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Ist ein Aussie geeignet für mich?

Dabei
24 Aug 2018
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#31
Stimmt, danke für die ganzen Anregungen, es waren doch einige neue Dinge dabei, an die ich so nicht gedacht hatte bzw. noch nicht aus diesem Blickwinkel betrachtet hatte.

Für mich wird es nur dann realisierbar sein, wenn ich die feste Unterstützung meiner bzw. seiner Eltern habe. Meinen Partner gibt es ja auch noch, also ich denke ich bin nicht so schlecht aufgestellt! Mein Partner (das habe ich noch nicht erwähnt) arbeitet zwar auch Vollzeit, darf aber Dienstwünsche abgeben, insofern würde es sowieso nur selten vorkommen, dass der Hund zu den Eltern "müsste". Ich bin gespannt was die Zukunft bringen wird und hoffe doch bald(?) die Möglichkeit zu haben so einen wunderbaren Hund betreuen zu dürfen, bis dahin werd ich halt so viel wie möglich darüber lesen, und ein bisschen träumen...!!! :eek:
 

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Dabei
19 Jan 2017
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#32
Ich habe ja schon geschrieben, dass ich es gut finde, dass du dir so viele Gedanken machst und deine Endscheidung noch zu warten finde ich auch gut. Jedoch möchte ich dir, bei deiner weiteren Planung, ans Herz legen dich nicht all zu sehr auf Freunde, Bekannte, Schwiegereltern etc. zu verlassen. Ich habe einfach beim Lesen deiner Beiträge Bauchschmerzen, weil du momentan so fest davon ausgehst, dass dir später deine Freunde, Bekannten, Verwandten zur Seite stehen werden. Wenn sich der Hund nicht so endwickelt wie es heutzutage in einer Gesellschaft verlangt wird (es muss nur mal ein schlechtes Erlebnis passieren, wo du selbst noch nicht mal was für kannst. So was passiert sehr schnell. Sei es durch uneinsichtige Hundeführer, oder schlecht sozialisierte Hunde), dann werden die vorher netten und hilfsbereiten Menschen um dich ganz schnell weniger. Mit deinen Eltern scheinst du eine sehr enge Bindung zu haben. Ich würde nur mit ihnen als Bezugspersonen fest rechnen. Alle anderen Personengruppen würde ich streichen. Sind diese Gruppen später, trotz erwachsenen Hund, noch da und würden dir zur Seite stehen- Top, Zugabe!

Ich war mit 21 Jahren im Diplomsemester. Wie du ein junger Mensch, der von einem Hund träumte. Bei mir waren die Voraussetzungen anders schwer, aber ich habe so geplant, dass ich nicht auf die Hilfe anderer Leute (außer mein Elternhaus für Notfälle) angewiesen war. Stimmt es gibt die verschiedensten Beweggründe für pro und contra, aber man muss sich auch ehrlich eingestehen wenn ein Lebensweg nicht zu einer Hundehaltung passt. Das passiert in der heutigen Zeit viel zu wenig. Für mich wäre das der Fall wenn ein Hund von Grund auf mehr Mals in der Woche abgegeben werden müsste. Dann ist ein Hund nicht das richtige Haustier.

Ich habe wie Sanjenjan auch sehr hohe Ansprüche an meine Hundehaltung. Ich finde dass sollte wieder die Regel werden. Das soll nicht heißen, dass du diese Ansprüche nicht besitzt.
Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich mir Aussie Nr. 3 wünsche. Mein erster Aussie ist gerade neun Jahre alt geworden und mein zweiter Aussie vier Jahre alt. Jetzt ist es so, dass sich mein Wohnort und die Landschaft durch den stetig wachsenden Radtourismus, die Landwirtschaft, der Wohnungs- und Industriebau so stark verändert, dass ich mir nicht mehr vorstellen kann noch mal einen Hund in mein Leben zu lassen, da ich ihm nicht das bieten könnte was ich meinen anderen Zwei bieten konnte.
Zudem stelle ich mir die Frage, ob ich meinen Ansprüchen noch weiteren Jahren gerecht werde kann, da bin ich nämlich auch so wie Sanjenjan- ich werde unzufrieden. So sehr ich Aussies liebe... es zeichnet sich immer mehr ab, dass Knödel und Puma mit großer Wahrscheinlichkeit meine ersten und letzten Hunde sein werden.

Ich drück dir die Daumen, dass dein Traum vom eigenem Hund irgendwann wahr wird. :)
 
Dabei
24 Aug 2018
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#33
Danke für die ehrlichen Worte. Ich hoffe es wird für mich möglich sein, ich denke aber schon dass es einige Möglichkeiten gibt. Klar, ich verstehe du hast Bauchschmerzen, ich wollte mit meiner Aussage eigentlich nur darstellen, dass es eine gute Infrastruktur um mich gibt und dass ich mich eigentlich auf meine Eltern verlassen kann. Und dass es halt notfalls (derweil) noch andere Personen gäbe, auf die ich zurückkommen könnte. Ob das immer so ist, weiß ich ja nicht. Ich denke ich werde niemals die Möglichkeit haben, immer bei den Hunden zu sein, nicht solange ich arbeiten muss. Und wer kann sich schon leisten NICHT arbeiten zu gehen? Selbst wenn alles perfekt aussieht und man Hund in Arbeit mitnehmen darf, es muss sich nur etwas in der Firma ändern, und zack - man steht genauso da. Es ist wohl ne echte Grundsatzfrage - eigentlich dürfte sich niemand der jung ist oder arbeitet dann einen Hund zulegen, und alte Leute vielleicht auch nicht, weil was ist wenn die krank werden, oder gar vorzeitig sterben....
 
Dabei
19 Jan 2017
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#34
Ich verstehe was du meinst. Ich denke du wirst dich zum richtigen Zeitpunkt richtig entscheiden. :)

weil was ist wenn die krank werden, oder gar vorzeitig sterben....
Bei mir im Bekanntenkreis ist kürzlich ein Ehepaar in den Ruhestand gegangen und dieses Ehepaar hat sich genau diese Gedanken gemacht und sich aus diesen Gründen gegen die Anschaffung eines Hundes endschieden. Sie besuchen jetzt regelmäßig ein Tierheim und gehen dort mit den Vierbeinern spazieren. Ich ziehe meinen Hut vor diesen Leuten.

Allgemein zum Thema Hundehaltung. Vielleicht irre ich mich ja, aber ich habe das Gefühl als wenn die Einstellung zur Hundehaltung eine andere geworden ist. Als ich zum Beispiel noch zur Schule ging, hatten nur Familien einen Hund die auch wirklich beruflich mit den Vierbeinern tätig waren. Da waren die Diensthunde von der Polizei, die Rettungshunde und die Therapiehunde, oder die Hunde von Förstern und Jägern. Sonst war ein Hund als Haustier eine Ausnahme. War bei mir zu mindestens so. Nun kommt es mir so vor als wenn es Gang und Geben ist sich im Leben einen Hund anzuschaffen. Egal unter welchen Umständen. Ich wollte als Kind immer einen Hund. Ging aber nicht, weil meine Eltern berufstätig waren, ich betrieb neben der Schule noch Leistungssport. Ich bekam dann von meinen Eltern immer die Antwort: Ein Hund braucht Zeit! Von den Familien meiner Freunde, die die Drogenspür- und Rettungshunde hielten, bekam ich gleiches zu hören. Zusätzlich zählten sie mir noch auf was eine Hundehaltung mit sich bringt. Da war für mich ganz schnell klar ein Hund wird lange Zeit nicht in mein Leben passen.

Dann sehe ich jetzt wie eine Familie mit zwei Kindern, die vollkommen ausgelastet mit Schule, Beruf und Leistungssport ist, sich einen Hund anschaffen. Da fasse ich mir an den Kopf. Gleiches bei einer anderen Familie, da wurde der noch nicht mal einjährige Hund in den Sommerferien abgegeben, weil die Familie unbedingt in den Urlaub fliegen wollte. Oder in meiner Verwandtschaft musste jetzt auf Biegen und Brechen Hund Nr.2 einziehen. Zwei Wochen später befanden sich der Ersthund und der Welpe beim Züchter, ebenfalls wegen der Urlaubsplanung. So was geht für mich einfach nicht, aber wie du schon selber schreibst, da wären wir bei der Grundsatzdiskussion...
 
Dabei
24 Jan 2008
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#35
@ Farbkraft - Katrin ich weiß ja nicht wie alt du bist ,aber bei uns waren auch vor 50 Jahren Hunde als Familienmitglied durchaus üblich . Und auch Hundesport wurde mit den Schäfis gemacht , aöllerdings etwas anders als Heute .Sicher wir hatten auch Ketten , Zwinger und Wachhunde in der Umgebung ,aber ich hatte in der näheren Verwandtschaft auch durchaus regelrechte Gesellschaftshunde und halt Familienhunde .es wurde allerdings damals nicht so ein Hype um einen Hund gemacht wie Heute , da geb ich dir allemal recht .
 
Dabei
21 Feb 2011
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#36
Sorry, bei manchen Kommentaren hier platzt mir fast der Hut.

Wenn man die Bedenken hier so liest.....ehrlich, dann dürften wir alle keine Hunde haben.
Die Lebenssituation bei jedem Einzelnen kann sich ratzfatz, von einer Sekunde auf die andere, so dermaßen verändern, dass man nicht mehr in der Lage ist, einen Hund zu versorgen.
Wenn man sich nicht auf die eigene Familie verlassen kann.....auf wen denn dann bitte?
Die meisten von uns sind doch wohl berufstätig, oder?
Ausserdem schreibt Bonnie doch, dass sie die ersten zwei Jahre genügend Zeit für den Hund hat, und sie ist, wenn Studium fertig, ganz sicher nicht die einzige Ärztin mit Hund.

Liebe Bonnie, rede offen mit deiner Familie über deine Wünsche. An den Reaktionen wirst du sehr schnell merken, wie sie deine Idee finden.
Stehen sie hinter dir, such dir gute Züchter und schildere ihnen deine Situation.
Ich bin mir sicher, dass es klappen kann. Ein Hund ist anpassungsfähiger als manche denken. Wenn er das von Anfang an so kennenlernt, dass sich auch mal deine Eltern für ein paar Stunden um ihn kümmern, hat der Hund die wenigsten Probleme mit der Situation ;)
 
Dabei
7 Okt 2014
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#37
Ich bin 40 und in meiner Kindheit hatte beinahe jeder im näheren Umfeld Hunde, der einzigen, mit dem gearbeitet wurde, war der Jagdhund meines Onkels.
Alle anderen liefen einfach mit, oftmals wurde tagelang nicht spazieren gegangen und die Hunde kamen bloß in den Garten, manchmal waren Sie den ganzen Tag mit unterwegs.
Manche waren im Haus, manche im Zwinger.
Über mehrere Stunden alleine waren Sie alle mal und wenn wirklich mal Not am Mann war, wurde der Hund kurzerhand zu jemandem gegeben, der selber Hunde hatte.
Die mussten sich dann halt vertragen, basta.
Ich selbst bin die ersten 14 Jahre mit einem Border aufgewachsen, der jeden Werktag morgens zu meiner Oma nebenan gebracht und abends wieder abgeholt wurde.
Meine Oma selbst einen Dackel, der beste Kumpel vom Border und zwischendurch wurde der Dackel ihrer Schwester auch da geparkt.
Einfach, weil Sie den ganzen Tag Zeit hatte und gern Hunde um sich.
Später hat es meine jüngste Tante mit ihren Neufundländern ebenso gehalten, wenn sie arbeiten war und noch später ich mit meiner Kuvasz Hündin.
Keiner dieser Hunde hat darunter jemals gelitten, im Gegenteil, die waren gerne da und in dieser Zeit war meine Oma die Bezugsperson, beim Abholen war sie dann halt out.
Man kann über die Hundehaltung früher sagen, was man will, aber sie war definitiv lockerer als heute und die Hunde komischerweise in den seltensten Fällen Verhaltensgestört und es stimmt NICHT, dass es früher weniger Familienhunde gab.
Um die wurde lediglich kein Aufhebens gemacht, die waren einfach da, blieben in den allermeisten Fällen bis zum Tod und wenn der Besitzer vorher starb, kam das Tier zu Verwandten oder Nachbarn.
War zumindest bei mir (großes Dorf) gang und gebe so.
 
Dabei
4 Jan 2012
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#38
Wir haben uns auch Hund(e) gewünscht...
Schule, Studium, Beruf..
Die Eltern sagten immer: wartet noch, zuerst die Familienplanung
Fakt: Die Kinder haben mächtig auf sich warten lassen und wir haben irgendwann für uns entschieden: trotz 2 Vollzeit Berufstätigen soll ein Hund einziehen. (Wir wollten nicht warten bis wir 50+ sind und uns dann erst einen Hund kaufen.) Morgens früh raus, in der Mittagspause ne Runde Gassi; 2-3 mal die Woche extra 30 km einfache Strecke zum Enkelhundesitten zu den Eltern gefahren. Die Wochenenden und Urlaube standen voll im Zeichen des Hundes.
Meine Meinung: Wer sich so Gedanken macht und neben Plan A auch B und C in Petto hat würde von mir einen Hund bekommen. Mich würde es freuen, solche wohlüberlegten Welpeninteressenten zu Hause zu begrüßen.

Wer will, der kann!! Und es kann sich immer was ändern, beruflich wie privat. Dann dürfte ich nie Haustiere kaufen, Kinder bekommen, ein Haus/eine Wohnung auf bis zu 40 Jahre finanzieren, Urlaube ein Jahr im voraus planen und buchen und so weiter und so fort. Mich sträubt innerlich es bei der *geiz-ist-**** und ich will alles jetzt sofort Mentalität*. Aber wer sich Gedanken macht und nen wohl überlegten Alternativplan hat (y) .
 
Dabei
8 Jul 2017
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#39
Wer fragt bekommt halt unterschiedliche Meinungen zu hören. Was ist daran verkehrt? Kann und muss doch jeder für sich entscheiden dafür braucht es im Prinzipp doch keine fremde Menschen :)
Sicher ne Herausforderung wenn die Ausbildung nach dem Studium noch lange nicht abgeschlossen ist. Was der eine will mag der nächste nicht....sind Dinge die man halt in der Familie klärt.
Es gibt keine Hinweise aus der Wissenschaft oder sonst woher wie lange der Hund alleine bleiben soll/ darf/ usw. Der artest ist Spekuaktion und so manche Leute behaupten, dass es es ihrem Hund gutgeht.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#40
Ich muss auch sagen, selten jemanden so erlebt der sich informiert und überlegt und auch bei kritischen Anmerkungen nicht patzig wird :) Daumen hoch!!

Mein Rumo kam auch während des Studiums zu mir, direkt nach dem Praxissemester. War die beste Entscheidung meines Lebens, er hat mich ganz in den Aussiebann gezogen <3 gut, ich habe sozialpädagogik studiert und das ist ein anderer Arbeitsanfall als bei dir, mehr so singen und klatschen :p Geld war nur wenig da, aber ein Sparkonto für den Hund plus Versicherung.
Nach Umzug habe ich auch vollzeit gearbeitet. Mein Mann arbeitet auch Vollzeit, zwar hat er seine Werkstatt bei uns auf dem Hof und die Hunde können gerne da rumspringen, aber es gibt auch Tage wo sie die Zeit, in der ich nicht da, bin warten müssen (bei gefährlichen Arbeiten oder wenn Kunden mit Allergie kommen). Nun arbeite ich wieder teilzeit um die eigene Firma zu unterstützen.
Bald steht wieder ein Jobwechsel an und da wurde mir im Vorstellungsgespräch schon gesagt, dass es evtl möglich ist Hund und Arbeit zu verbinden.

Was ich sagen möchte: Jeder Lebensweg ist höchstindividuell. Wenn man sich aber genügend Gedanken macht und sämtliche Irrwege versucht mit einzuplanen, dann muss es doch möglich sein einen Hund zu halten. Oder wie heißt das so schön? Das Leben passiert während wir planen?

Hat man einen guten Job heißt es noch lange nicht dass man den behalten darf, unsere Firma kann Pleite gehen, ich kann den Job verlieren, krank werden, einen Unfall haben etc. pp. Wenn man immer nur vom Optimum ausgeht, dürfte niemand einen Hund halten. Außer man ist Millionär und hat besonders gute Gene ;)
 
Dabei
12 Jul 2012
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#41
Hat man einen guten Job heißt es noch lange nicht dass man den behalten darf, unsere Firma kann Pleite gehen, ich kann den Job verlieren, krank werden, einen Unfall haben etc. pp. Wenn man immer nur vom Optimum ausgeht, dürfte niemand einen Hund halten. Außer man ist Millionär und hat besonders gute Gene ;)
dem kann ich mich nur anschließen. wenn mir mal etwas zustoßen sollte dann geht zumindest youko zurück zur züchterin. einfach aus dem grund weil mein mann kein hundemensch ist und mein pa dem nicht dauerhaft gewachsen wäre. hab ich gleich zu anfang besprochen..ist mir wichtig zu wissen dass sie gut untergebracht wären...
 
Dabei
10 Jan 2016
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#42
Ich verstehe was du meinst. Ich denke du wirst dich zum richtigen Zeitpunkt richtig entscheiden. :)


Bei mir im Bekanntenkreis ist kürzlich ein Ehepaar in den Ruhestand gegangen und dieses Ehepaar hat sich genau diese Gedanken gemacht und sich aus diesen Gründen gegen die Anschaffung eines Hundes endschieden. Sie besuchen jetzt regelmäßig ein Tierheim und gehen dort mit den Vierbeinern spazieren. Ich ziehe meinen Hut vor diesen Leuten.

Allgemein zum Thema Hundehaltung. Vielleicht irre ich mich ja, aber ich habe das Gefühl als wenn die Einstellung zur Hundehaltung eine andere geworden ist. Als ich zum Beispiel noch zur Schule ging, hatten nur Familien einen Hund die auch wirklich beruflich mit den Vierbeinern tätig waren. Da waren die Diensthunde von der Polizei, die Rettungshunde und die Therapiehunde, oder die Hunde von Förstern und Jägern. Sonst war ein Hund als Haustier eine Ausnahme. War bei mir zu mindestens so. Nun kommt es mir so vor als wenn es Gang und Geben ist sich im Leben einen Hund anzuschaffen. Egal unter welchen Umständen. Ich wollte als Kind immer einen Hund. Ging aber nicht, weil meine Eltern berufstätig waren, ich betrieb neben der Schule noch Leistungssport. Ich bekam dann von meinen Eltern immer die Antwort: Ein Hund braucht Zeit! Von den Familien meiner Freunde, die die Drogenspür- und Rettungshunde hielten, bekam ich gleiches zu hören. Zusätzlich zählten sie mir noch auf was eine Hundehaltung mit sich bringt. Da war für mich ganz schnell klar ein Hund wird lange Zeit nicht in mein Leben passen.

Dann sehe ich jetzt wie eine Familie mit zwei Kindern, die vollkommen ausgelastet mit Schule, Beruf und Leistungssport ist, sich einen Hund anschaffen. Da fasse ich mir an den Kopf. Gleiches bei einer anderen Familie, da wurde der noch nicht mal einjährige Hund in den Sommerferien abgegeben, weil die Familie unbedingt in den Urlaub fliegen wollte. Oder in meiner Verwandtschaft musste jetzt auf Biegen und Brechen Hund Nr.2 einziehen. Zwei Wochen später befanden sich der Ersthund und der Welpe beim Züchter, ebenfalls wegen der Urlaubsplanung. So was geht für mich einfach nicht, aber wie du schon selber schreibst, da wären wir bei der Grundsatzdiskussion...

Warum geht das nicht? Koda ist mit 8 Wochen hier eingezogen, 4 Wochen später sind wir nach Schweden gefahren für 2 Woche, da der Urlaub schon lange im Vorraus geplant umd auch bezahlt war musste Koda für die 2 Wochen zurück zur Züchterin, da er noch keine gültige Tollwut Impfung hatte. Im Dezember fliegen wir eine Woche nach Ägypten, da ost Koda ein halbes Jahr alt... Yari und Koda gehen dann beide zu einer Freundin....

Wo ist das Problem, sie sind sehr gut versorgt, Koda liebt diese Freundin sogar regelrecht und Yari tut es ganz gut, wenn er ab und zu mal outgesourct wird, weil ich dann und wann auch mal Klinikaufenthalte hab bei denen sie dort hin müssen.
Ich finde sogar sie müssen lernen auch mal woanders zu bleiben, das ist man ihnen schuldig... man kann nicht alles planen und wenn man einen Hind outsourcen muss der das nie gelernt hat bricht für den eine Welt zusammen DAS ist verantwortungslos! Nicht das was du beschreibst!
 
Dabei
7 Okt 2014
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#43
Und grade zum Züchter geht ein Welpe doch meist gern eine Weile zurück, es gibt ja kaum jemanden, den er bis dato besser kennt.
Das war mit Sicherheit auch bereits im Vorfeld mit dem Züchter so abgemacht.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#44
Und grade zum Züchter geht ein Welpe doch meist gern eine Weile zurück, es gibt ja kaum jemanden, den er bis dato besser kennt.
Das war mit Sicherheit auch bereits im Vorfeld mit dem Züchter so abgemacht.
Natürlich! Bevor wir uns fest dazu entschieden haben Koda einziehen zu lassen, haben wir das angesprochen, weil klar war dass bis dahin eine gültige Tollwutimpfung nicht geht und da verstehen die Schweden eben keinen Spaß!
 
Dabei
24 Aug 2018
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#45
Och, meine Lieben, danke für die Worte, die mir doch Mut machen. Wie gesagt, danke auch für die Bedenken, ich kann alle Seiten gut nachvollziehen, ich probiere ja auch meine eigenen Emotionen die schreien (jaaaaa ich wiiiilllll :D ) möglichst zu ignorieren und das Ganze objektiv und sachlich zu sehen, und da gehört eben dazu pro und contra gut abzuwägen und sich selbst alle möglichen Situationen durchzudenken. Ich habe ja auch hohe Ansprüche und will alles so gut wie möglich machen. :)

Aber einige Geschichten haben mir jetzt doch echt Mut gemacht, dass es mit dem nötigen Willen, Überlegung, und Unterstützung guuut realisierbar sein kann! Ich werde ja nicht jetzt sofort einen Welpen zu mir holen, sondern ich habe ja noch genug Zeit die nächsten Monate, potentiell 1-? Jahre zu reflektieren und alles ganz in Ruhe mit Familie abzuklären und Pläne zu festigen. Von heut auf Morgen geht sowieso gar nix :)

UUUUND bis dahin darf ich ja eure ganzen süßen Fotos betrachten und mitlesen, und Bücher verschlingen, auf etwas warten kann sich auch echt auszahlen :cool:
 
Dabei
24 Aug 2018
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#46
Und falls es dann doch irgendwann so weit ist bei mir und alles mit Eltern usw super geregelt ist - werd ich euch natürlich auf dem Laufenden halten, um Rat fragen usw usw :) Und wenn nicht, tja, dann habe ich halt einige Erkenntnisse mehr dazugewonnen, über Hunde und Hundeerziehung kann man ja nie genug wissen :)
 
Dabei
11 Nov 2016
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#47
Ein Hund ist ein Familienmitglied, einfach auf eine andere Art und Weise. Wir hatten für die Betreuung unserer Tochter einen "Plan B" für den Fall, dass etwas mit uns passiert - nämlich die (damals noch jüngeren) Grosseltern. Heute ist unsere Tochter "Plan B" für den Hund, falls mit uns etwas passiert. Und im grössten Notfall würde er wieder zur Züchterin gehen. Weiter denken wir nicht, man kann nicht alles planen. Würde ich darüber nachdenken, dann würde ich mir nur viele Sorgen machen. So wissen wir nicht, ob unsere Tochter (sie ist auch noch im Studium) "im Fall der Fälle" tatsächlich für den Hund auch Zeit hätte. Und unsere Eltern sind über 80 - das geht auch nicht mehr. Aber deshalb auf einen Hund verzichten? Nein, das möchten wir nicht.

Und was den Job betrifft - wir arbeiten inzwischen auch beide Vollzeit. Bei den ersten beiden Hunden hatte ich noch Elternzeit und sie waren maximal 3 Stunden mal alleine. Trotz Vollzeitjob wollten wir gerne wieder einen Hund und sind mit diesem Wunsch und allen Pro-und-Kontra Überlegungen sicher drei Jahre "schwanger" gegangen. Bis zum Tag x an dem wir uns gesagt haben "es findet sich ein Weg, denn wenn man schwanger ist und das Kind kommt, findet sich schliesslich auch ein Weg". Und so war es auch. Wir haben beide in unseren Jobs die Möglichkeit abgeklärt, Homeoffice machen zu können und es wurde uns bewilligt. Wäre das nicht möglich gewesen, dann hätten wir den Job reduziert. Der Hund war (und ist) uns wichtiger. All das haben wir vor dem Kauf abgeklärt.

Wir können nicht alle Tage abdecken und haben für 2 Tage/Woche einen tollen Dogsitter gefunden. Er ist ausgebildeter Hundetrainer und möchte sich später eine Hundeschule aufbauen. Merlin ist seit Welpenzeit gerne bei ihm und er könnte genauso gut ein Familienmitglied sein. Erleichternd kommt hinzu, dass Merlin kein aussietypisch reservierter Hund ist, sondern vielmehr offen auf andere Menschen zugeht.

Wenn man will, findet sich ein Weg. Manchmal muss man auch für einen Wunsch das eigene Leben etwas anpassen. Das muss nicht immer ein Nachteil sein ;). Wir hätten auch gerne einen zweiten Aussie und gehen nun mit diesem Wunsch wieder schwanger. Denn wir sind uns einig, dass wir bei zwei Aussies komplett jederzeit für die Hunde Zeit haben möchten. Also nicht mehr auf einen Hundesitter angewiesen sein wollen.
Das bedeutet halt wieder eine Anpassung im Leben. Und auch das muss kein Nachteil sein ;).

Wenn Du bereits während des Studiums einen Hund hast, kann es sein, dass sich Dein Leben aufgrund des Hundes etwas anders entwickelt, als ohne Hund. Oder alternativ hast Du nur etwas vom Hund in den nächsten zwei Jahren und später nicht mehr. Als angehende Medizinerin muss Dir das einfach bewusst sein und als Qualitätsbeauftragte eines Kantonsspitals weiss ich, wovon ich rede. Bis zum Facharzt hat man einfach ein ziemlich umfangreiches Pensum zu absolvieren. Da ist viel Pflicht und wenig Kür möglich.
Dann gibt es noch die Gesetzeslage. Hier in der Schweiz darf man einen Hund beispielsweise nur 5 oder max. 6 Stunden alleine lassen. Und es hat durchaus Nachbarn, die das ganz genau beobachten und eventuell auch mal beim Veterinäramt melden. Damit hätten viele hier im Forum vermutlich ein Problem und daher haben wir auch den Dogsitter. Über 8 Stunden ohne Betreuung darf man hier nicht mal nachdenken. Es mag in Deutschland anders sein, aber es wäre so oder so ein NoGo für uns, einen Hund so lange alleine zu lassen.

Wie auch immer - schlussendlich entscheidet nach vielen Kopfüberlegungen immer auch der Bauch. Ich bin überzeugt, Du wirst die richtige Entscheidung treffen, die für Dich und auch für den Hund stimmt.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#48
Ich finde auch, man kann nicht alle Unwegbarkeiten abdecken. Leben passiert und wenn man will findet sich fast immer eine Lösung. Man muss allerdings, wie bei Kindern auch stets zu Kompromissen bereit sein... sei es eine Reduzierung der Arbeitszeit ofer was auch immer. Stur sein Leben weiter leben als sei nix geht dann natürlich nicht mehr
 
Dabei
19 Jan 2017
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#49
Ich glaube ich hatte schon mal in einem anderem Thread mit diesen grundsätzlichen Gedanken für Wirbel gesort.:rolleyes: Und möchte zu meinem obigen Beitrag Stellung nehmen, damit man es vielleicht besser versteht. Meine nachfolgenden Zeilen sind jetzt nicht auf Bonnie bezogen.

Mir stößt es einfach bitter auf, dass Hunde immer mehr wie Gegenstände hin und her geschoben werden. Damit meine ich nicht die Absicherung für Notfälle. Notfälle sind für mich Krankheit, Tod, Kündigung im Beruf, aber kein Urlaub.
Es heißt doch immer vor einer Anschaffung: Mach dir ausreichende Gedanken! Urlaubsplanung, Berufs- Familienleben und so weiter. Und zwei Wochen später sitzt der Hund wieder beim Züchter, weil man eben doch in den Urlaubt fliegt?
Sicher es kann im Leben immer etwas Unvorhergesehenes passieren, dass bestreite ich nicht und stelle es auch nicht in Frage. Alles planen geht auch nicht, da stimme ich euch zu. Aber die grundsätzlichen Dinge wie zum Beispiel die Urlaubsplanung die man selbst beeinflussen kann und die dann nach dem Einzug vom Vierbeiner über Bord geworfen wird. Ich bin auch in Vollzeit berufstätig. Ein Mal im Familienunternehmen und mein eigenes Unternehmen. Die Familie steht ganz hinter der Hundehaltung und es wird immer alles so geplant, dass die Hunde dabei sein können. Egal was es ist.

Deswegen finde ich es ja gerade gut, das Bonnie sich diese Gedanken macht. :)

@nenaaussie: Hunde waren in meinen Umfeld wirklich nur wie oben beschrieben. Deswegen war es für mich etwas ganz Besonderes wenn ich bei meinen Freunden zu Besuch war und ich die Hunde kuscheln durfte. :)
Und im Leistungssportbereich waren in den Familien auch keine Hunde, weil alle Berufstätig waren und wir wegen des Sports viel unterwegs waren. Das zog sich von Kindesbeinen bei mir so durch.
Vielleicht versteht man jetzt besser warum es mir bitter aufstößt, wenn Hunde oft mit einer Leichtigkeit angeschafft werden.

@ Gundi: Ich verstehe, dass dir fast der Hut platzt. Meine Familie und ich habe in der Hinsicht eine sehr krasse und für viele Hundemenschen befremdliche Haltung. Ich kann mich jedoch nicht erinnern die Unterstützung der Familie in Frage gestellt zu haben.
Ich lebe in einem Mehrgenerationenhaushalt und wenn ich zum Beispiel zum Arzt muss, sind Knödel und Puma nie alleine und müssen nicht aus ihrem gewohnten Umfeld raus. Aber sonst wird immer so geplant, das sie bei allen Dingen dabei sein können. Sie waren noch nie allein, oder mussten irgendwo anders hin. Wären die Bedingungen nicht so, hätten wir keine Hunde. Hatten wir auch lange Zeit nicht, weil die Vorrausetzungen nicht so waren wie sie jetzt sind.

@ Yari: Und warum habt ihr nicht erst den Schweden Urlaub absolviert und euch danach für einen Welpen endschieden?
Bei uns in der Familie hätten wir erst den Urlaub in Schweden verbracht (weil er schon lange im Vorraus geplant war) und dann einen Welpen einziehen lassen. Ägypten stände gar nicht mehr auf dem Plan.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#50
Meine Hunde müssen ab und an allein bleiben für mehrere Stunden und ich finde das absolut normal.
Einen Hund immer überall mitzunehmen und ihn wirklich niemals allein zu lassen, finde ich dagegen ehrlich gesagt etwas schräg (sorry, ich meine das nicht böse, es schockt mich aber tatsächlich etwas).
Wenn DAS eine Voraussetzung zur Haltung wäre, wäre diese vermutlich bald ausgestorben.
Und ich finde es auch irgendwie nicht ganz fair, Hunden nicht zuzutrauen, dass sie damit klarkommen können.
Man kann doch nicht alles von ihnen fernhalten, Sie zur totalen Unselbstständigkeit erziehen.
Klar sind es Rudeltiere, aber das heißt doch nicht, dass sie nicht mal ein paar Stunden ohne existieren können.
Auch ein Hund kann Ruhe vorm Menschen durchaus mal genießen und andersherum hat jeder Mensch das Recht, auch mal einige Stunden ohne Hund was zu unternehmen.
Welcher Schäfer ist denn beispielsweise 24/7 bei seinem Hund ein Leben lang?
 
Dabei
19 Jan 2017
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#51
Einen Hund immer überall mitzunehmen und ihn wirklich niemals allein zu lassen, finde ich dagegen ehrlich gesagt etwas schräg (sorry, ich meine das nicht böse, es schockt mich aber tatsächlich etwas).
Ich lese deinen Beitrag auch nicht als böse, alles gut.:) Kannst du mir genauer erklären was du in dem Zusammenhang mit totaler Unselbstständigkeit meinst? Ich möchte es gerne verstehen. :)
 
Dabei
24 Jan 2008
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#52
Also ich bin sogar überzeugt ,das meine Hunde es geniessen wenn niemand zu Hause ist und sie mal ganz in Ruhe dösen können .:cool: Kommt ja selten ganug vor .
 
Dabei
7 Okt 2014
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2.097
#53
Meine schlagen vermutlich auch drei Kreuze, wenn ich mal nicht da bin :p

Ich meine damit, dass man einem Hund durchaus zutrauen und auch zumuten kann, mal alleine zu bleiben oder auch mal einige Zeit woanders zu verbringen (und glaub mal, bei Finn fällt mir sowas auch verdammt schwer!).
Dieses Denken "der muss überall dabei sein, sonst ist er total unglücklich " wirft so ein hilfloses Licht auf Hunde und das sind Sie in der Regel ja gar nicht (Welpen oder ganz winzige Rassen vielleicht ausgenommen), man drückt ihnen damit einen Stempel der Unselbstständigkeit auf.
Im Gegenzug sollen sie aber ständig "Hund sein" dürfen und nicht zu Robotern gemacht werden.
Trotzdem werden sie überall mithin geschleift, weil der MENSCH das für nötig erachtet, die meisten Hunde legen wohl selbst gar keinen großartigen Wert drauf.
Meines Erachtens nach ist das in der heutigen Zeit sowieso ein großes Problem, bei Hunden wie auch Kindern.
Ständig fühlt sich jemand berufen, wen "retten" oder vor irgendwas bewahren zu müssen, dabei gibts dafür oftmals gar keinen Grund.
Mich erinnert das immer an den Comic mit der Oma, die über den Zebrastreifen geschleift wird, obwohl sie eigentlich gar nicht über die Straße will.
Beim Menschen nennt man das Entmündigen, wie genau ich es beim Hund nennen würde, kann ich grade gar nicht sagen.

Schau, du hast Hunde, die von der Genetik her in der Lage sein sollten, eigenständig eine Herde Rinder zu treiben, notfalls auf drei Beinen.
Es sind sensible Hunde, aber ganz sicher keine Weicheier.
Die gehen nicht sofort kaputt, wenn sie mal nicht im Mittelpunkt stehen, ich glaube sogar, dass genau das den meisten Hunden gut täte.
Warum sollten die also nicht mal kurz alleine zuhause bleiben können, wenn du zum Arzt gehst, sofern man es ihnen vernünftig beibringt?
 
Dabei
8 Jul 2017
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#54
Schönes Thema das vlt von Bonnies Thema abgekoppelt besser aufgehoben wäre.

ich kann viele Gesichtspunkte verstehen. Erstmal ist ein Hund ein Hund und kein Kind. Trotzdem muss auf seine individuellen Bedürfinsse Rücksicht genommen werden. Bei manchen Schreibern denk ich mir aber, dass der Hund halt ausfallen soll wie von M. Steiff. Finde es dann schon gemein, wenn man meint das ganze Verhalten des Hundes unterliegt nur der Erziehung und man biegt ihn halt in seine Richtung wie er gerade so gebraucht wird. Finde das ne naive Denkweise, unfair HH gegenüber die nicht so eine einfache Schmusebacken abbekommen haben.

Der Hund hat es vrdient bestmöglich versorgt zu werden, das definiert jeder Mensch anders. Der eine lässt ihn tgl 8 Stunden alleine der nächste karrt ihn überall hin. Der dritte packt ihn in Flieger und fliegt mit ihm in heiße Länder.

Ein Lob auf den Hund der beinahe jeden shitt mit sich machen lässt! Offensichtlich wird er eher dafür gezüchtet, weniger für Kühe halten und Schafe treiben :)) Der Mensch interpretiert so wie es für ihn passt.

Ich finde Hunde einfach klasse!
 
Dabei
10 Jan 2016
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#55
@ Farbkraft, warum hätten wir warten sollen, Koda hat von diesen zwei Wochen durchaus profitiert.... und ja natürlich ist uns das schwer gefallen...

Und was zum Beispiel Ägypten betrifft... ich muss tatsächlich aus gesundheitl. Gründen 2-3 Wochen im Winter ins Warme und das heißt mindestens 20 Grad... das ist nicht nur einfach Urlaub. Zudem bin ich regelmäßig im Krankenhaus, meine Hunde müssen outsourcen können, bei Yari haben wir das leider zu spät begonnen... der stand das erste Mal mit Unterteller großen Augen da und für den brach eine Welt zusammen! Ich hatte aber einen OP Termin... es ging nicht anders! Bei Koda gehört das von Anfang an dazu er freut sich jedes mal ein Loch in den Bauch wenn er zu meiner Freundin darf und auch Yari muss da jetzt regelmäßig hin, damit er lernt dass das normal ist.

Wahrscheinlich dürfte ich nach deiner Auffassung gar keine Hunde haben... wie gut, dass wir in einem freien Land leben!
 
Dabei
11 Nov 2016
Beiträge
70
#56
Die Diskussion mag für Bonnie noch hilfreich sein zum Entscheid. Fakt ist, ein Hund wird 12-15 Jahre alt. Über diese Zeit hinweg sollte er ein Leben führen können, dass ihm nach Möglichkeit gerecht wird.
Wie dieses "Leben mit Hund" aussieht, da gibt es halt schon einige verschiedene Möglichkeiten. Denn auch das "Menschenleben" verläuft nicht statisch.

Ich bin auch in einem Mehrgenerationenhaushalt aufgewachsen und meine Eltern hatten einen Bobtail, wie wir später auch. Es hatte immer jemand Zeit für ihn und für den Hund war es einfach ein grosses Rudel mit für ihn bekannten Personen. Er hing am meisten an meinem Vater, der wiederum am wenigsten Zeit für ihn hatte. Vielleicht hat Bonnie diese Möglichkeit auch, es bedeutet einfach einen Kompromiss im Leben. Der Hund ist dann nicht ein "Ein-Personen-Hund" sondern ein "Grossfamilienhund". Da muss man sich dann nur fragen, ob ein Aussie der richtige Hund dafür ist, denn gerade die "Ein-Personen-Aussies" vertragen einen ständigen Bezugspersonenwechsel vielleicht nicht so gut. Irgendwann sind die eigenen Eltern auch so alt, dass sie für einen Hütedienst nicht mehr infrage kommen. Was dann? Vielleicht hat Bonnie dann aber bereits eine eigene Familie, auch Kinder, ist nicht mehr Vollzeit im Job - ja das kann man alles doch gar nicht wissen. Vielleicht arbeitet sie später zu 50% als Hausärztin in einer Gemeinschaftspraxis und in der restlichen Zeit schaut ihr Partner zum Hund. Wohin man schaut, dahin geht man.

Ein paar Stunden alleine bleiben können muss jeder Hund lernen. Denn man schleppt ihn weder zum Arzt mit noch zum Frisör. Auch lässt man den Hund nicht bei Hitze im Auto wenn ein Einkauf ansteht. Da ist er zuhause besser aufgehoben. Und nicht immer ist ein Familienmitglied als Hütedienst zur Hand. Merlin kann gut ein paar Stunden alleine bleiben. Er ist brav und zerstört nichts (machen ja einige Aussies). Aber er liegt die ganze Zeit dann hinter der Haustür, schläft nicht sondern wartet auf unsere Rückkehr. Daher weiss ich, der Hund hat Trennungsstress. Länger als 3-4 Stunden ist er deshalb nicht allein. So ist jeder Hund anders und Verallgemeinerungen sinnfrei. Dem muss man sich jedoch bewusst sein.

Was das Verreisen betrifft: Wir haben früher unsere Hunde bedenkenlos eine Woche bei den Grosseltern lassen können und wussten sie dort gut aufgehoben. Zu Merlin haben wir eine andere Beziehung und da käme uns das Verreisen ohne Hund nicht in den Sinn, obwohl unsere Ferien (und auch unser Leben) mit diesem Wildfang alles andere als einfach sind im Vergleich zu unseren Ferien (und dem Leben) mit den ersten beiden Hunden. Und genau darin sehe ich den "Knackpunkt". Es gibt ziemlich gechillte Aussies, aber es gibt auch anspruchsvolle Aussies. Kommen alle Familien- und mögliche "Hütepersonen" mit einem solchen Hund klar?

Unser Aussie hat unser Leben ziemlich verändert, uns auf neue Ideen gebracht und vor allem in den ersten Jahren manchmal an den Rand der Verzweiflung. Das sind dann die Momente, wo einige Aussies abgegeben werden wegen Überforderung. Wir haben jedoch trotz allem eine riesengrosse Freude an unserem Hund. Vielleicht ist das bei Bonnie auch so? Sie muss sich dem Gesamtpaket halt bewusst werden und ich denke, sie ist auf einem guten Weg dazu.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#57
Finde trotzdem, dass man bei offenen Berufswegen schwer empfehlen kann.

@ MerlinAussie ichbhabe dir mal nen Link, nach dem Studium braucht's noch ein paar Jährchen bis man sich niederlassen darf, auchbals Angestellter. Halbiert man die Arbeitszeit, verdoppelt sich das....so genau weiß ich das nicht , deshalb hier zum nachlesen. Macht ja auch Spaß zu gucken wie aufwändig der Wegegang Macher Fachrichtungen ist.

http://flexikon.doccheck.com/de/Facharzt
 
Dabei
24 Aug 2018
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#58
Also, ich habe probiert durchwegs freundlich zu bleiben aber eine Sache muss ich jetzt mal anmerken — Senior, ich habe mittlerweile klar verstanden dass du es seeeehr negativ siehst und absolut abratest dass ich mir jemals einen Hund nehme. Aber nur den Begriff „Facharzt“ zu googeln und dann sei angemerkt einen Link zu Doccheck posten (es sei angemerkt dass sich die Info übrigens auf Deutschland bezieht, ich lebe und arbeite mal in Österreich!) — also ich weiß ja nicht, aber mit diesem Link kann man keine Aussage machen über den Beruf denn es gibt ganz viele Fachärzte, bei manchen dauert die Ausbildung länger, bei manchen kürzer, bei manchen kann man Teilzeit arbeiten, bei manchen kann man sich sofort danach niederlassen, bei manchen muss man nich länger im KH arbeiten etc. etc. etc. Außerdem habe ich bereits gesagt dass ich NICHT auf diesem Forum bin um mich gar für meinen beruflichen Werdegang zu rechtfertigen. Als Arzt gib es soooo viele Möglichkeiten wie und wo man arbeiten kann. Ich denke viele von euch haben lediglich den überarbeiteten Klinikarzt vor euch, der null zeit für Partner und Familie hat und Haustiere schon gar nicht. Ich denke ich habe mehr als genügend gedankenanstösse bekommen und ich werde mir alle sehr gut zu Herzen nehmen — FAKT ist, es gibt in unmittelbarer Nähe tolle Unterstützung falls ich mir einen Hund nehme und ich denke viele von euch haben bereits gemerkt wie wichtig es mir wäre und wie wohl überlegt ich agieren würde. Ein hund wäre niemals so lange alleine..

Gestern hat mir mein Partner übrigens gute Neuigkeiten gesagt — es besteht sogar die Möglichkeit dass er den Hund mitnehmen kann auf die arbeit mal. Also bitte, es gibt genügend Möglichkeiten rund um mich, wenn ich komplett alleine wäre und keine Unterstützung der Eltern hätte, würde ich definitiv keinen Hund in mein Leben lassen, aber das bin ich ja nicht. Also mal sehen, was die zukunt bringt.
 
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Dabei
19 Jan 2017
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#59
Es wäre vielleicht wirklich besser das Thema in einem neuem Thread weiter zu besprechen.:)

@ Finnie Pooh: Vielen Dank für deine Erklärung- jetzt verstehe ich deine Sichtweise. :)

Ich möchte noch etwas hinzufügen zum Thema, dass meine Jungs nie alleine sind. Ich stimme euch zu. Es hört sich beim Durchlesen an als wenn ich voll der Helikopter Hundhalter wäre. :rolleyes:
Ich möchte das Mißverständnis klären. Kommt mir so vor als wenn sich eingeschlichen hätte, als wenn ich Knödel und Puma zwingen würde und sie auf Teufel kom raus überall mithinschleife, obwohl sie es nicht möchten. (Metahper mit der Oma auf dem Zebrastreifen ;)). Unsere Jungs sind nicht der ständige Mittelpunkt, auch wenn es durch die Beiträge so rüber kommen sollte. Im Altag steht das Berufsleben im Mittelpunkt und ich glaube jeder weiß was es bedeutet Selbstständig zu sein und dabei mehrere Arbeitsplätze und somit Familienexzistenzen zu sichern, da schaffe wir es gar nicht die Hunde in den Mittelpunkt zu rücken. Unsere Selbständigkeiten sind aber so, dass auch hier die Hunde den Luxus genießen können dabei zu sein. Wird in der Halle gearbeitet schlafen sie in ihren Ecken. Knödel ist mittlerweile ja schon älter und wenn er möchte bleibt er am Haus und schläft im Garten, oder schläft in der Geselschaft der anderen Familienmitglieder im Haus. Steht die Büroarbeit an, schlafen sie in meiner Nähe. Sie fügen sich nahtlos in unser Familien/-Berufsleben ein und suchen freiwllig unsere Nähe wenn sie möchten, wenn nicht ziehen sie sich in ihre Nester zurück. Wenn ich eure Antworten lese, hört es sich so an als wenn ich mit ihnen immer unterwegs auf Action bin und sie wie, ja, Maschinen halte. Da verstehe ich die Wortwahl "totale Unselbstständigkeit" von Finnie Pooh.:rolleyes::) Dies ist nicht der Fall. Wir sind wegen den Berufen hauptsächlich bei uns vor Ort und wenn sie uns auf unserem Grundstück begleiten tun sie es stehts freiwillig. Kommt dann am Tag der Moment wo ich die Leinen um meine Schulter lege, hüfpen sie wedelnt ins Auto und es geht ab zum zweistündigen Spaziergang über Feld und Flur mal mit Dummyarbeit, ZOS, Hütespiele oder halt einfach Hund sein. :) Und dann kommen die Ausnahmetermine wie: Marktbesuch, ja auch zum Frisör kommen sie mit und jetzt steht zum Beispiel bald eine Taufe an. Auch beim Einkaufen (1x in der Woche Großeinkauf;)) sind sie mit dabei. Wir sitzen dann am Eingang und beobachten die Menschen, oder wir machen kleine Übungen. Ich finde hier muss man unterscheiden, ob ein Hund es als Stress empfindet bei diesen Aktivitäten mit zukommen. In ihrer Ausbildung legten wir deshalb größten Wert drauf, dass sie genau diese Ausflüge als erwachsene Aussies packen und als normal empfinden. So wie ihr das Alleinsein als normal trainiert. Die Ausbildungen waren nicht immer einfach. Ich hatte zu Merlinaussie geschrieben, dass Merlin mich an Knödel erinnert.;) Und mit Puma hatten und haben wir einen Aussie, der eine gute Portion vom Wachen und Schützen mitbekommen hat. Und wenn die Familie Abends zum gemeinsamen Brettspiele,Video-/Grillabend, oder was auch immer Abend:p zusammenkommt dann liegen die Zwei bei uns unterm Tisch und schlafen fest. Träumen. Ich finde Aussies können ziemlich taffe Hunde werden. :) Ich verstehe Aussies bei Weitem nicht als Weicheier, sonst hätte ich sie nicht so ausgebildet, es ihnen nicht zugemutet, sowie erlernen lassen sich in der Geselschaft so bewegen zu können. Wenn die Zeit und die Möglichkeiten beständen die Jungs an Schafen ausbilden zu können, dann hätte ich es gerne getan. So ist unser Familienleben und die Ausflüge in die Natur Hundeschule und Beschäftigung geworden. Jetzt habe ich euch mit unserem Altag zugetextet. War mir noch wichtig los zu werden. :)

Natürlich kann nicht jeder genauso einrichten. Und ich habe auch wie gesagt nichts dagegen wenn es wie bei Bonnie, oder Merlin ein Elternhaus gibt, welches sich um den Hund mitkümmert.
Mir Missfällt es einfach, dass Hunde mit dem Wissen angeschafft werden, dass man aber doch gerne alles im Leben mitnehmen möchte, oder zu wissen, dass es beruflich später wirklich nicht passen wird und die Hunde es dann ausbaden müssen und eben zum Gegenstand werden. Man nimmt ihn wenn es einem passt und er wird wieder wegschoben wenn man eben sein Leben genießen möchte. Das muss einem Bewusst sein, bevor man sich für einen Hund endscheidet. Und dieser Umgang wird immer mehr. Jeder möchte alles haben, aber dafür nicht verzichten. Und ja ich denke bei vielen Menschen, es wäre besser gewesen keinen Hund in ihr Leben zu lassen und sich ein Haustier anzuschaffen, bei dem es sich nicht um ein hochsoziales Tier handelt, welches sich eng an den Menschen bindet. Ich habe da vor allem Leute im Kopf, die ungelogen, hier ein Konzert mitnehmen, dort auf Partys gehen, sogar ihre Kinder häufig abgeben um halt alles mitnehmen zu können was geht. Es wird sogar für zwei Monate in der Schulzeit nach Amerika geflogen. Dann gibt man Kind samt Hund eben einfach ab, plus in meinem Bekanntenkreis den Welpen der erst eben eingezogen ist. Funktioniert ja und durch die Hundestagesstätten wird diese Verhalten begünstigt und bejaht. Das ist für mich ein absolut verantwortungsloses Verhalten.

Ich finde es gut, dass wir hier so offen über das Thema diskutieren können. :)
 
Dabei
8 Jul 2017
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#60
Liebe Themenstarterin,

du du ich seh das ein bischen wie mit den Kids und Berufstätigen Müttern. Es gibt nicht wenige Mütter die jeden Tag ihrn Job machen und ihre Kids gut versorgen, gute Qualitätszeit mit ihnen verbringen . Es gibt " Nurhausfrauen" die mehr vorm PC hängen als sich mit ihren Kids beschäftigen :) Ist doch immer das selbe Thrma, jeder soll tun, wie er möchte...

Ich möchte ansich garnichts, deine Entscheiung beieinflusst mein Leben nicht :)) Ich habe manchmal das Problem die Themenstarter wohl schlecht zu verstehen. Es geht oftmals um Meinungen die erfragt werden, ich habe leider nicht immer die selbige Meinung meiner Mitmenschen.

Der Link war nur auf die Schnelle aus dem WWW gezogen, weil es doch Mitmenschen gibt die meinem nach dem Studium kann man sich sofort niederlassen und halbtags arbeiten. Rein dieser Gesichtpunkt und eben, dass deine lieben Kollegen eben je nach Fachrichtung noch etwas tun müssen um sich Facharzt für nennen zu dürfen..... Soweit mein Kenntinsstand mit dem vielen Jahren die da noch dranhängen kenn ich mich als Laie ja nicht aus

jupp ich gebe Farbkaft Recht, schön, dass man noch diskutieren kann und dazu gehören halt unterschiedliche Meinung.
 

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