Es wäre vielleicht wirklich besser das Thema in einem neuem Thread weiter zu besprechen.
@ Finnie Pooh: Vielen Dank für deine Erklärung- jetzt verstehe ich deine Sichtweise.
Ich möchte noch etwas hinzufügen zum Thema, dass meine Jungs nie alleine sind. Ich stimme euch zu. Es hört sich beim Durchlesen an als wenn ich voll der Helikopter Hundhalter wäre.

Ich möchte das Mißverständnis klären. Kommt mir so vor als wenn sich eingeschlichen hätte, als wenn ich Knödel und Puma zwingen würde und sie auf Teufel kom raus überall mithinschleife, obwohl sie es nicht möchten. (Metahper mit der Oma auf dem Zebrastreifen

). Unsere Jungs sind nicht der ständige Mittelpunkt, auch wenn es durch die Beiträge so rüber kommen sollte. Im Altag steht das Berufsleben im Mittelpunkt und ich glaube jeder weiß was es bedeutet Selbstständig zu sein und dabei mehrere Arbeitsplätze und somit Familienexzistenzen zu sichern, da schaffe wir es gar nicht die Hunde in den Mittelpunkt zu rücken. Unsere Selbständigkeiten sind aber so, dass auch hier die Hunde den Luxus genießen können dabei zu sein. Wird in der Halle gearbeitet schlafen sie in ihren Ecken. Knödel ist mittlerweile ja schon älter und wenn er möchte bleibt er am Haus und schläft im Garten, oder schläft in der Geselschaft der anderen Familienmitglieder im Haus. Steht die Büroarbeit an, schlafen sie in meiner Nähe. Sie fügen sich nahtlos in unser Familien/-Berufsleben ein und suchen freiwllig unsere Nähe wenn sie möchten, wenn nicht ziehen sie sich in ihre Nester zurück. Wenn ich eure Antworten lese, hört es sich so an als wenn ich mit ihnen immer unterwegs auf Action bin und sie wie, ja, Maschinen halte. Da verstehe ich die Wortwahl "totale Unselbstständigkeit" von Finnie Pooh.


Dies ist nicht der Fall. Wir sind wegen den Berufen hauptsächlich bei uns vor Ort und wenn sie uns auf unserem Grundstück begleiten tun sie es stehts freiwillig. Kommt dann am Tag der Moment wo ich die Leinen um meine Schulter lege, hüfpen sie wedelnt ins Auto und es geht ab zum zweistündigen Spaziergang über Feld und Flur mal mit Dummyarbeit, ZOS, Hütespiele oder halt einfach Hund sein.

Und dann kommen die Ausnahmetermine wie: Marktbesuch, ja auch zum Frisör kommen sie mit und jetzt steht zum Beispiel bald eine Taufe an. Auch beim Einkaufen (1x in der Woche Großeinkauf

) sind sie mit dabei. Wir sitzen dann am Eingang und beobachten die Menschen, oder wir machen kleine Übungen. Ich finde hier muss man unterscheiden, ob ein Hund es als Stress empfindet bei diesen Aktivitäten mit zukommen. In ihrer Ausbildung legten wir deshalb größten Wert drauf, dass sie genau diese Ausflüge als erwachsene Aussies packen und als normal empfinden. So wie ihr das Alleinsein als normal trainiert. Die Ausbildungen waren nicht immer einfach. Ich hatte zu Merlinaussie geschrieben, dass Merlin mich an Knödel erinnert.

Und mit Puma hatten und haben wir einen Aussie, der eine gute Portion vom Wachen und Schützen mitbekommen hat. Und wenn die Familie Abends zum gemeinsamen Brettspiele,Video-/Grillabend, oder was auch immer Abend

zusammenkommt dann liegen die Zwei bei uns unterm Tisch und schlafen fest. Träumen. Ich finde Aussies können ziemlich taffe Hunde werden.

Ich verstehe Aussies bei Weitem nicht als Weicheier, sonst hätte ich sie nicht so ausgebildet, es ihnen nicht zugemutet, sowie erlernen lassen sich in der Geselschaft so bewegen zu können. Wenn die Zeit und die Möglichkeiten beständen die Jungs an Schafen ausbilden zu können, dann hätte ich es gerne getan. So ist unser Familienleben und die Ausflüge in die Natur Hundeschule und Beschäftigung geworden. Jetzt habe ich euch mit unserem Altag zugetextet. War mir noch wichtig los zu werden.
Natürlich kann nicht jeder genauso einrichten. Und ich habe auch wie gesagt nichts dagegen wenn es wie bei Bonnie, oder Merlin ein Elternhaus gibt, welches sich um den Hund mitkümmert.
Mir Missfällt es einfach, dass Hunde mit dem Wissen angeschafft werden, dass man aber doch gerne alles im Leben mitnehmen möchte, oder zu wissen, dass es beruflich später wirklich nicht passen wird und die Hunde es dann ausbaden müssen und eben zum Gegenstand werden. Man nimmt ihn wenn es einem passt und er wird wieder wegschoben wenn man eben sein Leben genießen möchte. Das muss einem Bewusst sein, bevor man sich für einen Hund endscheidet. Und dieser Umgang wird immer mehr. Jeder möchte alles haben, aber dafür nicht verzichten. Und ja ich denke bei vielen Menschen, es wäre besser gewesen keinen Hund in ihr Leben zu lassen und sich ein Haustier anzuschaffen, bei dem es sich nicht um ein hochsoziales Tier handelt, welches sich eng an den Menschen bindet. Ich habe da vor allem Leute im Kopf, die ungelogen, hier ein Konzert mitnehmen, dort auf Partys gehen, sogar ihre Kinder häufig abgeben um halt alles mitnehmen zu können was geht. Es wird sogar für zwei Monate in der Schulzeit nach Amerika geflogen. Dann gibt man Kind samt Hund eben einfach ab, plus in meinem Bekanntenkreis den Welpen der erst eben eingezogen ist. Funktioniert ja und durch die Hundestagesstätten wird diese Verhalten begünstigt und bejaht. Das ist für mich ein absolut verantwortungsloses Verhalten.
Ich finde es gut, dass wir hier so offen über das Thema diskutieren können.
