Würdet ihr wieder einen Aussie kaufen?

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29 Dez 2012
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#31
Achso und @Hudson: der Mali aus Leistungszucht mit Mutter im Dienst, aus VDH Zucht, hat auch 1500€ gekostet ;)
 
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21 Feb 2011
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#32
Ich würde mich da jetzt mal nicht so am Preis hochziehen ;)

Ich verstehe schon, was Katha damit meint.
Aussies gibt es in der Regel, zwischen 1100 und 1500 Euro. Ohne Papiere ja teilweise schon knapp 1000 Euro.
Vlt geht die Tendenz sogar nach oben, eben weil der Aussie absolut in Mode ist.
Die Nachfrage regelt den Preis.

Klar macht man den Welpenkauf nicht vom Preis abhängig (sollte man wenigstens nicht, geschieht nur leider viel zu oft). Wenn man sich dann aber nicht sicher ist, ob nicht z. B. ein BC für einen besser geeignet ist und dieser dann eher bei 1100 Euro liegt statt bei 1500, kommt man bestimmt ins Grübeln.
Sieht man doch auch bei den kleinen Rassen. So einen Dackel bekommt man für wenig Geld, während ein kleiner weißer Hund oder eine Plattnase (Malteser, Havaneser, Mops und Co) vermutlich ein Vielfaches des Dackels kostet........weil jeder so einen kleinen weißen Hund oder eine Plattnase möchte ;)
Das mal einfach als Beispiel.

Rein subjektiv gefühlt ist die Lebenserwartung des Aussies definitiv gesunken.
Als ich vor 6 Jahren Apps gekauft habe, war ich vorher noch bei einer anderen Züchterin.
Die sagte damals: "Vor ein paar Jahren habe ich meinen Welpenkäufern noch erzählt, der Aussie wird so 14 - 15 Jahre alt. Heute sage ich, er wird ca 12 Jahre alt und jedes weitere Jahr ist ein Geschenk. Denn die Krankheiten, an erster Stelle der Krebs, nehmen beim Aussie zu."
Das war vor 6 Jahren und so ganz Unrecht hatte sie damit wohl nicht.
 
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11 Nov 2016
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#33
Rein subjektiv gefühlt ist die Lebenserwartung des Aussies definitiv gesunken.
Hm. Gefühlsmässig mag das schon so sein. Es gibt halt heute mehr Aussies als noch vor 10 Jahren und daher gibt es auch mehr Aussies, die an Krebs sterben. Man tauscht sich über das Internet aus etc. und hört auch mehr über kranke Hunde. Jedoch ohne eine medizinisch evaluierte Datenbasis zu sagen, Aussies werden grundsätzlich nicht mehr so alt wie früher, finde ich heikel. Speziell bei Krebs müsste dann ja davon ausgegangen werden, dass ausgerechnet Aussies krebsanfälliger wären als andere Hunderassen und dass sie diese Anfälligkeit zusätzlich vererben wie Epilepsie. Es mag sein, dass dem so ist, aber es fehlen Studien, die das belegen.

Aussies sind tolle Hunde, denen gerade ihre Vielseitigkeit und ihr Aussehen zum Verhängnis werden. Da nützte es auch wenig, wenn z.B. der Schweizerische Australian Shepherd Club in seinen Inseraten darauf hinweist, dass Australian Shepherds Arbeitshunde sind.
Inserat_Aussie.jpg

Denn auch wenn sie in den USA ursprünglich als vielseitig einsetzbare Farmhunde gezüchtet wurden, kaufen sich > 90% der Aussiebesitzer einen Aussie ausschliesslich für den Alltag und für den Hundesport. Nicht für den Einsatz auf einem Bauernhof. Für den Einsatz an Schafen werden Aussies hier eigentlich fast gar nicht eingesetzt. Da sieht man mehrheitlich BC. Und Farmhund bedeutet beim Aussie nicht nur Schafe hüten sondern auch z.B. Rinder treiben. Ich kenne nur einen Hof hier, der Aussies für die Rindertreibung einsetzt und zwar jeweils im Sommer und Herbst, wenn die Rinder auf die Alp kommen und wieder runter. Merlins Mama arbeitet dann dort mit. Sie arbeitet am Rind und am Schaf. Das ist echt eindrucksvoll. Ach ja, Merlin hat uns 1800 CHF gekostet. 2000 CHF wäre unsere Schmerzgrenze - egal welche Rasse.

Vielleicht braucht es für die Züchter von Aussies bestimmte Regelungen, die sie einzuhalten haben. Dazu müsste auch gehören, dass sie ihre Zuchthunde am Vieh arbeiten lassen. So eine ketzerische Idee wird sich bestimmt nie durchsetzen, denn dann müsste vermutlich so mancher Vereinszüchter die eigene Zucht gleich begraben. :p
 
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11 Nov 2012
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#34
Mali interessiert mich auch immer mehr. In die Materie müsste ich mich dann erst einarbeiten.

Beim BC habe ich genug Verbindungen und mein kleiner Border Bub, ist ein total unkompliziertes, einfach gestricktes, liebes Tier. Er erzieht sich von selber, will bloß keine Fehler machen und ist ständig um Harmonie bemüht. Der will nirgends anecken, wenn du sagst: "Aber Nevis, dass wollten wir doch nicht machen! Du,du,du!" Dann macht der das nie wieder. Der braucht kein Nein, der akzeptiert Grenzen einfach so und er würde nie solche Dinge machen wie Ressourcen verteidigen, Menschen anbellen, andere Hunde provozieren. Er interessierte sich eh noch nie für andere Hunde, oder andere Menschen.

Der agi Aufbau sah so aus, klein Nevis schaute zu, sprang dreimal und hatte verstanden. Für den war völlig klar, wie das funktioniert. Genauso UO. Hauptsache Frauchen findet mich toll. Der lief schon als Welpe, ohne Leine über den Platz oder beim gassi und wäre nie auf die Idee gekommen, zu anderen Hunden oder Menschen abzubiegen. Und mein Verdienst ist das alles wirklich gar nicht. Ich muss halt sagen, dass genieße ich schon sehr. Auch im Rudel, er passt sich an, ist sehr unterwürfig und geht jedem Streit aus dem Weg. Null Komma null statusbewusst. Den aussies bei mir ist es wichtig wo sie stehen und beide aussies sind eher vorne im Gefüge. Dem Border ist das völlig schnuppe. Ist er halt der letzte im Rudel, ist ihm egal. Schauen die anderen ihn scharf an, lässt er sich fallen und damit löst er die Situation auf. Und selbst meine kelpiehündin, die wirklich eine Ziege ist, liebt den Border Buben sehr, mit den typischen aussies, kann sie null anfangen. Selbst mit Hudson hat sie so ihre Probleme, Gott sei dank ist der eher dämlich und merkt nicht, wie sie ihn in der Gegend rumschiebt und manipuliert.

Na ja, Hudson wird ja hoffentlich noch lange bei mir sein und dann schaue ich, was dann zu uns passt und mir Spaß macht. Nur ein aussierüde, den schließe ich aus.

Lg
 
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21 Feb 2011
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#35
Hm. Gefühlsmässig mag das schon so sein. Es gibt halt heute mehr Aussies als noch vor 10 Jahren und daher gibt es auch mehr Aussies, die an Krebs sterben. Man tauscht sich über das Internet aus etc. und hört auch mehr über kranke Hunde. Jedoch ohne eine medizinisch evaluierte Datenbasis zu sagen, Aussies werden grundsätzlich nicht mehr so alt wie früher, finde ich heikel. Speziell bei Krebs müsste dann ja davon ausgegangen werden, dass ausgerechnet Aussies krebsanfälliger wären als andere Hunderassen und dass sie diese Anfälligkeit zusätzlich vererben wie Epilepsie. Es mag sein, dass dem so ist, aber es fehlen Studien, die das belegen.
http://www.ashgi.org/home-page/genetics-info/cancer/cancer-and-aussies
 
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11 Nov 2012
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#36
Das Aussies nicht mehr so alt werden wie früher, mag eine rein subjektive Wahrnehmung sein, allerdings ist diese Entwicklung auf jeden Fall älter als 10 Jahre. Der Aussie war 2008 schon modehund und ist es ja teilweise immer noch. (Bei uns werden es wieder deutlich weniger aussies. Früher waren unsere junghundestunden und Welpenstunden voller aussies, jetzt kaum noch einer). Ob der ganz große Hype nun schon vorbei ist, kann ich nicht beurteilen, hier bei uns, ist der aussie auf dem Rückzug. In den hundesportbereichen, auf Turnieren und im Alltag, ebenso.

Die Münchner Parks waren vor ein paar Jahren voller aussies (Welpen und junghunde) davon siehst du kaum noch einen, zu unverträglich, zu schwierig, zu unpraktisch in der Stadt.

Wie gesagt, schon vor 10 Jahren war Krebs Thema beim aussie, genau so wie, früheres Ableben durch Krankheiten wie Epi.

lg
 
Dabei
3 Jan 2013
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#37
Krebs ist leider bei allen Hunden ein Thema (bei Menschen leider auch).
Ich habe mich mal etwas damit beschäftigt, nachdem ein Hund aus meiner Zucht mit 10Jahren an einem Milztumor verstarb.

Laut meiner Recherche hat mittlerweile jeder dritte Hund (Rasseunabhängig inkl. Mischlinge) in seinem Leben eine Art von Tumore oder Krebs (z.B. Blut,Knochen). Mal früh und tödlich aber oft auch erst im hohen Alter . Ich denke, dass ist ein grundsätzliches Problem.

Aber Krebs hat und kann natürlich auch eine erbliche Komponente haben. Es gibt einige sehr häufig befallene Rassen wie z.B. Berner oder Boxer

Auch hier müsste man eigentlich Datenbanken erstellen mit Todesursachen u.s.w. um da weiter zu kommen.
 
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8 Jul 2017
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#38
@ Hudson, dass Aussiewelpen nicht mehr so oft in den Welpengruppen gesehen werden, hmm nur so als Idee, sind es vlt generell weniger Welpen in den Gruppen ? Gibt nicht wenig Hundetrainer die die Welpengruppe an den Pranger stellen.

Ich mag den Begriff Modehund immer nicht, hört sich nach jetzt modern ... in zwei Jahren auslaufartikel an :( der Aussie ist und bleibt ein toller Hund. Er passt halt nicht in alle Leben, entwickelt er sich " eher Anspruchsvoll in der Führung" wird' s schwieriger wenn der Hundehalter nicht nur an sich und den Hund denken muss.
Unser erster Hund starb mit 12,5 an Leberkrebs, wer weiß wo er noch steckte, er wurde in Narkose Euthanasiert :( Mir stellt sich die Frage , was können HH tun um dem Hund ein " gesundes Leben " zu bieten, mit bestem Wissen und Vorallem Gewissen , ich seh oftmals zum Thema Hund viele Menschen die die Hand aufhalten ... Futtermittelindustrie, Hundetrainer bishin zu den Veterinären. Bin mir nicht sicher ob die alle mit bestem Gewissen arbeiten. Bei den Veterinären bin ich schon garnicht sicher, was man an Untersuchungen so Jährlich als Vorsorge in Anspruch nehmen sollte.
Bevor unser Hund operiert wurde, war nach Ultraschall schon klar, dass Tumore da sind, aber nicht so schlimm sichtbar " das kann noch ein halbes Jahr gutgehen" war die Ansage. Drei Stunden später war er Tod ... Befund deutlich schlimmer, als bei Sonographie zu sehen war.
 
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19 Jan 2017
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#39
Neben der Vererbung, spielen bestimmt auch Umweltfaktoren eine ganz große Rolle bei Krebs. Mir fällt da als erstes Stress und der Einsatz von Pestiziden auf Feldern ein. Ich möchte gar nicht wissen, wenn sich Hunde nach einem heutigen Spaziergang durch Feld und Flur die Pfoten säubern, was sie alles für Rückstände aufnehmen. :( Stress finde ich auch ein ganz wichtiges Thema. Dann die unnötige Gabe vieler Medikamente. Wurmkuren, Zeckenmittel. Ich denke da besteht ein Zusammenhang, dass Hunde immer früher an Krebs erkranken. Im hohen Alter empfinde ich Krebs als natürlich. Irgendwann verlaufen die Prozesse im Körper nicht mehr korrekt und es passieren Fehler in der Zellteilung. Altersbedingt Krebs. Früher viel es nicht auf, weil die Medizin noch nicht so weit war. Da hieß es bei alten Menschen immer: er oder sie ist halt alt und tüdelig. Meine Oma wurde damals auch tüdelig. Sie war 81 Jahre. Durch die heutige Medizin kam heraus, das sie an einen Gehrintumor litt. Wäre früher wahrscheinlich gar nicht aufgefallen...
 
Dabei
11 Nov 2012
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#40
Ja, für welpengruppen kann das gut zutreffen, aber auch in den junghundegruppen, in den sportbereichen, auf Turnieren? Weniger werdende aussies.
Im Alltag ebenso. Wie gesagt, vor 6-10 Jahren, waren die Münchner Parks voller aussiewelpen und junghunden. Heute siehst du davon fast keinen mehr. Dafür siehst du viszlas und Labradore.

Ich finde das ja nicht schlecht, wenn der aussie an Beliebtheit verliert, für die Rasse sicher eher gut. Bei uns in der rettungshundestaffel, ist kein aussie mehr. Früher waren das einige.

Lg
 
Dabei
7 Sep 2012
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#41
Also ich wäre da auch begeistert von, wenn es nicht mehr soviel Aussies gäbe und leider immer noch häufig in den unpassenen Händen :confused:...
Allerdings: Mein letzter Welpenkurs ist jetzt 2 Jahre her u. damals waren in der Gruppe 4 von 6 Welpen Aussies und in der Gruppe die nach uns kam, waren es durchweg nur Aussies. Und das Schlimmste... von allen hatte gerade mal 2 Welpen Papiere und kamen von einem Züchter :eek::rolleyes: ... Alles andere von irgendwelchen Vermehreren die sich auch begeistert waren, das bei den Eltern immerhin einen MDR Test gemacht wurde :oops:o_O und Hüften u. Ellenbogen waren zwar (angeblich) ok, aber nicht offiziell ausgewertet. Die Vorfahren besaßen auch schon keine Papiere... Ein Teil dieser Hunde habe ich später als ausgewachsene Hunde wieder gesehen. Da waren XXL Berner Sennen Hunde bei...

Zum Mali muss ich sagen, das ich bei dieser Rasse finde, das sie aktuell gehäuft in meinem Bekanntenkreis auftaucht. Ich bin so gar kein Fan dieser Rasse und finde es immer erschreckend, das ich quasi noch keinen Mali mal entspannt an der Leine haben gehen sehen: Immer angespannt, Rute hoch und immer hechelnd und sehr unruhig/nervös... dazu mehrere, die bei jeder Hundebegegnung schon auf größerer Distanz regelrecht austicken. Ich halte den Mali für einen sehr anspruchsvollen Hund, bei dem man ebenfalls allergrößten Wert auf einen guten Züchter legen sollte und der leider auch viel zu häufig in absolut ungeigneten Händen ist.
 
Dabei
15 Jun 2008
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#42
Ja - jederzeit wieder!! :)

Ich habe mir kürzlich erst eine weitere Hündin gekauft, was auch für mich nochmals eine besondere Herausforderung war - der erste Hund, den ich mir nach 12 Jahren tatsächlich nochmals kaufte und nicht selbst zog und behielt.

Für mich ist der Aussie nach 19 Jahren Haltung und 14 Jahren Zucht immer noch das, was mich begeistert. Mit allen Facetten, die die Rasse hat. Deswegen ist auch für mich die größte Herausforderung in der/meiner Zucht, die richtigen Menschen für meine Welpen zu finden. Es ist anstrengend, da viele Interessenten diese Facetten eben nicht schätzen, bzw. oftmals auch gar nicht kennen. Da aber oft und gerne mit fehlenden Hüteiegenschaften(-instinkten), fehlendem Jagdtrieb, Gott ergebender Kinderliebe oä netten Attributen geworben wird, glaube ich sehr gerne, dass mancher sich zwar auch mit dem "normalen" Aussie arrangiert hat und ihn natürlich auch liebt, aber vielleicht später doch wieder bei einer anderen Rasse landet. Der Aussie ist halt kein Hund für jedermann, aber für jeden, der seine Facetten schätzt.

Ich persönlich mag auch noch eine ganze Reihe anderer Rassen sehr gerne - den DSH, den Corgie, den Pudel, um nur einige zu nennen. Aber mein (züchterischer) Ehrgeiz, Infos zu meiner Rasse aufzusaugen erlaubt mir (zur Zeit) einfach nicht, diesen Fokus mit einer anderen Rasse zu teilen. Ich werde es wohl auch nie verstehen, wie ein sagen wir Basset Züchter einen Aussie objektiv richten kann.

Bin mir nicht sicher, ob es hier schon jemand erwähnt hat, aber es gab vor einigen Jahren mal eine Erhebung des ASHGI zum Thema Krebs bei Aussies. Die Ergebnisse ließen C.A. Sharp vermuten, dass man bei Hämangiosarkomen und Lymphomen auf eine familiär gehäuften Disposition schließen könne. Bei den anderen Krebsarten müsse man eher (wohl umweltbedingte) Spontanmutationen annehmen. http://www.ashgi.org/home-page/genetics-info/health-surveys/2007-cancer-survey

Im letzten Jahr hat das ASGHI zudem eine Erhebung zur Langlebigkeit durchgeführt - die Ergebnisse sind hier zu lesen http://www.ashgi.org/home-page/genetics-info/health-surveys/2018-longevity-survey
 
Dabei
6 Jul 2017
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#43
Das ist eine interessante Frage, die ich auf Anhieb für mich gar nicht beantworten kann.

Unsere Aussies arbeiten (noch) nicht am Vieh und ich durfte auch leider noch keinen live und in Farbe dabei beobachten. Nur Border Collies und Kelpies, daher habe ich beim Thema Hüteverhalten keinen Vergleich. Davon abgesehen habe ich bislang wenig bis keine Ahnung vom Hüten, wobei es mich sehr fasziniert und ich mich gerne näher damit beschäftigen möchte. Ich habe mit unserem ersten Hund – ein Terriermix - hobbymäßig Agility gemacht und bin auf dem einen oder anderen Turnier gestartet. Zu meinen ersten(Mini-)Aussie Tiana bin ich nur zufällig gekommen, es hat einfach irgendwie gepasst. Wir waren auch gemeinsam im Agility unterwegs, sind aber schon vor ein paar Jahren wegen gesundheitlicher Probleme ausgestiegen. Tiana ist aber auch kein typsicher Aussie, sie ist eher so, wie Hudson ihren Border beschreibt. Für meinen Freund, der schon bedeutend mehr mit Aussies zu tun hatte und auch einen typischeren Vertreter mit in die Beziehung gebracht hat, kam nur ein Aussie in Frage und so ist Nanouk im Sommer 2017 eingezogen. Würde ich mich wieder für einen Aussie entscheiden? Ich glaube ja und nein. Mir missfällt wie vielen von euch der Trend, der großen, schweren Kuscheltiere mit massenweisem Plüsch – mehr Berner Sennenhund als Aussie - die von einigen Züchtern herangezogen und als „liebe und ruhige Familienhunde“ verkauft werden. Sind das wirklich noch Aussies? Und mein Freund hat mir vor einiger Zeit Bilder von Aussies aus Osteuropa mit deutlich abfallenden Kruppen gezeigt, die in die Richtung der deutschen Schäferhunde gehen, wenn auch (noch?) nicht so extrem. Da bekomme ich schon Gänsehaut und ich hoffe, dass dies kein Trend wird/ist.

Ich mag es, dass die Aussies selbständig denken und nicht nur ja und amen sagen, auch wenn es mich manchmal in den Wahnsinn treibt. Ich mag es, dass sie innerhalb von Sekunden von Ulknudel auf Ernsthaftigkeit umschalten können, dass sie sich für so vieles begeistern und einsetzen lassen. Ich glaube schlussendlich muss der Züchter für mich passen, ich bin da ziemlich wählerisch und meine/unsere Lebensumstände ebenso.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#44
Bei uns sind die Welpen und Junghundegruppen voll mit Aussies und auch auf Spaziergängen trifft man sie hier oft.

Ich würde wieder einen Aussie nehmen, ich liebe diese Hunde.
Ich habe lange überlegt ob noch ein zweiter dazu kommt, mich aber dagegen entschieden (viele verschiedene Gründe).

Ich denke dass nach Paula kein Hund mehr hier einzieht. Wenn Paula ca so alt wird wie ihre Verwandten, bin ich dann ca 60 und ich glaube zu alt (ich weis ja jetzt noch nicht wie fit oder gesund ich dann noch bin)
 
Dabei
26 Jan 2012
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#46
Bei uns gibt es auch immer mal wieder Aussies in den Gruppen, aber allgemein haben wir verschiedenste Rassen in den Unterordnungsgruppen.
Beim Agi überwiegen ganz klar die Border im Large. Da sieht man fast noch eher mal nen Miniaussie als nen Standard.

Im Rally sieht das dann schon wieder ganz anders aus - da sieht man einige Aussies und vergleichsweise wenige Border.

Es kommt also ganz darauf an, wo man sich so rumtreibt ;)

Im Agi höre ich tatsächlich von fast allen Seiten: Du tust dir nen Aussie an? Warum? Ich würds mir ja leichter machen und nen Border kaufen. Dabei finde ich Cole im Agi super genial - ich liebe seine Art und dass er so ein cooler Typ ist, aber trotzdem schnell. Auch dass er nicht bellt und einfach immer zuhört, nie riesen Bögen rennt - ein Traum! Finde kläffige, plumpe Aussies die nicht zuhören sondern ihr Ding machen auch schrecklich, ABER das gibt es auch bei anderen Rassen.
Aber anscheinend haben sich die Aussies da ein sehr schlechtes Image erarbeitet. Kriege z.B. auch sehr oft zu hören: Oh ich finde Aussies so schrecklich, aber der ist ja echt voll in Ordnung. Oder: "Für nen Aussie echt genial!".
Eigentlich erschreckend...
 
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11 Nov 2012
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#47
Meine aussies gelten im Verein auch als "eine der wenigen annehmbaren aussies". Bei uns haben sowohl auf Seminaren, Turnieren, im Training aussies einen wirklich beschissenen ruf. Der Spruch hier ist "eigentlich mag ich aussies ja nicht, aber deine sind echt ok". Total schade, aber leider traurige Realität. Genauso beim hüten, rufst du irgendwo an zum Training sagst "habe kelpie Hündin, darf ich mal zum Training kommen?" Sofort offene Türen. Sagst du " habe aussiehündin, darf ich mal zum hütetraining kommen?" Knallt dir die Türe vor der Nase zu.

Was sagt neulich eine agi Trainerin zu mir "endlich bist du vernünftig geworden und hast dir einen guten Hund (Border Collie) gekauft, warum du es dir mit diesen arschlochhunden aussies so schwer machst, habe ich noch nie verstanden!" Na ja, ist vielleicht nur bei uns in der Gegend so. Ich mag meine aussies und finde es immer schade, dass sie einen solchen ruf haben.

Lg
 
Dabei
19 Jan 2017
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#48
Finde kläffige, plumpe Aussies die nicht zuhören sondern ihr Ding machen auch schrecklich. Aber anscheinend haben sich die Aussies da ein sehr schlechtes Image erarbeitet.
Nicht der Aussie an sich. Sondern die Züchter, die einen großen Teil dazu Beitragen, dass der Aussie genau dieses Image hat. :(
Anscheint werden gerade bei der Showlinie wie wild alle Charaktere durcheinander verpaart ohne zu schauen was man da eigentlich vermischt.
Und dann schmeißt man diese Hunde unvorbereitet und vorschnell ins kalte Wasser, wo sie dann wegen der Reizüberflutung vor Stress kläffen und blind ihr Ding machen, weil sie viel zu schnell über den Punkt sind und gar nicht mehr zu hören können, auch wenn sie es gerne wollten.
Da blutet mir das Herz...

Entweder man nimmt diese Hunde aus dem Sport raus, oder man führt sie in kleinen Schritten behutsam an die Reizüberflutungen wie Agility und Co. ran, aber dafür wird sich oft nicht die Zeit genommen. Ich persönlich finde es von Hundeschulen und Vereien verantwortungslos, wenn solche Hunde weiterhin im Agility gehalten werden. Die Besitzer solcher Hunde werden dann im Irrglauben gelassen, dass Aussies nun mal so sind, dass es ihnen trozdem Spaß macht und sie eine hochwertige Beschäftigung brauchen. Das macht diesen Hunden in der Form keinen Spaß, dass ist keine hochwertige Beschäftigung, das ist Stress. Dann kommt, dass Un- und Halbwissen von Trainern, die diese Situation und die Zwickmühle in der sich ein solcher Aussie befindet, erkennen sollten.

Entschuldigt, das Thema geht mir nahe. Knödel und ich habe unter diesem Thema lange gelitten.
Und wenn ich heute so etwas lese oder mir erzählt wird, wie Aussies in Hundeschulen bellen und sich aufdrehen, kommt alles wieder hoch.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#49
Was sagt neulich eine agi Trainerin zu mir "endlich bist du vernünftig geworden und hast dir einen guten Hund (Border Collie) gekauft, warum du es dir mit diesen arschlochhunden aussies so schwer machst, habe ich noch nie verstanden!"
Für mich hat diese Frau ihren Beruf verfehlt. Hoffe du hast ihr kontra gegeben.
 
Dabei
11 Nov 2012
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#50
Ich habe ihr natürlich gesagt, dass ich es so krass nicht sehe und meine aussies mag. Ihre Erfahrungen mit aussies sind halt wirklich keine guten. Meinen aussies gegenüber hat sie sich immer fair verhalten und meine aussies dürfen sogar mit ihren Hunden laufen, was aussies normalerweise nicht so einfach bei ihr dürfen.

Die arschlochhunde Meinung bleibt bei ihr natürlich. In ihren Augen sind aussies aufsässig, laut, unverträglich, bewegungslegastheniker, plump und trainingstechnisch auch noch aufwändig, ohne dass sich das am Ende irgendwie lohnt, weil sie auf Turnieren zumeist eh nicht mithalten können.

Wie gesagt, ich sehe das nicht so, aber wenn du dann auf Seminaren von anderen agitrainern hörst "oh Gott, bitte nicht wieder ein aussie!" Oder dir schafhalter erklären, mit dem kelpie/Border Collie darfst du gerne kommen, die aussies kannste zuhause lassen." An meine Schafe lasse ich die eh nicht."

Ich sehe das nicht so. Wie gesagt, ich mag meine aussies, auch wenn kaum einer versteht im Umfeld, warum ich mir überlege mir wieder einen anzuschaffen.

Lg
 
Dabei
19 Jan 2017
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#51
Ich würde mich immer wieder für einen Aussie entscheiden. Ich habe mich in diese Rasse verliebt. Ich habe viel von und mit Knödel gelernt. Ebenso von Puma, der mir noch mal eine ganz andere Facette der Rasse aufzeigt. Es war nicht immer alles schön, viele Tränen flossen. Aber durch zwei völlig unterschiedliche Charaktere durfte ich eine Menge über die Rasse lernen. Und es gibt bestimmt noch vieeeel mehr zu erfahren, was mir vielleicht der nächste Charakter mit seinen ganz individuellen Schwerpunkten zeigt. :)

Gerade wegen der Sensibilität liebe ich diese Rasse. Ich mag die Herausforderung aus clownigen Welpen, ein in sich ruhenden und wesenfesten Aussies zu formen. In den Rahmen zu arbeiten, wo sich die Persönlichkeit vom Aussie bewegt. Egal wie lang und beschwerlich der Weg ist. Ich mag es genau an den Schwierigkeiten und "Problemfeldern" zu arbeiten, die diese Rasse mit sich bringt. Für mich spielt es keine Rolle was man für Sportarten mit diesen Hunden machen könnte, ich finde es faszinierend auch ohne die angebotenen Aktivitäten, die rassebedingten Besonderheiten im Alltag zu fördern und formen.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#52
@ Hudson: Dass ist wirklich schade, wie über Aussies gedacht wird. Dabei können sie so tolle Fellnasen sein!
Mir passiert ähnliches auf Spaziergängen. Da heißt es dann von anderen Hundeleuten: Sind das Aussies?! Nehmen sie die bloß weg!!!

Wirklich schlimm und erschreckend. :(
 
Dabei
3 Jan 2013
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#53
Die arschlochhunde Meinung bleibt bei ihr natürlich. In ihren Augen sind aussies aufsässig, laut, unverträglich, bewegungslegastheniker, plump und trainingstechnisch auch noch aufwändig, ohne dass sich das am Ende irgendwie lohnt, weil sie auf Turnieren zumeist eh nicht mithalten können.
Puh.. da muss ich echt mal schlucken. Klar kenne ich auch viele Aussie, die stessig sind (warum auch immer), aber soooooo viele tolle Aussies.

Mich erinnert das ein wenig an meine Pferde. Ich habe Vollblutaraber, und die Hälfte aller Pferdebesitzer schlägt die Hände über den Kopf und sagt "um Gottes Willen", unreitbar, hysterisch , nervig u.s.w. . Meine sind so nicht ! Ich sage immer, der Charakter muss einen einfach liegen, man muss mit ihne umzugehen wissen. Dann sind sie toll.

Denke beim Aussie ist es ähnlich, unabhängig davon, dass in der Zucht einiges schief läuft und viele Aussies eben einfach vermehrt werden, sind sie einfach oft bei Menschen, die nicht mit ihnen können :( . Da ist er eben wirklich nicht der Jedermann -Hund.
 
Dabei
11 Nov 2012
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#54
Ja, es ist halt kein Hund für jedermann. Trotzdem ist so eine vernichtende Meinung über eine Rasse, die man selber mag, nicht einfach zu ertragen. Und wenn sie dann noch von vielen unterschiedlichen Menschen, aus unterschiedlichen hundebereichen geäußert wird, dann ist es noch härter.

Ich habe auch schon gehört "der aussie taugt einfach zu nichts wirklich!" und dann steht man da mit seinen Hunden, die man für toll hält. Bei mir ja vor allem meine aussiehündin, die einfach ein super Hund ist.
Na ja, ich stehe über solchen Dingen und Beweise den Leuten mit meinen aussies immer wieder, dass es auch aussies in erzogen, leise, konzentriert und kontrolliert gibt.

Lg
 
Dabei
21 Feb 2011
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#55
Liebe Katha, nu mach mal deinen Hudson nicht so nieder. Er ist ein toller Hund, vlt nicht einfach aber einfach traumhaft :emoji_heart_eyes:

Diese ganzen negativen Äusserungen zum Aussie kenn ich auch.
Da er doch so ein "schlechter und schwieriger" Hund ist (Ironie), stell ich mir wirklich die Frage, warum trotzdem "jeder" einen will, warum Hinz und Kunz meinen, "züchten" zu müssen :emoji_face_palm:
 
Dabei
11 Nov 2012
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#56
Ach meine liebe Gundi, ja ich weiß, Hudson ist toll. Er hat viele gute Seiten und einen Haufen unbrauchbarer Seiten. Aber natürlich wird er geliebt und ist ein Herzchen und sargnagel.

Mittlerweile ist er 11 Jahre alt und ich bin froh, den Weg mit ihm gegangen zu sein. Trotzdem kommt mir ein Typ wie er nicht mehr ins Haus. Ein Hudson reicht in meinem Leben.

Lg
 
Dabei
21 Feb 2011
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#57
Ach meine liebe Gundi, ja ich weiß, Hudson ist toll. Er hat viele gute Seiten und einen Haufen unbrauchbarer Seiten. Aber natürlich wird er geliebt und ist ein Herzchen und sargnagel.

Mittlerweile ist er 11 Jahre alt und ich bin froh, den Weg mit ihm gegangen zu sein. Trotzdem kommt mir ein Typ wie er nicht mehr ins Haus. Ein Hudson reicht in meinem Leben.

Lg
Es wird auch keinen Typ wie ihn mehr geben. Der ist einmalig ;)
 
Dabei
11 Nov 2012
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#58
Na ja, so einmalig glaube ich nicht. Gibt doch ein paar die ihm nicht unähnlich sind. Vor allem auch aus seinen gemixten Linien. Wir kennen doch beide ein paar daraus. Allerdings leben ja nicht mehr so viele aus der Kombi dieser Linien. Aber das ist ja evtl nicht schlecht. Was gut ist, Hudson war bis jetzt eigentlich nie krank. Letztes Jahr mussten ein paar Zähne gezogen werden, ansonsten fit wie ein Turnschuh. Ihm geht es gut. Er hat sein Rudel und nervt mich nach wie vor, wie nur er es kann. Aus dem linienmix hätte es viel schlimmer kommen können, allerdings reichen mir auch die beiden Narben die er verursacht hat.
Aber ich habe wahnsinnig viel von ihm gelernt und jeder Welpe hier lernt viel von ihm. Dafür werde ich ihm immer dankbar sein. Wir genießen mittlerweile jeden Tag zusammen und sind ein gutes Team.

Lg
 
Dabei
21 Feb 2011
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#59
Dafür gibt es heute andere Linienmixe, die nicht "besser" sind, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Die anstrengend sind und nerven, halt auf eine andere Art als z. B. Hudson.

So haben sie eben alle ihre Macken (genau wie der Mensch auch) und man muss sich damit arrangieren.
Ein Charakter lässt sich zwar in gewisser Weise formen und lenken, aber so manches bleibt einfach, egal, wie viel man trainiert.
Damit muss man lernen zu leben und man muss es akzeptieren.
Es sind Lebewesen mit eigenem Willen, Stärken und Schwächen.
Der heutige Hang zum Perfektionismus überfordert vlt auch den ein oder anderen Aussie.
 
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11 Nov 2012
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#60
Da hast du sicher recht. Mistrettas und malpasos in einem Hund vereint, muss auch nicht sein. Oder kennst du jemanden in Deutschland, der dieses liniengemisch weiter macht? Ich meine, mir hat der eine hund daraus gereicht.

Lg
 

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