VDH oder ASCA: In welchem Verein züchten?

Dabei
28 Apr 2011
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#1
Hallo zusammen,

ich spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken irgendwann mal mit dem züchten anzufangen.
Gerade schaue ich nach einer Zuchtstätte für meine spätere Zuchthündin.
Dabei schaue ich sowohl nach VDH-angeschlossenen Züchtern als auch nach welchen, die nur im ASCA züchten.
Ich weiß, dass der VDH strengere Zuchtregeln und spezielle Züchterseminare ein Muss für jeden Neuzüchter sind. An sich bewegt mich das und das meine zwei Jungs beide VDH-Papiere haben, dazu auch im VDH zu züchten.
Trotzdem würde ich mal eure Meinungen dazu hören.
In welchem Verein würdet ihr züchten?
 
Dabei
27 Jun 2012
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#2
also ich finde diese Frage unheimlich schwer zu beantworten.

Wenn man im VDH züchtet, gibt man dem Käufer mehr Sicherheit, dass alles mit rechten Dingen abläuft (natürlich gibt es aber im VDH auch schwarze Schafe), aber wenn man auch ohne die Vorschriften alles "ordentlich" machen würde, spricht m.M.n. auch nichts dageben, "nur" im ASCA zu züchten. Seminare etc kann man ja auch vereinsunabhängig besuchen. Es gibt im ASCA sehr gute Züchter!
Ich würde es letzendlich davon abhängig machen, welche Richter immer auf den Shows unterwegs sind. Ich glaube im ASCA richten häufiger amerikanische Richter, die sich noch besser mit dem "Ur-Aussie" auskennen und nicht nur nach Aussehen entscheiden. Aber absolut sicher bin ich mir da gerade auch nicht.

wenn ich im VDH züchten würde, würde ich parallel aber meine Hunde auch immer noch beim ASCA registrieren lassen.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#3
Puuh, das ist wirklich eine schwierige Frage.. Ich tendiere aber auch zu Steffis Meinung, die ASCA Richter haben doch vielleicht (!!!) ein bisschen mehr Ahnung...
Wenn es geht würde ich wahrscheinlich auch beides mitnehmen :)
 
Dabei
14 Feb 2008
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#4
Zur Info: ASCA Shows dürfen nur von ASCA zugelassenen Richtern gerichtet werden,in Europa gibt es bisher nur sehr wenige davon. Die Richter müssen eine spezielle Zulassungsprozedur hinter sich bringen. Die Sache mit dem "Ur-Aussie" bezieht sich ja auf Show, und da gibt es auch sehr viele ASCA zugelassene Richter die durchaus vom Standard abweichen und eher den Showtyp bevorzugen.

Was bringt Dich denn zu dem Gedanken, züchten zu wollen? Und welcher Typ schwebt Dir dabei vor?
 
Dabei
28 Apr 2011
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#5
Danke für eure Meinungen! Ich denke da genauso. Aber es ist ja einfacher VDH-Papiere zu haben und ASCA-Papiere anzufordern als andersherum, richtig?
Dann werde ich meine Hündin im VDH suchen ;)
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#6
Also ich habe auch vor, mit Maggy zu züchten, wenn ihre Gesundheitsauswertungen alle hervorragend sind und sich ein Rüde findet...

Allerdings muss ich sagen, dass ich persönlich auf keinen Fall im Asca züchten würde. Die Auflagen sind mir einfach zu locker und man weiß als Welpenkäufer nie so recht, woran man ist. Außerdem stört es mich, dass es alles über Amerika läuft (unnötig kompliziert). Ich selbst werde im VDH (genauer: CASD) züchten, weil es mir einfach seeehr zusagt, da so strenge Auflagen zu haben. Das zeigt, dass dem Verein wirklich was an der Rasse liegt. Ich habe erst neulich einen ASCA-Rüden gesehen, dessen MDR1-Status unbekannt war, und seine Eltern waren beide NICHT getestet. Sowas finde ich schon hart.

Außerdem kann man auch vom ASCA immer noch zum VDH, nur sind viele zu faul, den Aufwand auf sich zu nehmen (und befürchten wohl auch, dass ihr Hund halt doch nicht VDH- bzw. Zucht-taglich ist).
 
Dabei
27 Jun 2012
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#7
ich glaube das problem vom ASCA zum VDH zu wechseln ist einfach, dass dein Hund dann kein Pedigree hat.
Um VDH Papiere zu kriegen, musst du deinen Hund nem Richter vorstellen, der bewertet dann am Standard, ob dein Hund reinrassig ist und wenn dies der Fall ist, kriegt dein Hund ein leeres Pedigree, bei dem nur der Rufname deines Hundes drin steht (wenn bekannt auch der zuchtname). Aber dort stehen halt keine Vorfahren drin und dann ist der hund, m.M.n., zur Zucht wertlos, weil du dann offiziell nichts über die Ahnen sagen kannst.
So habe ich das jedenfalls beim CASD nachgelesen.
 
Dabei
14 Feb 2008
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#8
Oh, ich sehe! Zu faul sind sie zu wechseln. Als wenn es am VDH auch nur irgendetwas gäbe, was einen Wechsel Wert erscheinen ließe, außer natürlich der Ersparnis, selber seinen eigen Kopf zu bemühen, ist einem ja alles schön vorgeschrieben. Das nenne ICH faul.

Und wieder ein potentieller Neuzüchter mit scheints geballter Ahnung.
 
Dabei
20 Feb 2011
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#9
ich würde eher fragen (auch wenn es jetzt böse klingt) warum wollt ihr überhaupt züchten? Ist die Hündin irgendwie besonders viel Wert und hat ein Pedigree was in Deutschland nicht so oft vorkommt? Oder sonst irgendetwas? Tut mir Leid dass es jetzt vielleicht so klingt, aber es nervt wenn jeder Besitzer meint seine Hunde müssen in die Zucht. Habt ihr euch schon mal umgesehen wieviele Welpen es im Internet gibt? Abgesehen von Züchter die tausende von Vermehrer??? Und wisst ihr dass viele Züchter(gute Züchter die Ahnung haben) auf Welpen zur Zeit sitzen bleiben. Und außer Gesundheitsauswertungen gehört auch noch mehr dazu...

Sorry aber beim sowas stehen mir echt manchmal die Haare zu Berge. Nicht jeder Hund soll in die Zucht. Egal wie hübsch er ist und wie lieb man ihn hat!
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#10
Aaahh ohwei, da hab ich was losgetreten. Ich meinte das im letzten Satz ein bisschen anders.
Maggys Papa ist im ASCA registriert, genauer im AKC. Dadurch war es möglich, dass Maggys Mama - VDH-Hund bzw. CASD - von ihm gedeckt werden konnte. So. Und das war es, worauf ich eigentlich hinaus will... Nicht vom ASCA IN den VDH sondern UNTER den FCI.

Oh, ich sehe! Zu faul sind sie zu wechseln. Als wenn es am VDH auch nur irgendetwas gäbe, was einen Wechsel Wert erscheinen ließe, außer natürlich der Ersparnis, selber seinen eigen Kopf zu bemühen, ist einem ja alles schön vorgeschrieben. Das nenne ICH faul.

Und wieder ein potentieller Neuzüchter mit scheints geballter Ahnung.
Das war ja jetzt nicht persönlich gemeint :) Nur leider sind eben vor allen Dingen die Zuchten, bei denen ich mich wundere, warum das noch "Aussie" heißt, quasi ausschließlich im ASCA. Klar ist es bewundernswert, wenn man aus eigenem Antrieb im ASCA verantwortungsbewusst züchtet, aber das machen halt doch die wenigsten. Versteh mich nicht falsch, ich finde es genauso andersherum ziemlich beknackt, dass die Richter auf Ausstellungen etc. inzwischen vor allen Dingen die "Fellmonster-Aussies" als "rassetypisch" ansehen. Ich selbst LIEBE die schlanken Arbeitslinien! Mein erster Aussie war auch aus dem ASCA und die Züchterin hat bis heute quasi null Verantwortungsbewusstsein ihren Hunden gegenüber... der Vater, der in den Papieren meines Aussie steht, IST noch nichtmal sein Vater. Ich hab einfach so viel Quark bei ASCA-Züchtern gesehen und im Gegensatz dazu so tolle Erfahrungen jetzt mit dem CASD gemacht... Wie gesagt, ich will nicht bestreiten, dass es erstklassige Zuchten unter dem Asca gibt, und auch der Genpool ist im ASCA einfach größer, aber ich persönlich (wie auch schon vorher betont) finde die strengen Auflagen im VDH besser und das ist für mich was zählt. Ich möchte ja auch, dass Welpenkäufer sich sicher fühlen und mit ihren Hunden dann "regelkonform" umgehen, bzw das Verantwortungsbewusstsein der Rasse gegenüber schon vom Verbund selbst mitbekommen und nicht nur durch ein hoffentlich verantwortungsbewusstes Umfeld...

@Schneffi:
Das stimmt, dass dann die Ahnen nicht anerkannt werden finde ich auch total blöde. Sieht in meinen Augen nach purem Konkurrenzdenken aus...
Ich dachte bei meiner Aussage vor allem an die Rüden eigentlich und weniger an die Hündinnen. Ich hab's auch schon von meiner Züchterin mitbekommen: Es ist so schwer, einen Rüden zu finden, der optisch passt, charakterlich passt, alle gängigen Gesundheitswertungen passen UND der dann auch noch keine Epi in der Linie hat. Da ist es echt immer frustrierend, wenn man erstklassige Rüden sieht, die im ASCA sind, aber die man nicht für den CASD "freigeben" möchte. Ist mir ja auch klar, dass das mit einigem Aufwand verbunden ist, aber ich persönlich würde diese Hürde auf mich nehmen, wenn ich denn schon einen epifreien gesunden Rüden habe, den ich zur Zucht zur Verfügung stellen könnte...

@Peach:
Deswegen sage ich ja... WENN alle Gesundheitsauswertungen hervorragend sind und sich ein Rüde findet. Maggy ist schon MDR N/m, wenn da jetzt noch irgendwas anderes dazukommt wird es nichts. Und auch einen Rüden zu finden ist keine so leichte Aufgabe, weil ich da auch nicht nur auf die üblichen Gesundheitsuntersuchungen gehen möchte, sondern eben auch Epi und außerdem nach dem Charakter (weil Maggy schon ein ziemlich verrücktes Huhn ist).
Ich finde allerdings das Argument "Hat der Hund suuuupertolle Vorfahren?" nicht stichhaltig, weil es eben in der Zucht nicht nur einzig und allein darum geht, die "guten" Linien fortzuführen. Der Genpool ist einfach mal verhältnismäßig klein, insofern ist es mMn ganz gut, den COI nicht unnötig dadurch hochzutreiben, dass man immer nur die gleichen Hunde mit den tollen Ahnen decken lässt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
20 Feb 2011
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#12
und was ist sie für eine Linie? Wer sind die Eltern dass sie mit ihren Pedigree frischen Blut rein bringt und COI nicht nach oben macht. Würde ich gern wissen.
Es geht nicht um super tolle Verfahren, es geht darum dass es manche Linien in Deutschland oft genug vorkommen und man muss die nicht unbedingt alle weiter mit in die gleiche Richtung entwickeln.
Ich würde jetzt auch nicht sagen Genpool ist klein. Mittlerweile kann man in Europa einiges finden von Arbeitslinien bis zu Gemischten und reine Show.

ich kann jetzt auch sagen. Hey der Vater meiner Hündin hat in Deutschland nichts gedeckt und seine Nachkommen hier beschränken sich auf ein Wurf + die Hündin aus der USA (andere Mutter) und selbst dass ist kein Kriterium um zu sagen..hey es wird gezüchtet. Ich kann ja schließlich COI unten halten (weiß gar nicht warum viele sich so daruf versteifen...) oder Genpool erweitern.

Fakt ist es kommen monatlich neue Züchter und Vermehrer dazu, Markt boomt. Es ist nichts gegen deine Maggy oder gegen andere Hunde persönlich. Sondern gegen diese Einstellung dass jeder Welpen produzieren muss.
 
Dabei
20 Feb 2011
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#13
und bezüglich ASCA und VDH, es gibt überall schwarze Schafe. Eine ewige Diskussion. Auch VDH ist nicht perfekt...
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#14
und was ist sie für eine Linie? Wer sind die Eltern dass sie mit ihren Pedigree frischen Blut rein bringt und COI nicht nach oben macht. Würde ich gern wissen.
Es geht nicht um super tolle Verfahren, es geht darum dass es manche Linien in Deutschland oft genug vorkommen und man muss die nicht unbedingt alle weiter mit in die gleiche Richtung entwickeln.
Ich würde jetzt auch nicht sagen Genpool ist klein. Mittlerweile kann man in Europa einiges finden von Arbeitslinien bis zu Gemischten und reine Show.

ich kann jetzt auch sagen. Hey der Vater meiner Hündin hat in Deutschland nichts gedeckt und seine Nachkommen hier beschränken sich auf ein Wurf + die Hündin aus der USA (andere Mutter) und selbst dass ist kein Kriterium um zu sagen..hey es wird gezüchtet. Ich kann ja schließlich COI unten halten (weiß gar nicht warum viele sich so daruf versteifen...) oder Genpool erweitern.

Fakt ist es kommen monatlich neue Züchter und Vermehrer dazu, Markt boomt. Es ist nichts gegen deine Maggy oder gegen andere Hunde persönlich. Sondern gegen diese Einstellung dass jeder Welpen produzieren muss.
Ich muss sagen, ich finde es gut, wie du denkst und auch, dass du deinen Standpunkt ruhig und sachlich deutlich machen kannst!

Dass der Genpool zumindest hier in Europa nicht der größte ist würde ich halt schon behaupten... Also klar, du hast vollkommen recht, man sieht echt alle möglichen Aussies und Linien schon allein in Europa. Aber ich denke da halt vor allem an den der Zucht verfügbaren Genpool. So viele aussies es auch gibt, so zählt für mich in den zuchtrelevanten Genpool nur ein Hund, der gesund ist und der aus epifreier Linie kommt. Ich finde es schrecklich, wie viele Leute ihre Hunde noch decken lassen (sowohl rüden als auch Hündinnen) obwohl Epi bekannt ist. Dann kommen noch andere Einschränkungen hinzu wie merle nicht mit merle. Oder auch so simple Dinge wie die Ohrengröße oder Schwanzlänge... Da schrumpft der dem verantwortungsbewussten (!) Züchter verfügbare Genpool. Und am Ende muss der Charakter der Hunde noch zusammen passen.

Ich stimme dir auch zu, dass nicht jeder auf Teufel-komm-raus züchten sollte. Wie schon gesagt, ich will nur züchten, wenn der Rest zu 100% passt... Ich hab mich ja auch schon beim Gedanken erwischt, dass es doch am Ende gar nicht sooo schlimm wäre, wenn der Rüde halt doch auch etwas aufgedreht ist, oder er recht aufrechte Ohren hat, etc, weil der Rüde mir so gefällt... Aber ich rufe mich doch immer wieder zur Vernunft. Wenn alles, wirklich ALLES passt, dann verfolge ich den Plan weiter, ansonsten halt nicht :)
 
Dabei
20 Feb 2011
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#15
Es gibt keine Epifreie Linie. Schlag dir diesen Mythos aus dem Kopf. Der derjeniger der sowas sagt ist ein Lügner und hat kein Plan. Denkst du dass Ami-Züchter wo der Vater deine Hündin kommt alles erzählen? Hier kommt nur ein Tropfen von den Infos darüber und manche Züchter hier sagen auch nicht wirklich was. Und dabei spielen mehrere Faktoren, ist ja leider noch nicht so erforscht die Krankheit. Und wieviele HSF4 Ergebnisse werden verschwiegen...tzz du willst es nicht wissen.
 
Dabei
14 Feb 2008
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#16
Was macht Dich so sicher, das Deine Hündin frei von Epi ist? Weil aktuell nichts aufgetreten oder bekannt ist? Allgemein wird die Ansicht vertreten, dass es keine epifreien Linien mehr gibt. Nach dieser Ansicht kann Epi aufgrund des bisher unbekannten Erbgangs jederzeit in jeder Linie auftreten. Leider werden Informationen bzgl. Epi ja gerne unter den Tisch gekehrt. Selbst auf der EpiGen Liste sind die Angaben auf freiwilliger Basis und damit absolut unvollständig.

Dein Zuchtziel habe ich bisher nichtverstanden!
 
Dabei
16 Mrz 2010
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#17
Leider leben wir grad in einer Zeit, wo die "Neu-Aussie-Züchter" wie Pilze aus dem Boden schießen...jeder Hinz und Kunz meint, weil er so tolle Hunde hat, müssen die sich unbedingt fortpflanzen.
Der Markt ist übersättigt mit Aussies, jede Menge Vermehrer und gute Züchter bekommen ihre Welpen nicht verkauft...echt schlimm.

Meine persönliche Meinung: es gibt schon fast zuviele Aussie-Züchter in Deutschland! Jeder, der die Szene kennt, weiß, dass sie sich in den letzten Jahren zum Haifischbecken entwickelt hat, das Konkurrenzdenken ist riesig und man gönnt sich nicht das Schwarze unterm Fingernagel...ganz zu schweigen von Lügen, Betrügen und Verleumdungen, Gerüchte in die Welt setzen etc. das ist nix für Leute mit schwachen Nerven ;)

Ob CASD oder ASCA...es gibt da und dort Vor-und Nachteile, kommt immer darauf an, unter welchen Gesichtspunkten man es betrachtet, zu-bzw. abraten kann man definitiv nicht!
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#18
Ich weiß, dass es sehr wahrscheinlich keinen Hund gibt, der NIRGENDWO in seinen Vorfahren Epi hat.
Wenn es aber Hunde gibt, in deren Nachkommen keine Epifälle bekannt geworden sind kann man zumindest diese "Linie" weiterverfolgen.
Was ich aber weiß ist, dass meine Züchterin für sich großen Wert auf Epi legt und mir bisher schon von mehreren Rüden abgeraten hat, weil deren Onkels oder Halbgeschwister Epi weitervererbt haben. Insofern gehe ich bei ihr davon aus, dass sie mir genauso sagen würde, wenn bei Maggy oder ihren Eltern der begründete Verdacht besteht, dass Epi mit im Spiel ist...

Letztlich kann ich nicht für die Allgemeinheit der Züchter sprechen sondern nur für das, was mir selbst vorschwebt. Und ich weiß AUCH, dass ich noch ganz am Anfang stehe und noch viel zu lernen habe in der Hinsicht, aber ich finde es im Gegenzug etwas schade, dass erstmal grundlegend gegen potenzielle Neuzüchter argumentiert wird. Mir geht es in erster Linie darum, dass potenzielle Nachfahren meines Hundes psychisch und physisch gesund und ausgeglichen sind, und wenn ich irgendwann etwas in Erfahrung bringe, was eines der beiden Dinge ausschließen würde, dann würde ich damit diesen Plan verwerfen. Maggy ist noch so jung und hat noch so viel Zeit, ich habe noch nicht wirklich nennenswerte Gesundheitsauswertungen (von MDR1 abgesehen) und somit ist das alles noch keineswegs fix. Ich möchte nur nicht dem allgemeinen "Fang gar nicht erst an, eine neue Zucht aufzumachen, denn es gibt eh schon so viele" zustimmen. Es gibt so viele, ja, und nur die wenigsten machen sich überhaupt Gedanken, ob es nicht vernünftiger wäre, unter strengen Auflagen und mit viel Verantwortung zu züchten. Insofern finde ich, dass man Natalie diese Idee nicht grundlegend ausreden sollte, sondern viel eher unterstützen sollte, dass sie sich überhaupt Gedanken macht und nicht einfach drauflos vermehrt.

Edit:
Hui, das Forum spinnt gerade irgendwie ein bisschen bei mir... :O
Was ich noch sagen wollte: Zumindest bei mir hängt es auch sehr davon ab, ob ich überhaupt im Vorfeld Interessenten finden kann, sollte der Rest passen. Mir ist klar, dass man IMMER auf seinen Welpen sitzenbleiben kann und dass eine mündliche Zusage bei weitem keine Sicherheit gibt, und auch ein Vorvertrag leider auch nicht schützt. Nur will ich wie gesagt WENN (wenn wenn wenn) ich überhaupt irgendwann züchten sollte die besten Gegebeneheiten schaffen wie nur irgendwie möglich... Aber ja, wie gesagt: Hat alles noch mindestens 2 Jahre Zeit, insofern nützt es jetzt auch nichts, sich weiter drüber auszulassen :D
 
Dabei
16 Mrz 2010
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#19
Ich bin sicher die Letzte, die Leute von ihrem "Zuchtgedanken" abbringen will ;) aber ein bisschen weniger rosarote Brille würd ich mir schon wünschen...wissen, worauf man sich einlässt und nicht nur verklärte, romantische Wunschvorstellungen!
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#20
Hmm das versteh ich gut... Ja, wie schon gesagt hab ich ja leider auch schon die Erfahrung gemacht, dass eine Züchterin das (zumindest augenscheinlich) doch eher für's Geld machte. Ein bisschen Prägung war dabei, aber nur soweit, wie es sich in den Rahmen ihres Alltags quetschen ließ, mal so am Rande... da hatte ich Glück, dann ein Riesen-Welpen-Prägungsprogramm von meiner Tante aufgedrückt bekommen zu haben, sonst hätte das blöd enden können mit dem Hund.

Ich find's auch unglaublich schwer das richtig einzuschätzen. Klar, man weiß so die "Eckdaten"; dass man mindestens 10 Wochen freie Zeit mitbringen sollte, die fast konstante Überwachung wegen Gewicht und gesundheitlicher Entwicklung, die PRÄGUNG, das Beobachten der Hunde... und dann alles nicht nur einmal, sondern gut und gerne gleich zehnfach! Und zu viel Aufmerksamkeit darf man dann ja auch nicht schenken, weil es sonst kleine Terroristen werden (das Problem hat meine Tante gerade mit ihrem enorm gut geprägten Welpen, der allerdings auch beim kleinsten Quietsch gleich bemuttert wurde)... Es ist eine Mammutsaufgabe, das glaube ich auch. Und dann gibt's ja manchmal auch Schicksalsschläge, wenn ein Welpe eben wirklich unheilbar krank ist, etc... hachja.

naja ja, ich kann mir denken, dass das quasi jeder von sich behauptet, aber ich versuche schon, da sachlich ranzugehen... und zumindest bei mir ist das wie gesagt noch nicht in Stein gemeißelt. Es ist halt immer schwer über Foren, und deswegen finde ich so pauschalisierte Aussagen halt blöd. Keiner hier weiß, wie genau Natalie da rangehen möchte. Klar ist so ein bisschen "Verantwortungsbewusstsein sähen" nicht schlecht! Aber es kommt halt schnell extremer rüber als es eigentlich ist, nämlich dass jeder Neuzüchter einen riesenfehler beginnt...
 
Dabei
14 Feb 2008
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#21
Jeder Neuzüchter, ob potenziell oder real, ist derzeit einer zu viel. Beschäftige Dich erstmal in Ruhe mit der Historie der Rasse und steige tiefer in die Materie und auch in die Szene ein. Vielleicht schreckt das ja ab (die Hoffnung stirbt halt zuletzt). Es werden zur Zeit genug Aussies für die Tierheime produziert. Wischiwaschi Aussie, denen die grundlegenden Eigenschaften ausgetrieben werden.

Dein Zuchtziel ist mir noch immer ein Rätsel. Gesundheitliche Auswertungen und charakterliche Eigenschaften sind nur ein kleiner Teil des züchterischen Gedankenguts. Dafür gibt es genug andere Rassen und man muss sich nicht daran beteiligen, dem Aussie den Garaus zu machen.
 
Dabei
16 Mrz 2010
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#22
Im Prinzip seid ihr, die ihr euch mit Zuchtgedanken tragt, beide noch "Aussieneulinge" (wenn ich mir mal das Alter eurer Hunde betrachte ;)) und ich stimme Georg absolut zu.
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#23
Georg, um ehrlich zu sein finde ich einfach deine Argumentation ein bisschen zu radikalisierend.
Ich muss mich hier zu nichts äußern und bisher ist es auch Quatsch, mir überhaupt ein genaues Zuchtziel zu überlegen wenn ich noch nichtmal weiß, OB ich überhaupt jemals züchten werde. Die Dinge, die ich jetzt genannt habe, sind die Grundlagen, die für mich da sein müssen.

Ich weiß ja nicht, welche schlechten Erfahrungen dich da so treiben... aber ich kann dir versichern, dass man als "potenzieller Neuzüchter" deine Beiträge aufgrund ihrer puren Abneigung/Skepsis eher überspringt als wirklich ernst nimmt. Das mein ich nicht böse, ich denke nur, dass du ja wahrscheinlich auch deine Gründe hast, so zu denken. Und wenn du wirklich was bewegen möchtest dann solltest du auf Verständnis bauen und nicht auf "ich wettere so lange gegen jemanden an bis er aufgibt", denn der Fall tritt halt in einem Forum so gut wie nie ein :/
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#25
Weiß ich nicht.. aber ich finde auch nicht, dass das WER irgendwas mit dem Thema zu tun hat...

Wie gesagt, ich nenne jetzt keine Namen, aber meine Erst-Züchterin hat auch "einen Namen", wie man so schön sagt, und ihr Zuchtverhalten finde ich unter aller Sau. Wie renommiert ein Züchter ist sagt nichts darüber aus, wie richtig oder falsch seine Gedanken oder sein Handeln sind.
(Und ich mein jetzt nicht, dass Georg irgendwie falsch denkt oder falsches tut oder so, nur generell :) )

Wie gesagt, ich bin mir ja auch ziemlich sicher, dass er Gründe hat, so zu denken, wie er denkt, und dass er es nicht nur so zum Spaß blöd findet, wenn sich "jeder dahergelaufene" überlegt zu züchten! Ich finde nur seine Herangehensweise an so ein heikles Thema nicht gut, speziell weil ihm das Thema wichtig zu sein scheint!
 
Dabei
25 Okt 2010
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#26
Was ich aber weiß ist, dass meine Züchterin für sich großen Wert auf Epi legt und mir bisher schon von mehreren Rüden abgeraten hat, weil deren Onkels oder Halbgeschwister Epi weitervererbt haben. Insofern gehe ich bei ihr davon aus, dass sie mir genauso sagen würde, wenn bei Maggy oder ihren Eltern der begründete Verdacht besteht, dass Epi mit im Spiel ist...
Diesbezüglich kann ich dir nur empfehlen, dass du dich auch selbst auf die Suche machst. So eine Recherche ist nicht einfach und braucht unmengen an Zeit und ständiges Vergleichen und durchschauen von Pedigrees. Ein Anfang sind entsprechende Listen, das anlegen eigener Datenbanken und Ashgi Analyse.
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#27
Danke für den Hinweis, Josi... ich halte eh immer schon ein bisschen die Augen und Ohren offen, soweit es geht, und werde dann bei positivem Ausgang der ganzen anderen Untersuchungen auch meine Züchterin fragen.

Ich möchte aber nur nochmal betonen, dass ich selbst eh noch nicht weiß, ob ich wirklich züchten werde. Nur auch als Beruhigung für all die, denen es jetzt schon wieder vor der ganzen Thematik graut :) Glaubt mir, ich finde auch, dass nicht jeder einfach draufloszüchten sollte, und ich glaube auch, dass selbst ein gesunder Hund nicht unbedingt in die Zucht muss. Eins nach dem anderen. So ganz 100% überzeugt bin ich auch noch nicht, da hängt wie gesagt noch zu viel Wenn und Aber dran (über biologische Faktoren bis hin zu finanziellem)...

Ist mir einfach wichtig, dass ich jetzt nicht als "Ohhhh meiN hundi muss unbedingt Kinder kriegen!" dastehe, weil ich mich hier auch echt wohlfühle :)
 
Dabei
12 Jul 2012
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#28
und bezüglich ASCA und VDH, es gibt überall schwarze Schafe. Eine ewige Diskussion. Auch VDH ist nicht perfekt...
dem stimme ich zu. ich hab ja jetzt viel nach einem welpen gesucht und bin letztendlich bei einem ASCA züchter hängen geblieben. Dort wird nämlich mit zwei! Gengetesteten Hunden gezüchtet - hab jetzt imVDH viele gefunden wo zb die Mutter MDR -/- ist und das geht GAR NICHT! Früher dachte ich immer, oh, es muß ein VDH hund sein - die sind klasse. von der meinung bin ich schon seit langem ab -
 
Dabei
25 Sep 2012
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#29
Meines Wissens nach gibt aber noch andere Aspekte . Aussies sind Arbeiter, sollten ausgelastet , sportlich geführt werden.

Was liegt näher als Hundesport zu betreiben. Aussies sind besonders fleißig und damit gut bei der Arbeit, da kommt man schnell dahin Turniere nicht nur zu besuchen sondern auch zu gewinnen.

Die Turniere werden von VDH Vereinen veranstaltet. Ein Ascaaussie ist da ein Mischling.

Dh. Du könntest zB nicht an einer Deutschen Meisterschafftf teilnehmen.

Auch kann es sein das du bei der Turnier-Anmeldung gegenüber einem VDH Mitglied benachteiligt wirst.

Der VDH ist im FCI...der ASCA nicht


Ich würd gern wissen warum der nicht im FCI ist !

Gruss
Jenny
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#30
Also ich habe allerdings auch schon einige Hunde gesehen, die im ASCA UND AKC war. Der AKC wiederum ist FCI-anerkannt und quasi das amerikanische Gegenstück zum VDH, wenn man von den FCI-anerkannten spricht.
Und stimmt, man sollte letztlich auch daran denken, was die Welpenkäufer dann für Absichten haben. Wie gesagt, ich persönlich finde es auch in praktischer Hinsicht besser, im VDH zu sein - wenn man da mal Fragen hat oder Informationen möchte ist es schon einfacher. Letztlich könnte ich mich auch auf englisch verständigen, aber es kann halt doch nicht jeder so gut Englisch, dass man gleich exakte Informationen anfragen, geschweige denn die Antworten verstehen könnte...

Für diese ganzen Vereins-Angelegenheiten finde ich die Übersicht dazu bei den Edoras Aussies immer ganz praktisch... siehe hier
 

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