Würdet ihr wieder einen Aussie kaufen?

Dabei
26 Jan 2012
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#61
Meiner Meinung nach gibt es nichtmal unbedingt die „guten“ und „schlechten“ Linien. Es gibt nur einfach Schläge von Hunden, die besser oder schlechter zu einem passen.
Ich kann zum Beispiel überhaupt keine übertrieben nervösen, kläffigen Hunde ab. Oder auch total stumpfe Hunde, denen die Außenwelt völlig egal ist und die nicht mit der Wimper zucken, wenn wer auf die drauflatscht. Andere mögen vielleicht keine schutztriebigen, wachenden Hunde - das stört mich zum Beispiel aber nicht.

Gerade beim Aussie gibt es da so unterschiedliche Richtungen. Da muss man dem Hund so fair gegenüber sein, dass man sich die Eltern so aussucht, dass es wahrscheinlich gut zu einem passt. Das dauert dann halt und man kann nicht einfach zum nächstgelegenen Züchter fahren. Und trotzdem muss man offen bleiben und sich seinem Hund auch anpassen können.

Und ja - die Hundeschulen, die es schaffen einen eher nervösen, sensiblen Hund zu eine Katastrophe zu basteln, gibt es scheinbar oft.
Ich musste auch erst lernen, dass mein Hund xy gerade nicht „auf jeden Fall schon können muss“ oder dass er ja so „rotzfrech und ignorant“ ist.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#62
Was das Hüten angeht, da gibt es halt auch eine geballte Ladung Voreingenommenheit und Gerüchte. Ich weiß noch damals in Borders Forum... was gab es da Diskussionen zum Thema... Ich weiß es noch wie heute: Wie Du Dein erstes Aussie-Hüteseminar findest? Immer dem Gebelle nach!
Tja, und bis heute (nach zig Seminaren u. Trials) habe ich noch immer keine bellenden Aussies bei der Arbeite gehört. Ich kenne nur einen Aussie der beim Hüten bellt u. zwar immer dann, wenn Frauchen falsche Kommandos an falscher Stelle gibt. Das quittiert der sofort. Ansonsten gab u. gibt es sowas etwas höchstens mal, wenn der Hund gerade nicht weiter weiß.
Das nächste ist: Aussies fressen Schafe... Ich kenne 2 Kelpies und 1 BC die nur mit Maulkorb an die Schafe dürfen, aber nicht einen Aussie... u. davon kenne ich so einige...
Mit Aussies habe ich bisher noch keine großartige negative Aktion am Vieh gesehen. Die heftigste Szene die mir je untergekommen ist u. wo mir die Schafe noch heute leid tun, war mit einem BC u. mit einem Australian Cattle Dog (das Schaf musste eingeschläfert werden!).

Und so geht es weiter: der Aussie kann keinen Outrun, der Aussie ist zu grob, hat kein Gefühl, macht zuviel Druck... blablabla
Hinzu kommt, das eingefleischte BC/Kelpie Trainer ehedem oft in ihren Schubladen denken u. die beständig die Rosa Border/Kelpie Brille aufhaben. Der Aussie ist aber nunmal ein Aussie, der auf seine Art und mit seinem Stil arbeitet. Komischerweise sind alle Aussies Trainer die ich kenne, offen für andere Hütehundrassen u. können diese Hunde auch so sehen, wie es ihrer Rasse eigen ist. Wir hatten sogar schon mal einen durchaus talentierten Tibet Terrier bei einem Training, der in seiner Heimat auch zum Hüten eingesetzt wird, was der Kleine nicht leugnen konnte.

Hinzu kommt: Solange gibt es noch gar keine gezielt auf Hüteleistung gezüchteten Aussies in D. Da haben die BC rund 25 Jahre Vorsprung u. dennoch hat sich in den letzten Jahren die Qualität der AL Aussies enorm verbessert, so das es mittlerweile Exporte aus D. in die USA gibt. Es gibt eine handvoll Züchter, die sich hier sehr arrangieren u. auch gutes Geld für gute Hunde oder Anpaarungen in die Hand nehmen. Viele Hunde aus D. gehen auch in die europäischen Nachbarländer, vor allem Skandinavien.
Der BC ist weit verbreitet und hat viele Züchter in D. und dennoch gibt es hier noch genug grottenschlechte Hunde u. auch Kelpies habe ich schon gesehen, die ich nicht an meine Schafe lassen würde.
 
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Dabei
11 Nov 2012
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#64
Ohne hier ins Detail gehen zu wollen, gibt es natürlich auch reichlich grottenschlechte bzw. völlig untalentierte aussies am Vieh. Selbstverständlich gibt es auch sehr gute und ja, es gibt auch BCs und kelpies die hütetechnisch kaum zu gebrauchen sind. Gehe ich völlig mit konform. Ich kenne aus allen drei rassen Hunde, die ich nicht ans Vieh lassen würde.

Hundesporttechnisch sieht es ähnlich aus. Allerdings fällt in beiden Sparten auf, dass der "Ausschuss" an schwierigen/unbrauchbaren aussies größer ist, als bei den anderen rassen. Meine kelpiehündin taugt für hundesport tatsächlich gar nicht. Sie kippt einfach immer ins hüten und sieht im hundesport keinen Sinn.

Und ich weiß, dass es einige sehr gute arbeitslinien Aussiezüchter gibt, die sich um einen guten aussie bemühen und ihre Hunde mag ich sehr gerne und einen Hund daraus habe ich ja selber hier liegen und die ist genial. Ein genialer, toller Hund.

Frage ist halt, ist es nicht einfacher einen guten BC, Mali, LZ-DsH, zu bekommen in Deutschland, als einen guten Aussie? Und damit schließt sich eigentlich wieder der Kreis zu meinem startthema.

Und ich mache den aussie nicht schlecht oder schlechter als er ist. Sind nur so Gedanken die ich mir mache, Überlegungen und Ideen.

Lg
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#65
Hallo,
es ist schon traurig, was die Menschen durch Zucht und Inzucht aus den Hunden gemacht haben !

Wehrend größere Hunde nicht ein Mahl mehr 10 Jahre alt werden können ,
erreichen Wölfe , wenn diese nicht gewaltsam Sterben müßten, ein Alter von 18 Jahre.

https://www.kosmos.de/content/buech...f/der-wolf-alter-fortpflanzung-und-verhalten/

Wenn man sich die Liste der Erblich bedingten Krankheiten auch beim Australian Shepherd ansieht ,
kann man schon traurig werden.

Ich denke, die Hundezucht sollte nicht nur mergwürdige Zuchtstandast und Äußerlichkeiten als Zuchtziel sehen,
sondern lieber Gesundheit und Langlebigkeit als Maßstab ihrer Auswahl bei ihren Tieren bevorzugen.


Fritz.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#66
Wehrend größere Hunde nicht ein Mahl mehr 10 Jahre alt werden können ,
erreichen Wölfe , wenn diese nicht gewaltsam Sterben müßten, ein Alter von 18 Jahre.
Das ist wohl eher die absolute Ausnahme als die Regel, denn die Natur ist hart u. duldet keine Schwächen. So können Wölfe in der Natur 10-12 Jahre alt werden, erreichen aber im Durchschnitt nur 5 Jahre u. werden oft genug Opfer ihrer eigenen Artgenossen.
 
Dabei
4 Mrz 2015
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#67
Hm, ich finde das ist ein sehr interessantes Thema, über dass ich viel nachgedacht habe.

Als Toulouse hier einzog, habe ich immer gesagt "Nie wieder ein Aussie!". Ich kam mit ihm nicht klar, denn er war viel zu sensibel. Wobei Nein, er war nicht zu sensibel, sondern ich war zu impulsiv, denn ich war es durch Klecks anders gewohnt und Toulouse ist ein Spiegel von mir.
Mit der Zeit haben wir uns aneinander gewöhnt, ich habe mich umgestellt und er ist robuster geworden.
Einen Aussie wie Touli - mit ein paar "Extras" - immer wieder!
Dann kam Pippa. Ein kleiner Hund, der scheinbar in einen Topf voller Selbstbewusstsein gefallen ist, etwas hysterisch, ziemlich laut und sehr schnell in ihrem Handeln. Nun wird sie 2 Jahre alt und so laaaangsaaaam wird sie verdammt cool. Immer entspannter, reflektierter in ihrem Tun, sehr Arbeitsbereit. Ein Hund mit Pepp, was mir sehr sehr gut gefällt.
Bei beiden gibt es Dinge, die mich stören. Dinge die ich teilweise sicherlich selber versaut habe aber auch Dinge, die sie einfach nicht mitbringen.

Ich kann mir durchaus wieder einen Aussie vorstellen (eine Hündin).
Würde allerdings das nächste mal den Züchter, die Verpaarung und letztlich den Welpen sehr viel gründlicher auswählen. Es soll ein Hund aus AL sein, ein Züchter der Rassetypische Aussies züchtet und seine Verpaarung nicht aufgrund einer schönen Augenfarbe auswählt.
Außerdem möchte ich keinen 65cm/30kg Hund der Fellmäßig vielen Collies Konkurrenz macht.

Allerdings habe ich auch andere Rassen, die mich reizen und die ich irgendwann mal haben möchte. Vielleicht wird es dann auch eher etwas anderes. Je nach Gegebenheiten.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#68
Ohne hier ins Detail gehen zu wollen, gibt es natürlich auch reichlich grottenschlechte bzw. völlig untalentierte aussies am Vieh. Selbstverständlich gibt es auch sehr gute und ja, es gibt auch BCs und kelpies die hütetechnisch kaum zu gebrauchen sind. Gehe ich völlig mit konform. Ich kenne aus allen drei rassen Hunde, die ich nicht ans Vieh lassen würde.
Klar gibt es die auch, allerdings meistens dem Unterschied, das diese Aussies i.d.R. nicht auf Hüteleistung gezüchtet wurden, die grottenschlechten BC und Kelpies allerdings schon...

Und die auch so gelenkigen u. schnellen BC nutzen im Agi auch nur dem, der sie denn führen kann. Wenn der HF im Parcours nur noch seiner Bodenlenkrakete hinterschauen kann... Zudem so ich da sooft Hunde bei, die eine alles andere als gesunde Sprungtechnik haben...
 
Dabei
26 Jan 2012
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#69
Frage ist halt, ist es nicht einfacher einen guten BC, Mali, LZ-DsH, zu bekommen in Deutschland, als einen guten Aussie? Und damit schließt sich eigentlich wieder der Kreis zu meinem startthema.
Hm, weiß ich nicht. Bei Coles Züchterin würde ich sofort und ohne zu überlegen wieder einen Hund kaufen.
Bei keiner deiner anderen genannten Rassen wüsste ich auf Anhieb einen Züchter wo alles für mich passt. Von daher wäre es für mich gerade nicht leichter ;)
 
Dabei
11 Nov 2012
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#71
Frei lebende Wölfe werden durchschnittlich zwischen 5-8 Jahren alt. Der überlebenskampf ist hart und die Natur hat hohes Alter oft nicht vorgesehen. Bei Zucht sollte natürlich auch auf Langlebigkeit geachtet werden, wir Menschen möchten unsere Hunde nicht schon mit 8 Jahren verlieren. Trotzdem steckt man halt nicht drin. Hudsons einer Opa starb mit 5 Jahren an einem Tumor. Hudson selber ist mittlerweile 11 Jahre alt und fit.

Junes Mutter starb mit 8 Jahren. (Unfall glaube ich). June selber ist fast 7 Jahre alt und ich hoffe ich habe sie nochmal solange bei mir. Aber du steckst nicht drin.

Ich verstehe gut was du meinst, @banane . Ich kenne bei jeder der aufgezählten rassen züchter, wo ich mir einen Hund kaufen würde. Na ja, im Moment beschäftigt mich das Thema ja eher nur zur Sondierung. In den nächsten Jahren zieht hier kein weiterer Hund erstmal ein. Es sei denn ich gewinne im Lotto. ;)

Lg
 
Dabei
7 Sep 2012
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#72
Schön wenn man dann heute bei den Working Aussies USA reinschaut und ein Foto mit einem 20-jährigen (!) Aussies ins Auge springt.
Letztes Jahr war ein 19-jähriger Blue Merle dabei. Nicht die Regel, aber schön das es das auch gibt! :D
 
Dabei
12 Jul 2012
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#73
smileys tante ist auch 17 jahre alt geworden und ihre oma, glaub mittlerweile 13 - top fit. das wünsche ich mir auch..noch gaaanz viel zeit mit meinen fellnasen.

aber warum soll es da anders sein als bei uns menschen..einige werden 90...andere nicht mal die hälfte. neulich gerad stand wieder ein kleinkind bei den todesanzeigen...schrecklich...
 
Dabei
12 Jan 2013
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#74
Ja,definitiv würde hier wieder ein Aussie einziehen. Allerdings würde ich hier in Deutschland nur noch von etwa einer Handvoll Züchtern einen Welpen holen!
 
Dabei
22 Sep 2014
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#75
Nachdem ich viel gelesen habe und endlich Zeit habe mal wieder im Forum zu schreiben, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.

Ich denke, dass bei uns kein zweiter Aussie einziehen wird. Ich liebe diese Rasse, aber mit Familie (Kind) und Job merkt man schon, dass man eben keinen Labbi Zuhause sitzen hat ;)

Ich verbringe meine Freizeit eigentlich damit, zusammen mit meinem Hund zu sporteln, auf den Platz zu gehen oder lange Spaziergänge zu machen. Wohlgemerkt mit Kleinkind und Job (der Mann ist natürlich auch noch da, aber unser Hund arbeitet eben mit mir).

Ich habe mich schon bei dem Gedanken ertappt "Hättest du jetzt einen Labbi (...), wäre es einfacher".

Was mich aber richtig nervt ist genau das, was hier schon einige beschrieben haben: dieser sch... schlechte Ruf! EGAL WO wir schon waren (Hundeverein oder Hundeschule): der Aussie ist total verschrien! ALLES wird beim Aussie negativ ausgelegt (wie er atmet, wie er läuft, wie er arbeitet).

So als reelles Beispiel: beim Hoopers sind zwei Labbis, die ihre Besitzer PAUSENLOS anspringen und anbellen. DAS wird als freudige Erwartungshaltung interpretiert, nicht als Pöbeln. Bellt mein Hund frustriert, weil ich mich unverständlich ausgedrückt habe, dann ist er der super dominante TYPISCHE Aussie, der sich nichts sagen lassen will.

Zum Abschluss muss ich sagen: ein Aussie würde wieder einziehen, wenn ich keine Kinder hätte und meine Freizeit nur dem Hund dienen würde. Wir haben einen recht genügsamen Aussie, aber man weiß auch nicht, wie sie sich der Hund entwickelt.
 
Dabei
20 Feb 2011
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#76
Das Bild sagt doch alles :) Also ich würde schon immer wieder einen Aussie holen. Allerdings würde ich durchaus auch andere Rasse nehmen.

we.jpg
 
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1 Okt 2012
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#77
Mit der kleinen Aibrean bin ich zum Border Fan geworden.
Ich mag an unserem Simba den Charakter sehr, er ist ein richtiger Clown und man hat viel Spaß mit ihm. Allerdings hat er rassentypisch eine große Portion Schutz- und Wachtrieb mitbekommen, was für meine Eltern zwar ideal ist, mich aber etwas stört.
Ich habe gemerkt, dass ich mit dem typischen Border Charakter einfach besser klar komme. Deshalb werden wahrscheinlich nur noch Border Collies aus der Arbeitslinie bei mir einziehen.
 
Dabei
27 Mrz 2014
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#78
Ich habe mich bei Jasper nicht für einen Aussie entschieden weil ich die Rasse liebe, sondern weil ich nach dem Tod meines Altdeutschen Hüters wieder einen Hüter wollte und Jasper ein Heim brauchte. Mittlerweile liebe ich die Rasse, habe mich mehr damit beschäftigt und es wäre durchaus denkbar. Ich bin allerdings mit Herz und Seele Tierschützer, arbeite Hauptberuflich dort und deshalb würde nach Jasper hier auf keine Fall ein Welpe vom Züchter (Jasper hat zwar Papiere, aber kam als Notfall) einziehen, sondern ein 2.Hand Hund der ein Heim braucht. Gern wieder ein Aussie oder anderer Hüter/Mix aber ganz sicher wieder ein Notfell.
Ich muss allerdings auch sagen das Jasper ein Traumhund ist. Freundlich, verträglich, ausgeglichen, motiviert und ein Kuschelbär und Clown. Er hat Schutztrieb, neigt zum verbellen und Unsicherheit, doch das haben wir super im Griff.
Meine Erfahrung hier ist auch eigentlich nur positiv. Viele lieben Jasper und mögen auch die Rasse, sind aber selbst der Meinung das sie keinen nehmen würden, aus unterschiedlichen Gründen.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#79
Wir waren dieses Wochenende wieder auf Show unterwegs und ich habe es wieder gespürt, das Aussiefieber wird nicht besser :D Eine Halle voll mit meiner Rasse... <3 Bei den vielen toll ge- und erzogenen Aussies hüpfte mir bei jedem Anblick das Herz. Man kann es wirklich Verliebtheit nennen. Die Gemeinsamkeiten der Rasse in so vielen Hunden zu erleben ist einfach großartig.

Natürlich denke ich mir auch oft, mal ne andere Rasse ausprobieren wär ja auch interessant... aber wo ein anderer Hund Platz hätte, hätte auch ein Aussie Platz und da gewinnt bei mir der Aussie :D.
Derzeit ist es mir mit meinen schon fast ein wenig langweilig, beide sind fertig erzogen, kenne sie durch und durch, da komm ich durchaus ins Überlegen, nur der Mann zieht noch nicht so :D
 
Dabei
12 Jul 2012
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hihi..das ging mir auch so .. als beide fertig waren wurde mir fast langweilig..es gab ja keine heruasforderung mehr. deshalb zog dann youko noch als nr 3 hinzu
 
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