Sammy, der instabile A-Typ

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26 Feb 2016
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Gestern waren wir das erste Mal in der Hundeschule bei unserem neuen Trainer. Da wird nicht gespielt, sondern Alltagssituationen trainiert. War ganz ok und hab einiges gelernt. Wir mussten an 6 anderen Hunden immer wieder vorbeilaufen und auch umgekehrt. Also da lief es relativ gut. Die ersten Minuten macht Sammy immer Theater wenn er andere Hunde sieht, dann gehts aber besser.
Das Zieltraining bei uns ist, dass Sammy, sobald eine Situation kommt, ansprechbar bleibt und sich zu mir zurückorierntiert. Jeder Blickkontakt wird bestätigt. Körperliches Blocken habe ich gelernt, indem ich mich zu ihm eindrehe. Schaut er bei meiner Ansprache nicht zu mir, wird ein Stück zurückgegangen, dass er wieder ansprechbar ist.
Mit Futter muss ich bei ihm aufpassen, denn ich bin ruck zuck ein Futterautomat und er erzieht mich sonst. Also nur hin und wieder.
Er hat auch immer wieder gesagt, dass er sehr hibbelig ist und da Ruhe reinkommen muss. Klar, da bin ich dabei, denn die letzte Zeit hat mich das so nervös gemacht und gestresst.
Ganz schlimm. Ich werde nur noch ruhig aggieren, und hoffe, dass das Training tatsächlich die Unsicherheit rausnimmt. Aber der Trainer sagte schon, es dauert lange.
Da ich die letzten Tage bis zu 2 mal täglich damit zu kämpfen hatte, frei auf uns zurennende Hunde zu blocken und viel Stress in die Gassisituation bekam, werde ich den Hundepark vor der Haustür erst mal meiden. Versuchen, ruhige Spaziergänge zu machen. Wenn er bellt, muss ich immer aus der Situation raus und drauf achten, ob wir dann da durch gehen oder eher nicht.
Abends achte ich erst mal darauf, dass uns niemand groß begegnet. Ist doof, aber hier echt selten. Wenn er das Bellen im Treppenhaus anfängt, muss ich halt solange wieder rein und den Hund in die Box schicken, bis er ruhig ist.
Da er ja so hibbelig ist und ständig in jeder Situation am Boden rumfrisst, sei ihm langweilig. Aber da hab ich meim Trainer dann gesagt, dass macht er schon immer und ist eher Übersprungshandlung und Stressabbau. Er brauch eine Sinnvolle Beschäftigung. Die machen wir ja auch. Nasenarbeit und Futterbeutel.
Aber ich bin zur Zeit mehr der Meinung, er hat Stress und ich sollte eher mal ruhiger machen und nicht ständig auf ihn einwirken.
Wir waren gestern auch fast 2 Stunden am Stück draußen. Bis wir den Trainingsplatz gefunden haben, plus Training.
Heute würde er auch wieder nur von Raum zu Raum laufen und nicht ruhen. Aber ich muss dann einschreiten, ihn auf seinen Platz schicken und solange wieder hin, bis er ruht. Zumindest ist zur Zeit Ruhe. Ich glaube, dass brauch er wieder mehr.
Oder sehe ich das falsch?
Am Sonntag sind wir dann zum ersten mal auf den Sozialwalk mit dabei.


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8 Mai 2016
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weißt du, dein Sammy ist meinem Dusty gar nicht so unähnlich.
Ich will mal kurz erzählen:
Als ich Dusty mit 9 Wochen bekam war er am Abholungstag ganz normal, ein Hundebaby eben. Schlief die 2h Heimfahrt bei meinem Mann auf dem Schoß.
Am nächsten Abend kam mein Mann von der Arbeit heim - der Hund war wie ausgetauscht. Wegrennen, Haare aufstellen, meinen Mann übelst verbellen.
Das blieb ca. 2 Wochen so. Er ist abgehauen, hatte Angst, hat gekläfft und verbellt. Irgendwann wurde es besser, mein Mann musste ihn ignorieren. Stell dir mal vor wie traurig das ist. Zu mir ist er hin, hat sich gefreut, meinen Mann mochte er scheinbar nicht. Nach 2 Wochen war es ok, er hat sich sogar ein wenig gefreut wenn mein Mann heimkam.
Aber wehe der hat zu laut geredet, sich abrupt bewegt oder unseren Sohn zu laut angesprochen dann ging es von vorne los. Es dauerte nochmal Wochen, aber inzwischen ist er zu meinem Mann fast genauso lieb wie zu mir. Es kostete jedenfalls viele Seilspiele, Futter hinstellen und Leckerchen bis wir so weit waren.
Aber draußen war er erstmal genau so zu Fremden. Schon mit 9 Wochen hat er an der Leine Passanten verbellt, Leute die uns ansprachen oder einfach auf unsere Straßenseite kamen. Weißt du wie peinlich es ist wenn Leute dich ansprechen dass du einen geistig gestörten Welpen hättest? Ich habe dann angefangen ihn hinter mir sitzen zu lassen und ihn vollkommen zu ignorieren. Ich habe andauernd Leute angehalten und nach der Uhrzeit oder sonstwas gefragt, in Gespräche verwickelt. Mittlerweile legt er sich neben mich wenn ich mich mit irgendwem unterhalte. Hin und wieder durften Passanten ihm ein Lecker geben (von mir mitgebracht) wenn er ruhig war, ihn aber nicht ansprechen oder anfassen. Damit besserte sich sein verhalten schnell. Nur sehr länge fing er noch an zu bellen wenn Leute zu ihm zum Streicheln kamen. Macht er aber auch nicht mehr seit ich mich einfach dazukniee und mitstreichel. Oder wenn er ausweicht eben wirklich zwischen ihn und den Fremde gehe und ihn schütze, sage dass er jetzt nicht will. Jetzt haben wir nur noch das Thema dass er manchen Besuch verbellen will, wir arbeiten dran mit auf die Decke gehen und erst an die Türe wenn der Besuch da ist, der Besuch muss ihn ignorieren. Dann geht es meistens. Kriegt er sich gar nicht ein muss er in ein anderes Zimmer (unsere Box machen wir nie zu) bis er sich beruhigt hat. Es wird schon was besser, dauert eben auch wieder eine Zeit.

Was uns sehr geholfen hat in der ganzen Zeit, was ich dir ans Herz legen möchte: such dir einen - am besten älteren - Hund aus mit dem er gut kann. Bei uns ist das momentan ein Golden Retriever den er seit jüngstauf kennt, sowie unsere alte Border Collie Hündin meiner Eltern, als sie bis vor Kurzem noch lebte. Sie hat ihm unheimlich viel geholfen, grade in Bezug auf fremde Menschen da sie einfach alle Menschen liebte. Gehe mit diesem Hund 1 - 2 x in der Woche eine Runde mit spazieren. Und die restliche Woche: alleine. Such dir Wege wo nichts los ist, fahr aufs Feld, in den Wald oder woanders wo niemand lang kommt. Übe mit ihm alleine. Aber nicht Zuviel. Lauf auch einfach mal vor dich hin und beobachte ihn, höre dir jetzt im Herbst die Vögel an, die raschelnden Blätter. Setz dich doch dann mal alle paar Tage in ein Cafe mit ihm, oder nochmal in den Biergarten. Lass ihn unter dem Tisch liegen und beachte ihn nicht. Diese Ruhe, dieses selbstverständliche irgendwo mit ihm sitzen hat uns massiv geholfen. Obwohl wir einen Hund hatten der jeden Passanten verbellt hat haben wir jetzt einen bei dem im Restaurant trotz Hochzeit und Livemusik nicht mal auffällt dass er überhaupt dabei ist.

So, das ist jetzt lang geworden :) Aber wie gesagt, ich kann dich so gut verstehen. Ich dachte auch ich muss in diese und jene Hundeschule, muss x verschiedene Trainer konsultieren. Da gab mir eh jeder einen völlig gegensätzlichen Rat. Am meisten half uns Ruhe, echte Ruhe, keine vorgespielte. Und die Überzeugung das was du machst für richtig zu halten. Wenn der hochspringt und schnappt und du ihn dafür einen Rempler gibst dann muss das schnell und 100% überzeugt kommen, dann lernt er es auch.
 
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26 Feb 2016
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Danke 123Dusty, für deinen Kleinen Roman :)

Wir waren ja Sonntags mit auf dem Treffen mit dem Trainer und 3 anderen Hunden. Es war einfach furchtbar, ich war richtig frustriert, weil Sammy da total durchgedreht ist. Er war dermaßen überfordert und gestresst, schon bei dem Anblick von den Hunden. Er hat allerlei Stresshandlungen gezeigt und ich war ehrlich gesagt richtig frustriert. Mein Trainer meint, er hätte ein Deprivationsschaden und ist massiv reizempfänglich.
Das merke ich auch immer wieder, wenn ich mit ihm rausgehe. Dazu kommt noch viel Unsicherheit, die derzeit wieder stärker ist. Daher soll ich keinerlei körperlichen Korrekturen machen, die machen es nur schlimmer. Auch die Leinenorientierung üben wir verstärkt, aber das ist ein Kampf, denn alles lenkt ihn ab oder stresst ihn.
Mittlerweile glaube ich, dass ich es nicht schaffe, ihm da zu helfen oder besser gesagt, der Anker für ihn zu werden. Ich hab Bedenken, dass sich das jetzt mit der Pupertät noch mehr festigt, obwohl ich mir alle Mühe gebe, die aber für ihn nicht reicht.
Er kann draußen nur solange die Konzentration bei mir behalten, bis der nächste Reiz aufkommt.
Ich würd gerne glauben, dass er mit der Zeit ruhiger wird und er sich an mir orientieren kann, aber ich tue mir mit dem Gedanken sehr schwer. Er versteht sich mit anderen Hunden und kann auch schön mitlaufen, aber sobald ein Hund auftaucht, steht er in der Leine, ich rufe ihn dann zurück oder gehe zurück, aber es bringt nichts, er macht es immer wieder. Und so ist es auch mit anderen Reizen. Es gibt Tage, da steht er plötzlich in der Leine, so schnell kann ich gar nicht reagieren, dann wird auch gebellt, gehen wir weiter, ist die Sache auch wieder ok. Er reagiert z.B. urplötzlich bei dem Geräusch von Hundemarken, die über 2 Straßenseiten zu hören sind und würd auch da gleich losspringen. Die Geräusche bei uns im Hausflur, da reagiert er auch und wufft und bellt, springt dann gleichzeitig in seine Box und da gehts noch kurze Zeit weiter. Aber bei Außengeräuchen und wenn im Haus renoviert wird, da macht er keinen Mucks.
Ein Abbruchsignal haben wir, dass klappt Zuhause ganz gut, aber beim bellen und draußen kaum. Der Grundgehorsam ist da, aber fällt bei jeglichem Reiz.
Ich hab das Gefühl in letzter Zeit, mein Hund vertraut mir nicht. Wenn ich ihm Dreck aus dem Maul nehme, dann zieht er weg, zuhause bringt er mir aber alles und gibt mir sein Spielzeug aus, gestern habe ich draußen mit dem Futterbeutel Suchspielchen gemacht, ihn im Laub versteckt, da hat er ihn ohne Aufforderung genommen und ich hab dann auch nach dem Futterbeutel gegriffen, da hat er mich kurz angeknurrt.
Das ist zum ersten mal gewesen, ich hab darauf nicht reagiert, sonst wär es vielleicht schlimmer
Geworden, wahrscheinlich lag es an meiner Körperhaltung.
Dennoch mach ich mir darüber Gedanken. Mein Mann sagt, wir sollen vielleicht nicht mehr mit dem Training weitermachen, dass Sammy erst mal zur Ruhe kommt, aber ich begegne ja trotzdem ein paar mal am Tag jeglichem Reiz.

Ich sehe jeden Tag, es ändert sich nichts bei uns, zumindest nicht die Dinge, bei denen er überreagiert, vielleicht ist es jetzt in dem Alter noch verstärkt, aber langsam hab ich ernste Bedenken. Ich möchte das beste für Sammy, deswegen mach ich mir auch Gedanken darüber, ob ihm eine andere Umgebung mit vielleicht auch einem 2. Hund besser tun würde. Fühle mich aber sehr schlecht dabei, dass könnt ihr euch sicher denken, steinigt mich für diesen Gedanken bitte nicht, aber er braucht bestimmt eine viel Erfahrerne Hand wie wir es vielleicht sind und einen souveränen Hund an seiner Seite. Ich weiß momentan nicht, was besser wäre, welche weitere Zukunft die richtige ist.

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25 Aug 2016
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Für mich liest es sich als wäre eure Entscheidung schon gefallen...Ich meine das nicht negativ.

Dein Hund klingt nicht nach einem hoffnungslosen Fall aber dein Stress und dein Leidensdruck blockieren euch beide und da kann es durchaus sinnvoll das ihr getrennte Wege geht.
Ich wünsche euch das ihr eine Lösung findet weil ich herauslese das du das emotional einfach nicht schaffst und dann wird es auch unfair dem Hund gegenüber nicht über eine solche Lösung nachzudenken.

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26 Feb 2016
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Ich glaube auch nicht, dass er ein hoffnungsloser Fall ist, und mit der Entscheidung tue ich mir auch schwer. Ich hab sehr stark das Gefühl, ich tue ihm nicht gut.
Wenn ich mich mit ihm beschäftige, zuhause mit dem Futterbeutel oder Spieli, dann ist er immer angespannt, er ist so angespannt, dass er nicht ruhig sitzen kann und beim warten anfängt zu zittern, mit großen Pupillen. Und ungefähr so ist es auch bei kleinen Übungseinheiten, auch wenn ich sie nur 2 Minuten mache.
Entweder es liegt an der fehlenden Impulskontrolle oder Arbeit und Spiel stresst ihn mit mir und das verbindet er damit.
Er sitzt oder liegt vor mir und dann fängt ein Bein an zu zittern. Da er das von klein auf hat, war ich gleich zu Anfang beim TA und der meinte, es ist alles ok und geht mit der Zeit weg. Ist aber nicht so und kommt sicherlich durch die Anspannung, deswegen denk ich, es liegt an mir, auch wenn ich ruhig bin, meine ich zumindest.
Wir haben lange darüber geredet, am liebsten würden wir ihn so nehmen wie er ist und weiter daran arbeiten. Deswegen sagte mein Mann ja, wir streichen die Übungen im Hundetraining, weil er ein Dauerstresspegel hat, dass aber bestimmt auch nicht Sinn der Sache ist, da er außer beim Schlafen, Ruhen und schmusen
Auch angespannt ist.
Je mehr Ruhe ich versuch da reinzubringen, umso angespannter und zittrig wird er.

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20 Jan 2016
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Ist er denn mit anderen auch so hibbelig?

Ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass es nur an dir liegen soll. Das baut auch einen unheimlichen Druck auf.

Habt ihr in den letzten Monaten überhaupt keine Fortschritte gemacht?
Gibt es auch Situationen in der es mit euch passt? z.B. Zuhause auf dem Sofa, wenn du am Schreibtisch sitzt und sie einfach nur in der Nähe liegt?

Bei meiner Mika hat es z.B. c.a. 4 Monate gedauert, bis sie im 2. Stockwerk zu Ruhe kommen konnte und auch außerhalb der (geschlossenen) Box (aka Zwangspause) sich mal hinlegen konnte. Nach weiteren zwei Monaten kann sie sich jetzt im ganzen Haus frei bewegen, also auch mal unbeaufsichtigt nach unten gehen, wenn sie möchte (wobei ich trotzdem immer wieder nach ihr schauen muss).

Manche Welpen kann man fast von Anfang an unbeaufsichtigt lassen und nichts wird angekaut oder angenagt. Die würden sowas dann auch nicht als Fortschritt bezeichnen, sondern als normal. Für Mika ist es aber schon ein großer Schritt. Damit meine ich, dass sie zwar langsam Fortschritte macht (im Vergleich zu anderen Hunden), aber sie macht Fortschritte.

Daraus schlussfolgere ich (für mich), dass sie mindestens weitere 4 Monate braucht um auf unserer üblichen Gassirunde + Garten einigermaßen runter zu kommen und weitere 4 Monate, um in neuer Umgebung einigermaßen ansprechbar zu bleiben. Dann wäre sie 16 Monate. Ich kenne Welpen, die sind in jeder Umgebung ansprech- und trainierbar. Mir und Mika nützen die Vergleiche aber nichts, außer, dass ich mich unter Druck setze. Ich hab mich neulich mega gefreut, als sie draußen mal Sitz gemacht hat. Das ist für uns ein Erfolg.

Allerdings ist der Rückruf bei uns grottig und sie zieht Mega auf Gruppenspaziergängen (frustriert mich auch, gehe nicht mehr auf Gruppenspaziergängen wo sie angeleint bleiben muss). Sie ist auch schnell Abgelenkt bei Reizen, aber das dauert einfach.

Wie wäre es mit Abstand zum Training? Mal eine oder zwei Wochen gar nichts trainieren und wenig Gassi gehen (vll. nur Garten, falls ihr einen Habt, oder mal kurz und immer die gleiche Strecke laufen)?

Ich will dir damit deine Entscheidung aber nicht ausreden. Wenn du das Gefühl hast, dass es nicht mehr geht, dann muss eine andere Lösung her. Ich stelle mir das unheimlich schwer vor und es tut mir leid, wenn die Endgültige Lösung ist, sie in ein neues Zuhause zu geben. Aber wenn das die beste Lösung für euch beide ist, dann ist es eben so. Verurteilen wird dich hier niemand.
 
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26 Feb 2016
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Also ich denke schon, dass wir einiges erreicht haben, ich schreib jetzt einfach mal los.
In der Wohnung ist er nicht aufgedreht, liegt auch alleine irgendwo rum und läuft nicht mehr soo oft hinter mir her. Er hört auf "bleib"und wartet, bis ich wieder komm, macht nichts kaputt und akzeptiert, wenn, ich ihn mal nicht beachte, von der Couch runterschicke, "Nein"sage wenn er etwas unterlassen soll. Er akzeptiert seine Box, da ruht,schläft er drinnen. Im Prinzip zuhause sehr gehorsam. Er kommt, sitz,platz, geht auch sofort aus einem Zimmer, wenn ich sage"raus". Er dreht nicht auf, wenn ich oder mein Mann nach Hause kommen, und bleibt einige Stunden alleine. Wenn wir gassi gehn, steht er ruhig mit uns an der Tür und lässt sich "fertig machen". Tür geht auf, aber es geht erst raus, wenn wir es sagen oder zeigen.
Draußen wie gesagt, alles stressig. Wir können schon mal in Ruhe laufen, wenn nichts dazwischen kommt. Aber sobald etwas passiert, sei es ein lautes Geräusch, viele Menschen, Wind, Regen, Gerüche auf dem Rasen, dann reagiert er mit sofortigem Vorschießen, hochstellen und Bellen. Andere Hunde ist das generell so. Bellt irgendwo ein Hund, bellt er auch. Leinenorientierung läuft bei uns so, der Karabiener spannt sich, stehen bleiben, Blickkontakt oder zurückkommen wird jedes Mal bestätigt, dann gehts weiter. Das ist sehr oft der Fall. Ziehen fürs Geschäft, über die Straße, bei jeglichen Reizen.
Ich lass mich ja nicht ziehen, von Anfang an nicht, aber es ist so.
Am Gehweg nehm ich ihn an kürzerer Leine, sonst hab ich keine große Einwirkung auf ihn, ansonsten an längerer Leine. Flippt er aus, nehm ich ihm seinen Radius, da passiert es öfter, dass er sich den Hals zuzieht, ich stopp ihn, dass hilft kurzzeitig und ich verlasse den Stressauslöser für kurze Zeit oder ganz, je nachdem, was.
Er hat die letzte Zeit auch viel die Nase am Boden, da bleib ich dann aber auch nicht stehen, sondern geh weiter. Ich hab gleich von Beginn an ihm alles gezeigt, Menschen, Kinder,andere Hunde, verschiedene Orte. Musste ja auch, weil wir hier nur Stressauslöser haben.
Im Dunkeln ist es schlimmer, da hilft es am besten, wenn ich ihn hinter mich nehme. Manche Abende wufft er schon, "Achtung ich komme". Bin ich schon aus dem Haus, tja, dann kann ich nur locker und schützend raus, sage aber kein Wort. Da das Abbruchsignal draußen nicht greift, soll ich auch nicht auf das Bellen eingehen. Ihn in dem Stress anzufassen oder anstupsen macht alles schlimmer.
Er ist unsicher und geht nach vorne. Scheinbar vermittel ich ihm keine Sicherheit, aber es gab einen Abend, da war Straßenfest bei uns und ich bin im dunkeln raus und viele Menschen liefen rum. Da war alles super. Er bellt auch nicht Menschen an oder Radfahrer und Jogger, außer es läuft einer grad wo raus.
Und ich geh immer dazwischen, wenn Hunde frei auf uns zukommen. Ich treibe den anderen weg und halte meinen zurück. Ruheübungen draußen haben wir auch gemacht, das klappt nur bedingt.

Ich hab schon massiv "Druck"rausgenommen. Aber durch die Reize ist leider dauernd Druck da.
Ich arbeite nicht mehr negativ mit ihm und soll ihn auch nicht mehr körperlich maßregeln.
Würde er aber gegen mich bellen, dann gäbs eine Ansage, macht er aber nicht.
Mir gehenüber ist er ruhig und verschmust, reagiert drinnen super auf das Ruhesignal "easy" und kaut am liebsten seinen Kong mit körperkontakt zu mir. Kuschelt sich gerne bei mir ein und rollt sich auf den Rücken. Da bin ich mir, zwegs Wohlfühlen nicht immer so sicher. Ab und zu frisst er sein Essen auch mit eingezogenem Schwanz. Manchmal im sitzen, also immer schwer für mich einzuschätzen, was es gerade bedeutet.
Im laufe der Monate sind Stresshandlungen(Pfoten knabbern, Schwanz jagen, sich kneifen und im Kreis drehen) extrem zurückgegangen, bis zu dem Sonntag. Da war es so schlimm, dass ich dachte, ich lass die Hundeschule.
Und warum ich mir Vorwürfe mache, ich weiß einfach nicht weiter mit dem Verhalten, weil es nichts mit Unterforderung zu tun hat, und ich ihm den Stress draußen nicht komplett nehmen kann und nicht will, dass die Ängste in Aggresionen werden.
Viele Dinge könnt ich akzeptieren, aber ich seh nicht allzuviel positive Veränderungen mit der Umwelt. Man sagt ja, was bis zum ersten Jahr nicht bearbeitet ist, wird nur schwer. Und bei einer Deprivationserkrankung kann es nur durch professionelles Training etwas besser werden. Und ich weiß nicht, ob wir das im normalen Alltag bewältigen können. Weil ich mittlerweile auch nicht mehr für Desinsibilisierung durch Reizüberflutung bin. Das geht voll nach hinten los.
Ich soll 10 mal mit ihm raus gehn um zu lernen. Mach ich nicht, ich geh 3 mal lieber und mein Hund ruht. Aber das kann auch falsch sein...

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7 Sep 2012
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Ich hab einiges gelernt und umgesetzt, vieles nicht passend für mich und den Hund. Ich hatte bis jetzt 3 "Arbeitsweisen".
Von 11 Wochen bis 5 Monate die Variante von mir. Von 5-9 Monate die meiner letzten Trainerin und die letzten 6 Wochen die von dem 3. Trainer.
Zwischendrin hab ich nie rumprobiert und immer gleich reagiert.

Das ich mich ändern muss, dass weiß ich. Das will ich nicht nur für meinen Hund. Denn ich brauch dringend ein Stressfreieres Leben und davon profitiert dann auch das Zusammenleben mit meinem Hund.
Dieses Zitat ist vom 22.09.16. Heute haben wir den 06.10.16. Ergo sind gerade einmal 14 Tage vergangen.
Wie wäre es mal mit Geduld und Ausdauer? Der Hund ist 9 Monate und hat bereits 3 Trainer auf dem Buckel, wenn er mit 8 Wochen zu Dir gekommen ist und wahrscheinlich auch noch die Welpenstunde durchlaufen hat, dann waren es in 7 Monaten 3 Trainer = 2,33 Trainer im Schnitt. Rein statistisch gerechnet.
Auch wenn der Leidensdruck irgendwo da sein mag, würde ich mal mit Ruhe und Kontinuität anfangen! Solche Probleme wie beschrieben, lösen sich nicht in 14 Tagen in Luft auf! Und entweder man hat den Willen u. die nötige Ausdauer oder man läßt es!
 
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10 Mrz 2014
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Hallo, ich finde du machst es wirklich gut. Wenn du dich, was ich verstehen kann, überfordert fühlst, ist es auch wirklich ihn Ordnung über eine Abgabe nach zu denken. Entscheiden musst aber du und dein Mann.

Was mir bei deinen Erzählungen fehlt, ist eine wirkliche körperliche Auslastung. Lassie war ja ähnlich als sie jung war, vielleicht nicht ganz so schlimm, bzw. wohnen wir viel ruhiger.
Was sie in dieser Zeit allerdings wirklich, ganz dringend gebraucht hat war alle paar Tage körperliche Auslastung. Das heißt entweder Radfahren, nicht lange nur die normale Rund allerdings schneller, oder ein ganz, ganz langer Spaziergang, 2-3 Stunden, oder auch mal länger, oder Ball, Frisbee oder andere Wurfspiele so lange das sie wirklich müde war.
Nach solchen Aktionen, und wenn sie schon ein bisschen wieder runter war, kurz nach dem Radeln war sie auf 180, vertrug sie Umwelteinflüsse viel besser.
versteh mich nicht falsch, du sollst deinem Hund nicht unbedingt Kondition antrainieren, aber ihn trotzdem körperlich voll auspowern, Reizangelspiel ist auch noch ne gute Möglichkeit. Vielleicht findest du auch einen Reiz der noch größer ist als die Umwelt. Bei uns war das Frisbee spielen interessanter als die Autos jagen, durchs frisbee spielen hörte sie dann auf Autos zu jagen.
Lassie wird im November 3, die Zeiten wo sie total überfordert ist, treten nur noch selten auf, aber wenn kann ich damit momentan relativ cool damit umgehen.
Wir haben sei Sonntag einen Igel, Lassie hat voll hohl gedreht, sie verweigerte Leckerli, war nicht ansprechbar und japste. Kreativ wie sie ist, hat sie immer wieder versucht zum Igel zu kommen.
Am ersten Tag konnten wir sie keine Minute alleine lassen und sie verweigerte Leckerli, am 2. Tag hängten wir sie beim essen an, anders war es nicht möglich. Jeden Tag geht es nun besser, irgendwann hat sie neben dem Igel Leckerli gefressen, irgendwann wurde sie ruhiger, und sie durfte "alleine" zum Igel, sprich die Türe blieb offen. Richtig entspannt ist sie auch jetzt noch nicht. Sie sabbert zum Beispiel extrem, die Zunge hängt raus. Nach dem wir gestern geradelt sind, lag sie das erste mal neben dem Käfig und schlief. Heute kann sie zum Igel tigert sie immer wieder hin, aber liegt auch ohne Aufforderung auf dem Sofa und schläft. In ein bis zwei Wochen wird ist der Igel normal für sie. Dann fangen wir an ihn in den Garten zu setzen und sie muss sich daran gewöhnen.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen Mut machen. Vertrau auf dich. Und wenn du es irgendwie machen kannst, mach viel Spaß mit deinem Hund, geh richtig lange Spaziergänge, nach Möglichkeit in unbekannten ruhigem Gelände. Übrigens ist meiner Meinung nach ein Futterautomat in manchen Situationen besser, als ein gestresster Mensch der über Beziehung mit einem Hund kommuniziert der in dem Moment nicht ansprechbar ist. Wir haben in der Zeit, wo Lassie so stark Reizüberflutet war, sehr viel mit Leckerli gearbeitet, immer wenn sie in solchen Situationen welche genommen hat, wurde es besser. Und es bedurfte wirklich vieler, Lassie hat auch durchaus versucht uns zu manipulieren, aber es liegt ja an uns uns manipulieren zu lassen. Noch heute bringt sie irgendwelche Dinge um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenn ich Lust habe lob ich sie, manchmal bekommt sie etwas, wenn ich grad nicht mag ignoriere ich sie.
 
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26 Feb 2016
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Dieses Zitat ist vom 22.09.16. Heute haben wir den 06.10.16. Ergo sind gerade einmal 14 Tage vergangen.
Wie wäre es mal mit Geduld und Ausdauer? Der Hund ist 9 Monate und hat bereits 3 Trainer auf dem Buckel, wenn er mit 8 Wochen zu Dir gekommen ist und wahrscheinlich auch noch die Welpenstunde durchlaufen hat, dann waren es in 7 Monaten 3 Trainer = 2,33 Trainer im Schnitt. Rein statistisch gerechnet.
Auch wenn der Leidensdruck irgendwo da sein mag, würde ich mal mit Ruhe und Kontinuität anfangen! Solche Probleme wie beschrieben, lösen sich nicht in 14 Tagen in Luft auf! Und entweder man hat den Willen u. die nötige Ausdauer oder man läßt es!
Er kam mit 11 Wochen zu uns. Und jetzt ist er 11 Monate.
Ich habe natürlich Geduld und Verständnis für alles, und habe jetzt auch mehr Ruhe reingebracht, aber mach mir trotzdem Sorgen, dass es mit der Zeit schlimmer wird und ich es nicht in die normale Bahn bekomme, wo es auch jetzt in der Pupertät so wichtig ist für ihn.
Ich bin auch der Meinung, entweder man will es oder läßt es, aber das kann ich nicht auf unsere Situation beziehen.


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25 Aug 2016
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Körperliche Auslastung im Sinne von reizangel oder Bildchen spielen bis der Hund müde ist käme für mich in diesem Alter absolut nicht in Frage.
Das hilft vlt. Für den Moment aber für ein Skelett im Wachstum ist das ein nogo.

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zu D-Joshi. Warum rate ich jemanden das Skelett eines Hundes kaputt zu machen wenn ich sage er soll körperlich ausgelastet werden? Ich glaube da kommt es immer noch auf das wie an. Hast du schon mal gesehen wie 11 Monatige Junghunde spielen? Stopp, go reinrammen...... und auch wenn es mal Verletzungen gibt erstaunlich wenig. Ob das ganze aufs Skelett geht, hänngt auch vom Training ab. Ein untrainierter Hund wird ohne Aufbautraining auch als Erwachsener keinen Sport ausüben können, wenn ich Verletzungen und Schäden vorbeugen möchte müssen vernünftig Muskeln aufgebaut werden. Außerdem kenne ich die reizangel vom Welpen bzw Junghundtraining. Da wurde durchaus Wert auf !Gesundheit gelegt. Hast du schon mal unausgeglichene Kinder und Jugendliche erlebt und sie dann austoben lassen? Glaub mir wenn machst du das immer wieder. Zum Glück kann da jeder selber entscheiden
.

Ihr müsst für euch entscheiden. Diese Entscheidung ist weder in die eine noch in die andere Richtung leicht sie sollte sich für Euch, und nur für euch richtig anfühlen. Ich wünsche dir viel Kraft.
 
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20 Jan 2016
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Zur körperlichen Auslastung:

Samstag waren wir auf einem Gruppenspaziergang (war furchtbar, nur gezerre) aber danach standen wir ganz lange auf einer Wiese wo die Junghunde nach Lust und Laune spielen konnten.
Sonntag waren wir beim Obedience-Training. Da hat sie vorher noch nie mitgemacht, zu viel Ablenkung und Hunde um sie herum. An diesem Sonntag klappte es auf einmal. Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Kombination aus körperlicher Auslastung + das gestillte Bedürfnis mit Hunden zu toben war.
Das ist nun nur meine Mutmaßhung/Erfahrung zu dem Thema.

Wäre es vll. möglich mal ein Video von Sammy zu machen?
Wurde die Schilddrüse mal untersucht?

Hast du drinnen beim Training mal "Ablenkungen" eingebaut?
z.B. ins Sitz/Bleib schicken + Spielzeug werfen und Klicken/Belohnen für's Sitzen bleiben.
Wenn diese Übung drinnen nicht zuverlässig funktioniert, geht es draußen erst recht nicht.

Was stört dich am meisten an den Spaziergängen?
Das sie nicht hört? Das sie zerrt? Oder bellt?
 
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10 Mrz 2014
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zu Mina Bella:

genau diese Erfahrung haben wir auch gemacht. Und dadurch wurde Training erst möglich, wir konnten Positive Erfahrungen anbahnen und später ausbauen. Die Wahrscheinlichkeit das ihr das Training gefallen hat und sie beginnt sich darauf zu freuen und nicht mehr ablenken zu lassen, steigt mit jedem Freudigen Training. Und junge Hunde haben nun einfach mal körperliche Kräfte die kanalisiert werden müssen damit der Kopf arbeiten kann.
 
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25 Aug 2016
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Es geht um das "wie" man den Hund auslastet...Aus physiotherautischer Sicht kann ich wirklich nur die Hände übermorgen Kopf zusammen schlagen wenn welpen mit der reizangel "bearbeitet" werden. schnelle richtumgswechsel, enge Kreise und vor allem das stoppen beim bällchenspiel sind Gift für die Gelenke. Das ist schlimmer als Treppensteigen.
Ganz zu schweigen davon dass ich das hetzen und heiß machen von so jungen Hunden auf Objekte nicht unkritisch. Meist ist das der Grundstein dafür das die Hunde eben auf alles reagieren was sich bewegt.

Gegen bedachte körperliche Aktion hat niemand etwas einzuwenden...Aber bällchenspiel bis der Hund müde ist halte ich für kontraproduktiv.

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10 Mrz 2014
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Es gibt doch Möglichkeiten, das der Hund an der Reizangel, und gerade an der Reizangel ohne kleine Kreise oder plötzlichen Stopps reagiert.
Früher haben wir den Ball geworfen und den Hund liegen lassen, er durfte erst weg wenn der Ball lag. Da lief er dann auch schnell und powerte sich aus, aber hatte nicht die starken Stopps.
Jetzt beim Frisbee ist alles Gelenkbelastend, aber sie ist jetzt auch alt genug.
Wir haben den Luxus das Lassie frei neben dem Rad laufen kann, aber dieses rennen hat sie einfach gebraucht um Dampf abzulassen, und nicht auf die Außenreize so extrem zu reagieren. Wenn wir sie nicht frei am Rad laufen lassen konnten haben wir sie halt leicht traben lassen. Wir haben es übrigens immer mit der "Erlaubnis" der Tierärztin gemacht und als wir bei einer andere war hat diese uns extra zum toben rausgeschickt, weil Lassie sehr aufgeregt war. Auch der Ultraschall ging dann relaxter. Ein junger Hund hat Energie die er abbauen muss, der eine mehr der andere weniger, Ohne ausreichender Körperlicher Bewegung, Auslastung, kann der Kopf und Geist nicht arbeiten. Noch dazu wo Kondition und Ausdauer nicht nur geistig gefördert werden kann., eine körperliche Grundkondition ist dafür auch nötig.
 
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7 Sep 2012
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Er kam mit 11 Wochen zu uns. Und jetzt ist er 11 Monate.
Ich habe natürlich Geduld und Verständnis für alles, und habe jetzt auch mehr Ruhe reingebracht, aber mach mir trotzdem Sorgen, dass es mit der Zeit schlimmer wird und ich es nicht in die normale Bahn bekomme, wo es auch jetzt in der Pupertät so wichtig ist für ihn.
Ich bin auch der Meinung, entweder man will es oder läßt es, aber das kann ich nicht auf unsere Situation beziehen.


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Wenn man innerlich schon abgeschlossen hat, wird man nie erfolgreich an einem Problem arbeiten können! Die Lösung fängt im Kopf an!
 
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26 Feb 2016
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Innerlich hab ich auf keinen Fall abgeschlossen. Die Gedanken stehen mir als selbst im Weg.

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20 Sep 2015
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Ich möchte jetzt auch mal kurz von Willi berichten:

Willi ist gerade 2 Jahre geworden. In der Junghundekurs hat er prima mitgemacht, sowie es aber um gemeinsame Spaziergänge ging, hat er an der Leine gezogen wie ein Irrer. Mit der Pubertät fing es an, dass er vor Start der Stunde auf dem Hundeplatz an der Leine rumgesprungen ist, sich zum Kaspar gemacht hat und Laute von sich gegeben hat, die ich vorher noch nicht kannte. Auch das Spazierengehen alleine hat sich ab diesem Zeitpunkt geändert. Bei jedem 3 Hund hing er in der Leine, bellte, knurrte und zog. Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, ob er jetzt womöglich aggressiv wird, ich ihn noch festhalten kann und ob sich das jemals bessern wird.

Die Hundetrainerin hat uns bzgl. des Theaters auf dem Hundeplatz dazu geraten immer vorbei zu kommen, vor dem Platz stehen zu bleiben, ihn zugucken zu lassen, wenn er ruhig ist zu belohnen und wieder zu gehen. Das haben wir etliche Male gemacht, bis er irgendwann keine Lust mehr darauf hatte. Natürlich kam ich mir total bescheuert vor und alle anderen haben natürlich gefragt, warum wir nicht mit mache... Damit haben wir seine Erwartungshaltung geändert. Er war offensichtlich der Meinung: Hundeplatz Juchhu Party. Ich lasse ihn auch nicht mehr in den Pausen spielen. Spielen kann er fast täglich auf dem Feld mit seinen Hundekumpels und Kumpelinnen. Und das braucht er auch.

Mit der Leine wurde uns erst empfohlen ihn abzulenken (er lies sich von nichts ablenken), Leckerlis vor die Nase (interessierten ihn nicht), nicht beachten und und und. Leider hat das alles nichts genützt. Im August nach fast einem Jahr alles ausprobieren hatte ich die Nase wieder so gestrichen voll, dass ich mit der Hundetrainerin gemeinsam einen neuen Weg gefunden habe. Er hat nie als erster angefangen, immer nur zurück gepöbelt. Das Hinziehen zu den Hunden war wohl auch eher wieder eine Erwartunghaltung, die von Juchhu ein Kumpel dann je nach Verhalten dann in Streß umgekippt ist. Wir sind dran, wir wechseln keine Strassenseite mehr und gehen an Hunden immer öfters ohne Theater vorbei, er zieht nicht mehr zu anderen Hunden hin. Und glaube mir in Berln gibt es viele Hunde, nach diesem stressigem Jahr reicht es jetzt aus, dass ich teils nur ein Wort/Geräusch von mir gebe und alles ist gut. Jetzt sind wir auf dem richtigen Weg.

Ich möchte aber auch dazu sagen, dass Willi von klein auf in die Hundeschule und zum Spielen mit Hundekumpels aufs Feld gegangen ist. Erst nur kurz und dann immer länger. Ich meine, Hunde brauchen den Kontakt und auch die körperliche Auslastung. Für die geistige Auslastung haben wir auch mit dem Klicker von klein auf banale Sachen geübt. Immer nur kurz, immer nur zwischendurch. Aber dein Hund ist jetzt 11 Monate, so wie Du schreibst zuHause ruhig und es klappt ganz gut, irgendwo und irgendwie muss er sich doch auch auspowern können. Vielleicht ist er bei anderen Hunden so aufgeregt, weil er die Erwartung hat, es könnte ja gleich was passieren.

Bleibe am Ball, habe Geduld, es dauert alles seine Zeit.

Hat denn Dein Hund Hundekontakte, kann er sich mal irgendwo richtig austoben?
 
Dabei
7 Okt 2014
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So, ich bin jetzt mal grade heraus, ist mir egal, wie das ankommt.

Der Thread ist noch keine zwei Monate alt und du hast Unmengen Ratschläge bekommen, was davon hast du umgesetzt (hast du übrigens mittlerweile mal ein Blutbild machen lassen und können körperliche Ursachen ausgeschlossen werden?)?

Ich lese hier immer drei bestimmte Emotionen deinerseits .
Enthusiasmus , wenn wieder ein in neuer Trainer mit neuen Methoden kommt und kurz drauf totaler Frust, weil sich deiner Meinung nach nichts ändert.
Und eine ganze Menge Selbstmitleid!

Wie Julia schon sagte, was erwartest du eigentlich genau?
Von deinem Hund, dir und euch als Team?
Wo wollt ihr hin , was für Pläne hattest du ursprünglich?
Das steht nämlich nirgendwo.
Dein Hund ist laut verschiedener Trainer und dir ein instabiler A Typ mit Deprivationsschaden aus schlechter Zucht, der nicht zur Ruhe kommt, ständig gestresst ist, keine Bindung zu dir aufbaut und nicht in der Lage ist, sich auch nur ansatzweise zu konzentrieren .
Wie wäre es, wenn du ihn mal in einem anderen Licht siehst, nämlich lediglich als (eventuell etwas schwierigen) Junghund ?!
Ganz ohne Fachbegriffe und Diagnose.
Weißt du, ich persönlich bin nämlich der Meinung, es muss nicht alles einen Namen haben oder einen Grund, man kann an vielen Dingen auch so arbeiten.
Wenn man es denn auch will!

(Mein Hund hat eine SDU , die vieles in seinem Verhalten erklärt und auch vor Langem schon erklärt hätte , aber ich hatte diese Diagnose nicht und habe trotzdem an unseren kleinen Problemen gearbeitet und für fast jedes eine für uns beide befriedigende Lösung gefunden.
Ich hätte natürlich auch sagen können, Hey, Finn kommt aus einem Merle x Merle Wurf und einer echt miesen Zucht, bestimmt ist er deshalb so unsicher und ängstlich und kann sich kaum konzentrieren .
Habe ich aber bewusst nicht, weil diese Tatsachen weder am Problem noch an der Lösung irgendwas geändert hätte.)

Eine Diagnose mag zwar durchaus hilfreich und sehr wohl auch beruhigend sein, aber man darf sich nicht darauf ausruhen.

Sammy ist 11 Monate, somit ist er noch nicht mal im Ansatz erwachsen und du schreibst über ihn, als wäre der Rest seines Lebens aufgrund der derzeitigen Probleme quasi schon vorgegeben.
Auf mich wirkt das, als wolltest du ihm und euch gar keine Chance mehr geben und wenn das so ist, ist das deine Entscheidung, aber dann triff sie auch und zwar mit allen Konsequenzen!

Und was mich mittlerweile echt ärgert ist, dass du auf das Thema körperliche Auslastung so gar nicht eingehst.
Du bist schon so oft danach gefragt worden und Windest dich förmlich um eine Antwort, warum?
Vom reinen Lesen her müsste man vermuten, dein Hund würde den Tag mit Spaziergängen an der Leine und Dummyarbeit verbringen, wenn er nicht grade bei einem Trainer vorstellig wirb...Dazu permanent bellend und ziehend.
Wann spielt er mal, wann darf er Hund sein, sich selbst entdecken und verstehen lernen?

Du sagst, man darf ihn nicht stressen.
Ich sage, wie soll er mit negativem Stress umgehen lernen, wenn er nicht mal positiven haben darf?!
 

FrauRossi

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26 Mai 2015
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Ich frage mich das auch: Gibt es Zeiten wo der Hund einfach nach Herzenslust rennen darf? Frei? Mit anderen Hunden rennen und spielen? Nicht im Hundepark sondern irgendwo auf einer großen Spaziergehrunde?

Mich würde auch interessieren: Was ist deine Erwartungshaltung an den Hund? Wie war deine Traumvorstellung wie das ablaufen soll?

Er ist jetzt mitten in der Pubertät und voll in der Pflegelphase. Das ist bei vielen einen anstrengende Zeit, instabiler A Typ hin oder her. Ich sehe das wie Finnie Pooh, was nützt es dir dass dein Hund in eine Kategorie sortiert wurde? Die "Probleme" sind dadurch nicht weg. Das Kind hat vielleicht einen Namen und du weißt vielleicht das Methode Standard nicht so viel bringt. Aber das hast du auch so gemerkt. Oder?

Einen so reaktiven Hund wie du ihn beschreibst würde ich auch nicht mit "fliegenden" Objekten bespielen, also Ball werfen oä. Aber rennen lassen. Macht ihr das? Darf der Hund mal durch den Wald flitzen? Sich n Frosch anschauen, durch n Bach hüpfen? Usw? Einfach nur Hund sein? Schnüffeln wo es ihm gefällt? Blätter und Bäume erkunden usw?

Ließt sich für mich auch als müsse der Hund zu Hause Ruhe geben (was ja durchaus erstrebenswert ist) aber würde draußen nur stressige kurz Gassirunden an der Leine erleben, oder eben Aufgaben a la Dummy Suche oder Hundeschule.

Pfotenbeißen usw müssen übrigens nicht zwangsläufig ein Zeichen für Unterforderung sein, sondern können genau so gut für Überforderung stehen.

Wann darf dein Hund mal Stress abbauen? Ich nehme ein Beispiel von uns: Tierarzt ist für Paula Stress, klar sie bleibt da ruhig und lässt sich auch untersuchen usw., aber es ist eben Stress, vielleicht gibt's ne Spritze, vielleicht musste man lange im Wartezimmer sitzen und dabei noch die ganze Zeit einen Hasen angucken den man nicht fangen darf. Anstrengend. Für den Hund. Nach so einem Besuch geht es raus und Paula MUSS scheinbar erstmal rennen, sich den Stress von der Seele rennen. Darf dein Hund sowas?
 
Dabei
26 Feb 2016
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Klar darf mein Hund das. Er muss nicht immer an der Leine laufen und im Wald ist er frei. Und 2 bis 3 mal die Woche treffen wir uns mit bekannten Hunden (5 und 2 Jahre alt)wo er rennen darf und toben kann.
Eine große Erwartungshaltung habe ich nicht an den Hund, nur die, dass ich ihm mehr Sicherheit geben kann, dass es eben nicht mehr so stressig für ihn ist und er entspannter sein kann.



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FrauRossi

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26 Mai 2015
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Ah ok :) das hat sich vorher echt so gelesen als müsse er nur üben :) nix für Ungut.

Du verbuchst doch schon erste Erfolge wie du schreibst. Oder? Aber bei der neuen Trainerin seid ihr ja noch nicht so wahnsinnig lange. Das alles braucht Zeit. Ich erlebe mit meiner auch immer wieder Phasen wo sie echt anstrengend ist. Die sind mal länger, mal kürzer und jedesmal danach geht es besser als vorher weiter.

Mit viel Geduld werdet ihr es auch schaffen. Geduld und Konsequenz :)
 
Dabei
21 Feb 2011
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Ob groß oder klein, welche Erwartungen hattest bzw. hast du?

Niemand geht einfach los, kauft einen Welpen und denkt: ach mal gucken, wie das dann so wird.
Man hat doch eine Vorstellung, wie das Zusammenleben mit einem Hund sein könnte, was man mit ihm unternehmen möchte......

Ich hab dich das schon vor einigen Seiten gefragt und keine Antwort erhalten.

Ansonsten sehe ich das wie Finnie Pooh und Julia.

Was ich ausserdem noch herauslese: die Trainer sagen, was du üben sollst und deine Reaktion ist immer die selbe: machen wir aber nicht, davon bekommt er noch mehr Stress.
Und auch das habe ich schon mehrfach hier im Thread geschrieben: DU musst dich ändern, vlt muss sich euer gesamter Tagesablauf ändern.
So wie es sich liest, bist du aber nicht bereit dazu. Da musst du dich nicht wundern, wenn auch dein Hund sich nicht ändert.

Veränderungen sind anstrengend, für Mensch und Hund. Bei beiden ist immer die Gefahr, in alte Muster zurück zu fallen. Fällt dein Hund in ein altes Muster zurück, bist du sofort frustriert und gibst auf. Mein Eindruck.

Noch etwas lese ich hier immer wieder: ich reagiere sofort.......ok, und wann agierst du mal?
 
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26 Feb 2016
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Ja klar, dass treffen mit anderen Hunden ist mir ja auch so wichtig. Und die beiden kenn ich schon sehr lange. Mit meinem Balu war ich damals auch immer dabei. Ich weiß das es sich so anhört, weil ich nicht groß dazu schreibe. Um 9 heute gehn wir auch wieder los.
Klar, die vielen Trainer hatte ich, weil ich mit dem einfach Probleme hatte, dass habt ihr mir ja auch selbst geraten. Und die anderen Ratschläge hab ich auch umgesetzt. Ich habe auch den Willen und die Gedult, und eben auch die Sorge, mit ihm auf einen falschen Weg zu gehen.
Deswegen tausche ich mich mit euch aus und schreibe in diesem Treath weiter, was wieder neues vom Trainer gibt und wie es sich entwickelt. Ich lege mich nicht auf seine Problematik fest, z.b wegen dem A-Typ, dass haben im Prinzip fast alle Hunde. Entweder sie gehen vor oder ziehen sich aus Angst zurück.
Natürlich war ich etwas geschockt, als mir der Trainer(Verhaltenstherapeut) mir das gesagt hat und was für Arbeit dahinter steht, da kam ich erst mal ins Grübeln, ob ich das als "normaler Hundehalter mit der aufwendigen Rasse" das auch schaffe, vor allem, wenn ich gefragt werde, warum ich diese Rasse wollte. Jetzt richte ich mich nach dem Hund und weiß, ok, Agility ist nix für uns, ich warte ab. Die Futterdummyarbeit mach ich nur zum Spaß und üben. Nicht zum Stress

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7 Okt 2014
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Klar darf mein Hund das. Er muss nicht immer an der Leine laufen und im Wald ist er frei. Und 2 bis 3 mal die Woche treffen wir uns mit bekannten Hunden (5 und 2 Jahre alt)wo er rennen darf und toben kann.
Eine große Erwartungshaltung habe ich nicht an den Hund, nur die, dass ich ihm mehr Sicherheit geben kann, dass es eben nicht mehr so stressig für ihn ist und er entspannter sein kann.



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Das sind die Erwartungen an DICH, welche hast du an Sammy?
Wie Gundi auch sagt, kauft man sich nicht einen Hund ohne nicht zumindest eine gewisse Erwartungshaltung zu haben.
Das ist auch völlig in Ordnung, alles andere wäre nämlich fahrlässig (sich so gar keine Gedanken zu machen vorher, meine ich).
Also ich hatte Erwartungen, es wurden nicht alle erfüllt, aber die meisten und an Einigem mussten wir nun mal hart arbeiten.
 
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26 Feb 2016
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Meine Vorstellung von meinem Hund ist, dass er Alltagstauglich ist, und mit mir zusammen alles machen kann was Spaß macht. Für Sport bin ich nicht, eher ruhige Arbeiten, Nasenarbeit, Longieren, Dinge, die nicht unbedingt unter Power stehen. Einfach einen Familienhund, mit dem man durch dick und dünn geht und Spaß.
Das was ich im Training gezeigt bekomme speziel auf uns, dass setze ich auch um und versuche mitlerweile auch gleich zu agieren, wenn er vorschießen will. Aber das nimmt er nicht immer an momentan. Ich muss mich da auch erst mal umstellen, weil, erst wurde mir gesagt, der will alles regeln und jetzt ist es Unsicherheit. Also muss ich ganz anders da ran gehen.

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Dabei
7 Okt 2014
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Okay, aber mal angenommen , dein Hund braucht den Sport und die ruhigen Sachen gehen ihm einfach auf den Keks und sind nichts für ihn.
Was dann?
Willst du ihn dann unbedingt da hinein drängen, auch wenn er dafür nicht gemacht ist?
Oder gibst du einfach auf, weil deine Ansprüche nicht erfüllt werden und er andere hat?
 
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8 Mai 2016
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Ich kann nur nochmal sagen wie ich persönlich es empfinde: du hast und machst Zuviel Stress. Ist wie bei Kindern: erst Schule, Montag Fußball, Mittwoch Musik, Freitag Turnen. Und wann darf das Kind mal Kind sein? Toben? Sich Langweilen? Ist beim Hund nicht anders. Manche Spaziergänge tingeln wir alleine durch die Gegend ohne iRGENDWAS zu machen, manchmal üben wir (Objekte umrunden, Sitz, Platz, Fuß), manchmal treffen wir uns mit anderen Hunden, manchmal sitzen wir irgendwo rum (Eiscafe, Park, Bahnhof). Die Mischung machts. Aber NIE denke ich mir "ich muss jetzt" oder "er muss jetzt".
Das habe ich am Anfang auch. Dusty hat ja Fremde angebellt. Ich wollte ienen Hund der lieb und nett zu Allem und Jedem ist. Seit ich mir denke "wieso eigentlich? Er muss ja nicht jeden mögen, mache ich ja auch nicht" ist es 200% besser. Gestern kam eine Bekannte zu Besuch, er mufft 3x, ich schicke ihn auf die Decke. Dann darf er hin, schnuffelt und später kam er sogar zum Kraulen und hat sich gefreut. Einfach weil ich entspannt und es mir egal war ob er die mag oder nicht, solange er keinen angreift.
 
Dabei
26 Feb 2016
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Ich mach mir jetzt erst mal keine Gedanken über Hundesport oder Auslastungstraining, denn dann würd schon wieder Stress hier reinbringen und das hilft dann auch nicht. Ich lass mich wahrscheinlich von zuviel lesen und Trainer leiten und das ganze immer wieder stressen. Hab mich grad eben mit meinen Leuten auf der Runde wieder unterhalten, wir waren 7 Leute und 5 Hunde und alle haben lange Erfahrung und wir kennen uns lange und sie raten mir von all dem ganzen ab, weil sie es prima finden, wie Sammy sich macht und er sich so toll abrufen lässt ausm Spiel und alles für sein Alter. Das gibt mir dann schon eher ein besseres Gefühl und sollte da auch weiter machen.

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