Erster Hund, ist ein Aussie der Richtige?

Dabei
5 Mai 2014
Beiträge
5
#1
Hallo an alle Hundeliebhaber,
bevor ich anfange verlinke ich hier mal ganz frech meine Vorstellung, falls es jemanden interessiert. http://www.aussie.de/forum/t/9453-hallo-aus-niedersachsen
Wir, also meine Eltern (47) und ich (16) sind auf der Suche nach der richtigen Hunderasse. Dabei haben wir uns ein wenig *hust* in den Australian Shepherd verguckt, wofür ich mich ja fast schon ein bisschen schlecht fühle, die große Bekanntheit hat dem Aussie letzlich nur geschadet. Wir hätten gerne einen Aussie-Gefährten, aber auch nur wenn wir ihm auch im schlimmsten Fall gerecht werden können. Deswegen frage ich hier nach der ehrlichen Meinung von Hunde- bzw. Rassenkennern.

Wir wohnen zu dritt in einer ländlichen Gegend in einem EFH mit großzügigem Garten. Unserem Nachbarn gehört eine große Wiese mit einem Haufen Schafen und 2 Pferden. Einige Felder und ein großer Wald sind auch direkt um die Ecke.
Wir, und vor allem Ich suchen einen Hund mit dem man durch dick und dünn gehen kann. Einen der gerne Sport macht (mein Vater ist hobbymäßig Triathlet, ich fahre Rennrad), aber auch geistig gut dabei ist, also apportieren, Versteck spielen, Fährten suchen etc. Und ab und an Knuddeln sollte er auch ganz gut Vertragen :eek:

Der Aussie scheint da super reinzupassen, aber man hört und liest viele schlimme Dinge, die einen als Anfänger schon sehr verunsichern können. Oft lese ich dass er gerade als Ersthund völlig ungeeignet sei, weil er jeden Tag viele Stunden raus muss und kaum auszulasten ist. Scheinbar wird auch die Intelligenz dieser Hunde einigen Hundeanfängern zum Verhängnis.
Auf der anderen Seite lese ich auch ab und zu Beiträge die mir Mut machen dass der Aussie der richtige sein könnte. Beispielsweise die Artikel von Silke Löffler auf www.australian-shepherds.de

Ein wirklich großes Problem ist leider auch, dass der Hund Vormittags allein sein Müsste. Ich gehe zur Schule, mein Vater arbeitet ganztags, und meine Mutter von 8:00 bis 13:00 Uhr. Daraus ergibt sich, dass der Hund an 3 Tagen von 8:00 bis 13:00 Uhr und an den anderen beiden Tagen von 10:00 bist 13:00 Uhr alleine bleiben müsste. Einem Welpen kann und ich möchte ich das eigentlich nicht zumuten.

In der restlichen Zeit könnten wir dem Hund viel Zuwendung schenken. 3-4 Stunden aktive Qualitätszeit (spazieren gehen/Sport) + geistige Auslastung + Teilhabe am normalen Alltag/Familienleben.


Meint ihr wir könntem einem Aussie ein schönes Leben bereiten? Besonders die 5 Stunden alleine sein bereiten mir Sorgen.

Viele Grüße
Tobi


Ach ja, zu erwähnen ist noch dass ich nicht ganz unerfahren mit Hunden bin. Als Kind habe ich viel viel Zeit bei einem Freund verbracht der 2 Hunde hatte. Daher weiß ich auf jeden Fall dass ich mit Hunden gerne, und auch viel Zeit verbringe. Und zumindest die beiden mochten mich auch immer.
 
Dabei
27 Jun 2012
Beiträge
2.751
#2
Ich finde, das klingt doch sehr gut!

Hier ist, denke ich, auch ein interessanter Thread hier aus dem Forum: http://www.aussie.de/forum/t/9443-alltag-mit-aussie
Da wirst du dann lesen, dass die wenigsten hier mit ihren Hunden 3-4 Stunden am Tag etwas machen und die Hunde trotzdem absolut glücklich sind.

Und was die 5 Stunden alleine sein betrifft. Irgendwoher muss das Geld für den Hund ja kommen oder? Und 5 Stunden sind für einen ausgewachsenen Hund kein Problem (sofern er es gelernt hat). Für einen Welpen wäre das von Anfang an direkt etwas viel. Aber eventuell lässt es sich ja so einrichten, dass ihr den Welpen erst abholt, wenn du Sommerferien hast? Dann hättest du 6 Wochen um den Welpen auf das Allein sein vorzubereiten. Und wenn das nicht reicht, könnte deine Mutter davor/danach vllt 1-2 Wochen Urlaub nehmen, und danach dann dein Vater noch oder so. Da wird sich bestimmt eine Lösung finden. Ich denke, wenn du es ordentlich angehst, lernt dein Hund innerhalb von ein paar Wochen diese Zeit alleine zu sein.
Hier auch noch ein Thread dazu: http://www.aussie.de/forum/t/4734-hund-und-arbeit
 
Dabei
10 Mrz 2014
Beiträge
1.027
#3
Hallo,
ich finde auch, das sich das super anhört. Wir haben unsere Hündin mit 10 Woche allein lassen müssen, nach dem wir sie 1 1/2 Woche hatten, für 3 Stunden war das gar kein Thema und vereinzelt länger ging es auch super. Wir konnten uns aber vor Nachbarn die Welpehüten wollte nicht retten.
Das größte Problem war das sie zwar Stubenrein war aber so lange nicht aushalten konnte. Sie hat dann auf eine einmal Wickelunterlage gepieselt. Wenn euer Garten gut abgesichert ist könnt ihr im Sommer ja eine Hundehütte hinstellen, und ihn solange draußen lassen. Jetzt mit 6 Monate bleibt unsere Hündin von 7.00-14.00 problemlos allein. Weil ich aber ein "schlechtes Gewissen" habe bekommt sie oft ihr Futter als Beschäftigung, in einer Papierschachtel, einen Knochen oder Kong.
Achten würde ich allerdings auf einen wirklich seelisch stabilen Welpen, also einen sehr gut sozialisierten. Einem Tierheimhund oder "wieder vermitteltem würde ich dies nicht zumuten.
Liebe Grüße
Michaela
 
Dabei
12 Dez 2012
Beiträge
3.695
#4
Ich finde auch, dass sich das gut anhört, und kann mich Steffi nur anschließen. :)

Als völlig ungeeignet als Ersthund würd ich einen Aussie nicht bezeichnen. Wir haben selbst einen Aussie als Ersthund (gut, ich hab "Familienhundvorerfahrung" mitgebracht - war aber nie Hauptbezugsperson), das ist meiner Meinung nach durchaus "zu schaffen". Man sollte halt auf jeden Fall viel Spaß daran haben, sich mit dem Hund zu beschäftigen. ;) Wir haben (gerade das erste Jahr) eigentlich unsere ganze Freizeit in den Wuffel gesteckt: Training, Infos einholen, Situationen/Probleme analysieren und Lösungsansätze erarbeiten. Außer auf dem Hundeplatz hatten wir da auch keinen Trainer zu, der Hundeverein hat uns gereicht. Klar hat Arkos seine Ecken und Kanten und wir haben sicherlich nicht alles richtig gemacht, aber ich denke, so im Großen und Ganzen ist er bisher ganz gut "gelungen".

Ich würde an eurer Stelle auch sehr viel Wert auf die Züchterwahl legen! Wenn ihr einen guten Züchter gefunden habt, kann der euch nicht nur gut beim Aussuchen des für euch passenden Weloen, sondern auch beim Aufziehen des Hundes unterstützen. Da könnt ihr dann nachfragen, wenn ihr unsicher seid und bekommt Hilfestellung. Sowas find ich unheimlich wertvoll! Ein guter Züchter wird euch sicherlich auch sinnvoll beraten, ob ein Aussie zu euch passt, und worauf ihr achten müsst. Denn ein Züchter, der einen persönlichen Eindruck von euch bekommt, kann das natürlich nochmal besser beurteilen, wie wir jetzt über ein Internet-Forum.
 
Dabei
7 Nov 2013
Beiträge
1.037
#5
Ich kann mich meinen Vorrednern großteils nur anschließen. Die Vorausetztungen sind soweit gut. 5 h alleine sein sind meiner Meinung nach kein Problem. Und die Beschäftigung scheint mir auch nicht problematisch.

Wenn euer Garten gut abgesichert ist könnt ihr im Sommer ja eine Hundehütte hinstellen, und ihn solange draußen lassen.
Davon würde ich abraten. Da es 1. schnell mal sehr heiss werden kann und ich das meinem Hund nicht antun möchte (ich merk schon wie er in der Sonne sehr müde und faul wird bei momentan nicht mal 30 grad) und 2. Hunde geklaut werden oder 3. mal ausbrechen. Muss aber natürlich jeder für sich selbst wissen.

Trotzdem möchte ich noch einiges ergänzen (hier im Forum auch schon einige male erwähnt):
Ich bin Ersthund - halterin und habe einen Aussie Welpen ins Haus geholt. Unterschätzt es nicht!! Ein Welpe ist in meinen Augen allgemein kein einfacher Ersthund, auch wenn es absolut machbar ist (mit genug Zeit, Geld & Liebe).
Die ersten Wochen bzw. Monate sind unheimlich zeitintensiv und anstrengend. Und natürlich sind die meisten nun Junghunde mit 6-8 Monaten so weit, dass sie Stubenrein sind, alleine bleiben können, Grundkommandos beherrschen etc.. Aber das auch nur, wenn daran die erste Zeit intensiv gearbeitet wurde. Und dann ist der Hund noch lange kein idealer Familienhund und Alltagsbegleiter. Die ersten 2-3 Jahre wird es meiner Meinung nach dauern, bis der Hund soweit "fertig" ist. Mein Hund hat noch viele Baustellen. Bearbeiten wir die eine, kommt die nächste. Und ich denke das wird bis ins "reife" Alter auch noch so weiter gehen. Er ist ein kleiner Teenager und lernt nicht aus. :D
Und dies gilt für alle Rassen. Da habe ich mich jetzt nicht speziell auf den Aussie bezogen.
Wenn ich mich jetzt mal speziell auf meine Erfahrung und meinen Hund beziehe kann ich sagen, dass der Aussie zwar oftmals die Kommandos schnell lernen und beherrschen wird (und daher die Erziehung erst mal erleichtert), aber er bringt auch viele Charakterzüge mit, welche nicht immer in jede Familie passt.
Negative Beispiele (von meinem Hund) weshalb er nicht in jede Familie passt:
- absolut fixierter Einpersonenhund
- reserviertheit vor Fremden (die teilweiße durch die Pupertät auch in Unsicherheit umschlägt)
- reaktion auf Bewegungsreize (die soweit in den Griff gebracht wurden, aber eine ganze Weile mir die Nerven geraubt haben)
- Wach- und Schutztrieb (Er reagiert auf Fremde in unserem Haus)

Aber natürlich bin ich trotzdem glücklich mit meinem Hund. Mir macht es Spaß mit ihm und an mir und ihm zu arbeiten. Und ich habe gewusst (auch wenn ich es unterschätzt habe) was auf mich zu kommt.

Als Fazit: Macht euch weniger über die Beschäftigung gedanken als über die anderen Charakterzüge. Natürlich sollte jeder wissen, dass ein Aussie mehr benötigt als ein Mops. Aber die Horrorgeschichten des Laufhundes der 6h ans Rad muss sind nur zutreffend bei nicht verantwortungsbewussten und uninformierten Haltern.

Ist jetzt lang geworden :D Aber ich wünschte mir, dass man mich darauf vor dem Kauf mehr hingewiesen hätte als auf das leidige Thema Auslastung.
 
Dabei
12 Dez 2012
Beiträge
3.695
#6
Als Fazit: Macht euch weniger über die Beschäftigung gedanken als über die anderen Charakterzüge.
Da kann ich mich nur anschließen! Finde ich einen sehr wichtigen Punkt. Gerade mit einem Welpen/Junghund stehen ja (noch) ganz andere Punkte auf dem Programm als Auslastung. Mit der Auslastung von, bzw. einem Hobby für Arkos beschäftige ich mich vielleicht seit zwei Monaten oder so wirklich, davor war das Üben von Grundkommandos, korrektem Verhalten draußen, mal zur Ruhe kommen etc. absolut "auslastend" genug. ;) Nicht dass wir die Grunderziehung jetzt komplett hinter uns hätten - aber es läuft doch insoweit gesitteter, dass da noch Kapazitäten für etwas mehr sind.

So wie ich Aussies kennengelernt habe, muss ich auch sagen, dass ich diese "Laufhund"-Aussagen sehr fragwürdig finde. Unserer muss und will nicht stundenlang rennen. Der will seinen Spaziergang, ja - aber den möchte jeder Hund. Arkos möchte "qualitativ hochwertige, intensive Zeit" (sorry, kann das grad nicht besser formulieren) mit uns verbringen. :)
 
Dabei
9 Apr 2013
Beiträge
225
#7
So wie ich Aussies kennengelernt habe, muss ich auch sagen, dass ich diese "Laufhund"-Aussagen sehr fragwürdig finde. Unserer muss und will nicht stundenlang rennen. Der will seinen Spaziergang, ja - aber den möchte jeder Hund. Arkos möchte "qualitativ hochwertige, intensive Zeit" (sorry, kann das grad nicht besser formulieren) mit uns verbringen. :)
Das kann ich nur bestätigen! Da ich ja auch einen Laufhund hier habe, sehe ich da schon Unterschiede. Mein Aussie macht zwar alles mit, aber ich merke schon, dass ihr nur stundenlanges nebenherrennen als Auslastung nicht reichen würde, während es für meinen Dalmatiner nichts schöneres gibt, als flott am Fahrrad mitzurennen (natürlich trabend, aber mit den langen Beinen können sie im Trab schon flott laufen und das auch auf langen Strecken). Wie schon gesagt, der Aussie macht das alles mit, aber die Begeisterung zeigt sich bei meinem Aussie eher, wenn sie auch Aufgaben für den Kopf bekommt,z.B. Suchspiele.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
9 Feb 2011
Beiträge
2.018
Alter
24
#8
Als Fazit: Macht euch weniger über die Beschäftigung gedanken als über die anderen Charakterzüge.
Stimmt, jetzt, wo du das so schreibst - ständig melden sich welche an und fragen, ob die einem Gerecht werden was die Auslastung angeht
Aber so gut wie nie fragt jemand wegen dem Schutz- und Hüte-/Jagdtrieb..

[OT]Mein komisches Aussietier findet rennen und Spaziergänge übrigens super, während Kopfarbeit mit ihr kaum Spaß macht...[/OT]
 
Dabei
5 Mai 2014
Beiträge
5
#9
Stimmt, jetzt, wo du das so schreibst - ständig melden sich welche an und fragen, ob die einem Gerecht werden was die Auslastung angeht
Aber so gut wie nie fragt jemand wegen dem Schutz- und Hüte-/Jagdtrieb..
Das kann gut sein, aber da steckt ja auch eine Art Teufelskreis hinter. Wenn viele Fragen ob sie einen Aussie auslasten können, dann fragt man sich als Hundeanfänger ob man selbst dem Hund gerecht werden kann und schon gibts noch mehr Fragen im Netz dazu.

Aber ich kann ja mal den Anfang machen :p War/ist es bei euch sehr schwer (gewesen) den Hund abrufbar zu bekommen, wenn Ablenkung in der Nähe war? Letzendlich ist der Hütetrieb genetisch veranlagt. Von daher kann (und sollte?) man es dem Hund doch gar nicht austreiben, oder? Ich vermute mal spontan dass man mit viel Training und einer geeigneten Ersatzbeschäftigung einen Aussie in der Regel dazu bringen kann dem Reh nicht mehr 10 Minuten unkontrolliert hinterher zu jagen. Vielleicht liege ich auch total falsch, also wie wars bei euch?

Der "Alltag mit Aussie" Thread, den Schneffi gepostet hat war auch sehr informativ. An den 6 Stunden Auslauf Geschichten scheint ja nicht so viel dran zu sein, denn die Hunde hier sehen eigentlich durchweg alle sehr glücklich aus :)
Die Idee mit den Sommerferien finde ich auch ziemlich gut. Inklusive 2 Wochen zusätzlichen Urlaub hinterher wäre der Hund dann ja schon mindestens 4 Monate alt. Viel mehr Zeit als 2 Monate in denen immer einer da ist wäre auch nicht möglich. Das Problem hat man aber bestimmt mit jedem Hund. Habe mich zwar die ersten 3 Wochen der Sommerferien gemeldet um Wachdienst am Strand von Grömitz zu machen, aber die müssen dann wohl ohne mich auskommen ^^.

In den Charaktereigenschaften sehe ich eigentlich kein Problem.
Ich wäre ja sowieso Hauptbezugsperson und früher oder später ziehe ich auch aus um ein Studium zu beginnen. Wenn er da auf mich fixiert ist, stört mich das nicht.
Und Reserviertheit gegenüber Fremden sehe ich überhaupt nicht als Nachteil. Lieber gesunde Vorsicht, als forsche Aggresivität.

Auf jeden Fall Vielen Dank für die vielen Antworten und nützlichen Links, das hat mir alles sehr weitergeholfen und mich in meinem Vorhaben bestärkt. Wenn jetzt nicht noch das absolute Killerargument kommt wird wohl ein kleiner Aussie Welpe ein neues Zuhause finden. Bis dahin ist aber noch viel Zeit (*seufz*) und ich kann noch jede Menge lesen und lernen.
 
Dabei
9 Feb 2011
Beiträge
2.018
Alter
24
#10
Zum Jadtrieb kann ich nicht viel sagen, da Amy nicht aktiv jagt :D
Wir waren z.B. im Sommer auf einem Campingplatz mit vielen Wildkaninchen, wo Amy entspannt an der Schleppleine vor dem WoMo lag. Ein einziges Mal hat sie morgens, im Dunkeln, einen Satz an der Leine gemacht, weil ich das Kaninchen nicht gesehen habe, das scheinbar direkt neben uns losgehüpft ist

Auch wenn direkt neben uns Enten lautstark losfliegen, interessiert sie das nicht.
Da haben wir echt Glück gehabt :D
 
Dabei
12 Dez 2012
Beiträge
3.695
#11
Ich würde es gar nicht soweit kommen lassen, dass mein Hund etwas hinterherjagt. Schon gar nicht längere Zeit hinter einem Reh ;) Das ist Stress pur für das gejagte Tier, evtl. wird es sogar verletzt, und für den Hund ist es ebenfalls gefährlich.
Arkos ist hauptsächlich Sichtjäger und reagiert sehr stark auf Bewegungsreize. Fahrradfahrer, Jogger etc. haben wir jetzt alles im Griff, einzig bei Vögeln ist noch nicht 100% unter Kontrolle. Dafür sind Walspaziergänge mit ihm echt entspannt. Wir haben von vornherein auf "Waldregeln" geachtet, v.a. darauf, dass Hund die Wege nicht verlässt. Als er meinte, er muss mal probieren, was passiert, wenn er im Unterholz verschwindet, gab es im Wald nur noch die Schlepp und wir haben verstärkt das Einhalten der Weggrenzen geübt. Mittlerweile treffen wir im Wald öfter mal auf Rehe, ist kein Problem mit ihm. Er geht nicht hinterher.
Aber ich denke es gibt viele Aussies, bei denen das Anti-Jagdtraining sich deutlich intensiver gestalten muss.
 
Dabei
7 Nov 2013
Beiträge
1.037
#12
Hodor, ich kann dir nur den Ratschlag geben, dich trotzdem nochmal damit auseinander zu setzten.
Thema auf dich fixiert: Mein Hund ist auf mich fixiert und im Restaurant konnte ich anfangs nicht in aller Ruhe auf die Toilette ohne das mein Hund gejault und gebellt hat. Auch wenn er daheim ohne Problem alleine sein kann, hält er es in der Stadt/ am Spaziergang kaum aus, wenn ich die Gruppe verlasse und er nicht mit kann.
Ich habe die "reserviertheit gegenüber Fremden" auch als absolut positiv abgetan. "Es nervt mich sowieso wenn er jeden anspringen will um hallo zu sagen".
Es gibt aber nicht wenige Aussies (darunter meiner), welche nicht nur reserviert sondern regelrecht unsicher sind Fremden gegenüber. Und das wird dir sehr wohl Probleme bereiten.
Reserviertheit gepaart mit Schutztrieb ist ebenfalls absolut nicht zu unterschätzen.
Ebenfalls mit dem Hüten bzw. Jagen oder was auch immer. So einfach ist das nicht immer unter Kontrolle zu bekommen.
Obwohl ich meinen Hund aus dem Spiel mit anderen Hunden oder ansonsten ebenfalls zu 99% (unter hoher Ablenkung) abrufen kann, fehlt dieses 1% in dem er mal einem Jogger nach geht oder einem Tier.
Natürlich haben wir das so weit schon im Griff. Aber es braucht viel Zeit und Gedult.
Der Wach- und Schutzinstinkt bedeutet bei nicht wenigen Hunden (kannst du hier auch lesen) zum Beispiel dass er Eindringlinge nicht ins Haus lassen will bzw. anbellt und knurrt.
Und ich sage damit nicht, dass der Aussie nicht geeignet ist, nur dass es keines Falls mal schnell abgetan werden sollte. Jeder Charakterzug bringt Vorteile und Nachteile.
Und wenn du dein Studium anfängst und dein Hund dich begleiten soll, finde ich einen Aussie für ein Stadtleben z.B. absolut ungeeignet. Auch das musst du bedenken.
Passt die Rasse in meine Zukunft? In meinen Alltag? Für was ist der Hund in der Familie? ...
Aber natürlich ist ein Aussie ein absolut toller Hund und ich kann deine Begeisterung mehr als nachvollziehen, aber setze dich mit den "Nachteilen" intensiv auseinander.
Trotz vielem informieren, lesen, etc. bin ich immer noch überrascht und auch manchmal überfordert was es bedeutet einen Hund zu haben.

Mein Hund hört sich echt übel an, wie ich ihn so beschreib! ;)Er ist eigentlich wirklich toll, gut erzogen und weit für sein alter. Aber ich mag dir die negativen Dinge aufzeigen, die meiner Meinung nach schon die Rasse und auch das Individuum natürlich mitbringen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen


Oben