Warum Mini?

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3 Feb 2019
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#31
Hudson und Senior,

Ich frage mich gerade woran ihr erkennen wollt:

- Das meine Erwartungen zu hoch sind an den Kleinen, ohne mich nach eben jenen gefragt zu haben?

- Du, Hudson, wissen möchtest, welche rassetypischen Eigenschaften für diesen Job ungeeignet sind. Welche Eigenschaften bräuchte denn der Hund, die der Aussie laut dir nicht aufweist, um seinen potenziellen Job zu erfüllen?

Ich finde es gerade sehr schade, dass mir ohne Detailfragen bereits zwei Vorwürfe entgegenschlagen. Insbesondere: Wer sagt euch, dass ihr direkt negativ von dem neuen User denken sollt, anstatt einfach mal zu sagen "Jau. Der User hat sich den Hund gut überlegt, scheint nur andere Ansichten zu einem Thema zu besitzen - da möchte ich mal nachfragen und mich informieren." ;-)

Hm?
Falls ihr euch dazu, zur Bildung, bereit erklärt und vom sturen "Alle anderen machen es falsch" wegkommt, können wir auch gerne eine fachliche Diskussion beginnen.


In frher Hoffnung, dass dies ohne weitere unbedachte Vorwürfe klappt, kann ich dir,Senior, wenigstens schon einmal antworten :)

Meine Erwartungen die du da siehst sind meine "Wunschvorstellungen". Ich würde mit dem Hund gerne in dem Bereich arbeiten, den ich mir später ausgesucht habe, in meinem Falls die Kinder- und Jungendtherapie. Das Einzige das ich derzeit machen kann um diese Wunschvorstellung zu realisieren ist eine gute Sozialisation, insbesondere auf Kinder jeden Alters (0-21), in jeder Situation und Gemütszustand (schreiend, weinend, wütend, spielend, kniend, liegend, robbend, kletternd, schlafen). Gerne dabei auch in Extremsituationen (apathisch, eskalierend).



Das mache ich durch Mitnehmen auf meine Arbeit, Besuche in einer Tagesgruppe und stzres Rumsitzen auf dem Spielplatz und vor Schulen.
Oh, noch ein Fettnäpfchen: SO viele Angriffspunkte könnten ihn überfordern. Ja. Auch das habe ich mir ebenfalls überlegt und deshalb schrittweise angefangen, gerade so wie Levi in der Situation wirkte. Mal reichten drei kreischende Grundschüler mit Schulranzen, mal ging es 10 Minuten auf dem wenig besuchten Spielplatz. Mal war es nur ein einziger lauter Cityroller. Levi kann abgesehen von Hier, seinem Namen, Schau (Aufmerksamkeitskommando), Sitz und "Decke" noch keine anderen Kommandos/Tricks. Weil das reine "Kennenlernen-der-Welt" im Vordergrund stand/steht.

Mehr KANN ich derzeit nicht machen, abgesehen davon ihm die Grundregeln in meinem Haushalt nahezulegen :)

Die einzige Voraussetzung für den Welpen war, dass er aktiv ist und auf Spielangebote auch bei Fremden relativ schnell eingeht, er also nicht allzu schüchtern und aussietypisch "distanziert" ist (die einzige Eigenschft die sich im Welpenalter ablesen lässt: zurückhaltendes Kerlchen oder der Vorpreschende Typ?).
um weiteren unbedachten Vorwürfen entgegenzutreten: Er wird distanzierter werden, wenn er älter ist. Das ist mir als vorinformiertem User selbstverständlich bewusst.

Wie sich das weiter entwickelt werde ich sehen. Falls er nicht in diesen Job passt, gibt es einen Plan B.
Bis dahin müssen wir sowieso erstmal die Pubertät überstehen. Bzw. Er wird sie überstehen - nur wo meine Nerven dann liegen ist die Frage. :-D
 
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7 Sep 2012
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#32
Die einzige Voraussetzung für den Welpen war, dass er aktiv ist und auf Spielangebote auch bei Fremden relativ schnell eingeht, er also nicht allzu schüchtern und aussietypisch "distanziert" ist (die einzige Eigenschft die sich im Welpenalter ablesen lässt: zurückhaltendes Kerlchen oder der Vorpreschende Typ?).
Ja, und nein. Die aussietypsiche Reserviertheit entwickelt sich i.d.R. erst mit der Pubertät u. spielt während des Welpenalters kaum eine Rolle. Und ein Welpe der bis dahin eher aufgeschlossen war, kann sich als Junghund grundlegend in eher reserviert verändern. Zudem gibt es zwar einen gewissen "Grundcharakter", aber auch der kann sich noch um einiges ändern, denn ein Großteil des Charakters ist abhängig von der jeweiligen Umwelt u. dem sozialen Umfeld. Ich habe schon Welpen erlebt, die in ihrem Wurf eher still, schüchtern u. zurückhaltend waren, die aber dann in ihrem neuen Zuhause u. einem souveränen Althund an der Seite, sich sehr bald zu einem eher draufgängerischen Typ entwickelten. Der Hormoneinschuss tut dann noch mal sein übriges.
 
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3 Feb 2019
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#33
Danke.
Habe es gerade noch (einiges) editiert - sehr gut dass du es noch einmal sagst. :)

Ich bin mal gespannt wie es bei uns wird. Überlege auch bereits, wie ich die anfängliche Skepsis und Distanz am besten umlenken oder im besten Fall später praktisch nutzen kann - jetzt geht ja sowieso noch nichts. Nur ich mache mir da schon echt viel zu viele Gedanken drum :)

Erstmal abwarten und die Welpenzeit genießen! Das ewige Mantra :)
 
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10 Jan 2016
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#34
Mein Mini Aussie ist 52cm hoch.... und ein Standardrüde mit 58cm ist NICHT übers Ziel hinausgeschossen! Immer hin geht der Standard bis 58,5 cm. Der "Standard"rüde einer Bekannten hat grade mal 45 cm er stammt aus einer Verpaarung von Eltern die in der Größe zwar eher gemäßigt sind, aber noch im Standard aber trotzdem kam da so ein kleiner Zwerg raus.

Ein Aussie ist eben nun mal nicht der klassische Therapie/Schul/wasauchimmer Hund.

Mein Yari zum Beispiel war als Welpe im Bezug auf Menschen total unkompliziert, das hat sich mit 14 Monaten dann plötzlich sehr geändert.

Ich frag mich warum man sich einen Hütehund, der rassetypisch zurückhaltend ist, vorzugsweise sehr auf Bewegunsreize anspringt und im Zweifelsfalle, und nicht nur dem, auch schon mal beherzt in die Waden kneifen kann (hast du dir mal Videos angeschaut wo ein Aussie Rinder hütet?) als zukünftigen Therapiehund aussucht. Ja es gibt Aussies die sind für diesen Job geeignet, aber es gibt da echt bessere Rassen!

Zum Mini: Ich hab selbst einen Mini (das war mein erster Aussie) und einen Standard. Heute bekäme ich keinen Mini mehr, als ich mir vom MASCA das PED habe zuschicken lassen habe ich nen mittelmäßigen Weinkrampf bekommen! Die sind noch nicht mal in der Lage Yaris PED durchgehend bis zur 5. Generation zu füllen? Ernsthaft?

In meinen Augen ist diese Mini Masca und wie sie sich mittlerweile nennen GEschichte ein ziemlich überflüssige, es gibt auch kleine Standards, zu dem wird der Mini Aussie gerne als Aussie Light gehandelt was er definitv NICHT ist!
 
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11 Nov 2012
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#35
Na ja, ich meinte mit den aussietypischen Eigenschaften, die für den von dir angestrebten weg, teilweise schwierig sein können z.b. ihre reizoffenheit, ihre ein personenbezogenheit, ihren Schutz und wachtrieb, ihre teilweise Kompromisslosigkeit, ihre distanziertheit fremden gegenüber, ihre nicht so hohe toleranzgrenze was laut, hektisch, unbeholfen und ihre individualdistanz nicht wart. (Darum haben nicht wenige aussies ein Problem, als erwachsene Hunde mit (fremden) Kindern).

Es ging rein um die aussietypischen Eigenschaften, die die Rasse nunmal hat und die dem von dir angestrebten, sehr anspruchsvollen Job, eher entgegen stehen.

Lg
 
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7 Sep 2012
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#36
Ich sage es mal so: Ich finde es super, wenn man sich vor der Anschaffung eines Hunde solche grundlegenden Gedanken macht. Ich wünschte, das würden sich wesentlich mehr Menschen machen.

Aber: wenn man sich diese ausführlichen Gedanken gemacht hat, kommt man nicht umhin, das es defacto besser geeignete Hunderassen für derartige Aufgaben gibt.

Darum sind die Antworten der User hier nicht so "begeistert", wie Du sie vielleicht erwartet hast. Viele von uns haben lange Jahre Aussieerfahrung und wir wissen daher, wie sich diese Hunde so ticken (können) und wie sich entwickeln und verhalten.

Ich hatte und habe bislang 5 Aussies, die mein Leben geteilt haben. Keiner davon wäre für diese Aufgaben geeignet gewesen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie alle absolute Ein-Mann/Frau Hunde sind und waren. Vor allem aber auch (neben dem was Hudson z.B. schreibt), weil sie viel zu sensibel und feinfühlig für diesen Job gewesen sind/wären. Solche (wie von Dir beschriebenen Situationen) verlangen einem Hund generell sehr viel ab, besonders aber einem Hütehund, der züchterisch darauf selektiert wurde alles überall u. jederzeit im Blick und unter Kontrolle zu haben u. vorauschauschend zu erkennen, wie sich eine Situation verändern und darauf (ggf. selbstständig) darauf zu reagieren.

Es gibt den ein oder anderen Therapiehund oder auch Besuchs- oder Schulhund unter den Aussies, aber das sind eher sehr wenige, aus oben genannten gründen.
 
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11 Nov 2012
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#37
Und um auf deine Frage zu antworten, ein guter, nicht gestresster Hund in diesem Arbeitsumfeld, sollte nicht zu reizoffen sein, Konflikte übers fiddeln lösen und nicht übers vorwärts gehen, verträglich mit (fremden) Menschen und Hunden sein, eher ruhig, statt selber ein high Energy Hund, der sich dann auch noch von außen schnell anstecken lässt. Fremde Menschen schon aufgrund der Rasse eher gut finden und eben sehr nachsichtig bezüglich Fehlverhalten von Menschen sein. Passt auf viele aussies so jetzt nicht. Das ist jetzt nicht das rasseziel bzw. der Standard oder da wo die Rasse herkommt.

Lg
 
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3 Feb 2019
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#38
Mit solchen Antworten und den geäußerten Punkten kann ich als Neuuser doch arbeiten und nehme sie mir gerne zu Herzen.

Ich denke ebenfalls (wie ihr), dass ein von Natur aus familienfreundlicher Labbi, der alles als Freund wahrnimmt das ein Leckerlie bereit hält und dennoch klug enug ist, alles zu überdenken und erst zu ruhen, bevor er handelt, mit am besten für den Job als Therapiebegleithund geeignet wäre.

Allerdings wäre ich in der Triade Klient - Labbi - Therapeut dann mehr als unglücklich. Ich möchte einen arbeitswilligen Hütehund mit dem ich - als Mensch, nicht als Therapeut - arbeiten kann (sei dies Hobby, Tricking o.ä.). Er soll für mich aktiv sein, ein loyaler Alltagsbegleiter (ein Allrounder). Und da ist nun einmal der Aussie perfekt.

Natprlich spielen meine persönlichen Vorlieben da also eine ziemlich große Rolle! :)

Zudem finde ich (entgegen vieler Meinungen bei diesem Thema) eigenständig arbeitende Hütehunde zum therapeutischen oder auch pädagogischen Einsatz mindestens genau so gut geeignet (wenn richtig erzogen/sozialisiert) wie ein Labbi, der "alles mitmacht". Im besten Fall muss dieser Hund nämlich entscheiden, ob das Kind nun zu weit wegrennt, oder ob er zu dem überangepassten Teenie hingeht und es beruhigt, weil die Emotionen leicht entarten. Wie viel Eigenständigkeit da gefordert ist, muss allerdings immer noch ich als Halter entscheiden (und da lässt sich ja schon in der Theorie der Drahtseilakt erkennen, die Praxis male ich mir noch schwieriger aus). Hier die Arbeit im Team: Auch der Hütehund wird angeleitet und arbeitet neben aller Eigenständigkeit im Team, das je nach Situation angepasst ist.
wie sieht das eigentlich aus? Der Aussie als "Hüter" lernt, wie feste er zwicken/treiben/mit den Tieren umspringen muss. D.h. dass er ja ebenfalls lernt, wie viel Kraft/Power/Energie er bei zT Kinder benötigt, oder nicht?


Die Punkte die du ansprichst, Hudson, Reizoffenheit und Menschenoffenheit - insbesondere ersteres ist "reine Erziehungs/Sozialisationssache", oder denke ich da nun falsch? Wenn der Aussie mit niedriger Reizschwelle es bereits jung lernt, dass nicht jeder Reiz (Beispiel o.g. Cityroller) "wichtig" ist, bzw. Das viele Reize (zB laute Straße) nicht "stressig" sind (das ist ja dann nur Gewöhnung?) Sollte er dies ja auch relativ leicht niedrig halten können.
Abgesehen er ist jedes Mal von grund auf mit allem überfordert! Dann gehts natürlich ins komplette Gegenteil.
(Ist bei uns übrigens ein großes Problem, weil der Pipiplatz relativ "aktiv" ist. Ergo war und ist es, je nach "Aktivheit des Pipiplatz", selbst nach einem Pipigang Ruhe angesagt. Das ist hier wirklich suboptimal, im Ortskern. :-( )

Gleiches zählt auch fürs vorwärtsgehen. Das ist meine Aufgabe zu regeln wann er vorwärtspreschen darf. Das muss ich ihm nur erst einmal verklickern. (Hier ist wieder der Drahtseilakt zur o.g. Eigenständigkeit.)

Aussiewolf: Meinst du, deine beiden waren von Anfang an EinHundFrau/Mann-Tiere, oder kam das erst durch das Leben mit dir?
Dann wäre das nämlich ein großer Punkt der mit auf meine Sozialisationsliste kommen müsste :) (die "Leine" und das "Kommando" auch einmal mehr abzugeben)

Yari, jetzt bin ich schon indirekt auf dich eingegangen, ich hoffe da habe ich alles drin? :)
Aus welcher Zucht stammt denn dein Mini, dass er trotz Papieren keine 5 Gen zurückgeht?
Mit einem Standard um die 50 wäre ich auch nicht abgeschreckt, nur ein Ü55 großer (und z.T. sind manche Aussies ja auch mittlerweile so kräftig wie kleine Berner) wäre mir nicht geholfen.
Da war die Endmaßzucht mit ~45cm schon ganz nett, auch wenn es bis jetzt eher nach Größer aussieht.
 
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10 Jan 2016
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#39
Hui,

Aus welcher Zucht stammt denn dein Mini, dass er trotz Papieren keine 5 Gen zurückgeht?
Yari hat MASCA Papiere und alleine die Tatsache, dass der Zuchtverband kein ordentliches PED hinbekommt finde ich erschreckend....

Die Punkte die du ansprichst, Hudson, Reizoffenheit und Menschenoffenheit - insbesondere ersteres ist "reine Erziehungs/Sozialisationssache", oder denke ich da nun falsch?
Ich bin zwar nicht Hudson, antworte aber trotzdem mal: nein diese Dinge sind genetisch vorgegeben, und gerade beim Aussie in eine Richtung gezüchtet, die nicht gerade für Therapiehundearbeit spricht. Du hast da ein Spektrum in dem du dich bei deiner Erziehung/Sozialisation bewegen kannst und das ist beim Aussie eben eher am reizoffenen und Fremde sind blöd Ende. (Ausnahmen gibt es immer das ist natürlich nicht in Stein gemeißelt)

Gleiches zählt auch fürs vorwärtsgehen. Das ist meine Aufgabe zu regeln wann er vorwärtspreschen darf. Das muss ich ihm nur erst einmal verklickern.
Was stellst du dir eigentlich unter einem Hund/Aussie vor der nach vorne geht? Ich kann dir mal sagen wie das bei uns ausieht bzw sah:

Der Hund ist schlicht weg nicht mehr ansprechbar, hat "ich will dich fressen" auf der Stirn stehen und ich kann jedem Fremden dann nur raten Abstand zu halten, denn ein Aussie macht keine halben Sachen! Die Tatsache, das Yari mit 13/14 Monaten anfing fremde Menschen ziemlich doof und unnötig zu finden und er dann nach vorne ging haben uns 2 (!) Jahre Training beschert! Das ist kein Problem das du in 14 Tagen abfrühstückst und ein Hund, der Fremde doof findet, der wird die immer doof finden du kannst da nur an der Toleranz und der Reizschwelle arbeiten.

Ein Aussie IST oft ein einMann/Frau Hund er wird das nicht, er IST es. Genetik! Da kannst du rumsozialisieren bis zum Umfallen, manche Dinge sind vorgegeben und genau deswegen ist der Aussie eben nicht der ideale Therapiehund.

Ich will dir wirklich nicht zu nahe treten und vielleicht hast du "Glück" und dein Hund ist an dem Ende der Genetik wo er ein guter Therapiehund werden kann, aber ich glaube du hast da ein wirklich falsches Bild von der Rasse...
 
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11 Nov 2012
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#40
Reizoffen ist Genetik und vieles andere auch. Du kannst sozialisieren ohne Ende, Genetik lässt sich weder aberziehen, noch wegsozialisieren oder gar verscheissern.
Und ehrlich um die hüteeigenschaften geht es da noch nicht mal.
Beim aussie bist du bei einigen Punkten, beim reinen managen. Bei meiner aussiehündin z.b. "den fremden Menschen frisst du jetzt nicht, du lässt den in Ruhe und ich sorge dafür, dass dir der nicht zu nahe kommt. Hund geh hinter mich, dann blocke ich den und du musst dich nicht kümmern." Oder auch "diese Kinder da, gehen dich nichts an, du musst und darfst sie nicht Maßregeln! Geh hinter mich und halt die backen!"

Ich kenne wirklich viele aussies, sehr, sehr wenige sind für eine wie von dir beschriebene Arbeit geeignet. Und die aussies die geeignet sind, sind oft sehr ruhig und gemütlich und haben an hundesport und Aktivitäten kein großes Interesse.
(So stelle ich mir einen aussie übrigens nicht vor).

Allrounder beim aussie beschreibt übrigens einen allround Ranch Hund. Der aussie ist kein hütespezialisten wie der Border Collie, sondern ein Allrounder für alle ranchaufgaben. Etwas hüten, etwas treiben, bewachen, beschützen, verteidigen, Alarm schlagen, sehr auf seine Person bezogen, wetterhart, sensibel und führerweich auf der einen, knallhart und kompromisslos auf der anderen seite. Und genau diese Genetik steckt eben im aussie und ob das zu deinem hier angedachten Job für deinen aussie passt, steht in den Sternen.

Lg
 
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7 Sep 2012
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#41
wie sieht das eigentlich aus? Der Aussie als "Hüter" lernt, wie feste er zwicken/treiben/mit den Tieren umspringen muss. D.h. dass er ja ebenfalls lernt, wie viel Kraft/Power/Energie er bei zT Kinder benötigt, oder nicht?
Das braucht ein gut gezogener Aussie aus Arbeitslinie nicht lernen, das weiß er instinktiv.


Aussiewolf: Meinst du, deine beiden waren von Anfang an EinHundFrau/Mann-Tiere, oder kam das erst durch das Leben mit dir?
Dann wäre das nämlich ein großer Punkt der mit auf meine Sozialisationsliste kommen müsste :) (die "Leine" und das "Kommando" auch einmal mehr abzugeben)
Meine bislang 5... Ich habe diese Rasse jetzt seit fast 23 Jahren. Wie schon geschrieben, entwickelt sich so etwas erst mit der Pubertät. Ich kenne genug Aussies die in Familien leben und sich trotzdem nur an einer einzigen Person orientieren. Und mitunter auch nur von dieser Person ausführen/füttern u. arbeiten lassen. Und es gibt Aussies die sich so in die Familie integriert haben, das sie sich alle Familienmitglieder (mehr oder weniger) akzeptieren (da gibt es i.d.Regel schon deutliche Abstufungen) und dennoch haben immer alle ihre favorisierte Person, mit der sie durch Feuer und Flamme gehen.
Da kann man zwar schon von der Pieke an gegensteuern u. sie lernen es (mehr oder weniger) auch mit anderen zu gehen, aber ob sie es gerne tun, ist dann noch mal eine andere Sache. Und vor allem gibt es noch einen gewaltigen Unterschied zu einem Familien (Rudelmitglied) und völlig fremden Leuten.

[
 
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7 Sep 2012
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#42
Zudem finde ich (entgegen vieler Meinungen bei diesem Thema) eigenständig arbeitende Hütehunde zum therapeutischen oder auch pädagogischen Einsatz mindestens genau so gut geeignet (wenn richtig erzogen/sozialisiert) wie ein Labbi, der "alles mitmacht". Im besten Fall muss dieser Hund nämlich entscheiden, ob das Kind nun zu weit wegrennt, oder ob er zu dem überangepassten Teenie hingeht und es beruhigt, weil die Emotionen leicht entarten. Wie viel Eigenständigkeit da gefordert ist, muss allerdings immer noch ich als Halter entscheiden (und da lässt sich ja schon in der Theorie der Drahtseilakt erkennen, die Praxis male ich mir noch schwieriger aus). Hier die Arbeit im Team: Auch der Hütehund wird angeleitet und arbeitet neben aller Eigenständigkeit im Team, das je nach Situation angepasst ist.
Kinder/Jugendliche sind keine Schafe oder Rinder... das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.
 
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3 Feb 2019
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#43
Yari, den Fall den du da beschreibst, ist doch die normale Pubertät? "Alles ist doof, alles will gefressen werden und sowieso bin ich der Boss." Das kann doch überhaupt nicht verallgemeinert werden?
Und selbst wenn der Hund da so drin festgefahren ist, dass es mehr als drei Jahre dauert das umzulenken - dann ist das eben so. Es hat niemand gesagt, dass Hundehaltung einfach sei.

Aussiewolf: Und eben da ist doch das Ziel erkennbar? Familienhund ist möglich, wenn daran gewöhnt. Auch der Labbi hat einen Favoriten - das ist normal. Dennoch sind die anderen Familienmitglieder (und in unserem Fall auch Patienten) berechtigt und werden als Anleitung akzeptiert - im Optimalfall. Das erfordert Unmengen an Übung, rumprobieren, trainieren - ja und? Dann ist das eben so. Nichts funktioniert ohne Training und Gewöhnung. Das eine dauett länger, das andere geht schneller.

Ich glaube nur, dass wir hier ein vollkommen unterschiedliches Bild von dem Job haben, den der Kleine hoffentlich einmal ausführen wird.

Wollt ihr mir euer Verständnis von einem Begleithundeteam vielleicht einmal auflisten, damit wir zumindest die selben Grundvoraussetzungen haben, um die wir hier sprechen? Ich habe nämlich das Gefühl, dass wir uns da im Kreis drehen.

(Sonst können wir hier auch weiter einzelne Punkte benennen und diskutieren, sodass es beim gleichen Ablauf bleibt: User A sagt einen Kritikpunkt, User Levi erklärt seine Haltug dazu bzw. Seine Vorgedanken; User B sagt einen kritikpunkt, User Levi erklärt...)
 
Dabei
10 Jan 2016
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#45
Sag mal Levi... hast du mal den Rassestandard gelesen? Denn NEIN das ist keine normale Pubertät. Der Aussie ist generell eher nicht der Fremdemenschenliebhaber

Ich hab so den Eindruck du denkst alles ist Erziehung und Sozialisierung aber das ist es nicht, du kannst kein Genom umschreiben
 
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10 Jan 2016
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Dabei
3 Feb 2019
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#47
Der Hund ist schlicht weg nicht mehr ansprechbar, hat "ich will dich fressen" auf der Stirn stehen und ich kann jedem Fremden dann nur raten Abstand zu halten, denn ein Aussie macht keine halben Sachen! Die Tatsache, das Yari mit 13/14 Monaten anfing fremde Menschen ziemlich doof und unnötig zu finden und er dann nach vorne ging haben uns 2 (!) Jahre Training beschert!
Das ist keine Genetik, sondern bei einem 13/14 Monate alten Hund entweder eine Spätpubertät (und damit im weiteren verlauf ein Trainingspunkt) oder du hast als Halter etwas gewaltig falsch gemacht, wenn dein "Nicht-Fremdenliebhaber" nach vorne geht. Punkt.
Egal welcher Hund mit egal welchen Genen darf so wie du es beschreibst "nach vorne gehen", ganz gleich was in ihm da tickt. Das sollte das Maß ALLER Erziehung sein und nicht als "genetisch so verankert" abgestempelt werden.

Und ich wiederhole mich noch einmal, ohne auf deine Anschuldigungen einer "rosa roten Brille" und einer "fehlenden Information zum Rassestandart" einzugehen: Was stellst du dir als einen Hund vor, der als Medium in der Therapie eingesetzt werden soll?
Denn wenn wir hier weiter sachlich (!!) diskutieren wollen (wofür du erst einmal zurück auf die Sachebene kommen musst), benötigen wir eine ähnliche Grundausgangslage.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#48
Liebe Levi, du gibst dich der Illusion hin, dass der fertige Hund später dass alleinige Objekt von Erziehung und Sozialisation ist (dachte ich übrigens auch mal... und dann kam Yari und die Frage, warum tut der das!?).... da wünsche ich dir mal viel Glück bei diesem Projekt. Und ganz ehrlich hoffe ich sogar dass es nicht schief geht, denn wenn das schief geht wird das wohl sehr unschön...
 
Dabei
15 Mai 2012
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#49
Hallo :)

puh wo fange ich an. Erstmal damit, dass der Wunsch den Hund in der sozialen Arbeit einzusetzen wahrscheinlich bei jedem besteht der sozial arbeitet und einen Hund hat :D Diesen Wunsch kann ich zu 100% nachempfinden und finde ihn auch sehr gut! Schließlich ist das Plus das Hunde einbringen wirklich rießengroß!

Nun kommen wir zu den vielen Abern aus meiner Sicht.
Punkt eins finde ich den Mini Aussie als Zuchtrichtung mehr so "naajaaa". Grund dafür ist schlicht, dass ich ehrlich gesagt nicht sehe dass ich das brauche. Meine Wilma ist 49cm und das ist nicht allzu selten. Jedoch mag ich keine Zucht die sich vor allem auf ein Merkmal beschränkt. Aber jedem das seine!

Der Grund warum dir hier viele davon abraten ist schlicht und ergreifend, dass die Wahrscheinlichkeit einen passenden Hund zu bekommen bei anderen Rassen höher ist. Aber auch da gibt es keine Versprechen.

Grundsätzlich ist es ja alles ganz nett was du schreibst, wenn auch für mein Empfinden ein wenig idealistisch und verkopft ;). Der Mensch plant, das Leben passiert drum herum.
Auch dein Vorgehen kann ich noch nicht ganz einordnen... Du möchtest ihn jetzt schon hinsozialisieren was dem Kleinteil bestimmt nicht schadet, aber was tust du wenn er sich trotz allem nicht eignet? Warum betrachtest du es nicht als positives Superding WENN es klappt, eine Garantie dafür kann dir niemand geben.

Bzgl. Sozialisierung... Nun, wir Sozis glauben ja wirklich, dass alles irgendwie erziehbar ist oder auf äußere Einflüsse zurückzuführen ist :D das meinen wir ja nicht einmal böse, sondern bekommen es in Ausbildung/Studium geradezu eingeimpft :D. Bei mir hat es auch seeeeehr lange gebraucht um zu verstehen, dass das eben nicht so ist. Frage mal meinen Rumo, der wird das bestätigen :D
Bestenfalls erhältst du einen Hund mit guten Anlagen, die du so fördern kannst, dass er tatsächlich einsetzbar ist. Ein gänzliches Umstülpen ist nicht möglich und auch nicht wünschenswert.

Informiere dich vernünftig, lese viel, aber betrachte den Einsatz des Hundes als Kirsche auf dem Sahnehaufen des 10 Kugel Eisbechers ;). Ansonsten hast du evtl Erwartungen die weder dein Hund NOCH Du erfüllen kannst. Denn der Gedanke Sozialisierung sei alles kann auch gewaltig nach hinten losgehen, spätestens bei der Frage warum der Hund es nicht leisten kann, laut diesem Gedankengang wäre es ja rein der versagende Halter. Beides ist aber absoluter Humbug und mehr als unfair dem Hund wie dem Halter gegenüber.

Solltest du fragen zu vernünftiger Literatur haben, kannst du mir gerne eine PN schreiben :)
 
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11 Nov 2012
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#50
Der Grund warum dir hier viele davon abraten ist schlicht und ergreifend, dass die Wahrscheinlichkeit einen passenden Hund zu bekommen bei anderen Rassen höher ist. Aber auch da gibt es keine Versprechen.
Ich würde sogar sagen, deutlich höher ist. darum sind die meisten Blindenhunde, therapiehunfe, schulbegleithunde, Schule und Altenheim besuchsdiensthunde und was es sonst noch in dem Bereich für Hunde gibt, keine aussies. Das liegt dann aber nicht daran, dass alle Menschen mit aussies ihre Hunde nicht richtig erziehen oder sozialisieren, sondern schlicht daran, dass sich viele aussies, aufgrund ihrer genetischen Veranlagung nicht gut eignen.

Wäre der Hund rein durch Erziehung und Sozialisierung hinzubiegen bzw. zu formen, wie man möchte, würde dies rassehundezucht ad absurdum führen. Denn dann könnte der Husky ein super Hütehund werden und der Maltesern ein super dachsbaujäger.

lg
 
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10 Jan 2016
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#51
Ein wenig erinnert mich das an Diskussionen auf der Arbeit mit vor allem jungen Kolleginnen, frisch von der Uni oder aus der Fachschule: Wenn was schief läuft beim Kind sind da immer die Eltern schuld.... Den Enthusiasmus das nur die richtige Erziehung her muss ist (leider) ein ziemlicher Trugschluß auch beim Hund.

Jedes Lebewesen bringt eine Art Rüstzeug mit und daraus gilt es etwas Gutes zu machen und beim Aussie muss man eben Sagen dass dieses Rüstzeug für vieles optimal ist, aber nicht für die Therapiehundearbeit, was natürlich kein Ausschluß ist, man muss halt schauen wo sich der Hund hinentwickelt und darf ihn zu nix zwingen was ihm nicht liegt.
 
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11 Nov 2012
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#52
Mensch ist halt auch nicht nur Produkt von Erziehung, Erfahrung und Liebe.
Wie oft merkt man das man Verhaltensweisen und Züge von Verwandten, Eltern und Großeltern hat bzw. diese stärker oder schwächer bei einem selbst ausgeprägt sind.

Ich z.b. bin bockstur (neuerdings sage ich lieber "meinungsstabil"), anerzogen hat mir das keiner, schon im Alter von 2 Jahren war ich das "nein-Mädchen" und habe diesen Zug von meiner Mutter geerbt und ausgeweitet. Meine Mutter ist ebenfalls ein bisschen stur, aber zu den Höhenflügen in Sachen Sturheit zu denen ich in der Lage bin, ist sie es dann doch nicht. ;)
Und auch wenn ich mir damit brutal selber im Weg stehe und mir ständig selber Beine stelle und sogar weiß, dass ich so ticke, ich habe diesen Zug bis jetzt nicht wegsozialisiert bekommen und aberzogen konnte er mir auch nicht werden. Wir sind halt die Kinder unserer Eltern und genauso ist der aussie eben ein Nachfahre von toughen, kompromisslosen, Hüte und ranchhunden.
Und Züge kontrollierbar und händelbar machen, ist nicht dass gleiche, wie Hund mag seinen Job und dieser stresst ihn auch nicht mehr als unbedingt nötig. Denn Stress ist auch etwas womit Hütehunde so ihre Probleme haben.

Lg
 
Dabei
10 Jan 2016
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#53
Punkt eins finde ich den Mini Aussie als Zuchtrichtung mehr so "naajaaa". Grund dafür ist schlicht, dass ich ehrlich gesagt nicht sehe dass ich das brauche. Meine Wilma ist 49cm und das ist nicht allzu selten. Jedoch mag ich keine Zucht die sich vor allem auf ein Merkmal beschränkt. Aber jedem das seine!
Um mal auf das Thema "Warum Mini" zurück zu kommen... vor zwei Jahren sah ich das noch anders, aber mittlerweile sehe ich das auch so. Aber das hat die Auseinandersetzung mit dem Thema Australian Shepherd mit der Zeit gebracht. Zu dem habe ich den Eindruck (das ist natürlich nicht verallgemeinerbar und nur mein Eindruck) dass da manchmal zu gunsten der Größe das ein oder andere viel wichtigere Merkmal ausser Acht gelassen wird.... Zu dem werden die Minis gerne als Aussie Light verkauft, die brauchen nicht so viel Auslastung, die haben keinen Hütetrieb, die sind nicht territorial und was weiß ich.

Einen Aussie von der Größe her nicht riesig kann ich auch im ASCA haben, gute Züchter wissen ungefähr was am Ende dabei raus kommt, auf der anderen Seite sollte ich mich selbst hinterfragen wenn ich zu viel von der Größe abhängig mache ob ich mir nicht vielleicht besser was mit Knopf im Ohr kaufe. Denn "schief" gehen kann das immer mal und einer schießt regelrecht aus der Reihe, damit muss ich halt rechnen.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#54
Viele tolle Dinge gelesen!

hoffe immer viele Hunde finden Halter die sie als eigenständiges Wesen sehen. Nicht nur an Stockmass , Farbe und Augenfarbe festmachen und wo sie auch gerade passig sind.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#55
Zum Aussies und seinem Wesen wurde hier alles gesagt. Da schließe ich mich meinen Vorrednern an.

Ich selbst habe und hatte immer Standards. Meine Ruby z. B. war nur 46 cm groß.

Ich kann verstehen, wenn jemand keinen großen und schweren Aussie möchte. Da ist der Mini ganz klar eine Option......allerdings auch viele Standards, denn da ist wirklich für jeden was dabei (bezogen auf Größe und Gewicht).

Hätte ich deine Vorstellungen und Wünsche, Levi, würde ich wohl zu einem Mittelpudel tendieren.
Ein fröhlicher, freundlicher, sportlicher, intelligenter Hund mit hoher Lebenserwartung. Max 50 cm hoch und bis 10 kg schwer.
Der erfüllt alles, was du uns hier beschrieben hast.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#56
Da ist der Mini ganz klar eine Option......allerdings auch viele Standards, denn da ist wirklich für jeden was dabei (bezogen auf Größe und Gewicht).
Stimmt letztlich muss man aber halt mit allem rechnen sogar beim Mini... oder gerade. Die Minis alle haben Standards im PED und da weiß eigentlich keiner was dabei raus kommt auch wenn die Eltern klein sind sagt das gar nichts. Yaris Eltern sind 45cm und 38cm Yari ist 51 oder 52 cm Stockmaß.

Und @Levi... eigentlich wollte ich nicht darauf eingehen, aber seis drum:

Das ist keine Genetik, sondern bei einem 13/14 Monate alten Hund entweder eine Spätpubertät (und damit im weiteren verlauf ein Trainingspunkt) oder du hast als Halter etwas gewaltig falsch gemacht, wenn dein "Nicht-Fremdenliebhaber" nach vorne geht. Punkt.
Keine Ahnung, wie viel Hundeerfahrung du hast, aber so besonders kann die nicht sein... klar haben wir Fehler gemacht, aber nicht mehr oder weniger wie jeder andere Hundehalter oder Aussiehalter auch. Ich hab damals lange darüber sinniert wie es dazu kommen konnte, irgendwann hab ich das eingestellt, weil es nicht zielführend war. Woran ich mich noch sehr gut erinnern kann... Weihnachten als Yari ein gutes Jahr alt war hat er noch mit der Bedienung "geflirtet" und sich genüsslich kraulen lassen... im März kam 3 Monate später kam ihm ein Nachbar wohl zu nah, und er ging nach vorne. Der machte drei Schritte zurück und damit war dieses Konzept für ihn wohl wirksam und hatte sich etabliert. Dazwischen hat er weder schlechte Erfahrungen gemacht noch gab es sonst einschneidende Erlebnisse. Bemerkenswert fand ich das auch die beiden Geschwister zu deren Herrchen und Frauchen ich noch Kontakt hatte auch genau zu diesem Zeitpunkt doof wurden. So einfach wie du das gerne hättest ist es dann eben doch nicht.

Ich kann dir auch sagen wenn dein Hund, den du von ganzem Herzen liebst einmal solche Probleme macht dann ist das ein Brett, das muss man erst einmal verdauen... es gibt Leute die schaffen das nicht, nicht umsonst findet man gerade in diesem Alter so viele Aussies die ein neues zuhause suchen. Wir haben uns diesem Problem gestellt, das hat nicht nur Geld und Nerven gekostet sondern war vor allem emotional nicht immer einfach.
Dafür habe ich heute einen Hund der ziemlich problemlos läuft, alle Arbeit und Mühe haben sich sehr gelohnt! Aber Therapiehund... nicht einer aus diesem Wurf und das waren genau so süße und problemlose Welpen wie deiner es heute ist.

Im Mai ist hier übrigens Koda eingezogen, der ist jetzt 10 Monate alt, er liebt Menschen und ist auch anderen Hunden gegenüber sehr gechillt. Wenn das so bleibt wird er wohl mit mir als Besuchshund mit kommen, natürlich mit entsprechender Ausbildung. Aber das weiß ich heute noch nicht. Wir machen erst mal den Hundeführerschein mit einem Jahr und wenn er dann später immer noch so gechillt, cool und menschenfreundlich ist starten wir mit der Ausbildung... ein Sahnhäubchen, dass ich nach so einem schwierigen Yari nur zu gerne nehmen würde. Aber wer weiß schon was kommt, lassen wir ihn erstmal erwachsen werden!
 
Dabei
11 Nov 2016
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#57
Hallo Levi

Kennst Du den Aussie-Blog "Behütet und geliebt"? Ich verlinke das nicht, Du kannst ja danach googeln. Darin beschreibt ein Paar seine Erlebnisse mit zwei Aussiemädchen und einer Bearded Collie Hündin. Eine der beiden Aussiehündinnen arbeitet als Therapiehund mit autistischen Kindern. Ihre Besitzerin hatte sie auch aus diesem Grund angeschafft und sich für einen Aussie entschieden. Die Beweggründe von ihr und ihre Vorstellung, wie der Aussie sein könnte, sind vermutlich identisch mit Deinen.

Mit dieser ersten Hündin hat sie ein Riesenglück gehabt. Denn die zweite Hündin ist genau das Gegenteil. Für die Therapiearbeit ungeeignet. Sie schreibt sogar, dass, wenn ihre zweite Hündin die erste gewesen wäre, sie sich nie einen Zweitaussie angeschafft hätte.

Die Erziehung, die beide Hunde genossen haben, war von dem her identisch.

Will heissen - die Erfahrungen, die Du hier zu lesen bekommst, sind völlig unterschiedlich aber sie treffen alle zu 100 % auf den Aussie zu. So bunt wie der Hund sein kann so unterschiedlich können sich die einzelnen Charakterzüge entwickeln. Das weiss man vom Welpen noch nicht.

Unser Aussie ist ein fröhlicher Menschenfreund, hat 0 Reserviertheit. Und gerade wegen dem völlig und absolut ungeeignet als Therapiehund. Ein durchgedrehter Knallkopf, der am liebsten alle fröhlich anspringen will - Kinder werden bevorzugt über den Haufen geworfen. Der Hund hat diesen Charakter, den wir durch Erziehung im Alltag in den Griff zu bekommen haben. Das taugt für den Alltag, aber nicht für einen Schulbesuch.

Von dem her macht es Sinn, wenn Du Dir über die möglichen Charaktereigenschaften des Aussies bewusst bist und diese akzeptieren kannst. Denn Du kannst Deinen Hund zwar erziehen aber nicht verbiegen. Das funktioniert bei einem Aussie nicht.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#58
sehe ich genauso. es wird sich erst mit der zeit raus stellen in wie fern er geeignet sein wird. meine junge hündin zb ist super sozialisiert, kommt von einem tollen züchter der selbst 6 kinder hat, der kindergarten war oft da, viel besuch, hier ist auch niemals etwas blödes vorgefallen mit fremden, sie hat viel kennen gelernt und trotzdem entwickelt sie sich zunehmend fremden gegenüber zu einem po hund. sie ist mega territorial und wachsam. meine kinds können alles machen aber wehe ein fremdes kind guckt sie komisch an..da kann sie sehr komisch werden. sie wäre gänzlichst ungeeinget..hätte ich vor einem jahr mir auch nicht träumen lassen.
 

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