Welpe ist eifersüchtig auf Ersthund

Dabei
30 Dez 2021
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#1
Hallo, ich bin noch ganz neu hier, auch im Halten von zwei Hunden und unser Welpe ist unser erster Aussie.

Kurz zu uns: Wir sind seit knapp vier Wochen stolze Besitzer einer Aussie/Border-Mix Hündin (3/4 Aussie, 1/4 Border). Frieda ist jetzt knapp 13 Wochen alt. Außerdem lebt bei uns ein kastrierter 10-jähriger sehr gutmütiger Beagle-Rüde, auch ihn hatten wir bereits als Welpen.

Wir haben Frieda und Horst (der Beagle) auf neutralem Boden bekannt gemacht, dann durfte Frieda in aller Ruhe ihr neues Heim allein abschnüffeln, erst dann kam Horst dazu. Das klappte auch sehr gut, die erste Stunde hat Horst zwar durch "Aufreiten" klar machen wollen, wer der Boss ist, danach war aber gut. Am nächsten Tag haben sich die beiden bereits friedlich beschnüffelt und sogar das erste Mal freiwillig ein Kissen geteilt. (es gibt mehrere Schlaf-/Liegeplätze für die Hunde). Soweit also alles gut, die Hunde verstehen sich, Frieda geht zwar des öfteren aud Horst los und zwickt ihn in den Schwanz, aber ich denke, das ist eher eine normale Spielaufforderung eines jungen Hundes. Horst lässt das meist gutmütig über sich ergehen, wenn es ihm zu bunt wird, bellt er sie an und meistens geht er dann, wenn sie nicht aufgibt, da ist er leider viel zu gutmütig, so dass wir da eher ihn in Schutz nehmen und Frieda rausnehmen. Das sehe ich allerdings alles nicht als Problem an, sondern als normales Verhalten, keiner der Hunde wird boshaft dabei und ich denke, sie mögen sich auch, schlafen ja auch oft in einem Kissen.

Wo ich ein Problem sehe, ist die Eifersucht. Allerdings nicht vom Großen, der hat überhaupt kein Problem, wenn wir nur mit Frieda kuscheln oder mit ihr spielen, meist schaut er nur zu, der hat keinen Bock mehr zum spielen. Er bekommt genauso oft seine Zuwendungen wie vorher auch. Allerdings hat genau DAMIT offenbar Frieda ein Problem. Sie kann das irgendwie nicht ertragen, wenn wir uns mit Horst beschäftigen. Selbst wenn z. B. mein Mann mit ihr spielt, kuschelt oder was auch immer - wende ich mich Horst zu, will sie sofort dazu und versucht ihn wegzudrängen. Auch wenn ich mit beiden Hunden z. B. die Treppe hochgehe, will Frieda immer die erste sein und stellt sich Horst in den Weg damit er nicht durchkommt. Der lässt sich das alles gefallen. Wenn ich beide Hunde gleichzeitig streichel (einer rechts, einer links) ist das für Horst überhaupt kein Problem, nur Frieda beginnt in kürzester Zeit an Horst heranzukommen und ihn wegzudrängen, meist geht er dann freiwillig. Allerdings gehe auch ich dann und mache nicht mit Frieda allein weiter, sie soll ja nicht lernen, dass das zum Erfolg führt. Wir haben sie bislang nicht damit durchkommen lassen, sie auch schon sanft weggeschoben. Bislang hat das allerdings nichts geändert.

Machen wir irgendwas falsch oder interpretieren wir das falsch? Mit Hüteverhalten von Frieda kann das doch nicht zusammenhängen, oder etwa doch? Mir ist es einfach wichtig, dass es hier eine klare Rangordnung unter den Hunden gibt. Entweder hat der alte Rüde den ersten Rang oder meintwegen beide gleich - sofern sowas unter Hunden möglich ist. Aber nicht Frieda als "Rudelführer". Denn ich befürchte, dass spätestens, wenn Frieda ausgewachsen ist, der Spaß da aufhört, gerade weil Horst viel zu gutmütig ist. Das möchten wir daher möglichst frühzeitig unterbinden.

Jetzt habe ich euch ziemlich zugetextet, sorry. Ich hoffe, ich bekomme trotzdem ein paar nützliche Tipps.

Sonst läuft es auch alles gut. Klar, Frieda ist ein sehr lebhafter Welpe und muss noch Ruhe lernen, aber auch das klappt schon. Und sie ist ja noch jung, wir sind da sehr geduldig und erwarten keine Wunder.

Liebe Grüße, Nicky
 
Dabei
8 Jul 2017
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#2
Hallo,

vermutlich ist das alles ein Prozess den sie lernen muss. ich glaube ich würde die Sache in Schwanz beißen schon nicht zulassen. Die Senioren sind da einfach manchmal auch selber nicht mehr in der Lage. Hatte auch einen sehr gutmütigen Althund, oft muss man als Mensch da einfach viel schneller eingreifen als man so meint.
Jeder Hund hat seine Qualitätszeit und fertig, die würde ich dem Althund gönnen und mir auch überhaupt kein Kopf machen was der Knirps da so meint. Geduldig aber es muss dann schon klar rüberkommen, dass der Senior Rechte hat.

So wäre zumindest meine Vorstellung als nichtprofi
 
Dabei
7 Sep 2012
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#3
Machen wir irgendwas falsch oder interpretieren wir das falsch? Mit Hüteverhalten von Frieda kann das doch nicht zusammenhängen, oder etwa doch? Mir ist es einfach wichtig, dass es hier eine klare Rangordnung unter den Hunden gibt. Entweder hat der alte Rüde den ersten Rang oder meintwegen beide gleich - sofern sowas unter Hunden möglich ist. Aber nicht Frieda als "Rudelführer". Denn ich befürchte, dass spätestens, wenn Frieda ausgewachsen ist, der Spaß da aufhört, gerade weil Horst viel zu gutmütig ist. Das möchten wir daher möglichst frühzeitig unterbinden.
"Hüteverhalten" zeigt sich am Vieh, sonst nicht. Und nun ja, Eifersucht hat ja nun mal mit Hüten rein gar nichts zu tun. Was Dir wichtig ist, muss allerdings den Hunde absolut nicht wichtig sein. Die Frage ist, warum Du hier etwas festlegen willst, was Angelegenheit der Hunde ist? Wenn ich das so lese, würde ich doch mal ein gutes Buch zum Thema Hundeverhalten empfehlen, um hier so ein wenig Grundkenntnisse zu erlangen. Denn was so überhaupt nicht funktionieren wird, ist, wenn DU die Rangfolge festlegen wirst. Und warum sollte Frieda nicht die Rudelleitung übernehmen? Es gibt Hunde, die froh sind, wenn sie diese Verantwortung nicht tragen müssen u. andere wiederum, sind die geborenen Rudelführer.

Sie kann das irgendwie nicht ertragen, wenn wir uns mit Horst beschäftigen. Selbst wenn z. B. mein Mann mit ihr spielt, kuschelt oder was auch immer - wende ich mich Horst zu, will sie sofort dazu und versucht ihn wegzudrängen.
Hier ist es Deine Aufgabe das zu managen und ihr klarzumachen, das das nicht geduldet wird, das DU entscheidest wann wer welche Aufmerksamkeit bekommt.

Allerdings gehe auch ich dann und mache nicht mit Frieda allein weiter, sie soll ja nicht lernen, dass das zum Erfolg führt. Wir haben sie bislang nicht damit durchkommen lassen, sie auch schon sanft weggeschoben. Bislang hat das allerdings nichts geändert.
Indem man das Verhalten dann ignoriert, wird sie nicht lernen, das ihr Verhalten unerwünscht ist, das sollte man in dem Fall dann schon unmittelbar im Zusammenhang unterbinden, sie z.B. daran hindern, sich dazwischen zu drängen (u. zwar schon im Ansatz) u. dafür loben (!) wenn sie es unterläßt.

Frieda geht zwar des öfteren aud Horst los und zwickt ihn in den Schwanz, aber ich denke, das ist eher eine normale Spielaufforderung eines jungen Hundes.
Auch hier sollte man als Halter den Unterschied erkennen, ob es sich um eine tolerierbare Spielaufforderung handelt oder ob das ganze zu grob wird. Eindeutig anzeigen wird Dir das Horst u. seine Reaktion darauf. Oft muss man junge Hunde ein wenig bremsen u. sie sind zu übermütig u. alte Hunde gehen da eher in die innere Resignation u. lassen es über sich ergehen. Nicht jeder ältere Hund setzt einem jüngeren Grenzen u. so wie sich das bislang durchliest, ist Horst wohl eher nicht der Typ, der ein P davor macht, wenn es ihm zu viel wird.

die erste Stunde hat Horst zwar durch "Aufreiten" klar machen wollen, wer der Boss ist,
In dem Fall glaube ich fast eher, das Horst mit seinem Verhalten Stress abbauen wollte.
 

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