Verhalten von Kindern (Hunden gegenüber) und die Reaktion von Eltern

Dabei
8 Jul 2017
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#1
Hallo,

Kinder reagieren nicht wie Erwachsene, ist mir klar, aber was verstärkt hier auffällt, sind Erwachsene die ihren Kinder nichts mehr " erklären" möchten.

Sobald man hier im Menschengetümmel unterwegs ist, gibt es nicht wenige Erwachsene die es lustig finden wenn ihre Kinder Hunde " anpöppeln" . Da wird der Hund angebrüllt, angebellt und angehüpft , alles was Zwerg so drauf hat, finden die Eltern lustig und grinsen, freuen sich, dass ihr Kind ...
Selbst aus dem parkenden Auto raus musste ich mich gestern anbellen lassen, anschreien, anqietschen, das Kind war zwischen 8 und 10 Jahre alt. Die Mutter ( vermute ich) saß auf der Rückbank tippte am Handy. Keine Reaktion, das Kind bellte den ganzen Parkplatz vom Baumarkt zusammen ....hätte das mein Hund gemacht, wäre der Teufel losgewesen.

Letzte Woche in der Stadt , eine Mutter mit zwei Kindern, eines im Kinderwagen. Das Kind das der Mutter folgte hatte ein Windrad in der Hand, wirbelte jenes heftig hin und her. Das Mädchen wollte zu meinem Hund, sagte ich der Mutter..." Mein Hund mag keine Kinder" . Die Reaktion drauf " kann ich verstehen" , nur, hatte die Frau keinerlei Chance das Kind zu sich her zu bekommen ( fast hätte ich gesagt abzurufen) . Sie machte sich noch den Spaß 2-3 mal an uns vorbeizulaufen. Ich fragte die Mutter, ob sie keine Angst hätte, wenn ihr Kind so distanzlos zu Hunden wäre. Nö, ihr Kind hat keine Angst, soll es auch nicht haben. Der HH dem sein Hund mein Kind beißt, wird der Rest seines Lebens nicht mehr froh, war die Ansage. Wahre Worte .... Wir saßen und wollten nur die Welt beobachten, weiter nix.

Passt auf eure Tiere auf
 
Dabei
19 Sep 2018
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#2
Das Kind abrufen...;) finde ich gut:).
Aber ernsthaft, ohne gegenseitige Rücksichtnahme kann ein Zusammenleben vieler Menschen und Tiere, nicht nur in einem so dicht besiedelten Land, nicht funktionieren. Manche Menschen respektieren die Grenzen Anderer nicht und manchmal hat man den Eindruck das werden mehr...?
Ich denke auch kleine Menschen sind dankbar, wenn sie vorgelebt bekommen, dass man sein Windrad flattern lassen und umhertollen kann, sich aber kurz zügelt wenn jemand entgegenkommt bevor es, wie du schreibst distanzlos wird.
Im umgekehrten Fall wäre es auch unangemessen, würde ein Hund unerlaubt zu einem Kinderwagen oder Kind rennen. Schade dass ihr nicht in Ruhe beobachten konntet.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#3
Ohja... dieses Thema kenn ich...
Wir waren Anfang Januar mit Freunden und unseren beiden Hunden für 3 Nächte im bayerischen Wald im Wellnessurlaub. Wir bekamen dann einen festen Tisch. Neben uns eine Familie mit kleinem Kind... Meinst du wir hätten mal ein Essen in Ruhe einnehmen können? Einmal, da kam dann der dritte Gang des Abendessens, die Familie war schon fertig, wurden wir richtig nervig belagert, weil Kind zu unseren Hunden unter unseren Tisch krabbeln durfte, MUSS ja unsere Hunde streicheln... Da wurde ich dann kurz grantig (Wer mich beim Essen stört ist selber schuld ;)). Ja das Kind wolle doch nur kurz Hallo sagen war dann die Aussage... Spannend. Habe dann nur gemeint, dass wir hier ebenfalls im Urlaub sind, nen Haufen Geld dafür bezahlen einfach mal unsere Ruhe wollen und in Ruhe Essen wollen. Habe dann noch gesagt, dass ich Sozialpädagogin bin und wenn sie Hilfe bei der Erziehung bräuchten, könnten sie mich kontaktieren :p... Ich war so genervt!! Da schaut man drauf, dass die Hunde niemanden stören, legt sie unterm Tisch ab und nicht mal da hat man seine Ruhe... Wenn ich höflich gefragt werde, ist das NIE ein Thema! Oftmals haben sich da schon sehr nette Gespräche ergeben :). Meine zwei kennen und mögen Kinder, aber man wird doch genügend Höflichkeit erwarten dürfen wenigstens das Essen abzuwarten.
 
Dabei
19 Sep 2018
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#4
@Rumo: hungrig = grantig kenne ich ;)
Ich verstehe nicht, wie man seine Kinder, ohne zu fragen zu fremden Hunden lassen kann - das kann einfach auch gefährlich sein, wenn die Kinder an den Falschen geraten und ist auch unerfreulich für den Hund. Was soll man als Hund denn noch tun, ausser sich ruhig unter den Tisch zu legen...:confused:
 
Dabei
8 Jul 2017
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#5
Und ich wusste überhaupt nicht wie ich mit den Kinder umgehen sollte. Was sagt man da?

" nehmen Sie bitte ihr Kind zurück" oder eher blocken? Spricht man ein Kind etwas grob und laut an?

Zuviel Aufhebens wollte ich jetzt auch nicht machen, wie sag ich meinem Hund, dass die auch nett sein können? Manche, manchmal....ehrlich, er kennt halt keine in dem wusseligen Alter, ich stand etwas blöd da.
 
Dabei
19 Sep 2018
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#6
Je nach dem wie alt das Kind ist, hätte ich es auch angesprochen, a la "Du hast ein tolles Windrad, aber schau mal, hier ist ein Hund, der möchte nicht, dass man so nah zu ihm läuft, lauf mit deinem Windrad schnell zu deiner Mama, ich schaue von hier wie toll es sich dreht." Die Kinder machen das i.d.R. nicht aus böser Absicht, können sowas auch nicht überblicken. Wenn es noch sehr klein, also mit Worten vielleicht noch nicht erreichbar ist, kann man sich vielleicht auch zwischen Hund und Kind stellen. Kommt natürlich auch auf die Persönlichkeit des Kindes an, wie es auf die Ansprache reagiert, aber meist sind die Kinder noch nicht so gestresst und vielleicht schlecht drauf wie manche Erwachsenen und freuen sich, wenn sie es richtig machen dürfen.
 
Dabei
6 Jul 2017
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#7
Das ist der richtige Post zur richtigen Zeit. Am Freitag war Kinderferienprogramm bei uns im Verein und ich habe mich bereiterklärt mitzuhelfen. Dass der jüngste unserer drei Hunde nicht mitkommt, war schnell klar. Er kann das nicht einen ganzen Nachmittag lang aushalten. Die kleine Hündin fiel dann wegen gesundheitlicher Baustellen ebenfalls aus, somit hat mich nur unsere 11-jährige Hündin begleitet und ich muss sagen – im Nachhinein bin ich mehr als froh darum! Es kamen 7 Kinder zwischen 7 und 10 Jahren. Alle haben oder hatten bis vor kurzem zu Hause selbst einen Hund. Aber es war mehr als erschreckend, wie schlecht selbst diese Kinder im Umgang mit Hunden geschult waren! Da wurden die Hunde von hinten, ohne sie vorher anzusprechen, angefasst, von vorne frontal auf den Kopf gefasst, ohne dem Hund vorher überhaupt die Möglichkeit zu geben, zu schnuppern. Einer der Hunde hat Angst vor Kindern, was von der Halterin explizit erklärt wurde aber auch dieser Hund wurde verfolgt und bedrängt. Es war ein Trauerspiel. Sowohl von Seiten der Kinder (beziehungsweise den Eltern der Kinder, die ihren Kindern den richtigen Umgang nicht nahelegen) als auch von den anderen Hundehaltern, die dabei waren und nur unzureichend auf die Bedürfnisse ihrer Hunde und den Umgang der Kinder mit ihnen geachtet haben. Der Höhepunkt war für mich als eines der Kinder erzählte der Hund daheim möge kein Wasser und es sei lustig, wie der Hund aufspringe und davonlaufe, wenn es ihm einen Eimer Wasser anschüttet. Was soll man da als Außenstehender sagen? Das Kind schütteln oder lieber die Eltern, wenn das Kind abgeholt wird? Einfach nur schreiend davonrennen?
 
Dabei
7 Sep 2012
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#8
Das ist der richtige Post zur richtigen Zeit. Am Freitag war Kinderferienprogramm bei uns im Verein und ich habe mich bereiterklärt mitzuhelfen. Dass der jüngste unserer drei Hunde nicht mitkommt, war schnell klar. Er kann das nicht einen ganzen Nachmittag lang aushalten. Die kleine Hündin fiel dann wegen gesundheitlicher Baustellen ebenfalls aus, somit hat mich nur unsere 11-jährige Hündin begleitet und ich muss sagen – im Nachhinein bin ich mehr als froh darum! Es kamen 7 Kinder zwischen 7 und 10 Jahren. Alle haben oder hatten bis vor kurzem zu Hause selbst einen Hund. Aber es war mehr als erschreckend, wie schlecht selbst diese Kinder im Umgang mit Hunden geschult waren! Da wurden die Hunde von hinten, ohne sie vorher anzusprechen, angefasst, von vorne frontal auf den Kopf gefasst, ohne dem Hund vorher überhaupt die Möglichkeit zu geben, zu schnuppern. Einer der Hunde hat Angst vor Kindern, was von der Halterin explizit erklärt wurde aber auch dieser Hund wurde verfolgt und bedrängt. Es war ein Trauerspiel. Sowohl von Seiten der Kinder (beziehungsweise den Eltern der Kinder, die ihren Kindern den richtigen Umgang nicht nahelegen) als auch von den anderen Hundehaltern, die dabei waren und nur unzureichend auf die Bedürfnisse ihrer Hunde und den Umgang der Kinder mit ihnen geachtet haben. Der Höhepunkt war für mich als eines der Kinder erzählte der Hund daheim möge kein Wasser und es sei lustig, wie der Hund aufspringe und davonlaufe, wenn es ihm einen Eimer Wasser anschüttet. Was soll man da als Außenstehender sagen? Das Kind schütteln oder lieber die Eltern, wenn das Kind abgeholt wird? Einfach nur schreiend davonrennen?
Einfach zutiefst erschreckend! Und das schlimmste es, es sind ja längst nicht nur die Kinder! Jugendliche u. Erwachsene sind genauso und vor allem zieht sich das durch alle gesellschaftlichen Belange: sei es im Umgang mit Tieren im allgemeinen, mit der Natur, oder es sind Menschen wie Lehrer (meine Freundin kann Dir Geschichten von Eltern erzählen, das glaubt kein normaler Mensch, ist aber Alltag!), Erzieher, Feuerwehr, Rettungskräfte und und und... Ich finde das Verhalten von vielen in unserer Gesellschaft mittlerweile zutiefst verstörend und es wird immer schlimmer! Rücksichtslosigkeit, Hass... überall! Man fragt sich, wie weit das noch alles gehen u. wohin das noch alles führen soll...
 
Dabei
8 Jul 2017
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#9
es gibt Veranstalltungen da ist es wirklich besser man lässt den Hund daheim... Unglaublich :(
Die Gesellschaft verändert sich, bin froh dass ich nicht mehr überall hin muss. Ich möchte mich in die Erziehung Anderleuts Kinder auch Hunde eigentlich nicht einmischen, nur, wenn ich meine Tiere dabei habe, habe ich dafür auch Verantwortung zu tragen. Ich wusste echt nicht wie reagieren, Zuviel Aufhebens und man signalisiert auch dem eigenen Hund " die Situation" ist brandgefährlich. Brauch zulange um nachzudenken :))
Neben jedem Kind steht ein Erwachsener ... wo sind die Vorbilder geblieben? In jeder Situation in der ein Kind beteiligt ist zieht der HH die Arschkarte. Manchen Menschen reicht dieses Wissen... Sie sitzen am längeren Hebel.
 
Dabei
25 Mai 2016
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#10
Gehört hier leider auch hin und wieder zur alltäglichen Begegnung dazu.
Kleinkinder, die ihre Arme wie Zombies nach dem Hund ausstrecken sobald sie ihn sehen und wie magnetisch angezogen auf ihn zulaufen, so schnell sie können. Während Eltern/Großeltern entweder auf ihr Smartphone starren oder dämlich grinsend zusehen.

Am Anfang habe ich mich nicht getraut zu 100% eine klare Grenze zu ziehen. Wir konnten immer ausweichen und ohne Kontakt aus der Situation raus.
Mein Hund kennt Kinder, alte Menschen, behinderte Menschen, alles kein Problem, meist kuschelt er auch liebend gern mit anderen, aber so, dass ich die Situation im Überblick behalte.
Dann gab es die Begegnung, die blöd lief, weil ich mich nicht traute, dass Kind selber wegzuschubsen. Ich hielt ihm "nur" den Arm entgegen, sagte nein und hielt meinen Hund hinter mir und drehte mich weg, aber es griff immer wieder nach, bis mein Hund schließlich den Arm mit dem Maul griff ihn zur Seite/nach unten wegdrückte, das Kind dabei kurz anknurrte und es dann losließ. Das Kind stand verdattert da, Information war angekommen. Arm war unverletzt, die Mutter schaffte es endlich ihr Handy wegzulegen und nahm das Kind auf den Arm und untersuchte es eingehend.
Werde den Blick von dem Kind nicht vergessen, wie es meinen Hund anstarrte, total irritiert, dass es einmal ein deutliches "nein" gesagt bekommen hat.
Ich hab mich grottig gefühlt, weil ich mir von meinem Hund zeigen lassen musste, wie ich mich hätte verhalten sollen.
Seither bin ich zu 100% deutlich und setze die Grenze und wenn es sein muss, dann blocke ich das Kind unmissverständlich ab.
Wie mit distanzlosen Fremdhunden eigentlich auch, aber schade, dass das nun auf einer Stufe steht...


Ansonsten kenne ich das auch mit dem Gebelle und Gestampfe und versuchtes provozieren. Das habe ich so immer nur von alten Menschen berichtet bekommen, die ihre Hunde früher im Zwinger hielten und die durch solche Kinder dann scharf gemacht wurden. Der Unterschied zu heute, es interessiert keinen mehr, ob es öffentlich vor Publikum stattfindet oder nicht....

Umso mehr freue ich mich, wenn ich Familien erlebe, die noch einen bewussten Umgang untereinander und mit ihrer Umwelt pflegen und konzentriere mich lieber auf solche Begegnungen.
 
Dabei
3 Apr 2015
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#11
Ihr habt doch alle so schlaue, lernfähige Hunde. Wie viele hier ist meiner auch eher ein Lamm als Hund. Das muss aber auch nicht jeder wissen:p

Bringt euren Kötern mal bei, auf Kommando zu knurren und im Idealfall dabei die Lefzen anzuheben.
Glaubt mir, dann kann man sich viele sinnfreie Diskussionen ersparen;)
 
Dabei
8 Jul 2017
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#12
Schade, dass dich dieser Thread verärgert hat. Vlt ist der smalltalkbereich nicht so ganz deins, wer diesen auftut muss nicht gerade mit wissenschaftlichen Beiträgen rechnen ;)

Für mich ist vieles wieder Neuland , bin sehr bemüht vieles richtig zu machen , für den Hund auch für mein Umfeld / Mitmenschen. Ist aber wohl eine sehr veraltete Ansicht...

So ganz smalltalk finde ich das Thema Kinder und Hunde übrigens nicht. Ich möchte es nicht erleben müssen, aber ganz naiv bin ich dann auch nicht. Es gibt genug Kinder die gebissen wurden , nicht immer ist nur der Hund verkehrt.

Hundehalter müssen einfach mit der zunehmende Distanzlosigkeit der Umwelt rechnen. Gegen HH wird genug gewettert , warum dürfen HH sich keine Gedanken machen? Sie sollten sich vermehrt Gedanken machen, gemeinsam. Stattdessen fallen sie übereinander her , weil, andere Ansicht, Trainingsansätze usw.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#13
Ihr habt doch alle so schlaue, lernfähige Hunde. Wie viele hier ist meiner auch eher ein Lamm als Hund. Das muss aber auch nicht jeder wissen:p

Bringt euren Kötern mal bei, auf Kommando zu knurren und im Idealfall dabei die Lefzen anzuheben.
Glaubt mir, dann kann man sich viele sinnfreie Diskussionen ersparen;)
Super Antwort... herzlichen Glückwunsch zum Lämmerköter! Wenn Dir nichts sinnvolleres einfällt, lass doch am besten das Posten zu diesem sinnfreien Threat! Zumal wenn man nicht mal einen Blick über den Tellerrand schafft u. sich vorstellen kann, das nicht jeder so einen Lämmerköter hat u. sich zu diesem Thema gerne austauscht. Wobei, ich muss leider passen, ich habe nicht mal Köter.... Dafür paßt mein obiger Kommentar sehr gut zu solchen Leuten wie Dir. Schönen Tag noch! :p
 
Dabei
6 Jul 2017
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#14
Einfach zutiefst erschreckend! Und das schlimmste es, es sind ja längst nicht nur die Kinder! Jugendliche u. Erwachsene sind genauso und vor allem zieht sich das durch alle gesellschaftlichen Belange: sei es im Umgang mit Tieren im allgemeinen, mit der Natur, oder es sind Menschen wie Lehrer (meine Freundin kann Dir Geschichten von Eltern erzählen, das glaubt kein normaler Mensch, ist aber Alltag!), Erzieher, Feuerwehr, Rettungskräfte und und und... Ich finde das Verhalten von vielen in unserer Gesellschaft mittlerweile zutiefst verstörend und es wird immer schlimmer! Rücksichtslosigkeit, Hass... überall! Man fragt sich, wie weit das noch alles gehen u. wohin das noch alles führen soll...
Ich kann dem leider nur zustimmen. Oft schäme ich mich, dass ich selbst der gerade "erwachsen gewordenen" Generation angehöre und ich kenne so einige in meinem Alter, die sich völlig daneben benehmen. Viele meinen es nicht einmal böse aber sie gehen völlig naiv durch die Welt, glauben das erstbeste, was auf ihrer Facebook-Timeline auftaucht und scheinen gerade froh zu sein, wenn sie sich selbst keine fünf Gedanken dazu machen müssen. Sie hinterfragen ihr Tun und das ihrer nächsten Umwelt nicht. Machen sich keine Gedanken darüber, wie sich ihr Verhalten auf andere (gerade die Tiere) auswirkt. Was ist, wenn wir/sie in den nächsten Jahren selbst Kinder bekommen? Woher sollen diese Kinder lernen, wie man auf Hunde zugeht, was man tun oder auch lassen sollte? Mir fehlt ehrlich gesagt gerade die Idee dazu. Ein Nachmittag im Jahr wird kaum dazu beitragen, dass es künftig im Alltag der Kinder anders läuft.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#15
Passt jetzt nicht 100% zum Thema, erklärt aber vlt, warum manche Kinder so sind wie sie sind. Sie bekommen es nämlich vorgelebt.
https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2439051636332532&id=1553747478196290
Ich kann Senior gut verstehen: wie soll man es machen?
Klar haben wir als Kinder auch mal einen Hund geärgert, aber wurden wir erwischt, dann gab es einen Ansch****, der sich gewaschen hatte.
Heute darf man den Kindern ja nichts mehr sagen, geschweige denn, sie irgendwie anfassen, um sie vom Hund fernzuhalten, schon geht das Theater los.
Es mangelt an Empathie und Respekt. Respekt vor anderen Menschen, deren Eigentum und vor Tieren. Das kriegen viele gar nicht mehr vermittelt.
Da wächst eine Generation aus vielen kleinen Egomanen heran. Das macht irgendwie Angst.

Dem Hund knurren und Zähne fletschen auf Kommando beizubringen, mag für den Moment hilfreich sein, bis so eine dieser Helikoptermütter schreit: der Hund hat mein Kind angegriffen.
Nu darf man raten, wer da wohl die A****karte hat.
 
Dabei
3 Apr 2015
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#16
Super Antwort... herzlichen Glückwunsch zum Lämmerköter! Wenn Dir nichts sinnvolleres einfällt, lass doch am besten das Posten zu diesem sinnfreien Threat! Zumal wenn man nicht mal einen Blick über den Tellerrand schafft u. sich vorstellen kann, das nicht jeder so einen Lämmerköter hat u. sich zu diesem Thema gerne austauscht. Wobei, ich muss leider passen, ich habe nicht mal Köter.... Dafür paßt mein obiger Kommentar sehr gut zu solchen Leuten wie Dir. Schönen Tag noch! :p
Brauchen ja jetzt nicht direkt die Nerven verlieren...
Hab lediglich beschrieben, wie ich das handhabe, mehr nicht. Für mich zählt nun Mal nur das Ergebnis, welches in meinem Fall stimmt.
Meinen Hund fassen keine Rotzgören an. Punkt. Daher ist mein Post nicht ganz so sinnfrei wie Du behauptest.
Das meine Variante jetzt nicht zwingend für jeden anwendbar ist weiss ich auch. Dachte es geht hier um Austausch...
Auch ich hatte Zeiten, wo ich noch glaubte, mit verbaler Kommunikation die Defizite in der Erziehung von Kindern fremder Leute "korrigieren zu können. Dabei wurde ich allerdings mehr als einmal eines Besseren belehrt. Denn was heute die Norm ist, wurde ja schon beschrieben. Da hat die Alte das Handy am Ohr bzw. macht Selfies um sie dann bei Twitter und Co hochzuladen. Wohlgemerkt sind das noch die harmlosen Varianten.
Du beschwerst Dich doch selbst über die Gesellschaft, welche sich ja offensichtlich in eine mehr als fragwürdige Richtung entwickelt...
Solche Leute wie ich? Du musst nicht der Meinung anderer Leute sein, aber anmaßend musst du auch nicht werden.

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Dabei
6 Jul 2017
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#17
Brauchen ja jetzt nicht direkt die Nerven verlieren...
Hab lediglich beschrieben, wie ich das handhabe, mehr nicht. Für mich zählt nun Mal nur das Ergebnis, welches in meinem Fall stimmt.
Meinen Hund fassen keine Rotzgören an. Punkt. Daher ist mein Post nicht ganz so sinnfrei wie Du behauptest.
Das meine Variante jetzt nicht zwingend für jeden anwendbar ist weiss ich auch. Dachte es geht hier um Austausch...
Auch ich hatte Zeiten, wo ich noch glaubte, mit verbaler Kommunikation die Defizite in der Erziehung von Kindern fremder Leute "korrigieren zu können. Dabei wurde ich allerdings mehr als einmal eines Besseren belehrt. Denn was heute die Norm ist, wurde ja schon beschrieben. Da hat die Alte das Handy am Ohr bzw. macht Selfies um sie dann bei Twitter und Co hochzuladen. Wohlgemerkt sind das noch die harmlosen Varianten.
Du beschwerst Dich doch selbst über die Gesellschaft, welche sich ja offensichtlich in eine mehr als fragwürdige Richtung entwickelt...
Solche Leute wie ich? Du musst nicht der Meinung anderer Leute sein, aber anmaßend musst du auch nicht werden.
Ich glaube es ging mehr um den "Ton" des Post, als um den Inhalt. Auch bei mir kam die Nachricht eher als "aggressiv" und negativ geschrieben an und ich wusste nicht wirklich, was ich damit anfangen soll. Auch die Wortwahl des zweiten Post kommt aufgrund der Wortwahl bei mir als Empfänger eher unfreundlich rüber... Aber vielleicht hatte ich auch einfach nur einen schlechten Start in den Tag ;)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#18
Brauchen ja jetzt nicht direkt die Nerven verlieren...
Hab lediglich beschrieben, wie ich das handhabe, mehr nicht. Für mich zählt nun Mal nur das Ergebnis, welches in meinem Fall stimmt.
Meinen Hund fassen keine Rotzgören an. Punkt. Daher ist mein Post nicht ganz so sinnfrei wie Du behauptest.
Das meine Variante jetzt nicht zwingend für jeden anwendbar ist weiss ich auch. Dachte es geht hier um Austausch...
Auch ich hatte Zeiten, wo ich noch glaubte, mit verbaler Kommunikation die Defizite in der Erziehung von Kindern fremder Leute "korrigieren zu können. Dabei wurde ich allerdings mehr als einmal eines Besseren belehrt. Denn was heute die Norm ist, wurde ja schon beschrieben. Da hat die Alte das Handy am Ohr bzw. macht Selfies um sie dann bei Twitter und Co hochzuladen. Wohlgemerkt sind das noch die harmlosen Varianten.
Du beschwerst Dich doch selbst über die Gesellschaft, welche sich ja offensichtlich in eine mehr als fragwürdige Richtung entwickelt...
Solche Leute wie ich? Du musst nicht der Meinung anderer Leute sein, aber anmaßend musst du auch nicht werden.

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List Du eigentlich mal das was Du geschrieben hast??? Gesteckt voll in beleidigendem arroganten Ton. Ich die Nerven verlieren, wegen so einem dummen Geschreibsel? Hach, Gott! Dazu habe viel zu viele Forenjahre hinter mir! Und wo werde ich den anmaßend??? Die Antworten werden immer sinnfreier, ehrlich gesagt! Leider bist du ein super Beispiel für die allgemeine Entwicklung... Schönen Tag noch! Ich gehe jetzt mal meine Nerven beruhigen! :p;)
Und BTW: Höflichkeit u. Nettiquette fängt in einem Forum schon mit einer Vorstellung an!
 
Dabei
3 Apr 2015
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#19
Würde echt mal gerne wissen, warum Du so die Palme hoch gehst..
Sag mir, wo ich hier jemanden beleidigt habe und ich entschuldige mich umgehend.
Du bist doch derjenige, der meinen Post als "Dummes Geschreibsel" bezeichnet. Ferner maßt du dir wiederholt an, mich in irgend eine gesellschaftliche Schublade zu stecken. Oder ich könne nicht über irgendwelche Tellerränder schauen.

Nochmal: Habe hier nur meine eigene persönliche Lösung für unerzogene Kinder von verantwortungslosen Eltern genannt. Bzw wie ich es verhindere, dass die meinen Hund anfassen wenn ich das nicht will. Nirgendwo hab ich gesagt, dass jeder das so machen soll!
Im Übrigen finde ich das selbst nicht "state of the art". Manchmal heiligt der Zweck aber die Mittel.


Bringt euren Kötern mal bei, auf Kommando zu knurren und im Idealfall dabei die Lefzen anzuheben.
Glaubt mir, dann kann man sich viele sinnfreie Diskussionen ersparen;)
Früher habe ich mit den Eltern diskutiert, "a la" sie mögen doch mal bitte ihren Kindern den Umgang mit Hunden näher bringen oder ähnliches.
Es mache nicht wirklich Sinn wild kreischend auf nen Hund zu- bzw von dem wegzurennen.
Diese Diskussionen mit denen sind meistens leider sinnlos, weil Eltern in der Regel alles besser wissen und irgendwie der Meinung sind, dass man sich alles erlauben kann, nur weil es eben Kinder sind.

Wundern tut mich das alles aber auch ehrlich gesagt nicht. Ist nur folgerichtig zu der Thematik, bei der wir uns ja einig sind. Es ist einfach nur eine kleine Begleiterscheinung zum Niedergang der Gesellschaft. Und laut Dir bin ich ja ein Paradebeispiel dafür.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
12 Jul 2012
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#20
..und dann hat man am besten noch einen hund dabei der fremde kinder nicht gut leiden kann. stress pur. wenn wir in der stadt sind muß ich meine augen überall haben. ich scanne ständig den weg um ein übergriffiges kind abzuhalten gerade youko zu umarmen. denn sie vesteht da absolut keinen spass. ich finde auch, das viele eltern sich nahezu gar nicht um ihre kinder kümmern, mir wäre es super peinlich wenn meine sich so daneben benehmen würden.

wir haben hier einen älteren herrn, der redet kaum aber wenn wir vorbei fahren bellt er uns immer hinterher..auch kurrios
 
Dabei
21 Feb 2011
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#21
Nun streitet euch bitte nicht. Dafür sind wir doch nicht hier im Forum.

Ich denke, dass hier einfach ein Missverständnis vorliegt.
Die "sinnfreie Diskussion" bezieht sich auf die Diskussionen mit Müttern, deren Kinder einfach mal so fremde Hunde anfassen und nicht auf diesen Thread.
So ist das nun mal mit dem geschriebenen Wort, da kann man schnell mal was falsch verstehen.....das wissen wir doch alle

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen "vermitteln" / schlichten und es geht hier wieder "normal" weiter.
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#22
Hallo,
ich denke , es gibt immer verschiedene Sichtweisen bei diesem Problem.
Wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist , kann man auch rücksichtslosen Hundehaltern begegnen.

Vor einiger Zeit ist meine Enkelin, ein Jahr alt, am Strand von einem Hund angesprungen und umgestoßen worden,
der Hund wurde erst nach einer geraumen Weile abgerufen , worauf der Hund aber überhaupt nicht reagierte .

Eine andere Begegnung mit einem frei laufenden Hund fand in einer Spielstraße, in unserer Nachbarschaft statt,
Meine Nichte ist 2 Jahre alt , ein größerer Hund kam angerannt und leckte ihr immer wieder über das Gesicht .
Von einem Hundeführer , war erst nach einer Weile eine Reaktion zu bemerken , als meine Nichte angefangen hatte,
aus Angst zu schreien.

Ich könnte noch von andere Erlebnisse mit inkompetenten und rücksichtslosen Hundehalten berichten,
es gibt eben immer Idioten, die gleichgültig und ohne jeden Skrupel , und ohne Hemmungen durch die Lande ziehen,
damit muß man rechnen , egal ob man sich mit Kindern, oder Hunden in der Öffentlichkeit bewegt .


Fritz.
 
Dabei
6 Jul 2017
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#23
Hallo Fritz,

das stimmt schon - bei vielen Hundehaltern schäme ich mich fremd, wenn ich sehe, wie fahrlässig sie mit ihrer Verantwortung umgehen und allein der Zufall verhindert oft, dass etwas passiert. Aber hier ging es explizit um das umgekehrte Problem. Dass Eltern fahrlässig mit ihrer Verantwortung gegenüber ihren Kindern umgehen und verantwortungsbewusste Hundehalter teilweise nicht wissen, wie sie das Problem lösen und ihre Hunde schützen könnten.
 
Dabei
7 Sep 2012
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2.926
#24
Also ich muss leider sagen, das ich hier eher verantwortungs- u. sorglose Eltern bzw. Omas u. Opas samt Enkelkinder denn Hundhalter erlebe...
Erst Anfang der Woche dem Parkplatz am Badesee, wo ständig Autos an u. Abfahren.
Eine Frau (offensichtlich die Oma) mit Zwillingskinderwagen u. zwei Kleinkindern, man gerade so in dem Alter, wo sie einigermaßen laufen können, aber noch mit weit offener Armhaltung das Gleichgewicht suchen. Die Kinder liefen mittenauf dem Parkplatz herum und sie schob den Kinderwagen. Fand ich schon recht gefährlich wegen der Autos. Da sie noch weit genug weg waren, beschloss ich meine Hunde (angeleint!) aus dem Auto zu holen und dann den Weg außen herum um den Parkplatz zu nehmen, im Bogen um die Kleinen herum. Dazwischen eine Hecke. Meine große Hündin reagiert eher unsicher auf Kinder u. fängt dann schnell auch mal an zu (Ver-)bellen, was ich vermeiden wollte. Die Oma sah mich dann auch die Hunde aus dem Auto holen u. steuerte plötzlich zielgerichtet in meine Richtung... Also beeilte ich mich, nahm die Hunde zu mir an die Seite u. schloss das Auto, um mich dann in die Gegenrichtung zu entfernen. Kaum umgedreht lief das kleine Mädchen auch schon mit weit aufgerissenen Armen auf meine Hunde los: "WauWau!" Oma hatte gerade mit Kind Nr. 2 zu tun, der sich in Richtung See von ihr entfernte. Ergo sah ich zu, das wir uns schnellstens von ihr fort bewegten, aber sie lief weiter... Endlich bemerkte auch Oma die Situation und rief, dem Kind zu "Die Hunde müssen erst spazieren gehen!"... Kind lief weiter hinter uns... wir erreichten die Ausfahrt des Parkplatzes u. verschwanden hinter der Hecke außer Sicht. Oma rief wieder "Warte! Die Hunde müssen erst spazieren gehen!" (Ein Kind in dem Alter wird das wohl kaum begreifen). Endlich sah ich, wie Oma mal einen Zahn zulegte, den kleinen Jungen an der Hand. Das Mädchen blieb dann endlich mal stehen, was auch gut war, denn in dem augenblick bog ein Auto auf den Parkplatz ein u. der Fahrer hätte das Kind hinter der Hecke niemals gesehen, wenn es weiter gelaufen wäre!
Ich fand das so absolut fahrlässig, wie nur irgendwas! Gleich dahinter ist ein großer Park, wo kleine Kinder im dem Alter gefahrlos laufen können, aber nein, man läßt sie auf einem Parkplatz zu zweit rumlaufen...

Vor Jahren hatte ich es mal in einer vielbefahrenen Straße in der Innenstadt, das ich den Bürgersteig mit drei angeleinten Hunden herunter ging, als meine Hunde plötzlich total verunsichert nach vorne in die Leine sprangen. Durch den Verkehrslärm ungehört, fuhr von hinten so ein 3-jähriger mit dem Laufrad in meine Hunde rein!!! Während Mutti in aller Seelenruhe 20-25 m dahinter ging u. das ganze beobachtete!
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#25
Hallo,
ich denke , es nutzt nichts immer nur über das Fehlverleiten der Menschen zu jammern ,
wichtig wäre einmal zu überlegen , was man dagegen machen kann
und wie man sich selber verhalten sollte , um Unfälle zu vermeiden und Konflikte zuverhindern !!

Wehrend früher Hunde überall noch frei herumlaufen konnten,
haben sich überall , in den letzten Jahren die Bedingungen für Hundehalter geändert ,
es gibt immer mehr Verordnungen und Gesetze , welche den Freiraum für Hunde einschenken.
Es gibt große Bereiche mit Leinen und Maulkorbzwang, der Freilauf für Hunde ist mancher Orts überhaupt nicht mehr möglich,
es gibt Listenhunde , welche noch weniger Bewegungsfreiheit haben usw. .
Die Menschen haben und fühlen sich im Recht , wenn sie einen Raum für sich beanspruchen wollen,
immer ist man als Hundeführer genötigt sich zurückzuziehen .
Menschen und besonders Kinder haben immer das Recht auf ihrer Seite , wenn es um Konflikte mit Hunden geht .

Dieses Situation kann sich auch nur noch verschärfen , wenn es uns als Hundehalter nicht gelingt,
weite Teile der Menschheit zu einem guten Verständnis für die Hundehaltung zu bewegen
und mit unseren Hunden zu zeigen , wie harmlos und freundlich diese Tiere sind,
dass der Hund, der Freund der Menschen ist.

Darum glaube ich es wäre gut, wenn jeder Hundehalter versuchen würde seinen Hund so zu sozialisieren und zu erziehen,
dass diese ohne Probleme, sich von Kindern und fremden Menschen anfassen lässt und wie ein Therapiehund ausgebildet wird.

Der Trend von manchen Hundefreunden, möglichst viele Problemhunde aus dem Ausland zu " retten " , ,
kann allerdings zu großen Konflikten führen und den Streit und die positive Sicht der Allgemeinheit
und ein gutes Miteinander von Hund und Mensch gefährden.
Leider haben manche dieser besonderen Hundefreunde aber die Vorstellung , man müsste alle Hunde
auf die gleiche Stufe mit den Menschen stellen und verlangen von allen Menschen in ihren Umfeld
eine besondere Rücksichtname für ihre anspruchsvollen Pfleglinge .

Ich glaube, wenn sich die Fronten zwischen den Hundefreunden und der Allgemeinheit zuspitzen,
können nur alle Hunde auf der Strecke bleiben .

Fritz.
 
Dabei
19 Sep 2018
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#26
Hunderettung aus anderen Ländern ist natürlich ein sensibles Themenfeld...

Etwas differenzierter ist schon zu betrachten, dass sich nicht jeder Hund, nur weil er in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, unproblematisch oder immer freundlich verhält oder alles erduldet und somit natürlich auch ein gutes und freundliches Image von Hunden trüben könnte.
Genauso wenig wie jeder Hund aus dem (primär osteuropäischen und südeuropäischen) Raum ausserhalb Deutschlands, ich denke die sprichst du vorrangig an, sich an ein Leben hier nicht akklimatisieren kann. Unbestritten ist, dass solche Hunde auf Grund fehlender Sozialisierung in diesem Bereich, beim Umgang mit Menschen, beim gehändelt werden u.ä. (zunächst oder auch immer) extreme Angst- und Stresssymptome zeigen können. Aber pauschalisieren hilft bei diesem Thema, denke ich, nicht weiter.
Die Menschen die Hunde aus dem Ausland holen oder Aufnehmen tun dies ja primär, um ihnen zu helfen - auch wenn man darüber verschiedener Meinung sein kann, ob das Hilfe ist und wem das hilft.
Ich finde es unrealistisch, dass jeder Hund sich ohne Probleme von Kindern und Fremden anfassen lässt. Unter Problem würde ich in diesem Zusammenhang auch verstehen, dass dies dem Hund Stress bereitet. Nicht jeder Hund möchte diesen Kontakt. Jeder beteiligte sollte doch die Möglichkeit haben, sich sicher zu fühlen und sich von Dingen, die er nicht möchte, auch zu distanzieren. Was nicht heißen soll, dass wir unseren Hunden nicht beibringen sollten, Orte mit vielen Menschen und Geräuschen als absolut in Ordnung wahrzunehmen und sich dort in normalem Rahmen stressfrei zu bewegen.
Menschen die Angst vor Hunden haben, sollen sich frei bewegen können. Zum Beispiel indem entgegenkommende Hundehalter ihren Hund zu sich rufen, Hunde nach Beißvorfällen z.B. mit Maulkorb gesichert unterwegs sind etc. Kinder sollen mit ihren Windrädern herumrennen können, aber ohne dabei die Individualdistanz anderer zu verletzen. Das müssen sie natürlich auch lernen. Genauso sollte es auch möglich sein, dass Hundehalter und Hunde sich frei bewegen können, ohne dass Fremde den Hund unerlaubt bedrängen oder anfassen.
Wahrscheinlich sind wir uns einig, dass ein Ideal schwer umzusetzen ist, versuchen darf man es aber trotzdem. Und wie immer hilft gegenseitige Rücksichtnahme, sich auch mal in den Anderen hineinversetzen.
Mit vielen, vielen Mitmenschen und Hunden ist das ja auch möglich und selbstverständlich. Versteht mich bitte nicht falsch - ich verstehe, dass man sich über diejenigen, mit denen das nicht klappt, die egozentrisch Grenzen anderer überschreiten ärgert. Und ich finde es auch völlig legitim sich dazu klar und deutlich zu äußern, das Kind, die Eltern oder eben auch den Hundehalter, der diese Grenzen überschreitet, deutlich anzusprechen. Nur hörte sich der letzte Post für mich sehr pauschalisierend an...
So ups...lang
 
Dabei
8 Mai 2016
Beiträge
861
#27
Hallo,
das Thema kenne ich. Als wir vor ein paar Wochen spazieren waren und mein Sohn Dusty führte sah ich von Weitem ein kleines Kind mit Mutter und Oma auf dem Weg neben der Hauptstraße laufen. Kind ( so 1,2-2 Jahre) lieg einige Meter voraus und hörte nicht auf die Mutter was an dieser Straße eh schon bedenklich ist. Vorsorglich habe ich Dusty dann wieder selber genommen was auch gut war. Kind kam mit Keks in der Hand auf uns zugewannt und klopfte Dusty auf den Kopf o_O Ich habe ihn schnell hinter mich genommen damit er nicht den Keks stibitzt der so in Augenhöhe vor seiner Nase rumhüpfte. Endlich kam dann die Mutter, lachte und nahm ihr Kind an die Hand. Sehr gut, also dann gehen wir weiter. Kind dreht um und haut Dusty im Vorbeigehen mehrmals auf den Rücken, nicht böse, wie kleine Kinder halt so sind. Nur dass mein Hund Rückenschmerzen hat (Borreliose). Zum Glück ist er bei kleinen Kindern recht lieb. Es hätte jedoch schon gereicht wenn er bellt und das Kind vor Schreck auf die Straße stürzt. Ich kann die Eltern da überhaupt nicht verstehen. Als mein Sohn so klein war und wir Dusty noch nicht hatte habe ich ihn immer fragen lassen bevor er einen Hund unter Anleitung der Besitzer anfassen durfte. Und auch ein Nein vom Besitzer wurde akzeptiert ( ist ja leider heute auch nicht selbstverständlich). Ich Handhabe es genau so. Wenn ein Kind zu mir kommt und fragt ob es Dusty streicheln darf zeige ich ihm wo und wie und die Kleinen freuen sich dann immer.

Ich finde es unfair zu erwarten dass jeder Hund wie ein Therapiehund alles ertragen muss. Dusty ist vom Züchter, wurde bei mir bestens sozialisiert ( ist unser 3.Hütehund nach Collie und Border Collie). Trotzdem ist er skeptisch bei Fremden und reagiert z.T ängstlich oder verbellt wenn jemand vornübergebeugt mit offenen Armen auf ihn zuläuft. Er ist nun mal ein unsicherer Hund, schon immer gewesen. Das ist auch Charakter, nicht jeder Hund ist gleich...
 
Dabei
29 Mrz 2018
Beiträge
88
#28
Hallo,
natürlich ist jeder Hund unterschiedlich und hat eine ganz individuelle Veranlagung ,
doch wenn Hundehalter mit ihren Hunden in der Öffentlichkeit einen gutes Bild abgeben sollen,
muß wenigstens das Ziel bei der Hunde-Erziehung und Sozialisierung sein , diese in jeder Situation
ruhig und gelassen bleiben, so wie auch freundlich auf Kinder und fremde Menschen , oder Hunde reagieren .
Es ist natürlich unwahrscheinlich , dass alle Hunde dieses Ziel in gleicher Weise auch erreichen können .
doch verstehe ich nicht, wenn manche Hundehalter ständig jeder Konfrontation ausweichen , oder alle Begegnungen vermeiden.
Nach meiner Überzeugung .können nur Veränderungen gelingen , Vorbehalte abgebaut werden, wenn man sich Kontakte nicht verschlißt ,
dabei ist natürlich jede Überforderung , sowohl bei den Hunden , wie auch der Menschen zu vermeiden .

Ich denke, schön wäre es, wenn jeder Hundespaziergang in der Öffentlichkeit,
zu einer Werbeveranstaltung für die Hundehaltung werden kann
und auch Kinder , Eltern oder die ängstlichen , oder skeptischen Menschen,
ihre Vorbehalte gegenüber allen Hunden verlieren, oder verringern könnten.
Denn es kann für alle Hunde und deren Halter nur gut sein,
wenn es gelingt eine Mehrzahl der Menschen zu überzeugen , das Hund etwas positives sind.

Was in der Öffentlichkeit ,eine positive Einstellung für die Hundehaltung leider zunehmend schwerer macht,
ist die kulturell völlig andere Sicht mancher Menschen mit muslimischem Glauben, deren Zahl immer weiter zunimmt .
Leider habe ich gerade mit Menschen, die aus offensichtlich muslimisch geprägten Ländern stammen
böse Erfahrungen gemacht, wenn ich mit meinem Hund unterwegs war.
Häufig weichen diese Menschen vor Hunden erschrocken aus ,
verewigen einen Besuch mit Hund in ihrer Restaurationen,
oder werden sogar aggressiv und massiv tätlich gegen meinen Hund ,
werfen mit Steinen , oder treten nach meinem kleinen Hund .
wenn dieser ihnen ein wenig zu nahe kam .
Aber auch ich werde schon beschimpft , wenn ich ihnen mit dem Hund an der Leine begegnete.

Ich habe schon versucht, durch Besuchen mit einem Hund in Flüchtlingsunterkünften
die Einstellung der Menschen und der Kinder dort , zur Hundehaltung zu ändern ,
ich hoffe ,vielleicht hat dieses etwas genutzt ?

Fritz.
 
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11 Nov 2012
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#29
Ich wohne total ländlich, hier sind Hunde etwas völlig normales und locken kein Kind hinter dem Ofen hervor. Die meisten Kinder hier haben selber Tiere zuhause und wissen wie sie sich verhalten müssen. Ich hatte hier noch nie Probleme mit Kindern und den Hunden. Die Kinder hier sind so an Tiere gewöhnt, dass das Interesse an anderer leuts Tieren eher mau ist. Da bin ich froh drüber. Ängstlich sind die Kids hier auch nicht. Auch die refugees im Dorf haben keine Probleme mit den Hunden. Irgendwie sind meine Lebenserfahrungen hier komplett anders.

Kommt wohl drauf an, wie und wo man mit Hunden lebt. In einer Großstadt hätte ich z.b. keine Hunde.
In die Stadt nehme ich meine Hunde auch nicht mit. Was sollen die landeier da? Genauso wie Restaurantbesuch ohne die Hunde stattfindet. Meine Hunde können somit auch wenigen Menschen ein Dorn im Auge sein, weil ich sie eben auch nicht jedem "aufdränge". Ist sehr friedlich so für uns.

Lg
 
Dabei
8 Mai 2016
Beiträge
861
#30
Hallo,
auch ich wohne sehr ländlich. Trotzdem gibt es hier immer wieder sowohl Kinder als auch Erwachsene die Angst haben. Solange man gegenseitig (!) Rücksicht nimmt ist alles ok. Wir hatten mal so eine nette Begegnung wo ein Mann mit seinen Walkingstecken nach meinen neben dem Rad laufenden Hund geschlagen hat da er Angst vor Hunden hat Dass der Hund da viel mehr Angst hatte als er hat der nicht kapiert. Ich bin nach wie vor der Meinung dass sich nicht jeder Hund von jedem anfassen lassen muss aber bei unerwünschtem Kontakt eben nicht gleich zubeißt.

Und zum Thema Beschimpfen oder nach dem Hund treten: das geht ja nun mal gar nicht, egal wo man herkommt!! Das würde ich nie tolerieren wenn jemand nach meinem Hund tritt. Da hört der Spaß echt auf!
 

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