An die Pupertätsgeplagten Aussiebesitzer...

Dabei
8 Jul 2017
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Kommt, vermutlich so unterschiedlich wie bei den Menschenkinder auch. Da gibt's auch welche die bis 30 treu neben Mama laufen :))

Lässt es sich schon im ganz jungen Alter abschätzen, wie die in der 2. Pupertät so drauf sind? Nicht wenige Leute sind von ihren Junghunden total begeistert, um den 20 Lebensmonat werden sie dann doch etwas überrascht . Mein ehemaliger Trainer sortierte den Kleinen schon zügig ein ...ab ( sei der Jürgen Klopp im Hundewesen, musste erstmal googeln wer das ist :) die Bilder von dieser Person, ich war übelst erschrocken und ich hätte diese Ansage def nicht gebraucht. )
Junghund pöpeln passiert seiner Ansicht nach nur bei Leuten die es nicht schaffen, dass der Hund Leinenführig neben dem HH läuft. Dies hat er spät im 8 Lebensmonat erwartet... Yuri hat dann noch Zeit.

Wir üben immer noch Zumindest an der Ausdehnung der Zeit und dem Grad Ablenkung.
 
Dabei
10 Jan 2016
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*hust*

Junghund pöpeln passiert seiner Ansicht nach nur bei Leuten die es nicht schaffen, dass der Hund Leinenführig neben dem HH läuft.
Was ist das denn für eine Binsenweisheit... Sorry aber da behaupte ich mal, dass das Unsinn ist! Leinenführigkeit und Junghunde pöbeln siend ja wohl zwei paar Schuhe...
 
Dabei
8 Jul 2017
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Neee für ihn nicht. Seine Meinung, hat man dieses Thema im ersten Lebensjahr abgefrühstückt, dann kommt im zweiten Schub kein leinenpöbler mehr zustande. Doch er sieht da ganz deutlich den Zusammenhang Leinenführig und Pöbler...

Irgendwie kann ich das auch ein Stückweit nachvollziehen , weil wie soll er pöbeln, wenn er neben dem HH läuft. Nur kann das ein junger Hund, knapp unter einem Jahr ? zuverlässig!? Also ich meine freudig neben dem HH, nicht zusammengeklappt! ;) Ich habe diese Ziel eben nicht erreicht! weil ev auch zu wenig unter heftiger Ablenkung geübt?

Weil, die nächste Frage ist dann doch, wie möchte ich auf den Jährling einwirken? Gut das streiten sich die Geister ja eh.
 
Dabei
10 Jan 2016
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Neee für ihn nicht. Seine Meinung, hat man dieses Thema im ersten Lebensjahr abgefrühstückt, dann kommt im zweiten Schub kein leinenpöbler mehr zustande. Doch er sieht da ganz deutlich den Zusammenhang Leinenführig und Pöbler...

Irgendwie kann ich das auch ein Stückweit nachvollziehen , weil wie soll er pöbeln, wenn er neben dem HH läuft. Nur kann das ein junger Hund, knapp unter einem Jahr ? zuverlässig!? Also ich meine freudig neben dem HH, nicht zusammengeklappt! ;) Ich habe diese Ziel eben nicht erreicht! weil ev auch zu wenig unter heftiger Ablenkung geübt?

Weil, die nächste Frage ist dann doch, wie möchte ich auf den Jährling einwirken? Gut das streiten sich die Geister ja eh.
Den Gedankengang nachvollziehen kann ich schon... aber, das ist meiner Meinung nach nicht weitsichtig genug gedacht.
Pöbelt der Hund an der Leine weil er nicht leinenführig ist, oder weil er ein ganz anderes Problem hat?
Es kann natürlich gut sein, dass man mit Leinenführigkeit ein Stück weit so etwas verschleiern kann, aber nur bis zu einen gewissen Grad, aber irgendwann geht die Bombe hoch!

Wenn ich da mal ganz subjektiv von uns erzähle: Yari ist leinenführig, war es schon mit einem halben Jahr, kann aber, wenn ich ihn nicht richtig lese an der Leine austicken, so dermaßen austicken, dass du denkst es ist nicht wahr..... Er ist halt ein Hündchen dass seine individual Distanz braucht und das hat nix mit Leinenführigkeit zu tun.
 
Dabei
10 Jan 2016
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Drehen wir den Spieß doch mal um:

Versetz dich mal in den Hund: Er geht locker an der Leine, da kommt ein anderer gerade auf ihn zu, auch mit Herrchen oder Frauchen auch an der Leine, eventuell noch drohfixierend, dein Hund gibt sich Mühe weiter an der lockeren Leine zu laufen, weil du ihm beigebracht hast, bis zum erbrechen, das gehört so! Dass der andere drohfixiert oder deinem Hund unheimlich ist, entgeht dir (warum auch immer), der andere ist auf deiner Höhe da dein Hund ja augenscheinlich an der lockeren Leine die coolste Socke der Welt ist ist, fängst du an mit dem anderen Herrchen einen lockeren Plausch zu halten, und weil gerade in dem Moment dein Hund den ARschlochhund nicht mehr ertragen kann weil die Reizschwelle schlussendlich ums hundertfache überschritten ist macht es jetzt BUMM!

Jeder schlaue Hund zieht schon vorher die Reißleine!
 
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Dabei
8 Jul 2017
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Danke fürs erweitern meines Blickwinkels!

Ich habe bei all meinen Hundetrainern noch nie gehört/ erlebt , dass die auf den " Gemütszustand" des Hundes Rücksicht nehmen. Gearbeitet wird nach der Ansage " Geh du deinen Weg, der hat sich an dir zu orientieren " und fertig.

Ich bin der ewige Huschuabrecher, weil ich Weichei , den Hund verstehen möchte. Viele Hundeschulen vermitteln mir Zu viel " nur Methodik" ich möchte mehr... Ich ertappe mich auch mal bei dem Gedankegang " ach Hund, was hast du gemeint, zu nah? Na dann gehen wir weiter weg" :) vermutlich zu vermenschlicht :)

Meine " Aura" schreit halt nicht, weg da jetzt komme ich!!! Wäre Vlt manchmal einfacher :) für den eigenen Hund und auch für den der mir entgegen kommt
 
Dabei
10 Jan 2016
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Nein, das ist nicht vermenschlicht, genau so läuft das bei uns und genau so habe ich das in der Hundeschule gelernt!

Meine Trainerin und ja, mittlerweile wohl auch Freundin arbeitet sehr viel danach
https://www.dogood.de/b-a-t


Ich lebe mit meinen Hinden in einer Sozialgemeinschaft dass heißt für mich, dass ich schon auch nach den Befindlichkeiten ind dem Gemütszustand meiner Hunde gucke! Wenn denen was zu nah ist oder die was absolut nicht wollen, dann nehme ich darauf Rücksicht! In meinen Augen gehört das so!

Auf der anderen Seite gibt es natürlich Situationen in denen ich auch sage, Freund, das schiebt sich jetzt nicht. Zum Beispiel wenn Yari aus reiner Freude am Tun Rüdenpöbeleien anfängt, da kann ich ihm auch schon mal sehr bestimmt in meiner Körperhaltung und mit etwas festerem Ton miteilen dass das jetzt nicht ist. Ist halt wie bei Kindern...
 
Dabei
27 Feb 2017
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Geht das mit den Rüdenpöbeleien irgendwann weg? :mad::(

Dobby ist aktuell echt anstrengend, weil er auf jeden Hund eingeht, der ihn provoziert - zumindest wenn ich dabei bin. In der HuTa verhält er sich ganz anders. Aber mich will er beschützen und deshalb pöbelt er alles an, was ihm die Möglichkeit dazu bietet. Ich muss dazu sagen: Es ist nicht sonderlich häufig. Er hat seine zwei Hass-Rüden im Park, ansonsten ist es vielleicht auf jedem dritten oder vierten Spaziergang ein Hund. Es ist keine ausgeprägte Leinenpöbelei, es ist eher dieses "Ich will mich jetzt Prügeln!"-Ding. Deshalb hatte ich letzte Woche schon eine Einzelstunde bei meiner Trainerin und sie hat mir das auch nochmal genau so bestätigt: In meinem Hund steckt null Aggression, er will mich verteidigen und mir provozierende Hunde vom Leib halten. :rolleyes:Dafür haben wir auch schon eine Lösung gefunden, mit der wir super klar kommen.

So. Jetzt war ich eben im Freilauf-Park, Dobby hat ganz wudnerbar mit seinen Kumpels und Kumpelinen gespielt (kastrierte und unkastrierte Hündinnen, kastrierte und unkastrierte Rüden - alles kein Problem). Da kam einer seiner Hass-Rüden, Mats, mit Frauchen. Herrchen hat Mats immer an der Leine, da klappt das vorbeilaufen immer ganz gut, Frauchen lässt ihn frei laufen. Mats ist seit ca. 6 Monaten kastriert und war davor genau so ein Pöbel-Monster wie Dobby es jetzt ist - und deshalb sind die beiden auch das erste Mal aneinander geraten, als Mats noch nicht kastriert war. Jetzt ist Mats etwas ruhiger, pöbelt aber immer noch. Mats kommt also mit Frauchen, Dobby läuft ihnen entgegen. Ich brülle ihm hinterher (ja, wir haben ein Rückrufproblem, ja, daran arbeiten wir - es klappt besser, aber bei den ganz großen Herausforderungen müssen wir noch VIEL Arbeit investieren.:rolleyes:). Es gibt so einen Moment, da dreht sich Dobby immer nochmal um, um zu schauen, wo ich bin - in diesem Moment kann ich ihn meist zurückrufen. So auch heute. Ich also Dobby an die Leine genommen und etwas weiter vom Weg weggegangen, auf die Wiese. Halsband und Leine in der einen Hand, Wasserflasche in der anderen. Dobby war angespannt wie ein Flitzebogen, aber er blieb bei mir. Frauchen von Mats kommt zu unserer Gruppe, bleibt stehen und fängt an, sich mit einem der Hundebesitzer zu unterhalten. In aller Seelenruhe. Mein Hund bebt, ihr Hund fletscht leicht die Zähne in Dobbys Richtung. Mein Hund macht eine ruckartige Bewegung, ich rutsche aus, falle hin, die Leine noch locker in der Hand. Dobby rennt los, reißt mir die Leine von der Hand und rast zu Mats. Erst eher neutral, nähert er sich ihm und schnuppert. Mats fährt rum, mit gefletschten Zähnen und knurrend, und beide Hunde gehen aufeinander los. Ich habe die komplette Wasserflasche (125ml) über den Hunden ausgespritzt, aber sobald sie voneinander abgelassen haben, sind sie sofort wieder aneinander.
Wir konnnten sie dann trennen, bis auf ein gerissenes Geschirr bei Mats ist nichts passiert.
Mats' Frauchen ist halt jetzt wieder der festen Überzeugung, mein Hund sei eine Bestie. Ich bin der Überzeugung, Mats und Dobby geben sich da nicht viel, beide pöbeln gerne und können sich nicht ausstehen, sind aber ansonsten sicher echt liebe Hunde.

Was mich an der Frau ärgert, ist, dass sie es darauf angelegt hat, dass noch mehr passiert. Nach dieser Prügelei ist sie erst weitergegangen, kam dann aber nach 3 Minuten zurück und hat sich zu uns gestellt. Meinte, sie wollte nochmal mit mir reden. Das hat aber nichts gebracht, auch, weil sich die ganzen anderen Hundebesitzer immer wieder eingeschaltet haben. Aber auch danach ist sie stehen geblieben und hat sich mit den anderen Hundebesitzern am Weg unterhalten. Ich stand wieder entfernt auf der Wiese und habe irgendwann entschieden, nach Hause zu gehen und die Situation aufzulösen. Und was macht die Frau? Geht schräg neben mir auf dem Weg mit. Ich hab sie gefragt, ob das sein muss, und sie meinte, das sei doch ein guter Weg um zu üben - mit den Hunden an der Leine nebeneinander herzulaufen. Das war mir aber zu heikel - ich hatte nur eine dünne Lederleine, ich war stocksauer, Dobby war geladen. Also habe ich ihr gesagt, dass dafür jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei. Was sie wieder nutzte, um mir deutlich zu machen, dass ich alles falsch mache und meinen Hund nicht im Griff habe. :mad:


Wie geht Ihr mit solchen Menschen um? Was kann ich tun, damit Dobby nicht mehr so viel pöbelt? Kann ich da etwas tun oder muss ich jetzt einfach diese furchtbare Pubertät abwarten? Wird das wieder besser? Und sorry für den langen Text. Ich musste es mal loswerden. :(
 
Dabei
7 Jan 2014
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Also ich liebe ja solche Menschen die meinem immer ihre Meinung anderen aufdrücken zu müssen. Ich sehe das eigentlich ganz pragmatisch. Es gibt nun mal Rüden die können sich nicht ab, aus welchen Gründen auch immer. Und gibt es keinen zwingenden Grund das das irgend wie funktionieren muss sehe ich da auch keine Veranlassung es zu erzwingen. Immerhin gibt es auch bei uns Menschen welche mit denen wir nicht unbedingt Kontakt pflegen wollen.
In dem Fall würde ich also eher den Rückzug antreten um meinem Rüden das zu ersparen. Die Dame scheint es ja sogar darauf anzulegen. Wenn du sie, am Besten ohne Hund , triffst würde ich es ihr auch , ruhig und bestimmt, sagen. Du und dein Hund möchten keinen näheren Kontakt und auch keine aufgezwungenen Übungseinheiten und Erziehungstipps!
Zum Ursprungsproblem kann man wenig sagen. Da muss man immer den Hund und Halter sehen. Aber ich würde schon darauf achten das du die Situation unter Kontrolle hast und auch eine dementsprechende Leine am Hund die du gut halten kannst.
 
Dabei
11 Nov 2016
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Das sehe ich so pragmatisch wie Barbara. Solche (aufdringlichen) Leute gibt es immer wieder, mich nervt das auch sehr. Wenn ich die Person vorher kenne und kommen sehe, gehe ich daher entsprechenden Kontakten weit aus dem Weg. Hund zurückrufen, anleinen, den anderen zuwinken und einfach gehen. Ganz sicher würde ich die Situation nicht noch verstärkend herausfordern, also bleiben.

Der Frau kannst Du nicht verbieten mit den anderen zu sprechen. Sie hat dazu genau das Recht wie Du. Und aus ihrer Sicht ist Dobby das Problem und nicht ihr Hund. Mit Argumenten kommt man da nicht weiter. Oft ist es sogar so, dass ausgerechnet solche Personen als freundlich empfunden werden (die will ja Kontakt). Und man selbst wird als schwierig empfunden, weil man diesen Kontakt nicht schätzt. Da braucht es schon mal eine etwas dickere Haut.

Was das Pöbeln betrifft - ehrlich gesagt, so wie Du Dobby beschreibst, ist er ein altersgemäss gut verträglicher Hund. Im Moment ist seine Entwicklungsphase halt etwas schwierig. Auch das gehört dazu. Bis zur Pubertät hatte Merlin nie auch nur zurückgebellt, wenn er angepöbelt wurde. Das begann erst so im Alter von Dobby. Wir sind diese Phase - wie Du - mithilfe einer Trainerin angegangen. Heute entwickelt er langsam eine gewisse Souveränität (soll der ruhig bellen, interessiert mich nicht mehr). Und trotzdem gibt es Rüden (intakte und kastrierte), die er einfach nicht mag. Wir sehen das inzwischen wesentlich entspannter, denn zumeist mag ich deren Besitzer auch nicht (sind oft "tut-ja-nix" Personen).

Solange das nur Einzelfälle sind, würde ich diesen Situationen aus dem Weg gehen und meinen Hund davor bewahren. Es ist nicht so wichtig, dass Du mit den anderen Hundebesitzern noch etwas reden kannst. Sondern wichtiger ist, dass Dein Hund nicht mit einem Hund in der Gruppe kommunizieren will. Wenn Du bleibst, zwingst Du ihn, es für Dich zu regeln. Besser wäre, Du regelst es, nicht er.
 
Dabei
27 Feb 2017
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Danke Euch für die Unterstützung und das Mut-Machen!
Ja, ich habe für mich jetzt beschlossen, dass ich gehe, sobald ich die Frau kommen sehe. Geht ihr Mann mit Mats spazieren, gibt es das Problem ja weniger, weil wir dann einfach beide die Hunde an der Leine haben und er an der Gruppe vorbei geht. Dann halte ich Dobby fest, solange Mats zu sehen ist und danach darf er weiter toben.

Interessant finde ich, dass er in der HuTa gar nicht so drauf ist. Der Chef meinte letztens, Dobby sei einer der Bravsten bei ihnen, mit ihm hätten sie nie Probleme. Er hätte so seine Kumpels, mit denen er spielen würde und von Rüden, die ihn provozieren wollten, würde er einfach Abstand halten. :eek:
 
Dabei
22 Sep 2015
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Aber das passt doch dazu was deine Trainerin sagt, dass er dich beschützen will. Ich denke mal wärest du dann nicht an der Leine bzw. gar nicht da würde er den Rüden auch in Ruhe lassen bzw. ihm einfach aus dem Weg gehen.
 
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8 Mai 2016
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Ich muss sagen ich meide so Hundewiesen / Hundegruppen grundsätzlich da es bei der Anzahl fremder Hunde die da aufeinander treffen immer zu Stress kommt.
Lieber mal mit Hunden treffen die er kennt. Habt ihr beide mehr davon.
 
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8 Jul 2017
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Ich muss sagen ich meide so Hundewiesen / Hundegruppen grundsätzlich da es bei der Anzahl fremder Hunde die da aufeinander treffen immer zu Stress kommt.
Lieber mal mit Hunden treffen die er kennt. Habt ihr beide mehr davon.
So Handhabe ich das seit 13 Jahren, wobei ich gestehen muss, dass es mir weniger um die Hunde geht. Was in die Hunde hineininterpretiert wird , jeder weiß es besser, ja nö ansich ganz genau. Meinungen von andern fällt zunehmend schwerer zu aktzeptieren , man wird belehrt ob man es möchte oder nicht. Es laufen sehr viele Hundegurus rum :) die lassen sich dann noch steigern :) Die ganz schlauen , die ein Problem mit ihrem Hund haben oder hatten....werden Hundetrainer. Es werden tgl mehr, da DÜRFEN die Problemchen nicht ausgehen.
 
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19 Jan 2017
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Solange das nur Einzelfälle sind, würde ich diesen Situationen aus dem Weg gehen und meinen Hund davor bewahren. Es ist nicht so wichtig, dass Du mit den anderen Hundebesitzern noch etwas reden kannst. Sondern wichtiger ist, dass Dein Hund nicht mit einem Hund in der Gruppe kommunizieren will. Wenn Du bleibst, zwingst Du ihn, es für Dich zu regeln. Besser wäre, Du regelst es, nicht er.
Stimme voll zu.
Übernimm die Initiative. Sobald du Mats siehst handel.
Man kann Hunden beibringen unangenehme Artgenoßen nicht "zu kontakten". Du kannst Dobby durch Kommandos sagen: "Du musst dich nicht mit Mats auseinandersetzen. Du hast andere Möglichkeiten."
Dazu musst du ihm erst zeigen, dass es die anderen Möglichkeiten gibt und dann kann man diese Möglichkeiten mit einem Kommando konditionieren.
Ich persönlich habe gemerkt, dass irgendwann die Bindung zum eigenen Hund schaden nimmt, wenn man immer wieder in diese schäbigen Situation hineinkommt. Das Vertrauen vom Vierbeiner geht weg.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Dobby es nicht macht um dich zu schützen, sondern weil er denkt: Jetzt passiert die Situation gleich und Frauchen unternimmt wieder nichts. Dann muss ich was machen um mich selbst zu schützen und die Situation zu klären."

Ich weiß nicht wie die Begebenheiten auf der Wiese sind. Wenn sie weitläufig und gut überschaubar ist, könnte ich mir sogar ein Training mit einer guten 10 Meter Leine vorstellen (Gerade wenn Dobby zur Zeit im Rückruf nicht sicher ist). Sodass Dobby nicht immer gefühlt an die kurze Leine muss (Gefahr Fehlverknüpfung: kurze Leine= höheres Erregungslevel und schließlich kurze Leine=Attacke). Du siehst Mats. Kommt er mit Frauchen, oder Herrchen von vorne. Kannst du zum Beispiel direkt umdrehen. Bei uns heißt das Kommmando "kehrt". Achte auf das richtige Timing. Bei sehr unangehnemen Hunden kann man auch das weiträumige Bogen laufen nutzen. Könnte zum Beispiel mit dem Kommando: "Weiter" belegt werden.
Ich würde mit Dobby solche Begegnungen nicht mehr mit Wasserflasche machen. Bau vertrauen auf, indem du frühzeitig handelst. :)
 
Dabei
21 Feb 2011
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Junghund pöpeln passiert seiner Ansicht nach nur bei Leuten die es nicht schaffen, dass der Hund Leinenführig neben dem HH läuft. Dies hat er spät im 8 Lebensmonat erwartet... Yuri hat dann noch Zeit.
Muss da noch mal einen älteren Kommentar ausgraben :eek:
Tausche das Wort "Leineführigkeit" gegen "Orientierung am Hundehalter".
Damit passt, m.M.n., die Aussage.

Ein Hund, der sich an seinem Menschen orientiert, also psychisch bei seinem Menschen ist, neigt deutlich weniger zum Pöbeln.

Es gibt viele Hunde, die laufen an lockerer Leine neben ihren Menschen, sind aber gedanklich ganz woanders. Denen wird erst wieder bewusst, dass da am anderen Ende der Leine noch ein Mensch ist, wenn der "plötzlich" mal was anderes macht, ausser stupide geradeaus zu laufen, z. B stehen bleiben oder im Schneckentempo gehen.
 
Dabei
19 Jan 2017
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So Handhabe ich das seit 13 Jahren, wobei ich gestehen muss, dass es mir weniger um die Hunde geht. Was in die Hunde hineininterpretiert wird , jeder weiß es besser, ja nö ansich ganz genau. Meinungen von andern fällt zunehmend schwerer zu aktzeptieren , man wird belehrt ob man es möchte oder nicht. Es laufen sehr viele Hundegurus rum :) die lassen sich dann noch steigern :) Die ganz schlauen , die ein Problem mit ihrem Hund haben oder hatten....werden Hundetrainer. Es werden tgl mehr, da DÜRFEN die Problemchen nicht ausgehen.
Bei uns sind alte Truppenübungsplätze solche Orte. Da herrscht ein menschliches und hündisches Chaos...
 
Dabei
19 Jan 2017
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Muss da noch mal einen älteren Kommentar ausgraben :eek:
Tausche das Wort "Leineführigkeit" gegen "Orientierung am Hundehalter".
Damit passt, m.M.n., die Aussage.
Finde ich schön ausgedrückt Gundi. Daumen Hoch!
Dazu muss ich sagen, dass ich das Bild vom perfekt am Knie laufenden, Kopf in unnatürlichen Haltung immer nach oben blickenden Hund, überholt finde.
Ich finde sogar, dass diese Bild in der Ausbildung blockiert.
 
Dabei
21 Feb 2011
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Dazu muss ich sagen, dass ich das Bild vom perfekt am Knie laufenden, Kopf in unnatürlichen Haltung immer nach oben blickenden Hund, überholt finde.
Ich finde sogar, dass diese Bild in der Ausbildung blockiert.
Dieses Fusslaufen hat ja nix mit Leinenführigkeit zu tun.
Das brauche ich im Sport oder für die BH, aber nicht im Alltag.
Es ist für mich einfach ein Trick und hat nichts mit Erziehung usw zu tun.
 
Dabei
8 Jul 2017
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Muss da noch mal einen älteren Kommentar ausgraben :eek:

Ein Hund, der sich an seinem Menschen orientiert, also psychisch bei seinem Menschen ist, neigt deutlich weniger zum Pöbeln.

Es gibt viele Hunde, die laufen an lockerer Leine neben ihren Menschen, sind aber gedanklich ganz woanders. Denen wird erst wieder bewusst, dass da am anderen Ende der Leine noch ein Mensch ist, wenn der "plötzlich" mal was anderes macht, ausser stupide geradeaus zu laufen, z. B stehen bleiben oder im Schneckentempo gehen.
Dieses Leinenthema, ich glaub ich brauch noch ein paar Hunde um draus schlau zu werden :))

An unserm Haus laufen irre viel Leute vorbei mit Hund, weil Gassistrecke, so und das macht echt Spaß zuzuschauen. Es gibt viele HH die mit der Flexie laufen vorallem Junghunde. Die Hunde kennen den Weg und laufen schon mal vor, die Weibsen quasseln hinterher. Keiner macht sich da Gedanken zur Leinführigkeit, geschweigedenn, dass der Hund nebenher laufen muss/ soll oder darf ( 10 Prozent) . So und keiner davon tobt an der Leine bzw an der Flexi...klar laufen diese HH eher nicht auf der Gassistrecke. Trotzdem, keine Huschu und keine Ahung von nix und es funzt. Warum??? Da dreht sich auch kein Hund um, wieso auch, hängt doch alles im Schlepptau.

Manchmal glaub ich fast die Menschen wollen zu schnell zuviel. Ich sprach vor kurzen mit einer Frau die derzeit 14 Aussies hat, über Jahrzente. Sie sieht den Aussie als Schnellkopftopf und bei vielen wird zu schnell der Deckel draufgepresst. Ich würde dem Ganzen noch zufügen, wir sind die Heizplatte :)
 
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27 Feb 2017
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Ich muss sagen ich meide so Hundewiesen / Hundegruppen grundsätzlich da es bei der Anzahl fremder Hunde die da aufeinander treffen immer zu Stress kommt.
Lieber mal mit Hunden treffen die er kennt. Habt ihr beide mehr davon.
Stimme ich Dir grundlegend voll zu, aber in meinem Fall ist es tatsächlich letzteres. Jeden Tag um 12 Uhr trifft sich eine Gruppe Hundebesitzer hier aus der Nachbarschaft in diesem Park und lässt die Hunde toben. Da ist ein "harter Kern" von Leuten, die immer da sind, und immer ein paar Hunde, die nur ab und an dabei sind. Dazu gehören wir und auch Dobbys bester Kumpel hier aus der Gegend. Ich habe das gerne genutzt, wenn ich nach dem Frühdienst genau zu der Zeit Feierabend hatte und durch den Park nach Hause gelaufen bin. Dann durfte Dobby nach dem langen Liegen mal so richtig toben und rennen. Oder wenn ich den Vormittag irgendwie vertüddelt habe und eigentlich nicht die Zeit habe, jetzt eine Stunde mit meinem Hund durch den Wald zu laufen, sondern ihm kurz die Möglichkeit geben will, sich mal so richtig auszupowern.
Das ist aber die Ausnahme, vielleicht einmal die Woche. Ansonsten gehe ich natürlich mit ihm spazieren, auch immer wieder verschiedene Wege und oft verbunden mit Training.


Tausche das Wort "Leineführigkeit" gegen "Orientierung am Hundehalter".
Damit passt, m.M.n., die Aussage.

Ein Hund, der sich an seinem Menschen orientiert, also psychisch bei seinem Menschen ist, neigt deutlich weniger zum Pöbeln.

Es gibt viele Hunde, die laufen an lockerer Leine neben ihren Menschen, sind aber gedanklich ganz woanders. Denen wird erst wieder bewusst, dass da am anderen Ende der Leine noch ein Mensch ist, wenn der "plötzlich" mal was anderes macht, ausser stupide geradeaus zu laufen, z. B stehen bleiben oder im Schneckentempo gehen.
Ja, da gehört Dobby auch dazu, einfach weil er sich noch unglaublich leicht ablenken lässt. Es kommt so oft vor, dass er eine Spur aufnimmt und der dann folgt - und dann bin ich Luft. Oder eben einen anderen Hund sieht und dann will er da unbedingt hin. Das schiebe ich aber auch so ein bisschen auf sein Alter - es hat sich schon extrem verbessert und wir trainieren dran, aber er ist einfach ein Hund, der sich leicht ablenken lässt und das kann ich nicht so schnell ändern. Wie gesagt, wir arbeiten daran. Und wenn ich mit ihm arbeite, mich gezielt mit ihm beschäftige, dann ist das auch weniger. Aber da mag ich faul sein: Es gibt auch Zeiten, da will ich einfach mal durch einen Wald laufen, ohne mit meinem Hund Stöckchen anzugucken, Leckerlis zu werfen, Gehorsamkeitsübungen zu machen oder ihn auf Baumstümpfe hüpfen lassen - da will ich einfach mal meinen Gedanken nachhängen und für mich den schönen Spaziergang genießen - zumindest für einen kleinen Teil des Weges. Und in diesen Momenten genießt mein Hund dann eben auch seine Freiheit und geht seine Wege. Nicht ideal, aber so richtig verübeln kann ich es ihm auch nicht...

Übrigens, zur Mats-Situation von oben: Mats Frauchen hat ihn dann beim Weggehen noch 15 Meter an der Leine gehalten und ihn dann wieder abgemacht. Ich habe Dobby bis nach Hause an der Leine behalten und mit ihm das locker-an-der-Leine-gehen geübt - und da war er sehr konzentriert und gelehrig.

Ich weiß nicht wie die Begebenheiten auf der Wiese sind. Wenn sie weitläufig und gut überschaubar ist, könnte ich mir sogar ein Training mit einer guten 10 Meter Leine vorstellen (Gerade wenn Dobby zur Zeit im Rückruf nicht sicher ist). Sodass Dobby nicht immer gefühlt an die kurze Leine muss (Gefahr Fehlverknüpfung: kurze Leine= höheres Erregungslevel und schließlich kurze Leine=Attacke). Du siehst Mats. Kommt er mit Frauchen, oder Herrchen von vorne. Kannst du zum Beispiel direkt umdrehen. Bei uns heißt das Kommmando "kehrt". Achte auf das richtige Timing. Bei sehr unangehnemen Hunden kann man auch das weiträumige Bogen laufen nutzen. Könnte zum Beispiel mit dem Kommando: "Weiter" belegt werden.
Ich würde mit Dobby solche Begegnungen nicht mehr mit Wasserflasche machen. Bau vertrauen auf, indem du frühzeitig handelst.
Die Wiese ist relativ weitläufig, es ist kein Problem, da mit ihm Abstand zu halten. Das mache ich ja auch in der Regel (und habe es auch an dem Tag gemacht). Mein Problem dabei ist, dass wir ja in dem Fall statisch sind und uns nicht bewegen. Ich kann Dobby an die Schleppleine nehmen, wenn ich Mats sehe, und ganz ans Ende der Wiese gehen und mich mit Dobby beschäftigen. Dann wird er sich voll und ganz auf mich konzentrieren und Mats weitgehend ignorieren. Das haben wir schon gemacht, ist kein Problem. Löst aber die Situation nicht, in der ich am Mittwoch war, weil wir da eben nur rumgestanden haben.
Die Lösung, die meine Trainerin im Einzeltraining mit mir gefunden hat, ist ähnlich: Ich ignoriere den Hund, der freilaufend zu uns kommt, wenn Dobby an der Leine ist, und gehe einfach weiter. Dann pöbelt mein Hund auch in der Regel nicht. Wenn der andere Hund sehr hartnäckig ist, habe ich die Wasserflasche, um ihn wegzusprühen.


Mats ist tatsächlich ein Einzelfall und ein ganz besonderer Hass-Feind. Warum, weiß ich nicht. Es gibt noch einen kleinen Hund, Bolle, der Dobby mal im Welpenalter in den Hals gebissen hat, den mag er auch nicht - das kann ich aber extrem gut verstehen und wir gehen immer einen großen Bogen, wenn wir die sehen. Da klappt es mittlerweile fast stressfrei.
Ich bin mir auch ehrlich gesagt nicht sicher, warum Dobby zu Mats hingelaufen ist. Es ist nicht seine Art, Streit zu suchen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass er ihn begrüßen wollte: Ohren waren oben, Rute war entspannt und hat leicht gewedelt. Das ist bei ihm eigentlich immer das "Hey, ich will Dich kennen lernen"-Gebährden. Aber dann hat Mats ihn angeknurrt und Zähne gefletscht - und dann war es aus für meinen Hund.

Meine Lösung ist es jetzt, Abstand zu halten und meinen Hund nicht mehr in solche Situationen mit Mats zu bringen. Ansonsten viel Rückruftraining, viel Liebe und natürlich auch immer wieder anderes Gehorsamkeitstraining. Und hoffen, dass diese blöden Hormone bald weniger werden...
 
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21 Feb 2011
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8 Jul 2017
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Immer wird der Rückruf bis zum Erbrechen geübt, wenn mal was schief läuft.
Der Witz ist, meist funktioniert der ganz gut, aber das Bleiben beim Menschen nicht ;)[/QUOTE]

Solange bis das Leckerchen aus der Tasche ist bleiben sie schon :)

woran hängt es wenn die Orientierung im Freilauf besser ist?
 
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8 Jul 2017
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Dann läuft da was aber so richtig schief ;)

Woran hängt es, wenn die Orientierung im Freilauf besser ist?

.
Jupp

Leider weiß ich nicht mehr wo ich es gelesen habe, vlt komme ich noch drauf. Thema war, dass Hunde die sich mehr im Freilauf , als an der Leine, an ihrem Besitzer orientieren den HH eher kontrollieren. Ob was dran ist? Kein Plan.

Aber wer weiß schon was der Hund denkt wenn er sich umdreht und nach seinem HH schaut? Kann ja auch ein Kontrollblick sein :)
 
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21 Feb 2011
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Ne, um Kontrolle geht es dabei definitiv nicht.
Der Hund sollte mental bei seinem Besitzer sein und z. B. bemerken, wenn Mensch stehen bleibt.
Das betrifft auch die Stimmung des Menschen. Ist der in "brenzligen" Situationen ruhig und gelassen, sollte es für den Hund auch keinen Grund geben, sich in so einer Situation aufzuregen.
 

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