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Ablenkung als Erziehungsmethode?

Dabei
7 Sep 2012
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#31
Gundi, das Buch werd ich auch mal lesen. Danke für den Tipp, finde dieses Thema wirklich interessant. ;)

Julia, natürlich musste man Anfangs viel mit dem Kommando "guck mal" arbeiten/ablenken und anschließend viel loben. Aber auch so legen wir öfters 2-3 Minuten ein indem er ohne Situation und Kommando geclickt, gelobt, gestreichelt und belohnt wird sobald er sich orientiert. Mittlerweile macht er es aber zu 90% von alleine und wir können so zügig vorbei laufen oder eben auflösen. Gestern trafen wir auf ein Kind auf Inline Skates (die kannte er noch nicht), da hat er angefangen sich anzuspannen und steif zu werden, ich habe ihn mit "guck mal" an mich orientiert und in dem Moment wurde er wieder locker. Als wir vorbei sind wurde gelobt und er durfte noch etwas nachschauen, beim nächsten Kind werd ich sehen ob es geklappt hat. Aber bisher hat es bei Hunden, LKW's, Scootern, Motorrädern usw. immer gut funktioniert.
Hmm, also für mich ist das nichts anderes als Ablenken, ehrlich gesagt... was aber jetzt nichts für ungut ist!
Wenn es funktioniert, ist das eine gute Sache, auf der man erzieherisch aus der Ruhe heraus weiter aufbauen kann. Leider habe ich hier eine Dame, die in bestimmten Situationen sehr reaktiv wird u. wo das mit "Guck mal hier + Clicker + Lecker" absolut gar nicht funktioniert.
 

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Dabei
16 Jul 2013
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#32
Glaub wir sollten erstmal den Ausruck ablenken einzeln definieren ;). Also was jeder genau darunter versteht.
 
Dabei
17 Apr 2013
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#33
Gestern trafen wir auf ein Kind auf Inline Skates (die kannte er noch nicht), da hat er angefangen sich anzuspannen und steif zu werden, ich habe ihn mit "guck mal" an mich orientiert und in dem Moment wurde er wieder locker. Als wir vorbei sind wurde gelobt und er durfte noch etwas nachschauen, beim nächsten Kind werd ich sehen ob es geklappt hat. Aber bisher hat es bei Hunden, LKW's, Scootern, Motorrädern usw. immer gut funktioniert.
ich lese das hier sehr interessiert. seh mich auch bei einigen Methoden :), meine Frage- so wie du schreibst ist es für mcih doch genauso eine Ablenkung wenn du mit Guck mal auf dich umlenkst. oder versteh ich das falsch :) rein interessenshalber. und was ist dann eine wirkliche ablenkung. nur wenn ich dem hund ein leckerlie dabei vor die nase halten würde?
 
Dabei
16 Jul 2013
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#34
Julia, ich sehe es als orientieren da er es eben mittlerweile von alleine macht (zu 90%) :)
Aber da ist wohl auch wieder jeder Hund anders. Mit meinem Schäfi ging das übrigens auch nicht. Da half nur Schultern zurück und im raschen Marschschritt vorbei, zur Not musste man auch mal ins Fell greifen.
Wie handhabst du es dann mit deiner Dame, wenn du auf eine unschöne Situation triffst?
 
Dabei
21 Feb 2011
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#35
ich lese das hier sehr interessiert. seh mich auch bei einigen Methoden :), meine Frage- so wie du schreibst ist es für mcih doch genauso eine Ablenkung wenn du mit Guck mal auf dich umlenkst. oder versteh ich das falsch :) rein interessenshalber. und was ist dann eine wirkliche ablenkung. nur wenn ich dem hund ein leckerlie dabei vor die nase halten würde?
Ablenkung ist für mich, wenn ich meinen Hund die Situation nicht bewusst erleben lasse. Mit Spielzeug, Lecker oder was auch immer, so auf mich (oder besser auf das, was ich in der Hand halte) lenke, dass er gar nicht mehr mitbekommt, was um ihn herum eigentlich los ist.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#36
Hmm... wie definiere ich das... ich versuch es mal:

Bei Erziehung bekommt der Hund in einer bestimmten Situation oder einem (Umwelt-) Reiz ein gezieltes Kommando (z.B. Sitz, Nein), bei dem er seine Reaktion unter- bzw. abbricht u. dem von mir gegebenen Kommando folgt. Ich geben dem Hund also einen Handlungsrahmen vor, den er zu befolgen hat u. für dessen Befolgung er die entsprechende Reaktion/Bestätigung meinerseits erhält (Lob/Leckerchen). Sprich der Hund reagiert auf meine Vorgabe u. lernt "befolgen eines Kommandos = Belohnung".

Bei der Ablenkung sehe ich es umgekehrt. Der Hund reagiert auf einen Reiz u. statt eines gezielten Kommandos, lenke ich den Reiz lediglich auf einen anderen Reiz (Lecker, Bewegungsreiz wie bei dem Dummy) um u. es gibt keine konkrete Belohnung für eine konkrete Reaktion/Handlung des Hundes.
 
Dabei
17 Apr 2013
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#37
Ablenkung ist für mich, wenn ich meinen Hund die Situation nicht bewusst erleben lasse. Mit Spielzeug, Lecker oder was auch immer, so auf mich (oder besser auf das, was ich in der Hand halte) lenke, dass er gar nicht mehr mitbekommt, was um ihn herum eigentlich los ist.
ok, ich handhabe es nämlich meist auch mit "Schau" oder ich geh weiter und lobe sie, sobald sie dann den blick vom hund ablässt und mich mir zuwendet. wobei das nicht immer sofort geschieht. oder wenn wir platz haben geh ich mit ihr auf die seite und setz sie ab. Dann darf sie den hund anschauen, muss aber warten, verlang dann auch mal ein Schau, damit sie mich ansieht. wenn der hund dann ein netter ist oder wir ihn kennen, darf sie dann - nachdem sie mich anguckt auch mal hin. je nach situation.
 
Dabei
16 Jul 2013
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#38
Was haltet ihr von der Art: mit seinen Hund laut flötend vor der Situation wegrennen? Hab da mal öfters eine Dame getroffen die mit ihren 2 Hunden ständig davongerannt ist, sobald sie auf andere Hunde traf. Und die hat dabei immer eine riesen Show abgezogen, mit hüpfen und zappeln und "Uiiii" und "Kommt schnell mit, hiiier lang."
 
Dabei
21 Feb 2011
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#40
In meinen Augen ist vor der Situation wegrennen, echt das Dümmste was man machen kann.
Denkt mal selbst darüber nach, was die Hunde wohl dabei lernen.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#41
Was haltet ihr von der Art: mit seinen Hund laut flötend vor der Situation wegrennen? Hab da mal öfters eine Dame getroffen die mit ihren 2 Hunden ständig davongerannt ist, sobald sie auf andere Hunde traf. Und die hat dabei immer eine riesen Show abgezogen, mit hüpfen und zappeln und "Uiiii" und "Kommt schnell mit, hiiier lang."
Also wenn das keine geheimnisvolle Fruchtbarkeitstanz war, war es wohl eine extreme Form von Ablenkung! :eek:


@Leenie: Probiert haben wir schon einiges u. daran gearbeitet sowieso. Dennoch muss klar sagen, das der Hund mit gewissen Situationen sein Leben lang Probleme haben wird u. das einem letztendlich nichts bleibt, als solche Situationen richtig einzuschätzen u. zu managen.
Und so kommt es immer auf einzelne die Situation an. Sehe ich Probleme frühzeitig kommen, vermeide ich sie, indem z.B. entsprechend zur Seite gehe, um ihr, die für sie nötige Individualdistanz zu geben. Hier lasse ich sie dann absitzen u. belohne sie für ruhiges Warten u. das Befolgen des von mir gegebenen Kommandos.

Bei überrachenden Situationen bleibt einem dann häufig nichts anderes, als die Sache zu managen, sei es durch Ablenkung (Fütterung) oder schlicht ruhigem festhalten u. davorstellen/abblocken. Wenn möglich, lasse ich sie, sobald sie wieder ansprechbar ist, das Kommando "Sitz" befolgen u. belohne sie für ruhiges, entspanntes Absitzen, bevor ich sie aus der Situation entlasse. Arbeite ich in solchen Momenten mit stärkerer Einwirkung, reagiert sie mit noch weiter gesteigerter Unsicherheit.
 
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Dabei
16 Jul 2013
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#42
[OT] Julia, schön gesagt. :D Diese Frau hat mir über mehrere Wochen regelmäßig den Feierabend versüßt, konnte ihr ja immer vom Balkon aus zusehen. [/OT]
 

Skjona

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30 Jul 2012
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#44
Ich muss zugeben, ich hab den Threat nur schnell überflogen und wiederhol mich jetzt wahrscheinlich. Grundsätzlich bin ich Gundi´s Meinung: Ablenkung ist für mich, wenn ich etwas bestimmtes mache, damit der Hund mich und nicht jemand anders beachtet. Egal ob ich jetzt rumhüpfe wie ein Clown, ein Leckerli vor die Nase halte, mit dem Dummy in der Luft wedle oder ein "Schau" fordere.

Was meint ihr? Wo macht es Sinn, wo macht es keinen Sinn? Macht es überhaupt Sinn? Wo setzt ihr Ablenkung ein?
In gewissen Situationen macht es sicherlich Sinn aber grundsätzlich halte ich nichts von Ablenkung. Einfach aus den schon genannten Gründen. Ich lenke ab, um ein unerwünschtes Verhalten meines Hundes in einer bestimmten Situation zu umgehen aber an dem eigentlichen Problemverhalten arbeite ich nicht.

Als Touch anfing andere Hunde anzubellen, hab ich zuerst auch mit Ablenkung gearbeitet. Meine lustigste Variante davon war, springend und quitschend neben Touch rumzuhüpfen. Das hat den Sinn auch nicht verfehlt - Touch vergaß den anderen Hund, hüpfte freudig mit mir mit und ich war überglücklich, dass die Begegnung ohne Bellen verlief. Auch mit leckeren Wienern vor der Nase war der andere Hund plötzlich vergessen. Was es mir gebracht hat? Rein gar nichts! Denn wenn ich mal nicht quitschend rumhüpfen konnte (z.b. Stadt, Baumarkt, etc.) oder die Leckerlis/Dummy vergaß, dann gabs das große Ziehen und Bellen. Da hab ich einfach gemerkt, dass ich direkt am Problem arbeiten muss und das nicht mit Ablenkung schaffe. Wenn wir anderen Hunden begegnen, bestehe ich also auch nicht auf Blickkontakt. Ich möchte sogar, dass Touch den anderen Hund ganz bewusst wahrnimmt. Die einzigen Regeln dabei sind: Nicht fixieren, knurren oder bellen und vor allem mich am anderen Ende der Leine nicht vergessen. Werden diese Grenzen überschritten, sag ich ihm auch ganz klar meine Meinung :)

Ich finde es aber okay, wenn man in Ausnahmesituationen (z.b. wenn man nicht aus kann oder überrascht wird) mit Ablenkung arbeitet. Also wenn ich sehe, der Hund der entgegenkommt hängt schon kläffend in der Leine, ich den aber nicht meterweit umgehen kann und genau weiß, dass das für Touch noch zuviel des Guten ist, dann arbeite ich in dieser einen Situation auch lieber mit Ablenkung, als mir mein ganzes bisheriges Training zu versauen. Das war jetzt nur das Beispiel bei Begegnung mit anderen Hunden (ich glaube hier wird Ablenkung einfach am häufigsten verwendet) aber es lässt sich auch auf andere Alltagssituationen übertragen...
 
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Dabei
31 Okt 2012
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#45
Julia, Du beschreibst das wirklich gut!

Ich finde es ist ein RIESEN Unterschied zwischen Situation davonlaufen oder ausweichen - sowie kommt es auf die Situation selbst drauf an.

Ich muss sagen, ich weiche auch mal Situationen bewusst aus. Es gibt hier einen Terrier mit dem Emma sich nicht versteht (der tackert wohl den Hunde die Ohren und da rastet Emma aus) und ich hab sicherlich auch den Fehler gemacht beim letztenmal nicht frühzeitig einzuschreiten.

Neulich bin ich wieder überraschend auf die getroffen. Emma blieb brav bei mir, Terrier lief sofort auf Emma zu. HH blieb sitzen (weit entfernt, der Hund war in den Büschen jagen) ich ruf sie soll den Terrier holen gehen (weil ich weiß sowieso rufen bringt da nix...) HH bleibt weiter sitzen und schreit nur dem Hund. Ich versuch den Terrier zu blocken und zu verscheuchen - und so ruhig wie möglich zu bleiben - Emma sitzt noch brav bei mir.

Doch der ist halt typisch Terrier und setzt wieder und wieder an, kläfft wie verrückt und versucht von allen Seiten an Emma ranzukommen. Ich ruf der Hundehalterin zu sie soll den endlich zurückholen, sie ruft wieder nur den Hund und bleibt sitzen. Ich schuppse Hund weg, HH flippt aus und meint ich soll den Hund nicht treten - ich werd sauer und Emma beginnt natürlich jetzt auch die Fassung zu verlieren. Ich lass Emma absitzen und schnapp gleichzeitig den kläffenden Terrier am Halsband, stauch den zusammen - HH kommt doch mal her und schreit mich zusammen und reisst mir den Terrier weg und lässt ihn gleich wieder los. Terrier hin zu Emma, ich schnapp ihn mir wieder und werd so richtig sauer. usw.

Wenn es jetzt irgendwie möglich ist, drehe ich mich um und gehe andere Richtung oder weiche so gut wie möglich aus bzw. meide Uhrzeiten und Plätze. Weil ganz ehrlich - ich hab die Situation nicht im Griff. Sie würde jedesmal wieder so eskalieren - ich bin ja nicht die einzige der es so geht. Ich wüsste nicht wie ich sonst mit der Situation umgehen soll, weil ich finde so lernt Emma ja das Hundebegegnungen der richtig krasse Stress sind. Und das ist es sonst nicht, klar block ich mal Hunde, doch das passiert immer sehr ruhig, selbst wenn mich die Besitzer anmotzen, ist das nicht so extrem und ich hab somit die Situation unter Kontrolle.

Oder ich habe zB früher bewusst HH gemieden, deren Hunde (Mehrzahl!) zu Emma hingelaufen sind, obwohl die an der Leine war. Emma zog immer zu Hunden hin und ich wusste ich kann nicht Emma und zwei oder mehr freilaufende Hunde abblocken. Ich wollte zuerst dass sich das verfestigt, inzwischen kann ich auch mehre Hunde blocken, weil Emma sich an der Leine ruhig verhält. Weil sie gelernt hat, das andere Hunde an der Leine Tabu sind.

Also ich weiche keine Situationen per se aus, ich hab kein Problem damit andere Hunde zu blocken. Hab zB neulich zwei RIESEN Ridgebacks (wann wurden die eigentlich so rießig? Wristhöhen war dort wo meine Hüfte war o_O) zurückgedrängt, weil die Emma massiv bedrängt hatten. Ich bin froh dass ich da immer so sauer bin und damit sehr glaubwürdig. ;) Doch ich bin ehrlich genug zu sagen dass ich mit manchen Situationen auch nicht zurechtkomme und ganz ehrlich, ich merke nicht das dadurch Emma ihr Vertrauen erschüttert wird - im Gegenteil.

Also ich denke es kommt sehr oft auf die Situation drauf an. Ich glaub nicht das jeder Hund durch jede Situation durch muss. Emma mag keine Grossstädte, das stresst sie extem - so what! Wiederrum andere Dinge übe und ich lerne ich natürlich mit ihr und natürlich bringt eine ständige Vermeidungstatik gar nix. Ich wäge halt ab und stimme es ab.
 
Dabei
17 Apr 2013
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#46
[OT]BOAAAA das ist ja echt nervig mit dem Terrier, ich hab mich ja viel vorbereitet auf meinen ersten eigenen Hund, bücher gewälzt und überelgt wie ich erziehen will etc. Gut die praxis ist dann natürlich ganz anders geworden. Aber auf was ich mich einfach so gar nicht vorberieten konnte, waren all diese Hundehalterbegegnungen!!!!:mad: wenn man eh schon mit dem Hund ausweicht und sich freut das er brav sitz macht und dann der Hundehalter seinen Hund einfach hin lässt. Oder er überhaupt hinter seinen Hund herfliegt, mit der Frage- WAAAS SIE LASSEN IHRE HIER OHNE LEINE LAUFEN - das würde ja bei mir nicht gehen pfff ok sorry. das find ich einfach so krass und ist ein gutes Beispiel mit dem Terrier. und macht einen einfach das Training immer so kaputt. [/OT]
 
Dabei
7 Sep 2012
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#47
@Yuki: Puhhh... diese Situation wäre mein absoluter Albtraum! Wenn dann der HH auch noch bedrohlich wirkt... dann wüßte ich, wer nach vorne geht...
 
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24 Sep 2012
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#48
Also den Labbi hätte ich einfach ins Fell gegrifffen und von meiner Hündin runtergeholt. Ist mir schon mal mit einem recht schweren Labbi-Rüden passiert der Chanti einfach zu Boden gerammelt hat. Die arme war ganz hilflos, da hab ich den Hund einfach gepackt und runtergeholt mit aller Kraft- der war sowas von schwer da runter zu kriegen und Chanti hat sich dann hinter mir versteckt. Und mit dem Terrier- boah also das geht ja mal gar nicht, ich könnte da nicht einfach ruhig bleiben. Ist wohl besser wenn du der aus dem Weg gehst. In der Stadt ist auch eine Boxerbesitzerin die ich nicht sonderlich mag, deshalb geh ich einfach nicht mehr dort hin, wo die Frau sonst immer spazieren geht- sowas muss ich nicht haben.
 
Dabei
16 Jul 2013
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#49
Yuki, solchen Situationen würde ich aber auch aus dem Weg gehen. Wahnsinn was für unangenehme Hundehalter es so gibt. :( Wir haben bisher nur einen Hund hier dem wir in Zukunft gezielt aus den Weg gehen werden, da dieser Neelix schonmal angegriffen hat. Ansonsten halten wir gesunden Abstand zu Hunden die erkennbar schwer zu bändigen sind. Wie gestern, da kam uns eine ältere Frau zwischen 50-55 Jahren entgegen mit einem Border im besten Alter, der nur in der Leine hing und die Frau wirklich Probleme hatte ihn zu halten.
 

Skjona

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30 Jul 2012
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#50
Yuki, wenn ich das lese, läufts mir einfach eiskalt den Rücken runter. Einfach deshalb, weil es nicht in meinen Kopf geht, wie solche Menschen ticken :mad: Das es genug Idioten gibt, die ihre Hunde einfach zu anderen laufen lassen oder gefühlte 2 Stunden brauchen bis sie dann ganz gemütlich mal angetrottet kommen und ihren Hund einsammeln ist ja alles altbekannt..... aber solche Menschen, die das dann nicht mal einsehen und einen selbst dann auch noch anmaulen/schreien find ich unter aller Sau!! boahhh nee :mad:
 
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31 Okt 2012
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#51
Also den Labbi hätte ich einfach ins Fell gegrifffen und von meiner Hündin runtergeholt.
Ja, das mach ich sonst auch, doch die pfeifende HH war schneller und ich weiß auch nicht ob der Pfiff den Rüden vertrieben hat oder mein lautes "HE!" und "aufbäumen" :D. Kurz bevor ich den fassen konnte, lief der weg.
Mir ging es jetzt ja weniger um die Situation, mein Lehre draus ist, dass ich in Zukunft - wenn ich merke das ein HH eh ein bißchen angespannt wirkt, Emma nahe zu mir hole - damit ich sofort reagieren kann. Ich hab das halt fehl eingeschätzt und dachte die ist einfach unsicher bei Hundebegegnungen und die Hunde verhielten sich ganz entspannt. Das kippte erst als Emma mit mir weiterlief und der Labbi sie festtackern wollte.

Doch im Prinzip ging es mir ja darum wie und wann man auf Ablenkungen setzen kann, was unter Ablenkung fällt, wann es unsinnig ist, wann macht es Sinn... Ich finde es ergibt sich schon ein sehr rundes Bild wenn ich die Beiträge lese und ich fand hier ganz tolle Kommentare und Anregungen, die auch mich an der ein oder anderen Stelle noch mal zu nachdenken angeregt haben - vielen Dank! :)

Edit: Außerdem hat Julia schon recht, das Rammeln alleine ist es ja nicht, sondern wenn man eh als HH weißt der springt andere Hunde jetzt gleich an - dann muss ich doch vorher schon ansetzen und nicht stehenbleiben und pfeifen wenn er schon losrammelt. Ich finde Ablenken ist oft ein sehr passives Verhalten und lässt die HH oft sehr hilflos wirken.
 
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23 Dez 2007
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#52
Wenn ich eure Storys so lese, dann überlege ich echt, ob ich nicht Amy klonen lasse und als tierischen Bodyguard verkaufe :D Ehrlich, ich hatte in all den Jahren noch nicht einen Zwischenfall mit nervigen Hunden, die hält Amy alle von uns fern. Praktisch vor Allem, wenn ich mit eher unverträglichen Hunden + deren Besitzern (die Fremdhundkontakte gerne meiden würden) zusammen Gassi gehe und dann ein überfreundlicher Retriever auf uns zu stürmt... Näher als 5 Meter schafft es da keiner und die allermeisten merken noch wesentlich schneller, dass es eine ganz schlechte Idee ist, in die fremde Gruppe reinzubrettern!

Aber zurück zum Thema: ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Ablenkung nur bedingt was bringt. Yuma ist leider ein ziemlicher Arschlochhund. Super sozial und extrem tolerant selbst in den größten Hundegruppen ABER einzelne Hunde, die aus dem Nichts auftauchen werden ohne Leine gerne angemacht. Mit Keksen kann/könnte ich sie super ablenken, aber da ich selten welche dabei habe ist das auch suboptimal. Bei ihr hilft es wirklich nur, aufzupassen und zu kontrollieren. Wenn ich nicht mit den Sinnen bei ihr bin nutzt sie das sofort aus. So eine Situation hatten wir gerade heute. Hund an der Leine kommt um die Ecke, Frauchen sieht meine 3 und will den Hund ableinen, ich rufe ihr zu, dass sie das besser nicht tun sollte (Key hat Zwingerhusten) und durch meinen Ruf wurde Yuma aufmerksam. Während ich die Bazillenschleuder Key ins Platz gelegt habe hat sie die Ablenkung genutzt und ist losgestartet... Arschi. Die Distanz war noch groß genug, um sie von ihrem Vorhaben abbringen zu können, mich ärgert das trotzdem maßlos. Sowas ist wirklich nur vermeidbar, wenn ich aufpasse. Über die Jahre ist es besser geworden, aber gerade wenn der Hund 'aus dem Nichts' kommt reagiert sie immer noch gerne über.
 
Dabei
24 Sep 2012
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#53
Im Falle des Labbis hat sie mit dem Dummy sicher falsch reagiert- der Hund kapiert ja nicht dass das Rammeln falsch war. Wenn ich der Besitzer des Labbis gewesen wäre hätte ich den einfach runtergeholt und dem schon etwas deutlicher gemacht dass das nicht in Ordnung ist- der muss das ja kapieren. Und die Labbis die ich kennengelernt habe, hätten das schon ausgehalten mal etwas ähhhm lauter zu werden. Sicher wärs besser, das im Ansatz zu unterbinden, aber wenn man nicht schnell genug ist, dann geht es doch auch wenn mans dem Hund in der Situation klar macht in dem man in einfach packt und runterholt? Ich mag diese Weichspülerfraktion nicht, die immer nur sagen: "nein, der arme Hund."
 
Dabei
5 Mai 2012
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#54
[/QUOTE]Die einzigen Regeln dabei sind: Nicht fixieren, knurren oder bellen und vor allem mich am anderen Ende der Leine nicht vergessen. Werden diese Grenzen überschritten, sag ich ihm auch ganz klar meine Meinung :)
..[/QUOTE]


Huhu, wie sagst du deinem Hund dann die Meinung? Das würde mich echt interessieren :) :)
 

Skjona

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Dabei
30 Jul 2012
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#55
[OT]
Huhu, wie sagst du deinem Hund dann die Meinung? Das würde mich echt interessieren :) :)
Das kann je nach Verhalten und Situation unterschiedlich aussehen :) Natürlich meine ich damit keine Gewalt und ich brülle meine Hundis auch nicht an :) aber ich möchte nicht erst 30x "Nein" sagen müssen und ich bin auch kein Freund von "Verhalten ignorieren". Das heißt, wenn meine beiden unerwünschtes Verhalten zeigen (egal in welcher Alltagssituation), gibts erst ein "Nein" um ihnen die Chance zu geben, ihr Verhalten zu unterbrechen. Wird das ignoriert, dann sag ich denen auch mal klar und deutlich meine Meinung. Das heißt, dass ich auch mal aufstampfe oder/und meine Körpersprache dementsprechend ändere oder/und auch mal ein, zwei Tonlagen lauter werde, etc. :)
[/OT]
 
Dabei
7 Sep 2012
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#57
[OT]


Das kann je nach Verhalten und Situation unterschiedlich aussehen :) Natürlich meine ich damit keine Gewalt und ich brülle meine Hundis auch nicht an :) aber ich möchte nicht erst 30x "Nein" sagen müssen und ich bin auch kein Freund von "Verhalten ignorieren". Das heißt, wenn meine beiden unerwünschtes Verhalten zeigen (egal in welcher Alltagssituation), gibts erst ein "Nein" um ihnen die Chance zu geben, ihr Verhalten zu unterbrechen. Wird das ignoriert, dann sag ich denen auch mal klar und deutlich meine Meinung. Das heißt, dass ich auch mal aufstampfe oder/und meine Körpersprache dementsprechend ändere oder/und auch mal ein, zwei Tonlagen lauter werde, etc. :)
[/OT]
Das muss man echt individuell pro Hund sehen. Meine Mädels bekommen auch mal eine klare Ansage wie oben beschrieben, das reicht i.d.R. Bei anderen Hunden muss man da schon deutlicher werden u. wieder andere fangen dann ein ganz besonderes Programm an: sagt der HH ihnen die Meinung, zeigen sie plötzlich totales Meideverhalten. Ich kenne mehr als einen Aussie, der das zu seiner absoluten u. mehr als gekonnten Strategie entwickelt hat, um dann doch "sein Ding" durchzuziehen! Ich finde es immer verblüffend, wie die HH ihrem Hund dabei voll auf dem Leim gehen u. quasi vor ihnen auf die Knie fallen u. sie mit Leckerlis umgarnen!
 

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