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Hektischer Aussie

Dabei
14 Sep 2014
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Das hört sich doch gut an, freue mich für Dich:)
LG Roswitha und Dusty
 

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Dabei
13 Feb 2014
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*Staubwegpust* :)
Hach mein alter Thread...Ich hab ihn mir gerade nochmal durchgelesen und mich gefragt: "War das wirklich mein Hund?" :rolleyes:
Ich kann mir das ehrlichgesagt gar nicht mehr vorstellen, wie ich das alles durchgehalten habe und das mein Hund wirklich so war. Ich dacht mir ich schreib für alle die es interessiert hier mal ein kleines Update ein dreiviertel Jahr nach dem Ganzen und weil ich auch froh bin, dass sich Alles tatsächlich zum Guten gewendet hat.

Also seit Fynn nun regelmäßig seine Tabletten bekommt und ich fleißig im Training bin, ist mein Hund ein (fast) komplett anderer Hund.
Die Spaziergänge machen Spaß, ich nehme meinen Hund überall hin mit, wo ich ihn nur mitnehmen kann und ja, bin ich nurmal eine Nacht weg und kann ich ihn nicht mitnehmen, dann vermisse ich meinen Clown tatsächlich sehr und könnte ihn am nächsten Morgen wenn ich nach Hause komme von oben bis unten abknutschen :)
Klar, Fynn ist ein etwas schwieriger Hund, aber so wie er momentan ist könnte ich mir sogar schon das gesamte Leben mit ihm vorstellen. Aber ich weiß, es wird noch besser werden! Wenn er erstmal alt genug ist und mit genügend Training wird das alles noch zu toppen sein. Dann wird er vielleicht nicht mehr die Leute vor Freude anspringen, kommt an fremden Orten sofort zur Ruhe usw. Aber es lässt sich sehr gut mit ihm leben :) Wenn ich da früher drandenke, er ging Abends nur hechelnd hin und her ohne sich hinzulegen. Und heute? Ohne Fynn auf der Couch ohne ihn :p Unsere Bindung ist seitdem auch erheblich besser geworden. Er ist teilweise eine richtige Schmuseratte geworden. Meistens muss er sich auf der Couch irgendwo an mich dranlegen. Bloß wenn er sich strecken will, dann rückt er ein Stückchen weg. :D Was mich noch mega freut und immer wieder überrascht, wenn ich ihn früher aus dem Auto ausgeladen habe, zog er mich sofort von rechts nach links und fiepte wie verrückt.
Und heute? Selbst an total fremden Orten springt er raus, schüttelt sich und guckt mich an als ober sagen will "Frauli was machen wir jetzt?"
Wir sind mittlerweile im Training so gut geworden, dass mich meine Trainerin letztens zum Training bestellt hatte wo ich dachte wir trainieren.
Hatten wir dann auch sozusagen. Ich war das Testobjekt für einen Goldi, der auf andere Hunde und Menschen (nicht aggressiv) reagierte. Sie stand die ganze Zeit bei den Leuten und ich ging immer schön hin und her. Fynn zog kaum an der Leine und war einfach nur klasse. (Wohlgemerkt waren wir auch noch an dem Ort, an dem ich mich das erste Mal mit meiner Trainerin getroffen habe und Fynn war da eine Katastrophe) Später erzählte sie mir dann, dass die Goldibesitzer solche Sorgen haben, ihren Hund nicht hinzubekommen und sie gefragt haben warum denn meiner nicht bellt? (Ihrer hat die ganze Zeit gebellt) Dann sagte sie zu denen, der hat vor nem dreiviertel Jahr das Training bei mir begonnen und war um einiges schlimmer. Somit hat sie die Leute beruhigt und ich war mega mega stolz, quasi als Vorbild dazustehen :)

Ich bin wirklich voll und ganz zufrieden mit unserem Fortschritt und mir fällt ein Stein vom Herzen, dass ich zu meiner Trainerin gefunden habe und die sein Problem entdeckt hat. Mittlerweile sind wir auch fleißig am Fährten und werden am Samstag mal ins Maintrailing reinschnuppern, vielleicht ist das ja was für uns :eek:
Natürlich müssen wir noch viel weitertrainiern aber ich bin richtig zuversichtlich, dass wir das alles noch hinbekommen. Unser einzig großes Problem ist das Jagen, weshalb ich Fynn leider nicht von der Schleppleine lassen kann, aber vielleicht bekommen wir das ja auch irgendwann noch in den Griff :) Aber ich weiß nun definitiv dieser Hund gehört zu mir und ich werde ihn nie wieder hergeben. :)

Und hier noch das Beweisfoto von einem tiefenentspannten Hund :) PS: Damit sich niemand wegen dem Scheren "aufhängt" ich hab das mal ausprobiert ob es ihm den Hitzestress nimmt und er ruhiger ist. Hab auch das Gefühl, dass das so ist, aber ich weiß nicht ob ich das nächstes Jahr nochmal mache oder einfach nur den Bauch schere, damit er schneller abkühlen kann ;)

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Dabei
5 Sep 2014
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ooohhh das finde ich toll! Gerade wenn mal jemand in diesem Thread landet der genau die gleichen Probleme durchmacht wie du damals hattest, ist das ein super Mut-Macher. Schön zu sehen dass das ganze Training und dein Durchhaltewillen zum Erfolg geführt haben. :)
Finde ich super was ihr beide als Team erreicht habt und wie du sagst es geht ja weiter mit Training etc.. Und der Wirbelwind wird ja auch noch ruhiger mit der Zeit (so in 6-8 Jahren :p ;)).
 
Dabei
13 Feb 2014
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Grins 6 - 8 Jahre :D Meine Trainerin hat auch so einen Fall daheim. Aussie und SDU. Sie sagte zu mir, jetzt mit 5 Jahren kann sie sagen, er ist eigentlich ganz gut geworden und das obwohl sie nicht viel trainiert hat :) Und ich denke mit dem Alter ist er dann auch kein solcher Kindskopf mehr, was mich aber teilweise wirklich zum Lachen bringt.
Was ich aber auch noch dazusagen muss, ich bin um einiges lockerer geworden und sehe vieles nicht mehr so eng. Wenn er z. B. Leute anbellt die gerade an unserem Haus vorbeigehen, mein Gott dann soll er eben bellen. Nur wenn er sich gar nicht mehr einkriegt gibts mal ein Schluss und gut ists :)
Also kann man sagen Halter gut trainiert und Hund gut trainiert :p
 
Dabei
14 Sep 2014
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Oh, das freut mich zu lesen . Ich hoffe auch weiterhin von eueren Fortschritten zu hören .
LG Roswitha und Dusty
 
Dabei
1 Aug 2013
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Ohhh Ramona das freut mich zu lesen :) Und ich kann mich richtig mitfreuen, denn auch mit Noomi klappt es inzwischen viel besser. Hatte sie sogar letztens mal wieder mit auf der Kinder-Farm und es war nicht zu vergleichen mit dem Hund vor einem halben, dreiviertel Jahr. Was macht denn die Leinenführigkeit bei euch? Hat Fynn auch so einen starken Vorwärtsdrang? Bei uns klappt es inzwischen gut wenn wir alleine sind. Wenn ich abgelenkt bin weil zb jemand mit Gassi geht, zieht sie aber immer noch oft. Aber allein dass es inzwischen klappt wenn keiner dabei ist ist für mich so eine Entlastung im Alltag. Was das ausmacht, wenn man seinen Hund bei "Gegenverkehr" in Form von Fahrrad oder Kind einfach anleinen kann, ohne dass er in der Leine hängt :rolleyes: Es ist auch ein bisschen wie ein positiver Teufelskreis: je besser vieles klappt, umso entspannter ist man mit den Dingen die noch nicht perfekt laufen.
 
Dabei
13 Feb 2014
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Manchmal brauchen auch Hunde wohl tatsächlich eine Auszeit. Ich hab Fynn vorher z. b. auch gar nicht mehr mitgenommen, wenn ich meine Oma besucht habe. Heute ist er IMMER dabei :D Es klappt zwar noch nicht, dass er sich von alleine hinlegt und schläft, ich muss ihn immer anleinen, aber das wird auch noch :) Ist aber auch eine schwierige Sache bei meiner Oma, jeder redetet auf den Hund ein "Mei ist der niedlich" und "Ja wo is er denn" wie soll man da auch einfach schlafen...:p
Die Leinenführigkeit ist bei uns eigentlich auch schon ganz gut. Je nachdem wie sein Tag auch ist. Fynn hat definitiv einen starken Vorwärtsdrang, aber wir haben da einen guten "Kompromiss" gefunden. Unsere normalen Leinen sind alle etwa 2 Meter lang (oder 2,50?:rolleyes:) Und die darf er voll ausnutzen. Er darf soweit vor mir gehen wie es die Leine zulässt. ABER er darf nicht ziehen und muss auf einer Seite bleiben. Wenn uns Leute entgegen kommen oder Hunde, Radfahrer oder sonst irgendetwas, dann muss er aber neben mir laufen. Funktioniert manchmal wunderbar dann läuft er zwar neben mir fiept aber ein bisschen, aber dass kann er von mir aus machen oder er möchte hin, ich kann ihn aber mit unserem Abbruchsignal abhalten. Es ist nicht mehr so wie früher, dass er sich in die Leine hängt und die Leute anspringen will :D
Erstaunlich ist für mich, dass in kreischende Kinder, Jogger und Radfahrer absolut nicht jucken. Der will die nicht jagen oder sonstiges. Und da bin ich schon sehr froh drüber. Dafür haben wir halt unsere Probleme mit anderen Tieren. Man kann eben nicht alles haben :rolleyes:
Wenn ich mit jemand anderem Gassi geh, kommt es ganz darauf an, wer da dabei ist. Eine für Fynn fremde Person ist nicht so aufregend, da kann man sogar ein Stück leinenführig gehen wenn der andere einen Hund dabei hat. Aber wenn z. B. mein Freund mitgeht, was für Fynn noch neu ist, weil der noch nicht sehr oft mitging zum einen wegen Zeitmangel zum anderen war es mir lieber Fynn erstmal trainieren zu können, dann sag ich mal wirft uns das ein ganzes Stück zurück. Da ist er wieder aufgeregter, zieht öfter an der Leine und "vergisst" so manches.
Aber da bin ich mir auch sicher, es wird mit der Zeit und dem Alter :D
Ich bin definitiv entspannter wenn ich sehe was schon alles klappt, das stimmt. Eben weil man einfach nicht mehr so viele Probleme hat und gezielt gegen die Baustellen die man hat trainieren kann. Und auch weil ich sehe, dass das Training was bringt und das Alter auch einiges ausmacht. (Was ich früher irgendwie nie glauben konnte:D) Was machst du denn für die geistige Auslastung mit Noomi?
 
Dabei
1 Aug 2013
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Ja, ich kenne das - hab Noomi eine Zeit lang auch nicht mehr mitgenommen. Allerdings versuche ich sie inzwischen immer wenn es geht wieder dabei zu haben. Ist zwar manchmal etwas mehr Stress dadurch, aber ich denke auf lange Sicht bringt das viel. Hatte sie in letzter Zeit auch öfter wieder beim Essengehen dabei, was eine Weile lang undenkbar gewesen wäre. Sie schläft dann zwar nicht, aber sie lässt sich kontrollieren und kann dann auch mal Sitz oder Platz machen, OBWOHL gerade etwas anderes (Kinder, Menschengruppen) passiert. Vorher war sie in solchen Situationen nicht mal ansprechbar. Als ob da die Verbindung unterbrochen wäre :D
Mit der Leine habe ich festgestellt, dass sobald ich ihr den Raum nach vorne gebe, sie ganz bald auch wieder zieht. Deshalb bin ich da relativ strikt, dass nur neben oder hinter mir gelaufen wird wenn die Leine dran ist (sie läuft ja 90% sowieso ohne...). Sie hat den Drang dann immer wieder gaaaanz allmählich weiter nach vorne zu wandern und wenn man nicht aufpasst ist sie prompt wieder vor einem und zieht. Manchmal muss es dann einmal richtig rappeln, dann hört sie damit auf, an anderen Tagen klappt's direkt. Für mich war der entscheidende Punkt, auf ihr Beschwichtigungssignal zu warten, nachdem ich sie zurückstelle. Dann hat sie es meist verstanden. Bin aber auch extrem froh, dass sie nicht mehr bei JEDEM Passanten in die Leine geht und anspringen will. Ab und an versucht sie es zwar noch, aber es dürfen auch viele Menschen schon ungeachtet an uns vorbei :p Hab das Gefühl es hängt extrem viel auch mit meiner eigenen Energie zusammen, also ist das vielleicht was woran ich selber noch arbeiten muss.
Voll gut, dass Fynn an kreischenden Kindern, Joggern und Radfahrern so problemlos vorbei kommt. Kinder sind für Noomi wirklich das aller-aufregendste: Es schreit, es bewegt sich umkoordiniert herum --> das muss ich hüten!

Ich habe in meinem Hundeverein einen sogenannten "Hunde-Knigge" Kurs angefangen und dieses Training hat unglaublich viel gebracht. Da haben wir alle unsere Schwachstellen im Alltag schnell entlarvt und konnten anfangen daran zu üben. Der Kurs soll mal zum Hundeführerschein führen. Zum einen habe ich gemerkt, dass diese Sachen Noomi extrem auslasten, also Reize zu ertragen grob gesagt. Zu Hause Tricksen wir und auf dem Hundeplatz sind wir einmal die Woche zur Unterordnung. Agility haben wir auch ausprobiert, aber das war super frustrierend weil Noomi andauernd nur auf dem Platz rumgeschnüffelt hat und im nächsten Moment wieder viel zu aufgedreht war. Ich denke, damit warte ich noch ein paar Jährchen. Diesen Frust brauche ich mir gerade nicht zu geben, nachdem endlich der Alltags-Frust nachlässt :) Ich ziehe ja momentan auch noch um (mit Noomi natürlich) und glaube, das ist für sie auch viel viel neuer Input, den sie verarbeiten muss.
 
Dabei
13 Feb 2014
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Ans Essegehen hab ich mit ihm seitdem nicht mehr getraut, aber das folgt bestimmt auch bald:D Fynn zieht da Gott sei Dank nicht mehr, wenn ich ihm den Raum lasse. Für ihn ist das eher entspannender hab ich das Gefühl. Er kann zwar auch direkt neben mir laufen, wir haben da z. B. eine Strecke, da muss er zum Schluss (also vorher mit Schlepp) ca. 1,5 - 2 km neben mir laufen, das macht er auch anstandslos, aber wenn es nicht notwendig ist, dann zwing ich ihn da auch nicht zu. Es funktioniert auch so ganz gut :) Ich lass Fynn allerdings auch nur am Geschirr und so gut wie nie am Halsband laufen. Zum einen weil ich ihn eben nicht frei laufen lassen kann, es könnte auch sein, wenn er einen Vogel oder etwas anderes vor mir sieht, dass er an der kurzen Leine voll reinprescht und da ist mir das Geschirr schon lieber und zum anderen finde ich es einfach angenehmer.
Oh ja, da bin ich auch sehr froh darüber. Wir hatten eigentlich nie mit Kindern zu tun, bei uns im Bekannten- oder Verwandtenkreis gibt es keine Kinder. Und so kannte Fynn das lange nicht. Aber seitdem wir hier die ganzen Asylbewerberfamilien haben kreischen und radeln da jeden Tag zur Genüge Kinder vorbei und er macht sich nicht viel draus. Bei Tieren sieht es da schon ganz anders aus. Ich war mal mit ihm in einem Wildpark, weil ich meine Trainerin gebeten habe, ich möchte das mal probieren, vielleicht kann ich da gut trainieren. Sie riet mir noch die Leberwursttube mitzunehmen. Oh Gott war das eine Katastrophe. Der Leberwurst sei Dank sind wir wieder rausgekommen. Da hat Fynn gekläfft, gezogen und das bis zum Ende. Man merkte aber auch deutlich, auf diese Rehartigen Viecher reagierte er viel mehr als auf die Schafe. Klar an Schafen können wir zu Hause jeden Tag trainieren (also hinterm Zaun halt) und den Rehen zu Hause möchte er immer nachhetzen. Ich hoffe, dass mir da das Alter nochmal eine große Hilfe sein wird. Wir sind zwar dank Training schon ein kleines bisschen weiter aber noch meilenweit vom Freilaufen entfernt.

Haha ja das mit den reizen kenne ich. Fynn würde rein theoretisch mit einer halben bis dreiviertel Stunde Gassi am Abend reichen. Die andere Zeit ein wenig im Garten saußen und gut ists. Er ist trotz Bewegungsdrang kein Hund, mit dem man jeden Tag 2 - 3 Stunden Gassi gehen muss. Man muss bei ihm viel mehr das richtige Maß finden. 2 Stunden am Stück drehen ihn z. B. eher mehr auf, als dass es ihn auslastet. Lieber geh ich morgens und mittags eine viertel bis halbe Stunde mit ihm raus und abends dann nochmal eine halbe bis eine Stunde. Manchmal lege ich ihm dann noch eine Fährte, trickse oder spiele mit ihm noch ein wenig und das wars. Ich hab zwar oft ein schlechtes Gewissen, aber so ist er tatsächlich am ruhigsten und ausgeglichensten. Selbst wenn ich wirklich mal nur am Abend eine kleinere Runde drehe oder er vll mal einen Tag bloß in den Garten rauskommt, weil ich vll krank bin oder sonstiges, er nimmt mir das nicht übel und zerlegt mir die Bude. Im Gegenteil, ihm macht das gar nichts aus. Und ich glaub da kann ich wirklich froh darüber sein, denn wenns draußen richtig heftiges Pipiwetter hat, dann muss ich das nicht unbedingt haben :D
Agi wäre auch definitiv nichts für Fynn! Der ist zwar an den Geräten wirklich gut, wir hatten das mal in meiner früheren Hundeschule. Er hat das prompt verstanden, aber ich denke ihm Lauf würde er dann viel zu sehr aufdrehen. Da lass ich ihn lieber schnüffeln. Ich bin schon aufs Mantrailing am Samstag gespannt. :) Beim Fährten hat er sich ja auch als wahres Schnüffelmonster entpuppt, wo ich immer gesagt habe, der ist ein Depp mit der Nase :D Und wer weiß, wenn uns das Trailen nicht gefällt, probieren wir vielleicht mal Longieren aus. Wir haben da ganz großes Glück, weil meine Trainerin alles anbietet und so können wir da einfach mal reingucken :)
 
Dabei
1 Aug 2013
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Essengehen klappt bestimmt inzwischen gut bei euch. Da kommen die Rehe ja wenn dann auf den Tisch und hopsen nicht mehr :cool:

Was den Jagdtrieb angeht bin ich aber auch entspannter geworden. Wenn sie meint sie muss die Krähe einmal übers Feld jagen, mei, dann soll sie halt. Sie wird schon irgendwann merken, dass sie nicht fliegen kann. Ich bin aber nur deshalb so entspannt, weil ich weiß, dass ich sie davon abhalten kann wenn ich es drauf anlege. Da lässt sie sich zum Glück ganz gut abrufen. Einmal habe ich sie sogar extra auf eine Krähe gehetzt nur um zu testen, ob sie sich davon wieder abrufen lässt und es hat geklappt :)

Ansonsten ist das richtige Maß vom Gassi her auch überraschend wenig bei uns. Nach einem mehrstündigen Gassi kommt sie kaum mehr zur Ruhe, während eine kurze und eine längere Runde am Tag sehr gut funktionieren. Manchmal auch nur eine Runde, wenn an einem Tag sonst viele neue Reize waren. Hätte ja bevor ich den Hund hatte gedacht, dass 3x Gassi am Tag Pflicht sind, aber man findet ja dann schnell raus, wie der jeweilige Hund am ausgeglichensten ist. Genauso mit dem Hundesport. Während ich 4x die Woche im Training war hatte ich einen völlig schnell aufdrehenden Hund und mit 1-2x die Woche passt es für uns jetzt. Longieren habe ich übrigens auch gemacht - war ein voller Erfolg. Wenn der Kurs nicht ausgelaufen wäre, hätten wir glatt weiter gemacht und sollte wieder einer starten, sind wir dabei. Die ruhigen Arbeiten, also Obedience und Longieren sind für uns zur Zeit das Richtige. Mantrailing habe ich mal ausprobiert aber da war mir die Warterei während alle anderen Hunde dran sind ehrlich gesagt zu langweilig. Da habe ich von 60 Minuten vielleicht effektiv 10 min. mit meinem Hund gearbeitet. Aber generell könnte ich Noomis Nase echt mal fördern. Ich denke, wie du damals, dass sie echt ein Depp mit der Nase ist. Funktioniert alles nur auf Sicht. Selbst wenn ich mich hinter dem Vorhang verstecke, was sie ja wohl locker erschnüffeln müsste, rennt sie aufgeregt und suchend umher bis ich mich bewege oder einen Laut von mir gebe :rolleyes:
 
Dabei
13 Feb 2014
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Haha ne Pfui Deibl, ein Reh muss ich nicht haben :D:D Wobei sämtliches Essen auf dem Tisch auch schon seeehr verlockend ist. Das richt so gut, dass dann oftmals die Tischkante abgeschleckt wird. Vielleicht könnte man ja was mit der Zunge erhaschen :p Und wenns Frauli dann wieder schimpft, dann muss er sich hinlegen :D

Das würde mir auch gar nichts ausmachen, aber ich kann ihn nicht abrufen. Meine Trainerin lässt ihre gezielt Krähen jagen bzw. aufscheuchen,hat da sogar ein Kommando dafür. (Zur Wiedergutmachung streut sie den Krähen dann eine Hand voll Futter ;)) Zu mir meinte sie, ich kann das auch machen. Aber erstens gibt es bei uns nicht viele Krähen, die auf dem Feld sitzen (Fynn geht ja mehr auf die großen Vögel die am Himmel fliegen so ab Taube/Falke/Star aufwärts) und zweites wüsste ich nicht, wie lange er weg wär bzw. ob er weg wär. Er rennt ja dann oft außer Sichtweite ne halbe Minute in den Wald hinein und kommt dann wieder raus. Ja und auf alles vierbeinige spinnt er noch besser. Da ist er dann schonmal 1 - 5 Minuten weg. Gestern gingen wir wieder an den Schafen vorbei, da lief es erstaunlich gut. Ich konnte ihn an der langen Schlepp lassen ohne sie kürzer zu nehmen und konnte ihn noch händeln. (Da standen die Schafe aber auch teilweise) Erst als sie sich in Bewegung setzten und davonliefen wollte er hinterher. Dann gabs ein Schluss und ich bin in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Es gibt Tage, da hört er auf das Schluss sofort und läuft nicht mal in die Leine, dann gibt es Tage da läuft er noch in die Leine und ich "zieh" in da eben dann weg. Aber es ist definitiv schon besser geworden, denn man merkt schon, nach meinem Abbruchsignal nimmt er das auch so hin, kläfft vielleicht noch einmal aus Frust und gut ists. Vorher war er da total durch den Wind. Tiere hinterm Zaun sind aber auch leichter, als Freilaufende ;) Jetzt kommt dann sowieso der Winter wieder, wo Rehe und allgemein das Wild vermehrt im Feld stehen da können wir dann schön üben.
Aber ehrlichgesagt, ist für mich erstmal wichtig, dass es im Alltag alles gut läuft. Dann kann ich vielleicht nochmal ein Antijagdtraining machen.

Das erstaunt mich jetzt doch, dass ihr auch so wenig Gassie gehen "müsst" :D Wir haben momentan Besuch von meiner Tante, da erlebt er am Tag sehr viel (man muss die ja auch ein bisschen ärgen, so Äpfel klauen, mal probieren ob man bei der, wenn man sie ankläfft was vom Tisch bekommt und so :p) Als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam war noch eine andere Tante zu Besuch. Die beiden saßen schön auf der Terasse und Fynn lag ganz entspannt vorm Gartentor. Da wir ich schon etwas stolz, trotz Besuch einfach im Garten! hinlegen. Bin dann gleich mit im Gassi, die ersten paar Meter hät ich ihn erwürgen können, weil er so oft in die Leine lief und dann. Der war plötzlich so ruhig. Fiel immer weiter zurück und ging hinter mir. Dann kam uns auch noch ein herrenloser, freilaufender Hund entgegen. Fynn ging direkt neben mir ohne einmal zu ziehen! Ich dachte was istn jetzt mit dem los?! Hab mich schon gefragt, ob er irgendwas gefressen hat. Aber nix da, zu Hause auf der Wiese beim spielen gab er dann wieder volle Power. Der war einfach nur brav :D (Ist man gar nicht gewohnt :D)

Ich mach gern absichtlich solche ruhigen "Sportarten" damit Fynn das lernt. Auch wenn er dann beim Trailen warten muss, dann ist das für uns eine ganz gute Übung. Beim Fährten muss er auch immer etwas warten, bis er dran ist. Da schadet im überhaupt nicht.
Ich wollte bloß auch mal das Longieren ausprobieren, damit er etwas hat, wo er sich auspowern kann, wenn er schon nicht frei laufen kann. Aber beim Trailen weiß ich, dass wird alle 1 - 2 Wochen regelmäßig gemacht und das Longieren vermutlich nicht. Das bringt mir dann nicht viel, wenn dann eben auch ein Kurs ausläuft und ich nicht weitermachen kann.

Fynn schnüffelt mittlerweile eigentlich ganz gerne. Ich bau das oft in den Spaziergängen ein, dass ich ihm ein Leckerli im Baum verstecke oder auf einer Bank oder im augerichteten Holz. Das lastet ihn aus und er ist auch allgemein aufmerksamer beim Gassi gehen. :)
 
Dabei
1 Aug 2013
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Hast du ihm beim Essengehen schon mal ein Stück Rinderkopfhaut oder sowas gegeben? Dann ist er ja beschäftigt und muss nicht am Tisch betteln :) Wichtig wäre nur, es ihm nicht als Bestechung direkt am Anfang zu geben, sondern erst dann, wenn er zwischendurch von selbst mal kurz beschließt, sich hinzulegen bzw. den Tisch in Ruhe zu lassen.
Übrigens, wenn Noomi in irgendeiner Form nervig bettelt, wird sie kurz angeknurrt. Das hilft um Welten besser als irgendein Kommando bei ihr. Wenn ich nur ganz leise knurre, lässt sie sofort ab und macht was anderes. Das habe ich aber zwei älteren Hündinnen zu verdanken, die nach ihrem Knurren auch mal "angegriffen" haben wenn Noomi zu aufdringlich blieb. Da hat sie ihre Lektion gelernt und respektiert fremde Ressourcen wenn man knurrt.

Tiere die sitzen oder stehen und Tiere die sich bewegen sind wirklich zwei Paar Schuhe, das ist bei uns nicht anders. Wenn eine Katze ruhig sitzt, können wir auch ohne Leine dran vorbei. Dann guckt sie zwar ganz aufgeregt hin, aber läuft brav neben mir. Katzen die wegrennen...nunja.

Super, dass Fynn trotz Besuch und Garten so entspannt war! Ich war letztens auch ganz erstaunt, als wir die Hunde mitten in der Innenstadt angebunden und uns außer Sichtweite (aber hinter Glas sodass wir sie gesehen haben) begeben haben, wie brav und ruhig Noomi da saß und nur darauf gewartet hat, dass ich wieder komme!

Longieren ist am Anfang aber kein wirkliches körperliches Auspowern. Fynn muss dann erst mal in aller Ruhe lernen, dass er außerhalb vom Kreis bleiben soll und so. Also bis die da in hohem Tempo außen herum flitzen, dauert es eine Weile. Dafür ist es anfangs für den Kopf umso mehr Arbeit. Beim Longieren habe ich Noomis Rute damals zum ersten mal nach unten hängen sehen, weil sie so konzentriert war :eek:
 
Dabei
13 Feb 2014
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Ich nehm grundsätzlich immer was zu kauen mit, wenn ich wo hinfahre, wo sich Fynn ruhig verhalten soll. Das bringt in erstmal runter und entspannt ihn mehr. Rinderkopfhaut wäre da bei uns fehl am Platz, die möchte er immer nur verbuddeln. Scheinbar sind die zu schwer zu kauen. Unser gängister Kauartikel sind die Ochsenziemer, die hab ich immer zu Hause :D Da ist er annähernd ein weilchen beschäftigt und die will er nicht verbuddeln.

Zum Thema betteln, da weiß ich ja, das da mein Vater dran Schuld hat. Der gibt ihm ständig was ab, dann darf er wieder den Teller abschlecken, die Schüssel oder den Joghurtbecher auschlecken usw. ich habs mittlerweile aufgegeben da etwas zu sagen.
Bei meinem Vater hängt Fynn direkt neben ihm, dass sein ganzer Sabber auf die Hose meines Vaters läuft. Selbst Schuld...
Bei mir weiß Fynn eigentlich, dass er das nicht darf. Am Esstisch reicht meist ein kurzes, strenges "Fynn" und er legt sich hin. Er guckt mir zwar dann zu, aber er bettelt nicht. Beim Mittagessen ist es eigentlich immer so, dass er sich von selbst hinlegt und dann sogar schläft (Was für die Verhältnise meines Vaters wegen schon dermaßen gut ist) Ja und wenn ich in meinem Wohnzimmer etwas esse, wird Fynn grundsätzlich auf seinen Platz verwiesen. Mein Wohnzimmertisch ist nämlich so niedrig, der würd da alles abräumen wenn er könnte. Wenn ich mit dem Essen fertig bin rufe ich ihn, dann darf er zu mir aufs Sofa. Das funktioniert wunderbar und ohne mucksen.

Ich bin eigentlich auch die einzige auf die Fynn wirklich hört. Bei meinem Vater merkt man ganz genau, dass Fynn ihn teilweise für dumm verkaufen möchte. Er albert aber auch nur mit ihm rum, weißt ihn nicht in seine Grenzen und ist nie konsequent.
Mittlerweile geb ich mir da den Frust nicht mehr und mach den Mund auf. Ich bin dann eher so, dass Fynn immer bei mir ist und mit meinem Vater nicht mehr viel zu tun hat. Sozusagen entzieh ich meinem Vater dem Hund nach dem Motto "Wer nicht hören will, muss fühlen"
Bei meinem Freund ist es ähnlich. Er hatte mit Fynn noch nicht so viel zu tun (erziehungsmäßig) von daher ist es auch verständlich.
Ich find es immer recht lustig mitanzusehen, wenn er ein Spieli wirft und dann ruft "Brings" und Fynn "verarscht" ihn und rennt ein paar mal mit dem Spieli hin und her. Dann geh ich hin, geh ihn die Hocke halte die Hand auf ohne irgendetwas zu sagen und Fynn kommt angetrabt und legt mir das Spieli dann in die Hand :D

Eben deswegen probier ich jetzt auch mal das Trailen aus. Denn wenn ich rechne 1 - 2 Jahre dauert es bestimmt, bis das Longieren sitzt und bis dahin kann ich auch an unserem Jagdproblem arbeiten. Hihi das kenne ich, Fynns Rute ist meisten auch hocherhoben oder so auf halb Acht :p
 
Dabei
31 Aug 2015
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Ich erwecke auch nochmal diesen Thread! Stöber mich gerade etwas durchs forum zum Thema reinsteigern, hektisch und kam zum Thread von Fynn...

Also was mich mal voll interessiern würde: Wie läuft es heute? Jagdtrieb? Wie habt ihr trainiert und wie läuft es bisher? Welche Tabletten hat Fynn bekommen oder bekommt immernoch? Wie ist es mit dem hektischen und reinsteigern? ist ja immerhin alles zwei jahre her....

Also heute hatte ich mal wieder ein Spaziergang zum Haare raufen seit laaangem!
Wir kommen an der leine an einem Gehege mit steinböcken oder sowas drin vorbei.
Bis dato war mein hund noch ansprechbar. und schaute sie nur an. Gut ich stehen geblieben alles schön mit Ruhe.

ABER DANN: weder ich noch die steinböcke noch mein Hund waren darauf vorbereitet.
Um die hecke rum, war noch ein Gehege und dort drin sind diese fremden Tiere so erschrocken das sie losgaloppiert sind. Der Hund reist mir fast die leine aus dem arm und steigert sich so dermaßen rein das er kein stück mehr ansprechbar war.
Er ist DURCHGEDREHT. gejault und gebellt gleichzeitig, wäre am liebsten durch den zaun durchgeknallt und die tiere waren voller panik. ich hab ihn sofort kurz genommen und natürlich gesagt er soll es lassen und sitz!
Es kotzt mich einfach so an das er so hektisch ist das sein hirn ausschaltet und wenn ich ihn so wie er sich da aufführt weiter zerre, das sehe ich gar nicht ein. Das bringt in meinen augen nichts.

Er soll ruhe geben. Also wollte ich das er sitz macht. Hat nicht geklappt. Also hab ich den Abstand vergrößert - ging auch nicht. Und nach dem 5.mal "nett" probieren, hat es mir echt gereicht und ich war echt sauer, hab ihn gepackt und runter gedrückt ins platz und pfui! punkt! Hat er übrigens dann gemacht und dort hab ich ihn drei minuten liegen lassen, schauen durfte er dann das ok zum aufstehen, kurzes lob u dann konnten wir ruhig weiter! aber bis wir dahin kamen das war eine tortur, ein kräfte messen ob ich oder er stärker ist und diese lautstärke dazu von ihm.


Die trainerin bei der ich mal war meinte ich solle es clickern aber A) war es nur ein kurzes gassi und ich war grad nicht voll ausgestattet sprich ich hatte GAR NICHTS dabei, nur die leine und meinen Hund. und B) ja ich lobe ihn fürs ruhig sein und clickere wenn er es mir anzeigt aber dieses reinsteigern da gibt es ein pfui, das leider nicht fruchtet in dem Moment. Und wenn ich ihn ins Sitz befördere dann noch in meine hand knappen, das kann er sich gleich mal abschminken - oder seh ich das falsch? Wär mal froh wenn ihr mal eure Meinungen sagt?

Gestern ist vor uns ein hase weggehoppelt. Den hasen hat er gar nicht so wahr genommen aber 5 minuten später die Spur! auch hier völliges HIRNLOSES durchdrehen. hab mich dann dort wo der hase gehoppelt ist auf ne bank gesetzt und fünf min in die luft geschaut dann war alles wieder schön ruhig aber würde ich ihn da weiterzerren wird das reinsteigern ja noch schlimmer.

Dieses reinsteigern macht mich echt aggressiv wenn ich ehrlich bin - (innerlich)!

Ihr glaubt gar nicht wie ich auf dem 30 min spaziergang jetzt geschwitzt hab. Aber ich hatte immer den längeren atem wie er, auch wenn ich teilweise echt mal grob war. aber wer sich so gegen mich aufbäumt der muss damit eben mal rechnen. Ich hab ihm definitiv nicht weh getan aber das geht nicht oder was macht ihr da? wenn ich gehe während er sich so aufführt macht er es ja das nächste mal wieder. Er soll meiner meinung nach wissen das er sich nicht so reinzusteigern hat, dasselbe spiel haben wir bei katzen auf der straße. ('manchmal) . ich möchte ihn durch solche situationen auch nicht durchmogeln mit futter oder spieli... er soll es lassen und das hat ihn mienen augen mal mit einem anpfiff was zu tun.

das mit dem an mich hinschmeißen wenn ich ihn kraulen will hab ich auch, das gassi in fremden umgebungen auch, manchmal echt toll, manchmal geht er gassi, da meint man er hat die ausenwelt noch nie gesehen.

Klingt grad alles etwas krass - wir machen auch super fortschritte und ich bin echt stolz auf ihn aber dieses hektische durchgedrehte wirbelwind hoch 10 und gejaule und gekläffe wie bei den ziegen oder der hasenspur. Oh man oh man..... wir kommen zu 90% super zurecht aber ich muss sagen seit 4 Tagen kostet er mal wieder RICHTIG nerven.... und dieser hektische Touch dazu.....

würde auch gut in den Thread "Pubertät" passen.
 
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Dabei
31 Aug 2015
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Oh ist das lang. Also dieses reinsteigern verbunden mit jaulen und bellen gleichzeitig und das in einem ton der die ganze ortschaft aufweckt haben wir öfters. (mal nie, dann mal wieder zwei wochen durchgehend volles Rohr!) Das oben war eben mal ein typsiches beispiel.
 
Dabei
22 Sep 2014
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Wie alt ist er denn jetzt genau? Noch kein Jahr, oder? Und was sollen da Tabletten helfen oder eine Kastra/ Hormonchip (das hattest du ja in dem anderen Thread schon gefragt)?

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kann ich, stellvertretend für meinen Hund, nur sagen (so krass ist/ war er allerdings nie): klickern bringt in so einer Situation nix. Der Hund benimmt sich total sch...: WAS soll ich denn da bitte klickern? Klickern könnte man VORHER machen, bevor der Hund jegliche Form von Anpasnnung zeigt ("Klick for Blick": Hund sieht die Tiere im Gehege, ist noch total entspannt,l dafür gibt es einen Klick und was Leckeres... oder du legst ihn ab und belohnst das ruhige Liegen).
Bei meinem (ich denke, man muss immer von seinem eigenen Hund und seiner Erfahrung sprechen) bringt es erst Recht nichts, wenn ich mich selbst aufrege und hecktisch werde (und das kannst du mirt glauben: sich selbst zu beherrschen ist viel viel schwieriger als den Hund zu beherrschen :p). In der -ich nenn es mal- extremen Pubertätszeit hat uns das Knirschen mit einer PET-Flasche geholfen, kombiniert mit einem "Schluss". Ich hab dann auch keinen Bock rumzudiskutieren: da das Kommando "Platz" bei uns wirklich immer funktioniert, wird/ wurde er notfalls ins Platz verdammt.

Das ist jetzt absolut nicht Böse gemeint: aber das klingt, als hättet ihr mehrere Baustellen, die irgendwie alle aufeinander aufbauen? Der starke Jagdtrieb (Autos jagen z.B.) usw bauen -meiner Meinung nach- alle auf fehlender Impulskontrolle auf. Ich wiederhole mich: aber ich würde da nicht mehr klickern, sondern auch mal nicht mehr mit "Wattebäuschen" werfen. Jetzt in dem Alter merken die Hunde erst Recht, wie sie mit wem umgehen können und es klingt gerade danach, als würde er dich nicht (mehr) für voll nehmen? Ich rede hier bewusst nicht von "Rangordnung", weil ich das für Blödsinn halte. Aber schreibe dir doch mal auf, woran es hapert und vielleicht erkennst du dann, dass du noch mal bei Null anfangen musst? Quasi ein Neuanfang für euch beide?
 
Dabei
13 Feb 2014
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Puh, also. Es läuft heute relativ gut. Ich habe gelernt mit meinem Hund umzugehen. Konsequent zu sein aber nicht unnötig streng. Fynn ist nach wie vor einer der hibbeligen Kandidaten, aber damit habe ich nun gelernt zu leben und umzugehen.
Den Jagdtrieb haben wir leider nach wie vor, das ist unsere größte Baustelle. Wir trainieren fleißig daran, aber ich habe mich auch damit abgefunden ein Leben lang mit Schleppleine Gassi gehen zu müssen. Wie haben wir trainiert? Meinst du da den Jagdtrieb oder allgemein? Allgemein alles zu erklären würde den Rahmen sprengen. Unser wichtigster Trainingspunkt würd ich aber sagen, es ist der Marker. Egal in welcher situation z. B. Er sieht Leute die uns entgegen kommen oder einen Vogel und guckt nur markere ich mit "Yes" reagiert er darauf gibts ein Leckerli, wenn nicht lobe ich ihn mit "Look". Das heißt es ist ok du darfst schauen. Um ihn da aber nicht "hineinsteigern zu lassen" z. B. Die ganze zeit den Vogel ansehen zu dürfen und iwann doch nachjagen wollen, weil zu lang geguckt wurde, markere ich immer wieder. Dreht er sich um Leckerli, dreht er sich nicht um darf er weitergucken oder aber ich geh dann Einfach weiteren wenn er sich vll von selbst nicht lösen kann. Ich habe den Rückruf neu aufgebaut und auch ein neues Abbruchsignal eingeführt. Meine Trainerin hat mir Übungen gezeigt wie ich ihn aus einem "hirnlosen, hibbeligen" Zustand besser rausholen kann und er schneller runterfährt. Tabletten bekommt er nach wie vor die Forthyron gegen SDU.

Zu deiner Situation am Gehege. Ich werde einfach mit ganz offenen Worten "reden". Ich finde du hast in dieser Situation zu viel verlangt, du bist zu grob mit deinem Hund und willst auf Teufel komm raus etwas in ihn "hineinprügeln" er soll deinen Befehl ausführen und ruhig sein. Du schreibst selbst nervt dich, wenn er so hektisch ist, dass sein Hirn ausschaltet. (vorneweg ich weiß nicht ob dein Hund in der Pubertät ist oder nicht, wenn dann würde ich dir empfehlen dich darüber zu informieren, denn dein Hund kann in dem Moment nicht anders) Sein Hirn ist also aus und du verlangst von ihm er soll sitzen, er macht es nicht, weil er es nicht kann. Du probierst es immer und immer wieder aber dein Hund hatte ihn dem Moment keine Hirn und du drückst ihn dann auf den Boden? Es bringt in deinen Augen nichts, wenn du ihn weiterschleifst, aber es bringt etwas wenn du einen hirnlosen Hund zu Boden drückst?
Was hättest du stattdessen machen können, oder was hätte ich gemacht? Fynn ist in solchen Situationen ganz genauso. Ich hätte mich langsam drangearbeitet. Beim ersten Austicken am Zaun ein Schluss (unser Abbruchsignal) und dann hätte ich kehrt gemacht und wär erstmal ein ganzes Stück weggegangen. Und dann hätte ich mich langsam wieder genähert und ihn auch nur beim kleinsten Hinschauen gemarkert ( der Marker ist insofern praktisch weil du keinen Klicker mitnehmen musst, er aber genauso funktioniert) und genauso hätte ich es gemacht bis ich weit genug am Gehege gewesen wäre. Und um ihn dann vor dem Gehege runterzuholen hätte ich eine Ruheübungen gemacht. (Zehnleckerlispiel: Ich zähle langsam laut von eins bis zehn und hole nach und nach 10 Leckerli aus meiner Tasche. Das 10. Leckerli fällt auf den Boden, die anderen 9 bekommt er nacheinander wenn er mich anschaut und zwar mir ins Gesicht schaut. Er schaut mich an, Yes, Leckerli. Du glaubst nicht wie schnell das deinen Hund runterholen kann) das mache ich zur Not zwei, dreimal und dann wär ich meines Weges gegangen.

Bei der Hasenspur hätte ich es ähnlich gemacht. So etwas nervt mich nämlich auch ;-) ich hätte ihn zu mir geholt und ihn pause machen lassen. Heißt ich steh auf der Leine und mein Hund ist in dem Moment LUFT. Da kann er fiepen, zappeln sonstwas tun. Ich ignoriere ihn. War er eine Weile ruhig hätte ich ihm das Signal "Lesen" gegeben. Heißt er hätte ein Stück der Spur als Lob nachgehen dürfen, bis ich ihn abgerufen hätte und dann ihm evtl. einfach andere Aufgaben gegeben hätte. Wie Bäume schubsen, Leckerli im Gras suchen, eben den Trieb umlenken.

Katzen werden bei uns genauso gemarkert wie alles andere. Nachjagen darf er natürlich nicht.

Wir haben nach wie vor einige Baustellen, aber inzwischen macht Gassi gehen Spaß und es fällt nicht bei jedem Gassi iwas vor, wo ich ihn gern erwürgen würde. Kommt natürlich auch noch vor, aber mein Hund ist keine Maschine und um nichts in der Welt würde ich ihn nochmal hergeben. :) Ich lasse meinen Hund Hund sein, Prügel nichts in ihn hinein, bin aber trotzdem konsequent und werfe nicht mit Wattebäuschchen auf ihn.
 
Dabei
13 Feb 2014
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Und wegen dem Chip oder der Kastra wie Nadine schrieb. Das funktioniert nur, wenn er der Pubertät wegen zu sehr gestresst ist und kein Hirn hat. Bei meinem war der Chip hilfreich, weil er ohne durch war. Pipi lecken, sabbern usw. diesen unnötigen Stress habe ich ihm erspart, wenn er sowieso schon Probleme mit der Schilddrüse und Stress hat. Und Tabletten helfen natürlich auch nur, wenn sie auch nötig sind.
 
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7 Okt 2014
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dabdidab

Ich möchte dir gern etwas zu bedenken geben, bezüglich eures "Kampfes" beim Wildgehege.
Hatte das IRGENDEINEN Lernfaktor für deinen Hund, dass du "den längeren Atem" hattest?
Ich persönlich glaube nämlich nein .
Du warst stinksauer und bist es immer noch, die Böcke hatten Panik (das sollte man nämlich auch nicht vergessen. Dadurch, dass du deinen Willen durchsetzen wolltest, haben die Tiere im Gehege eventuell Todesangst ausgestanden!) und dein Hund hat gelernt, dass...Ja was?
Dass er für eine Aktion/Reaktion, die er selbst in dem Moment vermutlich nicht einordnen konnte (ich kenne deinen Hund nicht , aber könnte er sich nicht ganz vielleicht ebenfalls total erschreckt haben?) auf den Boden gedrückt wurde .
Dein Kommando Sitz wird er nämlich - wie Wirbelwind schon schrieb - gar nicht wahrgenommen haben, als sein Hirn "aus" war .
Von einem jungen Hund, der grade voll im Trieb steht oder rot sieht, kannst du nicht erwarten, dass er dich hört und dann auch noch folgt.

Schau: Finn ist jetzt drei Jahre und es passiert immer noch mal , dass er auf pöbelnde Hunde mit Zurückpöbeln reagieren will, wenn die sehr nah an uns vorbei gehen.
Ich merke ihm an, dass er sich anspannt und aufpumpt (es passiert ganz selten, nur bei bestimmten Hunden, die ihn nicht mögen und die er nicht ausstehen kann, trotzdem nervt es).
Ich dachte auch lange Zeit, dass ich in solch einer Situation ein Fuß! oder Sitz! durchsetzen müsse.
Bis ich gemerkt habe, dass ihn das entweder noch mehr anstachelt oder er es gar nicht registriert in dem Moment.
Und dass ich danach total durch den Wind bin, frustriert, sauer und obendrein heiser und nassgeschwitzt.
Mittlerweile diskutiere ich nicht mehr!
Finn setzt an, vor meinen Beinen her Richtung pöbelndem Hund zu wollen , um zurückzukeifen, ich gehe einfach mit kurzer Leine stramm weiter und er bekommt im Gehen mein Knie vor die Brust und ein scharfes Nein!
Sonst nichts, ich berühre ihn ansonsten nicht, ich gebe kein Kommando, ich schränke ihn lediglich kurz körperlich ein und setze meinen Willen = wir gehen da jetzt dran vorbei, egal was der andere Hund macht , durch.
Dann fällt mein Hund in den meisten Fällen in sich zusammen, versucht nochmal, sich umzudrehen, wird einfach mitgezogen durch mein Weitergehen und dann eventuell kurz drauf abgesetzt.
Wenn er meinen Blick sucht, gehen wir normal weiter, ich leine ihn wieder ab, wir setzen den Spaziergang fort und reden nicht mehr drüber.

Das ist ganz sicher nicht die richtige Lösung für jeden Hund und jede Situation und ich würde auch lieber an bellenden, knurrenden Hunden mit lockerer Leine völlig unbeeindruckt vorbei gehen können, aber ich weiß, dass das nicht funktioniert , wenn das Hirn aussetzt und deshalb habe ich mir angewöhnt, solche Situationen für alle Beteiligten möglichst stressfrei zu überstehen, bis unser Ziel , dass ihn sowas nicht mehr tangiert, irgendwann erreicht ist.
Solche Situationen sind bei uns zum Glück nur sehr selten, ich verbuche das als doof gelaufen und sehe es mittlerweile gelassen und mit der Einstellung, die ich auch in der Pubertät hatte:
"Er ist ein Hund, ich ein Mensch, wir sind beide weder perfekt noch Maschinen, machen Fehler und bleiben am Ball, um ein noch besseres Team zu werden...So what? Shit happens.Morgen läuft es wieder besser, also warum uns beiden heute den Tag versauen mit schlechter Laune?!" ;)
 
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17 Apr 2015
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dabdidab, ich musste echt schwer schlucken, als ich deinen Text gelesen habe. Überdenke doch bitte nochmal deine Erwartungshaltung an deinen Hund. Da ist ein Raubtier, was einfach seinen Instinkten nachgeht und das soll es in unserer Menschenwelt oft nicht. Das hat nichts damit zu tun, dass er sich gegen dich aufbäumt, er muss ganz langsam lernen, was du da unnatürliches von ihm verlangst. Entspannt an anderen Hunden vorbeilaufen ist übrigens auch vollkommen unnatürlich - und unsere große Baustelle zurzeit ;)

Ich kann dir das clickern auch nur wärmstens empfehlen. Lass es dir von der Trainerin doch mal zeigen und probiere es aus. Oder markern. Das Buch "Leinenrambo" fand ich zum Thema ziemlich gut - gibt es auch für Kindle.


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7 Okt 2014
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Ach so, noch was...
Das Schnappen nach der Hand war sicherlich nicht toll und sowas darf eigentlich nicht passieren, aber ich würde das in einer solchen Situation vermutlich als Überprungshandlung werten und nicht als gezielte Aktion .
 

FrauRossi

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26 Mai 2015
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@ dibadab, ich finde für Dich und deinen Hund den Vorschlag gut: Fangt nochmal von vorne an. Vergiss was bisher war. Und tu so als hättest du den Hund jetzt ganz neu und übe die Kommandos ganz langsam (auch die die er theoretisch schon kennt), tu so als wüsstest du nicht was der Hund schon kann oder nicht. Halte zur Not schriftlich fest was du von deinem Hund willst / was du erreichen möchtest. Dann setze Prioritäten. Das was dir am wichtigsten ist, trainierst du ganz Kleinschrittig.
Als Beispiel von mir, ich wünschte mein Hund würde andere Menschen nicht zur Begrüßung anspringen. Aber das hat für mich keine Priorität. Priorität hat für mich derzeit auch Paulas höllischer Jagdtrieb.

Du kannst nicht alles gleichzeitig trainieren und viel hilft nicht automatisch auch viel. Wenn du auf jedem Spaziergang 5 kleine Übungen einbaust, dann kann dein Hund Erfolg haben und lernen und ihr bleibt beide entspannt.

Ich stand mit Paula auch schon vor einem Rehgehege (ich hatte es garnicht gesehen, sonst wäre ich da nie so nah dran gegangen) auch mein Hund war absolut nicht mehr ansprechbar. Ich habe es auch garnicht versucht. Bin weg gegangen soweit dass sie sich wieder beruhigt hat und hab sie dann aus weiter ferne nochmal schauen lassen, als sie dann auf mein "Schau" reagiert hat, habe ich das gemartert und bin nach Hause gegangen und hab den Hund schlafen lassen.

Du verlangst zuviel auf einmal, denke ich. Geh es viel langsammer an, dann bist weder du noch der Hund frustriert, sondern ihr könnt gemeinsam Erfolgserlebnisse haben.

Ich sehe es wie die Vorredner, den Hund zu Boden drücken bringt nix. Für den Hund ist nicht klar dass du nicht willst dass er in den Jagdmodus kommt. Für den Hund ist es eine natürliche Reaktion. Für ihn reagierst du unverhältnismäßig und er kann es nicht einordnen. Du hättest dir in der Situation eine riesige Portion Impulskontrolle von deinem Hund gewünscht, die er noch garnicht haben kann. Darüber warst du frustriert (der Hund mißachtet dich / befolgt dein Kommando nicht). Dein Hund spührt dass du ebenfalls aufgeregt bist. Ein Lerneffekt hatte das ganze mE nach nicht.

Geh Kleinschrittiger vor und stelle dem Hund Aufgaben die er lösen kann (also ganz weit weg vom Gehege anfangen und nach einer erfolgreichen Übung es gut sein lassen). Denke in größeren Zeiteinheiten, den Jagdtrieb unter Kontrolle zu halten geht nicht von heute auf morgen. Setzt dir als Ziel: so in 2 Jahren. Freu dich wenn ihr es eher hinbekommt.
 
Dabei
31 Aug 2015
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Guten Morgen,

danke euch allen für eure Meinungen. Mir ist es lieber von jedem die Ehrlichkeit als was andres. Doch er ist 15 Monate mittlerweile. Tabletten sollen bei mir gar nichts helfen, ich fragte nur für was Fynn welche bekam.. .aber SDU weiß ich ja jetzt ;)! Hormonchip ist auch ein andres Thema, ja stimmt hatte ich schon mal gefragt weil ich mir darüber einfach gedanken mache....

Mein Thread war gestern einfach aus dem Bauch rausgeschrieben und stimmt, ich war wütend und klingt alles sehr als hätte ich überreagiert. Hab ich aber nicht im Sinne von ihn grob zum boden drücken. Das würd ich nie machen. Ich hab einfach nur etwas falsch gehandelt mit dem auf mein Kommando bestehen... . Mit dem Überfordern in der Situtaion und das er mich nicht wahr nimmt geb ich euch voll und ganz recht. Da hätte ich ruhiger bleiben müssen und wir sind jedoch mit den anderen Baustellen auf einem tollen weg, wie ich finde, und er nimmt mich wenn es ernst wird für sehr ernst! Er ist jedoch kein Hund bei dem 1x Anschiss reicht. Definitv nicht. aber anscheinend braucfh ich das genau als lernaufgabe oder so....
Hatte ich so noch bei keinem meiner hunde- deshalb auch meine vielen Fragen.
Er ist ein ganz toller hund, jedoch ist er eben charakterlich sehr eigenständig, unbelehrbar und frech und lehnt sich iiiiimmmmmer wieder zu weit aus dem Fenster. So einer ist er einfach.

Deshalb würd ich nicht sagen das unser Verhältnis schlecht ist. Trotzdem ist das mit dem Aufschreiben und in gewissen Situationen neu anfangen auch eine super idee.
Das schnappen war 100% ene Übersprungshandlung.
ABER was auch richtig ist und was mein knackpunkt ist: in dem moment wie gestern KANN er nicht mehr vom kopf her da habt ihr Recht!


und ich würde nicht mehr sagen das wir so einen Stand wie vor drei Monaten haben!! Nur dieses hibbelige und hektische macht mich oft ebenfalls verrückt und mich hat einfach fynns beitrag sehr sehr sehr an mich erinnert. weil vieles bei mir genauso ist. Kleinschrittiger vorgehen - Merci Frau Rossi mal wieder eine schöne erinnerung an mich selbst!
 
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15 Mai 2014
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Also ich finde es schon nicht falsch, auf dem Ausführen jedes Kommandos zu bestehen. Das Problem ist eher das "wie".
Wenn man selber sauer und gestresst ist wählt man meist keine gute Methode, die den Hund dazu bringt, einmal einem zu vertrauen und zweitens das Kommando auch auszuführen. Die eigene Stimmung färbt ja auch immer auf den Hund ab. Wenn man sich in so einer Situation eingesteht, dass man nicht weiter kommt, den Hund erst einmal komplett von dem Gehege entferrnt und dann auf dem Sitz besteht klappt alles bestimmt besser.
Meine beiden bekomme ich mit klaren Anweisungen wie Sitz oder Platz, die sie schon fast automatisch ausführen, übrigens recht gut aus Stresssituationen heraus.
Wenn wir aber den Hund treffen, der Naila mal gebissen hat, nützt alles nichts und ich entferne mich lieber ein Stück, so dass ich die Kontrolle behalte.
 
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31 Aug 2015
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Wirbelwind kannst du ihn gar nicht ableinen? das ist aber Schade. Das jagen meinte ich... Ja das mit der Hasenspur.... so zu reagieren mach ich sehr oft wennn er zu hektisch ist, mach ich einfach mal pause und setz mich in die wiese... oder stell mich mal auf die Leine so wie du.das 10 Leckerlie spiel merk ich mir mal.
Aber ihr habt recht mit dem abstand. Lieber übertrieben groß als nochmal so eine situation. Ich vergess das immer, lerne solche Situationen auch erst jetzt kennen.
 
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13 Feb 2014
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Nein ich kann ihn leider nicht ableinen, wegen desJagdtriebs und nur deswegen. Wäre der nicht wär alles kein Problem. Fynn istohne Leine brav, er dreht sich alle 10 Meter um, orientiert sich an mir, kommtwenn ich ihn rufe usw. Aber mir ist die Gefahr zu groß, wenn er einen Vogel,Rehe, Hasen usw. sieht, dass er nachhetzt und wenn es blöd läuft irgendeineStraße überquert. Vögel liefen bis zuletzt ganz gut. Bis auf letztes als ichdie Leine aufm Boden schleifen ließ, ein Fasan von der Wiese startete und Fynnnachrannte. Da war er erstmal 5 Minuten weg. Zwischendrinn hat er noch Reheaufgesprengt, was er aber Gott sei Dank nicht gemerkt hatte und nach 5 Minutenrufen hab ich ihn dann gesehen und angefeuert zu mir zu kommen. Tat er dannauch. Ja war ein scheiß Tag Shit Happens, hat uns wieder zurückgeworfen, aberdas wird auch wieder. Wenn er einen guten Tag hat und ich auch und wir anübersichtlichen Stellen Gassi gehen lasse ich ihn frei (Kommt aber nur seltenvor) denn dann ist es so, dass ich ihn zur Not auch ohne Leine von Vögelnabrufen kann. Aber wiegesagt jetzt sind wir wieder ein ganzes Stück weiterhinten angelangt.
Alles andere, was vier Beine hat ist eine Katastrophe. Rehe die weglaufen.Sieht in etwa so aus, dass Fynn in die Leine schellt, in der Leine hängt undwie ein bekloppter bellt. Unser Training sieht dann so aus dass ich"Schluss" rufe und weggehe. (Denn dass ich Schluss rufe und er damitaufhört das funktioniert leider nicht.) Dann mach ich als Ersatzjagen Leckerlikegeln. Also jedes Mal mit „Hepp“ ein Leckerli von Links nach rechts werfen.Und dann, damit er runterfährt, das 10 Leckerli-Spiel. Wir sehen nur leiderauch sehr selten Rehe um das richtig üben zu können. Deswegen ist das allesziemlich doof. Und was ich anders machen könnte, damit ich dieses „geliebteNachhetzen“ umlenken kann weiß ich nicht. Ich hoffe insgeheim immer noch aufsAlter, dass es da etwas besser wird. Denn dieses frustrierte Nachgekläffeerinnert mich jedes Mal an ein Kind das etwas nicht bekommt und „Ich will, Ichwill, ich will“ brüllt und schreit und macht und tut.

Also wenn irgendwer noch einen Tipp hat was ich anderesausprobieren könnte, nur her damit. Zu Verlieren hab ich nichts ;)
Ich hatte deswegen schonmal mit meiner Trainerin einenTermin im Wildgehege vereinbart. Bewaffnet mit Leberwurst sind wir da durch.Und ich muss sagen Halleluja, dass ich diese Leberwurst dabei hatte!!! Einmalund nie wieder! Da drinn waren natürlich viele freilaufende RehähnlicheViecher. Und in Gehegen Schafe, Wildschweine usw. Ich war froh als ich draußenwar. Man merkte deutlich auf die Rehe (auch eingezäunte) reagierte er vielstärker. Soweit man stärker interpretieren konnte weil ich sowieso einkreischendes Etwas an der Leine hatte. Das war auch so eine Übersprungshandlungwo ich dachte, der Hund MUSS das lernen und vielleicht hilft so ein Gehege was.Sowohl ich als auch meine Trainerin konnten nicht ahnen wie mein Hund dadurchdrehen wird. Aber was haben wir gelernt? Ich habe von meinem Hund viel zuviel erwartet und ich weiß jetzt er kann alles mit vier Beinen absolut nichtab. (Bis auf meine Ninchen, meine Katze und die Schafe an denen wir regelmäßigvorbeigehen) Ja das ist eben nunmal unsere größte Baustelle. Wir trainierendaran, wenn es klappt, dann klappts und wen nicht, dann ist es auch ok, wennich einen Schleppleinenhund habe. Nicht zu viel erwarten und sich lieber überkleine Sachen freuen. Und vielleicht klappt es ja irgendwann doch, dass er beiRehen nicht durchdreht.
Ich lerne mit meinem Hund und ich lerne alles etwasgelassener zu nehmen und nicht alles auf die Goldwaage zu legen.
Nicht jedem blöd gelaufenen Gassi „nachzutraueren“ undnachzuspekulieren. Ich hack das einfach ab. Klar bin ich verflucht sauer, wenner wo nachjagt wie da dem Fasan und dann kommt. Dann kommt noch dazu, dass ichein sehr nachtragender Mensch bin. Ich hab dann einfach meinen Hund den ganzenAbend nicht mehr angesprochen und ihn ignoriert. Nicht als Strafe sondern ausmeinem Frust. Am nächsten Tag war alles wieder gut. Ich brauch dann einfacheine gewisse Zeit zum bockeln :p Aber so Kinkerlitzchen wie Situationen, wenner einen anderen Hund anpöbelt oder so, dass vergess ich sofort wieder. Früher hab ich da ewig spekuliert und michhat das ewig gewurmt. Heute denk ich mir einfach, blöd gelaufen, das nächsteMal mach ichs besser und ich reagiere früher. ;-)
 
Dabei
31 Aug 2015
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Vielen Dank für Deine Beschreibung.

Also ich bin grad mittags wieder 5 Min zu dem Gehege von gestern - mit einem riesen abstand. die spannung in ihm war groß, schon im auto als er das gehege sah, aber er war ruhig, zwar sehr hektisch aber nicht gebellt und gejault und ich hab gesagt das dass pfui ist und bin weiter gegangen, dasselbe auf dem rückweg nochmal, dann ab ins auto. Dann bin ich mit dem auto ans gehege gefahren, die tierchen haben ruhig gedöst in der wiese, hab sich also nicht bewegt und ich hab die scheibe runtergelassen, er sitzt in meinem kleinen Mini - auto vorne im fußraum auf kurzen fahrten. Ansonsten im kofferraum aber da er im fussraum war, hab ich die scheibe runtergelassen und ihn gelobt fürs ruhige schauen, 1 minute und dann sind wir jetzt ins büro gefahren.

Ich versteh dich total wirbelwind. ich hab auch noch nie so einen hund gehabt der so seine sinne verliert dabei. Ich geh auch viel mit schlepp und habe mich damit abgefunden. Ich möchte definitiv das er was aufscheucht und sei es nur ein vogel. Ich erinnere mich noch damals an ein gespräch mit meiner züchterin. Sie meinte die mama von ihm hat keinerlei jagdtrieb aber die Oma! Die oma muss richtig schlimm gewesen sein und war erst zuverlässig mit ca 5 jahren.

Also ich glaube eins und das ganz sicher:


- manche menschen tragen das einfach in sich diese Autorität dies und jenes nicht zu machen. Das nehmen die Hunde an.
Beispiel: Ich war mit meinem hund ebenfalls wie Du in einem Wildtierpark - freilaufende rehe überall und eingezäunte bereiche mit anderen tieren - ich muss nicht erzählen wie es war. ich hab im auto geweint weil ich keine Kraft mehr hatte.
Eine woche später geh ich dort wieder hin, jetzt mit meiner mutter,(ich hab sie darum gebeten) - sie hat ihn an der leine. KEIN TON! KEINER! wir sind durch den park mit pausen und kaffee trinken mitten am teich mit 100 enten und flugvögeln und mein hund war dort als hätte er nie was anderes gemacht. Es ist der hammer. an solchen dingen sieht man das es zu 100% am menschen liegt. Meine mutter hat ihn nicht mal berührt.
Bei ihr läuft alles still und schweigend ab und nur ihre Anwesenheit am Leinenende reicht.

Was meine mutter macht? NIchts! Lediglich ein scharfes Pfui und der Hund ist wieder bei ihr. Die freilaufenden rehe waren dann pfui. Das hätte er auch nicht mehr in frage gestellt. An den anderen gehegen hat sie ihn sitz machen lassen und er durfte schauen, sobald geqängelt wurde pfui und die sache war erledigt.
Von daher kann ich leider keine tipps weiter geben. Es ist einfach sie, so wie sie ist. Sie hat ihn noch NIE geschimpft. (Er ist zweimal die woche bei ihr wenn ich länger arbeite)!

Tja soviel dazu. Meine Hundetrainerin ist von natur auch so ein mensch. Bewundernswert.

Also ich lauer mittlerweile Rehen auf und bei mir gibt es ein scharfes pfui aber im gegenzug auch umlenken. Bei vögeln mittlerweile ist er toll, er rennt nicht mehr in die leine und steht und lässt sich abrufen. rehe und hasen wie gesagt muss ich noch öfter treffen. Wie du sagst mich hat sowas auch ewig gewurmt ich bin selber sehr sensibel und emotional aber das bringt nichts. sie haben im ernstfall zu folgen und das streb ich an. Natürlich sind solche rückschläge wie mit dem fasan bei dir oder bei mir gestern nicht undebdingt förderlich aber es ist rum. Weitergehts.

Schön ist es ja trotzdem das du die anderen dinge die du am anfang gepostet hast gelöst bekommen hast :)
 
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31 Aug 2015
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Aber ich glaube tief in mir drin das auch WIR und alle die so probleme haben sowas starkes in uns haben und unsere Hunde das uns eigtl zeigen und wir glücklich sein können das JETZT zu lernen, unsere persönlichkeit zu stärken.
Und Das wir eine Persönlichkkeit sind denen man glauben kann und muss. Und jemand ist dem man aus liebe und Respekt und Achtsamkeit folgt! Hunde sind eigtl der hammer, wie die uns durchschauen. Ruck Zuck wissen die Tiere wie man tickt, bevor man das selbst schon weiß.
Das klingt jetzt sehr psychologisch aber ich bin davon überzeugt. Aber natürlich ist das alles leichter gesagt als getan, siehe mein post gestern.:eek: man kann sich eben nicht einfach ändern.

Das gilt ja dann für alle Bereiche im Zusammenleben mit dem Hund. Egal ob spiel oder Besuch oder Spaziergänge.
 

FrauRossi

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Dabei
26 Mai 2015
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Hey ich find's super dass ihr beide auch immer wieder Mut schöpft und gelassener werdet. Mir gehts genau so. Ich sag schon immer Paula ist mein Therapiehund, Mensch was bin ich gelassen geworden.

Meine ist ein Teufelsweib, was mir keiner glaubt außer der Trainer, der hat sie gleich durchschaut und sich nicht vom hübschen Gesichtchen täuschen lassen. Alle anderen glauben mir kein Stück wenn ich von ihren Kapriolen erzähle.


Auch mein Fräulein hat ja höllischen Jagdtrieb. Auch ich geh immer schön mit Schlepp spazieren, auch ich hab hier rumgejault: ich find Schlepp doof mimimi..." Ohne gehts einfach nicht, schon garnicht jetzt in der Brut und Setzzeit.

Aber wir verzeichnen erste Erfolge. Anfänglich konnte ich hier nicht am See entlang gehen, Paula donnerte in die Leine und ging auf den Hinterbeinen aufrecht, damit sie über die Büsche weiter zu Gänsen, Enten und Co gucken konnte. Jede Ansprache war vergebens und sie hat gewimmert.

Um den See gibt es aber auch Wege die weit weg sind vom Wasser, wo man nur ganz kurz die Vögel sieht und dann wieder nicht. Da habe ich angefangen. Jetzt kann ich in Ruhe mit Ihr da vorbei gehen, auch mit der Schlepp. Allerdings gehe ich jede Wette ein dass sie ohne, sich sofort hinterher stürzen würde. Aber ich hoffe da auf die Zeit, mit zunehmendem Trainingsstand und zunehmenden Alter werden wir das schon in den Griff bekommen. Hasen, Rehe und Hühner sind nochmal ein anderer Schnack, da haben wir auch fast keine Gelegenheit zum üben und ich suche sie auch nicht, bis das andere sich verfestigt hat. Kühe, Pferde, Ponys, Esel, Ziegen, Schafe kein Problem.

@dabdidab, immernoch zuviel gewollt :) ich würde nicht mit dem Auto nochmal ranfahren. Einfach weit weg kurz üben und gut bis zur nächsten Einheit. Du schreibst ja dass er noch sehr angespannt war. Das würde ich solange machen bis er entspannt ist, dann den nächsten Schritt. Es war doch schon gut dass er nicht wie verrückt gebellt hat :)

Am Ende wird alles gut, da bin ich sicher :)
 
Dabei
31 Aug 2015
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Also bei uns ist wieder etwas Ruhe eingekehrt.
UND ich muss meinen Hund loben!
Ich war sehr ruhig dieses Wochenende, also bewusst und mein HUnd war es auch.
Er war ab Donnerstag bis gestern (Ich hatte urlaub und er war überall dabei) der totale Vorzeigehund. Auch überhaupt keine Unruhe.
Abrufbar von Vögeln, am Vatertag waren wir wandern, da waren natürlich unheimlich viele Menschen unterwegs, er war zu 85 % alles ohne Leine, hat entgegenkommende menschen nicht beachtet oder die Mountainbiker die da durch den wald hechten, hunden höchstens mal nachgewinselt und im Restaurant unheimlich brav. Freitag war er mit mir shoppen. Eigentlich wollte ich nur kurz eine stunde in die innenstadt was erledigen, tja übliches Frauenproblem, daraus wurden glaub ich 3 Stunden.
Er war so brav und lag direkt vor meiner Umkleide, egal ob kind hund oder Erwachsene nah vorbei sind. Auch wenn er angesprochen wurde lag er..Samstag u sonntag selbst auf dem Hundeplatz und beim Fussballspiel nachmittags von meinem freund, der brävste Hund! Das erste mal am Hundeplatz das er nicht zu jedem Hund hinstürmen wollte.

Also ich musste euch das jetzt mal erzählen. Die Aufregung letzte Woche war groß in mir. und komischerweiße hat er trotz allem ab und an so hektische Züge, beziehungsweise nein, eher pusht halt sehr schnell hoch, also SEHR SCHNELL! Also das ist schon so, Aber umso ruhiger ich bin, desto besser wird es hab ich bemerkt aber man neigt dann eben zum ausrasten und selber hochpushen.

Frau Rossi ich musste schmunzeln bei deinem Beitrag. Das mit dem Thearpiehund ist wirklich so. Frag mich mal wie gelassen ich geworden bin das letzte Jahr. Auch ich nutze noch viel die Schlepp vorallem auf weiten Feldern und Wiesen wo der Blick weit geht. und auch wir verzeichnen erste Erfolge und das ist doch toll das dann zu sehen. Freut mich auch für Euch! Alles zu seiner Zeit. Bei uns ist auch nur Federvieh und jegliches Wild interessant. Wir haben sogar eine Katze gesehen die letzten Tage. Ich konnte ihn wenigstens absetzten und von weitem ruhig schauen lassen und dann bin ich weitergegangen. Aber er war ansprechbar - JUHU!
 

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