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Distanzloser Junghunde maßregelt Besuch

Dabei
8 Mai 2016
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#1
Wieder mal das alte lästige Thema, ich dachte wir hätten es endlich durch da es die letzte Zeit so gut lief.
Hier mal in Kurzfassung:

Es klingelt, Hund ist extremst angespannt (k.A. wieso, sonst ist er da ruhiger), Kind ist extrem hektisch, ganze Stimmung hektisch und wahrscheinlich hier schon zum Scheitern verurteilt :( Es kommt noch Schlimmer: ich gehe ins Treppenhaus um den Besuch zu begrüßen, lasse Hund und Kind oben (Dusty sitzt und bleib auf seinem Plätzchen in der Küche was er natürlich nicht macht), beiden rennen zur Türe, was passiert? Mein Sohn macht trotz Verbot die Türe auf und lässt das Kind rein, herrje!!! Dusty rennt ins Treppenhaus, mir nach, am Kind vorbei, wufft kurz (Mutter stand noch da), rennt wieder hoch in die Wohnung, Dusty springt das Mädchen bellend an, die kreischt und presst sich an die Wand.


Ich hatte das mit einer Kamera im Flur gefilmt da ich eigentlich Dusties Verhalten bei Besuch filmen wollte.

Das ist wirklich unser größtes und einzigstes wirkliches Problem.
Ich weiß dass es mutmaßlich an der Hektik vorher liegt aber mit Kind was auch noch Stress macht ist das oft die Realität.
Was kann ich tun? Es hätte gar nicht dazu kommen dürfen dass er den Besuch anspringt und maßregelt.

Eine Bekannte meinte er wolle den Besuch nur begrüßen, hm, weiß nicht.

Er ist generell sehr distanzlos, läuft einem übers Gesicht wenn er auf die Couch springt (meist wenn er total eifrig und freudig ist).

Er darf eh kaum was entscheiden. Soll ich ihm Couch jetzt auch generell verbieten?
 

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Dabei
14 Sep 2014
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#2
Wenn es die letzte Zeit schon relativ gut lief, würde ich einfach so weiter arbeiten und dich erstmal nicht verrückt machen. Solche Rückfälle hat jeder von uns erleben müssen und man ist nie davon gefeit, immerhin sind unsere Hunde Lebewesen und 100 % Kontrolle bekommt man nie. Aber ich kann dich verstehen ,unser Dusty ist auch so ein Begrüßungsflummi gewesen , das war oft nervig wenn er alle Besucher angesprungen hat. Jetzt mit 3 1\2 ist das schlimmste vorbei, nur bei uns und der engsten Familie überkommt es ihn manchmal und auch nur noch in abgeschwächter Form.
Das mit der Couch würde ich dagegen unterbinden und ihn nicht mehr rauflassen solange er sich so frech und ignorant euch gegenüber verhält.
LG Roswitha und Dusty
 
Dabei
7 Okt 2014
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#3
Ich würde mir da keinen großen Kopf machen, war halt eine Verkettung unglücklicher Umstände.
Sowas passiert hier alle paar Monate auch noch und wird es vielleicht immer, unsere Hunde sind halt auch keine Maschinen ;)

Ist das Mädchen heile geblieben?

Krone richten, weitermachen, notfalls bei Kinderbesuch kurzzeitig den Hund festbindem auf seinem Platz und üben üben üben.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#4
Lassie ist jetzt 3 und erst vor ca 1/2 jahr hat sie wirklich angefangen Fremde zu ignorieren. Davor wurde jeder an der Haustür zu mindestens an geschnüffelt, anfangs auch angesprungen. Ich habe sie immer mit gehen lassen, bei uns ist es allerdings sehr eng im Hauseingang so das sie immer hinter mir war. Dann kam das Kommando nein, notfalls am Halsband gehalten .

An deiner Stelle würde ich auch nicht viel ändern und weiter machen. Die Zeit arbeitet da für dich, die Distanz kommt in ein paar Jahren. Allerdings wenn Kinderbesuch kommt, würde ich ihn vorsichtshalber an die Leine nehmen, und ihn so kontrolliert, "begrüßen" lassen. Für Lassie sind die Leute sehr uninteressant wenn sie sie gesehen hat.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#5
Ich seh das wie Finnie Pooh - mach Dir da nicht so einen Kopf!
Schau mal, ich wette Du hast in kein Kinderforum geschrieben "Rücksichtsloser Sohn missachtet Verbote - darf er weiterhin auf die Couch?" Weil es nicht nötig ist, weil Du weißt dass Dein Sohn eigentlich gut erzogen ist und weil du weißt, wohin der Weg gehen soll.
Ich finds gut dass Du die Sache ernst nimmst, weiter trainieren möchtest und es verbessern möchstest. Ich möchte Dich nur beruhigen, dass Fehler einfach passieren, man die Situation selbst verbessern kann, doch damit hat es sich auch wieder.

Manchmal hab ich den Eindruck dass sich Hundebesitzer generell teilen in diejenigen die sich zuviel einen Kopf machen (da gehör ich auch dazu) und welche denen das Verhalten ihres Hundes total egal ist.

Das Thema "Besuch" treibt viele Hundebesitzer um. Ist ja auch logisch, ist auch aufregend. Stell Dir mal vor Du müsstest ruhig auf der Couch sitzen, während hier fremde Leute in die Wohnung strömen. Und dann verhält sich der Besuch auch nicht immer so wie man es sich wünschen würde. Also bei mir zumindest quitschen und betteln manche, dass sie endlich die Hunde streicheln dürfen. Insofern muss ich Hund und Besuch bändigen. :D Also die Situation ist aufregend und schwierig. Daher denke ich dass die meisten Hunde in der Situation einfach aufgeregt sind und daher nicht massregeln, sondern einfach überdrehen und Übersprungshandlungen zeigen.

Wie ich das löse: Also erstmal Decken-Training bis das sitzt. Die Hunde gehen bei mir - wenn es läutet oder jemand kommt und ich gehe zu Tür - erstmal auf die Decke und warten. Gerade wenn man fremde Kinder zu Besuch hat oder Menschen, denen Hunde nicht so geheuer sind, ist das sinnvoll. Hat aber auch etwas zu tun mit: Du bist nicht zuständig, ICH schaue wer es ist, ICH entscheide ob die reinkommen dürfen, ICH begrüsse die zuerst.

Bei der Kleinen konnte ich das nicht von Anfang an erwarten, also hatte ich bei ihrem Platz eine Leine, wo ich sie erstmal anleinte. Besuch wird von mir begrüsst, darf erstmal ankommen (dann kommt sowieso sofort die Frage: "ja wo sind den die Mädls????") und von daher dürfen dann die Hunde.

Und was bei besonders aufgedrehten Hunden oft gut funktioniert, ist eine Ersatzhandlung anbieten. Anfangs wollte ich immer das Emma ruhig auf der Decke liegen bleibt und der Besuch sie ignoriert. Doch Emma war angespannt und der Besuch schielte ständig zum Hund und flüsterte: "wann darf ich sie den eeeendlich begrüssen" - und schon war Emma wieder sprungbereit :D Also ich will nicht sagen, das ignorieren nicht funktioniert - doch dafür hab ich nicht den entsprechend impulskontrollierten Besuch.

Ersatzhandlung bzw. so ein Art Begrüssungritual kann sein: ich kenne welche, die nehmen den Hund mit zum Besuch (erstmal an der Leine) und der Hund gibt Pfote. Danach geht es wieder auf die Decke oder wenn der Hund schon ruhig ist, dann darf er dann auch sich wieder frei bewegen.

Wir machen es mit der Leckerlidose. Etwas aus der positiven Verstärkung ;) Besuch bekommt eine spezielle Dose mit Leckerli drin und darf dem Hund daraus was geben, wenn er schön Sitz macht. Funktioniert bei uns 1A - Besucher sind ruhiggestellt, Hunde machen schon von sich aus bei Besuch schön Sitz davor und springen nicht rum oder gar rauf. Jeder hat einen schönen Ablauf, die Situation ist ruhig, man läuft nicht schimpfend rum... Für uns war es die perfekte Lösung und eben auch und gerade bei Kinder.

Was man bei aufgedrehten Hunden auf alle Fälle beachten sollte, ist dass generell Besuch sich ruhig verhält beim Begrüssen. Ich wollte oft nicht unhöflich sein, doch ein freudiges Gequitsche war bei Emma total kontraproduktiv und da fing bei uns das Thema erst an.
Es ist tatsächlich so, kommen Leute die meine Hunde total ignorieren (kein Hinschauen, kein Ansprechen, ruhige Bewegungen) dann zieht sich Emma auch wieder auf ihren Platz zurück und ist selbst ganz ruhig.

Also so ist das bei uns, ich bin sicher ihr findet euren Weg :)
 
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Dabei
8 Mai 2016
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#6
Danke erstmal für die vielen Antworten. Vor allem auch an Yukiko für die ausführliche :)

Jetzt muss ich allerdings nochmal dazusagen dass es kein fröhlich-freundliches Anspringen alla streichel mich war, vielleicht zum ganz geringen Teil, sondern wirklich ein Kontrollieren alla bis hier und nicht weiter. Dusty mag Fremde nicht besonders bzw ist sehr unsicher. Streicheln durch Fremde mag er eh nicht, nur wenn ich dabei bin,
und er hätte sich auch garantiert nicht anfassen lassen.

Es war extreme Aufregung aber auch Wach-/Schutztrieb, nicht dieses freudige was man z.B. bei Labbis sieht (oder unserer ehem. Boder Hündin)
 
Dabei
31 Okt 2012
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#7
Das hab ich schon so verstanden. Auch meine Aussies haben Wach- / Schutztrieb und ich finde es einfach auch verständlich das manche Hunde sehen wollen, was da so in ihr Zuhause kommt. Immerhin ist es auch ihre Rückzugszone. Hat mich als Kind auch brennend interessiert, doch ich wusste natürlich auch das meine Eltern alles im Griff hatten und das ich dann genau wusste wie ich den Besuch begrüsse, was von mir erwartet wurde.

Insofern ist es gut wenn man den Hund vermitteln kann, man hat alles im Griff und wie man den Besuch begegnen soll. Und das alles ruhig!
Das Du Deinen Hund eine Platz zuweist ist schon mal gut, doch ich kenne das auch, dass ja die Anspannung erhalten bleibt und es reicht ein Funken dass die Anspannung ausbricht. Insofern ist der nächste Schritt die Anspannung zu minimieren. Den Hund an die Leine zu nehmen und später kontrolliert mich sich zu führen, ist dann schon oft ein guter Weg. Dann bist Du nämlich schon mal ruhiger, wenn der Hund nicht jederzeit losstürmen kann und wenn Du die Kontrolle hast, hat sie der Hund erstmal nicht.

Einerseits Distanzlos und dann doch reserviert ist natürlich eine interessante Mischung. Hast Du mal einen guten Hundetrainer das einschätzen lassen? Ich bin ja ein absoluter Freund davon, weil man selber oft andere Dinge reininterpretiert als jemand von ausserhalb. Gerade auch jahrelang erfahrene Hundehalter holen sich immer mal den Blick von aussen.

Meine Kleine ist absolut reserviert gegenüber Fremden, doch die Leckerlidose funktioniert 1A.

Positiv aufgebaut und mit einem Ablauf - das gibt dem Hund Sicherheit. Man muss den Hund ja nicht mal aus der Hand füttern, ist der Hund unsicher, reicht es auch wenn die Leckerli hingerollt werden zum Hund. Wenn er die Leckerlidose schon kennt und das langsam, ruhig und positiv aufgebaut wurde (erstmal durch Dich), dann wird die Leckerlidose schon alleine als vertraut angesehen und der Hund weiß was von ihm erwartet wird. In der Leckerlidose darf gerne etwas ganz besonders Schönes drin sein.

Ich war da Anfangs auch skeptisch, doch da alles andere nur noch mehr Hektik und Unruhe brachte und ich nur mit Druck Emma ruhig halten konnte (bei Emma ist es auch Großteils ein abchecken, das verstehen nur die meisten Menschen nicht, die meinen alle Emma liebt sie so sehr) - hab ich es probiert, langsam aufgebaut und damit das Problem gelöst. Konsequent, ruhig und dem Hund (und auch dem Besuch) einen Ablauf geben - davon halte ich sehr viel. Irgendwann kommt dann automatisch mehr Ruhe rein, was ja auch das eigentliche Ziel ist.

Ist natürlich auch nur ein Tipp :) Ich bin der festen Überzeugung dass nicht jeder Tipp für jeden passt.
 
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Dabei
8 Mai 2016
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#8
Die Videos (hatte es ja gefilmt via Handy im Flur aufgestellt um zu sehen was er treibt) schicke ich meinem Hundetrainer :) Er soll sich das auch mal ansehen.
Dusty hat keinerlei Probleme die Leckerchen von Fremden aus der Hand zu nehmen, will dabei aber nicht angefasst werden - muss man dem Besuch dann auch erstmal vermitteln - und es kann sein dass er sofort nach dem Leckerchen wieder zurückweicht und wufft. Odere eben er geht vor und wufft oder springt an und bellt.

Ich denke ich werde auch anleinen und mit runter nehmen, an der Leine ist es leichter für uns. Dann Hund mit rein, Leckerliedose und dann Hund ableinen und zu mir.
Später war er ja sogar mit mir und den Kindern im Kinderzimmer, alles ohne Probleme...

Wenn du Facebook hat und möchtest kann ich dir die Videos auch mal schicken, sind jeweils nur ein paar sek aber mehrere MB.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#9
Oh, ich würde mir jetzt nicht anmassen das Verhalten auf dem Video zu beurteilen :) und wenn ohnehin ein Hundetrainer vorhanden ist, den würde ich nicht dreinquatschen :D

Also ich sag mal zu 90% ist Hundeerziehung dann sowieso den eigenen Weg finden. Natürlich sollte man sich Ratschläge, den Blick von aussen etc. holen - doch es ist in erster Linie den Hund beobachten. Wann fängt er an Stress zu haben? Beim Klingeln? Dann schau erstmal dass er da etwas runterfährt - der gechillte Kollege wird er nie werden, braucht er auch nicht. Hauptsache er ist nicht im roten Bereich.

Wie genau? ja, ausprobieren! Die einen Hunde finden es gut mit an der Leine dabei zu sein, andere ziehen sich dann lieber zurück (zB Box), andere möchte zwar hin, es ist aber trotzdem besser sie erstmal wo zu "parken" damit sie überhaupt mal die Möglichkeit haben, zu sehen dass Du ohnehin alles im Griff hast.
Also Emma könnte ich nicht mit zur Tür nehmen, die würde sich sofort wieder mitverantwortlich fühlen. Die zieht sich inzwischen selbst in ihre Box zurück, nicht weil die ängstlich ist, sondern weil der Reiz sonst so gross ist, doch hinzustürmen :D Also alà "ich kann da gar nicht hinschauen" :D

Hunde sind durchaus fähig Strategien zu finden und die soll man gemeinsam mit ihnen finden. Und wirklich, mach kein großes Thema draus. Schau das Du mit Deinem Knuffel einen Weg findest, das die ganze Situation ruhiger wird. Sollte ihn das mitgehen stressen, dann führ ihn halt wirklich erstmal auf seinen Platz, leine ihn an und dann kann er beobachten. Und du kannst in Ruhe den Besuch begrüssen, dann legt sich auch da die erste Aufregung, kannst ein paar Anweisungen geben (bitte nicht anstaaren, Leckerli hinwerfen, wieder ignorieren) oder was immer ihr für Lösungen gefunden habt.

Meine Hündin reagiert zB total stark auf das Anstarren - tun ja viele Hunde :) Also auch kein großes Tamtam draus machen, Leckerli hinwerfen und ignorieren. Vielleicht ist das Leckerli schon zuviel, vielleicht ist nur ignorieren wirklich die bessere Lösung. Und wenn das alles nicht möglich ist, dann lieber den Hund in einen anderen Raum führen. Also beobachten was löst Stress aus und da ansetzen und Alternativverhalten bieten, Rituale einführen. Rituale und Ablauf geben Hunde Sicherheit.
 
Dabei
8 Mai 2016
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#10
Danke Yukiko für deine Hilfe :) Ich werde es einfach mal ausprobieren was ihn eher beruhigt.

In dem Fall war er beim Klingeln schon aufgedreht und hat gejammert. War da schon Zuviel Stress da mein Sohn zur Türe rannte,
beide nervös waren. Wenn ich entspannt hiersitze und es klingelt ist er ruhiger.
 
Dabei
5 Sep 2012
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#11
Ich kann da den anderen nur beipflichten. Das ist einfach dumm gelaufen. Nur nicht den Mut verlieren und weitertrainieren.
Saphira würde auch am liebsten jeden Besuch kontrollieren, vor allem wenn es Fremde sind, und sie ist ebenfalls reserviert und wird nicht gerne von Fremden gestreichelt.
Bei ihr sind es vor allem die ersten 5-10 Minuten vom Anläuten bis hin zum Reinkommen des Besuchs und Begrüßen, die sie in Stress versetzen.
Deswegen wird sie schon beim Anläuten in die Box "geparkt". Man merkt richtig, dass sie das innerlich gleich ein wenig entspannt, weil sie sich gar nicht verpflichtet fühlt, die Situation mitzuregeln. In der Box wird natürlich zuerst auch mal gebellt, aber sobald die "Begrüßungsphase" zu Ende ist, der Besuch reinkommt, sich gegebenenfalls hinsitzt und sie ihn von der Box aus unauffällig beobachten konnte, hat sie sich wieder beruhigt.
Dann darf sie auch raus, den Besuch begrüßen und lässt sich eventuell streicheln.

Bei Dusty klingt das sehr ähnlich. Von dem her finde ich deine Methode eh super, ich würde ihn nur sicherheitshalber anleinen oder eben in die Box geben. So muss man selbst nicht zittern, ob der Hund denn jetzt sitzen bleiben wird etc. und kann den Besuch entspannt begrüßen.
Das mit der Leckerlibox ist eine nette Idee, werd ich auch mal ausprobieren. :)
 
Dabei
8 Mai 2016
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#12
:) freut mich zu hörne - naja - dass ich nicht alleine mit dem Problem bin. Ich denke auch dass wir das schaffen werden ;)
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#13
Bist du nicht! Bei uns gibt es eine Tür mit Fenster zum Flur und dahinter muss sie bleiben wenns klingelt. Hundi regt sich auf und meckert so richtig rum geht aber freiwillig hinter die Tür wenn ich aufmachen gehe. Ich merke dass sie den Ablauf verstanden hat aber es ist unheimlich schwer für sie zu warten. Ich hoffe da auch auf die Zeit und es tut gut die Tipps hier zu lesen. Ich werde auch noch probieren ihr was besonderes als Alternative anzubieten.

Ich hatte mal angefangen gezielt auf das Klingeln hin zu üben aber es kommt einfach bei uns zu selten vor. Also gibt es jetzt den Ablauf und es wird. Das ist auch bei uns die einzig nervige Sache und wir müssen eben üben üben üben.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#14
Bzgl. Klingel kann ich empfehlen eine Zeitlang auf eine Funkklingel umzusteigen :D Gibts günstig bei Amazon, einfach zwei Sender bestellen, einen für draussen, einen zum Üben.

So kann man die Klingel selber auslösen und da kann man richtig schön alleine üben - Hund weiß ja nicht ob da jetzt jemand ist oder nicht. Gaaaaanz ruhig kann man so den Ablauf üben und Hund lernt auch, dass manchmal nach dem Klingel einfach mal gar nix passiert. Also man macht alles wie immer, doch ohne das jetzt was aufregendes passiert und man kann selber mal schauen wie man die Situation am besten händelt.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#15
aber es scheint dann ja doch der schutztrieb zu sein der dann da durch kommt?? smiley bellt grundsätzlich wenn es klingelt, geht dann allein zu ihrem platz weil sie weiß dass sie nicht zur tür darf. aber trotzdem wufft sie kurz. auch wenn keiner klingelt sondern nur vor der tür steht. wenn jemand klopft geht sie ab wie ein zäpfchen. und sie ist überhaupt nicht reserviert.vielleicht kommt da die kombi bei euch einfach zusammen
 
Dabei
22 Sep 2014
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#16
Das ist natürlich "blöd", dass man bei Dusty etwas gucken muss, weil er sich nicht so gerne anfassen lässt. Ich denke, ich würde ihn auch anbinden, wenn es klingelt. Dann sind alle entspannter. Und dein Besuch wird wissen, dass es eben ein paar Sekündchen länger dauert, bis du an der Tür bist.

Wir haben hier ja das andere Extrem: Einen Aussie im Labbipelz. Otis geht zwar auf seine Decke, sobald es klingelt. ABER: er bleibt dort liegen, so lange ich den Besuch nicht überschwenglich begrüße und dazwischen sage "Bleib da". Tja, wenn ich mich aber über jemanden freue, umarme und dabei noch lache, dann freut sich mein Hund wie ein Flummi und kommt auch Hallo sagen :rolleyes: Dann schicke ich ihn wieder zurück und warte auf eine Akklimatisierung (wie SEHR kann man sich bitte freuen???).

Wie du siehst: es gibt zwei Extreme :p
 

FrauRossi

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Dabei
26 Mai 2015
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#17
Wir befinden uns in einem Zwischenschritt. Heißt: Paula weiß dass sie ins Schlafzimmer auf ihren Platz muss und bewegt sich auch in die Richtung sobald ich es sage, aber generell bedeutet Klingel = große Aufregung und Bellen und herum springen. Daher wird die Schlafzimmertür auch zu gemacht bis der Besuch drin ist. Dann darf sie kontrolliert heraus, darf aber (außer Lieblingsmesch) niemanden "begrüßen" sondern muss auf ihre Decke in der Küche (wenn wir da sitzen). Denn wirklich begrüßen will mein Hund Besucher nicht (außer Lieblibgsmensch) sind ihr die nämlich soweit herzlich egal, aber kontrollieren will sie durchaus. Weil die meisten Besucher das aber nicht kapieren und meinen der Hund freut sich und sie daher herzen und streicheln wollen und ich keine Lust mehr habe mir den Mund fusselig zu quatschen, muss der Hund auf die Decke und gut ist. Besucher haben "Anfassverbot" weils puscht und Madam das eher doof findet.

Ich schreibe Zwischenschritt, weil Paula schon weiß wie es läuft, sich aber noch nicht soweit beherrschen kann dass sie von allein ins Schlafzimmer geht und dort bliebe, bis sie eine Freigabe bekommt. Zwischenschritt auch, weil ich nicht einfach die Schlafzimmertür auf machen kann und gut ist, sondern Paula stark kontrolliert "abholen" muss. Das klappt zwar mittlerweile gut auch ohne Leine, aber noch längst nicht geschmeidig und ganz ohne Aufregung.

Was jetzt mit Dusty passiert ist? Das sehe ich wie die anderen: dumm gelaufen, kann passieren. Nicht schön dass das Kind so einen Schreck bekommen hat, aber jetzt nicht mehr zu ändern und weiter ist ja auch nix passiert. Ich würd das Deckentraining einfach weiter betreiben und ihn nötigenfalls anbinden, bis er es soweit im Griff hat dass er das Kommando auch bei hohem Reiz (quitschendes hereinstürmendes Kind) nicht mehr von sich aus auflöst. Gleichzeitig vielleicht weiter Inpulskontrolle trainieren und auch üben mit Bewegten Objekten (kullernder Ball oder so) das er nicht hindarf, stoppen oder sogar umdrehen musst wenn du es sagst. Dauert natürlich alles seine Zeit. Aber du bekommst das sicher hin. Ärgere dich nicht dass es jetzt einmal doof gelaufen ist. (Wenn's danach ginge, hätte ich meinen Hund schon ausetzen müssen) :)
 
Dabei
22 Sep 2014
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#18
Und noch kurz: wurde hier schon gesagt, aber offenbar gehören wir alle der Fraktion "Ich mache mir zu viele Gedanken um meinen Hund" an ;) Ich kenne so viele Leute, da wird gar nicht darauf geachtet, was der Hund macht, wenn der Besuch reinkommt. Deshalb werde ich da jetzt laaangsam gelassener: Hund begrüßt, weil er vorzeitig das Kommando aufhebt? Shit happens. Gibt Schlimmeres.
 
Dabei
8 Mai 2016
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#19
Danke nochmals an alle, bin jetzt auch schon was ruhiger :)

@FrauRossi: klingt Dusty schon recht ähnlich die Paula. Bei uns ist es die Küche wo er rein muss, hatte die Türe offen da es eigentlich bisher klappte, war nun aber ein Rückschritt. Naja, wir packen das schon. Dusty will auch nicht von Fremden angefasst werden, er will kontrollieren. Merkt man super wenn man ihn gewähren lässt, dann schleicht er um den Besuch und bellt sobald dieser alleine (ohne mich) in ein Zimmer geht. Das versuche ich natürlich zu verhindern.

Zur Impulskontrolle: da kann er schon richtig gut! ich kann den ins Platz schicken, einen Gummiball auf den Boden werfen so dass er sogar über den Hund springt, der bleibt liegen. Stöckchen werfen, hinterher schicken, kurz vor dem Ziel Halt & Platz - alles kein Thema. Nur eben Besuch ist ein riiiiieeesen Reiz ;)

@Nadine:
Danke. Ja ich bin auch ein Kopfmensch ;)
 

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