Aussie als schutzhund ???

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19 Aug 2011
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Ohhh das hört sich interessant an :)
Also mit dem Labbi :)
Einen Chi habe ich beim SD ja schon mal gesehen (nicht das Video von oben, es war ein anderer Chi, aber wie Gott es so will, finde ich das Video nicht mehr :rolleyes:).
Stimmt DSH sind wirklich hochtriebig, Biko ist da noch nicht sooo, wir arbeiten an dem Trieb, es werden unheimlich viele Zerrspiele gemacht, aktuell noch mit seinem heiß geliebten Tau, da merkt man auch schon einen unterschied.
Ich hatte das Tau einmal vergessen mit zum HuPla zu nehmen, da hatte ich nur seinen Ball mit dabei und damit wollte er bei weitem nicht so triebig werden wie mit seinem Tau (zumindest nicht so triebig wie er aktuell sein kann).
Mit dem Tau darf er vom Platz gehen, er trägt es bis zu den Boxen, wenn er die sieht, lässt er das Tau freiwillig los, da er nicht gerne in die Box geht :rolleyes:

Aber pssst.... Altdeutsche Schäferhund gibt es nicht ;)
Es gibt nur den Deutschen Schäferhund Langstockhaar ;)
Altdeutsch ist einfach nur rein umgangssprächlich und hat sich in der Zeit wie die LSTH nicht anerkannt waren, in den Köpfen eingebrannt ;)
Altdeutsch sind auch nicht die jenigen die noch einen geraden Rücken haben, das sind "lediglich" die Hunde aus der Leistungszucht ;)
 

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Berliner Schnauze
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@Glöckchen: Das Kommando "Aus" gibt es im Schutzdienst sehr wohl. Immer dann, wenn der Helfer stehen bleibt und nicht mehr mit dem Hund kämpft. In dieser Phase soll der Hund sofort loslassen und wieder anfangen den Helfer zu stellen und verbellen. Gebissen wird auch erst, sobald der Ärmel hochgenommen wird oder der Helfer sich vom Hund wegbewegt. Das ist dann auch die Herausforderung an Hund und Hundeführer: solange der Helfer nicht aktiv wird, darf der Hund maximal bellen, in der Prüfung darf er den Helfer beim Bellen nicht berühren und auch nicht anderweitig belästigen (in dem Video, dass ich gepostet hatte, macht es der Schäferhund perfekt).
Auch ein Grund, warum beim Schd gern gebrüllt wird. Der Hund muss den Hundeführer auch auf Distanz ernst nehmen. Wenn du es schaffst, bei Zimmerlautstärke ihn bei hohem Trieb noch zu kontrollieren - auch gut. Aber viele Hundeführer müssen auch über die Lautstärke die eigene Sicherheit zeigen, ist wohl einfach auch so bei uns Menschen. Eine unserer Trainerinnen ist bei ihren Prüfungen auch so in dieser selbstbestimmten Masche, dass sie auch die Helfer anbrüllt. Als sie bei der letzten Prüfung "HELFER, TRETEN SIE RAUS" brüllte, mussten wir Zuschauer uns schon arg zusammenreißen, damit wir nicht lachen xD

@ShellingFord: Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, in Ostdeutschland werden diese DSHs eher "altdeutsch" genannt. Vielleicht auch, um sich nach der Wende besser von den westdeutschen absetzen zu können. Immerhin gab es zwischen den verschiedenen Zuchtlinien da auch viele Unstimmigkeiten, bzw. war die ostdeutsche Zucht so gut wie HD-frei.
Hier mal die Seite von unseren Züchtern aus dem Verein. Deren Hunde machen alle VPG und bisher auch alle mit Erfolg:

http://www.vombuchholzerwald.de/
 

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Berliner Schnauze
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Was die Polizeiarbeit angeht, muss ich sagen, dass ich eigentlich ein Fan von den Hundestaffeln bin. Allein ein Hund bei der Streife ist schon eine enorme Arbeitserleichterung. Es gibt so eine amerikanische Serie, die real Streifenpolizisten mit einem Mali zeigt. Dort wird der Hund eingesetzt, um Flüchtige Verbrecher zu stellen. Dieser Hund ist so ausgebildet, dass er sein Opfer greift und hält, aber auf Kommando auch sofort loslässt. Trick dabei ist, dass der Hund nur hält, solange sich das Opfer nicht wehrt, außerdem wird der Hund auch wirklich erst losgelassen, wenn es für die Polizisten keine Möglichkeit gibt den Flüchtigen einzuholen oder in der jeweiligen Umgebung auch sicher zu stellen.
Immerhin sollte auch ein Polizeihund nicht zu weit weg von seinen Hundeführern arbeiten und die müssten schnell genug zur Stelle sein, bevor das Opfer den Hund dazu überredet, loszulassen.
 
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19 Aug 2011
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Das die Langhaar weiterhin als "altdeutsch" bezeichnet werden ist nicht selten, auch die Züchterin für welche ich Biko Ausbilde, bezeichnet ihre DSH als "altdeutsch", es ist einfach ne "kleinigkeit" und hat weniger was mit west und ost zu tun ;)
Wenn spezielle Hunde aus dem Osten kommen wird immer mit "DDR-Linie" geworben um sich als Züchter abzuheben, aber die wiederum sind nichts anderes als DSH mit geradem Rücken (aber nicht alle mit geradem Rücken nennen sich DDR-Linie man muss schon noch verfolgen können, dass die Vorfahren wirklich noch aus der DDR-Linie stammen, aber heut zu tage eben nichts anderes mehr als die mit geradem Rücken ;)).
Und wenn mit DDR-Linie geworben wird, sind es in der Regel die SH aber eben aus der LZ, wobei es natürlich auch LSTH aus der DDR-Linie gibt ;)
 
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9 Feb 2011
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Das Video ist wirklich sehr interessant :)
Das mit dem Stock fand ich immer sehr krass, ber in der SloMo sieht man ja sehr gut, dass der den nicht berührt :)
Und als der Hund vor dem Typen ohne Ärmel stand und so irritiert war, sah das echt sehr süß :D

Die einzigen Zweifel habe ich noch, wenn der Hund eben NICHT so toll und gut ausgebildet wurde
Das liegt dann aber natürlich nicht am Sport an sich sondern nur an der Art, wie es gemacht wurde..
 

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@Mitch: Ich glaube aber, dass man mit jedem Sport, der nicht gewissenhaft betrieben wird, einen Hund zu extremen Verhalten treiben kann. Ich denke ja auch, dass wenn ich meinen Hund mit Agi oder so überfordern würde und zu schnell ihm zu viel Freiraum gebe, ohne dabei auf Unterordnung zu achten, er sein nervöses Verhalten wieder steigern würde. Grundsätzlich kann die falsche Methode jeden Hund kaputt machen und ich weiß halt bei meinem, dass er tendenziell eher der Angstbeißer ist. Nicht, dass er je gegen einen Menschen geschnappt hätte, aber die Anlagen sind sichtbar und ich arbeite auch dagegen an.

Generell glaube ich aber auch nicht, dass falsch betriebener Schutzdienst schlimmer ist als falsch betriebenes Obedience. Durch zuviel Druck und vielleicht auch körperliche Misshandlung kann jeder Hund zur Zeitbombe werden.
 
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3 Nov 2014
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auch das hier buddel ich mal wieder aus :)

wir versuchen uns grade im IPO, die UO klappt natürlich gut, im SD war sie erst 2x aber auch hier hat sie sich gutgezeigt. Ella ist aber auch durch und durch ein Powerpaket
 

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Meine Neuigkeiten zum Thema:

Wenn man einen ordentlichen Helfer hat, der sowohl hohen kynologischen Sachverstand hat, als auch ein bisschen Ahnung von verschiedenen Rassen, dann kann SD eine perfekte Auslastung für den Aussie sein.
Meiner kann hier selbstständig gegen den Helfer arbeiten, Lösungen finden um sich durchzusetzen, treiben, stellen, etc. Konditioniert wird dabei nur über den Beutegriff, der zwar erlernt werden muss, aber bei richtiger Anwendung einfach super effektiv ist.

Hat man den falschen Helfer, der den triebigen Hund ohne Sinn und Verstand einfach nur hochdreht, muss man sich auch nicht wundern, wenn er dann mal woanders hinbeißt, als in den Ärmel. Das hab ich auch bei meinem Hund sehen müssen und habe viel daraus gelernt. Mittlerweile hat er einen Beutegriff vom feinsten, wo sich so einige Gebrauchshunde noch was abschauen können und dabei großes Vertrauen in den Helfer und in mich. Das macht den Sport für uns letztendlich auch so attraktiv: der durchgeknallte Hund arbeitet konzentriert aber hochaktiv, lernt dabei Durchsetzungsvermögen, Selbstsicherheit und Eigeninitiative, ohne dass es dafür großartige Ersatzhandlungen gibt. Meines Erachtens gehört der SD zu den wenigen Sportarten, wo direkt über den Trieb gearbeitet wird und nicht der Trieb zum Erlernen anderer Handlungen eingesetzt wird. Für einen beutetriebigen Hund ist sowas sehr befriedigend.
 
Dabei
19 Aug 2011
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Gäbe es hier die Möglichkeit, würde ich deinen Beitrag direkt liken :D

Es ist aber nicht nur beim aussie wichtig, einen richtigen helfen zu haben, auch beim dsh, mali, rotti, Schnauzer und sonst noch welche rassen die dafür bekannt sind (oder auch unbekannt), sind bei einem Helfer mit verstand besser aufgehoben.

Das war auch der grund, warum ich mit dem sport aufgehört habe, ich habe hier einfach nicht den richtigen Helfer für mich und meinen Hund finden können, dabei ist der sport so genial wie beeindruckend.
Hätte ich die Möglichkeit, würde ich sofort mit sd wieder anfangen.
 
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14 Mai 2012
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Meine Einstellung zum SD hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Von anfänglich sehr liberal und offen muss ich mittlerweile sagen, dass ich mich immer wieder frage, wenn ich von Hunden höre oder lese, die im SD geführt werden und denen dann "plötzlich und ohne Vorwarnung" die Sicherung durchbrannte...ob es das wirklich wert war :confused: Ist es wirklich notwendig das Risiko einzugehen, dass mein eigener Hund mich möglicherweise eines Tages selbst angreift, weil der Schalter in einer brenzligen Situation fliegt, oder ein Kind beißt, das einfach dummerweise eine falsche Bewegung gemacht hat...nur weil der SD, wenn alles gut geht, ein aufregender und beeindruckender Hundepsort ist? Ich habe mittlerweile einfach zu viele Hunde kennen gelernt, die zu tickenden Zeitbomben gemacht wurde, sei es jetzt weil der Helfer inkompetent war, oder der Halter, oder der Hund nicht geeignet, oder was auch immer...das steht doch niemals im Verhältnis...
Es gibt doch so viele schöne, spannende und erfüllende Möglichkeiten seinen Hund körperlich und geistig auszulasten, warum muss es dann gerade etwas so fehleranfälliges und potentiell gefährliches sein?
 
Dabei
15 Mai 2012
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Ob der Aussie generell passend oder unpassend ist kann ich nicht beurteilen :). Ich kann nur sagen dass meiner absolut ungeeignet wäre, zum Einen trifft er sehr gerne selber entscheidungen und bietet in unterschiedlichen Situationen auch gern bereits gelerntes an, nicht immer passend :D. Zum Anderen würde seine Welt wohl ins Wanken geraten und damit würde ich etwas verstärken und ausbauen was uns beiden nicht gefällt.

Zum SD (unabhängig welche Rasse) weiterhin kann ich partout nicht verstehen, was dahinter sportlich sein soll :D. Was ist sportlich daran einen Hund auf den Ärmel eines Helfers oder was auch immer heiß zu machen?
Wieso also dieser Sport? Und wieso möchte man als Privatmensch, der ansonsten seinen Hund als Freund und Partner hat, so eine Ausbildung machen? Wäre echt super wenn mich da jemand mal aufklären könnte, ich Komm selbst nicht auf die Erklärung :D.
 
Dabei
15 Mai 2014
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Mich hat einmal ein ca. 50kg Hund, von dem ich wusste, dass er SD macht, gestellt. Ist schon ein paar Jahre her. Ich saß auf einem Baumstamm und der Hund stand etwa 1m vor mir, steif, nach vorne gelehnt, mich fixierend und hat leise geknurrt. Die Besitzer gingen in aller Ruhe 20m entfernt spazieren und merkten gar nichts. Ich habe mich weder getraut, mich zu bewegen, noch einen Mucks von mir zu geben, auch weil ich wusste, dass der Hund im SD aktiv ist. Und ein 50kg Hund ist nicht so ohne. Irgendwann kamen die Besitzer dann auch mal auf die Idee, ihren Hund abzurufen. Fand ich gar nicht prickelnd.
Ich glaube, dass duch eine SD-Ausbildung die Hemmschwelle beim Hund, auch mal gegen Menschen vorzugehen, gesenkt werden kann. Bei richtig gut ausgebildeten Hunden wird in der Regel natürlich nichts passieren, aber was ist mit den anderen? Was ist mit den Hunden von den Menschen, die ihren Hund trotz Ausbildung immer noch nicht richtig lesen können?
Es gibt auch noch genug andere Möglichkeiten, einen Hund gut zu erziehen und artgerecht auszulasten und ich glaube nicht, dass ein schlecht ausgebildeter Hund, der Obedience macht, in der Regel so gefährlich ist wie ein schlecht ausgebildeter Schutzhund.
Mit Prügel und Zwang oder andersartiger völlig falscher Erziehung kann man natürlich jeden Hund zur Zeitbombe machen.
 
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21 Feb 2011
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Ich glaube, dass duch eine SD-Ausbildung die Hemmschwelle beim Hund, auch mal gegen Menschen vorzugehen, gesenkt werden kann. Bei richtig gut ausgebildeten Hunden wird in der Regel natürlich nichts passieren, aber was ist mit den anderen? Was ist mit den Hunden von den Menschen, die ihren Hund trotz Ausbildung immer noch nicht richtig lesen können?
Es gibt auch noch genug andere Möglichkeiten, einen Hund gut zu erziehen und artgerecht auszulasten und ich glaube nicht, dass ein schlecht ausgebildeter Hund, der Obedience macht, in der Regel so gefährlich ist wie ein schlecht ausgebildeter Schutzhund.
Mit Prügel und Zwang oder andersartiger völlig falscher Erziehung kann man natürlich jeden Hund zur Zeitbombe machen.
Sehr schön ausgedrückt *like*

Der Hund wird konditioniert auf den Ärmel, heißt es. Wenn er in den Ärmel packen soll, gibt es doch sicher auch ein passendes Stimmkommando dazu, oder?
Führt der Hund dann diese Kommando nur aus, wenn der andere Mensch einen Beissarm trägt? Ehrlich, die Zeit als ich noch an den Weihnachtsmann geglaubt habe, ist lange vorbei. :)
Und ich hänge mich an Manus Fragen dran.....hab so ähnliche hier ja schon gestellt.....nur nie eine Antwort bekommen.
 
Dabei
19 Aug 2011
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Ich kann es nur von meinem vorigen hund sprechen.
Und da kann ich ganz sicher sagen, er hat auf das Kommando "pack" ausschließlich nur den Ärmel des Helfers oder seine beißwurst gepackt hat, bei allen anderen Gegenständen hat er mich fragend angeschaut, er konnte den Zusammenhang zwischen dem Kommando "pack" und anderen Gegenständen als den Ärmel oder seine beißwurst nicht verstehen.
Das habe ich auch bei ihm gefördert, da in meiner Familie Kinder (klein Kinder bis jugendlich) sind und sollten da mal jemand Bsp sagen "pack Bitte die Wurst weg" mein Hund darauf nicht so reagiert wie im sd.

Mehr dazu kann ich später schreiben, habe gerade wenig zeit :)
Werde dann auch sagen, was mich zum sd bewegt hat und auch deteiliert sagen, weswegen ich aufgehört habe :)
 

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Berliner Schnauze
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@Rumo: Ich verstehe nicht, warum ein selbstständiger Hund ungeeignet für den SD sein soll. Oder würde Rumo selbstständig entscheiden, einen Menschen zu beißen, nur weil er vor ihm steht? Denn der Helfer macht erstmal nichts anderes, als den Ärmel zum Spielobjekt zu erklären. Deshalb beißt der Hund dann da irgendwann rein. Aber doch nicht, weil er denkt, er muss jetzt irgendwas beißen....
Ist doch auch nicht so, dass dein Hund beim Ballspielen dir ständig in den Hintern beißt. Der weiß doch hoffentlich auch ganz genau, was sein Spielzeug ist und was nicht. Frag mich immer, warum beim SD alle glauben, der Hund beißt nur aus Zufall in den Ärmel.

@CarpeDiem: Ich habe bisher noch nicht von solchen Hunden gehört. Ich kenne sehr wohl welche, die grundsätzlich eher aggro sind und durch den SD ein Ventil geboten bekommen. Die Halter sind aber so verantwortungsvoll und lassen diese Hunde nicht ungesichert auf die Menschheit los. Die wären aber auch ohne SD nicht ganz sauber.

@Zaraila: Ich habe bisher nichts in der Richtung bei meinem Hund feststellen können. Außer, dass der etwas hochtriebige Aussie jetzt einerseits einen Sport geboten bekommt, wo er sein Energielevel gut abarbeiten kann und andererseits langsam an die Unterordnung in hoher Trieblage herangeführt wird. Ich kann den Vogel auf 50m Entfernung ins Platz legen, wenn er gerade mal wieder mit der Beute stiften gehen wollte. Für mich ein absolut positiver Beitrag vom SD.
Übrigens konnte der liebe Aussie auch vor dem SD schon Leute stellen. Ist selten vorgekommen und wird immer seltener, weil er jetzt daran gewöhnt wurde, dass ich entscheide, wann er stellt. Sollte mich aber jemand bedrängen und auf Bitten mich und den Hund nicht in Ruhe lassen, kann ich das Verbellen mit Kommando aktivieren. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass mein Hund blank beißen würde. Hat er noch nie gemacht, lernt er im SD auch nicht.

@Gundi: Packt dein Hund beim Zerrspiel auch deinen ungeschützten Arm? Dann würd ich mal erzieherisch einwirken :p
Nein ehrlich, woher soll denn der Impuls kommen, dass der Hund woanders hinpackt? Ich bin absolut dagegen, dass ein Hund im SD über den Wehrtrieb gearbeitet wird. Wenn der Beutetrieb nicht ausreicht, ist er für den Sport ungeeignet. Ich bin sicher, dass die meisten hier in irgendeiner Form mit ihrem Hund Beutespiele machen, zeigen diese Hunde jetzt auch alle schädigendes Beißen beim Menschen?

Aggression ist übrigens beim SD etwas, das auch gefordert ist. ABER: es handelt sich hierbei um eine Beuteaggression, also das Durchsetzungsvermögen den Ärmel für sich zu beanspruchen. Da ist dann auch der Halter gefragt. Ein Hund mit hoher Beuteaggression ist bei Gebrauchshunderassen gewünscht, aber der Halter muss auch in der Lage sein den Hund zu führen. Da muss man dann auch an sich arbeiten.
Ivo fehlt diese Beuteaggression zum Großteil und der Helfer akzeptiert das auch. Wir arbeiten daran, weil diese Durchsetzungskraft ihn letztendlich selbstsicher und ausgeglichen macht.

Ihr könnt uns gern alle in Berlin besuchen kommen und testen, wie hoch Ivos Hemmschwelle liegt. Aber ich fände es schön, wenn die Diskussion um den SD sachlich geführt würde und mal wirklich geguckt wird, was da beim Hund passiert. Und nicht einfach nur gesagt wird "der beißt der Menschen, der Ärmel ist nur Tarnung".
 
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21 Feb 2011
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Nein, der Hund beisst sicher nicht aus Zufall in den Ärmel. So blöd sind wir nun auch nicht, dass wir das nicht verstehen.
Und für mich ist SD wirklich nicht mit einem Zerrspiel zu vergleichen. Und nein, meine Hunde beissen nicht mich beim Spiel, sondern schon in ihr Spieli.
Aber das ist und bleibt Spiel.....mit unterschiedlichen Spielis und ganz ohne Kommando......
Und SD ist für mich kein Spiel.....denn ich möchte im Spiel doch bitte keinen Hund mit hoher Beuteaggression ;)

Woher der Impuls kommen soll? Vlt durch das Kommando, welches gegeben wird?
Und Manus Fragen sind auch nicht wirklich beantwortet. ;)
 
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15 Mai 2012
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Also ich finde dass die Diskussion bisher recht sachlich geführt wird, wir diskutieren über diesen Sport und jeder bringt nunmal eine andere Sichtweise mit ein :).

Nun dass in einem modernen SD der Hund über den Beutetrieb motiviert und "heiß" gemacht wird, ist mir klar. Ich glaube aber dennoch dass es noch ein paar rückständige gibt, die dennoch über den Wehrtrieb arbeiten. Eine kurze Frage dazu (nicht um zu provozieren, sondern wirklich als Frage gemeint :D ). Wird in einem modernen SD der Hund dennoch noch mit diesem Stock oder was das ist, weiter angeheizt? Weißt scho was ich mein, das sieht man manchmal auf Videos von SD, dass der Helfer den HUnd schon am Ärmel hängen hat und da noch mit so einem Stock gegen die Vorderläufe klopft.

Zu dem was ich oben meinte bring ich am besten mal ein Beispiel wie ich auf diese Überlegung komme :).
Also der Rumo findet Socken super, allerlei Socken, er liebt sie. Er schmeißt sie durch die Gegend, er zergelt damit, er zerkaut sie, er beutelt sie. Sein superkluges Frauchen (ironie) hat ihm EINMAL gezeigt wie man einen Socken vom Fuß eines Menschen zieht. Natürlich als Trick und davor war auch klar, dass Sinn und Zweck ist, dass er ihn bringen soll. Nun meint er in unregelmäßigen Abständen testen zu können ob die Regel noch weiterhin besteht, dass man eine Socke erst NACH dem Kommando abziehen darf. Sein auserkorenes Opfer merkt dies erst relativ spät, da er dabei ausgesprochen vorsichtig vorgeht. Die Art der Socke, wie auch die Farbe der Socke ist für den Rumo dabei nicht wichtig.
Nun finde ich das Ganze bei Socken echt echt lustig (besonders wenn es meinen Vater an WEihnachten beim Essen betrifft :p)

Gar nicht komisch fände ich jedoch, wenn Rumo Ärmel prima finden würde... Ärmel, die er wahrscheinlich ähnlich lieben würde wie seine Socken... Ein Spaziergänger der zufällig eine farblich ähnliche Jacke anhat wie der SD Ärmel..., oder auch ganz anders, Ärmel ist ja Ärmel (siehe Socken oben :D). Was wenn der Hund zu schnell generalisiert, was wenn er selbständig entscheidet, dass er jetzt gerne so einen verdammten Ärmel hätte und der Nachbar fatalerweise gerade so einen anhat, weils kalt ist ;).
Du merkst worauf ich hinauswill :)
Dass der Hund auch so beißen kann, jaaa, das ist wahr. Bis dahin gibts aber noch viele viele Anzeichen und ein normaler Hund würde wohl als letztes den Biss einsetzen, auch wenn ich hier den Wehrbiss meine.
Jedoch habe ich so die Befürchtung ich würde dieses noch unterstützen und ihm durch den Beutetrieb noch einen "Grund" liefern.

Ja ich weiß mein Beispiel ist weit hergeholt, aber wir diskutieren hier ja um das Für und Wider und das sind eben meine Überlegungen dazu :)

Dazu finde ich Zerrspiele haben ganz andere Attribute als dies ein Sport haben könnte. Im Spiel entscheiden Hund UND ich, wir balgen herum, beide können gewinnen und beide jederzeit etwas anderem nachgehen.
Im Sport fokussiert man sich darauf, was der Hund bitte lernen oder leisten sollte, egal wie spielhaft aufgebaut...

Naja, aber warum man das gerne im privaten macht.. da bin ich immernoch nicht schlauer :D
 
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Berliner Schnauze
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Beuteaggression hat ein Hund oder er hat sie nicht. Die meisten Terrier haben sie, weswegen man vielen JRT gut zu verstehen geben muss, wann man einen Ball wieder hergibt und dass man nicht nochmal danach schnappt, wenn man ihn gerade aufheben will. Ein Hund mit hoher Beuteaggression lernt beim SD diese zu kontrollieren und auf Kommando sich zu unterbrechen und in die Unterordnung zu gehen. Du gibst dem Hund also damit die Möglichkeit einer angeborenen Eigenschaft nachzugehen und dabei zu lernen, diesen Trieb auch zu kontrollieren.

Ich glaube, der Sockenvergleich hinkt etwas, weil diese Socken mehr gemeinsam haben als der SD-Ärmel mit anderen Ärmeln. Es geht da vor allem um Geruch, Beschaffenheit des Materials, etc. Der SD-Ärmel hat ganz bestimmte Eigenschaften, die keine Jacke hat. Einerseits ist es das Material, andererseits auch der Geruch (so ein Ärmel wird von sehr vielen Hunden vollgesabbert). Außerdem darf man nie vergessen, dass dieser Ärmel dem Hund als Beute aufgebaut wird. Dafür gibt es sehr spezielle Bewegungsmuster, die dem Hund langsam beigebracht werden. Dazu gehört unter anderem die Beutebewegung, die den Hund aktiviert, und die Ruheposition, die den Hund in die Bewachungsphase wechseln lässt. Aber alles das wird langsam aufgebaut und sehr fest mit dem Ärmel verknüpft.

@Gundi: Die Verknüpfung und der Impuls kommen in erster Linie nicht vom Kommando. Zuerst lernt der Hund, dass er mit dem Helfer zerren darf. Dann wird er erst an den Ärmel herangeführt. Dabei wird er auf Beutebewegung konditioniert, die ihn in erster Linie aktivieren. Alles das ist angelernt und damit aufs engste mit der Trainingssituation verknüpft. Der Impuls entsteht also, wenn ihm eine konditionierte Beute als solche angeboten wird. Die Freigabe zum Beißen kommt dann durch das Kommando. Ein SD-Ärmel, der irgendwo rumliegt ist nicht interessant und wenn der Helfer das Ding nicht anbietet, kommt der Hund in seinem Spiel auch nicht weiter und lernt dadurch, wann er beißen darf und wann nicht.

@Rumo: Der Beutetrieb hilft überhaupt nicht, wenn der Hund aus einer Bedrohung heraus beißt. Sind zwei völlig verschiedene Funktionskreise. Ich würde eher gelten lassen, dass ich meinen Hund für das Arbeiten an der Herde versaue, weil ich ihm einen festen und vollen Beutegriff beibringe. Aber es ist eh fraglich, ob mein Hund für die Herdenarbeit von Anfang an geeignet war. Aber das lässt sich einfach schlecht bewerten, weil ich es nie getestet habe und es für mich als Großstädter auch nie zur Debatte stand.

Der Stock ist fester Bestandteil der Prüfungsordnung und macht auch Sinn, wenn man sich die Anforderung an Gebrauchshunde anschaut. Denn auch im privaten Bereich werden Hunde für den Dienst gezüchtet und ohne die privaten Züchter würde die Diensthundebranche zusammenbrechen. Es gibt natürlich spezielle Züchter, die nur für die Polizei oder die Armee züchten, aber diese Tiere reichen nicht aus und der Genpool wäre auch viel zu klein. Daher wird bei den Gebrauchshunderassen immer noch mit den Arbeitsprüfungen die Zuchttauglichkeit überprüft. Der Stock überprüft in diesem Zusammenhang, wie charakterfest der Hund ist. Lässt er sich von dem Stock oder einer Drohgebärde beeindrucken und beißt eventuell nicht, ist er für die Zucht nicht geeignet. Ein Polizeihund darf auch nicht loslassen, wenn ein Flüchtiger sich gegen ihn wehrt. Ob Ivo "stockfest" ist, lässt sich noch nicht sagen, so weit sind wir noch nicht. Und wenn er es nicht ist, ist das auch kein Drama, weil er nunmal kein Gebrauchshund ist. Da liegen dann auch ganz einfach die Grenzen eines Aussies. Für einen Familienhund sind da dann auch die Grenzen der Leistung zu finden, was ein Hund nicht mitbringt, kann man nur bedingt antrainieren. Aber für Diensthunde liegt die Leistung genau zwischen kontrolliertem Biss, Durchsetzungsvermögen und gleichzeitig perfekter Führsamkeit.

Ich möchte übrigens anmerken, dass Ivo sehr bedacht und gründlich trainiert wird. Er interessiert sich null für Ärmel insgesamt, das SD-Equipment wird erst interessant, wenn der Helfer damit rumwedelt und gestellt wird nur, wenn ich möchte, dass er aufpasst. Ansonsten reagiert er auf Drohgebärden außerhalb des Platzes meidend und zurückhaltend, während der Helfer ihn bisher nicht großartig abschrecken konnte. Aber wie gesagt, er lernt noch, dass ihm der Helfer zu keinem Zeitpunkt irgendwas tut, daher wird er noch nicht so belastet wie ein Wettkampfhund.

Ich finde übrigens, dass der SD eine sehr gute Ergänzung zur Unterordnung ist. Hier darf der Hund endlich mal Trieb zeigen, während er in der UO seine Triebe eigentlich ständig kontrollieren muss.
 
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Beuteaggression hat ein Hund oder er hat sie nicht. Die meisten Terrier haben sie, weswegen man vielen JRT gut zu verstehen geben muss, wann man einen Ball wieder hergibt und dass man nicht nochmal danach schnappt, wenn man ihn gerade aufheben will. Ein Hund mit hoher Beuteaggression lernt beim SD diese zu kontrollieren und auf Kommando sich zu unterbrechen und in die Unterordnung zu gehen. Du gibst dem Hund also damit die Möglichkeit einer angeborenen Eigenschaft nachzugehen und dabei zu lernen, diesen Trieb auch zu kontrollieren.
Wirklich?
"Schutzdienst" mit Foxterrier "Just for fun".....ganz ehrlich, da ist nix kontrolliert.
https://www.youtube.com/watch?v=rY2Lw96aSB4

Inwieweit unterscheidet sich denn die Ausbildung beim "privaten" Schutzhund zum "Diensthund"? Gibt es da überhaupt Unterschiede?
Und es gehört doch auch mehr dazu, als nur ein nettes Zerrspiel mit dem Ärmel.....wie ist das mit verstecken, verbellen, stellen, verfolgen?

Fiktive Situation: ich habe eine ausgebildeten Schutzhund, privat, versteht sich. Dann kommt einer daher und klaut mir meine Tasche mit viel Geld, rennt weg. Jetzt geb ich meinem Hund das ihm vom Platz bekannte Kommando? Soll ich jetzt glauben, dass er mich einfach nur dumm anschaut und sagt: ne, dem renn ich nicht hinterher, der hat ja keinen Beissarm dabei?
Und Beissarm.....diese Dinger gibt es doch auch mit Strom, oder?
 

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Yo, der Foxterrier ist ja mal ganz toll...oh man, solche Leute sind so doof T____T
Erstmal zeigt er ein terriertypisches Benehmen. Das Ding da darf er als Beute nehmen, also packt er zu als gäbs kein Morgen und lässt sich auch nicht beirren. Soweit so gut, das will man von einem Terrier. Aber ich hätt ja gern mal gesehen, wo bei dem Vieh die Unterordnung ist. Da gab es weder ein Aktivierungskommando, noch ein Aus, noch ein Fuß oder ganz zu schweigen von Platz. Ivo ist soweit, dass er aus einem Platz heraus aktiviert wird. Wie beim Agility muss er warten, bis ich ihm ein "Voran" gebe, dann erst wird mit dem Helfer interagiert. Arbeitet Ivo selbständig (ohne Leine) vor dem Helfer, muss das "Aus" sitzen. Das "Fuß" haben wir noch nicht mit drin, weil Ivo eh noch sehr schnell in die UO kippt und dann in einen Konflikt kommt. Bei ihm kommt UO erst verstärkt dazu, wenn er wirklich sicher weiß, was er machen soll.

Die Unterschiede zwischen dem Sport- und dem Diensthund sind in der Prüfungsordnung klar gezeichnet. Der Sporthund darf nur auf den Ärmel gehen, er darf beim Stellen den Helfer nicht berühren, verbellt wird andauernd und selbstsicher, bis ein neues Kommando kommt. Der Diensthund wird viel eher darauf vorbereitet, aus allen möglichen Situationen und in verschiedenen Geländen den Täter sicher festzuhalten, bis der Halter kommt und die Situation übernimmt. Aber viele Grundeigenschaften der Hunde sind gleich, sonst könnten keine Hunde aus Privatzucht in den Dienst gehen.

Was die fiktive Situation angeht: ich würde auch soweit gehen und behaupten, dass der Hund nicht mal hinterhergehen würde, wenn der einen Beißarm hätte. Bestimmt gibt es Hunde, die so wesenssicher sind, dass sie auch unter völlig anderen Vorzeichen und mit fremden Menschen auf den Beutearm reagieren, aber das sind absolute Ausnahmen. Denn, ich betone es noch einmal, es wird nicht das besinnungslose Beißen auf den Arm trainiert, sondern kontrolliertes Beutegreifen. Und das auf einem Trainingsgelände, mit bekannten Personen und ganz klaren Regeln. Ein Taschendieb wird die Tasche aber bestimmt nicht als Beute anbieten und da fehlen dem Hund dann die Auslösereize.

Es gibt übrigens so ziemlich jeden Scheiß auch mit Strom. Ich hab zwar noch keinen Ärmel mit Strom gesehen, aber ich könnte es mir vorstellen. Was man damit jedoch will, ist mir ein Rätsel...
 
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21 Feb 2011
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Yo, der Foxterrier ist ja mal ganz toll...oh man, solche Leute sind so doof T____T
Ja, und mit Sicherheit auch abrufbar *ironie*
Wobei er sicher auch eine gute Unterordnung zeigen kann....die nichts weiter ist als eine Dressur.

Aber viele Grundeigenschaften der Hunde sind gleich, sonst könnten keine Hunde aus Privatzucht in den Dienst gehen.
Was nun wieder die Frage aufwirft: wozu macht man das als Privatmensch?
Und nu kommt mir nicht damit, weil es Spaß macht, um den Hund auszulasten usw usf.
Das kann ich mit vielen andern Dingen auch.

Noch was zum Nachdenken: wieso heißt der Schutzhund wohl Schutzhund?
 

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Berliner Schnauze
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Der heißt deshalb so, weil der Sport an den Dienstbereich angelehnt ist. Aber wer sich in die Prüfungsordnungen eingelesen hat, weiß auch, wo die Unterschiede liegen.

Warum sollte man das als Privatmensch nicht machen? Warum sollte ich das als Privatmensch nicht machen? Mein Hund ist als Diensthund ungeeignet, zeigt aber trotzdem eine schöne SD-Arbeit und ist besser ausgelastet als beim Agility. Für ihn ist das eine sehr gute Auslastung, weil es seinem Charakter besser entspricht.

Warum suchen sich Leute für Agility auf Weltniveau alle die gleichen Hunde? Weil ihnen der Sport Spaß macht und sie sich auf diese Art und Weise mit ihrem Hund beschäftigen wollen. Ist beim SD genau dasselbe. Ich versteh da wirklich nicht, warum da so ein Gewese drum gemacht wird.
 
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15 Mai 2012
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Der Hund ist dennoch ein Tier das plötzlich auf die verrücktesten Ideen kommen kann und damit auch auf einen anderen Ärmel scharf zu sein als der der ihm angeboten wird. Beim Diensthund ist diese Gefahr natürlich auch da, aber dort ist das Risiko mit einkalkuliert und wird sorgsam bedacht.
Beim sporthund, dessen Ausbildung in weiten Teilen ähnlich aussieht, wird dieses Risiko irgendwie nur mit der richtigen Ausbildung abgehandelt.
Für mich stellt sich weiterhin die Frage warum man als Privathalter dem Hund zeigen muss, dass er auf den Ärmel gehen soll. Und ganz klar ob damit die Grenze "auf den Menschen gehen" nicht aufgeweicht wird.
 

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Berliner Schnauze
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Ich kann immer nur sagen, dass ich für Ivo eine Beschäftigung gesucht habe, wo er mitdenken muss, seine hohe Trieblage abarbeiten kann, ohne dabei sich permanent selbst zur Ruhe zu zwingen und wo er auch mal "die Sau rauslassen" kann. Vielleicht ist Ivo völlig untypisch, aber vielleicht denken viele hier auch einfach, dass SD nur etwas für Gebrauchshunde ist. Ich finde, ich hab jetzt mehrfach die Vorteile von SD dargelegt und gleichzeitig versucht Bedenken abzubauen. Ich werd mich vorerst aus dieser Diskussion zurückziehen, falls keine neuen Fragen oder Blickwinkel dazukommen, weil ich mir etwas vorkomme, als würde ich mich wiederholen.
 
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@Zaraila: Ich habe bisher nichts in der Richtung bei meinem Hund feststellen können. Außer, dass der etwas hochtriebige Aussie jetzt einerseits einen Sport geboten bekommt, wo er sein Energielevel gut abarbeiten kann und andererseits langsam an die Unterordnung in hoher Trieblage herangeführt wird. Ich kann den Vogel auf 50m Entfernung ins Platz legen, wenn er gerade mal wieder mit der Beute stiften gehen wollte. Für mich ein absolut positiver Beitrag vom SD.
Übrigens konnte der liebe Aussie auch vor dem SD schon Leute stellen. Ist selten vorgekommen und wird immer seltener, weil er jetzt daran gewöhnt wurde, dass ich entscheide, wann er stellt. Sollte mich aber jemand bedrängen und auf Bitten mich und den Hund nicht in Ruhe lassen, kann ich das Verbellen mit Kommando aktivieren. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass mein Hund blank beißen würde. Hat er noch nie gemacht, lernt er im SD auch nicht.
Ich will dir jetzt gar nicht absprechen, dass du einen gut erzogenen, kontrollierbaren Hund besitzt. Das kann ich gar nicht beurteilen. Auf die Menschen, die ich damals getroffen habe, traf das jedenfalls nicht zu. Sie machten schon ein paar Jahren mit ihrem Hund SD und haben nicht einmal gemerkt, dass er nicht friedlich vor mir stand und nur mal schnuppern wollte. In der Situation war der Hund völlig sich selber überlassen und konnte frei entscheiden, wie er sich mir gegenüber verhält. Und das war nicht freundlich.
Ich denke, das Risiko, das etwas in der Erziehung schief läuft ist einfach im SD ziemlich groß, da man einen Trieb fördert, der im normalen Zusammenleben (und auch beim Gassi gehen) mit einem Hund nicht unbedingt erwünscht ist. Was ist, wenn der Hund ein Kind aufstöbert, das dann schreiend vor Angst oder einfach aus Spaß wegläuft? Vielleicht würden mehrere Hunde hinterherlaufen, aber die haben nicht gelernt, dass man in Arme beißt. Wenn der Hund dann nicht genau weiß, dass er gerade nicht arbeitet oder nicht so gut im Gehorsam steht, hat man ein Problem. Es gibt ja auch immer Hunde, die eine SD-Ausbildung anfangen, wieder abbrechen oder einfach kein vernünftiges sicheres Niveau erreichen.
Man kann dem Hund auch ohne SD beibringen, sich auf Befehl auf 50m Entfernung hinzulegen. Das haben die Hunde, die an Schafen arbeiten auch normalerweise gelernt.
Mein Hund ist geprüfter Rettungshund. Der muss, da wir Flächensuche machen, auch auf Entfernung kontrollierbar und sogar lenkbar sein, bellt auch auf Befehl und ebenfalls minutenlang an der Versteckperson, bis ich da bin. Vielleicht würde er mich aber nicht beschützen, da er bei unserem Training immer wieder lernt, dass alle Menschen toll sind. Die Situation hatten wir noch nicht. Es gibt aber viele Möglichkeiten, den Hund artgerecht auszulasten.
 
Dabei
29 Dez 2012
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Mein Hundetrainer kommt aus dem SD und hat mit seiner älteren Hündin früher unter anderem für den Zoll und als wachdienst gearbeitet. Seine zwei Malinoi sind top erzogen und auch vor Aschanti (die die Diensthunde Ausbildung hat, somit auch auf Menschen ohne Arm geht) habe ich keine Angst.
Auf dem letzten Sommerfest haben er und sein Helfer bissl was vorgeführt, sehr beeindruckend!
Aber wichtig ist regelmäßiges üben und vernünftiger Aufbau sowie das Bewusstsein für die Verantwortung die man hat.
Seine kleine (fast 2 1/2) hat zurzeit im Dunkeln schon mal die Macke Leute mit Schirm oder Stock zu Stellen/verbellen. Also geht er gezielt in Wälder und Parks wo viel los ist und übt. Das finde ich bei SD Hunden wichtig, das sich der Halter der potentiellen Gefahr bewusst ist, seinen Hund lesen und einschätzen lernt und Fehlverhalten möglichst schnell entgegen wirkt!
Seine Hunde sind immer mit auf dem Platz und in den Gruppen außerhalb und auch wenn einer für das Vorraus schicken seines Hundes eventuell "Vorran" sagt und dabei in eine Richtung zeigt bleiben seine beiden gelassen. Das Kommando kam schließlich nicht von Herrchen ;)
 
Dabei
19 Aug 2011
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Das manche Hunde laute mit Stock und Schirm "verbellen" hängt aber nicht mit dem sd zusammen und schon gar nicht im Dunkeln, da gibt es eben auch hunde, die nicht so wesensfest fest sind (ob es nun bei der Hündin deines Trainers so ist, weiß ich nicht, aber das kommt auch außerhalb des sd ' s häufig vor).

Zur sache, wieso ich damals mit dem sd angefangen hatte.
Biko war damals 3-4 Monate alt wie ich ihn einmal nur getestet hatte und es war ein wahnsinns Gefühl, ihn dabei zu erleben, wie er seinem natürlichen trieb ausleben konnte.
Nun war ich damals aber hin und her gewesen, biko war schon im alter von 8 Wochen ein sehr abgeklärter und selbstsicherer welpe gewesen, was mich wieder überlegen ließ, muss ich ihn noch selbstsicherer machen? Komme ich damit klar?
Und ja, ich War froh, dass ich mich für den sport entschieden habe, denn ich habe Vorallem dann lernen können, mit einem eh schon selbstsicherer Hund umgehen zu können.
Und auf dem Platz wo ich war, musste der Hund auch in der uo führbar sein, wenn der Helfer in voller montur mit dem Ärmel auf dem Platz stand, da sind die hunde auch schon mal ohne einen anbiss vom Platz gegangen.
Wieso habe ich mich dann doch dazu entschieden, mit dem sport aufzuhören?
Das lag daran, dass man nicht individuell auf die hunde einging, ich dazu gelernt habe und es eben für meinen Hund anders trainieren wollte, aber mit dem sport an sich, hatte das null zu tun, im Gegenteil, mit fehlt der sport sehr, aber ohne den richtigen helfer, werde ich den sport nicht mehr ausüben.

Das Video mit dem terrier... da hast du dir das beste Video raus gesucht, was man sich als gegensprecher des sd's raus suchen kann. Ich kann später gerne mal ein paar tolle Videos posten, wo man einen richtig tollen sd (und auch uo) sehen kann, es ist dann ne Augenweide für Leute die wissen, worum es im sd wirklich geht.

Und ich verstehe KON, warum sie hier nichts mehr zur Diskussion beitragen möchte, denn egal was Sie schrieb, war es scheinbar nicht ausreichend gewesen.

Zur sache mit dem stellen von einem fremden hund.
Wie viele Hunde aus dem sd kennst du? Und wie viele haben dich davon schon gestellt?
Also ich kenne sehr viele, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb des Platzes und mir ist noch keiner unter gekommen, der mich oder eine andere Person gestellt hat, zudem ist es gesetzlich verboten, seinen Hund abzurichten (das zum Beispiel, mit dem Dieb und dem schicken seines hundes wer im privaten sd ausgebildet worden ist).

Hmm... mehr weiß ich aktuell nicht :D
 
Dabei
12 Jul 2012
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die schutzhunde der polizei sind tickende zeitbomben..lässt du die in ein haus packen die jeden den sie finden - auch die polizisten...das hat nichts mit dem SD der privatler zu tun, zum glück!
 
Dabei
10 Mrz 2014
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aber nicht alle. Ist zwar schon 30 Jahre her, aber damals hatte unser Ausbilder einen Polizeihund im Dienst. Wir haben alle zusammen im Großraumzelt geschlafen, die Tochter hat ihn geführt, ist mit uns schwimmen gegangen....
Habe ihn nur diszipliniert in Erinnerung. Wir hatten Respekt vor ihm aber den hatten wir vor anderen Hunden mehr.
 

KON

Berliner Schnauze
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22 Mrz 2011
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die schutzhunde der polizei sind tickende zeitbomben..lässt du die in ein haus packen die jeden den sie finden - auch die polizisten...das hat nichts mit dem SD der privatler zu tun, zum glück!
Solche Aussagen machen mich sauer. Das ist pure Verallgemeinerung. Ich kenne diverse Diensthunde, die alle ihre Pension in der Familie verbracht haben und die unter verantwortungsvoller Führung tolle Familienhunde waren. Und wir führen doch unsere Hunde alle verantwortungsvoll, oder?
 

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