Hand aufs Herz: Geständnisse über die Welpenzeit...

Dabei
7 Nov 2013
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#32
Meiner Meinung nach hängt das aber auch viel von einem selber ab und von dem Umständen, wie die Welpenzeit verläuft. Alleine wäre ich vermutlich öfters mal am Boden gewesen und hätte nicht mehr weiter gewusst. Auch tickt jede Person anders, manche stört es nicht, wenn im Nebenzimmer der Welpe jammert andere halten es nicht aus. Auch die Erfahrung, ob es der Ersthund ist und wie viel Wissen man über Hundeeerziehung sich im Vorfeld angeeignet hat. Ob man einen Hundetrainer hat, der einem weiterhilft und wie man sich die Welpenzeit generell vorgestellt hat, ob als rosarote Traumwelt oder sich mit Problemen schon mal befasst hat, und und und es sind einfach so viele Faktoren die eine große Rolle spielen. Natürlich hängt es auch vom Charakter des Hundes ab und ob man damit klar kommt.
Und somit zum Schluss natürlich die Beziehung zwischen Mensch und Hund, ob die passt.
Das glaube ich persönlich wirklich auch!
Ich habe zum Beispiel die ersten 1,5 Jahre alles alleine machen müssen (erst heute beteiligt sich mein Freund mehr - war aber auch nie so ausgemacht) und muss ehrlich sagen, dass es dann neben dem sowieso schon vollen Alltag auch stressig werden kann. Und in meiner Nachbarschaft habe ich ähnliche Erfahrung berichtet bekommen. Die meisten, welche alles Alleine meistern mussten (raus bringen, jede einzelne Runde spazieren gehen, Erziehung, Tierarzt, Hundeschule, Sozialisierung, etc. pp.) waren viel öfter kurz vor einem "Nervenzusammenbruch" (überspitzt gesagt:D) als die welche zu 2. oder sogar in einer ganzen Familie die Aufgabe gemeistert haben.
Manchmal tut es nämlich schon unheimlich gut (und das merke ich seit mein Freund sich ab und zu beteiligt), wenn man mal kurz einfach vor dem Fernseh sitzen bleiben kann und der Partner or dem Schlafen raus geht :D
Weil so sehr ich spazieren gehen liebe 3-4x am Tag 7 Tage die Woche braucht man es dann doch nicht zwingend :D Ebenfalls habe ich mit einem Garten unheimliche Erleichterung verspürt. Bei meinen Eltern.
Mensch war das toll 1x am Tag einen riesen Spaziergang und sonst Türe auf und raus der Hund :D
Aber das sind ja wie gesagt Entscheidungen die man vorher trifft und trotzdem kann man sich das Ausmaß nur schlecht ausmalen..

Ich weiß nicht ob es nochmal ein Welpe werden würde. Wahrscheinlich schon, aber mittlerweile weiß ich es auch unheimlich zu schätzen wie schön es ist, wenn man einen erwachsenen Hund hat und die ganze anstrengende Arbeit (welche oft Spaß macht aber auch viel Frust bringt) sich in schönes Miteinander verwandelt :D

PS: cooler Thread!! :)
 
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Dabei
7 Sep 2012
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#33
Also das kann ich nicht bestätigen. Meine Hunde ich waren schon immer allein u. das war für mich eigentlich nie ein Problem.
Und allein heißt bei mir 3 Hunde u. war über lange Jahre ein wunderbares Pferd (das leider von uns gegangen ist) u. seit knapp 3 Jahren gehören 8 Schafe (die auch noch mehr werden sollen) zum Familienkreis. Klar ist es manchmal anstrengend, besonders im Winter oder wenn man krank ist (meine Mädels gehen mit niemanden sonst mit). Aber es redet einem auch keiner rein.
Vielleicht liegt es auch daran, das ich es nicht anders gewöhnt bin. Unsere Morgenrunde von 5.30 - 6.30 h inkls. "morgendlichen Wollvolk gucken" gehört für mich einfach dazu u. nur wenn es draußen arg ungemütlich ist, finde ich es nicht ganz so prickelnd. Aber meine Tiere sind auch meine Leidenschaft pur u. ich freue mich immer über jede Minute, die ich mit ihnen verbringen kann.
 
Dabei
7 Nov 2013
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#34
Klar hat da jeder ein anderes Empfinden dazu :)!
Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich es unheimlich genieße, wenn ich einen Teil der Verantwortung auch mal für einen Spaziergang abgeben kann (oder nur die Tür öffnen muss, wenn ich doch am Morgen schon 1 1/2 Stunden gelaufen bin) und das ich das in der Anfangszeit, wenn einem mal alles über den Kopf wächst (auch wegen den anderen Verpflichtungen im Alltag) vermisst habe! Natürlich ist die Aufgabe auch allein genauso gut zu meistern, hängt immer von den Personen ab. Und Menschen, welche am liebsten sich den Tag und ihr Leben mit vielen Tieren füllen (was ich schön finde) gehen sicher in der Aufgabe anders auf, wie zum Beispiel ich oder auch viele andere in meiner Nachbarschaft. :)
Ich liebe meinen Hund und möchte ihn in meinem Alltag nicht mehr missen, aber ich habe neben ihm auch noch viele andere Interessen, welche sich mit dem Hund nicht vereinbaren lassen.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#35
Ich bin seit fast vier Jahren allein, zuerst mit zwei alten, kranken Hunden und einem Dutzend Katzen, dann mit einem Welpen.
Ich meine damit wirklich allein (über den Tod des zweiten Hundes und die Welpenzeit hinweg), keine Familie oder Freunde, denen ich den Hund mal hätte geben können oder die mich in anderer Form unterstützt hätten .
Meine beste Freundin und ich hatten damals das bisher einzige Mal Streit und keinerlei Kontakt für mehrere Monate.
Ich war allein bei meinen alten Rüden als er starb und allein, als ich mich innerlich für Finn entschieden habe und allein, als ich den Kaufvertrag unterschrieben habe.
Sonst hätte ihn mir auch mit Sicherheit jemand ausgeredet ;-)
Davor war immer jemand "da".
Trotzdem oder grade deshalb fand und finde ich es mit Finn viel entspannter als vorher mit meinen Hunden, alles läuft exakt so, wie ich es vorgebe, keiner redet mir rein, ich treffe die Entscheidungen und auch meine Ausgaben für die Tiere trage nur ich.
Ich wachse täglich daran, wir sind ein eingespieltes Team, vieles was mir früher zu zweit anstrengend oder nervig vorgekommen ist, mache ich heute gern.
Für mich wäre eine Beziehung egal welcher Form während der Welpenzeit mit Sicherheit das Falsche gewesen, denn ich KONNTE so gar nicht überanstrengt sein ( ich neige dazu, Hilfe sofort anzunehmen, wenn sie in der Nähe ist und gebe schneller auf).
 
Dabei
7 Okt 2014
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#36
Ach so, meinen Sohn hatte ich natürlich da, aber der brauchte damals mit 11 noch mehr Unterstützung, als er mir Hilfe war .

Leonie
Da ist bestimmt was dran, mein Hund ist mein Hobby, ich brauche keinen Sitter, weil ich ohne ihn nicht wegfahre und bin lieber mit ihm allein im Wald als mit Freunden aus.
Vielleicht macht das wirklich einen unterschied in der Belastung.
 
Dabei
11 Nov 2012
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#37
Ehrlich gesagt finde ich die welpenzeit ganz furchtbar. Meine Welpen haben nie groß Mist gemacht, trotzdem nachts aufstehen müssen, Rücksicht auf kleinen, jungen, dummen Hund nehmen zu müssen usw. Der kann dann ja noch gar nichts und ja, das nervt mich jedes Mal. Trotzdem ziehen hier immer wieder Welpen ein. Ich versaue mir meine Hunde gern selber, dann weiß ich wenigstens das ich es verbockt habe.

Mich kann man in einen Wurf Welpen setzen und ich finde keinen davon auch nur annähernd süß. Ich brauche auch Monate um mit meinen Hunden eine tiefe Bindung einzugehen und frage mich zwischendurch immer wieder warum ich mir das nochmal angetan habe.

Ich ich bin so gar keine welpentante und weiß mit denen nicht viel anzufangen.

Einen werwelpen hatte ich jetzt noch nicht, ich bin aber auch ziemlich gelassen und mache weder den Welpen noch mir großen Stress. Zudem bin ich sehr deutlich und bis jetzt haben meine Welpen immer schnell verstanden was ein no go und was ein jaaaaaa, guter Hund für sie bedeutet.

Ich muss aber auch sagen, Welpen laufen hier einfach mit. Ich mache keine Pläne, die Welt rotiert nicht um Sie und auf einen Thron setze ich sie auch nicht, das fänden die anderen Hunde auch ziemlich doof. Welpen sind hier der Dreck unter dem Fingernagel und meine Erwachsenen Hunde, weisen denen sehr schnell, ihren Platz ganz hinten zu.

Meine Erwachsenen Hunde finden Welpen immer erstmal total überflüssig und sind absolut anti eingestellt. A La "Frauchen, das da bleibt doch nicht etwa?!!!???"

schlimmster welpe bis jetzt war der Terrier, der hatte so gar keinen folgetrieb und ging mit 10 Wochen, dann schonmal jagen.
Fand ich absolut daneben. Na ja, ein Terrier ist was anderes als meine weichen hütitütis.

Lg
 
Dabei
25 Jan 2016
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#38
oh man.. danke für diesen Thread !!!! Ich bin da ja noch ganz am Anfang *gg* aber es tut so gut zu lesen das ich mit meiner Unsicherheit und "allesperfektmachenwollen" und "aussies sind doch so schwierig da muss man besonders aufpassen" etc etc... nicht allein bin !!!!
Und bei mir wechselt das auch noch stündlich zwischen "ach er ist echt süß " und "wie so um alles in der Walt hab ich mir das angetan" .... die Kinder sind 11 und 12 und die Katzen 1,5, ich hatte also alle Freiheiten! Und dann hol ich mir so einen Schatten ins Haus :p der mir überall nach rennt, bellt sobald ich nach oben gehe und er nicht mit kann und einfach echt anstrengend ist manchmal ;=

Aber wenn ich dann lese was ihr so schreibt, dann habe ich einfach die Hoffnung das Floppy hier auch so ein tolles Tier wird wie unsere ganzen Katzen in den letzten 25 jahren! die waren/sind auch immer toll und unkompliziert und nie zickig oder haben irgendwo hin gemacht oder was kaputt gemacht oder so!
 
Dabei
15 Mai 2014
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#39
Diesen Thread hatte ich vorher irgendwie übersehen...
Vor Zaro hatte ich weder einen Hund besessen noch irgendetwas mit Hunden zu tun gehabt. Ich war absoluter Anfänger. Mein Mann hat Zaro eigentlich nur toleriert, hatte aber nie große Lust, sich mit ihm zu beschäftigen.
OK, irgendwann kam die Idee auf, einen Hund anzuschaffen. Meine Kinder (damals 9 und 11) fanden die Idee super und wir informierten uns im Internet. Irgendwann war für mich klar, dass es ein Aussie werden sollte. Diese intelligenten Hunde hatten mich total begeistert und der erste Züchter wurde besucht. Dann sahen wir ein Foto vom 12 Wochen alten Zaro im Internet und ich fuhr mit meiner Tochter hin. Was passierte? Wir nahmen Zaro gleich mit (wir mussten 2 Stunden fahren). Wir hatten zu der Zeit weder Halsband noch Körbchen noch Leine oder Futternäpfe. Etwas Trofu für den erste Tag bekamen wir von der Züchterin und zu Hause suchten wir dann ein paar Schalen und alte Decken für die erste Nacht heraus.
Zaro zeigte sich gleich von seiner besten Seite. Am nächsten Tag trieb er meinen Sohn in die hinterste Ecke des Gartens und stand dann bellend und nach den Beinen schnappend vor ihm, sobald er sich bewegt hat. Bei mir probierte er so etwas auch ziemlich schnell. Es mussten schon einige Hosen dran glauben. Rennen durfen die Kinder am Anfang auch nicht in seiner Gegenwart.
Auf den wirklich kurzen Spaziergängen kam er manchmal schon nach 50 Metern auf die Idee, sich einfach hinzulegen und war durch gar nichts dazu zu bewegen, in die Richtung zu laufen, in die ich wollte. Da einzige was er dann noch machte war in die Leine zu beißen. Ich musste mich ganz schön mit ihm abschleppen, wenn ich ihn wieder zurück getragen habe:p. Er fand es auch super, hochzuspringen und meinem Mann das Brot vom Teller zu klauen:).
Aber irgendwie haben wir es ganz gut, vor allem mit Konsequenz, geschafft, ihm die ganzen krausen Ideen, die er hatte abzugewöhnen. Das wundert mich jetzt auch ein bißchen, denn lesen und verstehen konnte ich ihn am Anfang überhaupt nicht und Ahnung hatten wir alle nicht.
Ich war die ersten 3 Monate eigentlich nur müde. Zaro musste Nachts alle 3-4 Stunden pieschern. Er lief dann hin und her so dass ich immerhin meist aufwachte.
Als die 8 Wochen alte Naila dann kam war Zaro etwa 16 Monate alt. Naila hing zwar immer in Zaros Ohren, lief aber sonst einfach irgendwie mit. Bei ihr reichte es immer ein oder zweimal zu sagen, was sie darf oder nicht und dann hatte sie es drauf. Sie war total unkompliziert. Nur den Zaun von unserem Garten musste ich für Naila nachbessern. Sie schaffte es immer sich irgendwo durchzuquetschen und die Nachbarn zu besuchen. Aber sie wurde ja schnell größer;).
Zerstört haben beide kaum etwas. Naila liebte von Anfang an Schuhe und Strümpfe und Zaro hat ein Körbchen, ein paar Leinen und ein paar Hosen auf dem Gewissen. Sonst nichts.
 
Dabei
29 Feb 2016
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#40
Ich hab mit den Thread heute etwa 4x durchgelesen um mir selber ein wenig Mut zu machen. Seit Sonntag ist ein kleines Hexchen eingezogen und macht mir seitdem das Leben schwer, andererseits hellt sie mein Leben auf. Schwer zu erklären, ihr kennt das ja.
Auf der einen Seite ist die kleine Joy eine ganz Süße, schläft wenn sie schlafen soll, auch ohne Box. Sie hat einen supersüßen Blick, lernt unglaublich schnell, man kann sie in den Schlaf streicheln und... hach <3
Auf der anderen Seite kläfft sie mich an wenn ich Nein sage, beisst mir in die Hände, Waden, Füsse, wenn ich sie ignoriere kläfft sie noch mehr. Ich weiss überhaupt nicht wie ich auf sowas reagieren soll. Desweiteren beginnt sie mit der Renovation vom Teppich und diversen Kabeln und ihr Hundekorb wurde auch schonmal fast zutode gebissen.
Das alles stresst mich wahnsinnig, dazu die Müdigkeit. Ist echt eine Herausforderung. Könnt ihr mir einen Tipp geben wie ich das Ankläffen in den Griff bekommen kann?
 

TanteEmma

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Dabei
20 Jan 2016
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#41
Sie ist halt noch ein Baby.... Weiß sie denn überhaupt schon, was gemeint ist, wenn du Nein sagst?
Das Beissen solltest du zumindest wenn es zu fest ist unterbinden, dass sie eine Beißhemmung aufbauen kann. Yari hat das nur ganz am Anfang gemacht, ich habe dann wirklich laut und grell geschrien, auch wenn es nicht wirklich so weh getan hat, bin aufgestanden und weggegangen... 1 oder 2x da hatte sich das Thema, am Hosenbein hing er mir genau einmal, da habe ich ihn mit dem Bein weggestubst, ihm nicht (!) wehgetan, aber schon so deutlich, dass er merkte, dass das unerwünscht ist.

Zur Zeit beißt er jetzt nur noch in die Leine, das ignoriere ich einfach, und am Ziehen an der Leine arbeiten wir natürlich noch.
 
Dabei
29 Mrz 2015
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#42
Herzlich Willkommen im Welpenwahnsinn und fühl dich gedrückt! Einfach ist die Zeit wirklich nicht und die ersten drei Wochen waren bei uns auch Ausnahmezustand. Hast du ja bereits alles gelesen ;) Sie weiß noch nicht was du von ihr willst und das Kläffen ist vermutlich Frust, würde ich aus der Ferne sagen. Gib ihr viel Nähe und mach ihr liebevoll klar, was sie nicht darf. In ein paar Tagen versteht ihr euch gegenseitig besser und ich denke dann gibt sich einiges. Wenn sie viel kaut braucht sie vielleicht mehr Kausachen. Evtl hilft auch ein Kissen O.ä. "Opfer", das sie töten kann. Es gibt hier so einige Threads die bestimmt ganz hilfreich für dich sind. Ich habe damals jedenfalls ganz viel gelesen und das hat mir sehr geholfen. Versuche dich viel hinzulegen und Schlaf nachzuholen. Lass deinen Haushalt links liegen. Mach es dir nicht zu schwer! Jogginghosen sind auch mal ganz nett...
 
Dabei
21 Jul 2013
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#43
Wenn ich das hier so lese - ich hatte echt eine einfache Welpenmaus hier ^^

Und wenn ein Welpe, dann nur wieder im Sommer!
Die ersten vier Tage bin ich in der Nacht alle 2-3 Stunden aufgestanden, schnell mit dem Wuff runter (in Schlafkleidung, im Hochsommer, egal was die Nachbarschaft sagt) und konnte weiter schlafen. Am fünften Tag hat sie Nachts auf sich aufmerksam gemacht, allgemein ging nur selten was daneben - ich bin aber auch fleißig alle 2-3 Stunden mit ihr runter.

Kaputt gemacht hat sie auch wenig. Drei Ladekabel und der Abwasserschlauch der Waschmaschine mussten dran glauben. Den Teppich habe ich von beginn in Sicherheit gebracht, Schuhe immer weg gestellt und dem Tierchen zwei bis drei Zergel zur freien Verfügung gestellt, außerdem gab es häufig noch einen Kauknochen, wenn ich die Wohnung ohne sie verlassen habe.

Natürlich treibt sie mich heute noch ab und an in den Wahnsinn, die vielen bunten Smartis im Hirn müssen halt erst noch sortiert werden ;)
 
Dabei
18 Okt 2015
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#44
Mittlerweile ist unser kleiner Aussie-Rüde 8 Monate und kurz vor der Pubertät bzw so langsam schleicht sich das ein. Die Pubertät macht mir natürlich auch ein bissel Sorge, weil ich die Welpenzeit als super anstrengend erlebt habe. Ich war ständig in Angst und Sorge was falsch zu machen (Aussies sind ja soooo schwierig), nicht die geeigneten Erziehungmittel zu finden und natürlich überfordert und gereizt. Jetzt ist es so, dass wir eine Beziehung aufgebaut haben, die sich immer mehr festigt und wir jeden Tag unsere Regeln abstecken für diese Beziehung. Viele Dinge aus der problematischen Welpenzeit sind kein Problem mehr. Und ich wünschte mir, dass hätte ich vorher schon gecheckt, dass das einfach nur die Enwicklung von Baby zum Teenager ist, dann hätte ich die Zeit vielleicht einfach genießen können. Wenn ich mir jetzt Fotos anschaue fließt mein Herz dahin, weil der so niedlich war und sooooo klein. Im Nachhinein denke ich, dass es schade ist sich soviel mit den Sorgen zu beschäftigen. Für die Pubertät habe ich mir defintiv mehr Gelassenheit vorgenommen. Mal schauen ob das klappt.
@ Marti: Ich hab meine Nervensäge, wenn er mich angebellt hat, unter den Arm geklemmt, 'Schluss' gesagt und aus dem Raum gebracht. Dann kurz in einen anderen Raum gesetzt und Tür zu, aber nur für ein paar Sekunden. Später als er etwas größer war, kam er dann auch für paar Minuten in den anderen Raum meist Flur und meist hat er sich direkt hingelegt und geschlafen - das war meistens das Überdrehen bevor die Müdigkeit ihn erwischt hat.
Und mit dem beißen und knibbeln hat er später angezeigt, dass er mal Pipi muss. Dann ist er an mir hochgesprungen und hat mich knibbelnd gestupst.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#45
".......Und ich wünschte mir, dass hätte ich vorher schon gecheckt, dass das einfach nur die Enwicklung von Baby zum Teenager ist, dann hätte ich die Zeit vielleicht einfach genießen können. Wenn ich mir jetzt Fotos anschaue fließt mein Herz dahin, weil der so niedlich war und sooooo klein. Im Nachhinein denke ich, dass es schade ist sich soviel mit den Sorgen zu beschäftigen...."

Das unterschreibe ich mal fett.
Sie werden nie wieder so klein und zauberhaft, so weich und knuddelig und vor allem nie wieder so unbedarft .
Ich finde, diese Zeit geht eh viel zu schnell vorbei, warum sich also währenddessen über die kleinen Probleme ständig einen Kopf machen, statt einfach die unzähligen schönen Momente zu genießen?!

Wisst ihr, was ich ganz besonders an Finn geliebt habe, als er klein war?
Seinen Geruch.
Den nach Baby und Milch (Boah hatte der einen Milchatem) und seinen Schluckauf .
Ich bin tagtäglich dahin geschmolzen vor Liebe :eek:

(Sorry, das mit dem Zitieren hat grade irgendwie nicht geklappt)
 
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TanteEmma

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Dabei
20 Jan 2016
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#46
Ich musste gerade sooo lachen... Das ist wie bei Menschenbabies, sagst du einer frischgebackenen Mama, mit Rändern unter den Augen, weil sie schon 7 Nächte nicht mehr geschlafen hat, dass sie die Zeit genießen soll springt sie dir auch ins Gesicht ;).

Wir haben hier mit Yari zum Glück einen einfachen Vertreter der Welpen, gestern hatte ich ihn mit zum Zahnarzt, da durfte er gleich viele liebe Hundemenschen kennen lernen, deren Herz er im Hanumdrehen zum Schmelzen brachte und gleichzeitig beweisen, dass er schon ein ganz ruhiger und lieber ist. Nachdem alles ausgiebig erkundet worden ist kag er unterm Behandlungsstuhl und schlief!
 
Dabei
29 Sep 2018
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#47
Hallo,

ich weiß, der Thread ist als, aber trotzdem: bin neu hier und gehöre eigentlich gar nicht zu euch, weil ich keinen Aussie habe, sondern einen Appenzeller, aber die beiden Rassen scheinen wirklich einiges an Wesenzügen zu teilen, deshalb war ich sehr froh, über diese Thread gestolpert zu sein, eben weil unser neuer Welpe seit 4 Wochen bei uns ist und ich das Ganze als wirklich, wirklich anstrengend empfinde, auch wenn schon vieles super klappt. Aber ein Appi ist halt auch ein Grobi, um es mal so zu sagen (kennen wir von unserem über alle Maßen geliebten Mickey, der im Juni an Nierenversagen gestorben ist. es vergeht kein Tag, an dem ich ihn nicht schmerzlichst vermisse.), sie haben einen sehr starken eigenen Willen und sind halt auch starke Tiere (der Kleine noch nicht, aber wen die Beißerei losgeht, danke, das reicht mir jetzt schon. wir kriegen es langsam besser in den Griff.).

Also danke für diesen Thread, hat mich aufgerichtet ;-)!!
 
Dabei
3 Feb 2019
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#48
Hach, direkt bin ich glücklich hier zu sein! Das tut so gut eure ganzen Sorgen und Probleme zu lesen - vom "Schreiwelpen" zum Nimmersatt und Turbohund! :-D

Levi ist ein Engel. Zerbeißt nichts außer Papier, abgesehen von einer Tapetenecke, hörte direkt auf seinen Namen und hatte direkt nach drei Tagen raus, wo sein Pipi hingehört!
ABER er findet/fand keine Ruhe! Er hütet(e) die Katze extrem, er kam selbst wenn wir lagen nicht darauf ebenfalls zu schlafen, sondern hätteTagelang durchgefeiert. Und zwar so eine harte Party, dass "Ignorieren" bedeutet hätte, dass er die Wohnung ungestellt und die Katze traunatisiert, sowie all seine Liegeplätze ruiniert hätte!
Zur Ruhe brigen per Körper ging auch nicht (volles Programm mit Zwicken, Beißen, Rauswinden, wegrennen und co.)
Und das schlimmste war, dass ich egal wo ich gefragt habe ob noch jemand verzweifelt wäre, nur hörte "Warte auf die Pubertät, wenn du es jetzt schon schlimm findest!" NA TOLL! :-D das motiviert mich ja tierisch, den hund nicht zu ertränken!

Mittlerweile (17 Wochen) ist er zu 80% Stubenrein und... *trommelwirbel* ER KOMMT ZUR RUHE! Nicht auf der Arbeit, nicht wenn mehr als eine Person Besuch da ist, nicht wenn ich häufig durch die Wohnung trampeln muss - ABER ER KOMMT ZUR RUHE UND BLEIBT IN DER RUHE!

Und darüber bin ich so erleichtert, dass mir all der Rest gar nicht mehr so schlimm erscheint :-D

(Ganz schlimm fande ich auch die Angst vor einem "durchgedrehten Poweraussie" wenn er niemals Ruhe lernen würde... Nur um das auch mal einzuwerfen!)
 

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