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Welpensozialiserung beim Züchter - Was ist zuviel? Was zu wenig?

Dabei
5 Mai 2012
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#1
Ich finde wichtig WIE genau die Welpen sozialisiert werden. Gibt es nur ein "Bällebad" im Garten des Züchters oder geht der Züchter auch ins Dorf / Stadt, an den Bahnhof, Baumarkt, Wildpark....etc.pp. Es gibt einen Whippet Züchter, der macht das wirklich großartig und man kann alles im Welpentagebuch nachlesen. Das finde ich wirklich beeindruckend wie die Welpen da auf ihr späteres Leben vorbereitet werden. Wenn ich Whippet Fan wäre, würde ich auf jeden Fall einen Welpen davon nehmen.
Auch finde ich es wichtig, wie das Sozialverhalten der Welpen ist. Leben beim Züchter mehrere Generationen, sodass die Oma, die Tante etc. sogar miterziehen dürfen....
 

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Dabei
15 Jun 2008
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#2
Etwas Off Topic - aber das liegt mir am Herzen ... Heutzutage wird mMn viel zu viel vom Züchter und vom Welpen (!!) hinsichtlich der eigentlichen Sozialisierung erwartet. Beim Züchter sollen die Welpen im Schutze ihres Rudels mit dem vertraut werden, was einmal außerhalb (!!) ihres behüteten Lebens auf sie zu kommen kann. Das sind Menschen, Artgenossen, andere Tiere und verschiedenste Gerüche, Geräusche und Reize. Dabei sollen die Welpen aber Welpen bleiben dürfen und nicht von A nach B gezerrt werden. Denn wenn man auch noch so viel in den zwei bis drei Wochen, die höchstens beim Züchter dafür zur Verfügung stehen könnten abklappert, so werden noch tausende an anderen Situationen, Orten, "Ungeheuern" etc. nicht getroffen werden können. Ist in der Prägungsphase (4.-7. Woche!!) beim Züchter daheim (!) ein solider Grundstein des sich behütet fühlens und Mut entwickelns gelegt worden, wird der Welpe mit einem souveränen Besitzer in der anschließenden "Spooky-Phase" in der Sozialisierung jedwede uU Angst einflößende neue Situation (und in genau dem Alter sind diese Situationen schier unendlich ;) ) mit einer guten Erfahrung meistern. Bitte erwartet nicht zu viel von einer Phase, die das gar nicht leisten kann und darf. Lasst eure Welpen Babies sein und leitet sie später souverän durch ihre "unheimliche" Umwelt zu selbstbewussten Kids an. Von den möglichen Infektionsgefahren an Orten wie Wildgehegen, Bahnhöfen uä möchte ich erst gar nicht reden bei so Zwergen ... Da die Nachfrage nun mal oft genug das Angebot steuert befürchte ich, dass viele Züchter sich gedrängt fühlen, die Welpen mit Reizen zu überfluten. Das gute alte Bällebad, die Wippe, ein alter Baumstamm, unterschiedlichste Untergründe uä fördern Körpergefühl, Balance, Mut und Denkvermögen bei den Babies. Damit und mit positiven Erfahrungen mit Mensch und Tier daheim im vertrauten Rudel, sind sie bestens gewappnet, später mit ihrem Menschen die abenteuerlichsten Situationen zu meistern. OT-Ende ... :D
 
Dabei
5 Mai 2012
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#3
Bei dem von mir genannten Beispiel bzw. die Zucht, bleiben die Welpen von vornerein 12 Wochen (!!!) beim Züchter.
 
Dabei
22 Mrz 2013
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#4
Ich muss mich da Elke anschließen.
Meinen Welpen kann ich selbst sozialisieren.
Mir ist beim Züchter die wohlbehütete Kinderstube am wichtigsten, alle andere mache ich!!!
 
Dabei
15 Jun 2008
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#5
Bei dem von mir genannten Beispiel bzw. die Zucht, bleiben die Welpen von vornerein 12 Wochen (!!!) beim Züchter.
Ok - das wäre vielleicht nochmals ein drittes Thema wert lieber Mod :D "Vor-/Nachteile früher (8 Wochen) oder später (12 Wochen) Welpenabgabe" Sonst verzetteln wir uns hier, da wir sonst Äpfel mit Birnen vergleichen.
 
Dabei
5 Mai 2012
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#6
um Gottes Willen ich wollte jetzt nicht damit sagen, dass man innerhalb von 8 Wochen das volle "Hardcore" Programm durchfahren sollte... ;) ;)
ABER ich denke schon, dass man auch in 8 Wochen die ein oder andere Sache außerhalb des vertraueten Reviers begutachten sollte ;) nicht alles was von mir oben genannt wurde, aber ein oder zwei sachen davon.
 
B

Bautienchen

#7
Ich stell mir gerade vor wie man mit 10 Welpen in den Baumarkt geht :D
ich mein wenn man 3-4 welpen hat, kann man sicherlich mit denen mehr machen, als wenn man eine ganze fußball mannschaft bendigen muss.
so sachen wie tierpark fände ich jetzt auch eher unwichtig. wichtiger wäre mir, dass sie das wichtigste kennen um zumind. das minimum an alltag zu überstehen ohne jedes mal in panik zu verfallen. Also das kennen von menschen unterschiedlichen alters, staubsauger und co. und am besten autogeräusche drinnen wie draußen. bringt ja auch nichts wenn der welpe alle tiere des waldes kennt, wozu eigentlich? :D, aber sich jedes mal wenn man nur den besen schwingt den weltuntergang kommen sieht.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#8
Ok - das wäre vielleicht nochmals ein drittes Thema wert lieber Mod :D "Vor-/Nachteile früher (8 Wochen) oder später (12 Wochen) Welpenabgabe" Sonst verzetteln wir uns hier, da wir sonst Äpfel mit Birnen vergleichen.
Leg los, Elke :D Wenn jemand was zu diesem Thema zu sagen hat, können hier gerne von Euch Threads dazu eröffnet werden. Ich finde das sind sehr gute & wichtige Themen mit berechtigten Fragen und Überlegungen.
 
Dabei
12 Dez 2012
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#9
Also aus Käufersicht ist mir persönlich wichtig, dass die Kleinen ein bisschen was von der Welt kennenlernen, aber nicht überladen werden. Für mich ist das Wichtigste, dass die Kleinen so großgezogen werden, dass sie "selbstsicher" mit dem umgehen können, was sie bei den späteren Besitzern erwarten wird.

Was ich gut finde:
- "Abenteuerspielplatz" im Garten (Bällebad, was Raschelndes etc.), damit die Welpen nicht nur ihre Feinmotorik verbessern können, sondern schonmal auch die Chance hatten evtl Ängste mit ihren Geschwistern zusammen zu meistern
- Hausaufzucht mit Alltagsgeräuschen und -gegenständen
- Autofahren
- mal die Gegend um das Haus herum erkunden (Feld, Wald, Wiese, Bach oder was da halt ist)
- wenn die Welpen Sozialverhalten und Interaktion lernen können, weil noch andere und ältere Tiere bei der Züchterin leben

Was ich ganz nett finde:
- wenn die Welpen schon mal ne Box gesehen haben
- wenn angefangen wird bei der Fütterung schonmal einen Clicker zu konditionieren

Was ich unnötig finde:
- dass viele unterschiedliche Orte aufgesucht werden

Ich denke, wo sich mein Hund später mal aufhält, kann ich am besten abschätzen und mit dem Welpen dann genau diese Orte besuchen. Bringt ja auch nix, wenn die Züchterin extra an einen Bahnhof fährt, ich aber prinzipiell nicht Bahn fahre (das ist nur ein Beispiel, ich habe nix gegen die Bahn prinzipiell).
 
Dabei
27 Jun 2012
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#10
also mir ist es wichtig, dass der Welpe bereits Sachen kennen lernt, die für den Alltag wichtig sind. Also Geräusche, Gerüche, fremde Menschen und wenn möglich andere Tiere.
Bei Geräuschen denke ich jetzt an Staubsauger, Telefon, Türklingel, Waschmaschine und sowas. Oder etwas das raschelt und knistert... Gerüche genau so. Wie riecht ein Mensch, wie riecht ein anderer Hund...? Das ist aber eigentlich fast alles schon gegeben, wenn die Welpen im Haus aufwachsen.
Wenn der Züchter jetzt noch andere Tiere hat (Katzen, Kaninchen, Pferd) finde ich es auch toll, wenn Welpi diese auch schon mal gesehen hat. Das ist allerdings für mich kein Muss, weil ich selbst keine anderen Tiere habe und das auch gut selbst noch machen kann.
Desweiteren finde ich wichtig, dass die Welpen unterschiedliche Untergründe kennen lernen. Holz, Gras, Fliesen...Ein Boden der etwas wackelt oder uneben ist.
Toll ist es auch, wenn Welpi 1-2 mal Auto gefahren ist. Vllt auf eine eingezäunte Wiese (also wo es toll ist, nicht unbedingt zum TA).

Ansonsten erwarte ich eigentlich, dass Welpi lernt, dass er sich beim Menschen wohl und geborgen fühlen kann. So wie es Elke so schön geschrieben hat.
Aber ich würde von jedem Züchter Abstand nehmen, der die Welpen ab der 7. Woche sonst wohin schleppt. Das sind Babys und sollten auch wie welche behandelt werden. wenn sie 1-2 in der Woche Reize von außerhalb bekommen, reicht das (für mich absolut).
Man muss ja Bedenken, dass die am WE immer genug Action haben. Da kommen 10 oder mehr fremde (!) Menschen vorbei und wollen spielen und kuscheln und sie anfassen. Das sind ganz schön viele Eindrücke zum verarbeiten.
Und wenn die dann unter der Woche noch sonst wohin geschleppt werden... Da wird denen die Hibbeligkeit schon in die Wiege gelegt...
 
Dabei
31 Okt 2012
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#11
Ich hab eigentlich die selben Wünsche wie Nike - eventuell der Clicker wäre mir eher egal, weil das Emma eh so schnell herausen hatte.

Mir selber wurde ja gesagt man müsse ja in der Sozialisierungsphase dies und jenes machen usw. usw. usw. Und man hat nur die paar Wochen... Ich hab mich da anfang so gestresst, weil ich hatte schon ein gutes Gefühl um den Welpen nicht überfordern und dachte immer ich mach viel zuwenig.
Im Nachhinein denke ich: Gut so! Weil genau was Elke anspricht, ein grundsätzliches Urvertrauen und Gefühl von Geborgenheit ist mindestens genausoviel Wert und das kann nur im geschützten Rahmen entstehen.

Auch gibt es da einfach Grenzen, Emma hab ich zB einige Male mit in die Stadt genommen (bei mir getragen) TROTZDEM wird die nie ein Grossstadt Hund. Muss sie auch nicht... Dafür hab ich von Anfang an geschaut, dass Emma sich gut in Hotels benimmt - ABER das hab ich auch nicht in diese Phase reingestopft.
Ist ja jetzt nicht so dass NUR diese Phase zählt, sondern die ganze Zeit bis zum Erwachsen werden und darüber hinaus.

Natürlich ist eine gute Sozialisierung unglaublich wichtig, für das gibt es einfach viel zuviele negativ Beispiele was passiert wenn in diese Richtung gar nichts passiert ist. Doch man sollte es halt - wie immer und überall - dem Alter des Welpen entsprechend aufbauen.
 
Dabei
26 Jan 2012
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#12
Also ich finde es völlig übertrieben, dass die Welpen bei der Abgabe schon ein ganzes Tagebuch füllen mit Ereignissen.

Die Welpen sollen lernen, wie Hunde sprechen - also gerne auch andere erwachsene Hunde kennenlernen, sollen lernen, dass sie sich beim Menschen geborgen fühlen und dem vertrauen können, fremde Menschen gibt es automatisch, vielleicht auch mal ein Kind dabei...
Aber sonst sollen sie einfach Welpe sein und die Umwelt erkunden können. Ein Welpenauslauf mit ein paar Übungs- und Erkundungsgeräten gehört für mich schon dazu.

Ich bin der Meinung, dass Welpen von einem vernünftigen Züchter, die später ganz normal aufwachsen (also nicht zur Sozialisierung in jede Mögliche Ecke der Welt gekarrt werden, aber auch nicht im Keller eingesperrt werden) keinen Knacks kriegen... Ich glaube dieser Sozialisierungskram wird heutzutage etwas falsch verstanden!
Das wichtigste ist doch zu lernen, dass einem bei seinem Menschen nichts passiert und dieser die Situation im Griff hat und nicht, dass man jeden Tag tausend Eindrücke hat und der Mensch nur nebenherläuft.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#13
Ich denk ehrlich gesagt dass viele unter diesem "sozialisationsbegriff" was falsches verstehen und evtl. eigentlich so etwas wie früherziehung/lernen meinen :)
Bei der Sozialisation gehts ja eigentlich darum dass der (hier) Hund lernt was ihm von der Natur mitgegeben wurde, ebenso Regeln die das Zusammenleben ausmachen, hier in Form von erwachsenen Hunden bzw. geschwistern, kurz: Hundesprache erwerben. Dann gehts drum den Sozialpartner Mensch kennenzulernen und ihn als grundsätzlich vertrauenswürdig einzustufen.
Für mich ist es wichtig dass der kleine WElpe auch mal lernt dass er was nicht kann, bzw. vor etwas evtl. auch mal Angst hat, dass das aber nicht sooo schlimm ist, weil Mensch wie Hunde anwesend sind und er die Situation mit Hilfe schaffen kann, ohne dabei unangemessen zu reagieren. Ich glaub also dass es gar nicht so sehr um die Orte an sich geht, sondern das was man damit bezwecken kann. Der kleine soll also merken, dass zunächst gruslige Situationen doch gut machbar sind, schließlich das ja das elementare, was der Hund an anderer Stelle ebenfalls zeigen soll :) Ob das nun über ein Bällebad geschieht oder ein Stadtausflug ist nach meiner Logik (die falsch sein kann :D:D) ja quasi sekundär wichtig :)

So jedenfalls denk ich mir das, wenn ich komplett falsch lieg, dann bitte berichtigt mich, ich find das furchtbar spannend und möcht gern dazulernen :)
 
Dabei
31 Okt 2012
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#14
Also prinzipell finde ich bestimmte Orte aufsuchen schon sehr wichtig, so ganz von der Hand würde ich das nicht weisen. Allerdings muss das meiner Ansicht nach nicht bis zur 9. Woche abgeschlossen sein und auch danach kann man Schritt für Schritt die große, weite Welt erobern wenn es erwünscht ist.

Ich merke schon bei Emma dass sie in Situationen und/oder Orten sehr gleichgültig reagiert, die sie von Welpen an kennt. Also müsste ich mit meinen Welpen viel Fliegen, würde ich wohl das schon bald anfangen zu trainieren. Genauso wie öffentlich Verkehrsmittel usw.
Also ich merke schon das eben Emma zB in Hotels sich super souverän verhält, sie kennt das eben. Hotelzimmer auf, Emma trabbt rein und wartet gleich mal dass ich ihre Box aufbaue. Schwupps rein und sie schläft. Das mag für andere Leute unwichtig sein, für mich war es sehr wichtig und ich bin sicher dass es eine Rolle spielt das wir von Anfang an viel verreist sind mit ihr.

Also ein Hund MUSS ja nicht mit jeder Situation und jedem Ort zurecht kommen, doch die Dinge die nun mal zu meine Leben dazugehören, sind sicher gut wenn man da so bald wie möglich anfängt, den kleinen Hundewelpen vertraut zu machen und das Urvertrauen da sinnvoll einsetzt.

Doch wie gesagt, einem sinnvollen Rahmen und ich hab mit Sicherheit nicht erwartet dass Emma gleich "hotelfertig" vom Züchter kommt :D Sondern dann sollte sie wirklich lernen Menschen zu vertrauen usw. Das was Du beschreibst, Manu.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#15
Na klar yuki, aber ich meinte jetzt rein das was beim züchter gemacht wird :) und die situationen die du beschreibst, hast du mit emma da angefangen diese kennenzulernen?
 
Dabei
31 Okt 2012
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#16
Achso, ich dachte Du meinst Sozialisierung im Allgemeinen - na, beim Züchter stimme ich Dir vollkommen zu. Seh ich auch so..

Deine Frage versteh ich nicht ganz?
 
Dabei
5 Mai 2012
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#17
Findet ihr ein Bällebad so wichtig? Also es ist mal schön wenn die Welpis da mal reinhüpfen können, aber was hat ein Bällebad mit Alltag und Motorik zu tun (sorry stehe grad auf dem Schlauch). Ich bin nicht gegen ein Bällebad!!! Aber meiner Meinung nach ist es doch wichtiger, das im Garten was hängt was raschelt oder klappert (das ist Alltag - es fällt mal was runter) oder auch eine Miniwippe oder ein Wackelteil (so Dinger gibts hier aufm Spielplatz- Holzplatte mit Federn drunter).
Box finde ich auch suuuupper wichtig. Zum einen um Ruhe zu lernen und zum anderen Stubenrein zu werden.
Und warum nicht Baumarkt? Das ist Alltag. Und ja dieser Züchter geht mit 10 Welpen in den Baumarkt. Finde ich überhaupt nicht schlimm! (aber es waren keine 10, sondern 6 ;))
 
Dabei
15 Jun 2008
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#18
Zur guten Prägung beim Züchter gehört für mich auch und ganz besonders ein gutes, intaktes Rudel. Natürlich fängt jeder Züchter mal an und nicht jeder hat gleich zwei oder mehr Hunde im Haushalt. Aber es ist nicht zu unterschätzen, wie viel die Zwerge von der netten Tante, von der zickigen Seniorin, vom muffköppigen Rüden uä lernen. Und auch die Mutterhündin ist mehr als dankbar, wenn sie ab einem gewissen Welpenalter die Verantwortung für Erziehung und Schutz der Welpen auf mehrere Schultern im Rudel verteilen kann, weil das für sie alleine sonst in puren Stress ausartet. Allein erziehende Mütter bei Hunden obliegt (wie bei Menschen) eine grenzwertig kräftezehrende Verantwortung, die die Erholungsphase danach erheblich verlängern kann. Auch lernen die Welpen von verschiedenen Charakteren im Rudel, diese besser einzuschätzen. Es kann übertrieben ausgedrückt für den Welpen überlebenswichtig sein zu wissen, wann ein fremder Rüde echt die Schnauze voll hat vom spielwilligen Welpi, denn es gibt außerhalb des Rudels bekanntlich keinen Welpenschutz. Und nur ein gut geprägter Welpe (und DAS ist die wichtigste Prägung in der Welpenstube - "Hündisch" zu lernen) kann die Situation schnell einschätzen und sich selbst beizeiten aus der Gefahrenzone bringen. Viele hierin nicht ausreichend geprägte Welpen laufen viel zu oft "ins offene Messer" ...
 
Dabei
15 Jun 2008
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#19
Ein Bällebad steht nur beispielhaft für etwas, was den Welpen Spaß macht und was ihr Körpergefühl und ihre Balance schult - mehr nicht. Es ist nicht wichtig, aber durchaus nützlich. ;)
 
Dabei
15 Mai 2012
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#20
Yuki ich meinte die von dir angesprochenen situationen die emma so gut meistert :) also ob du ihr die näher gebracht hast als sie bei dir ankam :)

caprisonne: ich hab mich oben vielleicht ein bisserl dämlich ausgedrückt :rolleyes: ich meinte bällebad und noch viele andere utensilien in so einem welpenspielbereich :) eben auch wie du, verschiedene untergründe, etwas das raschelt, mal ne plane etc.
ich bin auch nicht gegen ausflüge, gar nicht, aber für mich müssen die nicht in diese zeit "reingepresst" werden. Ich hätte da ein wenig sorge, dass so ein ausflug vielleicht nicht so entspannt abläuft und die kleinen vielleicht sogar was falsches damit verbinden. Da würde ich dem züchter vertrauen, der sieht ob ein wurf schon so weit ist oder ob es klüger ist doch lieber in einem geschützten rahmen zu bleiben :) auch wenn das bedeutet dass die kleinen "nur" eine großen ausflug machen :) versteht ihr was meine? Lieber qualität als quantität :)
 
Dabei
12 Dez 2012
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#21
Ein Bällebad steht nur beispielhaft für etwas, was den Welpen Spaß macht und was ihr Körpergefühl und ihre Balance schult - mehr nicht.
Ja, so hatte ich das auch gemeint.

Und vielen Dank für den interessanten Beitrag, indiana. Wahrscheinlich kann man als 08/15 Welpenkäufer meist wirklich nicht gut genug abschätzen, was die Interaktion im Hunderudel bedeutet. ;)
 
Dabei
5 Mai 2012
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#22
also das mit dem Rudel finde ich auch suuuupper wichtig! Sue ist ja ein bisschen frech und hat von der Oma immer eins drauf bekommen, bis sie gelernt hat: "Ok Oma muss ich in Ruhe lassen und nett sein". Das hat zweimal zum Nasenbluten bei Sue geführt. Hundesprache und Interaktionen sind auch für mich das A und O. Und aus diesem Grund würde ich meinen Welpen auch gerne erst mit 11 oder 12 wochen abholen.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#24
Yuki ich meinte die von dir angesprochenen situationen die emma so gut meistert :) also ob du ihr die näher gebracht hast als sie bei dir ankam :)
Also ich bin jetzt nicht heimgekommen und hab gleich die Koffer gepackt ;) - doch wir hatten Emma Ende August geholt und sind im September ein paar Tage an die Nordsee gefahren. Hab mir erst überlegt ob das so richtig ist, doch da wir einen tooootal entspannten Urlaub in einem richtig Hundefreundlichen Hotel geplant hatten - war das perfekt. Wir sind ein bißchen im Wattmeer rumspaziert, Emma durfte mit uns zum Essen gehen in einem eigenen Raum (Wintergarten, sehr schön also :)
Und da es so gut geklappt hat, sind wir dann auch bald mal nach Österreich (mit Zwischenübernachtung weil die Strecke so weit ist) und auch da wieder alles problemlos. Und tja, ab dann zeigte Emma eben genau das Verhalten: Hoteltür auf, Emma trabbt rein, guckt sich alles an und wartet dann schon auf ihre Box :D Alles ganz selbstverständlich.. ich glaub halt schon das es mit der frühen Prägung zu tun hat.
Also wenn alles so gut klappen würde.. :rolleyes:


Was ich persönlich bei der Sozialsierung bei der Züchterin gut fand, ist das dort ein Rüde gelebt hat. Ich merke wie absolut klug Emma mit erwachsenen Rüden umgeht und dass sie schön öfters sich aus "Spielsituationen" zurückgezogen hat, bevor es zwischen zwei erwachsenen Rüden geknallt hat. Ich hab keine Ahnung ob das mit dem Rüden in ihrer Welpenzeit zu tun hat, doch ich habe schon den Eindruck dass sie erwachsene Rüden sehr, sehr gut einschätzen kann und nie auch nur einen Schritt zu weit geht.
Ich erlebe oft dass gleichaltrige Hunde da oft viel mehr Probleme haben - die merken halt nicht wenn sie nerven bzw. fehlen da oft Erfahrungen. Das ist aber wirklich nur mein Eindruck :)
 
Dabei
20 Feb 2011
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#25
Das ein Züchter einen gut funktionierenden Rudel halt ist für mich selbstverständlich! Sonst hole ich da gar keinen Welpen..
Peach kannte Auto, Box, und im Garten verschiedene Sachen. Sie war mit denen im Wald usw. Ich fand es nicht zu viel und nicht zu wenig. Außerdem finde ich es wichtig wenn man schon spielerisch übt Pfötchen anfassen zu lassen und Ohren etc.
 
Dabei
23 Dez 2007
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#26
Ich denke auch, dass man mit dem Heranführen an Reize in der Prägephase ohnehin nicht zu 100 % beeinflussen kann, wie der Hund später darauf reagiert. Ich glaube mittlerweile, dass der Charakter/das Verhalten eines Hundes zu einem wirklich nicht unerheblichen Teil Veranlagung ist. Beispiel bei meinen Hunden: Amy & Yuma haben beide sehr viel mitbekommen in der Prägephase, auch dann bei mir. Ich habe viele Situationen ganz bewusst aufgesucht, um sie damit zu konfrontieren. Hund 1 ist super selbstsicher, und souverän und es gibt absolut keine Situation, die ich ihr mental nicht zutrauen kann. Keine einzige! Hund 2... Naja. Obwohl sie eben so viel kennen gelernt hat, gab es im Junghundealter etliche Dinge, die ihr unheimlich waren. Mittlerweile ist sie zuverlässig in so ziemlich jeder Situation, aber sie ist und bleibt in der Grundhaltung ein unsicheres Wesen :)
Und dann kam Key... Mit ihr habe ich keine bewusste Prägearbeit gemacht, gar nichts. Sie hat in unserem Alltag einiges mitbekommen, aber ich ich habe den ganzen Kram, den ich mit Amy + Yuma gemacht habe bei ihr einfach weggelassen. Kein Zoo, Einkaufcenter, öfftl. Verkehrsmittel, Fahrstulhfahren, nix. Und sie ist trotzdem absolut selbstsicher und mutig im Alltag. Manche neue Reize (vor ein paar Monaten waren wir z.B dann doch mal im Tierpark) findet sie erst unheimlich, sie kommt aber sehr sehr schnell drüber hinweg und verliert jegliches Misstrauen. Das Verhalten geht dann schnell eher Richtung Neugier oder Desinteresse. Und das ist für mich einfach optimal!

Lange Rede, kurzer Sinn:
1.)Es gibt so viele mögliche und unmögliche Situation, dass man sein Hundekind ohnehin nicht auf alles vorbereiten kann.
2.)Einen Hund mit charakterlich 'unsauberer' Veranlagung bekommt man auch nicht durch die beste Prägung zu einem absolut souveränen Begleiter.
3.)Einen charakterlich absolut 'sauberen' Hund wird man durch wenig Prägung, ob jetzt beim Züchter oder Welpenkäufer, NICHT versauen. Ein Hund mit einem selbstsicheren Wesen muss nicht alles kennen um damit umgehen zu können.

Fazit für mich ganz persönlich: ich werde auch beim nächsten Hund viel mehr Wert auf charakterlich einwandfreie Eltern legen als auf eine super mega tolle Prägung.
 
Dabei
11 Nov 2012
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#27
Ich denke ganz ganz viel haengt auch davon ab, ob der Zuechter zuechterisch sein Handwerk versteht, also Wesensfeste Welpen zuechtet. ;)
Man kann sich wirklich einen Wolf sozialisieren, wenn der Welpe nicht wesensfest ist, bringt das alles nicht den gewuenschten Erfolg.
Also Beispiel, meine June kommt vom Bauernhof, von einer Zuechterin die ihr Handwerk sehr gut versteht, die sehr sehr viel ueber Nachfahren und Zucht usw. weiss. June hat in ihren ersten Wochen bis sie zu mir kam den Hof, die anderen Tiere dort, das Autofahren und Menschen kennen gelernt. Sie kannte keine Zuege, keine Zoos, keine Fahrradfahrer, keine Jogger, keine Kinder, keine Grossstadt usw. usw.
Und sie hatte noch nie Probleme, oder gar Angst vor einem der oben genannten. Mit 12 Monaten ist sie das erste Mal einer Sbahn begegnet und musste auch gleich mit dieser fahren. Absolut ohne Stress oder Probleme. Sie hat gelernt dem Menschen zu vertrauen und das ganz egal in welcher Situation. Sie hatte noch nie Probleme mit Umweltreizen und ist absolut Stressressistent. Und dieses Verhalten ist nicht auf die megahyper sozialisierung zurueck zu fuehren, denn auch ich habe mit ihr nie aktiv irgendwelche Orte aufgesucht um sie zu sozialisieren, sondern einfach auf ihr stabiles Wesen. (und alle aus dem Wurf, die ich kenne, sind aehnlich).

Bei meinem Rueden wurde sehr viel sozialisiert, auch er ist ein absolut Umweltsicherer Hund, ob das an seiner Sozialisierung liegt, oder ob er ohnehin so geworden waere, vermag ich nicht zu sagen. Seine Zuechter haben sich beim Sozialisieren auf jeden Fall sehr viel Muehe gegeben.

Ach ja, auf die Abgabe ab der 8. oder 12. Woche zurueck zu kommen. Ich denke wenn man den Hund als Zweit, Dritt usw. Hund holt, dann wuerde ich meinen Welpen so frueh wie moeglich holen, also mit 8. Wochen. Ansonsten macht das doch eigentlich kaum einen Unterschied. Ich hole meine Welpen immer recht frueh, zwischen der 8. und 10. Woche. Das finde ich, die perfekte Zeit.

LG
 
Dabei
30 Jul 2013
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#28
Bei unserer Züchterin fand ich schön:

-Verschiedene Spielzeuge im Hof - Klappersachen, auch Planen und Folien, um den Welpen die Angst zu nehmen
-Die Oma und der Onkel leben bei der Züchterin, die Oma hat auch teils mit erzogen
-Sie haben schonmal die Box nähergebracht bekommen
-Sie hat sie mit in ihren Laden genommen, Dort konnten sie den Kontakt mit Menschen und anderen Hunden/Situationen proben
-Im Haus wurden sie auch mit alltäglichen Geräten vertraut gemacht, die anfangs oft Angst machen
-Die Welpen wurden immer auf eine Wiese mitgenommen, wo viele (natürliche) Spielmöglichkeiten waren.. Dort sind sie mit dem Auto hingefahren

Ich finde es nicht unbedingt nötig, den Welpen mit Situationen zu überschütten.
Dies lernt er dann so oder so noch.
Grundsätzliche Dinge sollten geprobt und geschult werden, aber nicht unbedingt der Baumarkt :D
 
Dabei
11 Nov 2012
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#29
ich sehe das genau so wie Johanna.
Das beste Beispiel sind für mich meine zwei in Bezug auf Kinder.
Mein Rüde hat beim Züchter Kinder kennen gelernt, sie hatten selber eins und es gingen immer wieder welche bei ihnen ein und aus. Als er mit knapp 9 Wochen zu mir kam, habe ich quasi sofort angefangen, ihn an alles in meinem Leben heranzuführen, darunter waren (neben sehr sehr vielen Dingen) auch Kinder (bei uns im Park zB, wir wohnten noch mitten in der Stadt). Zu Beginn hatte er keine Probleme, hat sich streicheln lassen, hat mit ihnen gespielt. Je älter er wurde, umso misstrauischer gegenüber Fremden (und eben auch Kindern) wurde er - das hat sich enorm gesteigert und sich nie wieder gelegt. Ihn heutzutage an fremde Menschen heranzuführen ist sehr schwierig, er ist extrem misstrauisch, scheu und nervös. An mangelnder Prägung kann DAS nicht liegen!

Und dann meine Hündin. Sie kommt ja von der selben Züchterin wie June (von Hudson) und kam bei der Züchterin kaum mit Kindern in Kontakt und bei mir dann auch am Anfang eher weniger. Tja, sie ist die Selbstsicherheit in Person, es gibt nichts, was ihr Angst macht, und Kinder, die liebt sie abgöttisch!! Mit 10 Monaten hatte sie das erste Mal intensiven Kontakt zu einem Kleinkind und es lief perfekt. Sie ist so vorsichtig und lieb gewesen zu meiner Nichte, ich hätte fast geheult. Aber so ist sie, sie liebt Menschen einfach über alles, und es ist egal, ob es alte, junge, große, kleine, kranke oder was auch immer für Menschen sind...

Vieles, sehr vieles, ist für mich eine Typsache. Natürlich kann man als Mensch viel beeinflussen, aber ich glaube auch, dass dieser Einfluss sehr viel kleiner ist als wir das gerne hätten ;-)
 
B

Bautienchen

#30
ich bin zum ersten mal mit unserem ShihTzu-Rüden Zug gefahren da war er 11 Jahre alt. Wenn das Fundament passt, dann kann man auch im hohen Alter noch problemlos darauf aufbauen. Deswegen ist es ja so wichtig wesensstarke Hunde zu züchten und in den ersten Lebenswochen das wichtigste prägen.
 

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