Der Australian Shepherd ist seit den Ursprüngen eine Rasse in der die Fellfarbe Merle vorkommt, wie bei vielen anderen Hütehunden auch.
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🐾 Australian Shepherds sind gesund! 🐾
Nun gibt es Bestreben unter dem Deckmantel des “Tierschutzes” die Zucht damit zu verbieten, obwohl die Farbe in der heterozygoten Form problemlos ist. Es werden gezielt Fehlinformationen gestreut, die auf Webseiten und in Zeitschriften verteilt werden. Grundlage dazu bilden veraltete Arbeiten, die für den Zuchtbestand in Deutschland keine Relevanz haben.
Ein Verbot würde unsere geliebte Rasse aussterben lassen oder durch starke genetische Verarmung krank machen – so viel zum Tierschutz. Der Genpool würde 50% völlig gesunde Hunde verlieren, das wäre nicht zu verkraften. Weitere Einschränkungen erwarten uns zudem, so das mit dem Wegfall von NBT und Trägerschaften die Zahl fast auf Null gebracht werden könnte.
Aktuell sind leider ausschließlich seriöse Züchter davon betroffen. Es wurde bereits begonnen Merlefarbene Hunde auf einigen Ausstellung auszuschließen. Teilweise haben die Züchter die Möglichkeit zu beweisen, dass ihre Hunde völlig gesund sind und dürfen dann teilnehmen, teilweise werden sie so vorverurteilt, dass nicht mal das möglich ist. Im Moment gibt es dazu fast täliche Änderungen/Neurungen/Anpassungen.
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Wer sich wissenschaftlich, aktuell und seriös über das Thema Merle informieren will, dem empfehle ich die Arbeit von Langevin et al., 2018. Außerdem haben wir einen Artikel zum Thema Merle, der auf Langevins Arbeit als Quelle basiert: Vererbung von Merle
NEU: Bitte lesen Merle Fakten 2026
Die Argumente für ein Ausstellungsverbot sind nicht nur ohne jeglichen Realitätsbezug, sie sind auch nachweislich wissenschaftlich falsch. Sie beruhen auf veralteten Studien, die einen geringen Datenbestand heranziehen, die für die Zucht von Australian Shepherds (und auch anderer Rassen in denen Merle seit beginn der Entstehung vorkommen) nicht relevant sind. Es soll Menschen, die nicht aus dem Themenbereich der Farbgenetik kommen eine ganz bestimmte Meinung mittels perfider Vermischung der genetischen Grundlagen vermitteln. Es wird nicht zwischen heterozygoten und homozygoten Merle unterschieden.
Laut der statistischen Datenbank des Zuchtbuchführenden Vereins in Deutschland (CASD), ist der Anteil der Aussies die für Merle homozygot (klassische Doublemerle* M/M) sind 0% – NULL Prozent. Und das aus über 11.000 Aussies. In den letzten 20 Jahren ist also unter dem Zuchtverein CASD* kein einziger Wurf mit Merle x Merle gemacht worden. Die Züchter sind entsprechend ausgebildet und sowohl der Verein verbietet diese Art der Verpaarung bereits von der Gründung an, als auch das deutsche Gesetz hat bereits lange ein Verbot dazu (fällt unter Qualzucht). Nun entdecken Tierrechtler diese Sache plötzlich für sich und fordern ein totales Verbot von Merle in der Zucht.
Nur um das noch mal ganz deutlich zu sagen, wird Merle in der Zucht verboten, ist das das Ende der ganzen Rasse. Mit einem Genpool der um 50% schrumpft können Züchter nicht vernünftig arbeiten.
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Begriffe:
- Double Merle (reinerbig): der Hund ist überwiegend weiss (bsp.: M/M), ein solcher Hund entsteht bei verbotener Merle x Merle Verpaarung
- heterozygot (mischerbig): der Hund ist sichtbar Merlefarben (bsp.: M/m), das entspricht einem typischen Merle. Unproblematisch sind aber auch weitere Kombinationen wie z.B. Mc/M. Detaillierte Infos siehe Artikel zum Thema Merle.
- CASD: Club für Australian Shepherds e.V.
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