Masken beim Australian Shepherd (E-Locus)

Masken kommen auch beim Australian Shepherd vor. Sie werden durch den E-Locus bestimmt (siehe Farbgenetik).

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E normale Farbverteilung ohne Maske
EM Farbverteilung mit Maske

Bekannt ist das Masken-Gen (EM) vor allem bei anderen Hunderassen wie dem Malinois, Mops, Mastiff oder Leonberger. Masken werden autosomal dominant vererbt. Die Maske ist im Standard des Aussies nicht speziell erwähnt.

Die Maske erscheint jeweils in der Grundfarbe des Hundes (schwarz oder braun) und reicht, je nach Ausbreitungsgrad, von der Schnauze bis über das ganze Gesicht. Bei extrem ausgebreiteter Maske sogar bis über Brust und Vorderläufe. So kann ein eigentlicher Black-Tri auf den ersten Blick wie ein Black-Bi erscheinen.

Masken bei Merles

Beim Blue Merle bzw. Red Merle sind anstatt der vollständigen Maske nur Flecken (die durch das Merle entstanden sind) auf den kupferfarbenen Abzeichen zu erkennen. Die Masken sind bei merlefarbigen Aussies, besonders mit zusätzlichen weißen Abzeichen, manchmal nur schwer zu erkennen. Sie vererben die Maske dennoch weiter.

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💡 Die Maske überdeckt die kupferfarbenen Abzeichen, wird aber von den weißen Abzeichen überdeckt.

Beispiele einer Maske:

Maske EmMaske Black TriMaske Blue MerleMaske Blue Merle Detail

Maske beim Blue Merle

masked merle blue merle mit Maske

Die Maske im Ausstellungsring

Obwohl die Maske beim Australian Shepherd genetisch fest verankert ist, wird sie im offiziellen Rassestandard weder gefordert noch explizit als Fehler gewertet. Da die Maske die kupferfarbenen Abzeichen (Tan-Points) im Gesicht überlagert, verändert sie den optischen Ausdruck des Hundes erheblich. Richter bewerten diese Hunde oft neutral, solange die Maske nicht die rassetypische Ausstrahlung oder das geforderte Weiß-Muster negativ beeinflusst.

Vererbung und Zuchtplanung

Da das Masken-Gen (EM) dominant vererbt wird, reicht bereits ein Elternteil mit Maske aus, um dieses Merkmal an die Welpen weiterzugeben. In der Zuchtplanung spielt es oft eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu Gesundheitswerten, kann jedoch für Liebhaber spezieller Optiken ein interessantes Merkmal sein. Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Hund, der keine Maske zeigt (Genotyp E/E), dieses Merkmal auch nicht verdeckt tragen oder plötzlich an seine Nachkommen weitergeben kann.

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