CEA ist eine angeborene Augenerkrankung, die in manchen Collie-verwandten Rassen vorkommt. Beim Australian Shepherd ist sie heute extrem selten und dank des sehr zuverlässigen Gentests ist das auftreten der Erkrankung selbst praktisch kein Problem mehr. Echte CEA-Erkrankte (betroffene Hunde) gibt es in der modernen Zucht gar nicht mehr.
Was ist CEA eigentlich? đ

Collie Eye Anomaly (CEA) ist eine angeborene EntwicklungsstĂśrung des Auges, die durch eine Mutation im NHEJ1-Gen (frĂźher auch als âCEA/CH-Mutationâ bekannt) verursacht wird. Der Erbgang ist autosomal-rezessiv. Das bedeutet, dass sich die Erkrankung nur ausprägen kann, wenn ein Hund zwei Mutationen trägt.
Typische Veränderungen wären:
- Chorioidale Hypoplasie (CH) â unvollständige Entwicklung der Aderhaut
- Colobom (Grube im Sehnervenkopf)
- Staphylom, GefäĂanomalien, NetzhautablĂśsung (selbst bei Betroffnen sehr selten)
Wichtig: CEA-Träger zeigen keine Veränderungen. Und sogar viele homozygot Betroffene (CEA/CEA) zeigen keine oder nur sehr milde Veränderungen, die das SehvermÜgen nicht beeinträchtigen.
CEA beim Australian Shepherd – Stand 2026 đ
Im Gegensatz zu Rough/Smooth Collies (wo CEA frßher sehr häufig war) ist die Erkrankung beim Aussie seit Jahren extrem gut kontrolliert:
- Betroffene Hunde (zwei Kopien der Mutation): praktisch nicht mehr existent in seriĂśser Zucht (Rate <0,1â0,3 % in groĂen Testdatenbanken).
- Träger (eine Kopie): Je nach Population und Testzeitraum 0,5â3 %, sinkt kontinuierlich weiter.
- Clear (frei): 97â99,5 % in aktuellen Datensätzen (Embark, Paw Print, europäische Labore).
Dank Routine-Gentests seit Ăźber 15 Jahren werden Träger problemlos mit Clear-Partnern verpaart â dadurch entstehen keine betroffenen Welpen mehr. Klinisch relevante CEA-Fälle (Sehbehinderung, NetzhautablĂśsung) sind beim Aussie heutzutage eine absolute Rarität. Nur beim Kauf von Welpen mit unsicherer Herkunft, gibt es keine Garantien.
Symptome & klinische Relevanz beim Aussie â ď¸
Bei den wenigen Hunden, die frßher betroffen waren, waren die Veränderungen meist sehr mild:
- Chorioidale Hypoplasie (CH) â oft nur augenärztlich sichtbar, keine Sehbeeinträchtigung
- Sehr selten: kleine Colobome ohne Folgen
- Schwere Formen (NetzhautablĂśsung, Erblindung): praktisch nicht mehr existent in der heutigen Rasse
Zucht & Gentest – Routine seit vielen Jahren đĄď¸
Der CEA-Gentest (NHEJ1-Mutation) gehĂśrt seit Langem zur Standarduntersuchung seriĂśser ZĂźchter. Empfohlene Strategie:
- Alle Zuchthunde testen
- Träger nur mit Clear-Partner verpaaren
- Betroffene Nachkommen vermeiden
Mit dieser einfachen Regel ist CEA beim Australian Shepherd nahezu eliminiert â ein groĂer Erfolg der verantwortungsvollen Zucht.
â Artikel aktualisiert am â
