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Welpe findet keine Ruhe

Dabei
15 Feb 2017
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#1
Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ihr habt vielleicht einige Tipps für mich, die ich sinnvoll anwenden kann.
Ich habe einen 10 Wochen alten Welpen zu Hause. Momentan habe ich den Eindruck wir befinden uns nur im Machtkampf.
Schlimm ist es vor allem nach dem Gassi gehen, der Hund ist wahnsinnig aufgedreht, findet kaum zur Ruhe und zerstört in meiner Wohnung einfach alles. Angebote mit ihrem Spielzeug (und ich habe versucht ihr Spielzeug interessant zu machen) lehnt sie konsequent ab, beißt dann lieber mich oder weiterhin in das Sofa. Aus diesen Situationen komme ich nur sehr schwer raus. Anfangs habe ich versucht, nur positiv zu belohnen und das negative zu ignorieren. Damit scheitere ich aber kläglich, sie fühlt sich nur noch mehr angestachelt. Unterbreche ich den Sozialkontakt und gehe kurz aus dem Raum, sitzt sie schon wieder auf dem Sofa und zerstört Kissen. Sie darf grundsätzlich nicht auf das Sofa.
An die Box versuche ich sie zu gewöhnen, allerdings geht sie dort nicht von selber hinein. Allgemein habe ich den Eindruck, sie findet hier nicht so richtig ihren Platz. Sie schläft mal hier, mal da. Nachts liegt sie in der Box, diese ist dann zu.
Diese Phasen habe ich über den Tag verteilt ca 5 mal a 40-50 Minuten. Ich bin so langsam echt verzweifelt, bin alleine für den Hund verantwortlich und habe ja auch nicht ewig Urlaub. Eine Hundetrainerin hatte ich bereits, jedoch haben mir ihre Tipps leider nicht weitergeholfen. Ich hatte den Eindruck sie versteht meine Problemstellungen nicht.
Vielleicht könnt ihr mir nochmal helfen? Ich bin wirklich fast am Ende mit den Nerven.

Viele Grüße
Orchidee
 

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Dabei
7 Apr 2016
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#3
Also ich finde die Box grundsätzlich gut zum Runterfahren. Sam konnte als Welpe auch nicht in die Ruhe finden und sobald er in der Box war schlief er nach 3 Minuten. Und was das Sofa angeht, da würde ich immer wieder (!) Unmissverständlich klar machen was sie darf und was nicht. Sam war auch kein Hund der mit diesem, ich nenne es mal überspitzt "positiven Türülü" erzogen werden konnte. Da muss man schon etwas deutlicher werden in manchen Situationen, dann versteht der Hund auch, was man von ihm will- natürlich dem Hund angepasst. Weg vom Sofa und alternativ einen festen Platz anbieten (Körbchen oder Decke oder was auch immer). Hier könnte man dann ruhig positiv mich Leckerchen verstärken, damit der Platz attraktiv wird für die Kleine. Ansonsten: Ohren steif halten... so n Welpe ist eben anstrengend ;)
Vg

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Dabei
10 Mrz 2014
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#4
Mal nur eine Überlegung, warum gehst du aus dem Raum? Ich habe Lassie entfernt. Das hatte den Vorteil sie hatte dann nur noch den Gang zur Verfügung, war allein und alles was sie "protestieren" konnte war winseln, Bellen.
Ich denke du siehst es gerade richtig. Dein Hund ist angekommen. Es ist mehr oder weniger Machtkampf, die Frage wie bekomm ich Aufmerksamkeit, wie kann ich Langweile verhindern......... .
Lies dich durch die oberen Links und schau was bei dir am besten passt. Dann führe es ohne schlechtes Gewissen und mit der Überzeugung durch das dein Welpe es lernen muss. Die meisten machen dies durch und es wird, wenn man daran arbeitet, auch irgendwann besser.
 
Dabei
14 Jan 2017
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#5
Vasco findet seine Box zwar ganz gut, aber sie muss offen sein. Ansonsten jault er erstmal eine Zeit lang rum ;) Da ich sie am Anfang noch nicht hatte, hab ich ihn dafür wenn ich am PC saß (was abends meistens der Fall ist^^) auf der Decke, die ich dann meistens um meine Beine wickel, Platz machen lassen. Dort schlief er dann meistens auch recht schnell ein. Da er auch mit im Bett schlafen darf, ist das für ihn eine Ruhezone. Am Anfang war er manchmal so überdreht, dass er nicht schlafen wollte. Dann hab ich ihn auf das Bett gesetzt und dort war dann Ruhe (er kann zwar runter und hoch springen, macht es zum Glück aber meistens nicht, die Gelenke danken ;) ).

Inzwischen legt er sich jetzt meistens zu meinen Füßen hin, wenn er schlafen will und wechselt dann manchmal von dort aus den Platz (oder er geht mit den Vorderfüßen aufs Bett und zeigt dadurch, dass er drauf will^^). Ich finde das vor allem nützlich für das Büro, da er dort nun auch meistens um meine Füße rum schläft (und schlafen kann).

Die Phasen wo er voll aufgedreht war, hatte er übrigens am Anfang auch manchmal. Lösung war dann bei mir irgendwann das aufs Bett setzen ;)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#6
Definiere doch mal Dein Gassigehen näher. Wie lange? An der Leine? Wo? Das klingt für mich momentan nach einem überforderten Welpen. Ich habe gerade selber einen Welpen in dem Alter, aber hier gibt es weder Box noch wildes Beißen o.ä., wobei hier natürlich auch gespielt und getobt wird u. das Puppily auch mal seine 5 Min. hat.
 
Dabei
15 Feb 2017
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#7
Mein gassigehen ist unterschiedlich. Häufig gehe ich nur in den Hinterhof auf eine kleine Wiese. 3 mal gehen wir etwa 10 Minuten ein wenig vor der Haustür spazieren. Sie ist dabei an der Leine. Dort ist eine kleine Grünfläche mit Bäumen. Ich bin zwischen dem Überfordert und Unterfordert auch sehr hin-und hergerissen. Wenn es nur 5 Minuten oder von mir aus 10 wären, würde ich das Verhalten ja als völlig normal ansehen. Aber momentan gehen diese Phasen einfach so lang. Und ich bin quasi nur am hin- und herspringen. Ich möchte auch mal den Haushalt oder andere Dinge machen, und sie gepfegt ignorieren, damit sie lernt auch mal sich allein zu beschäftigen oder zur Ruhe zu finden. Naiverweise habe ich mir das Thema einfacher vorgestellt. Da man ja immer sagt, Welpen schlafen viel und verarbeiten dadurch ja auch erlebtes. Sie schläft am Tag vielleicht 3-4 Stunden. In der Nacht um die 6-7 Stunden.
Da ich alleine wohne, ist die Situation natürlich noch angespannter, da ich die Aufsicht nicht mal eben abgeben kann....
Alles in allem macht mir die momentane Situation sehr zu schaffen. :(
 
Dabei
29 Dez 2012
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#8
Das heißt sie kommt insgesamt auf etwa 10h Schlaf am Tag?
Ob du mit einer Box arbeitest oder sie anderweitig einschränkst ist erstmal egal, aber Welpen brauchen 20-22std schlaf am Tag.(dazu zählt auch ruhen)
Wenn sich der Schlafmangel erledigt hat sollte sich der Rest auch bessern.

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Dabei
5 Sep 2014
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#9
Erstmal, das ist kein Machtkampf zwischen euch :-D Es ist einfach ein kleiner Welpe der überdreht :) Und zweitens es wird besser...

Ich würde dir einfach raten, wenn sie mal wieder hochfährt und die Situation wieder so stressig und hin und her ist, einfach kurz aufrichten, Augen schliessen und wirklich tief durchatmen. Ich weiss das hört sich so nach Hippie-Gelaber an, aber so ein kleiner quirliger Welpe kann einen echt mitreissen und wenn man euch wahrscheinlich von aussen zusehen würde, sähe aus wie eine schnellgespulte Episode von Tom & Jerry die sich im Kreis jagen ;-) Also kurz alles ausblenden, tief luftholen und dann einen Überblick verschaffen und eingreifen.

Dann würde ich auch schauen dass die Kleine mehr Ruhe bekommt tagsüber, klar das möchtest du ja auch und es klappt noch nicht so. Also überleg dir mal so typische Situationen (wie du schreibst, nach dem Spaziergang etc.) und versuch es anders zu machen. Vielleicht helfen strikte Rituale. Bei uns gab es nach dem Spaziergang immer was zu Kauen im Wohnzimmer... das hat sich einfach so eingeschlichen und funktionierte recht gut. Abends um viertel 9 drehte sie dann nochmals richtig auf und kläffte mich auf dem Sofa an. 2-3x hat sie das gemacht, da hatte ich genug, hab sie gepackt und kommentarlos in die Box gesteckt. Das lief ein paar Tage so und dann war es gegessen.

Es gibt also nicht für jede Situation eine geeignete Lösung, sondern da musst du selbst etwas finden wie es für euch funktioniert... Einfach mal ausprobieren und vorallem mehrmals versuchen... Sie ist ja erst 10 Wochen alt, also noch nicht lange bei euch. So lange kannst du noch gar keine Strategie ausprobiert haben ;-)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#10
Also Machtkämpfe wirst Du bei einem 10 Wochen jungen Welpen definitiv nicht haben! Das ist ein Baby, ein kleines Hundekind und kein Donald Trump im Hundefell!
Was hat denn Deine Hundetrainerin geraten? Und wie sieht der Tag aus, wenn Dein Urlaub demnächst zu Ende ist?
Und wenn Dein Welpe nicht auf das Sofa soll und Kissen zerreißt... Sorry, aber wenn Du den mit 10 Wochen nicht davon abhalten kannst, wie willst Du dann einen Hund erziehen?
Der Hund dreht auf und beißt und Du verlässt den Raum... Was soll der Hund daraus lernen? Wenn er einen auf "Wilde Sau" macht, dann haut sie ab und er hat sein "Reich" für sich? Überleg doch mal, wie das aus Sicht des Hundes aussieht. Scheinbar bist Du völlig gestresst u. genau das macht die Lage noch schlimmer (Stimmungsübertragung).
Was er braucht ist Deine Ruhe und Souveränität, Dein Sicherheit in der neuen Umgebung, den neuen sozialen Umfeld, den neuen Geräuschen und Gerüchen. Er braucht Regeln und Grenzen, einfach einen Fahrplan in sein neues Leben und Du bist seine Fremdenführerin.
Ich mag keine Boxen, auch wenn sie in manchen Fällen toll sind, missbrauchen viele sie als Aufbewahrungsort... Ideal wäre z.B. einen Laufstall mit (offener) Box als Rückzugs und Ruhepunkt, wenn Dich der freilaufende Welpe in der Wohnung (noch) überfordert.
Gut ist es auch, mit dem Welpen zusammen zur Ruhe zu kommen, mit Kuscheln, Streicheln, Massagen. Das setzt Bindungshormone frei und schafft gegenseitige Ruhe, Bindung und Vertrauen.
5-10 Min. ausschließlich an der Leine und scheinbar immer in der gleichen Umgebung... tja, wem wäre da nicht langweilig? Selbstverständlich ist es wichtig, den Welpen nicht zu überfordern, aber ihn auch so reizarm und eintönig aufwachsen zu lassen, wirkt sich auch kontraproduktiv aus. Mein Welpe geht morgens mit zu den Schafen u. einen kleine Runde mit meiner ausgewachsenen Hündin, ohne Leine. Sie kann schnüffeln und gucken u. zwischendurch übe ich mit ihr Abrufen. Dabei wird sie zeitweise getragen damit es ihr nicht zuviel wird. Oder aber wir gehen eine kurze 10-15 Min. Runde und anschließend bekommt sie ihr Futter u. bleibt im welpensicheren Flur allein, damit ich mit meiner Großen eine längere Runden gehen kann. Sie muss sich von Anfang an hier in den Alltag integrieren. Bis zum Mittag ist hier Ruhe angesagt, aber sie kann sich frei in der Wohnung bewegen. Sie ruht, sie schläft, aber sie spielt dabei auch mal eine Runde oder watzt hier mal durch die Wohnung oder draußen auf der Terrasse herum oder schaut was ich mache u. liegt dann bald schlafend daneben.
Nachmittags fahren wir immer mal woanders hin und sie kann noch mal unangeleint einen kleinen Gang machen, wir suchen uns eine interessante Stelle oder einen warmen Fleck in der Sonne u. chillen einfach eine Weile dort, fügen mal eine Übung wie Sitz oder Platz oder Abrufen ein oder die Kleine erkundet einfach die Umgebung, während ich darauf achte, das wir ungestört bleiben.
In den nächsten Tagen kommen dann auch mal kleine Runden an der Leine im Dorf hinzu.
Danach bleibt sie in ihrer Box im Auto und ich gehe mit der Großen eine Runde spazieren. Ich habe mit meinem Handy Videos gemacht u. geschaut was sie macht: sie legt sich hin u. schläft innerhalb von Minuten ein.

Einzig die Nacht verbringt sie in einer Gitterbox neben meiner Box, hauptsächlich, damit die Große ihre Ruhe und Sicherheit hat, ungestört schlafen zu können. Meist meldet sie sich einmal in den frühen Morgenstunden und geht dann raus in den Garten zum pinkeln. Danach geht sie von allein wieder auf ihren Schlafplatz u. schläft meist bis 7.30 h weiter.

Sie ist da keine Ausnahme. Meine bisher 5 Aussies waren da als Welpe alle nicht viel anders u. 2 Wurfschwestern habe ich zusammen aufgezogen.
 
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Dabei
10 Mrz 2014
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#11
Unter "Machtkampf" verstehe ich nicht die Übernahme der Regierung, sondern auch Grenzen austesten. Wie du siehst, ist es sehr unterschiedlich wie mit den Welpen umgegangen wird. Du musst für dich eine passende Form finden. Und das wirst du schaffen.
 
Dabei
24 Aug 2016
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#12
Ich hab am Anfang auch die Box ziemlich oft genutzt, da wir erstens keine Türen in der Wohnung haben und zweitens die Katzen hier ständig unterwegs sind. Auch wenn sie sich mal hingelegt hatte, kam entweder eine Katze um die Ecke oder ich musste aufstehen, schon tigerte sie hinterher... Streicheln oder gar massieren ging gar nicht (vielleicht hatte ich auch die falsche Technik...), da fing sie erst recht an zu beißen, kläffen und zappeln. In der Box war dann nach ein, zwei Minuten randalieren Ruhe, wenn sie merkte das nutzt nix, wars schnell langweilig, dann schlaf ich eben. Ganz ehrlich: sie geht nie freiwillig in die Box zum schlafen, nackter Fußboden ist ihr lieber. Aber wenn ich sie reinstecke, fährt sie sehr schnell runter und ich kann sie wieder rauslassen damit sie sich ein eigenes Schlafplätzchen sucht, oder wenn zu viel Umtrieb in der Wohnung ist, lass ich sie für ein Stündchen drin und sie pennt da. Mögen tut sie die Box als Zufluchtsort schon, da alles, was sie ungestört kauen möchte, sofort reingeschleppt wird und drin verspeist :D Jetzt brauch ich sie nicht mehr so oft, mal einen Tag gar nicht, dann wieder zweimal, je nachdem, wieviel los war. Ich merke es immer daran, wenn sie "wandert" und ich mir sicher bin dass sie nicht pieseln muss. Meist kommt sie aber schon gut alleine runter (ist jetzt 16 Wochen alt).
ich finds am Anfang auch schwierig, den Unterschied zwischen Unter- und Überforderung zu erkennen, aber das kommt mit der Zeit. Einfacher ist es, wenn man schon Kinder hat. Das sieht ziemlich ähnlich aus wenn ein Zweijähriger oder ein Welpe total drüber ist ;)
 

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