Welpe zeigt starke Übersprungshandlungen bei Stress

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3 Feb 2021
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#1
Hallo an alle,
ich würde mich sehr über Eure Ratschläge bzw einen Erfahrungsaustausch freuen! Meine kleine Hündin (9,5 Wochen) lebt seit 1,5 Wochen bei mir (Labbi/Aussi-Mix). Ich lebe in der Stadt, 1. OG mit entsprechenden Reizen extern sobald ich für jede Pipi-Runde das Haus verlasse. In der unmittelbaren Umgebung gibt es Plätze zum Lösen jedoch nie in absoluter Ruhe. Sie macht dies tapfer mit, zeigt jedoch m. E. starke Übersprungshandlungen in der Wohnung ( morgens und abends tendenziell am stärksten). Rute jagen und Flanken beißen, zerstörungswut Gegenständen gegenüber) tauchen am extremsten auf. Ich unterbinde dies sofern möglich sofort mit Ablenkung....klappt nicht immer....ich habe nach Rücksprache mit meinem Hundetrainer nun begonnen auszuprobieren, in welchem Grad ich ihre offensichtliche und absolut nachvollziehbare Überlastung aufgrund aller Umstände ( grade erst Einzug, Trennung Züchterumgebung, Reizüberflutung Innenstadt, usw) kompensieren kann mit geistiger Auslastung zuhause. Sie arbeitet super mit, ich bin aber sehr unsicher , ob dieses nicht wiederum total überlastend ist: Beispiel gestriger Tag: Pipi-Runden entsprechend (alle 2h und nach Bedarf hinsichtlich fressen, spielen und co). In den aufgedrehten 5 Min (deutlich länger und auch immer wieder) habe ich gespielt (semi interessiert), Sitz und Platz geübt, Hand Touch oder auch Schnüffelteppich....puh! Eigentlich viel zu viel wie ich lese und höre in dem Alter! Danach ist sie dann aber entsprechend ruhig - kein Wunder! 5 Min spazieren je Lebensmonat wie man sagt, funktioniert einfach nicht aufgrund der Umstände. Ich will sie kein bisschen überfordern! gibt es Welpen, die auch in diesem jungen Alter mehr brauchen als 5 Min Walk und 5 Konzentration bzw Training am Tag? ich kann diese Gradwanderung zwischen Über und Unterlastung nicht bewerten zum jetzigen Zeitpunkt. Mein Eindruck nach dieser kurzen Zeit!!! ist, dass sie am besten auf durch Kopfarbeit zur Ruhe kommt, alles andere hat nicht funktioniert. sie ist noch so klein und ich möchte einfach alles richtig machen. Kennel ist vorhanden, Gewöhnung daran passiert laufend ganz langsam. Mein Gefühl sagt, gegen jedwede Ratschläge in Sachen welpenerziehung, dass ihr diese viele Arbeit im Kopf trotz des jungen Alters hilft zur Ruhe zu kommen. Ich freue mich über Tipps und Feedback jeglicher Art! Danke und LG aus K sendet Anna
 
Dabei
7 Sep 2012
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#2
Meine Güte! Fahr mal runter und komm selber erst mal zu Ruhe!!! Du hast da keinen Problemhunde, sondern einen Welpen! Ein Baby!
Kopfarbeit... lass den Welpen erst mal ankommen und sich eingewöhnen. Findet euren Rythmus.
Ich verstehe immer nicht, das die Leute immer glauben, ein Welpe kommt ins Haus und pennt erst Mal 20 h.
Die hat daheim mit ihren Geschwistern herumgetobt und klar hat die ihre 5, 10 oder 15 Minuten u. auch mehrmals am Tag.

Wieso klappen 5 Min. Spaziergänge "aufgrund der Umstände nicht"? Was soll das bedeuten und was macht ihr dann?
 
Dabei
3 Feb 2021
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#4
Danke fürs schnelle Feedack! Es geht kein bisschen darum, dass der Hund permanent schlafen soll oder nicht Baby sein darf!!! Meine Frage war lediglich, ob ich hier helfe runterzukommen mit Kopfarbeit. Es scheint ihr zu helfen. Ansonsten freue ich mich über Tipps was ich ihr gutes tun kann in einem Stressmoment. Sie einfach ihren Übersprungshandlungen zu überlassen fühlt sich nicht richtig an. Ablenken mit Spielzeug klappt 1 Min dann gehts weiter mit Stressabau. meine Couchbeine sind mir dabei Wurscht, geht mir nur um den Hund und die fehlende Ruhe für sie in dem Moment. Danke und LG
- mit den 5 Min Gassi gehen meinte ich, dass jede Pipi-Runde entsprechend dauert und aufregend ist, und ich damit schon die empfohlenen 10 Min am Tag locker überschreite
 
Dabei
7 Sep 2012
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#5
Woran machst Du fest, das das Stress ist? Jeder Welpen hat diese dullen 5 oder 10 oder 15 Min. Das hat mit Stress absolut gar nichts zu tun. Der eine tobt wilder, der andere tobt nicht so wild.
Und Runterkommen wirst Du nicht durch "Kopfarbeit" erreichen! Im Gegenteil. Kein Welpe der Welt braucht mit 9,5 Wochen Kopfarbeit!
Gib ihr z.B. was zum Kauen. Kauen beruhigt. Und lies dich mal durch die anderen Threats, da sind eine Menge Tipps drin.

Und das mit der Pipi-Runde paßt doch. Gemeint sind 5 Min. "strammes gehen an der Leine". Wenn das unterbrochen wird von lösen, schnüffeln, gucken & Co. zählt das nicht zu den 5 Min.
 
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3 Feb 2021
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#6
es geht hier wirklich um das Rute-Jagen, Flanken beißen und nicht um Toben durch die ganze Wohnung! Toben soll sie wie sie es braucht ! ich gebe ihr Dinge zum Kauen ( Spielzeug ist leider in diesen Momenten nicht so spannend und der Kong schnell leer). Habe ihr eben ein Kaninchenohr gegeben, fand sie toll und hat sich beruhigt für den Moment. Ich werde versuchen mich zu beruhigen, den Hund dennoch zu beobachten im Sinne von wiederholter bedenklicher Aktionen und versuchen sie aus der Situation zu holen. Das Brummkreisel-Thema z. Bsp. hat für mich nichts zu tun mit den völlig normalen Minuten (wie viele auch immer) eines Welpen in dem Alter. Das muss nicht aber kann wenn es so bliebe und sich manifestiert kann eine Zwangsstörung werden und dies werde ich nicht sehenden Auges hinnehmen. ganz lieben Dank für die schnellen Infos und ich lese jetzt die Chats zu dem Thema! LG aus K
 

FrauRossi

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26 Mai 2015
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#7
Da du in der Stadt wohnst: Hat der Hund denn die Möglichkeit irgendwo draußen einfach mal frei zu rennen und sich auszutoben?

5 Minuten meint nur, wie Aussiewolf schon beschrieben hat, konzentriertes Gehen an der Leine. Das heißt nicht dass ihr nicht länger auf ner Wiese oder so draußen die Welt erkunden könnt und sollt.

Kopfarbeit würde ich fix wieder sein lassen.

Kann schon sein dass dein Hund das Verhalten zeigt weil er etwas drüber ist, weil er die ganzen neuen Eindrücke noch nicht einsortieren kann. Dem würde ich eher nicht mit noch mehr Eindrücken begegnen.

Die dollen 5 Minuten sind aber normal auch wenn sie dabei mal den eigenen Schwanz jagen.

Blöd gefrag: Tierärztlich ist alles abgeklärt? Parasiten? Würmer? Alte Verletzung? Kratzer von den Geschwistern? Sonstiges?
 
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3 Feb 2021
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#8
Das Thema frei laufen ist tatsächlich ein Thema...geht hier unmittelbar nicht wirklich zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund von Strassen und Verkehr. Los lassen im Park ( gegenüber andere Strassenseite jedoch überschaubar gross und besagte Straße dazwischen, nur eine kleine und eigentlich ruhige Straße aber ein Auto reicht.....) wollte ich sie bis jetzt nicht. Später natürlich immer und mehr als gerne. Habe eine leichte Schleppleine am Tier aber auch die reicht ihr nicht vom gewünschten Gehoppse und Gespringe - sehr zu recht würde sie gerne mehr! Auto fahren üben steht als nächstes an und ab dann habe ich super Möglichkeiten, sie entsprechend frei und fröhliche ohne Leine draußen toben und rennen zu lassen, sie mit zu meinem Islandpferd zu nehmen usw.. Das fehlt ihr wahrscheinlich am meisten! Danke Euch sehr! Das Thema Kopfarbeit werde ich auf ein Minimum beschränken. Genau diese Unsicherheit hatte ich ob ich das richtige oder falsche tue und aus diesem Grund auch meine Fragen hier. Ihr habt mir sehe geholfen! Hundetrainer kommt morgen vorbei kurz und TA Termin steht eh an. Beim Züchter bzw. dessen TA wurde bei der Erstuntersuchung vor 2,5 Wochen alles für sehr gut befunden....ich lasse unseren TA des Vertrauens drauf schauen. LG aus K
 
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7 Sep 2012
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#9
Kaninchenohren sind ja eher winzig. Gib ihr ruhig mal etwas größeres, ein Rinderohr, Kopfhautstange, sehr beliebt bei uns Kaffeeholz o.ä. Dann läufst du auch nicht Gefahr, das sie das mal auf Ex runterschluckt u. sie hat länger was vom Kauen. Sie soll es natürlich nicht alles auffressen, sondern Stück für Stück Vorteil: Du kannst gleich auch mal das Aus u. Abgeben üben. Das wäre z.B. mal an "Kopfarbeit" die Du tatsächlich in solchen Momenten mit ihr machen kannst.
Schwanzjagen ist auch völlig normal und gibt sich normalerweise von alleine. Wenn sie es arg treibt, ist es richtig, sie dabei zu unterbrechen u. anderweitig abzulenken.
Autofahren üben... Gute Züchter üben so etwas schon mit den Welpen bei sich Zuhause. Bei den allermeisten braucht man da auch nicht groß üben, sondern einfach: machen.
Da wäre mir die 1x tägliche Möglichkeit das sie sich bei Deinem Pferd mal so richtig auslaufen u. toben kann wichtiger. Und wenn sie Autofahren mit anschließend darf ich toben verknüpfen (u. das geht meist sehr schnell), dann wird sie sehr bald mit Begeisterung Auto fahren.
Ich habe meinen Welpen vom 1. Tag an im Auto mitgenommen. Allerdings war sie mit 8 Wochen schon eine geübte Autofahrerin mit ihren Geschwistern u. der Mama.

Ansonsten immer zu empfehlen: ein gutes Welpenbuch. Der Cadmos Verlag hat da wirklich gute Bücher im Angebot.
 

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