Sammy, der instabile A-Typ

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7 Okt 2014
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Ich will da auch gar nicht zuviel reininterpretieren , wäre es lediglich dieses langsame Hinlegen würde ich das auch nicht.
Aber Finn läuft schon geraume Zeit hinten nicht rund, er hält das rechte Hinterbein ganz leicht steif beim Gehen, beim Rennen ist es normal.
Die angebliche Bänderverletzudmg müsste längst verheilt sein, Schmerzmittel haben keine Veränderung gebracht, also scheint es nicht mal weh zu tun.
Es sieht eher aus, als wäre er da in irgendeiner Form blockiert, daher mein Gedanke ans Knie.
Allerdings versuche ich das seit vier Monaten zu ignorieren , weil mir die Tierärztin weiße Mäuse unterstellt hat, dass jetzt jemand den Verdacht auf Schmerzen hatte, stimmt mich ziemlich nachdenklich.

Ich werde vielleicht am Wochenende in einem seperatem Thread mal ein Video vom Gangbild hochladen, sofern ich nicht wieder zu blöd dazu bin.
 
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7 Okt 2014
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Ach so, das Schnauze lecken sehe ich übrigens ganz unabhängig von allem Anderen, das ist bei Finn wirklich eine von vielen Arten mir zu zeigen, dass er etwas grade unsinnig findet.
Aber das hatte ich oben ja schon geschrieben, mir ging es jetzt rein um seine Steifbeinigkeit :)
 
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25 Aug 2016
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Das kann man auf dem kurzen Video aber nur schlecht beurteilen...hattest du schon mal eine Physiotherapeutin an ihm dran?
Damit haben wir bei yoshi schon sehr früh viel bewegt.

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26 Feb 2016
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Guten morgen, der Trainer war gestern da. Es gab viel input und das Problem bei Sammy ist, dass er total verunsichert, überfordert und ängstlich ist. Das er total reizempfindlich ist und damit nicht umgehn kann. Also die vorherigen Trainingsübungen waren nicht wirklich sinnvoll.
Die Problematik bei seiner Züchterin sei auch ein Grund für dieses Verhalten, da er kaum sozialisierung hatte.
Er sagte mir, es wird nicht leicht und sei massiv viel Arbeit, die ich da investieren muss.
Es liegt da bei uns, ob wir das schaffen...
Das Training ist erst mal, von der Haustür oben bis runter, wenn er da schon anfängt zu wuffen oder sonstwelches Theater, muss es erst mal immer wieder hoch in die Box, dass so oft, bis er ruhig ist.
An der Leine darf kein Zug mehr sein, heißt, körperlich begrenzen oder jedes Mal stehen bleiben und erst weiter, wenn er den Zug von sich aus lockert.
Mit der Umweltproblematik, immer wenn er in der Leine steht, er soll es sich anschauen, dass er merkt es passiert nichts und dann wird er jedes mal einmal freundlich mit seinem Namen angesprochen, wenn er nicht reagiert, zurückgehen und belohnen. Also jeder Blickkontakt wird mit quitschistimme belohnt und es gibt Futter/Leckerli.
Das heißt, vollstopfen wenns Spaß macht.
Sammy hat gelernt, wir sind nicht für ihn da, also muss er damit alleine zurechtkommen und leidet so an massiv Stress.
Daher muss ich jetzt den Anker und die Bindung aufbauen und viel über Futter arbeiten, dass es wird. Er brauch mich und muss es lernen, dass nur ich zähl und im somit alles abnehme.
Das wird also hartes Training.
Noch bin ich mir unsicher, ob ich das schaffe.
Aber ich will nicht aufgeben.
Dann muss ich ihm körperlich diese "ich schmeiß mich hin und macht doof" richtig ungemütlich machen. Kommentarlos, in dem ich einfach ihn mit den Füßen so anschiebe, dass er es läßt. Und alles ausm Maul rausnehmen und das stressabbauende, alles ins Maul nehmende Zeugs auch ungemütlich machen. Immer mit dem Fuß verhindern, wenn er liegt und Dreck frisst.
Alles andere super belohnen und mit Lecker bestätigen.


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26 Feb 2016
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Zu dem Thema, Hund mit Futter zum Bindungsaufbau, was sagt ihr denn in meiner Situation dazu? Ich hab etliche Treats gelesen dazu.
Ich muss unsere Bindung draußen ja komplett aufbauen, sodass er bei allem wieder Aufmerksamkeit zu mir richtet und lernt, bei Frauchen ist es klasse und da passiert auch nichts. Am Anfang wars ja schon super, als ich so anfing. Dann wurds mit dem Training scheinbar immer schlechter.
Jetzt war ich mit ihm draußen, Jogger mit Husky, andere Hunde usw. Hab ihn dann in die Leine gelassen und er hat bissel Theater gemacht, kam bei Ansprache aber zu mir. Ich hab ihn jedes mal "FEIN" gelobt und Futter. Nach paar Minuten liefs immer besser und zum Schluß klebte er total an mir, Schwanz fast gerade runter und nur noch mich angeschaut. Im Park, trotz Hunde und an der Straße.
Er giert nach Lob und Futter.
Denkt ihr, es kann für uns der Weg sein?
Ich merke, es ist anders so.

Der Trainer sagte ja, er sei kein Testosteronfreak, eher, ich mach mir in die Hosen. Und die Belohnung, wenn er zu mir schaut und kommt, egal welche Ablenkung und Theater, dann lerne er so, dass er irgendwann alles bei mir abfragt.
Das wäre auch so mein Wunsch, klar.
Durch die Fixierung auf mich, hat er auch null vom Boden gefressen, lief nur bei mir.

Das mit der Ernährung hatte er auch mit mir besprochen. Keinerlei Knabberzeugs mehr(Schweineohren/Ziehmer/Fellzeugs) wegen dem hohen Protein. Gefüllte Kongs eher und mal Torgawurzel. Futter bleibt, wie ich es handhabe.
Ansonsten schauen, ob ich das Futter im Napf reduzieren muss, wenn er draußen so viel bekommt, für die Zusammenarbeit und Training.
Aber da mach ich mir weniger Sorgen.

Das war gestern richtig heftig.
Stellenweise dachte ich, dass schaffst du nicht, auch wenn er sagte, es ist besser ein Verunsicherter Hund zu haben, als einer, der den Macker macht. Klar, muss ich auch aufpassen, wenn er zu hoch geht, denn auch das Abbruchkommando funktioniert nicht.

Aber ich bin gespannt, was die Fachleute unter euch dazu sagen. Oder welche, die vielleicht auch so ein Fall haben.




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7 Jan 2014
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Deine Geschichte erinnert mich ungemein an eine Frau in meinem Flegelkurs. Der Hund, kein Aussie, wurde wohlüberlegt ausgesucht. Alles geplant und es sind in allerbesten Vorraussetzungen. Der Hund ist ein Oberhibbel und entwickelt eine Unart nach der anderen. Auch da war die Frage warum läuft da etwas schief. Frauchen hat sich ständig belesen, verschiedene Trainer , zum Teil nebeneinander, beschäftigt. Und in jeder Trainingsstunde kam der flehende Hilferuf was sie denn machen soll. Ich habe ihr dann einen Rat gegeben: kaufe dir ein Buch! Natürlich war sie sofort bereit und fragte nach dem Namen. Ich habe ihr dann gesagt egal, vom Liebes Schinken bis zum Gartenratgeber alle super. Nur auf keinen Fall ein Buch über Erziehung von Hunden! Ich hatte das Gefühl das die beiden ,Hund und Mensch, Abstand brauchten. Eine Auszeit in der der Hund nicht unter Beobachtung steht und irgend welche Erwartungen erfüllen muss. Einfach mal Hund sein darf und Frachen auch mal an andere Dinge denken darf als an Hund und was sie vielleicht falsch macht.
Ich glaube das wir oft unsere Hunde, in bester Absicht, zu sehr in unseren Mittelpunkt stellen. Manche Hunde können offensichtlich mit dir Erwartungshaltung und dem ständigen beobachtet werden nicht umgehen. Sie haben einfach nur Stress. Dein neuer Trainer hat sicher gute Ansätze und seine Meinung das es viel Arbeit ist, ist sicher richtig. Aber es ist auch Arbeit an dir. Und man darf auch mal Konfliktsituationen meiden um einfach mal einen entspannten Spaziergang zu haben. Ohne Training und Erwartungshaltung was der Hund tut und warum.
 
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10 Mrz 2014
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es heißt nicht umsonst Liebe geht durch den Magen. Du hast doch nicht vor ein Leben lang mit einer prall gefüllten Tüte Leckerli rum zu laufen, sondern nur jetzt für 1, 2 , drei oder auch 6 Monate. Wenn eure "Beziehung" und "wer ist für was zuständig" geklärt ist, baust du sie sicherlich ab. Also alles entspannt sehen. Wenn du jetzt Spaß mit dem Hund hast, es funktioniert, mach es. Wenn ich es richtig verstanden habe baust du ja sowieso schon ein Marker Wort auf.

Versuche so wie agility schreibt auch mal eine Zeit ohne Anforderungen für dich und den Hund zu finden. Und lerne zu akzeptieren das dein Hund ein Individuum ist der weder seinen Rassestandart kennt, noch irgendwelche schlauen Bücher. Er hat Ecken und Kanten, und auch viel liebenswertes und all das macht ihn aus. Manches wird änderbar sein, manches aber auch nicht.
Ich wünsch dir Hoffnung, Spaß und viel Erfolg
 
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21 Feb 2011
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Ob es immer gut ist, den Hund zu füttern, wenn er grad total gestresst ist, bezweifel ich sehr.
Wobei ich nicht sagen kann, ob es bei euch sinnvoll ist. Das ist der Nachteil von Tipps übers Internet.

Ansonsten auch hier wieder: Sammy hat da ein Problem und ist dort so schwierig.
Sammy ist das kleinste Problem. Die meisten Probleme, die ihr miteinander habt, sind hausgemacht.

Du musst viel gelassener werden....je aufgeregter dein Hund ist, umso ruhiger musst du werden.
Barbara hat schon was dazu geschrieben, z. B. auch mal Begegnungen mit anderen Hunden aus dem Weg gehen.
Lässt sich das nicht vermeiden, du selbst hast aber weder die Nerven, noch Kraft, keine Zeit oder was auch immer, dann lass ihn doch pöbeln. Was ist daran so schlimm? Ist er mit Leine gesichert, kann doch nichts passieren. Es muss einem weder peinlich sein, noch sollte einen die Meinung der anderen interessieren.
Schließlich ist man nicht immer in der Stimmung, sich mit seinem Hund auseinanderzusetzen.

Wenn du dein Verhalten dem Hund gegenüber nicht änderst, werdet ihr beide weiter leiden. Daran kann auch der beste Trainer der Welt nichts ändern.

Es liegt also wirklich bei dir. Es ist viel Arbeit und wird sicher auch sehr anstrengend.
Aber eins ist ganz sicher: die Mühe lohnt sich und Sammy wird es dir danken.


Das ist auch ein sehr schöner Text dazu:
http://www.bellosbest.de/Erziehung_ist_Beziehung.html
 
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7 Okt 2014
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Gundi, schöner Artikel!

Ich glaube, bei vielen Haltern hat sich halt der Gedanke manifestiert, dass man bestimmtes Verhalten niemals zulassen darf, weil man sich damit das gesamte Training kaputt macht und der Hund es immer wieder an den Tag legen wird.
Ich merke das sogar an mir selbst, dieses Denken: "Mist, nun ist es doch passiert und jetzt müssen wir wieder ganz von vorne anfangen und bestimmt war jetzt alles umsonst...".
Was man da aber schnell vergisst ist, dass das nicht für alle Situationen gleich gilt.
Klar sollte ein Hund beispielsweise keinen Jagderfolg haben, kommt er einmal auf den Geschmack, ist er vermutlich beim nächsten Mal wieder auf und davon.
Und ein erfolgloser Rückruf nutzt sich natürlich mit der Zeit ab.
Grade unsere Aussies hinterfragen und probieren ja auch immer wieder, wie weit sie gehen können und ob heute noch die gleichen Regeln gelten wie gestern.
Aber sie verzeihen uns auch Fehler und geben uns die Möglichkeit , neu anzufangen.
Von daher stimme ich absolut überein darin, dass man auch einfach mal nichts tun darf (natürlich vorausgesetzt , die Situation ist nicht gefährlich für irgendwen!)

Ich persönlich versuche Pöbeln an der Leine möglichst immer zu unterbinden, einfach auch, weil es mich nervt und körperlich für mich anstrengend ist.
An Tagen, an denen ich nicht gut drauf bin, mache ich daher aber auch einfach einen Bogen um andere Hunde, wenn ich sie nicht kenne.
Weil die Wahrscheinlichkeit , dass mein Hund dann pöbelt (und nochmal, ich habe einen Kandidaten , der sich an der Leine zu 90% benimmt) mit meiner schlechten Laune und Unsicherheit wächst.
Ich würde also Stress erzeugen, der eigentlich nicht nötig wäre und weil ich mir dessen bewusst bin, weiche ich lieber aus.

Bin ich dagegen gut drauf und strahle das auch aus, wird auch meist nicht gepöbelt.
Und passiert es dann doch mal, mache ich mir nicht viel draus.

Finn kommt eh an die Leine, wenn uns ein fremder Hund entgegen kommt, nicht weil er das bräuchte, sondern weil ich mich damit sicherer fühle.
Sind wir vorbei, lasse ich ihn sofort wieder frei.
Eventuell ist das falsch, aber ich bin halt von Natur aus teilweise ein Schisser und weiß das auch und wir fahren so recht gut, Finn zeigt mir andere Hunde mittlerweile durch Stehen bleiben und mich angucken vorher an und wir hatten dadurch noch nie eine wirklich unangenehme oder kritische Begegnung.

Ich stelle mir jetzt vor, ich würde ständig unter Strom stehen und mich vor der nächsten Begegnung fürchten, dann würde ein Spaziergang beim Hundeaufkommen hier zur Katastrophe .
Ich würde jedes Mal mit einem schlechten Gefühl nach Hause gehen und mein Hund wäre permanent von mir gestresst.
Irgendwann würde ich ihn gar nicht mehr von der Leine machen, weil ja irgendwo der nächste Hund bereits lauern könnte.
Und lange Spaziergänge an der Leine sind für mich persönlich ein Graus.
Der gesamte Spaßfaktor, die Freude aneinander und an der gemeinsamen Unternehmung wäre ruiniert.

Aus dem gleichen Grund trainieren wir nicht, wenn ich mies drauf bin.
Der Erfolg wäre gleich Null, wir wären beide frustriert, würden an die nächste Einheit womöglich ebenfalls negativ herangehen.

Was ich dagegen mache, wenn es mir nicht gut geht, ist mit meinem Hund zu spielen und ihn einfach Hund sein lassen.
Ich schlage Haken um jeden potenziellen Stress, suche mir ein abgeschiedenes Plätzchen, lasse meinen Hund von der Leine und schaue ihm zu bei was auch immer.
Nach kürzester Zeit interagieren wir, denn sein Spaß ist grundsätzlich ansteckend.
Ich bin schon seit Ewigkeiten nicht mehr wirklich schlecht gelaunt vom Gassi nach Hause gekommen, selbst wenn ich womöglich heulend losgegangen bin.

Und ich finde es immer wieder erstaunlich, dass sich manche Erfolge grade dann einstellen, wenn man das hartnäckige, krampfhafte dran Arbeiten einfach mal eine Weile einstellt.
Nimmt man das Training dann wieder auf, läuft es plötzlich wie von selbst.
Fällt mir grade beim Tricksen oft auf, geht Finn etwas meiner Meinung nach überhaupt nicht in den Schädel , lege ich es vorerst auf Eis und plötzlich bietet er es mir an , wenn ich gar nicht damit rechne.


Lange Rede, kurzer Sinn...Fluffy, Ich finde es ebenfalls ganz ganz wichtig, diesen permanenten Druck aus dem täglichen Miteinander zu nehmen.
Ständige Ängste jedweder Form vermiesen einem den Spaß aneinander und verhindern obendrein eine enge Bindung.
Übrigens nicht nur bei Mensch-Hund Beziehungen
 
Dabei
22 Sep 2014
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Im Falle von Sammy zeigt sich leider wieder, wie wichtig eine gute Zucht ist. Nun ist das Kind aber leider in den Brunnen gefallen und ich finde, dass ihr es ihm quasi schuldig seid, dass ihr ihm jetzt in seiner Unsicherheit helft.

Bitte sei nicht frustriert, wenn die Erfolge -von denen du berichtet hast und was für euch BEIDE ein super Ansporn ist- auch mal ausbleiben oder es einen herben Rückschlag gibt. Auch das ist normal.

Wenn dein Hund tatsächlich solche Probleme mit der Reizüberflutung hat, muss man sich vielleicht in Zukunft auch damit abfinden, dass es eben kein "easy going"-Hund ist. Dann geht man eben nur im Wald spazieren und vermeidet überfüllte Wege.

Wie meine Vorredner schon geschrieben haben: probiert nicht zu viel aus. Versucht jetzt erst mal mit der neuen Methode weiterzukommen (auch ich finde es nicht schlimm, jetzt viel mit Futter und Lob zu arbeiten: manche Hunde brauchen das und werden so auch entspannter. Das Futter kann man immer noch langsam ausschleichen lassen. Ich habe mit meinem im ersten Jahr auch viel über Futter gearbeitet und er sieht mich jetzt nicht als Futterautomaten, bzw. ich nehme kaum noch etwas mit) und doktor nicht weiter rum. Das verwirrt euch nur beide. Sieh es als neues Kapitel. Es gibt doofe und gute Tage, nur neigt man als Mensch dazu negative Erlebnisse als besonders bedeutsam abzuspeichern.
 
Dabei
22 Sep 2014
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@ Finnie Pooh: hier sieht es genau so aus. Habe ich einen sch... Tag und bin ultra gestresst, dann überträgt es sich auf meinen Hund und dann ist er auch mies drauf. An solchen Tagen gehe ich entweder dort entlang, wo ich keine anderen Hundehalter treffe oder ich gehe nur eine kurze Pipirunde, bis ich wieder runterkomme. Unsere Hunde sind ja sowieso schon Meister im Lesen von Emotionen, da muss man sich nicht zusätzlich stressen :)
 
Dabei
10 Mrz 2014
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und noch etwas zum Aufbauen. Ein Ultra schnell reizüberfluteter Hund kann, wenn er erwachsen ist, daran gearbeitet wurde, trotzdem zu einem relaxten Hund werden den du überall mitnehmen kannst. Nicht am Anfang sondern einfach etwas später.
 
Dabei
26 Feb 2016
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Vielen Dank für eure Meinungen. Ich sehe es jetzt auch so.
Wir haben sehr wenig mit Futter gearbeitet, dass wißt ihr ja, durch die anderen Treats von uns. Jetzt werd ich das wieder tun, so wie ichs gezeigt bekommen habe und in dem normalen Umgang zwischen uns. Ihm macht es Freude und mir auch. Wenn sich einiges dadurch festigt, dann ist es schön. Zumindest bekommt er jetzt auch mehr positives und ich merke, wie er das braucht. Und es macht Spaß.
Hab mir nach gestern viele Gedanken gemacht, z.b. das Thema, dann müsst ihr halt 10 mal am Tag raus und immer wieder üben. Also das mach ich nicht, erstens, Sammy wird nur gestresster und nervöser und passt auch so gar nicht zu unserem Alltag. Wäre einzurichten, aber dann hab ich ja auch kein Leben mehr und wieder pusht sich sein Stress auf. Da bleib ich bei unserem normalen Ablauf, damit auch ich wieder ruhiger werde. Das gezwungene"du musst das jetzt" ist sicher kein Weg für uns. Für schlafen und schmusen wär da ja keine Zeit mehr.
Ihr hattet mir schon mal den Tip gegeben, auch mal Stress sein zu lassen und nicht ständig solche Situationen zu suchen. Und das habe ich dann auch umgesetzt.

Wenn es kein easy going Hund wird, den ich überall mit hin schleifen kann, dann ist es so. Da bin ich jetzt auch nicht drauf versessen. Ich persönlich fahr im Jahr maximal 3 mal in die Stadt in ein Shoppingcenter, dass wars schon. Dann brauch mein Hund da nicht dabei sein. Für Feste mit Hund zu besuchen, war ich auch noch nie ein Freund. Und das letzte mal öffentliche Verkehrsmittel benutzt, ja, dass ist bestimmt schon 13 Jahre her.
Wir nehmen jetzt Sonntags an den Spaziergängen teil, da wird an solche Alltagssituationen gearbeitet. Mit 3 bis 5 Hunden.
Das denk ich, einmal die Woche ist das ein gutes Training für uns? Oder was denkt ihr?
Morgen sind wir nicht dabei, da gehts in Vogelpark, dass wär zu heftig für Sammy, hat der Trainer auch gesagt.


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7 Okt 2014
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Einmal die Woche wird natürlich dauerhaft nicht reichen, du wirst schon auch in eurem normalen Alltag dran arbeiten müssen.
Ansonsten kann es durchaus passieren, dass er sonntags wunderbar "funktioniert", montags bis freitags dagegen gar nicht.
ABER momentan und für kurze Zeit würde ich es tatsächlich dabei belassen und gewisse Situationen außerhalb vom Training komplett meiden, damit etwas Ruhe einkehrt.
 
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22 Sep 2014
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Ich persönlich würde erst mal ohne Ablenkung durch andere Hunde üben. Das ist schon arg viel verlangt, aber ich kenne deinen Hund ja nicht persönlich.

Und zum Thema den Hund überall mit hinnehmen : obwohl ich einen "ich wäre gerne überall dabei"-Kandidaten habe, nehme ich ihn auch nicht mit in die Stadt zum Shoppen (es sei denn , wir sind im Urlaub und der Hund ist gerade mit dabei). Ich habe ja auch noch ein Leben ohne Hund ;)
 
Dabei
26 Feb 2016
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Ja genau. Man vergisst das "Leben" machmal. Merk ich selbst Stellenweise.

Finnie Pooh, so werd ich es machen. Einmal die Woche diese betreuten Ausflüge und natürlich ganz normal weitermachen.
Ist ja 3 mal täglich Training. Leider. Komm aus dem Haus und schon laufen Hunde vorbei. Gegenüber der "Hundepark" . Für manchen ein Traum. Mit Balu war das traumhaft.
Jetzt ist es entweder ein Übungsplatz für uns oder Stress. Wir sind es nicht anders gewöhnt, dass ständig von jeder Seite Hunde kommen.



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10 Mrz 2014
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Hast du die Möglichkeit irgendwo hinzufahren wo kaum Hunde sind? Das würde ich mir an deiner Stelle hin und wieder gönnen.
Lassie kann mittlerweile überall mit , trotzdem gönnen wir uns meistens stressfreie Spaziergänge in freier Natur. Allerdings wohnen wir auch im nirgendwo. Aber es ist einfach erholsam nicht immer auf 180 sein zu müssen und einfach mit dem Hund Spaß zu haben.
 
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26 Feb 2016
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Hast du die Möglichkeit irgendwo hinzufahren wo kaum Hunde sind? Das würde ich mir an deiner Stelle hin und wieder gönnen.
Lassie kann mittlerweile überall mit , trotzdem gönnen wir uns meistens stressfreie Spaziergänge in freier Natur. Allerdings wohnen wir auch im nirgendwo. Aber es ist einfach erholsam nicht immer auf 180 sein zu müssen und einfach mit dem Hund Spaß zu haben.
Ich wünschte mir schon immer, bissel abseits zu leben, aber man kann nicht alles haben. :-(
Daher war ich auch immer wieder verunsichert, ob Sammy diesem "Stress" irgendwann mal leichter ab kann.

Wir fahren mehrmals die Woche hier weg, um "alleine" zu sein. Manchmal haben wir Glück.
Jeden Tag andere Hunde sind schon nervig auf Dauer, und dann als mehrmals am Tag noch, da versuch ich wenigstens gleich im Hof ins Auto und weg.


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10 Mrz 2014
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Wenn du dem Streß nur schlecht aus dem Weg gehen kannst, würde ich mich wirklich in die hinterste Ecke im Park setzen und ein Buch lesen, das so lange bis der Hund es als normal empfindet. Dann würde ich weiter in die Mitte..... . So hab ich es mit der Stadt geübt. Mit dem Buch ist es mir leichter gefallen, überhaupt nicht auf den Hund zu reagieren. Egal ob sie gefiept, gebellt, gezogen hat, nur wenn sie ruhig war und später gelegen, hab ich sie mit Leckerli belohnt.
 
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25 Aug 2016
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Ich weiß ja nicht wie du dazu stehst...Ich bin ja eher der naturheilkundliche Typ.
Hast du schon mal über bachblüten nachgedacht? Für euch beide?

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26 Feb 2016
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radelschnauzerl: Das hat mir der Trainer auch gesagt. Das mache ich ja ständig. Nicht lange, aber ich halte mich immer so 20 Minuten im Park auf, dass er alles kennenlernt, von Anfang an. Oder im Hof vor der Haustür. Die wichtigen Orte bei uns. Ist ja ständig was los.
Normaler Tagesablauf bei uns zur Zeit, morgens raus, Tür auf, Menschen, Fahrräder und Hunde gleich im Blickfeld. Dann im Park gehts weiter. Mittags in Wald, vielleicht mal ohne Begegnungen, leider nein, gleich am Auto Hunde von allen Seiten. Man könnte ja warten, aber sie laufen ja hinter her. Und Abends natürlich wieder Menschen und vielleicht Hunde, sobald wir rauskommen.
Man sollte eigentlich denken, ist doch super für den Hund, der lernt das von Baby an. Seit er aber das Bellen für sich entdeckt hat, lebt er das auch aus.
Wir haben hier also immer Stress und immer strafe Leine am Anfang.
Wir dachten uns auch schon, ob ein Leben für ihn bei uns nicht zu stressig ist.

Bachblüten hat ich bei mir schon angewand, aber jetzt muss ich erst mal eine Zeit abwarten, bis meine Herztabletten und Schilddrüsentabletten richtig wirken und richtig eingestellt sind.
Und Sammy bekommt schon länger Zylkene, aber Gedanken hab ich mir schon gemacht.


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26 Feb 2016
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Ich reg mich da einfach nicht mehr auf. Vielleicht ist es ja auch ein Fehler von mir, immer wieder in der Nähe von anderen Hunden zu sein. Im Prinzip ist im Park Anleinpflicht, naja egal, wenn die Hunde hören, ist das ja ok, da kann ich niemand einen Vorwurf machen. Heute morgen kam einfach einer auf uns zu. Und wurd dann noch giftig, heut mittag beim üben das gleiche. Ich werd blöd angegugt, weil meiner pienst und in der Leine hängt und werd dann doof angemacht, ist ja auch schwer, wenn er nicht zu anderen darf. Ist mir auch klar.
Entweder ist jeder Hund gut erzogen vom Himmel gefallen und mein Aussie total durchgeknallt oder ich bin einfach nur böse.


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22 Sep 2014
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Das verstehe ich ja eh nicht : wenn meiner im Freilauf ist und uns kommt jemand mit angeleintem Hund entgegen, dann leine ich IMMER an. Leider gibt es so viele dermaßen bescheuerte Leute , die ganz offensichtlich NULL ihren Hund lesen können und der Meinung sind, ihrer dürfte alles...
 
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15 Mai 2014
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Ich habe auch schon mal jemanden getroffen (eher gesehen als getroffen), der die ganze Zeit am Handy zu Gange war während sein Hund mir ins Fahrrad lief und den am Rad festgemachten Zaro beschnupperte nachdem ich eine Vollbremsung hingelegt habe. Dann lief er wieder zu Herrchen, der uns vermutlich gar nicht gesehen hat. Und das war jetzt kein Einzelfall. Ich verstehe es auch nicht. Ich laufe doch auch nicht zu fremden Menschen, patsche sie an und begrüße sie einfach. Warum erlaubt man seinen Hunden sich jedem aufzudrängen?
 
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26 Feb 2016
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Mit Hund an der Leine ist man hier voll der Tierquäler. Und ist natürlich auch gleich ein Spielverderber. Wiso muss man gereizt werden, seinen Hund anleinen zu müssen? Wenn meiner nicht verläßlich hört, kann ich ihn nicht frei lassen wenn überall Hunde und Kinder sind und einem plötzlich in den Hacken hängt, da geht man schon abseits, bringt aber nix.
Und ein anderer Hund aus der Nachbarschaft läuft sogar frei, und hört wirklich null. Dazu kommt die noch in die Läufigkeit. Und rennt über die Hauptstraße auf unseren zu, der gerade pinkelt.


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22 Sep 2014
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Bei uns sind es zu 99% die kleinen Hunde , die immer frei laufen und leider null hören. Und kleine Hunde zu blocken finde ich echt schwierig. Die sind so wuselig!
Und deren Besitzer der Meinung, dass sie alles dürften , weil sie ja klein sind und somit niemanden stören dürften. Richtig nervig!
 
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20 Jan 2016
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Nein , die SDU beim Hund hat immens viele Gesichter, unter anderem mangelnde Konzentration, Hibbeligkeit, Aggression...Überfunktion gibt es bei Hunden so gut wie nie.
Hat deiner SDU? :) Oder wieso ist das dein Thema?

Es gibt auch einfach Hunde die sich auf harten, feuchten, kalten oder schmutzigen Boden (und da könnte ja schon ein anderer Hund vor X-Tagen hingepinkelt haben, was wir gar nicht mehr wahrnehmen) ungern hinlegen und es gibt auch Hunde, die sich grundsätzlich ungern ablegen (gerade beim Aussie Thema Hüten) ganz oft. Also ich würde da jetzt nicht zuviel hineininterpretieren, wenn die Untersuchungen nichts ergeben haben.
Gibt auch Hunde, denen man das schnelle Platz erst beibringen muss.
Gut zu wissen. Meine liegt auch total ungern ab und ich sehe jeglichen Krankheiten in ihr (Was hab ich schon alles bei ihr diagnostiziert: Augenkrankheiten, schwerste HD, Rückenkrankheiten, SDU, Ohrenentzündungen, Allergien... hach ja. :rolleyes: In Realität war sie allerdings immer zum Spielen aufgelegt).

Zu dem Thema, Hund mit Futter zum Bindungsaufbau, was sagt ihr denn in meiner Situation dazu? Ich hab etliche Treats gelesen dazu.
Wenn ich das richtig verstehe, hast du bisher wenig mit Leckerchen gearbeitet? Ich würde das schon verstärken. Ich frage mich immer, wie Leute ohne Leckerlis/Belohnung arbeiten - da bleibt doch nur Zwang? Natürlich kannst du deinen statt Leckerli auch mal mit einem Spielzeug oder der Umgebung belohnen.

Nimmt er sein Trockenfutter (sofern du das normal Fütterst) denn im Freien? Wenn ja, würde ich einfach das als "Leckerli" verwenden und von seinen Hauptmahlzeiten abziehen.

Hab neulich übrigens gelesen, dass man Angst nicht durch Klicker/Markerwort "verstärken" kann, weil es eine Emotion ist (oder so ähnlich). Würde ja auch auf Unsicherheit zutreffen. Aber da gibt es ja verschiedene Theorien.

Ich finde die Ansätze des Trainers ganz gut. Ich hab ja auch so ein hibbelchen Zuhause (wobei, Zuhause ist sie mittlerweile sehr ruhig :)). Sozialisierung war bei ihr auch wenig (ist wo ich lebe die Norm :(). Ich denke wir müssen einfach in Babyschritten vorgehen. Vom Treppenhaus vor das Haus, vor dem Haus auf die Straße... und immer ein paar Schritte weiter. Bis sie sich daran gewöhnen. Vielleicht auch die gleichen (ruhigen) Gassiwege gehen. Einige haben es hier ja schon gesagt: Die Anforderungen und Erwartungen an unsere Hunde sind verdammt hoch, da können sie eigentlich nur versagen. Für uns Hundehalter bedeutet das im Umkehrschluss: Wir müssen 3 Schritte zurück, bis wir wieder da sind wo der Hund unseren Anweisungen folgen kann.

Wie erwähnt, meine ist unter Aufregung nicht ansprechbar. Da kann ich sie um ein Sitz anbetteln und die schönsten Leckerlis schwenken - interessiert sie Null bzw. sie kann nicht anders. Zuhause arbeitet sie gut mit. Ich gehe jetzt dahin zum Training wo es "gerade so" noch klappt. Das ist mittlerweile vor dem Haus (erst war es Bürozimmer, dann Wohnzimmer, dann Garten, jetzt vor dem Haus). Da ignoriert sie teilweise mein "Komm" weil sie stattdessen zum Zaun des Nachbarhauses möchte (da wohnt ein Husky). Ist also eine gute Ablenkung. Wenn sie trotz Husky im Garten zu mir kommt, bekommt sie ein Leckerli und darf sie zur Belohnung zum Zaun. Klappt das irgendwann mal sicher, arbeiten wir uns ein bisschen weiter die Straße vor.

Gegen ihren Stress in reizstarker Umgebung versuche ich es so wie Radelschnauzerl gesagt hat. Wir setzen uns irgendwo hin und sie darf sich die Welt anschauen und in ihrem Tempo zur Ruhe kommen (das dauert sehr lange bzw. sie kommt bisher in zwei Stunden noch nicht 100% zur Ruhe). Reizstark heißt in meinem Fall übrigens eine Bank auf unserer üblichen Gassirunde. Es ist schon stressig für sie, wenn ab und an jemand Fremdes vorbei läuft oder wenn sie einfach nur warten muss und nicht weg kann.

Mich würde dein weiterer Trainingsweg auf jeden Fall interessieren. Hoffe du berichtest weiter, wie es mit dem aktuellen Trainer klappt.
 
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8 Mai 2016
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Bei uns sind es zu 99% die kleinen Hunde , die immer frei laufen und leider null hören. Und kleine Hunde zu blocken finde ich echt schwierig. Die sind so wuselig!
Und deren Besitzer der Meinung, dass sie alles dürften , weil sie ja klein sind und somit niemanden stören dürften. Richtig nervig!

Wohnst du ums Eck bei uns ;) ?
Das Selbe hier, ich denke egal wo man hinkommt, schließlich ist ein kleiner Hund ja ungefährlich ... Denken die jedenfalls.
Oder vielleicht muss man sich zum Erziehen auch zu tief bücken, keine Ahnung.
Blocken ist echt verdammt hart, Dusty wurde ja auch mal von einem Pekineses Mix angefallen der aus der Einfahrt über die Straße schoss.
Wie soll ich den bitte blocken? Blocke ich frontal ist er schon um oder zwischen den Beinen durch wieder bei Dusty und schnappt.
Ganz ehrlich, ich hätte den fast getreten... War ja auch nirgendwo ein Besitzer in der Nähe den es interessiert hätte dass sein Hund meinen beißt.
Aber wehe meiner wird dann zum Beißer durch sowas dann heißt es wieder der böse böse Aussie mag keine (kleinen) Hunde...
 

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