2 Rüden- Erfahrungen Kastration

Dabei
28 Apr 2013
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#1
Hallo

Seid circa 3 Wochen rauscht mein Kopf nurnoch vor lauter Gedanken um den Kastrationschip, inwieweit wir es bei unserem Mogli ( wird am 9.3 3 Jahre alt) damit probieren sollten.

Er ist ein wirklich tolle, gelehriger und sehr umgänglicher Rüde, der ein gutes Grundgehorsam hat und sich sehr gut lenken und abrufen lässt.
Nun ist es so, dass wir (wahrscheinlich zeitgleich mit dem Abschluss des Erwachsen werdens von ihm) ins Eigenheim gezogen sind. Es ist nur 6 Straßen weiter und trotzdem eine komplett andere Gegend der Hundebekanntschaften.
Wir wohnen hier in einer Nachbarschaft mit 7 Hündinnen und 2 anderen potenten Rüden.

Bis Sommer 2014 hatten wir NULL Probleme mit Hundebegegnungen und alles war sehr harmonisch.
Hier haben die HUnde keinerlei Hundekontakt und laufen auch kaum gemeinsam frei, was dazu führt, dass Moglis Leinenagression sich noch verstärkt hat. Allerdings haben wir dies mit gezieltem Training gut in den Griff bekommen.
Ich weiß, dass dies unser Problem ist und trotzdem stört es mich gravierend, dass man hier mit niemandem reden kann, dass es vllt sinnvoll wäre, die Hunde nicht immer laut schreiend voneinander wegzuzerren, sondern dass man mal gemeinsam (mit leine) spazieren geht.

Somit fahren wir nun immer in die alte Nachbarschaft oder gehen andere Wege, nur damit wir ohne Stress gehen können.

Nun ist es so, dass Mogli schon immer ein kl Poser war, der mit gr Bürste anderen Hunden entgegenlief und er wenn er er erkannt hat, dass ihm keiner was tut entspannter wurde.
Seid nun 3 Wochen/ gepaart mit der Läufigkeit der Hündinnen hier, ist selber Hundeschule ein Spießrutenlauf und auch Hundebegegnungen werden für ihn zum Stress. Dh er zeigt ganz gravierende Stresssymptome und fährt sich schlecht wieder runter.
Wir haben wirklich seit September viel mit ihm gearbeitet und ganz viele Fortschritte erreicht, aber den Stress können wir ihm schlecht nehmen.

Ich habe mich belesen, mit Tierarzt und Hundetrainer gesprochen, Lisas (skjona) Bericht über Touch gelesen und und und.. schlauer und sicherer bin ich nicht. :confused:

Klar ist es nur eine kurze Zeit, aber was bedeutet ein Chip für die Beziehung zwischen Lønne‎ und Mogli??

Wir haben hier eine Ruhe zwischen den beiden und sie sind ein Herz und eine Seele. Ich habe Angst, dass ein Chip die Bezihung zerstört und eine Kastration/ das Setzen eines Chips bei Lønne‎ schließe ich zum jetigen Zweitpunkt komplett aus. (Wird im märz 2)

Hat jdm Erfahrung damit, inwieweit sich die Beziehung zwischen seinen Rüden verändert hat???

Für tipps und Ratschläge bin ich sehr dankbar.

LG Lisa
 
Dabei
15 Mai 2014
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#2
Wenn man den ranghöheren Rüden kastriert kann es leichter zu Problemen kommen, da dieser u.U. vom anderen nicht mehr für voll genommen wird und es dann Rangkämpfe geben kann. Außerdem können sich Leinenaggressionen, die aus Unsicherheit entstanden sind, durch das fehlende Testosteron noch verstärken. Meine Informationen sind allerdings nur aus zweiter Hand - meine beiden sind intakt und sollen es nach Möglichkeit auch bleiben. Wenn Mogli aus Angst vor den anderen Hunden nach vorne geht würde ich mich an deiner Stelle noch einmal gut informieren, bevor du einen Chip setzen lässt.
 
Dabei
28 Apr 2013
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#3
Liebe Anja, ich danke dir für die ehrlichen Worte.

Weil ich über PN gefragt wurde: nein mogli rennt nicht knurrend auf andere Rüden zu(frei) ist eher defensiv und lässt sich jederzeit abrufen.
 

Stephanie

Korinthenkacker
Dabei
13 Feb 2010
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#4
Ich habe auch zwei Rüden (8/3). Ich würde dir von einer Kastration eher abraten. Viele Probleme mit anderen Hunden entstehen erst durch die Kastration. und Du kannst zu Hause ernsthafte Probleme bekommen, wie anja schon schrieb.
 
Dabei
28 Apr 2013
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#5
Hast du direkt die Erfahrung gemacht???
Hab nun auch nochmal mit Trainern und Tierarzt gesprochen und auch Meinungen von anderen hundebesitzern- viele sagen, dass es gut geht.
Ach man, wäre er nicht nur immer sooo extrem gestresst.
 
Dabei
26 Mrz 2014
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#6
Tierärzte und Trainer sagen irgendwie oft, das Kastration ne' super Sache ist und viele Probleme löst. Das mag ja bei einigen Hunden vl. auch funktionieren, aber nicht bei allen. Und was ist, wenn man selbst gerade den Hund hat, bei dem sich die Sache verschlimmert..?!

Ich würde wohl anderweitig versuchen das Problem erstmal anzugehen...
In der alten Wohnsiedlung hat's ja auch funktioniert.. mhh..
 
A

Akuma

#7
Ich kann nur dazu sagen, das ich hier auch einen kastrierten Rüde habe und er macht gar keine probleme.
Er geht auch allen Hunden aus dem Weg und ich würde ehrlich gesagt vielen dazu raten.
Akuma wird auch bald kastriert (bitte keine diskusionen)
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
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#8
Ich habe da selbst keine Erfahrungen, aber bin in das Thema Kastration zumindest eingelesen.

Was du da beschreibst, klingt für mich nach einem erlernten Verhalten, dass der Hund gezeigt hat, nachdem sein Umfeld sich verändert hat. Man kann es natürlich nicht komplett ausschließen, aber ein Sprießen der Hormone wird wohl nicht der akute Grund für die Verhaltensänderung gewesen sein - dementsprechend halte ich es für fraglich, ob eine Manipulation der Hormone dann das Verhalten auch nachhaltig beeinflusst.

Der nächste Punkt ist, dass eine Kastration schon wie eine Wundertüte ist. Manche Rüden werden ruhiger und sind bei unkastrierten Rüden unbeeindruckt. Anderen fehlt ihre Selbstsicherheit und sie werden aggressiv aus Unsicherheit. Wiederum andere haben ein Verhalten fest erlernt und zeigen es in der fraglichen Situation unverändert, weil die auslösenden Faktoren immer noch da sind. Das kann alles bei deinem Hund passieren, auch wenn andere User gar keine Probleme mit der Kastration ihrer Rüden hatten.

Ich persönlich würde mir auch Sorgen machen, in einer intakten Rudelstruktur so einen Eingriff vorzunehmen. Wie gesagt, Kastration kann eine Wundertüte sein und das kann sich natürlich auch auf das Verhalten zu Hause beziehen. Da ist es schon erstmal hilfreich eine chemische Kastration zuerst zu probieren, damit man ein wenig einschätzen kann, was da auf einen zukommt. Das bedeutet aber immer noch nicht, dass es bei einer richtigen Kastration zu den gleichen Auswirkungen kommt, der Zeitpunkt der Kastration ist ja immer noch wichtig, auch Rüden haben einen hormonellen Zyklus.

Ansonsten bleibt dir immer noch das Management der Situation. Vielleicht wird das ganze auch wieder einfacher, wenn der Rüde älter ist und mehr in sich ruht? Ich hab zumindest sowas bei meinem Rüden beobachten können.
 
Dabei
28 Apr 2013
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#9
So, nachdem ich per PN gefragt wurde, wie der Sachstand ZZ.

Mogli ist weiterhin intakt. Ich habe nochmals mit unserem Hundemädchen gesprochen, die nie Probleme mit mogli hat und hatte. Habe ihn von meinem Trainer aus der Ausbildung nochmal anschauen lassen und gehe zur Zeit unsere gefürchteten Wege alleine mit mogli, dh gehe viel getrennt und nur Feldwege mit beiden.
Nun isses so, dass er ohne lønne mittlerweile evht entspannter ist, weniger fixiert und mir fadt komplett die Führung überlässt. Mit lønne isses noch schwierig oder sagen wir es so, es ist zur Zeit sehr brizzelig bei hundebegegnungen mit leine. Ohne easy.

Dh er scheint Lønne beschützen zu wollen oder was auch immer. Fakt ist, solches verhalten dulde ich nicht, wir arbeiten dran. Leider geht es noch nicht ohne Rütteldose oder Sandsack als Hilfen für mich. Wo sonst meine Körpersprache hilft, siegt hier leider noch meine Anspannung/Nervosität und das spüren die Hunde. Wir arbeiten dran.
 

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