlies austauschen. Klappt super!!! Bin absolut überzeugt von der Methode.

Nächstes war das Leinen oder Gegenstände anknabbern. (Außer dem Zeug was er zur Verfügung hat und anknabbern DARF - und davon hat er echt ne Menge!) Das ist eins der Hauptprobleme bei uns.

Lösungsvorschlag war:
Er knabbert, ich mache komische Geräusche, einfach zu Ablenkung. Spuckt er das angeknabberte Zeug aus, loben. Soweit so gut. Klappt mal mehr mal weniger. Ich soll mit Nuancen arbeiten. Hört er nicht auf sie komischen Geräusche, dann ggf mal anpusten. Darauf reagiert er dann fast immer und hört auf.

Wenn das nichts nutzt, soll ich ihm mal am Fell ziepen. Also nicht grob, sondern halt nur ganz sacht mal kurz anziehen, wirklich fein - ihr versteht schon- dass er es spürt, aber ohne dass es wehtut.

Bis jetzt hat es immer geklappt. Und jetzt kommt das große Problem:

Ab und zu dreht Jimmy in der Wohnung total am Rad, da ist Hopfen und Malz verloren (kommt mir zumindest so vor). Er tobt sich in Rage, kennt ja seine Grenzen noch nicht. Selbst wenn seine Äuglein schon rot unterlaufen sind vor Müdigkeit, kann er nicht runterkommen (so viel zu meiner ruhigen Ausstrahlung - Pah!).

Er schnappt sich alles mögliche (mittlerweile auch sein Hundekissen/körbchen) und schüttelt sie zu Tode, was ja eigentlich ein Tötungstrieb ist. Die Trainerin meinte, ich soll ihm gar keine Kuscheltiere geben, weil das diesen Trieb nur verstärkt. Das Problem ist aber: er macht das mit allem! Ball, Kissen, das Tauzieh Ding (nein, ich mache keine Rangordnungsspiele mit ihm!). Er kommt partout nicht zur Ruhe.

Wenn ich ihm die Sachen einfach wegnehme, sucht er Möbel, Wände oder whatever zum Kauen und Zerstören.

Wenn er in solchen abgedrehten Phasen im Zerstörungsmodus ist, hilft absolut gar nichts mehr von der Methode der Trainerin. Heute hat er mich fast um den Verstand gebracht. Mir geht es da gar nicht um die Gegenstände oder MEINE Ruhe, ich bin da echt zäh und geduldig, aber ER war eigentlich schon sowas von über seibem Limit (wir waren ja davor noch 10/15 Minuten draußen). Seine Augen waren blutunterlaufen, das Bäuchlein knallheiß.

Als er auf diese Lösungsvorschläge nicht mehr reagiert hat, habe ich versucht ihn in den Arm zu nehmen und ihn so zur Ruhe zu bringen. Nope. Er hat in meine Arme und Hände gebissen. Zwar spielerisch, aber überhaupt nicht (mehr) vorsichtig. Es tat manchmal wirklich ganz schön weh. Wenn ich meine Hand einfach weggezogen habe, wurde wieder danach geschnappt, Wenn ich ihn dann "angefiept" habe, hat er nur doof geschaut, wenn ich gepustet habe, hat er nach meinen Haaren geschnappt (AUTSCH! schlimmer als bei meiner kleinen Cousine)!

Irgendwann habe ich es aufgegeben. Da hat gar nichts mehr gebracht. Das ging jetzt sicher die letzten zwei Stunden so. Jetzt liegt er absolut tot in seinem Körbchen. Ich dachte mir, irgendwann knockt er sich halt selber aus.

Natürlich ist das nicht optimal, aber ich war mit meinem Latein echt am Ende.

Und noch 3-fach schlimmer ist es, wenn Besuch da ist. Da bin ich für ihn dann sowieso wurst wie käse. Um genauer zu sein: Ich komm mir vor als würde ich gar nicht existieren.

Ich habe heute der Trainerin schon völlig verzweifelt geschrieben. Sie meldet sich morgen Vormittag gleich bei mir.

Trotzdem wollte ich mal eure Meinung hören: Woran kann das liegen? Was mache ich falsch? Und bitte, bitte, lasst mich nicht mit eurer Kritik stehen, sondern gebt mir Lösungsvorschläge, sonst komme ich nicht weit

Ich danke euch schonmal recht herzlich

Eulchen
 
Dabei
19 Sep 2016
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#2
Hallo Eulchen,

die Probleme, die du beschreibst sind völlig normal für so einen kleinen Welpen! Aber dadurch wurde das hier auch schon unendlich oft diskutiert, erklärt und besprochen! Man hat halt irgendwann keine Lust mehr, sich immer und immer wieder zu wiederholen. Deshalb gibt es für neue Nutzer wie dich auch die Suchfunktion.
Ich hab dir mal einen Link zu einer Threadsammlung rund um die Welpen eingefügt. Da findest du ganz viele Erklärungen für sein Verhalten und Lösungsvorschläge - auch zu anderen Problemchen, die sop ein kleiner Knopf mit sich bringen kann. =)

https://www.aussie.de/forum/t/6717-linksammlung-welpenproblemen-fragen

Eine kleine Ergänzung hab ich aber...du schreibst, das ihr davor 10-15 Minuten draußen wart...wie sah das denn aus? musste er viele Eindrücke verarbeiten? Denn wie du schon schreibst, er war einfach "drüber", nach müde kommt immer blöd! Und da die Kleinen oft nur schwer selbst zur Ruhe kommen, muss man sie manchmal zu ihrem Glück "zwingen", das ist deine Aufgabe als Frauchen. Ideen dafür findest du in den Links!

Ich hoffe, das hilft dir etwas, nimm dir echt die Zeit und schau dich bisschen um, bevor du neue Threads eröffnest, viele Sachen wurden schon erklärt.

Dann viel Erfolg und vorallem aber Spaß mit deinem Kleinen!!!
 
Dabei
7 Sep 2012
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#3
Lösungvorschlag? Les Dich hier mal durch das Forum, denn zu diesem Thema wurden bereits X Beiträge geschrieben... Schau mal unter die Link Sammlung "Welpenprobleme".
Ansonsten: Dein Welpe ist gerade mal eine Woche bei Dir und schon ein solches Programm mit Hundetrainerin, Besuch etc.pp. Der ist völlig über die Uhr mit diesem Programm! Gerade von der Mutter und den Geschwistern weg und muss erst Mal alles neue kennenlernen und verarbeiten. Da braucht es jetzt noch keine Hundetrainerin und Besuch, laß den erst Mal in Ruhe ankommen!
Und die dullen 5 Min. (vor allem gegen Abend) sind völlig normal.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#4
Willkommen im Land der Welpen!


Der hat seine 5 Minuten... nicht mehr und nicht weniger....
 
Dabei
19 Jan 2017
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#5
Hallo Eulchen,

Christina und Aussiewolf haben vollkommen recht. Lass Jimmy erst Mal bei dir ankommen und vor allem runterkommen.
Ich persönlich würde auch alles an Spiel- und Kausachen wegnehmen, sodass er runterfahren und zur Ruhe kommen kann. Er dreht sich mit den Dingen selbst immer weiter auf.
Bei uns hatten und haben die Hunde bis heute nichts an Spielzeug, oder Knabbersachen rumliegen, sodass sie sich nicht frei bedienen können. Hört sich jetzt vielleicht komisch und Oberlehrerhaft an, aber du bist sein Spielzeug.
Mit dir soll er sich beschäftigen und nicht allein mit anderen Dingen Spaß haben. Wenn du später Spielzeug benutzten möchtest, dann bestimme selbst wann, wie, wo. Und dann spielt gemeinsam mit dem Spielzeug. :)

Wenn du Kausachen einsetzen möchtest, dann kannst ihm wenn ihr wieder von draußen reinkommt etwas zum Kauen anbieten, damit er den Stress von draußen abbauen kann. Kauen = Stressabbau. Aber lass ihn, wie oben beschrieben, nicht einfach mit der Knabberei alleine. Du kannst dich auf eine Decke setzten (oder wo er sonst seinen Ruheplatz hat) und ihm in Ruhe das Kauobjekt hinhalten. Dabei festhalten (kein Zerr- oder Machtkämpfchen!) wenn er dran knabbert. Lass ihn einfach mal eine Zeit lang in Ruhe knabbern, dabei kannst du ihm in einem ruhigem Tonfall ein beliebiges Wort sagen. So schaffst du nicht nur eine ruhige Situation für euch zwei, sondern bringst ihm gleichzeitig auf einen ganz einfachen Weg ein Ruhekommando bei, nennt sich konditionierte Entspannung. Zugegeben hörte sich für mich im ersten Moment auch nach Hokuspokus an, aber es funktioniert. :) Gerade weil dein Welpi anscheint gerne knabbert. Dadurch, dass Kauen das "Kuschelhormon" freisetzt kommt es zum Stressabbau und bringt Hunden Zufriedenheit. Damit verbindet er die Decke = Knabberei = Kuschelhormon= Stressabbau = ruhiger Liegeplatz. Und nach einer Zeit beendest du die Situation und stehst mit dem Kauobjekt auf. Während ihr kuschelt und er runterfährt kannst du ihm ebenfalls das Ruhewort sagen. :) Das sind zwei kleine seperate Möglichkeiten. Die jetzt nicht als Komplettlösung anzusehen sind, da lies dich am besten wirklich durch die Links im Forum und schau was bei euch zutrifft. :)
Ansonsten würde mich auch interessieren wie die 15 Minuten Spaziergang aussehen. Da kann man viel von herleiten.

Mir wird ganz komisch bei dem Vorschlag deiner Trainerin, Jimmy durch anpusten und ziepen am Fell zu korrigieren...bitte nicht mehr machen.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#6
@ Farbkraft Warum keine Kausachen rumliegen lassen? Gerade bei einem Welpen kann das enorm die Möbel und die Einrichtung schonen!

Wir hatten bei Yari immer Kausachen und Papier/Pappe zur freien verfügung und jetzt bei Koda auch. Mit dem Ergebnis das die Möbel und die Einrichtung heil blieb und nie ein Thema waren!

Das mit dem Fell „ziepen“ habe ich nun mehr so verstanden, dass es keine Korrektur sein soll, sondern eher die Aufmerksamkeit des Welpen bekommt, ich hab das jetzt nicht als aversive Methode aufegfasst und hoffe doch sehr, dass es das nicht sein soll! Ich stupse Koda auch schon mal an wenn er nicht reagiert, quasi Körperkontakt, weil die Ohren grad nicht funktionieren.

Ansonsten hört sich das was die Trainerin sagt gar nicht so verkehrt an finde ich und ich finde es auch völlig legitim, wenn sich ein unerfahrener Ersthundehalter gleich von anfang an eine Trainerin ins Haus holt bevor er völlig überfordert einen Fehler nach dem anderen macht, Welpen können halt Arschlöcher sein und man zweifelt mehr wie einmal an seiner geistigen Gesundheit, warum man sich DAS überhaupt antut! Hier geht es ja nicht um Training im eigentlichen Sinne sondern darum zu verstehen was der Welpe tut und wie ich damit umgehen kann....
 
Dabei
21 Feb 2011
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#7
Das mit dem Fell „ziepen“ habe ich nun mehr so verstanden, dass es keine Korrektur sein soll, sondern eher die Aufmerksamkeit des Welpen bekommt, ich hab das jetzt nicht als aversive Methode aufegfasst und hoffe doch sehr, dass es das nicht sein soll! Ich stupse Koda auch schon mal an wenn er nicht reagiert, quasi Körperkontakt, weil die Ohren grad nicht funktionieren.

Ansonsten hört sich das was die Trainerin sagt gar nicht so verkehrt an finde ich und ich finde es auch völlig legitim, wenn sich ein unerfahrener Ersthundehalter gleich von anfang an eine Trainerin ins Haus holt bevor er völlig überfordert einen Fehler nach dem anderen macht, Welpen können halt Arschlöcher sein und man zweifelt mehr wie einmal an seiner geistigen Gesundheit, warum man sich DAS überhaupt antut! Hier geht es ja nicht um Training im eigentlichen Sinne sondern darum zu verstehen was der Welpe tut und wie ich damit umgehen kann....
So hab ich das auch verstanden.

Wie heißt es so schön: nach müde kommt blöd ;)
Hört sich ganz danach an.

Diese "tollen 5 Minuten" haben alle Welpen mal.
Mir wär es lieber, er schüttelt sein Kuscheltier tot, als das er sich an den Möbeln zu schaffen macht.

Du könntest ihm vlt einen gefüllten Kong anbieten. Z. B. einfach mit Margerjoghurt (man kann auch etwas Leberwurst in den Joghurt rühren) füllen. Das kleine Loch kannst mit etwas Erdnussbutter oder Leberwurst zumachen, dann läuft nix raus.
Einfrieren und fertig.
Damit beschäftigt er sich sicher und wahrscheinlich schläft er schon ein, bevor er den ganz ausgelutscht hat.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#8
Hey Yari,

ich weiß für viele hört es sich mit den Kau- Spielartikeln komisch an. ;) Ich hatte eine etwas andere Hundeschule, die mit einem anderen Konzept arbeitet. Was jetzt nicht heißen soll, dass andere Rangehensweisen nicht genauso richtig sein können. Ich denke bei Ratschlägen im Forum sollte man immer für sich selbst entscheiden, welche zu sich und seinem vierbeinigen Begleiter passen. Was dem einem hilft, klappt beim nächsten vielleicht gar nicht. Ich denke, dass kennen wir alle. :)
Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten und wie es mir damals vermittelt wurde. Der Nächste kann schon wieder ganz andere Erfahrungen gemacht haben.

Ich schreibe jetzt wie es mir vermittelt wurde und wo ich auch nach wie vor von überzeugt bin. :)
Der erste Satz den wir damals vom Hundetrainer gesagt bekamen war: Finger weg vom Hund! Wer in der Gruppe nur kurz seinen Hund zur Korrektur, oder um die Aufmerksamkeit zubekommen berührte, bekam verbal eine drüber.
Mir wurden Aufmerksamkeit und Korrektur ohne anfassen gelehrt. Was ich auch heute noch genau richtig finde. Auch wenn mein Hundetrainer nicht viel Ahnung von Hütehunden hatte, von den allgemeinen Dingen konnte ich viel mitnehmen.
Was ich zum Beispiel enorm wichtig finde, ist Emotionen zu zeigen. Egal ob beim Korrigieren, oder beim Freuen. Er lehrte uns das Korrigieren, mit tiefer kräftiger Stimme aus wirklicher Überzeugung ohne zu schreien und mit der richtigen Körpersprache, dabei ein Wort zur klassischen Konditionierung benutzen und man hatte eine Korrektur ohne den Hund anfassen zu müssen.
Und was noch so ein Satz war: Denke schneller als dein Hund!

Das zusammen richtig erlernt und man braucht kein Pusten. Und auch keinen Einsatz der Finger, oder Hände. Deswegen ist für mich jedes pieken, stupsen, oder sonst wie anfassen zur Korrektur des Hundes nicht korrekt, ja ich empfinde es als unsittliches Handeln gegenüber dem Hund und sehe es als Ratlosigkeit der Hundeführer an. Das soll nicht heißen man soll mit Wattebällchen werfen. Es geht auch anders. Wenn jemand seinen Hund anfasst, weil sonst nichts mehr funktioniert, war der Mensch in meinen Augen zu langsam. Körperlich und geistig. Hört sich voll hart an und ich möchte niemanden damit jetzt persönlich angreifen, aber so sehe ich es und so hart gehe ich auch mit mir selbst ins Gericht.

Deswegen stellt sich die Frage mit dem ankauen der Möbel bei mir nicht. Ich möchte es nicht. Als ich spitz bekam das Puma was ankauen möchte, reagierte ich schon bevor er überhaupt kauen konnte. Verbal und mit Körpersprache.
Für mich ist das anbieten der Kauartikel in diesem Fall nur eine Auf- und Verschiebung des Problems. Direkt am "Tatort" und bevor er die Zähne irgendwo dran hat gibts einen über den Deckel. Schon wenn ich sehe, er denkt nur drüber nach, handel ich.
Zudem hatte ich bei Knödel auch viele Spielsachen rum liegen, es sollte ihm ja an nichts fehlen. Dann kam mein Hundetrainer und schaute sich die Begebenheiten zu Hause an. (Machte er bei jedem seiner zukünfigen Welpenkursteilnehmer).
Das Erste war, alles Spiel- Kauzeug weg! Ein Welpe soll sich nicht allein beschäftigen, oder bespaßen. Dazu bin ich da. Was ich total unterstreiche. Es geht um sofortige Bindungsarbeit. Wozu sich mit dem Menschen beschäftigen wenn man genügend Material hat um sich selbst zu bespaßen und Freude zu erfahren. Man schießt sich sofort beim Einzug des Welpen ein Eigentor. Darüberhinaus erklärte er uns, dass das Haus für den Hund später ein Ruheort sein soll, also Spielzeug und Selbstbeschäftigung im voraus weg. Da war ich auch ganz bei ihm. :eek: Es war dann so und ist auch noch heute so, dass es nur unterwegs Spaß und Beschäftigung gibt. Nur mit mir und wenn Spielzeug, dann auch nur mit mir. Bei meinen Welpen war dann wirklich Ruhe im Haus. Weil sie draußen endsprechend ihres Alters ausgelastet wurden und auch den angestauten Stress, sowie die berühmten fünf dollen Minuten ablassen konnten. Zuhause war dann Kuschel- und Kontaktliegenzeit.

Beim ersten Welpen tat mir der Besuch des Trainers im Vorraus der Welpengruppe auch richtig gut. Unser damaliger Trainer sagte er komme vorbei wenn der Welpe eingezogen ist und gibt uns für Zeit bis zum Anfang der Welpengruppe die ersten Tipps an die Hand. Damit, genau wie Yari schrieb, nicht ein Fehler nach dem anderem passiert. Ich finde es richtig. Das sollte von viel mehr Trainern gemacht werden.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#9
ja, jeder wie er will... ich finde das ziemlich realitätsfern.

Bei uns zumindest hat sich nix erschoben. Yari hat auch nie nur irgendwelche Möbel angefasst... Koda zeigt da auch keine Tendenzen, da er stets Alternativen hat und hatte! Zu mal man nicht immer direkt am Tatort ist, könnte ich das so gar nicht leisten. Ich hab ne Familie mit zwei KIndern und Ehemann, da dreht sich nicht immer alles um den Hund und ja, der muss sich auch mal mit sich selbst beschäftigen können!

Spielartikel habe ich auch keine oder kaum rumliegen. Weil die sonst irgendwann uninteressant werden, das soll schon ein Highlight sein, wenn die auftauchen und genau so verschwinden die dann auch wieder!

Ein Welpe soll sich nicht allein beschäftigen, oder bespaßen. Dazu bin ich da. Was ich total unterstreiche. Es geht um sofortige Bindungsarbeit. Wozu sich mit dem Menschen beschäftigen wenn man genügend Material hat um sich selbst zu bespaßen und Freude zu erfahren.
Finde ich irgendwie befremdlich.... so zieht man sich ein unselbständiges Wesen heran, was gerade der Aussie eigentlich nicht ist zu mal er zum Selbstdenken gezüchtet wurde.... der fragt nicht erst bei Mama nach wenn er ein Rind hütet!
 
Dabei
7 Sep 2012
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#10
... der fragt nicht erst bei Mama nach wenn er ein Rind hütet!
Doch tut er schon, sonst wüßte er nämlich nicht was er mit dem Rind anstellen soll... Der Hund muss wissen, WAS er mit dem Rind machen soll und dieses WAS sagt ihm der Handler. Ansonsten würde der Hund ziemlich ratlos für dem Vieh stehen. Selber denken tut er natürlich auch, denn er muss wissen, wie er die Vorgaben des Handlers umsetzt.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#11
Finde ich irgendwie befremdlich.... so zieht man sich ein unselbständiges Wesen heran, was gerade der Aussie eigentlich nicht ist zu mal er zum Selbstdenken gezüchtet wurde.... der fragt nicht erst bei Mama nach wenn er ein Rind hütet!
Ich finde zu einem gewissen Grad muss man einen Hund zur Unselbständigkeit erziehen und dass fängt beim Welpen an. So kann er meiner Meinung nach im Erwachsenenalter mehr Freiraum genießen und sich in der Arbeit Kopfmäßig richtig auspowern. Das Selbstdenken, oder besser das Mitdenken kommt nicht zu kurz. Man zieht Grenzen und zeigt dem Hund klare Regeln in dem er sich zu bewegen hat. Das schließt, das Selbstdenken ja nicht aus.
Nö, ich finde nicht, wenn der Alltagswahnsinn Zuhause um sich greift, dass Hunde sich in den Wohnräumen selbst beschäftigen müssen. Das ist, dass sich langweilen können. Dann wird friedlich geschlafen, oder gedöst. In dem Wissen, dass ihre Zeit wo sie dran sind kommt. Deine bekommen doch sicherlich auch ihre Zeit am Tag wo es raus geht?


@Aussiewolf: du meinst diesen typisch fragenden Blick, oder?
 
Dabei
5 Jul 2018
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#12
Hallo ihr Lieben... danke für die vielen Antworten. Hab ne kleine Idee gehabt ihn einzubremsen, wenn er wirklich nicht runterkommt

Hab auch schon oft und viel gelesen und gehört, dass Zuhause der Ruheort sein soll. Natürlich ist er noch klein und da ist alles mega interessant und da kann nicht alles auf Fingerschnippen klappen (muss und soll ja auch nicht) aber wenn der Kleine zwei Stunden lang so am Rad dreht, dass seine Augen blutrot und sein Bäuchlein knalleheiß sind, finde ich das nicht mehr normal. Wenn er wieder so extrem über sein Limit schießt darf er auf meinen Schoß. Oft kommt er da dann total schnell zur Ruhe. Runter darf er dann erst, wenn er wirklich entspannt. Das klappt sehr gut. Meistens legt er sich dann irgendwohin und kaut auf seinem Kauknochen o.ä. das ist super. Manchmal schläft er sogar ein.

Deine Idee mit dem Kauknochen hinhalten und ihn knabbern lassen haut auch für paar Sekunden hin (nichg länger als 2 Minuten), dann fängt er an wie irre seinen Schwanz hinterher zu jagen. Das ignoriere ich. Wenn er gar nicht aufhört (also wirklich 10 oder mehr Minuten mit seinem Schwanz beschäftigt ist), dann lenke ich ihn ab mit Sitz oder Platz und das wird dann belohnt. Ich weiß nicht ab wann da eine Verhaltensstörung bei rauskommen kann.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#13
Wenn er dazu neigt, 10 Min. + seinen Rute zu jagen, würde ich das deutlich früher unterbrechen, sonst könnte da tatsächlich eine unschöne Marotte drauß werden. Also in einer solchen Länge, kenne ich das bislang nicht. Da hilft nur Ablenken und ihm eine Alternative bieten.
Und das mit dem Schoß ist eine sehr gute Maßnahme. Streicheln u. massieren entspannt u. fördert ganz nebenbei die Bindung u. das Vertrauen. Da kann man da gleich auch mal Ohren begutachten, Pfoten anschauen u. Beine etc. abtasten. Auch mal einen Moment festhalten und/oder hochheben u. schon hat man auch gleich die Basis eine Medicaltrainings.

PS: Ich muss jetzt mal sagen, das bei allen meinen bislang 5 Aussies hier (welpengeeignetes) Spielzeug und Knabberzeug zur freien Verfügung stand. Keiner hat hier über die Uhr mit dem Spielzeug herumgetobt etc.pp. Meine Welpen hatten über Nacht in der Box immer ein Kuscheltier etc. mit dabei. Auch aktuell steht hier ein Korb voller Spielis herum. Aber dafür interessieren sie sich nicht groß, auch wenn ab- und an mal damit herumgelaufen wird (die Kleine ist jetzt 1,5). Sobald ich aber das Spieli in die Hand nehme, ist es interesssant. Es gibt natürlich auch (Trainings-) spielzeug das nie zur freien Verfügung steht, wie Aportel, bestimmte Bälle, Schwimmspielzeug etcpp.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#15
Meine Hunde hatten und haben immer Spielzeug zur freien Verfügung und auch immer einen Kauknochen.
Grade Ilai nutzt das bis heute, wenn er sehr aufgeregt ist und nicht weiß, wohin mit sich, nimmt er ein Spielzeug ins Maul und beruhigt sich damit sehr schnell.
Vorm Schlafen hat er früher grundsätzlich am Knochen genagt und bis heute kriege ich beim Aufstehen ein Kuscheltier in den Schoß gelegt.
Unaufdringlich, ohne Aufforderung zum Spiel, er bringt es mir, lässt sich kurz Kraulen und zieht dann wieder von dannen, schläft entweder weiter oder beschäftigt sich mit Finn.
Und die beiden beschäftigen sich viel miteinander und nutzen dann auch Spielzeug, zerren dran, jagen es sich ab (wobei Finn grundsätzlich die Oberhand behält,trotzdem gab es noch nie wirklich Streit ums Spielzeug.)
Ich finde das völlig normal und auch wünschenswert.
Meine Hunde müssen sich nicht permanent langweilen, wenn ich mich nicht mit ihnen beschäftige, die dürfen miteinander toben und auch allein mit Spielzeug.
Und die dürfen sich was zum Kauen holen und sich damit befassen.
Ich muss nicht 24/7 der Mittelpunkt ihrer Welt sein, so lange ich immer ihnen immer über alles andere gehe, wenn ich ihre Aufmerksamkeit haben will.
Die spucken sofort alles aus, wenn ich mich stattdessen mit ihnen beschäftige.
Aber ich würde nie verlangen, dass ich ihre einzige Beschäftigung bin.
Dann müsste ich ihnen ja ebenfalls das Schnuppern draußen verbieten oder ihr Miteinander.
 

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