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Welpe lässt sich nicht korrigieren und beißt

Dabei
8 Mai 2017
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#1
Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ich habe kein bereits erstelltes Thema übersehen!

Vorweg: Dass Spence bellt und knurrt als Spielaufforderung macht, wissen wir. Auch, dass erstmal die Beißhemmung ausgeprägt werden sein muss.

Nun also zum "Problem":

Spence ist 9 Wochen alt und seit 11 Tagen bei uns. Sie ist ein ganz braver Hund, total lernwillig, mag Auto fahren, schläft ohne Probleme in der Box, benimmt sich bei Besuch, Restaurantbesuchen, etc. (legt sich brav unter den Tisch und schläft) - ein absoluter Traumhund eigentlich.

Von Anfang an hatte sie allerdings ihre "5 Minuten". Da hat sie alles und jeden gebissen und angebellt - auch noch relativ verständlich (hat ja jeder Mal). Das einzige was in dieser Situation geholfen hat, war dass ich sie hochgenommen habe und an mich gedrückt hatte. Dann war sie wieder ganz ruhig und hat sich hingelegt.

Anfangs hat sie aus ihrem Napf Futter bekommen, damit sie mich aber als Rudelsführer akzeptiert, habe ich sie für ein paar Tage aus der Hand gefüttert. Jetzt kriegt sie ab und zu normal aus dem Napf, ab und zu aus der Hand. Das klappt auch super, sie wartet jetzt vor dem Napf bis ich ihr erlaube zu essen.

Wir spielen mit ihr, wenn wir von uns aus darauf kommen; wenn sie uns anbellt und anknurrt, spielen wir konsequent nicht mit ihr und ignorieren es.

Normalerweise trainieren wir am Tag 3 mal so für 2-3 Minuten mit ihr Sitz, Platz, Hier und Bleib - das klappt auch alles super.

Heute allerdings hat sie nach so 5 Kommandos mich angebellt und angeknurrt (Schwanz war aufgestellt, aber nicht wedelnd) und ist auf die Leckerlitüte "ausgerastet". Habe sie dann rausgeschickt, da lag sie dann nur im Schatten und gut wars.

Außerdem kann man sie nicht korrigieren. Wenn sie etwas macht, was einem nicht gefällt (Teppich ankauen, mit Kissen spielen, etc.), haben wir ihr immer "Nein" gesagt und einen Ersatz gegeben (Kauknochen, Spielzeug). Das hat auch ganz ok geklappt, aber wenn es mal gar nicht ging, haben wir sie auch mal weggeschubst oder den "Schauzengriff" angewendet (Gefällt mir persönlich gar nicht, bin auch absolut keiner, der eine "gewalttätige Erziehung" befürwortet, aber besonders wenn sie draußen im Garten giftige Sträucher anknabbert, geht es nunmal nicht anders.). Dann beißt sie mich richtig fest und lässt auch nicht mehr ab.

Ab Samstag gehen wir in die Welpenschule, hoffe da kann man uns mit der Problematik etwas helfen. Bis dahin wäre es vielleicht ganz nett, wenn ihr ein paar Tips hättet, wie wir in solchen Situationen besser mit Spence umgehen können.

Vielen Dank :)
 

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Dabei
24 Aug 2016
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#2
Hmm, statt dem Schnauzengriff (den man meiner Meinung nach als Mensch sowieso nicht korrekt ausführen kann) würde ich sie eher im Nackenfell halten und ihr das wasauchimmer mit der anderen Hand von unten her aus dem Maul nehmen.
Wenn sie dich zu dolle beißt, einfach mal kräftig zurückkneifen, in die Flanke oder so, damit sie merkt dass das weh tut. Ihre Geschwister haben in dem Fall ja sicher auch zugeschnappt. Da muss allerdings das Timing stimmen, hinterher bringts nix mehr. Man kann auch hoch und laut quietschen, wobei ich persönlich mir dabei total blöd vorkam und es deshalb auch nie gemacht hab...
 
Dabei
26 Mai 2015
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#3
Der Hund ist 9 Wochen alt und 11 Tage bei euch.
1. Schnauzengriff ist schwachsinnig, also weglassen
2. Der Hund ist noch ein Baby und braucht vor allem Schlaf und Zeit euch kennen zu lernen.
3. der Hund ist noch ein Baby er kann noch garnicht wissen was du von ihm willst
4. Der Hund ist noch ein Baby, Dönekes wie Sitz und Platz kann er auch in 2 Monaten noch lernen
5. der Hund ist noch ein Baby, wenn er beim üben mit dir aufdreht, ist es halt Zuviel, nach müde kommt blöd
6. Der Hund ist noch ein Baby, die dollen 5 Minuten sind normal
7. der Hund ist noch nicht mal 2 Wochen bei euch, gib ihm einfach Zeit sich einzugewöhnen und langsam eure Regeln kennen zu lernen
 
Dabei
31 Jan 2015
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#4
Zitat: "Sie ist ein ganz braver Hund, total lernwillig, mag Auto fahren, schläft ohne Probleme in der Box, benimmt sich bei Besuch, Restaurantbesuchen, etc. (legt sich brav unter den Tisch und schläft) - ein absoluter Traumhund eigentlich." Hinzu kommt noch 3x täglich Üben...
Also beim Lesen musste ich wirklich 2x aufs Alter gucken... wie schafft ihr denn so vieles innerhalb so kurzer Zeit? Wir waren das erste Mal im Restaurant nach Monaten, nicht nach Tagen. die ersten Tage ging es zT nicht mal vom Grundstück runter, sondern größtenteils nur in den Garten...

Ich würde auf jeden Fall euer Programm runter schrauben. Wie Kerstin schon schreibt: Tricks und Co könnt ihr auch später noch lernen.

Lasst sie erst einmal ankommen und integriert die wichtigsten Regeln in den Alltag - das reicht vollkommen für die erste Zeit.
 
Dabei
14 Mai 2012
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#5
Kann FrauRossi nur zustimmen, ihr überfordert den Hund total.

3 Mal am Tag Sitz, Platz und Bleiben ist für so einen kleinen Knirps viel zu viel. Daneben noch die Welt erkunden, neue Dinge und Geräusche kennen lernen und dann noch Training der Impulskontrolle.. kein Wunder, dass der Welpe so aufdreht. Kurze Spaziergänge reichen in dem Alter vollkommen aus. Und gerade Aussies müssen im 1. Jahr Ruhe lernen. Diese Hunde lernen so schnell, die haben Sitz, Platz oder was auch immer selbst mit 20 Wochen innerhalb kürzester Zeit drauf.

Anfangs hat sie aus ihrem Napf Futter bekommen, damit sie mich aber als Rudelsführer akzeptiert
Hunde und Menschen bilden kein Rudel, ergo gibt es keinen Rudelführer. Dachte, das dieses Denken mittlerweile passé wäre:rolleyes:

Außerdem kann man sie nicht korrigieren. Wenn sie etwas macht, was einem nicht gefällt (Teppich ankauen, mit Kissen spielen, etc.), haben wir ihr immer "Nein" gesagt und einen Ersatz gegeben (Kauknochen, Spielzeug). Das hat auch ganz ok geklappt, aber wenn es mal gar nicht ging, haben wir sie auch mal weggeschubst oder den "Schauzengriff" angewendet (Gefällt mir persönlich gar nicht, bin auch absolut keiner, der eine "gewalttätige Erziehung" befürwortet, aber besonders wenn sie draußen im Garten giftige Sträucher anknabbert, geht es nunmal nicht anders.).
Mit 9 Wochen kennt ein Welpe das Wort "Nein" noch nicht. Da seid ihr an der Reihe ihm beizubringen, was das bedeutet. Und Schnauzengriff bringt gar nichts. Wir Menschen können weder so schnell reagieren, noch haben wir das Gefühl der benötigten Intensität wie die Hunde untereinander.
Ich habe mal einen Artikel gelesen, in dem der "Schnauzengriff" damit verglichen wird, dass man seinem Kind bei Fehlverhalten den Mund zuhält. Würdest du das machen? Und wenn ja, wie würde es reagieren? Es würde sich wehren oder vor der Hand zurückschrecken.
Ebenso verhält es sich mit dem Welpen.

Schraubt euer Programm zurück, lasst den Welpen erstmal nur Welpe sein und ihn die Welt erkunden. Nebenbei solltet ihr diese altertümlichen Erziehungsmethoden sein lassen und euch über die neuesten Erkenntnisse schlau machen (kann z.B. Günther Bloch dazu empfehlen).
Ein Aussie muss nicht jeden Tag beschäftigt werden.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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974
#6
Herzlichen Glückwunsch zum Familienmitglied. Es ist angekommen und fühlt sich wohl, will die Welt erkundigen. Konsequenz, und klare Führung, auch mal Auszeit wird euch sicherlich helfen. Lassie liebte es am Anfang aus der Hand gefüttert zu werden, aber sie war auch schlau genug zu erkennen das ich ihr das Futter auch in die Schüssel gebe.
Geniest die Welpenzeit sie ist viel zu schnell vorbei
 
Dabei
7 Sep 2012
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#7
Anfangs hat sie aus ihrem Napf Futter bekommen, damit sie mich aber als Rudelsführer akzeptiert, habe ich sie für ein paar Tage aus der Hand gefüttert. Jetzt kriegt sie ab und zu normal aus dem Napf, ab und zu aus der Hand. Das klappt auch super, sie wartet jetzt vor dem Napf bis ich ihr erlaube zu essen.
Deine Position als Rudelführer erlangst und festigst Du nicht über die Handfütterung, sondern Du erwirbst Sie Dir durch Vertrauen, Zuverlässigkeit und Bindung! Ein Prozess, der sich über eine längere Zeit, über viele Situationen und Umwelteinflüsse entwickelt, aber niemals durch die Fütterung von Hand.
Durch die Fütterung von Hand entsteht Abhängigkeit, mehr nicht. Man kann diese Abhängigkeit aber auch gezielt als Training bei scheuen oder sehr unabhängigen Hunden einsetzen, solange wie nötig.
Vertrauen entwickelt sich auch, wenn Dein Welpen in Ruhe und ungestört Fressen darf!

Ansonsten haben meine Vorschreiber ja schon alles geschrieben. Schalt einfach mal 10 Gänge runter und mach Dir bewußter, das Du da ein Baby hast, das sich gerade in einer vollkommen neuen Umgebung mit ihm völlig fremden Personen einleben muss. Mit meinen Welpen habe ich in dem Alter nur das Abrufen geübt, aber sicherlich keine 5 Kommandos am Tag trainiert. Der Hund zeigt Dir seine Überforderung und Du "bestraft" in dafür mit einer Trennung von seinem Rudel.
Auch kennt und kann Dein Hund noch lange kein "Nein" Kommando, nach so kurzer Zeit.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#8
Wir spielen mit ihr, wenn wir von uns aus darauf kommen; wenn sie uns anbellt und anknurrt, spielen wir konsequent nicht mit ihr und ignorieren es.
Auch das hier... Natürlich darf und soll Euch Euer Hund zum Spiel auffordern und selbstverständlich könnt und dürft ihr darauf eingehen. Schaut Euch mal Welpen in Kontext mit erwachsenen Hunden an. Da fordert der Welpen regelmäßig die Großen zum Spielen auf und wenn die Großen keine Lust haben, werden sie ignoriert und wenn sie weiternerven, gibt es mal einen Anraunzer. Es spricht daher überhaupt nichts dagegen, wenn der Welpen mit Euch spielen möchte. Genauso das Anbellen und Anknurren (im Spiel!): Das ist sind alles Laute, die zum Sozialspiel gehören. Wenn Hunde spielen, liegt die Rangordnung für diese Spielzeit auf Eis. In einem ausgeglichenen Spiel wird wechselweise gebalgt, gejagt und gerauft, die Bewegungen und auch die Laute sind dabei meist übertrieben, alle Bewegungen weich und rund. Die Hunde haben ein Spielgesicht.
 
Dabei
15 Mai 2012
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4
#10
Es nimmt ein bisschen den Druck a la "was ich noch alles machen muss"
 

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